Apocalypse Now

Apocalypse Now (1979), US Laufzeit 153 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Actionfilm, Drama, Kinostart 18.10.2001

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8.6
Kritiker
73 Bewertungen
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7.8
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von Francis Ford Coppola, mit Marlon Brando und Martin Sheen

Der von Francis Ford Coppola unter wahnwitzigen Bedingungen gedrehte Apocalypse Now! gilt als einer der größten Klassiker des Anti-Kriegs-Films.

Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges erhält der Militärpolizist Captain Willard (Martin Sheen) einen waghalsigen Auftrag. Gemeinsam mit einer kleinen Truppe Soldaten (u.a Laurence Fishburne) begibt er sich in Richtung kambodschanische Grenze, um einen hochrangigen US-Militär, Colonel Kurtz (Marlon Brando), zu liquidieren. Kurtz, der sich mit einer folgsamen Einheit im Dschungel verschanzt hat, gehorcht keinerlei Militärbefehlen mehr und sorgt für Angst und Schrecken. Dem soll Captain Willard nun ein Ende bereiten.

Hintergrund & Infos zu Apocalypse Now!
Regie-Ikone Francis Ford Coppola ging für die Dreharbeiten zu Apocalypse Now an seine geistigen und finanziellen Grenzen. Taifune am Set, ein störrischer Marlon Brando und ein Herzinfarkt Martin Sheens brachten das Projekt beinahe zum erliegen. Totzdem hielt Coppola an Apocalypse Now fest und stellte so ein Meisterwerk fertig, dass lediglich bei den Oscarverleihungen 1980 nicht als solches erkannt wurde. Dort wurde Apocalypse Now zwar für alle wichtigen Kategorien nominiert, erhielt jedoch nur den Oscar für die beste Kamera und den besten Ton.

Apocalypse Now basiert lose auf dem Buch ‘Herz der Finsternis’ von Joseph Conrad. Coppola verlegte für Apocalypse Now die Handlung vom kolonialen Afrika des 19. Jahrhunderts in den vietnamesischen Dschungel.

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Apocalypse Now

Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.wordpress...

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9.5Herausragend

Das Geräusch der gleichmäßigen Bewegung von Rotorblättern setzt ein. Langsam steigert sich die Lautstärke und die erste Einstellung von Francis Ford Coppolas erschreckendem Anti-Kriegs-Epos ‘Apocalypse Now‘ offenbart eine nahezu wunderschöne Landschaftsidylle. Schließlich durchbricht der zum unbändigen Geräusch dazugehörende Helikopter das satte Grün der paradiesischen Flora und wirbelt erstickenden Staub auf, der sich wie dichter Nebel vor dem erhabenen Gemälde ausbreitet. Dann setzten die erste Takte des psychedelischen The End von The Doors ein und sobald Jim Morrisons Stimme die titelgebenden Worte des Songs mit vollkommener Hingabe in sein Mikrofon haucht, schießen aus dem Dschungel Feuerbälle in die Höhe, als wäre der Weltuntergang im vollen Gange – und er ist im vollen Gange. Ein intensives Inferno unglaublichen Ausmaßes, eine Zerstörung der Natur und die hässliche Seite des Krieges. Ein Prolog, der nur ungewiss erahnen lässt, welche alles verändernde Odyssee auf uns wartet: Die Reise ins Herz der Finsternis, direkt in den Schlund des Wahnsinns. Es gibt kein Zurück mehr. Das ist das Ende. Jetzt. Und es ist unvermeidlich. [...]

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Über Weltenkollisionen und der Wiederherstellung der alten Ordnung

Über 30 Jahre sind vergangen, und über "Apocalypse Now" weht nach wie vor der Mantel der Filmgeschichte. Das wahnsinnigste Werk New Hollywoods mit der wahnsinnigsten Produktionsgeschichte, schlicht und ergreifend eine Bestie, schlicht und ergreifend ein Kriegsfilm, der keiner ist, ein Genrefilm, der nie in die Nähe des Genres rückt, am ehesten ein künstlerischer Bewältigungsprozess, der allen Beteiligten die Kraft raubte. Vielleicht ist "Apocalypse Now" deshalb so kraftvoll, weil er die Widerstandsfähigkeit des Körpers und die Mechanik des Geistes in sich trägt, vielleicht ist "Apocalypse Now" deshalb eine Lehrstunde des Filmemachens, ein Mammutwerk, ein erschöpfender Akt zerstörerischer Energie, so weit sein Horizont, so tief seine Aussagen, so groß und verstörend der Abgrund, an dem der Film zwischen extremer Gegensätzlichkeit taumelt und dies verhandelt wissen will.

"Apocalypse…

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Timo K.

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Schade, dabei sorge ich bereits zu vorzeitigen Kommentarlöschungen. ;) | Wie viele Punkte sind's denn geworden?


Punsha

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8,5


SoulReaver: CinemaForever

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10.0Herausragend

[...] 'Apocalypse Now' erscheint mit seiner knapp 200 minütigen Laufzeit unheimlich mächtig und abschreckend. Im Gegenteil. Die Minuten vergehen wie im Flug, viel zu sehr wird man von den Bildern hypnotisiert und vergisst jegliches Zeitgefühl. Anstrengend und schwer ist der Film wegen seines Themas und seiner Darstellung dennoch. Man sollte sich in jedem Fall aber die Zeit nehmen, denn sonst verpasst man einen der wichtigsten und besten Filme aller Zeiten. Ohne Helden, ohne Patriotismus und ohne Glorifizierung blicken wir in den Abgrund dieses Krieges und in den Abgrund, der in jedem von uns ist. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

kraproom

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Erschöpfende und nicht zu toppende Beschreibung/Kritik. Daher erspare ich mir und anderen eine eigene. Kleine Anmerkung: laut der legende soll der Ausraster von Martin Sheen im Hotelzimmer nicht gespielt sein, vielmehr war er echt und die haben einfach nur die Kamera drauf gehalten. Nach den Eskapaden seines Sohnes Charlie könnte man das fast glauben (der apfel fällt nicht weit von... usw.) Stimmt wohl nicht so in der Form, könnte aber schon was dran sein. Die Schauspielerischen Leistungen, nicht nur die von Sheen, in diesem Film ist überragend, fast physisch spürbar.


SoulReaver

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Wow, danke für das große Lob. Hab mir Mühe gegeben :)
Das wär mir neu, aber macht die Szene ja noch interessanter. Wobei man sagen muss, dass Martin der bessere Sheen ist.


LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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9.0Herausragend

238 Drehtage, 20 Millionen Dollar Budget, ein Regisseur, dem kein gutes Ende einfallen will, der immer wieder an seinem Werk (ver-)zweifelt. Doch dieses Martyrium aus Blut und Tränen führte Coppola zu sich selbst, zu seinem endgültigen Meisterwerk, an welches er bisher nicht mehr anknüpfen konnte. APOCALYPSE NOW ist ein psychedelisch orchestrierter und bebilderter Trip ins Innere seiner Akteure, der sich gegen jede Genre-Einordnung sträubt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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9.0Herausragend

Ein Film über die Gewalt des Bildes, wie diese Bilder des Grauens die Psychen der Soldaten beeinflussten und sie wahnsinnig werden lassen. Gehört zu den wichtigsten Filmen aller Zeiten!

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Ulrich Behrens

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9.0Herausragend

„Apocalypse now“ ist ähnlich dem „Paten“ ein breit angelegtes Epos. Während „Der Pate“ (Teile 1 bis 3) jedoch als eine Reise durch die Verzweigungen einer Familie und einer mafiösen Sozialstruktur konzipiert ist und eine vertikale (historische) wie horizontale (Sozialgeflecht) Dimension sich die Waage halten, scheint in „Apocalypse now“ die Zeit still zu stehen. Obwohl wie ein Reisebericht konstruiert, den uns mit verhaltener Stimme Captain Willard (Martin Sheen) vorliest, wirkt diese Reise mit dem Patrouillenboot zu Colonel Kurtz (Marlon Brando) wie eine Bestandsaufnahme eines Zustands, eines seelischen, brutalen, skrupellosen, erbärmlichen Status Quo. Und hier treffen sich beide Epen. Denn am Schluss des „Paten“ wie am Ende von „Apocalypse now“ schließt sich ein Kreis am selben Punkt, an dem die Reise begann. Den Figuren hinterlassen diese Reisen kaum eine Spur von Hoffnung. Die Epen enden, wo sie begannen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Grandiose Bilder, tolle Szenarien und Kompositionen. Dennoch, als jemand der mit Kriegs/Antikriegsfilmen nichts anfangen kann, hatte ich auch bei der Redux-Fassung dieses Films mit der großen Langeweile zu kämpfen. Sicherlich ungerecht, da Apocalypse vorher da war, hatte ich doch das Gefühl das alles schon dutzendfach gesehen zu haben. Im Zweifel hat mich der Originalroman dann doch mehr in den Bann gezogen als dieses ebenso kunstvolle wie überlange Drama, das bei allen offenkundigen Qualitäten doch reichlich gedehnt wirkt. Bis Brando endlich Auftritt war ich mehrfach dran einfach wegzudösen, nur die laustarken Feuergefechte die alle viertel Stunde kamen, haben mich dran gehindert...

Aber man muß ja nun auch nicht jeden Klassiker mögen...

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Chivalric

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6,5 für "große Langeweile" und "mehfaches fast-wegdösen" sind dann aber noch ganz schön großzügig. Dann doch der Respekt vor einem "Klassiker"? ;-)


jetteleli

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Der Originalroman? Das Herz der Finsternis? Das "finstere" Afrika? und die "Wilden"? Na klasse!



Kommentare (193) — Film: Apocalypse Now


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Suki93

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Bewertung10.0Herausragend

Finally. Für meine 1000ste Bewertung habe ich die Apokalypse eingeschaltet. Knapp drei Stunden den Vietnamkrieg miterlebt und überlebt…
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☆#1000 – „Apocalypse now“ ☆
--
„Das Grauen hat ein Gesicht. Und man muss sich das Grauen zum Freund machen. Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“ – Kurtz (Marlon Brando)

Einer der mit wohl berühmtesten Filmzitate die es gibt wäre “I love the smell of Napalm in the morning”, aber meiner Meinung nach ist es nicht das Beste aus dem Film. Apocalypse now steckt so voller guter und vielsagenden Zitaten… das ganze Drehbuch könnte schon als Meisterwerk gelten. Aber es sind besonders auch die Bilder die unter die Haut gehen. Die Geschichte, die Schicksale, der Tod, die Musik, die Sinnlosigkeit des Krieges, die Zerrissenheit eines Menschen, die menschliche Psyche, "auf der Schneide des Rasiermessers gleiten und überleben"… tiefsinnig, brutal, dreckig, emotional und bedrückend präsentiert sich der wohl beste Anti-Kriegsfilm aller Zeiten!

Super Cast und ausgezeichnet dargestellt mit Martin Sheen als Captain Willard, Marlon Brando als Colonel Kurtz und Laurence Fishburne als Mr. Clean. An dieser Stelle möchte ich auch einmal den berühmten deutschen Synchronsprecher Christian Brückner loben, der hier ja Martin Sheen seine Stimme verlieh. Seine Stimme finde ich immer wieder sehr angenehm zuzuhören, deswegen hab ich auch nichts an der deutschen Synchro auszusetzten.

Der Regisseur Francis Ford Coppola hat mich unteranderem schon mit Der Pate und Sleepy Hollow beeindruckt, aber Apocalypse now setzt dem ganzen nochmal die Krone auf. Ein sehr beeindruckender Film, der mich von den ersten bis zur letzten Minuten an gefesselt hat; der lange in Erinnerung bleibt und einen faden Nachgeschmack auf der Zunge hinterlässt. Ich bin froh, dass Apocalypse now mein 1000 Film sein durfte.

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 18 Antworten

jacker

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Beschde!


Suki93

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Muchas gracias!


Freidenker

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Bewertung10.0Herausragend

"Apocalypse Now" bedeutet gewaltige Bilder,großartige Dialoge,geniale Musik und hervorragende Darsteller.

Im Grunde ist dabei "Apocalypse Now" kein herkömmlicher Kriegsfilm so steht im Mittelpunkt des Films keine bestimmte militärische Offensive oder ähnliches,sondern die Seelen der Menschen,die im Krieg zerstört werden.
Dabei zeigt der Film beeindruckend die gewaltigen Abgründe der menschlichen-Psyche vor dem Hintergrund des blutigen Vietnamkrieges.
So bekommen die großen Entscheidungen der Politiker durch die menschliche-Psyche,ein mehr und mehr außer Kontrolle geratenes krankes Eigenleben.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hubschrauberangriff auf das vietnamesische Dorf an der Küste,welcher mit Wagners großartigen „Walkürenritt" musikalisch untermalt ist.
Der Höhepunkt ist jedoch ohne wen und aber Marlon Brando in der Rolle gebrochenen und psychopathischen Colonel Kurtz.
Das ganze ist dabei auch einfach meisterhaft von Coppola inszeniert.
Alleine die Bilder des Films sind beeindruckend und und unvergesslich genauso wie der großartige Soundtrack von Carmine Coppola.
Auch darstellerisch ist der Film einfach ein Genuss,sei es Martin Sheen als Captain Willard,Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore oder Marlon Brando als Colonel Walter E. Kurtz.

Obwohl Francis Ford Coppola hier nach seinem meisterhaften Epos "Der Pate" hier einen ganz anderen Weg ging,schuf dennoch wieder ein wahres Meistwerk.
"Apocalypse Now" ist daher nicht nur ein großes Statement gegen den Krieg sondern auch ein wahres Kunstwerk,das jeder Filmliebhaber gesehen haben sollte.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

DonChris

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Ein außergewöhnliches Meisterwerk, das den Namen auch verdient! Irgendwie so speziell, dass ich mir den nicht jeden Monat ansehen will und kann, aber definitiv einer der überragensten Filme überhaupt (wie Platonus ja schon sagt) und einer der spürbar großen Einfluss auf alle Filme dieses Genres hatte, die nach ihm kamen.


sixdollarssixtysix

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Bewertung9.5Herausragend

This is the end, beautiful friend.
This is the end, my only friend, the end

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

movie.max

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Mein All-Time-Liebling!


SKURRIL

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passt wie die Faust aufs Auge ;)


El Mariachi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach ca 1 Jahr Wartezeit meine Drittsichtung von Apocalypse Now und siehe da ich muss ihn höher Bewerten nun hat er die wohlverdiente "10". Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich in letzter Zeit nur Schund gesehen habe (mal abgesehen von Django aber das gehört nicht hier her) oder ob es daran lag das ich den Film aus Schlaflosigkeit mir Nachts um 2 Uhr angemacht habe. Auf jeden Fall hatte ich ein filmisches Erlebnis wie ich es nur bei sehr wenigen Filmen hatte. Die Detailverliebtheit und die inneren Monologe des Protagonisten gehen einem ziemlich Nahe und machen einen selbst ziemlich nachdenklich. Die Charakterzeichnungen sind dermaßen vielseitig, dass man sich in jeden Charakter ob gut oder böse hineinversetzen kann. Sei es der bessesenhafte und krankhafte aber auch poetische, durch Brando perfekt umgesetzte Wahnsinn eines Colonel Walter E. Kurtz, die in sich gekehrte und "ist doch alles fürn Arsch" Einstellung eines Cpt. Willard, der den Glauben an alles gute verloren zu haben scheint und im ständigen Konflikt mit sich selbst steht oder die exzentrisch und nur noch durch Zynismus geprägte denkweiße eines Colonel Kilgore. Für mich stellen diese 3 durch den Krieg zerstörten Menschen, das Gerüst dieses Films dar. Sie zeigen uns was der Krieg aus uns machen kann und wie jeder einzelne zu etwas werden kann was man eigentlich nie sein will. Für mich sind Kurtz, Kilgore und Willard sich ziemlich ähnlich, alle scheinen etwas verloren zu haben und psychisch derart mürbe gemacht worden zu sein, dass sie im Prinzip alle vom Wahnsinn betroffen sind, nur gehen sie alle anders damit um. Während Willard den Kampf gegen den Wahnsinn noch kämpft aber an der Grenze des Verlierens zu sein scheint, hat Kilgore sich damit abgefunden den Kampf gegen die Wahnsinnigkeit verloren zu haben und nur will er sich dies nicht anmerken lassen will transportiert er seinen Wahnsinn in Gelassenheit und eine "Egalhaltung" nach außen. Wo fängt Wahnsinn an, wann verliert ein Mensch die Kontrolle über sein Bewusstsein und seine Psyche? Diese Frage stellt man sich beim Anblick von Kurtz, er ist der komplexeste Charakter, er hat den Glauben an alles und jeden verloren, ihm ist sogar gleichgültig ob er lebt oder sterben sollte. Er ist auf der Suche nach dem Warum. Er stellt für mich das Gleichgewicht zwischen Willard und Kilgore dar und ist damit aus allen moralisch und gesellschaftlichen Zwängen entflohen, an ihm sieht man deutlich die Sinnlosigkeit des Vietnamkrieges. So das war jetz weniger ne Filmkritik eher ne Interpretation meinerseits. Auf jeden Fall ist AP Now für mich einer der besten Filme die ich kenne. Ein poetischer Film mit Tiefgang, für mich ist das Kunst in Form von Bildern und Wörten sozusagen künstlerische, nachdenkliche und psychologische Poesie!

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andaction94

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Bewertung9.0Herausragend

Große Schwierigkeiten plagten den Dreh des Vietnam - Kriegsfilms ’Apocalypse Now’ von Regisseur Francis Ford Coppola. Tropenstürme zerstörten das Set und der Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt einen Herzinfarkt. Doch all dies hatte auch seine Vorteile, denn so wurde der Film heiß erwartet. Heute gilt er als einer der Höhepunkt der New Hollywood - Ära (1967 - 1980).

Vietnam, 1969. Captain Benjamin Willard (Martin Sheen) erhält, nachdem er sich wochenlang in Saigon aufhielt, den Auftrag, den abtrünnigen Colonel Walter E. Kurtz (Marlon Brando) zu liquidieren. Kurtz hat sich von der amerikanischen Militärführung abgewandt und herrscht nun im Dschungel wie ein König über seine Anhängerschaft, die sich im Laufe des Vietnamkrieges zu ihm bekannte. Da das amerikanische Militär ihn nicht mehr kontrollieren kann, ist er zu einer Bedrohung geworden. Er hält sich mit seinen Anhängern im Dschungel des sich nicht am Krieg beteiligenden Kambodschas auf. Willard wird von Chief Philips (Albert Hall) und seinen Männern (u.a. der 17 - jährige Laurence Fishburne) mitgenommen und begibt sich so als Kommandant auf deren Patroullienboot flussaufwärts nach Kambodscha in Kurtz’ Reich.
Die Fahrt entwickelt sich zu einem Höllentrip, der das Grauen des Krieges in Vietnam offenbart. Die Soldaten verlieren teilweise den Verstand und Captain Willard beginnt an der Rechtfertigung seines Auftrages zu zweifeln. In seinen Augen ist Kurtz ein eher bewundernswerter Mensch. Sollte man das Recht haben ihn aufgrund von Kriegsverbrechen zu töten, sollte man aus Willard Sicht auch das Recht haben, andere, sadistische Offiziere zu exekutieren. Willards Begegnung mit dem exzentrischen Colonel Kilgore (Robert Duvall) trägt maßgebend zu dieser Rechtfertigungsfrage bei. Als Willard dann Kurtz begegnet denkt er darüber nach, sich ihm anzuschließen ...

Eine Einstellung von einem Dschungel. Das langsame Rotieren von Helikopterrotoren. Im Hintergrund der bekannte Rock - Song ‘The End’ von The Doors. Eine Explosion lässt den Urwald in Flammen aufgehen. Bilder von Captain Willard werden eingeblendet und verschwimmen wieder vor dem Hintergrund der brennenden Palmen. So wird das gezeigte, langgezogene erste Bild des Films immer wieder mit neuen Elementen belebt. Eine melancholische und einzigartige Atmosphäre wird geschaffen.
Auch im weiteren Verlauf des Films prägen diese Blenden die Erzählweise.

‘Apocalypse Now’ weist eine Vielzahl an wichtigen Charakteren auf, von denen jedoch nur auf die Soldaten im Boot wirklich tiefgehend eingegangen wird. Ihr Verzweifeln an den Schrecken des furchtbaren Vietnamkriegs und ihr Versagen als Menschen stehen im Vordergrund der Handlung.
Die Hauptfigur des Captain Willard wird sehr ausführlich eingeleitet und sein Charakter dem Publikum dadurch, dass er teilweise als Erzähler fungiert, nahegelegt.

Die Kamera erfasst die wesentlichen Elemente des Films. Dies gelingt v.a. bei Aufnahmen von Helikoptern, die auf ein nordvietnamesisches Dorf zufliegen oder vom Patroullienboot mit Captain Willard an Bord, welches vor einem dämmernden Abendhimmel auf dem Fluss entlang fährt. Also liegt hier ein tolles Szenenbild vor.

Coppolas Kriegsfilm besitzt eine originelle Handlung. Die Schrecklichkeit des Krieges und die menschlichen Abgründe werden beiläufig erzählt und sind trotzdem Hauptbestandteil der Handlung. Von der eigentlichen Haupthandlung, nämlich der Mission, Kurtz zu eliminieren, wird jedoch niemals abgewichen. Dies gelingt Regisseur Coppola damit, dass sich Willard auf dem Boot immer wieder neue Bestandteile des Dossiers über Kurtz durchliest und als Erzähler seinen Kommentar dazu abgibt. So wird auch der Charakter von Kurtz dem Zuschauer offenbart.
Die besagten Szenen, in denen sich Willard Kurtz' Dossier durchliest, sind in meinen Augen die Seele des Films und schaffen eine melancholische, aber auch coole und beispiellose Atmosphäre.

Der Film stellt sich auf keine der beiden Konfliktseiten, da er sowohl die Vietnamesen (‘Charlie’ genannt), als auch die Amerikaner gewalttätig, brutal und rücksichtslos darstellt.
Die Hintergrund - Message ist, dass es im Krieg kein Gut und Böse gibt. Alle Beteiligten sind auf die gleiche, furchtbare Art und Weise vom Krieg betroffen und zu Schrecklichem fähig.
Durch seinen Cameo - Auftritt als Regisseur eines Kamerateams, der Willard und seine Soldaten dazu auffordert weiterzugehen und so zu tun, als würden sie kämpfen, zeigt Coppola, dass der Krieg von den Amerikanern damals als etwas Heldenhaftes und Tolles empfunden wurde und, dass keiner in den Vereinigten Staaten wirklich eine Ahnung davon hatte, wie schrecklich er wirklich war. Von Patriotismus ist also keine Spur, sondern eher von Kritik am Patriotismus, bzw. an der Gesellschaft der USA.

Ursprünglich sollte Harvey Keitel die Figur des Captain Willard mimen. Doch dessen Darstellung des Charakters entsprachen den Vorstellungen Coppolas ganz und gar nicht, weshalb er sich nach zwei Wochen Drehzeit dafür entschied, Keitel abzusetzen und Sheen die Rolle übernehmen zu lassen. Dadurch avancierten er und Schauspielkollege Dennis Hopper meiner Meinung nach zu den herausragenden Darstellern des Films.
Auch Oscarpreisträger Marlon Brando überzeugt als gebrochener, abtrünniger Offizier. Ihm wird jedoch nicht viel Zeit gegeben, sein schauspielerisches Können stark zu beweisen und seine Rolle auszufalten. Erst zum Ende des Films tritt er in Erscheinung.

Schließlich ist ‘Apocalypse Now’ in meinen Augen ein großartiger Kriegsfilm, der nahezu alles richtig macht und den Patriotismus komplett ablehnt. Dies ist vor allem der Hartnäckigkeit und Entschlossenheit des Regisseurs zu verdanken, der bis zum Ende an seinem Film festhielt, nachdem er diesen über ein Jahr lang gedreht und unzähligen Hindernissen getrotzt hatte.
Durch die originelle Handlung und deren großartige Inszenierung besitzt ‘Apocalypse Now’ sogar einen gewissen Popcorneffekt, wie ihn nur wenige Filme dieses Genres und dieser Zeit besitzen. Auch nach über 30 Jahren ist er deshalb immer noch spannend und erdrückend und kann sich mit heutigen Kinofilmen messen, sowohl inhaltlich als auch inszenierungstechnisch.
Die tollen und modernen Aufnahmen von Kameramann Vittorio Storaro unterstützen diesen Effekt.
In allen Belangen ist der Film ein Meisterwerk. Jede Kleinigkeit scheint festgelegt zu sein, um das Kriegsdrama so perfekt wie möglich erscheinen zu lassen. Die Darstellung der Charaktere, die Szenen, in denen Captain Willard sich Kurtz’ Dossier durchliest, die Inszenierung der Furchtbarkeit des Krieges und Rockmusik vom Feinsten machen diesen Kinomeilenstein aus.

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kobbi88

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Wow, starker Kommentar.


andaction94

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Dankeschön ! :)


Andy Dufresne

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Mensch als vegetarischer Metzger.

Der Krieg in seiner ganzen archaischen und sinnlosen aber doch zutiefst im Menschen verwurzelten Existenz .

Der Mensch und der Krieg in ihren jeweiligen und doch gemeinsamen Paradoxien.

Kubrick lässt seinen Joker in „Full Metal Jacket“ die Dualität erklären in dem er “Born to Kill“ und "Peace“ als gegensätzlich und doch als zusammengehörend beschreibt.

Copolla erklärt die Dualität in „Apocalypse Now“ in dem er Roxanne sagen läßt :
“In dir wohnen zwei Seelen, eine die tötet und eine die liebt“.

Helmut Schmidt nennt es „Die große Scheiße des Krieges“.

Es geht darum ob man ein Tier ist oder Gott. Oder Beides.

Über diese Dinge reflektiert und erzählt „Apocalypse Now“, der für mich wichtigste Kriegsfilm aller Zeiten.

„Ein erlesener Auftrag und als er zu Ende war wollte ich nie wieder einen…“
Captain Willard (grandios verkörpert von Martin Sheen), ein Soldat der quasi abhängig ist vom Krieg, vom Dschungel, den er gleichzeitig hasst und verabscheut und deswegen verzweifelt und mit sich hadert, erhält den geheimen (offiziell nicht existierenden) Auftrag mit einem kleinen Patrouillenboot (und dessen Besatzung als Geleitschutz) den (fiktiven) Nung-River nach Kambodscha hinaufzufahren um dort den (vermeintlich) verrückt gewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando, auf ihn gehe ich weiter unten näher ein) zu töten. Dieser hochdekorierte und in allen Belangen herausragende Mann hat sich vom System, den Befehlen der Army abgekoppelt und ein eigenes Terror-Regiment in Kambodscha gegründet. Er hatte eigenhändig entschieden vier Doppelagenten zu erschießen, woraufhin die Army ihn zum Abschuß freigegeben hat.
In einem Spiel ohne Regeln hat Kurtz die Regeln gebrochen und soll deshalb sterben.

„Einen Mann an so einem Ort wegen Mordes zu belangen, ist wie eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit beim Autorennen.“ bemerkt Willard hierzu.

Lieutenant General R. Corman (Sinnbild des Aufrechterhalters der fragwürdigen Moral, der Auftraggeber, dessen Handlungen IMMER toleriert werden) legitimiert das Ganze mit den Worten: „ [...]weil es in jeder menschlichen Seele einen Konflikt gibt. Zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen Gut und Böse.
Und das Gute triumphiert nicht immer. Manchmal überwältigen die Kräfte der Finsternis das was Lincoln „die besseren Engel unseres Wesens“ nannte.
Jeder Mensch hat seinen Zereißpunkt, sie und ich ebenfalls.
Walt Kurtz ist an seinem angelangt…und offensichtlich ist er dabei geisteskrank geworden“.

„Charlie surft nicht“

Um die Reise ins Herz der Dunkelheit aufnehmen zu können, muss das Boot mit Hilfe der (fliegenden) Kavallerie an einer geeigneten Stelle in den Fluß gesetzt werden.
Der Kommandant dieser Luftstreitkräfte, Lieutenant Colonel Kilgore (extrem charismatisch (und unsterblich geworden durch den Oneliner „“I love the smell of napalm in the morning […] Smells like – victory.” (deutsch: „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen. […] Riecht nach - Sieg“) , dargestellt vom IMMER großartigen Robert Duvall), führt, ähnlich wie Kurtz, sein ganz eigenes Regiment, seinen ganz eigenen Krieg.
Das Boot kann an zwei Stellen in den Fluß gesetzt werden, als Legitimation für die weitaus gefährlichere, sich in Feindeshand befindliche Stelle (an der bereits Männer seiner Einheit fielen), langt ihm ein simples „Charlie surft nicht“, sein egoistischer Wunsch zu Surfen bzw. Anderen beim Surfen zuzuschauen.
Hier wird dieses Verhalten (im Vergleich zu Kurtz`Verhalten ) von der Führung gebilligt.Als die Männer um Willard Kilgore´s Surfbrett klauen, lässt dieser,völlig lächerlich und übertrieben, seine ganze Einheit nach dem Boot suchen um sein Brett zurückzubekommen.

Noch offensichtlicher wird die absolute Sinnlosigkeit, als die Besatzung des Bootes unbegründet und total unnötig fünf unschuldige Vietnamesen auf einem anderen Boot tötet.
Kurtz wird gejagt wegen der Ermordung von vier Menschen (die ganz offensichtlich Doppelagenten waren und deren Tod in diesem Kontext gerechtfertigt war).
Kurtz passt mit seiner postkonventionellen Moral aber nicht mehr ins konventionelle (beschränkte) Weltbild der Army, durch die Loslösung von der geltenden, konventionellen Moral wird er zum nicht mehr Tolerierbaren, zum auszulöschenden Devianten.

Übergeordnet wird der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens, dieses Krieges und aller Kriege, der Spiegel von den „französischen Geistern“ vorgehalten :
„Der Vietcong wurde installiert von den Amerikanern, nach dem Indochina/Koreakrieg und jetzt, was könnt ihr gegen sie tun? Nichts!“

Dies kann man als Sinnbild sehen: Für Afghanistan installiert (stark gemacht) wurden die Taliban durch die Amerikaner und jetzt was könnt ihr gegen sie tun:Zehn Jahre Krieg führen der euch (mit dem Irak, letztendlich ein ebenso Hausgemachter, durch (Bush)Erbfolge übernommener Konflikt) 2 Milliarden $ am Tag kostet und was könnt ihr tun? Nichts!

So schlängelt sich das Boot durch Blut, Schweiß und Tränen seinen Weg den Fluß entlang, um schließlich dezimiert im Herz der Finsternis anzukommen.

Und dort wartet er dann…
Der in sich alle Ambivalenzen, alle Dilemmata, alle Paradoxien vereinigende Kurtz…

Ein Mann der das wahre Grauen (" The Horror... the Horror...") gesehen hat, der dieses Grauen in sich aufgenommen hat, der glaubt :
"Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde.
Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“

Ein Mann der andere Männer sah, die (von ihm selbst) frisch gegen Polio geimpften Kindern die Arme abhackten.
Väter, Ehemänner, voller Liebe aber mit der Überzeugung und der Stärke ihre ursprünglichen Instinkte ohne Leidenschaft einzusetzen um zu töten.
Und dies ohne Strafgericht.Denn (so sieht er es) es ist das Strafgericht (Die (Doppel)Moral) das uns besiegt.

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Und das ist der Kern:
Man kämpft immer gegen sich selbst (die Dualität) und hier kann es keinen Sieger geben. Das ist die Sinnlosigkeit des Krieges.
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Und das Symbol hierfür, der lebende Beweis für die Zerissenheit und den ausweglosen Untergang des über die Grenze gegangenen, verlorenen Menschen, des „Poetwarriors in the classic sense”, das alles ist in Kurtz integriert, in seiner Seele gebündelt, vereint und bestehend.
Er ist die (am Anfang des Filmes in einer Selbstreflexion beschriebene) Schnecke die über ein Rasiermesser kriecht…und überleben will..kriecht und überleben will…kriecht…und es letztendlich nicht schaffen kann.

Er verbalisiert dies selbst:
„Haben sie jemals über wirkliche Freiheiten nachgedacht?
Freiheiten von den Meinungen Anderer?
Sogar von den eigenen Meinungen“?

Er hat sich von der eigenen Meinung abgekoppelt und deshalb kann er (in dieser Welt) nicht mehr weiter existieren.
Folgerichtig erkennt er :
„Sie haben kein Recht mich einen Mörder zu nennen. Sie haben das Recht mich zu töten.Sie haben ein Recht das zu tun,aber sie haben kein Recht ein Urteil über mich zu fällen...“

Er weiß das seine Zeit vorüber ist, er WILL das seine Zeit vorüber ist:

„Selbst der Dschungel wollte seinen Tod.
Es war ohnehin der Dschungel von dem er seine Befehle erhielt“.

Was Coppola mit „Apocalypse Now“ gelang ist weit mehr als nur ein Film.
Was er hier in grandios eingefangenen Bildern festhielt ist für mich ein existentielles Stück Philosphie und Reflexion über das Menschsein an sich.
Eine Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst, mit der Urdialektik, der Frage:Was sind wir und warum?
Mit eben der Frage, sind wir ein Tier oder Gott(gleich)?
Sind wir Erschaffer oder Erschaffenes?
Wo ist die Grenze zwischen diesen dual existierenden Möglichkeiten?
Und was bedeutet dies für uns als Individuum?

Wie Brando dies alles, im Halbdunkel, mit minimaler Gestik und Mimik, in Blicken, ja allein in seinen Augen, bündelt, konzentriert, manifestiert ist für mich der höchste Gipfel der an Schauspielkunst je erreicht wurde, je erreicht werden wird.

Was "die Welt“ damals schrieb, gilt für mich nicht nur für Kriegsfilme sondern ebenso für Brando im Bezug auf andere Schauspieler.

„Nach „Apocalypse Now“ dürfte es andere Kriegsfilme eigentlich nicht mehr geben“.

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movie.max

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Schön, dass dich Malick so interessiert und dass du ihn so verehrst. Ich halte leider wenig bis gar nichts von ihm. Ich verstehe ihn stets nur als sich selbst als Eremit inszenierender Pflüsterkönig. Dass er Philosophie studiert hat weiß ich auch, nur hilft das seinen Filmen wenig weiter.
Während mit 'The Tree of Life' tatsächlich zusagt und ich mit den Verbindungen von Schöpfungsfragen und Religionsexistenz durchaus etwas anfangen kann. Mir geht zwar das ständige Geflüster auf die Eier, aber grundsätzlich erschaffen Bildgewalt und Familienspannung einen tollen Gegenpol, der mich über alle Maße fasziniert. Gerade in letzterem, nämlich dem Aufzeigen einzigartiger Augenblicke, liegt definitiv Malicks wahre Stärke.
'The Thin Red Line' ist wunderhübsch, gut gespielt, aber tatsächlich unglaubwürdig. Es gibt diese Menschen nicht - Krieg ist nichts, in dem man nach schöner Natur sucht und diese Jünglinge haben besseres zu tun, als in Gedanken ihre eigene Existenz durchzuspinnen. Malick überträgt seine Ideen weniger über den Film selbst, als über geflüsterte Monologe und da bin ich dann draußen.
'Days of Heaven' verkackt leider bei aller Schönheit, mich zu packen und mich emotional zu reißen. Kurz vor den Blickkontakten unter den Figuren, wird ausgefaded.
Aber genug meiner Malick-Hetzerei. Schlussendlich tut es ja auch nicht weh und seine Filme sind nicht meine Hassfilme. Aber 'Apocalypse Now' transportiert seine und meine Gedanken als Gesamtwerk und benötigt keine (für mich) pseudointerlektuellen Monologe, die mir was auf die Nase binden. Brando ist dabei ja nicht frontal, sondern will hinterfragt werden und man würde ja auch einen Teufel tun, alles was er sagt für wahr zu nehmen. 'Apocalypse's Anspruch ist nicht inszeniert sondern passiert einfach mit jedem Schauen aufs Neue.


Andy Dufresne

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Es passiert. Aufs Neue. So ist es...


CIT

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein guter Vietnam-Film, mit ein paar legendären Szenen, aber ich kann mich den überwiegend euporisch-positiven Bewertungen nicht uneingeschränkt anschließen. Er ist gut, keine Frage und ein Klassiker sowieso, aber das sind Platoon, Deer Hunter und Full Metal Jacket auch und ich muß zugeben, daß ich Apocalypse Now in diesem Quartett den schwächsten finde.

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Baumkopf Holzfaust

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Die Redux-Nummer ist eine echte Nervenprobe...


movie.max

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"Whoaaaaa!!! Nooooiiiin. 'Apocalypse Now' ist soooo geielll!!!!" - movie.max
Naja jedem seine Meinung. Demnach ist 'Platoon' ziemlich doof, 'Deer Hunter' ziemlich gut, 'Full Metal Jacket' genial und 'Apocalypse Now' ein Meisterwerk.


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auf seinem düster-verstörenden Trip zu den Abgründen menschlichen Seins, begegnet Cpt. Willard (Martin Sheen), inmitten eines heillosen kriegerischen Durcheinanders, Menschen in Uniformen, die nicht minder geistesgestört sind, wie das Objekt der Begierde: Colonel Kurtz (Marlon Brando), den es zu liquidieren gilt, um dessen Schreckensherrschaft, mitten im tiefsten Dschungel, zu beenden.

Francis Ford Copolla versteht es auf eine geradezu unnachahmliche Weise, den schockierenden Filmstoff mit einer Reihe grandioser Bilder zu versehen, die von einer makellosen Kameraführung eingefangen werden.
Und so ganz nebenbei liefert Rovert Duvall die wohl beeindruckendste Vorstellung seines gesamten schauspielerischen Schaffens ab! An Zynismus kaum zu überbieten, als er während des Massakers seine Jungs zum Surfen ins Wasser schickt.
"Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen! Es riecht irgendwie wie Sieg!"

Selbstverständlich ist die Langfassung (Apocalypse Now Redux) der abgespeckten Version vorzuziehen, bei der einige wichtige Details fehlen. Dennoch verhindert die etwas langatmigere Version (immerhin 49 min. zusätzlicher Filmstoff!) eine höhere Bewertung, da vor allem das Bonusmaterial zur "französischen Plantage" eher wie filmischer Ballast wirken. In komprimierterer Form wäre es meiner Ansicht nach eine rundere Sache geworden. Aber das ist natürlich ein Klagen auf verdammt hohem Niveau!

"Apocalypse Now" zählt unabhängig davon ohne Wenn und Aber zu den herausragendsten Filmen dieser Gattung!

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Hartigan85

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Ich hab es mir da etwas einfacher gemacht, bei mir sind es beide Lieblingsfilme :-)


cpt. chaos

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Die beiden Filme sind auch irgendwie schlecht miteinander vergleichbar, aber unabhängig davon, schrammt "Apocalypse Now" haarscharf an einer meinerseits selten vergebenen 9 vorbei - würde ich mit halben Punkten bewerten, was ich mir seit jeher verkniffen habe, wären das 8,5 Punkte! ;o)


HoBBelZ

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Bewertung9.0Herausragend

der hubschrauber angriff mit musikalischer untermalung vom ritt der valküren die - legändarste szene aller zeiten. das und noch vieles mehr machen diesen film zu einem meisterwerk!

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marco.stellwag

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Bewertung5.0Geht so

MEINER MEINUNG NACH !
Einfach nur überbewertet , zieht nicht wie er sollte und hat Längen ohne Ende , ohne wirklichen Twist , und keine Atmosphäre die mich mitreist ... Naja schade , dafür gibt es genug andere Filme ;)

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fuerchtegott

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@marco: Ich teile deine Meinung vollends.


Irenicus

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Aha, jetzt muss also schon jeder Film einen "Twist" haben, nur weil es heutzutage aus Kreativitätsmangel ein Trend geworden ist, um schlechte/durchschnittliche Filme für das moderne, stumpfe Publikum intelligent erscheinen zu lassen? Schon traurig.


erik.stein.12

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk, ein Kult-Klassiker der Filmgeschichte schrieb und der Inbegriff eines Anti-Kriegsfilms. Francis Ford Coppola´s Apocalypse Now ist eine surreale Odysee durch den Vietnam Krieg und ein Abstieg in die dunkelsten Ecken der menschlichen Seele. Der Film beschäftigt sich einerseits mit Entzweiung, Entzweiung seiner Selbst in niedere, animalische Instinkte, der Loslösung der Menschlichkeit vom Ur-Instinkt und seinem übergeordneten „Ich“, andererseits beschäftigt sich Apocalypse Now aber auch mit der amerikanischen Kriegsführung, deren Selbstverliebheit und dem American Way Of Life. Diese Hauptthemen stellt der Film gegenüber und wirft dabei Fragen auf, inwiefern das Eine mit dem Anderen einhergeht und ob eine erfolgreiche Kriegskampagne evtl. Maßnahmen und Schritte erfordert hätte, die niemand willig gewesen wäre in die Tat umzusetzen und das Scheitern im Vietnam Krieg sozusagen vorprogrammiert war und im Ursprung der amerikanischen Mentalität/Kriegsführung zu finden ist.

Dieses schwierige Unterfangen und eine äußerst komplizierte Umsetzung wird bei Apocalypse Now nicht mit dem Holzhammer betrieben, sondern mit vielen, kleinen Versatzstücken peu à peu über den gesamten Film vorangetrieben, hin und wieder fast schon in Nebensächlichkeiten behandelt und findet in einem Finale der Superlative seinen krönenden Abschluss.
Einmalige Schauspieler, ein episches, authentisches Setting, geniale Filmmusik, eine faszinierende tonale Begleitung, eine superbe Story, atemberaubende Kamera- und Schnittarbeit und sehr gute Dialoge runden dieses Meisterwerk perfekt ab und lassen aus meiner Sicht keinerlei Spielraum für Kritik.

Review der Full Disclosure Blu Ray unter:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/03/apocalypse-now-full-disclosure-blu-ray.html

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White_Tip

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nun also doch: "Lieblingsfilm", da er einer der wenigen Filme ist, die mir schlaflose Nächte und endloses Kopfzerbrechen bereiten. Kaum ein Werk ist stärker und intensiver. Die Redux Fassung wird immer wieder zur Zerreißprobe für meine Nerven.
Die Doku "Hearts of Darkness" zeigt nur noch mehr, wie wahnsinnig "Apocalypse Now" und seine Macher waren. Unglaubliches Stück Film.

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Cocozzippel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Letztes Jahr, als dier Schule sich dem Ende neigte, mussten wir im SoWi-Hängerkurs ein Projekt bei unserem Lehrer einreichen, weil wir ja mit Abi nicht schon genug zu tun hatten. Bei der Besprechung mit ihm fand er das Thema irgendwas mit dem Vietnamkrieg gut und fragte uns, ob wir denn nicht schonmal FIlmanalysen gemacht hätten und es gebe da ja diesen Anti-Kriegs-Film "Apocalypse Now", den könnten wir doch als Projekt analysieren. Im geistigen Delirium haben wir einfach zugestimmt und dann am nächsten Wochenende an einem Abend eben diesen Film reingezogen.
Am Ende des Films prangte dann der wundervolle Hinweis REDUX und das hat man dem FIlm auch angemerkt, denn all die zusätzlichen Szenen habend en FIlm unnötig in die Länge gezogen.
Der genialste Teil des Films ist natürlich der Überfall auf das Dorf untermalt von Ritt der Walküren und Lieutenant Colonel Killgore... Der Trip auf dem Boot ist auch sehr bedrückend und das Ende mit Brandos Monolog auch genial, nur eben diese zusätzlichen Szenen sind für meinen Geschmack etwas zu zäh.
Und obwohl oder vielleicht weil ich mich ja nun etwas intensiver mit diesem FIlm auseinandergesetzt habe, finde ich ihn im Großen und Ganzen wirklich sehr gelungen.
Für den Film einen Dank an unseren Lehrer, für seine grenzdebile Benotung meine Abscheu!
"Apocalypse Now" ist von den drei bekannten Antikriegsfilmen sicher der beste.
Wer ihn nicht kennt, sichten, aber ind er normalen Fassung. Wer ein Filmanalyseprojekt sucht, sollte auch zu "Apocalypse Now" greifen, sehr ergiebig ;)

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gavitt

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Bewertung7.0Sehenswert

Vorweg erstmal, der Kommentar bezieht sich auf die Redux-Fassung.
Welch große Erwartungen konnte man nicht an den Film stellen. Empfehlung von Moviepilot 9, Kritiker Rating 8,6, Community-Rating 7,8, IMDB 8,6, zahllose Rezensionen, die den Film als einen der größten, wenn nicht als den größten Anti-Kriegsfilm aller Zeiten beschreiben.
Und das soll er also sein, begann ich ab der Hälfte des Films zu denken. Der Anfang bis es mit dem Patrouillenboot alleine weitergeht, kann noch als sehr gelungen bezeichnet werden. Aber auch hier schon ist mir die Grenze zwischen Satire(der Colonel, der während des Gefechts surfen gehen will) und wahrem Kriegsfilm(die Rücksichtslose Erorberung des Dorfes) zu schwammig. Nun lässt sich natürlich sagen, genau das macht eben die Genialität aus, den Irrsinn mit der brutalen Härte des Krieges mit dessen Irrsinn zu vermischen. Aber schon hier gibt es für sich genommen Vertreter ihres Fachs, die es meines Erachtens deutlich besser machen. Man denke etwa an Dr.Strangelove als phantastisch abstruse Kriegssatire oder Letters from Iwo Jima als schonungslosen "reinen" Kriegsfilm. Und genau dieser Eindruck zieht sich durch den gesamten Film. Man ist zu untentschlossen, was es denn nun sein soll. Die Story pendelt zu sehr hin und her. Von der Schlacht an der Brücke bis hin zu Pfeilbeschuss durch Ureinwohner oder Leuchtspurmunition, die ob ihrer Treffgenauigkeit wohl durch Sturmtruppler verschossen zu sein worden schien, über eine französische Großfamilie die sich seit Jahren wem auch immer widersetzt bis hin zum finalen Punkt der Reise. Dort wartet er also nun, der so lang gesuchte Colonel Kurtz. Warum man ihn nicht gleich aus der Luft oder mit einer größeren Truppe, sondern lieber im zweiten(!) Versuch durch eine Einzelperson, zu töten versucht, sei mal dahingestellt. Die Szenen im Lager sind es jetzt, die so oft und so hoch gelobt wurden, die den Irrsinn des Krieges anhand der Protagonisten am besten darstellen? Vielleicht hab ich irgendetwas nicht verstanden oder etwas übersehen, aber mir kam das Ganze konstruiert und vorhersehbar vor. Letztendlich traut man sich kaum, ob der ganzen herausragenden Bewertungen die 9 nicht zu geben. Insgesamt hat der Film aber einfach an zu wenigen Stellen richtig gefesselt, dadurch bleibt er immernoch ein guter Film, nur eben kann er für mich nicht ganz oben mitspielen.
War die Erwartungshaltung womöglich zu groß? Ich weiß es nicht. So richtig kann ich mir einfach nicht erklären, warum dieser Streifen so hoch eingeschätzt wurde. Möglicherweise sollte man es einfach nochmal mit der kürzeren Kinofassung versuchen.

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Boris96

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100%-ige Zustimmung!


razcal

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Bewertung1.0Ärgerlich

naja was wollte man schon erwarten von so einer alten schmonzette. das ist mehr ein kunstfilm als ein kriegsfilm. sämtliche charaktere sind irgendwie verrückt und martin sheen , der seinem sohn charly verdammt ähnlich sieht, glotzt dauernd grenzdebil in der gegend rum. man hat das gefühl man würde ein alptraum durchleben in dem man rennen will , sich aber nicht bewegen kann. was sollten eigentlich dauernd diese bunten rauchbomben überall? das hat mich vermutlich am meisten genervt. anfangs war der film extrem nervig, dann als die charaktere vorgestellt wurden, wurde er interessanter und dann ab der hälfte des films gings kontinuierlich bergab. ich kann diesen film niemanden empfehlen der alte filme genauso hasst wie ich.er ist langweilig , nervtötend und die atmo scheint dem pubertären hirn eines lollisüchtigen kindes entsprungen zu sein.
jede waschmaschine im vollwaschgang ist wirklich interessanter
freak out

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razcal

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sry den gefallen kann ich dir nicht tun. ich bewerte für leute meines schlages die filme aus spass an dem spannungsbogen schauen und nicht um sich in dummdreisten kollektiven zu elitisieren


BrittaLeuchner

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@ razcal: "ich bewerte für leute meines schlages die filme aus spass an dem spannungsbogen schauen und nicht um sich in dummdreisten kollektiven zu elitisieren" ... dafür gibts ne Freundschaftsanfrage! :) Herrlich!Aber keine Sorge: ich bin nicht immer "freund"lich ;) ... Und auch wenn das eine rhetorisch sehr spaßmachende Formulierung von Dir war (thumbs up for this!), und ich liebe es wenn Leute Spaß an Schlagfertigkeiten haben, so ist es natürlich trotzdem eine sehr starke Verallgemeinerung, über die wir mal diskutieren sollten, wenn ein bisschen Zeit da ist. Ansonsten ziehe ich hier in deiner Bewertung mit. Und wenn du schon Apo schwierig findest, solltest du unbedingt mal "Der schmale Grat" schauen. Den hab ich aus selbigen Gründen wie du sie hier anführtest leidenschaftlich unsachlich verrissen :D


beast667

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Apokalypse Now stinkt. Er stinkt gewaltig. Und das ist auch sehr gut so. Kein rosa Wölkchen, nur duster. Genial......... Auch hier sei gesagt: Kinofassung ist besser. Redux war mir zu lang.

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Dahmer

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Ja fand die Redux Fassung auch nicht gut! Ansonsten ein Meisterwerk,Marlon Brando kann einem echt ne scheiß Angst einjagen,herrlich inszeniert :-)


Schleckenslord

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Bewertung10.0Herausragend

Vor 2 Tagen war ich bei einer 8, gestern bei einer 9, heute bei einer 10. Der Film wirkt unglaublich nach.

Aber die Kuh... die Kuh...

(Kann ich als Vegetarier nicht gutheißen.)

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Neddie

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Bewertung3.5Schwach

Erste Hälfte ist super. Hatte schon dran gedacht dass wird eine 8-8.5. Dann geht es leider den Bach hinunter, Ende ist sehr schwach (das hat eig nur 1 Punkt verdient, weil es einfach nur eine totale Wende ist und nicht mehr wirklich um den Krieg geht) minus 1 Punkt Abzug für die echte Kuh ergibt 3.5. Hätte Herr Coppola das Ende wie in Platoon richtig gut abgerundet wärs bei 8 geblieben, so aber leider nicht.

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White_Tip

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Schau die Doku über den Film ;) Da erklärt der Irre Coppola wieso er eben kein "Platoon" Ende wollte, was auch eigentlich konsequent ist.


Jek-Hyde

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Apocalypse Cow.
Scheiße man, was soll ich davon halten? Ich liebe die Musik, ich liebe die Schauspieler, ich liebe eigentlich den Film, wäre da nicht diese Kuh. Ich meine, ist sie echt? Ist sie nicht echt? Es sieht verdammt echt aus, aber sie blutete kaum, ich meine, wenn die so eine Kuh mit einer Machete fast halbieren, dann suppt das doch eigentlich ordentlich! Die Szene frisst sich in mein Gehirn! Ich will den Film lieben! Er ist eigentlich eine 10/10, aber diese Kuh?! Ich weiß nicht ob sie echt ist! Und wäre sie echt, könnte ich damit leben? Konnte ich den Film dann noch mögen? Wurde sie extra für den Film geschlachtete, kann man so einen Tiersnuff rechtfertigen? Kann man Snuff überhaupt rechtfertigen? Ist die Szene aus einer Dokumentation entnommen? Macht es das dann etwa besser? Nirgendwo eine Antwort, nirgendwo! Bitte, helft mir Leute! Ist die Kuh echt? Könnte ich damit leben, dass sie extra für den Film geschlachtet wurde? Will ich die Antwort wirklich wissen? Ich weiß es nicht...ich weiß es nicht...ihr müsst es mir sagen, denn ich weiß es einfach nicht.....

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Neddie

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Habe heute den Film auch gesehen und war auch sehr empört über diese Szene. Hab auch auf 3-4 Seiten gelesen, dass es sich um eine echte Kuh handelt. Finde sowas aber total Fehl am Platze sowas in einen Kriegsfilm zu zeigen. Dass -zig Tausend Tiere am Tag geschlachtet werden ist mir bewusst. Ich habe jedoch kein Verständnis dafür, ohne guten Grund so etwas in einen Kriegsfilm aufzunehmen. Sowas schadet erstens der Qualität des Filmes (jedenfalls in den Augen jener Menschen, denen Tieren nicht am Arsch vorbeigehen), zweitens spiegelt sich mal wieder die totale Unnötigkeit darin wieder (Herr Copola hat wohl noch nie was von gestellten Szenen gehört) und dass drittens wohl die meisten Menschen denken, dass es eine besondere "Filmästhetik" mit ich bringen soll und dabei vergessen, dass es nicht wirklich angemessen ist.


Jek-Hyde

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@Brissenden: Naja, ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau worum es mir geht. Es stört mich. Mir gefällt der Film und diese Szene stört den Genuss. Was ich gehört habe ist dass sie wahrscheinlich wirklich so oder so geschlachtet worden wäre, der Eingeborenen, wegen, die so ein Fest gefeiert haben und Copola hats aufgenommen, zumindest ging mir das so aus Hard of Darknis hervor. Aber ich finde merkwürdig, dass die Kuh so wenig blutet, ich meine die köpfen das arme Vieh fast und trotzdem sieht man kaum Blut, wenn ich mich erinnere wie man selbst blutet, obwohl man nur einen winzigen Kratzer hat? Ich kann dir recht geben, ja dass stimmt schon, es ist wohl damit wirklich kein Snuff.
Die Frage ist also, wie kann Copola das rechtfertigen? Nehmen wir mal als gegem, dass es wie oben beschrieben war, die Kuh so oder so verreckt wäre und Copola dachte: „Wenns eh passiert, dann nehme ichs auf, das wird alle Schocken und ihnen die Dramatik vor Augen führen.“
Ich gebe zu, ich habe mir (wobei ich mich schon ein wenig schäme) den Film in der SteelEdition gekauft, mit Bonus, Hard of Darknis, der Kino und der Redux Fassung. Dummerweise versprach ich mir vom Bonus und von der Redux wohl eine Antwort. Andererseits konnte ich einfach nicht wiederstehen, ausgenommen der Szene ist der Film so gut. Aber dass ist nicht was ich sagen will. Ich will sagen: Es leiden genug Tiere und wenn diese möchte gern Naturschützer wirklich von ihrer Sache überzeugt wären würden sie nicht nur Missstände filmen sondern was tun (was genau möchte ich nicht unbedingt hinausposaunen, meine Ansichten über recht und Unrecht sind schließlich meine), also ist es wirklich so, dass ein totes Tier mehr oder weniger nicht schadet? oder sollte man lieber Schadensbegrenzung tun, weil man mehr nicht tun kann? Aber muss Copola mir den Film vermiesen, indem ich jedes mal niedergeschlagen nach dem Ende bin? Ja, ICH bin niedergeschlagen. Dass ist sehr mies, aber das ist so. Wenn wir etwas leiden sehen, dann möchten wir ihm ja nur helfen, weil es uns selbst dann besser gehen würde, traurig aber wahr, wir sind schon so ein doppelmoraliger Haufen. Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, wie ich mein Gewissen beruhige, ob ich es überhaupt beruhigen soll?


Fedkek2

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Film hab ich mir vor einpaar Tagen zum ersten mal angesehen (Redux Version) hatte gar keine Erwartungen, wusste nicht einmal wer mitspielt, nur das es ein Kriegsfilm ist und ich muss sagen das er mir gefallen hat, vor allem die Kamera Einstellungen, da waren viele "magische" Momente dabei, sehr schöne Aufnahmen. *SPOILER* Hätte niemals damit gerechnet das die Hauptakteure 2/3 des Films in dieser Nußschale verbringen werden, war aber unterhaltsam. Die Passage mit den Franzosen fand ich total überflüssig und nicht passend zum Rest des Films, vor allem weil Martin Sheen kaum gesprochen hat. Was ich auch net so dufte fand war das Sheen sich bei Brando sofort ausgeplaudert hat, ich mein der Typ ist durch die Hölle gegangen um sein Auftrag erfüllen und dann sowas, klar hat er angefangen ihn immer mehr zu bewundern aber trotzdem, unlogisch ist auch das sie durchs Kriegsgebiet in Vietnam fahren wenn sie von Kambodscha aus viel leicher an ihn dran kommen hätten können.

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