Schindlers Liste

Schindler's List (1993), US Laufzeit 186 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 03.03.1994

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7.6
Kritiker
103 Bewertungen
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7.8
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157 Kommentare
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von Steven Spielberg, mit Liam Neeson und Ben Kingsley

In Steven Spielbergs Holocaust-Drama Schindlers Liste spielt Liam Neeson den deutschen Industriellen Oscar Schindler, der seine jüdischen Mitarbeiter vor der Deportation rettete.

Von einer wahren Begebenheit inspiriert, erzählt Schindlers Liste (OT Schindler’s List) die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler (Liam Neeson), der während des Zweiten Weltkriegs versucht, sich in Krakau eine Existenz aufzubauen. Aus finanziellen Gründen beschäftigt er nur Juden und leiht sich Geld von ihnen um eine Emaillefabrik zu gründen, die ihm letztlich großen Reichtum beschert. Als die Brutalität des Holocaust Krakau erreicht, riskiert er nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Leben um seine Arbeiter vor der Deportation zu bewahren.

Hintergrund & Infos zu Schindlers Liste
Trotz anfänglicher Zweifel, ob er der Herausforderung gewachsen war, produzierte Steven Spielberg Schindlers Liste und führte auch selbst Regie. Der Erfolg sollte ihm recht geben, denn Schindlers Liste spielte bei einem Budget von nur 25 Millionen US-Dollar weit über 300 Millionen weltweit wieder ein. Hinzu kam ein regelrechter Preisregen: Von zwölf Oscar-Nominierungen gewann Schindlers Liste sieben, unter anderem für den besten Film, die beste Regie und die beste Filmmusik. Aber auch bei den Golden Globes, den BAFTA und vielen anderen Preisverleihungen ging der Film nicht leer aus. Außerdem erhielt Steven Spielberg 1998 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz.

Schindlers Liste basiert auf dem gleichnamigen Roman des australischen Schriftstellers Thomas Keneally, der 1982 veröffentlicht wurde. Dieser wiederum wurde von der Geschichte inspiriert, die Leopold Pfefferberg (im Film gespielt von Jonathan Sagall) ihm zwei Jahre zuvor in Los Angeles erzählte. Pfefferberg selbst hatte auf Schindlers Liste gestanden.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: Schindlers Liste

SoulReaver: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Sein Vorhaben wird schnell deutlich: Er sucht die menschliche Nähe zum Betrachter, um ihn durch Emotionen gefügig zu machen und ihn in das Geschehen mitfühlend eintauchen zu lassen, dabei sollte natürlich möglichst wenig zu hinterfragt werden – und das obwohl Spielberg den dokumentarischen Stil mit Schwarz/Weiß-Bildern und Texttafeln bewusst als visuelle Schale nutzt. Es spricht nichts dagegen, den Zuschauer in seine Geschichte einzubinden, ihn zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, doch „Schindlers Liste“ schwimmt immer deutlicher in hollywoodscher Melodramatik, die dank dem Faktum, dass Spielberg genau weiß, welche Strippen erziehen muss um den Zuschauer zu erreichen, großzügig in ihrer eigentlich brüsken Evidenz schnell übersehen wird. Den Rest erledigt die flüchtige Charakterisierung, die Oskar Schindler vom industriellen Opportunisten zum heiligen Samariter stilisiert und mit dem Abschlussbild zum distinguierten Übermenschen macht. [...]

Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

David "Noodles" Aaronson

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Na wenn's sein muss.

Wenigstens mit 'subjektive Verstrahlung' eine tolle neue Bezeichnung gelernt ;)


Super8951

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Oskar Schindler hat mit praktisch seinem ganzen Geld 1200 Juden das Leben gerettet. Da spielt der Aspekt, dass er anfänglich Profit schlagen wollte, nur eine Nebenrolle. Schindler war ein Mensch, dem man zurecht das Attribut "Held" zuschreiben kann.


Kubrick_obscura: CinemaForever

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6.0Ganz gut

Auf "Schindlers Liste" fällt man leicht herein. Ist hier schließlich einer der begabtesten Regisseure seiner Zeit am Werk. Das manipulative Historien-Drama, dass Bernd Eichinger immer versucht hat zu kopieren, aber nie erreicht hat, bietet Perfektion in allen Bereichen, vom Schauspiel bis zur Ausstattung. Leider kann man aber auch nur darüber schreiben...

76 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

Kubrick_obscura

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Da fehlt leider noch der richtige Button auf moviepilot. :D


Strikerth

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gleich neben du bist scheiße und halt die klappe button :D der "ich habe hunger" - button währe auch mal ne lösung xD


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Viel Gefühl und wenig fürs Hirn... Spielberg setzt auf Emotionen und vergisst dabei den tieferen Inhalt.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Teezy123

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ich kann mich atilla nur anschließen


4rM

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tieferen Inhalt!? Allein der historische Hintergrund dem der Film sehr nahe kommt...



Kommentare (154) — Film: Schindlers Liste


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BOW666

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film den man mindestens einmal gesehen haben muss.
Es ist erschreckend und zugleich traurig, zu einem die sofortigen Hinrichtung und die Skrupellosikeit ist erschütternd, Anfangs in einem Ghetto dann in ein Lager bis hin nach Ausschwitz. Einige Passagen im Film erhofft man sich das das Schreckenszenarion vorüber ist und man denkt es ist geschafft, zittert man gleich wieder mit, denn es wird immer nur grausamer, Liam Neeson und Ben Kingsley sind gut besetzt und im Film ein perfektes Duo, der fiese Kommandant Armon gespielt von Ralph Fiennes, spielt eben so gut aber auch eine sehr Böse Rolle.

Für eine Lauflänge von 187 Minuten, kribbilige und mitfierberhafte Unterhaltung.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

erik.stein.12

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Bewertung6.0Ganz gut

Schwierige Sache der Film. Nicht weil Schindler´s Liste an die Nieren geht oder weil er ein heikles Thema behandelt, sondern weil der Meister des Mainstreams Steven Spielberg eben jenes Themas gewohnter Maßen leichtfüßig, wenn man es knallhart ausdrücken möchte, dezent kindisch anpackt. So haben alle Nazis und Osteuropäer noch schnell Englisch sprechen gelernt, damit das amerikanische Publikum mit Lesen nicht überfordert wird - das raubt dem Film im O-Ton aber jegliche Stimmung und Glaubwürdigkeit. Englisch sprechende Nazis gibt´s nur in Hollywood…
Außerdem herrscht eine extreme (!) S/W-Zeichnung aller Nazis. Ständig (!) und mit größter Freude und einem sadistischen Grinsen im Gesicht führen die Teufel eine Unmenschlichkeit nach der anderen durch. An keiner Stelle lässt Herr Spielberg eine Gelegenheit aus, seine Wunschvorstellung ins rechte Licht zu rücken – von einzelnen Individuuen, die mit all der Scheisse ein Problem hatten und dies wenigstens in Mimik oder einem subtilen Abwenden zum Ausdruck bringen, fehlt jede Spur. Mit Nazis sympathisierende Juden sind plötzlich macht- und geldgeil - von Selbsterhaltungstrieb keine Spur.
Ein Film dieses Kalibers, der sich nicht zu fein ist mit der Kamera auf explizite und schonungslose Tötungssequenzen und Verbrechen an der Menschlichkeit drauf zu halten, sollte so viel Maß und Intellekt besitzen objektiver zu erscheinen.

Unterm Strich bleibt Schindler´s Liste eine oberflächliche, aber sehr gut inszenierte Geschichte über die Judenverfolgung im Dritten Reich mit vielen authentischen und harten Szenen. Die Charakterzeichnung von Oskar Schindler und der ein oder anderen Figur ist etwas willkürlich geraten, passt sich eher der Dramaturgie, als der Glaubwürdigkeit an und lässt den Zuschauer das ein oder andere Mal dezent verdutzt in die Röhre/auf die Leinwand schauen. Entschädigt wird man allerdings mit einer fantastischen Kameraarbeit, einer nicht minder tollen, aber etwas pathetischen Filmmusik und Szenen, die unter die Haut gehen.

P.S. Ich kann jeden verstehen, der diesen Film als „Mist“ bezeichnet, ich selbst fand ihn vor Jahren besser, als heutzutage. Ich bin der Meinung, dass Schindler´s Liste einerseits von der technischen Seite her fantastisch umgesetzt wurde, ein paar wichtige, geschichtliche und authentische Momente hat und starke Gefühle vermitteln kann, andererseits aber auch wirklich blöde ist und mehr einer Wunschvorstellung des Regisseurs gleichkommt, als reelles Geschichtsdrama zu sein was der Film allem Anschein nach gerne gewesen wäre.

Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/05/schindlers-liste-blu-ray.html

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DeutschePraezision

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seh ich genauso!!


WATCH THIS

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film der einen inne halten lässt. Zum Nachdenken bringt.
Ja er dauert ziemlich lange, aber das stört mich nicht im geringsten. Die Hauptrollen sind super besetzt und machen einen 1 A Job.
Ein wichtiger und sehr guter Film.

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Demine

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Du kannst Beiträge editieren, musst nur bei dem entsprechenden Film wieder unten auf "Kommentar schreiben" gehen. Dann wird dir dein aktueller Kommentar zum editieren angezeigt ;)


Velly

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Kommt mir oft so vor, als wäre das sehr vielen nicht bekannt. Sollte vielleicht an dem Button dran stehen (Kommi schreiben / editieren)


sebastianxxx

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Bewertung1.0Ärgerlich

Herr Spielberg hat sich an diesem Thema komplett "verhoben" - aus der Thematik einen Unterhaltungsfilm à la Hollywood zu machen ist vollkommen daneben und unglaubwürdig ... das stinkt gewaltig ...

(gemeldet) 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

sebastianxxx

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User Maniac131 weiter unten hat m. M. nach einen sehr treffenden Kommentar geschrieben ...


sebastianxxx

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... oder ließ dir mal ein paar andere kritische Stimmen hier durch ... siehe weiter unten


udo.schmitt.77

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Bei diesem Thema sollte man keine Fehler machen, denn sie ziehen entweder eine ernste Begebenheit ins lächerliche, oder sie machen alles nur noch schlimmer. In dem Film wurden Fehler gemacht, die jemandem, der sich ein bisschen mit der Materie auskennt, sauer aufstoßen müssen. Sogar der echte jüdische Vorarbeiter, der in Wirklichkeit dafür sorgte, dass "seine Leute" von Oskar Schindler behalten und mehr oder weniger beschützt wurden, sagte aus, dass der Film leider sehr wenig mit der Wahrheit zu tun hatte. Sehe ich auch so.

(gemeldet) 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

amblin1971

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Bewertung10.0Herausragend

Schindler's List
USA 1993
Regie: Steven Spielberg

Lange bevor "Schindlers Liste" als Projekt von Steven Spielberg im Gespräch war, zunächst wollte nämlich Martin Scorsese den Roman von Thomas Keneally
verfilmen, lass ich das Buch des australischen Autors.

Schon die Beschreibung der Vorgänge nach Erinnerungen von Poldek Pfefferberg (in Spielbergs Film dargestellt von Jonathan Sagalle, bekannt als Bobby aus den "Eis am Stil" Filmen) verursachten bei mir einen heftigen Kloß im Hals. Mehr als zuvor beschäftigte mich, durch das Lesen und später durch das Schauen des Films, das Thema Holokaust.

Spielberg schafft durch seine realistische Herangehensweise (Schwarzweißfilm und Handkamera) den Zuseher mitten in das Geschehen von damals einzubinden.

Die fatalen Hoffnungen und Ängste der jüdischen Gefangenen des Krakauer Ghettos und der Konzentrationslager Plazow und Auschwitz-Birkenau werden durch Kaminskis einzigartige Bilder derart spürbar, dass einem selbst die gleichen Gefühle der Ohnmacht überkommen, obschon mehr als sechzig Jahre seit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte vergangen sind.

Die schrecklichen Ereignisse der nationalsozialistischen Herrschaft über Deutschland, können gar nicht oft genug erzählt und in Dokumentationen oder Spielfilmen dargestellt werden. Die Verbrechen der Nazis waren nicht nur allein das Versagen der damaligen Deutschen, es war das Versagen der gesamten Welt.

Alle die von den grausamen Aktionen der Nazis wussten, und es wussten mehr als es später Menschen gab die es zugegeben wollten, haben sich hier schuldig gemacht in dem Sinne dass sie nicht versucht haben zu diese Verbrechen zu verhindern oder sie zumindest abzumildern.

Einer konnte zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr anders handeln und versuchte soviele Menschen zu retten wie seine Möglichkeiten ihm das erlaubten. Dieser Mann war Oskar Schindler!

Natürlich war Schindler zunächst ein Opportunist, Mitglied der NSDAP, ein Kriegsgewinnler, der in der polnischen Stadt Krakau eine bankrotte Emaillewarenfabrik übernahm.

Dabei ging er nicht gerade zimperlich mit den jüdischen Vorbesitzern um, versprach aber seine Zusagen und geschäftlichen Obligenheiten einzuhalten, was in dieser Form wohl eher selten passierte. Die meisten jüdischen Besitzer wurden in der Regel enteignet und zur Ausreise gezwungen, die sie dann auch noch selber zahlen durften.

Spielberg stellt uns Schindler nicht von Beginn an als furchtlosen Retter dar, sondern als "Hero in progress", also als jemanden der sich vom Saulus zum Paulus wandelt:

"Wie laufen die Geschäfte?" (Schindler)
"Gut!" (Stern)
"Und wie sieht's morgen aus?" (Schindler)
"Na, der Krieg könnte vorbei sein!" (Stern)

Oskar Schindler beschäftigte in seiner D.E.F. größtenteils Juden, weil sie billiger waren als die Polen. Juden kosteten NICHTS!

So zeigte Oskar Schindler bei der Firmenübernahme zunächst nur ein rein wirtschaftliches Interesse und wurde erst im späteren Verlauf der Ereignisse zum vermeintlichen Lebensretter. Spielberg zeigt Schindlers anfängliche Profitgier sehr deutlich und stellt Schindler eben nicht als den barmherzigen Mann dar zudem er später wurde. Schindler ist Draufgänger, Bonvivant und dem weiblichen Geschlecht sehr zugeneigt. Dabei betrügt Schindler seine Ehefrau, mit der er nur sporadisch verheiratet zu sein scheint. Schindler ist alles andere als ein galanter und treuer Ehemann, auch wenn sein Charme, seine Ausstrahlung und seine guten Manieren etwas anderes vorgaukeln.

"Ich kam mit einem Koffer voller Schulden hier nach Krakau und werde es wieder verlassen mit einem oder auch zwei Schrankkoffern voller Geld."

Spielberg lässt Schindlers anfänglich zwiespältigen Charakter nicht unerwähnt, nur legt er darauf nicht den Hauptschwerpunkt, weil der Film eben nicht die "Die frühen Jahre des Oskar Schindler, damals als er noch zu den bösen gehörte" heisst, sondern "Schindlers Liste" mit fokusierung auf Schindlers große Rettungsaktion. Der Film möchte beschreiben, dass ein Mensch dazu in der Lage ist sich ändern.

Der auslösende Moment für Schindlers charakterliche Transformierung ist hierbei die Schlüsselszene des ganzen Film. Um diesen Moment im Film klarer herauszustellen und weil die Szene fast ohne Dialog abläuft, hat sich Spielberg wie auch schon in fast allen seinen anderen Filmen wieder was ganz besonderés aus seiner Trickkiste geholt.

Schindlers Umdenken zeigt Spielberg eindrucksvoll bei der Räumung des Krakauer Ghettos, nämlich in der Szene mit dem kleinen Mädchen die einen blaßroten Mantel trägt und todesängstlich durch die schreckliche schwarzweiße Szenerie des Ghettos umher läuft, wo gerade jüdische Bewohner reihum im Standgerichtsverfahren erschossen werden.

Dass das Mädchen durch diesen Effekt (Einziger roter Farbbfleck im sonst bis dahin völlig schwarzweisen Film) deutlich aus der Masse des "Grau"ens hervorsticht, mag wohl der hauptsächliche Grund gewesensein, weshalb Spielberg sich für schwarzweißes Zelluloid entschieden hat. (Anmerkung: Fotografiert wurde "Schindlers Liste" hauptsächlich auf ARRI-Schwarzweißfilm. Das Rot des Mädchens wurde erst später hineinkolloriert.

Ein Trick? - Ja, aber ein guter Trick!

Schindler sieht das Mädchen vom Hügel aus und versteht und nun wo "das" alles enden muss. Er weiß, wenn er jetzt nicht handelt, wird er den auch Rest seiner Menschlichkeit verlieren die tief in ihm verwurzelt geblieben ist, denn im Grunde ist Schindler eigentlich ein guter Mensch der nun einsieht (einsehen muss), dass hier Schlimmes im Gange ist.

Schindlers muss nun sofort handeln um Schlimmeres für seine jüdischen Arbeiter zu vermeiden. Dabei kommt ihm sein freundlichwirkendes Wesen und seine exellente Art und Weise sich bei der Naziobrigkeit einzuschleimen zugute. Schindler wird seinen Plan dank einer raffiniert erdachten "List" in die Tat umsetzen können. Er wird die Naziherren, von denen er sich selbst längst innerlich gelöst hat, hinter das Licht führen und sein ursprüngliches Vorhaben aufgeben, Krakau als reichgewordener Mann wieder zu verlassen. Tatsächlich wird ihm seine heldenhafte Rettungsaktion fast sein ganzes Vermögen gekostet haben. Bis auf ein edles Automobil der Marke HORSCH und einer goldenen Parteinadel bleibt ihm nicht viel, und selbst diese Werte hätte er gerne noch eingestauscht um 1 bis 2 Menschenleben mehr zu zu retten.

Als Schindler nach Kriegsende vom Retter zum Gejagten wird und schleunigst fliehen muss , überreichen ihm seine Schindlerjuden als Zeichen des Dankes einen selbstgeschmideten goldenen Ring in dem folgender Satz aus dem Talmud eingraviert ist:

"Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!"

Oskar Schindler rettete über 1200 Menschen vor dem sicheren Tod in den Vernichtungslagern, ein Wort was es nur in der deutschen Sprache gibt.

Der Vorwurf Schindler hätte dies nur getan um nach dem Krieg seine eigene Haut zu retten, ist gänzlich falsch. Erwiesen und auch belegt ist, dass Schindler schon lange vor Kriegsende versucht hat jüdische Gefangene freizukaufen (zumeist mit eigenem Geld) und hierzu mit ausländischen Geheimdiensten zusammen kam.

Von den meisten Schindlerjuden wurde berichtet, dass Schindler seine Arbeiter/innen stets human behandelt hat und für ausreichend Verpflegung sorgte. Auch durften SS-Schergen seine Firma und das zu ihr gehörende Lager nicht ohne seine ausdrückliche Erlaubnis betreten. Und er hat andere Industrielle überzeugen wollen und können, es ihm gleich zu tun. In Schindlers Lagern fanden keine standrechtlichen Erschiessungen oder sonstige Übergriffe auf seine Arbeiterschaft statt. Dies wird sowohl in Keneallys Buch als auch in Spielberg Film richtig dargestellt. Mehrere Überlebende haben das immer wieder bestätigt. Als Schindler zusammen mit Stern (Anmerkung: in Wirklichkeit waren hier mehrere Personen beteiligt, wurde aber im Film aus dramaturgischen Gründen auf nur zwei Personen verkürzt.) die berühmte Liste mit den fast 1200 Namen erstellen, die sie für die Vorbereitung und Umsetzung des Betriebes nach Brünlitz (heutig Tschechien) benötigen, achten Schindler und Stern darauf dass ganze jüdische Familienverbände auf diese Liste kommen. Schindler hat für die Namen auf der Liste fast ausnahmslos eigenes Geld verbrannt, weil Geld darf man verbrennen, "lebende" Menschen aber nicht.

Einige Juden, die von der Liste erfuhren, haben über Zuwendungen, die sie einem ebenfalls für die Listenzusammenstellung verantwortlichen und bestechlichen Lagerinsassen namens Marcel Goldberg zukommen ließen, versucht auf die Liste zukommen, was ihnen in geringer Zahl auch gelang. Ob Schindler davon wusste ist nicht erwiesen. Wenn er's wusste, hat er's wohl stillschweigend hingenommen, verdient hat er allerdings nichts daran, was ja auch unlogisch wäre. >>Fakt ist, dass Schindler zum Ende hin sein gesamtes Geld aufgebraucht hatte was er durch die Kriegsjahre in Krakau erwirtschaftet hatte.<<

In Wahrheit war Schindlers Rettungsaktion höchst riskant gewesen und er setzte hierbei mehrfach sein eigenes Leben auf's Spiel. Auch das wird im Film richtig von Spielberg dargestellt. Von Geschichtsverfälschung seitens des Regisseurs oder des Drehbuchautors kann überhaupt nicht die Rede sein, lediglich von einer Kompression der Ereignisse. "Schindlers Liste" geht über drei Stunden, im wahren Leben hatten die im Film gezeigten Ereignisse aber eine Zeitspanne von fast 6 Jahren (ohne Epilog). Da fällt im Film nätürlich einiges weg. Die wichtigsten Personen und Begebenheiten sind aber im Film enthalten und kommen so auch in Keneallys Buch vor. Sterns Rolle ist ebenfalls korrekt dargestellt, denn im eigentlichen Sinne war er der "Listenschreiber", so wie man es im Film auch sehen kann,

Stern: "Diese Liste ist was absolut Gutes! - Um sie herum ist das Verderben"

Dieser Satz stammt von Stern. Stern war der Organisator des Guten und die helfende Hand hinter Oskar Schindler. Er hatte die Fäden in der Hand. Deshalb entschied sich Spielberg die Betonung aauch uf Stern zu legen und nicht auf Mitek Pemper, dem Geldgeber der Anfangszeit, der im Film aber auch Erwähnung findet.

Die Annahme dass Stern und Pemper im Film ein und die selbe Person sind, trifft nicht zu, da Pimper wie schon erwähnt selbst einen kleinen Auftritt am Anfang des Films bei der Übergabe der alten Emailewarenfabrik an Schindler hat.

Trotz des ganzen Kraftaktes den Schindler zum Schluss vollzieht, ein strahlender Held ist Schindler am Ende des Films jedoch nicht. Zwar überlebten durch seine Hilfe viele Menschen seiner Arbeiterschaft und viele ihrer Nachkommen wären ohne Schindlers Tat nicht geboren worden, doch sein eigenes Leben wurde nach dem Krieg nicht einfacher.

In Deutschland schlug ihm Ablehnung und Hass entgegen, weil seine Tat offenbarte, was viele lange nicht wahrhaben wollten:

"Die Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der Asozialen, der Geisteskranken, der körperlich Beeinträchtigen und der Homosexuellen war allerorts bekannt und sie war vermeidbar. Die "mitten im Herzen" von Europa stattfgefundenen Naziverbrechen zwischen 1933-1945 wurden von den meisten damaligen Deutschen, aber auch vom Rest der Welt schlichtweg ausgeblendet und noch schlimmer, von vielen Menschen sogar befürwortet. Dies kommt ihm Film ebenfalls in mehreren Szenen vor.

>> ("Das sind ja nur Juden, so wie Ungeziefer nunmal Ungeziefer ist und vernichtet werden muss!" -

Man muss schon in dieser Zeit gelebt haben, sonst kann (und will) man "sowas" nicht begreifen.) <<

Spielberg blendet nach Befreiung der Schindlerjuden und deren Marsch in die "neue Zukunft" aus und nur Schrifttafeln informieren den Zuseher knapp über Schindlers weiteren Werdegang. Er wurde nicht als strahlender Lebensretter von allen gefeiert und nur durch die Bezeugung seiner Wahnsinnstat durch seine von ihm geretteten Schindlerjuden, konnte er einer Gefängnisstrafe entgehen. Seine Ehe mit Emilie Schindler scheiterte entgültig. Mehrer Vorhaben und Unternehmungen in Südamerika und Deutschland waren nicht von wirtschaftlichen Erfolg gekrönt.

So verstarb der zum Ende völlig verarmte Oskar Schindler, vergessen und ohne Anerkennung am 09. Oktober 1974 in Hildesheim, wo er zuletzt lebte. Nur seine Schindlerjuden nahmen sein Ableben überhaupt zur Kenntnis und begruben ihn auf dem katholischen Friedhof von Jerusalem, so wie es sein letzter Wille war. Dort endet auch Spielbergs Film mit einer Widmung an 6 Millionen ermorderter Juden. Ein Mann der eine rote Rose auf Schindlers Grabstein legt könnte Steven Spielberg selbst sein. Genau erkennen kann man es aber nicht.

Keneallys beeindruckendes Buch von 1982 sowie Spielbergs herausragender Film von 1993 geben nun für alle Ewigkeit Zeugnis davon ab, was damals geschah. Aus heutiger Sicht Unbegreifbares und Böses hatte sich Europa zugetragen. Menschen wurden getötet, weil man sie nicht als Menschen sah, sondern für Ungeziefer hielt.

6.000.000 Menschen,
entrechtet,
gejagt,
entführt,
eingesperrt
und vergast.

Auch ein Wort, das nur in der deutschen Sprache existiert.

Spielbergs schnörkellose Regie zeigt dieses Geschehen auf erschütternste Art und Weise. Natürlich kommen dem Zuschauer dabei die Tränen. Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre.

Wenn Schindler am Ende des Film eine Rede hält, die Wort für Wort tatsächlich so gehalten wurde, spricht nicht Schindler zu uns, sondern es ist der Regisseur der ermutigen will wachsamer ob der Anfänge zu sein, hinzuschauen wo andere nur wegschauen, zu helfen wenn immer es möglich ist.

Das ist der Grund warum wir Nachgeborenen "es" uns wieder und wieder ins Gedächtnis zurückholen müssen, was damals passierte. Das ist der Grund warum Spielbergs Film so wichtig ist.

"Schindlers Liste" ist ein Film gegen das Vergessen. - Er ist eine Verbeugung für die Menschen die Zivilcourage gewagt haben und eine Aufforderung an uns Nachbeborenen dies auch in Zukunft zu wagen.

Wir haben keine Schuld an dem was damals geschah, aber wir haben eine Verantwortung für die Zukunft.

Dieses schlimmste Fanal der Menschheitsgeschichte darf sich niemals wiederholen.

N I E M A L S!

Spielbergs mit sieben Oscars ausgezeichnetes Holocaustdrama ist eine späte aber gerechte Ehrung für die ambivalente Person jenes Oskar Schindlers, der vielleicht eine Menge im Leben falsch gemacht hat, der aber auch eine Sache durchgezogen hat, die sowas von richtig war:

Er hat Menschenleben gerettet! - Und das nicht zu knapp.

Mit "Schindlers Liste" hat Steven Spielberg am Zenit seines Schaffens den wichtigsten Film seine Regiekarriere als gedreht. Keiner seiner Filme davor und auch keiner danach kommt in seiner Qualität und seiner Stellung an dieses filmische Meisterwerk heran.

Mögen alle seine Filme irgendwann in Vergessenheit geraten sein, dieser hier wird es so schnell nicht, und das ist auch richtig so! - In Schulen um die ganze Welt sollte dieser Film Pflicht werden, den die Gefahr einer Wiederholung der damaligen Ereignisse besteht immer.

Lobenswert sind die darstellerischen Leistungen von Liam Neeson, Ben Kingsley und Ralph Fiennes, die allesamt glaubwürdig ihre Charaktäre verkörpern. Besonderes Lob verdienen auch der Kameramann Janusz Kaminski, Drehbuchautor Steven Zaillian, Cutter Michael Kahn und der große John Williams, der hier ebenfalls Spielberg folgt und seine beste Komposition abliefert.

Trivia:

1. Für die Rolle des Lagerkommandanten Amon Göth war zunächst Götz George vorgesehen, der die Rolle aber wegen seiner unzureichenden Englischkenntnisse ablehnte.

2. Die meisten Außenaufnahmen entstanden an Originalschauplätzen. Das ehemalige Fabrikgebäude in Krakau existiert heute noch. Dort befindet sich nun ein Museum das die Rettungsaktion Schindlers dokumentiert.

3. Spielberg verdiente an diesem Film keinen einzigen Dollar. Er spendete seine übliche Gage an die von ihm gegründete Shoah-Foundation (vollständig Survivors of the Shoah Visual History Foundation), die sich dem Erhalt und der Dokumentation von Zeugenaussagen (Video- und Tonaufnahmen) widmet. Auch seine Anteile am Kinoeinspielergebnis aus diesem Film, gingen ebenfalls an diese Stiftung.

Man kann "Schindlers Liste" weniger als 10 Punkte geben, denn er weist durchaus einige Schwächen auf. Meines Erachtens fallen diese aber nur geringfügig aus, so dass ich mir keinen Punktabzug erlaube.

"Schindlers Liste" von Steven Spielberg gehört zu den fünf wichtigsten Filmen der Geschichte. Neben ihm nehmen noch folgende Filme eine ähnliche Stellung ein. Als da zu nennen wären:

"Wege zum Ruhm" ("Paths of Glory") von Sir Stanley Kubrick (GB 1957)
"Psycho" von Sir Alfred Hitchcock (USA 1960)
"Der Pate II ("The Godfather - Part II") von Francis Ford Coppola (USA 1974)
und "last but not least"
"Blade Runner" ("The Blade Runner") von Ridley Scott (USA 1982)

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Milano90

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Wow. Dein Kommentar, dazu kann ich gar nix mehr hinzufügen du hast schon alles ausreichend erläutert. In der Tat stand der Film auch auf unserem Lehrplan in der 10. Klasse in Geschichte aber ich war zu dem Zeitpunkt noch zu naiv um ihn gänzlich zu verstehen. Wirklich ein grossartiges Meisterwerk.


DonChris

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Sehr schöner Kommentar!


Maniac131

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Bewertung1.0Ärgerlich

Dieser Film ist absolut widerlich. Spielberg schafft es nicht einmal bei einem derart sensiblen Thema, von everybody´s darling Abstand zu nehmen. Er nimmt mit das schlimmste Verbrechen an der Menschheit als Hintergrund, um den nächsten hollywoodtypischen Tränendrüsendünnschiss zu produzieren. Die Gewalt muss selbstverständlich auch für Mutti problemlos konsumierbar sein. Wenn mal ansatzweise etwas von den Gräueltaten gezeigt wird wird jede bedrückende Stimmung, die diese unbedingt nach sich ziehen sollte, gnadenlos zu Tode gefiedelt.
Wenn man sich schon vornimmt, einen Film über die grausame, widerwärtige Behandlung der Juden durch das Naziregime zu machen, sollte man sie auch entsprechend zeigen. Doch würde man das tun, bekäme man dafür natürlich keinen Oscar und Mutti würde kotzend aus dem Kino stürmen. Gerade das wäre man den Opfern allerdings schuldig gewesen, anstatt ihr Leiden zu einer massentauglichen Seifenoper zu machen. Da helfen selbst die guten Schauspieler nichts mehr.

Da Herr Spielberg selbst aus einem jüdischen Elternhaus kommt, erschüttert einen diese Herangehensweise umso mehr.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 11 Antworten

Maniac131

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Ich bin auch kein Fachmann in Sachen Oskar Schindler doch er war mit Sicherheit nicht der Deutsche mit dem amerikanischen, heroischen Klischeecharakter, den Onkel Taschentuch mal wieder aus der Propagandamottenkiste gezaubert hat. Direkt verharmlosen tut er sie nicht aber die, die er zeigt, fiedelt der melancholische Soundtrack nieder und die, die er nicht zeigen kann(oder besser gesagt nicht zeigen will) lässt er halt weg. Doch ich würde mich nicht vor einen Überlebenden hinstellen wollen und ihm erklären: Ich hab jetzt mal einen Film über euer grausames Schicksal gedreht. Ich erwarte natürlich, dass man mir dafür tausende Preise in den Hintern stopft. Also versteh doch bitte, dass ich nicht zeigen kann, was man dir wirklich angetan hat,weil der Film für die Gremien sonst nicht mehr anschaubar wäre.


sebastianxxx

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ich kann und muss "Maniac131" recht geben ... ich habe auch den Eindruck, dass Herr Spielberg die Thematik lediglich für "seine" Zwecke benutzt ...


beast667

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz schwere Kost, die gnadenlos in die Länge gezogen wird....... Mit dem Ende hat sich Herr Spielberg mal wieder selbst an Kitsch übertroffen. Sollte man mal gesehen haben, allerdings lese ich über das Thema lieber Bücher.............

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Hfonda15

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brillianter Film und sicherlich der beste Streifen den Spielberg je gemacht hat! Der Film zeichnet sich durch so vieles aus, die guten Darsteller, die gute Erzählweise die durch die schwarz/weiße Optik nochmals unterstrichen wird und einfach durch das Thema welches einem größerem Publikum selten so gut dargelegt wurde.
Bei diesem Zeugnis menschlicher Brutalität drückt der Film teilweise auch auf die Tränendrüse was einfach daran liegt, dass der Zuschauer mit dieser unfassbaren menschlichen Verachtung einfach nicht klar kommt und keinesfalls wegen Kitsch(wie es einige hier beschrieben haben)! Der Film ist meiner Meinung nach ein totaler Pflichtfilm da hier eindrucksvoll der Wert eines Menschenlebens gezeigt wird!
"Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt"

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justw8

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Bewertung9.5Herausragend

Ich kann nicht verstehen warum hier "so" vielen der Film nicht gefällt bzw. sie ihn als überbewertet ansehen. Ich glaube das kommt davon das heute sowas nicht mehr gedreht werden kann weil die Leute Kunst nichtmehr schätzen.

Die Handlung ist sicherlich nicht die eines Actionthriller oder ähnlichem. Wer nicht in der Lage ist sich beim Zuschauen zu konzentrieren der wird den Film nicht mögen. Wer Action á la Die Hard will mag den Film auchnicht. Man schaut sich diesen Film an weil man Schauspiel und Dialoge zu schätzen weiß.

Oscar Schindler ist ein Held und dieser Film erzählt seine Geschichte. Liam Neeson ist diese Rolle, wie er den Film trägt ist einzigartig. Dazu kommt der so unglaublich Sympatische Itzhak Stern und der tolle (vielleicht der beste) Böse Amon Goeth.

Wer Filme mit Niveau mag, gute Dialoge gut findet und unglaublich gutes Schauspiel liebt wird diesen Film lieben. Die Dialoge zwischen Schindler und Goeth sind so unglaublich gut das sie fast and den gemeinsamen Kaffe in Heat rannkommen.

Ich weiß noch wo ich den Film damals im Religionsunterricht in der Schule gesehen habe. Neben dem Filmischen vergnügen hat man sich unterhalten u. hintergründe erfahren die viele nicht wissen. So war nach der erfahrung meines Relilehrers "Schindlers Liste" der erste Film zum Thema Holocaust wo Schüler nicht in Tränen u. Depression aus dem Film kamen.
Es ist unglaublich gut mit welch seichter Intensität der Film eine Message vermittelt.

Und das Ende am Grab, da habe ich geheult.

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styx.canomo

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ich bin ebenfalls ein fan des films, aber ich kann leute verstehen, die den film schlecht bewerten.
die meisten tun dies nämlich, weil sie ihn (zu recht) für nicht historisch akurat befinden und (zu recht) eine popcorn-aufbereitung des holocausts als unangemessen ansehen.
ich kann darüber hinwegsehen und den film als das, was er perfektioniert - nämlich extrem emotionales filmgut mit blockbusterbesetzung, aber massentauglich-wenigem tiefgang - lieben.
anderen gelingt das eben nicht, und es ist absolut nachvollziehbar.
denn eben: was haben wir geheult! aber haben filme, bei denen man permanent im rudel das taschentuch zuckt auch raum zum intensiven nachdenken? ich glaube nicht. diesbezüglich übertreibt es der film.


vPidschv

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Bewertung4.0Uninteressant

Melodramatischer Kitsch ist ja schlimm genug, aber wenn sich der dann auch noch am Thema des Holocausts bedient und auf 195 Minuten gedehnt wird, geht das wirklich viel zu weit. Absolut nichtssagend und dementsprechend auch null Wiederguckwert. Und wenn ich an den Holocaust denke, gelingt es mir auch von selbst oder dank anderer, informativerer Quellen, traurig zu werden... da brauche ich keinen Spielberg der stundenlang mit seinem Emo-Williams-Score auf mich einprügelt. Einzig die guten Darsteller und ein paar technische Aspekte holen hier überhaupt noch irgendetwas raus. Schade um die sieben Oscars, aber die gehen ja bekanntlich eh (fast) immer an die falschen Filme...

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Mats

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was Sir Ben Kingsley, Liam Neeson und Ralph fiennes in diesem Film an Schauspielerischer Leistun bringen ist für mich nicht nachvollziehbar. Einfach ein großer Teil der Filmgeschichte und sicher einer der Besten Filme aller Zeiten! Es wird hier so Stilvoll mit einem extrem sensiblem Thema umgegangen, dass es mich einfach nur beeindruckt!
Und fragt euch doch einfach mal, welches Gesicht Ihr vor Augen habt, wenn Ihr an Herrn Schindler denkt? Also ich habe einzig und allein das Gesicht von Liam Neeson vor Augen!

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florian.fiele

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Bewertung5.0Geht so

Schindler's List

Der Film hat seine emotionalen, gelungenen Momente, aber großteils auch viel hollywoodschen Spielberg-Unsinn, der regelrecht wütend macht. An einigen Stellen wäre ich am liebsten aufgestanden, hätte mir Popcorn gemacht, den Fernseher damit beworfen und laut "Spielberg, du Gurke" gerufen. Das Ende stimmt dann aber zufrieden, denn dieses ist tatsächlich überwiegend stilvoll gelungen. Berührt, zu Tränen getrieben, dem Thema näher gebracht, die Person Schindler gewürdigt...hat der Film dabei durchaus. Das ist weniger der Verdienst des Regisseurs, dem ich hier eher eine Wertung zwischen 4.0 und 5.0 geben würde, als vielmehr dem historischen Hintergrund geschuldet. So schrecklich das auch klingt: Die SS hat hier ein so gutes Drehbuch geschrieben, dass es unmöglich war für Spielberg daraus einen nicht zu Tränen rührenden Film zu drehen. Geschichtsbücher, Fotos, Geschichten und Gedanken bringen mich den Tränen aber genauso nahe.
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Für historisch interessierte Menschen und die, denen das Thema nahe geht, eher "ärgerlich", aber ich will hier trotzdem keine 1.0 raushauen. Positive Aspekte gibt es ja durchaus und unterm Strich bleibt schon ein Film, der eine gewisse Wichtigkeit zumindest solange hat, bis jemand den Stoff besser verfilmt. Was bei diesem speziellen Thema glaube ich noch nicht geschehen ist. Zum einmaligen Konsumieren, ohne großartig drüber nachzudenken oder sich zu ärgern, ist der Film also zu empfehlen. 8.0 - ärgerlich, aber berührend
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Korrektur: Der Film geht mir doch zu sehr auf den Sack und wenn ich bedenke, was ich sonst für seichte Unterhaltung an Wertungen übrig habe, ist 5.0 das höchste der Gefühle. 3 Stunden + Holocaust Thematik hin oder her: Das ist seichtes Kaffee-und Kuchen-Entertainment, was Spielberg hier auftischt. Ein paar Tränchen und dann gibt's die Schwarzwälder Kirschtorte nach Omas leckerem Rezept. Nein danke, Thema verfehlt!

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NWO@Movie

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Bewertung6.0Ganz gut

Meisterwerk. Aber zu lang.
Und da der Film nur Emotionen ansprechen will, so als ob wir emotionale Affen wären und mit Informationen nichts anfangen können.
Man zeigt ein Mord und dann: Verstehst du wie schrecklich das ist?
Ja. Jetzt Level 2, bitte.

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chmul_cr0n

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Bewertung3.0Schwach

Okay, ich hätte echt nicht erwartet, dass das so ein billiger Kitsch ist.
Ich hab gegen so ne Form der Darstellung bei so nem Thema nichts auf moralischer Ebene oder so (so wie Haneke :D), aber in ästhetischer Hinsicht...:/
Weiß nicht, Spielbergs Stil verträgt sich irgendwie nicht so mit "schwererer" Thematik. Wenn er so leichtbeseelte, melodramatische Fantasien erspinnt, passt das tausendmal besser, find ich.
Allein schon dieser Quatsch mit den deutschen Akzenten hat mich hier wieder genervt. Gerade bei Ralph Fiennes. Dessen Figur darüber hinaus an Klischeehaftigkeit ja nun kaum zu übertreffen ist.
Und sich dann nichtmal entscheiden zu wollen, ob die deutschen/polnischen Figuren nun englisch oder ihre Muttersprache sprechen, und so einen willkürlichen Mischmasch draus zu machen...

Und das Ende... :/

War mir alles zu billig und einfach.

Vielleicht hätte ich dem was abgewinnen können, wenn ich ein kleines Kind wäre und noch nie vom Dritten Reich oder Holocaust gehört hätte, aber so...

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taylortheman

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Bewertung10.0Herausragend

Ein absolutes Meisterwerk von Steven Spielberg. Meiner meinung nach gibt der Schwarz weiß effekt eine gewisse tiefe in den Film und verleiht ihm eine glaubwürdigkeit.
Desweiteren hat der Film eine super Besetzung und klasse schauspielerische leistung.
Sehr bedrückender soundtrack.
Leider ist die Kamera nichts besonderes, da für außergewöhnliche perspektiven der film auch zu ernst ist ist das echter bewertungsabzug.
Ein Film mit sehr sehr ernster atmosphäre der besonders als deutscher trauer hervorruft.

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I_Winchester

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Echt harte Kost, aber sollte man zumindest einmal gesehen haben!!!

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Riese96

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Bewertung10.0Herausragend

Einer der größten Filme der Fimgeschichte!!!

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Elleoloco

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film hat mich in absolut jeder Minute komplett mitgerissen! Er vermittelt eine so unglaublich Dichte und düstere Atmosphäre, dass man das Gefühl hat die ganze Zeit mittendrin zu sein und doch nur der hilflose Betrachter. Es ist gar nicht so lange her das ich in den Film gesehen habe und bis dato hätte ich mir nicht vorstellen können das ein Film in mir so ein Gefühl auslösen kann, auf der einen Seite hat er mich tief berührt und auf der anderen verstörrt und abgeschreckt.
Ein gewaltiger Film der einen lange beschäftigen kann.
10 Punkte

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-={(TATANKA)}=-

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film der mich sehr bewegt und beinah permanent ein unangenehmes Gefühl ausgelöst hat. Dadurch dass der Film in schwarz-weiß gehalten wurde, verleiht es Szenen umso mehr Dramaturgie, in denen kurz bereichsweise Farbe gezeigt wird.
Für alle historisch interessierten: Hier geht es in erster Linie um die Figur Schindler. Einige mangeln dem Film stellenweise "kitschigen Umgang" mit dieser schwer verdaulichen Thematik an. Kann ich so nicht bestätigen, denn um wirklich auf jedes Detail eingehen zu können müssten mehrere Geschichten aneinandergereiht werden und die ohnehin beachtliche Laufzeit würde sich noch mal um ein vielfaches verlängern.

Ein ruhiger erzählter Film, der auch im Nachhinein noch beunruhigt.

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