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Schindlers Liste

Schindler's List (1993), US Laufzeit 186 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 03.03.1994


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7.5
Kritiker
102 Bewertungen
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7.8
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49891 Bewertungen
193 Kommentare
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von Steven Spielberg, mit Liam Neeson und Ben Kingsley

In Steven Spielbergs Holocaust-Drama Schindlers Liste spielt Liam Neeson den deutschen Industriellen Oscar Schindler, der seine jüdischen Mitarbeiter vor der Deportation rettete.

Von einer wahren Begebenheit inspiriert, erzählt Schindlers Liste (OT Schindler’s List) die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler (Liam Neeson), der während des Zweiten Weltkriegs versucht, sich in Krakau eine Existenz aufzubauen. Aus finanziellen Gründen beschäftigt er nur Juden und leiht sich Geld von ihnen um eine Emaillefabrik zu gründen, die ihm letztlich großen Reichtum beschert. Als die Brutalität des Holocaust Krakau erreicht, riskiert er nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Leben um seine Arbeiter vor der Deportation zu bewahren.

Hintergrund & Infos zu Schindlers Liste
Trotz anfänglicher Zweifel, ob er der Herausforderung gewachsen war, produzierte Steven Spielberg Schindlers Liste und führte auch selbst Regie. Der Erfolg sollte ihm recht geben, denn Schindlers Liste spielte bei einem Budget von nur 25 Millionen US-Dollar weit über 300 Millionen weltweit wieder ein. Hinzu kam ein regelrechter Preisregen: Von zwölf Oscar-Nominierungen gewann Schindlers Liste sieben, unter anderem für den besten Film, die beste Regie und die beste Filmmusik. Aber auch bei den Golden Globes, den BAFTA und vielen anderen Preisverleihungen ging der Film nicht leer aus. Außerdem erhielt Steven Spielberg 1998 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz.

Schindlers Liste basiert auf dem gleichnamigen Roman des australischen Schriftstellers Thomas Keneally, der 1982 veröffentlicht wurde. Dieser wiederum wurde von der Geschichte inspiriert, die Leopold Pfefferberg (im Film gespielt von Jonathan Sagall) ihm zwei Jahre zuvor in Los Angeles erzählte. Pfefferberg selbst hatte auf Schindlers Liste gestanden. (ST)

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Mehr Bilder (21) und Videos (3) zu Schindlers Liste


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Schindlers Liste
Genre
Historienfilm, Drama, Kriegsfilm
Zeit
1940er Jahre, Zweiter Weltkrieg
Ort
Jüdisches Ghetto, Krakau
Handlung
Angestellter, Antisemitismus, Bahnhof, Blockbuster, Exekution, Fabrik, Flucht, Fluchthelfer, Gaskammer, Genozid, Gestapo, Güterzug, Held, Hilfe, Hoffnung, Holocaust, Judentum, Judenverfolgung, Jüdisches Ghetto, KZ Auschwitz, Konzentrationslager, Liebe, Läuterung, Massaker, Massengrab, Massenmord, Mord an Kind, Oscargewinner, Profit, Retter, Rettung, Rettungsversuch, Roman, Rüstungsindustrie, Sabotage, Sadismus, Sadist, Schutzstaffel (SS), Schwarzmarkt, Ungewöhnlicher Held, Verantwortungsbewusstsein, Versteck
Stimmung
Berührend, Ernst, Hart, Traurig, Verstörend
Tag
AFI Top 100, Blockbuster, Literaturverfilmung, Oscargewinner, Schwarz Weiß, Time's All TIME Top 100 Movies, Wahre Begebenheit
Verleiher
UIP
Produktionsfirma
Amblin Entertainment, Universal Pictures

Kritiken (4) — Film: Schindlers Liste

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Janusz Kaminskis Kamerabilder stechen hervor, sie verbinden Form und Inhalt auffällig plakativ. Sein erster Einsatz unter Spielberg verzeichnete der gebürtige Pole im Klassiker pädagogischer Kollektivtrauer in den hiesigen Klassenräumen der Bundesrepublik, in "Schindlers Liste". Kaminski suchte hierin eine künstlerische, sämtliche Bevölkerungsschichten ansprechende Ausdrucksform dessen, was als mahnendes Fanal an Generation zu Generation weitergereicht wird. Da zittern die Halbtotalen, die kurzen, nie linealgeraden Schwenks, während das Dokumentarische in Kaminskis Impressionen abschnittsweise einen politisch legitimierten, industriell ausgeführten Säuberungsprozess in grob geraspelte Fragmente zergliedert. Ehe er einen Oskar Schindler (Liam Neeson) filmt, der sich manieriert in die Arme "seiner" Juden fallen lässt, einen Oskar Schindler, dem das Mädchen mit dem roten Kleid nicht mehr aus dem Kopf geht.

Dies allein zeigt, dass "Schindlers Liste" zwischen Neutralität und Gefühlsüberschuss einen der schwierigsten Filme im mannigfaltigen Schaffenswerk Steven Spielbergs darstellt, weil man ihm, dem Film, leicht Verklärung, Verharmlosung, gar Verballhornung unterstellen könnte, Geschichtsrevisionismus eines historisch singulären Verbrechens sozusagen. Die erzählerisch redundante, überdramatische Aufarbeitung der Schindler-Juden, die Auschwitz-Szenen, bei denen sich Spielberg merkwürdigerweise um das darzustellende Grauen drückt und ersatzweise einen unglücklich (ungewollt?) zynisch geratenen Suspense-Einfall wählt, die stoßweise spritzenden Kopfschüsse, eine explizite Sexszene, vor allem auch zwei an unterschiedliche Auswüchse von Macht gebundene, dualistisch aufgeladene Protagonisten (ein heroischer Schindler, ein sadistischer Amon Göth) – für Spielberg ein Mittel, um den Zuschauer die Komplexität der Täterschaft aufzuzeigen, ohne deren Nebenfiguren ambivalent zu schattieren.

All das besteht tatsächlich aus Widersprüchlichkeiten zur Intention des nüchternen Nachkriegschronisten, scheint vielmehr bis zu einem gewissen Grad der Mechanik des von Spielberg mitgeprägten Unterhaltungskinos heruntergebrochen zu sein, und es ist viel Stoff, ausnahmslos sehr viel Stoff, den Spielberg derart stringent wie in seinen vorherigen Werken allerdings ohnehin nicht zu erzählen, zu entschlacken in der Lage ist. Ein Holocaust-Film als Variation eines an den obligatorischen Schwachstellen krankenden, modernen Blockbusters, das wäre Grund genug, Spielbergs Film ein perfides, verlogenes Spiel zu nennen. Aber, und das ist ungelogen, funktioniert "Schindlers Liste" dann, wenn man ihm am (jüdischen) Regisseur bemisst, als an einer geradewegs kunstfeindlichen, einfühlungsresistenten (Rezeptions-)Vorstellung, die sein muss, aber weder sein will noch ist.

Wenn Spielbergs "Schindlers Liste" die Herzensangelegenheit des Filmemachers verkörpert, dann ist das zugleich ein bemerkenswert persönlicher Bericht vom Inneren, sich seinen eigenen Gefühlsgeistern zu stellen. Als biographische Spurensuche in der Zeit, in der Vergangenheit voller austauschbarer Namen und identitätslosem Verschleißmaterial, das jedoch menschliche Nachkommen, ein menschliches, unschätzbares, individuelles Leben gebärt; als reinigende Therapie, als Akt schmerzlicher Trauerüberwindung kann "Schindlers Liste" nur subjektiv sein, kann er nur verzerren, kann er nur stereotyp betonen, kann er nicht den abwägenden Verstand inszenieren, sondern das ehrliche Gefühl. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht hantiert Kaminski aus diesem Grund mit bewegenden Gefühlsbildern, weil es etwas intuitiv zu verarbeiten, ja abzubilden gilt, anstatt analytisch zu entwirren. Die manipulative Kraft dieses ambitionierten Projektes, so wagemutig wie kontrovers, ist ungebrochen.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

_Garfield

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Schätze den auch als das, was er ist. Die angesprochene Suspense-Szene, die du kritisierst (ich nehme an, du meinst die Dusch/Gaskammer-Sequenz), fand ich dagegen sehr beeindruckend, da gerade sie verdeutlicht, wie die Existenzen vieler KZ-Insassen lediglich von der Willkür einiger deutscher Soldaten abhingen und dieses abartige Gefühl, den Tod als ständigen Begleiter an seiner Seite zu haben, auf schonungslose Weise vermittelt.


Timo K.

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Ja, das ist sie. Historisch überliefert ist sie auch, dafür gefällt mir jedoch nicht ihre formale Ausarbeitung einer tendenziell kunstvollen Kamerabewegung im Hitchcock-Stil, die offensichtlich den Trick, die bloße Situationsspannung sucht, um die Erwartungshaltung des Zuschauers zu hintergehen. Sehr zwiespältig, vielleicht auch etwas pietätlos - wie auch andere Szenen des Films (insbesondere die in Auschwitz, die ironischerweise durch Harmlosigkeit mehr schocken).


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] Sein Vorhaben wird schnell deutlich: Er sucht die menschliche Nähe zum Betrachter, um ihn durch Emotionen gefügig zu machen und ihn in das Geschehen mitfühlend eintauchen zu lassen, dabei sollte natürlich möglichst wenig zu hinterfragt werden – und das obwohl Spielberg den dokumentarischen Stil mit Schwarz/Weiß-Bildern und Texttafeln bewusst als visuelle Schale nutzt. Es spricht nichts dagegen, den Zuschauer in seine Geschichte einzubinden, ihn zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, doch „Schindlers Liste“ schwimmt immer deutlicher in hollywoodscher Melodramatik, die dank dem Faktum, dass Spielberg genau weiß, welche Strippen erziehen muss um den Zuschauer zu erreichen, großzügig in ihrer eigentlich brüsken Evidenz schnell übersehen wird. Den Rest erledigt die flüchtige Charakterisierung, die Oskar Schindler vom industriellen Opportunisten zum heiligen Samariter stilisiert und mit dem Abschlussbild zum distinguierten Übermenschen macht. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

sebastianxxx

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Meiner Meinung nach recht treffender Kommentar ... ich sehe den Film von seiner Machart her auch sehr kritisch - danke.


benni565

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...na ja, dieser "Kritiker" hat den Film sicher nicht gesehen!
...geschweige denn verstanden...
...oder sich in seiner Selbstherrlichkeit auch nur annähernd die Mühe gemacht, über die Person Oskar Schindler zu recherchieren.
Von einem halbwegs ernstzunehmenden Journalist/Redaktionsgehilfen...
neee, wer sowas schreibt ist bestenfalls unbegabter Volontär ....
neee mehr sag ich nicht !


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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6.0Ganz gut

Auf "Schindlers Liste" fällt man leicht herein. Ist hier schließlich einer der begabtesten Regisseure seiner Zeit am Werk. Das manipulative Historien-Drama, dass Bernd Eichinger immer versucht hat zu kopieren, aber nie erreicht hat, bietet Perfektion in allen Bereichen, vom Schauspiel bis zur Ausstattung. Leider kann man aber auch nur darüber schreiben...

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

sebastianxxx

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... das Problem bei Spielberg ist doch, dass er aus dem ganzen Stoff eine Art Unterhaltungsfilm macht und das ist die Falle in der die meisten Zuschauer reintappen und sogar Spielberg selbst ... Operation gelungen, Patient tot !


MarkWinter

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Wo ist denn hier die Wahrheit für Fiktion verkauft worden? Wo fehlt dir das Futter für dein Gehirn?


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Viel Gefühl und wenig fürs Hirn... Spielberg setzt auf Emotionen und vergisst dabei den tieferen Inhalt.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

4rM

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tieferen Inhalt!? Allein der historische Hintergrund dem der Film sehr nahe kommt...


sebastianxxx

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... ich kann Batzmanns Kommentar nur unterschreiben - danke



Kommentare (189) — Film: Schindlers Liste


Sortierung

DerTaubendetektiv

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vorab: "Schindlers Liste" ist kein Film, den man "mal so zwischendurch" schaut, sondern mit vollem Bewusstsein und Willen. Er entblößt die Wahrheit bis auf die Haut (nicht unbedingt die Knochen), in dem er ihr die dicksten Kleider vom Leibe reißt, und verursacht dabei eine solche Gänsehaut, die sich kaum verstecken lässt. Was den Film erträglicher macht, ist die Tatsache, dass man WEISS, dass wenigstens ein paar Menschen überlebten.
Alle Charaktere sind super gespielt und Liam Neeson zeigt sich hier in einen seiner besten Rollen. Respekt auch gegenüber Ralph Fiennes für seinen schwierigen Part - ich weiß nicht, ob es viele Leute gegeben hätte, die diese Rolle übernehmen könnten. Hut ab.

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Cinemen

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Bewertung10.0Herausragend

Schindlers Liste

Habe zwar die DVD Hier zu Hause leigen. Gestern mal die Playstation 3 Internetfähig gemacht ( nach Jahren) wegen den amazon instant video Programm und dann gleich mit diesem Meisterstück der Filmgeschichte eingeweiht.

Der Film erzählt das Leben des Oskar Schindler eines Sudetendeutschen Unternehmers.
Schindler seine Stärke ist die Präsentation . Dazu Schafft Er es noch mit seiner Charakterart die nötigen Beziehungen zu knüpfen. Durch das Geld Jüdischer investoren baut Schindler eine Emaillefabrik.
Der Buchhalter Issac Stern wird sin wichtigster Mann im Betrieb. Er leitet die Geschäfte . An den richtigen Stellen wird geschmiert. Dazu sucht Stern das notwendige Personal aus.
Schindler verdient richtig Geld. Er hat sein gestecktes Ziel eigentlich erreicht.
Doch die Situation der Juden macht ihn zu Schaffen. Als Amon Goeth dann noch in Krakau die Nazi Gewaltherrschaft seinen Stempel aufdrückt kommen bei Schindler immer mehr Zweifel.
Der Geschäftsmann setzt sich mit Issac Stern zusammen und stellt eine Liste auf. Alle Juden seiner Firma befinden sich auf diesen Blättern. Er verlegt seine Firma und täuscht vor diese gelernten Arbeiter dafür zu brauchen.
Mit fast seinem gesamten Vermögen kauft Schindler diese Menschen frei und riskiert dabei selbst sein Leben.
1100 Menschen rettete der Unternhemer vor dem sicheren Tod in Ausschwitz.

Steven Spielberg erschuf ein Meisterwerk. Anfang März 1994 war in Deutschland Kinostart ( ich war auch in diesem Film). Schindlers Liste erhielt " 7" Oscars.
Spielberg hatte Zweifel diesen Film überhaupt Würdig Umzusetzen. Der Erfolg gab ihm Recht.

Noch Heute Gedenken die " Schindlerjuden" und ihren Angehörigen denen Mann der über 1100 Juden das Leben rettete und damit über 6000 weitere Menschenleben im Nachhinein das Leben schenkte.
1965 erhielt Oskar Schindler das Bundesverdienstkreuz .
Eine noch höhere Anerkennung erhielt der Mann schon 1962 als Er einen Johannisbrotbaum mit seinem Namen in der „Allee der Gerechten unter den Völkern“ von Yad Vashem pflanzen durfte.

Schindlers Liste ist ein absolut , perfektes Meisterwerk mit sehr viel Tiefgang. Durch die Schwarz Weiss Bild setzte Spielberg den Film noch mehr Bedeutung und Greuel der Nazizeit hinzu.

absolute 10 Punkte

Die Vergangenheit niemals Vergessen
mit dem Spruch den die Juden auf Oskra Schindlers Ring prägten ( aus Zahngold gefertigt)
„Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“

Vielen Dank an Steven Spielberg der die Geschichte des Oskar Schindler mit diesem Film Unvergessen macht !!!!!

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Hades1987

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Bewertung9.0Herausragend

Der Wert dieses Filmes besteht darin, dass der die Zahlen aus den Geschichtsbüchern und das abstrakte Schulwissen ein Stück weit greifbar macht. Eine zeitloses Mahnmal und das filmische Äquivalent zu den Stolpersteinen auf unseren Straßen.

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wow, was für ein heißdiskutierter Film! Wenn ich allerdings einige Kommentare hier lese, frage ich mich, ob einige nicht auch ganz gut in die "Schmutzwaffel" gepasst hätten. Dazu (gähn) als kleines Beispiel eine Geschichte, die ich vor einigen Jahren in einer Doku über das Warschauer Ghetto sah (ungefähr wiedergegeben).

Da gab es im Warschauer Ghetto einen Fotografen oder einen leitenden Offizier, der Fotos schoss. Das Filmmaterial war von einem damals namhaften Hersteller. Irgendwann bekam dieser Hersteller von dem Offizier einige Fotos geschickt, mit dem Hinweis, das das Fotopapier mangelhaft sei und sie sich doch bitte bemühen sollten, diesen Mangel zu beseitigen. Der Clou: Auf den Fotos waren tot auf der Straße liegende Menschen und andere unfassbare Gräuel zu sehen!

So ungefähr hört sich manch ein Kommentar hier an. Da wird mit hübschen Worten .... entschuldigen sie bitte .... mit gewandter Rethorik eine emotionale Doofheit an den Tag gelegt, das es knallt. Nix dagegen, das man einen solchen Film nicht mag, aber Spielberg in diesem Film Gefühlsduselei vorzuwerfen, finde ich absurd. Wie anders, als über Emotionen, kann man Menschen zum Nachdenken bewegen? Mit nüchternen Gaskammer-Szenen etwa oder mit Szenen, in denen Menschen ihr eigenes Grab schaufeln?

Wer bei einem solchen Film im Kino sitzt und eine zynische Grimasse schneidet anstatt Rotz und Wasser zu heulen, der sollte mal zum Augenarzt, um festzustellen, ob er eventuell das "Timm-Thaler-Syndrom" hat. Sollte der Test negativ ausfallen, kann er sich in Las Vegas/Cibola beim Dunklen Mann melden.

Sorry, natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben, solange ich nicht die Macht habe, das zu ändern ;-) Da bin ich jetzt doch ein wenig emotional und fast beleidigend geworden, was? Der Film steht natürlich NUR FÜR MICH außerhalb jeglicher Kritik. Nebenbei bemerkt, Liam Neeson, Ben Kingsley und gerade Ralph Fiennes sind perfekt besetzt.

"Wir sind – als die Juden abtransportiert wurden - nicht auf die Strasse gegangen, haben nicht geschrieen, bis man uns auch vernichtete. Das wir noch leben, ist unsere Schuld."

Karl Jaspers (Philosoph)

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Freddy1979

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Bewertung2.5Ärgerlich

Dieser Film BASIERT (!) auf einem Roman (!!) von Thomas Kennally und dieser Roman BASIERT (!) auf "offiziellen" Aufzeichnungen und Dokumenten. Ich will da jetzt nichts schön reden, aber man kann sich ja selber ausmalen, wieviel Wahrheit hier noch drinn steckt. Es ist und bleibt ein Film, auch wenn er als die absolute Wahrheit verkauft wird und als solcher von den Zusehern wahrgenommen wird.
Ich fand ihn in der Umsetzung genauso ekelhaft wie Inglorious Basterds.

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gebsch

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Schindlers Liste und Inglorious Basterds vergleichen???


Narrisch

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Warum ekelhaft @Freddy1979?


benni565

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film ist sensationell :
Er ist realistisch, er mahnt und er gibt Anstöße zum Nachdenken.
Dass da die eine oder andere Geige der Filmmusik mal ein bisschen zu pathetisch fiedelt, oder Oskar Schindlers "Heldenmut" überzeichnet wird, ist egal!
Man sieht ein extrem nah an der Wirklichkeit gezeichnetes Bild einer Zeit, die es wohl besser nie gegeben hätte !
Es ist ein Film gegen das Vergessen.
Schön (wenn man das bei diesem Thema überhaupt sagen darf), mitreißend, beeindruckend,
traurig machend, schonungslos, realistisch, ernst, "Hoffnung" machend !
Kurzum :
Eine qualifizierte Auseinandersetzung mit einem Thema, das zwar schon Geschichte ist, aber uns immer wieder berühren muss.

Völlig zurecht kamen Spielberg höchste Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz oder
die Ehrendoktorwürde der alten hebräischen Universität Jerusalems zu.
Die Adaption in meinungsbildenden Kreisen des Zentralrats der Juden (Ignatz Bubis, Michel Friedmann u.v.m) war einhellig begeistert.
Die Oscarprämierung sei nur am Rand zu erwähnen.

Kritikern, die insbesondere auf einen "latenten" oder "unbewussten" Antisemitismus hinweisen, muss man vorhalten, dass sie den Film nur sehr eindimensional oder oberflächlich betrachten.
Das ist schade...
denn:
Sie haben wenig vom eindrucksvollen Facettenreichtum des Werks begriffen oder für sich erschließen können.
Freilich findet man den Zugang zur tiefen Metaphorik und den mannigfaltigen jüdisch-religiösen Aussagen des Films vielleicht erst in der zweiten Sichtung...
... und mit der Bereitschaft differenzierter zu urteilen.
Dies -oder vielleicht genau dieses- tut der Genialität des Werks jedoch keinesfalls Abbruch.
Vielmehr erreicht "Schindlers Liste" ein ganz breites Publikum-
insbesondere Schüler und Jugendliche...
ohne jemals trivial zu wirken !

"Wer auch immer ein einziges Leben rettet, der ist, als ob er die ganze Welt gerettet hätte "
( Talmud Traktat Sanhedrin 37a)

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megaterminator

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Bewertung3.0Schwach

Ist für mich realisticher Trash!

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Alienator

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Bewertung7.0Sehenswert

Bilder der Verzweiflung auf unterhaltsame Art

Ich habe lange überlegt wie ich mit diesen Film umzugehen habe oder was ich über ihn sagen kann. Es fällt mir ehrlich gesagt schwer. Es gibt wenig Filme, bei denen eine genaue Einstufung meinerseits mir nicht leicht fällt. Und das hat ein paar Gründe die ich gerne offenbaren möchte. So sehr das Thema des Filmes, der Holocaust, ein wichtiges Thema ist um des Vergessens nicht überdrüssig zu werden, so sehr schmerzt es mich manchmal wie Spielberg versucht uns Zuschauer dem näherzubringen. Man möge mich nicht falsch verstehen, Spielberg ist der König des intelligenten Unterhaltungsfilm. Ein Maitre der filmschaffenden Cuisine, ein Meister seines Fachs. Er weiß wie er das Publikum faszinieren kann, berühren kann, fesseln kann, Spannung erzeugen kann. Er kennt die Klaviatur der Gefühle und wie diese zu aktivieren sind. Nicht umsonst ist er enorm erfolgreich gewesen. Aber hier drin liegt genau für mich das Problem. Den auch wenn es der Film schafft, ein Thema einen breiten Publikum zu unterbreiten, so sehr verwendet er die Machart des Unterhaltungsfilms um etwas zu transportieren, was man nicht transportieren kann. Das Grauen des Holocaust kann man nicht in Bildern zeigen. Es ist nicht möglich. Ich erwähnte das bereits bei mehreren anderen Filmen zu diesen Thema. Wir können, und dazu zählt auch Spielberg, den inneren Abgrund der Menschlichkeit, die Täter und Opfer empfinden, nicht in Bilder zeigen oder in Worte fassen. Die Gedanken, die Gefühle, die bei solchen Greueltaten den Menschen verfolgen, sind nicht darstellbar. Man kann zwar etwas in diese Richtung gehen. Man kann Emotionen erwecken. Und dies ist auch wichtig bezüglich des Themas des Nicht-Vergessens und der Auseinandersetzung. Aber man kann nicht beschreiben wie es ist unter diesen Umständen leben zu müssen. Und das wird mit den Mitteln eines großen Hollywoodfilms versucht. Und da sehe ich eben eine Gefahr drin, dass das Grauen dramaturgisch so aufgebauscht wird, dass man denken könnte, wir, als Zuschauer, fühlen mit, denken mit. Aber das können wir nicht. Das werden wir niemals können. Schon viele Filme vor diesen haben das versucht. Sei es "Sophies Entscheidung" oder der TV-Mehrteiler "Holocaust". Sie alle sind ein Versuch eines winzigen Ausschnitts der filmischen Wirklichkeit. Aber erfassen können wir das nie und werden es nie tun können. Dazu reicht unsere Vorstellungskraft nicht. Und so ist es auch bei diesen Film so. Spielbergs Dramaturgie ist darauf zugeschnitten Emotionen zu erwecken, die im Grunde nicht zu diesen Thema passen. Schindler als Person wird hier geläutert. Aber im Grunde zieht er Profit draus. Daniel Jonah Goldhagens Mammutwerk "Hitlers willige Vollstrecker" (dessen Lektüre ich hier wärmstens ans Herz lege) belegt, dass der ganz normale Deutsche in der Lage war zu töten. Im Grunde waren alle 24 Millionen Deutsche zu dieser Zeit Täter. Auch Schindler gehörte dazu, sowie viele andere die profitierten (VW, Ford, usw usw). Ihn als retter darzustellen mag historisch gesehen richtig sein, aber entbindet nicht von der Last der Tat. So ergeht es vielen Deutschen (und auch Nicht in deutschland zu der Zeit befindliche Profiteure). Man labte sich am Elend um zu gewinnen. Und das ist eben schwierig darzustellen. Und hier werden die Instrumente eines Emotionsfilmen benutzt um schwierige Gefühle zu zeigen. Und das ist hart an der Grenze des guten Geschmacks. So sind vorallem drei Dinge sehr schwer einzuordnen was die emotionale Distanziertheit betrifft. Zum einen das Mädchen im roten Mantel. Alles ist schwarz weiß gehalten im Stile alter Dokuaufnahmen (auch hier ein emotionaler Aspekt der Filmkunst und nicht unbedingt Spielberg Aussage zuzuschreiben, dass er nur schwarz/weiß-Aufnahmen kennt aus der Zeit und deswegen ist er s/w), nur der rote Mantel nicht. Es ist ein dramaturgischer Kniff eine emotionale Bindung herzustellen wo man nichts herstellen muss. Denn man sieht was passiert und das ist schlimm genug. Dann ist das die bekannte Duschszene. Das ist spielbergsche Spannungsaufbau pur. Und das wirkt leider fehlt am Platze (ob dies historisch korrekt ist oder nicht, ist in diesem Sinne vollkommen egal). Es soll keine spannender Film sein. Es sollte eine Auseinandersetzung sein mit den Grauen. Da passt das überhaupt nicht rein. Das Ende ist auch der dritte Punkt. Zum einen durchbricht Spielberg das fiktionale und wird auf einmal fast dokumentarisch und gibt den Schauspielern quasi das reale Gesicht. Das ist ein emotionaler Zug. Und ich weiß nicht, ob das nicht zuviel tränenreicher Umsturz ist. Und wenn dann noch die Kamera beim Abspann mit der genialen Musik von John Williams über die als Straßenpflaster verwendeten Grabsteine fliegt, ist das dann eine emotionale, unterhaltungstechnische Meisterleistung. Spielberg schafft es zwar, dass sich danach die Menschheit mehr mit diesen Thema befasst hat (ein dank dafür), aber ob es tatsächlich eine Wirkung hat sei dahingestellt. Die Frage ist die: Kann man so ein Thema zeigen? Ist es nicht zuviel Hollywood? Ich kann die Frage nicht ganz beantworten. Ich weiß nur, dass es kein Film jemals schaffen wird, das Grauen uns näher zu bringen. Man kommt nah ran, aber man wird es nie schaffen.

Wie gesagt, es fällt mir schwer diesen Film zu beurteilen. Ich hoffe ich habe das einigermaßen verständlich beschrieben.

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Medardus

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Hör mir auf mit dem, hatte mal das Vergnügen seine Äußerungen zu der Bombardierung von Dresden etc zu hören und da, naja...du kannst es dir denken ;) Da passt deine Information sehr gut rein.

Ahhh, lese gerade...die arbeiten kenn ich teils auf jeden Fall. Auf ARTE kommen auch immer mal sehr gute, aktuelle Sachen. Versuche mich gerade an eine zu erinnern, so wichtig ist es ja auch wieder nicht.

Da wir hier gerade sprechen zu, überlege auch die ganze Zeit welcher Film das Thema sehr differenziert aufgegriffen hat. "Das Leben ist schön" vllt?

Da wurde ja jede "Unterhaltung", die mit schwang ganz bitter gebrochen durch die furchtbare Realität.


Alienator

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Also da zähle ich immer gerne einen meiner Lieblingsfilme auf "Die Grauzone". Auch die Doku "Hitler - Eine Karriere" von Joachim Fest ist zu empfehlen. Da geht es ja eher darum wie der Drecksack überhaupt an die Macht kommen konnte.


MarkWinter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jahre sind vergangen, aber ich habe den Film noch sehr gut in Erinnerung: Wir waren zu 6 in diesem Film und planten danach an eine Party zu gehen. Nach dem Film tranken wir noch Einen zusammen, aber die Stimmung war vollends am A... der Film hat seine Wirkung gezeigt, wir gingen schlussendlich Heim. Für mich ist es ein Meisterwerk, und das völlig unpolitisch, was einige hier nicht bekömmlich finden. Man muss sich einfach damit abfinden was Hitler und Deutschland gemacht haben. Für mich ein Kult Film der von A - Z Stimmig ist und die Brutalität des Nazideutschlands grandios herüberbringt. Klar werden hier wieder einige beleidigte Deutsche den Finger auf Andere schlimme Dinge zeigen wollen welche passiert sind. Aber dafür wurde schon gesorgt mit etlichen anderen Filmen. Und da kommen wir auf den Kern des Filmes, es geht nicht darum ob Andere auch was Schlimmes begangen haben, sondern nur darum was Nazideutschland verbrochen hat. Filmisch def. etwas vom Besten was ich gesehen habe.

Steven Spielberg hat hier gezeigt was er kann und das war nur hervorragend.

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benni565

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@Mark :
So geht es mir !
Ich wohne noch nicht mal ne Autostunde von den "Örtlichkeiten des Geschehens" weg.
...und führe bisweilen Besuchergruppen durch die Gedenkstätte Oswiecim/Auschwitz.
Ich war schon 100 mal dort, trotzdem komme ich bis heute nicht mit dem was du dort siehst und erlebst klar...
...und brauche da immer drei vier Wodkas, um runterzukommen.
Umso schöner finde ich es, wenn jemand einen Film - der ich sags mal so; im betroffenen Schlesien sehr geschätzt ist- vernünftig beurteilt !
"Grandios, hervorragend"...
..um dich zu zitieren...
...trifft es genau !


Metalharry

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wieder Mal ein Meilenstein Vom Großmeister Spielberg. Ein schwarz/weiß Film, wo das einzige Farbige das Kerzenlicht am Anfang des Filmes und natürlich; das Mädchen im roten Mantel. Die Musik von John Williams jagt mir jedes Mal eine Gänsehaut über den Rücken. Und als der Waggon mit den Frauen ins Vernichtungslager Auschwitz einfuhr, hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Und dass der Film im Free-TV teilweise ohne Werbepause gesendet wurde, fand ich auch große Klasse. Fazit: Den Film sollte man mindestens einmal gesehen haben.

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Filmfanaticxx

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist und bleibt einer der besten Filme! Den MUSS man gesehen haben!

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gebsch

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Amen!! :)


Brainybab

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unter der ganzen Fülle vergangenheitsbewältigender Filme über die NS-Zeit ragt dieser meiner Ansicht nach besonders positiv heraus, denn hier stimmt wirklich alles:
schauspielerische Leistung, Inszenierung, Spielfreude usw.
Dazu dieses kleine Mädchen im roten Mantel mitten in einem Schwarz-Weiß-Film - das jagt mir jedesmal wieder eine Gänsehaut über den Rücken ....

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung9.5Herausragend

1939: Mithilfe jüdischen Kapitals gelingt es dem cleveren Geschäftsmann Oskar Schindler (Liam Neeson), in Krakau eine enteignete Emailfabrik zu kaufen, die fortan Feldgeschirr für den sich anbahnenden Krieg herstellt. Um seinen Profit zu maximieren, setzt er äußerst preiswerte jüdische Arbeitskräfte aus dem Krakauer Getto ein, die ihm auf Grund der kriegswichtigen Güter, die seine Fabrik produziert, zugestanden werden. Schindler versteht es, zu repräsentieren und Geschäftskontakte zu knüpfen, ist aber in Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben auf seinen versierten Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) angewiesen. In Kooperation ihrer Talente entwickelt sich die Emailfabrik zu einem florierenden Unternehmen, welches immer mehr Arbeitskräfte benötigt. Stern, dem in Personalfragen freie Hand gelassen wird, nutzt dies um möglichst viele Juden, zumeist denen, die aufgrund ihrer akademischen oder künstlerischen Vergangenheit oder einer Behinderung für die Industriearbeit nicht in Frage kämen, einen Arbeitsplatz in der Fabrik zu verschaffen. 1943 werden die Überlebenden des Krakauer Gettos in das Arbeitslager Krakau- Plaszów überführt. Hier erlebt Schindler mit, wie die Insassen auf unmenschliche Art und Weise behandelt werden, wie Wachsoldaten willkürlich Menschen erschießen. Dann soll auch dieses Lager geschlossen und die noch lebenden Juden zur Liquidierung nach Auschwitz gebracht werden. Schindler jedoch setzt alles daran, dies zu verhindern.

Der beste Film über den Holocaust. Ein Meisterwerk von Steven Spielberg.

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MaceWindu1998

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Bewertung9.0Herausragend

Ein hochinteressanter und hochspannender Film!
Den muss jeder mal gesehen haben!
Alle Auszeichnungen, die der Film erhalten hat, hat er verdient. Tolle Schauspieler und ein klasse Soundtrack von John Williams. Außerdem ein sehr emotionales Ende, was nicht typisch Hollywood ist. Es ist sehr schade, das solche Filme heute nicht mehr wirklich produziert werden, da die Blockbuster uns nun endgültig eingenommen haben. Aber damit meine ich nicht Jurassic Park, ich war geschockt, das viele kleinere Kinder diesen Film schlecht waren, weil dieser Spannungsaufbau heute nicht mehr existiert. Wenn man gut beim Publikum ankommen will, muss man Fast&Furious drehen. Sehr schade, aber deshalb ist dieser Film umso wichtiger!

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james71

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Film den JEDER gesehen haben muss !!!
Vielleicht der beste Spielberg-Film !!!
In allen belangen ein herausragender Film !!!

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OfferYouCantRefuse

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Bewertung6.0Ganz gut

http://www.youtube.com/watch?v=CAKS3rdYTpI&hd=1

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Cinepheel

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Bewertung2.0Ärgerlich

Eindimensional, plump, voller Klischees. Wie der Autor und Literaturwissenschaftler Michael André Bernstein angemerkt hat, macht es wenig Sinn, den Verteidigern dieses Films einen Katalog all der Peinlichkeiten vorzulegen, die er bietet - denn die meisten sind sich seiner Fehler bewusst. "Schindlers Liste" trotz dieses Bewusstseins als Meisterwerk zu preisen, mit der Begründung, dass jedes Werk, das darauf abzielt, einem breiten Publikum den Holocaust nahezubringen, verschont werden sollte von sorfältigerer Betrachtung und Kritik, ist gefährlich und dumm.

EDIT vom 22.01.14: Die Kommentare im Antwortbereich haben mich dazu motiviert, den "Katalog der Peinlichkeiten", die der Film bietet, doch noch vorzulegen. Innerhalb der nächsten Wochen werde ich eine ausführlichere Kritik verfassen, in der ich versuchen werde zu zeigen, wie der Film in zweierlei Hinsicht scheitert: Einmal losgelöst vom historischen Gesamtkontext als reiner Spielfilm "nur" über einen Mann, der in einer Diktatur ein paar Verfolgte rettet, und einmal als Authentizitätsansprüche stellender Historienfilm über den Holocaust, als dessen ultimativer Vertreter er erschreckenderweise gehandelt wird. Ich werde versuchen, Szenenbeispiele anzugeben dafür, wie der Film unter ästhetischen/erzählerischen Gesichtspunkten scheitert, und dafür, wie der Film aus narrativen Konvenienzgründen eine bewusst simplifizierende Darstellung des Holocaust liefert, indem er die bloße Sorge ums PHYSISCHE ÜBERLEBEN seiner jüdischen Charaktere ins Zentrum der Erzählung rückt, während die darüberhinausgehende irreperable ENTMENSCHLICHUNG der Opfer durch die Nazis wie sie in den hunderten veröffentlichten Berichten Holocaust-Überlebender eindrücklich beschrieben wird, - neben vielem anderen - unberücksichtigt bleibt. Außerdem werde ich zeigen, wie der Film gedankenlos verschiedene antisemitische Klischees aus der NS-Zeit reproduziert, anstatt sie kritisch zu bekämpfen oder zu widerlegen, wie man es von einem Film, der verspricht, die "Wahrheit" über den Holocaust zu sagen, erwarten sollte. Zum Schluss werde ich versuchen, Erklärungen dafür zu finden, wie der Film trotz seines Scheiterns in den nahezu weltweiten Genuss des Rufes kommen konnte, das ultimative Anschauungsmaterial zum Thema "Holocaust" zu sein.

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benni565

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@Mark
Wie kannst du es wagen, die Kompetenz des literarischen
"CinePolterpeel"-Duos auch nur anzuzweifeln ?
...und dann noch ignorant und in "voller Größe"?!


MarkWinter

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@Horst
Nun ja, die volle Grösse in der Hässlichkeit haben die Nazis gut im Griff gehabt. Ich hingegen habe keine Menschen vergast oder hingerichtet. Wenn jemand schon gross verkündet er würde hier die Enthüllungsgeschichte bringen, dann warte ich mal darauf. Aber wir wissen ja eh, dass dies nur leere Worthülsen sind. Bla Bla hier, Bla Bla da, die Nazideutschen haben über 6 Mio Menschen vergast, erschossen und am Ende fängt das grosse Heulen an, weil sie von den Briten zugebombt wurden. Die Amis haben lediglich strategische Ziele in Angriff genommen, die Briten, welche zuvor selbst zugebombt wurden, hatten nur Rache im Sinn. Wieso sollten also die Briten menschlicher sein als die Nazis die alles was im Weg stand auf das grausamste umbrachten? Wen ich jemand die Fresse haue muss ich damit rechnen dass ich vielleicht noch mehr auf die Fresse bekomme. Danach zu Jammern ist erbärmlich.


Lichtlady

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist ein Meilenstein.
Objektiv betrachtet hat er alles: Spannung, Tiefgang, Drama, Komödie... hervorragende Darsteller, grandiose Regie, genialen Soundtrack.
Aber dieser Film ist natürlich mehr als nur ein Film.
Er ist ein Zeitdokument.
Mag sein, dass nicht alle Fakten um Oskar Schindler der Wahrheit entsprechen. (Da ich diesbezüglich Recherchen betrieben habe, weiß ich auch, dass dem der Fall ist.) Aber nichts desto trotz beherbert dieser Film eine Kraft, die man selten in einem Film dieser Art findet. Ich meine, es gibt unzählige Verfilmungen über unzählige traurige Geschichten der NS-Zeit, aber dieser Film... er vereint alles. Er verkörpert Schmerz ebenso wie Hoffnung und dabei zeigt er nicht einmal so viel wie manche xy-NS-Zeit-Doku.
Doch es geht auch nicht um die explizite Darstellung der Greultaten. Das hier ist schließlich nicht "Saw-NS". Dieser Film zeigt Leid und Schmerz, Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit und schafft es doch dabei nie das Wesentliche aus den Augen zu verlieren - die Hoffnung.
Jede Szene spricht für sich und ich kann nicht glauben, dass es jemanden gibt, den dieser Film unberührt gelassen hat. Alleine der Soundtrack treibt mir die Tränen in die Augen.
Im Grunde ist es sogar gleich was Schindler getan hat oder nicht. Ob er wirklich der Gutmensch war, wie der Film ihn zeigt oder ob er ein Kapitalist war. Rolle spielt nur, dass er eines der wenigen Lichter waren, die zu einer verdammt dunklen Zeit brannten.
Und wer nicht mitleidet während der Szene als Schindler Stern sucht und ihn aus den Wagons befreit, wer keine Tränen in den Augen hat in dem Moment als Schindler auf den Bahngleisen zusammenbricht, weil er nicht mehr hat retten können... dessen Herz ist aus Stein.
Spielberg, der sicherlich grandiose Filme gemacht hat, wenn ich auch nicht immer Konsenz damit ging, hat mit diesem Film ein Denkmal gesetzt. Ein Denkmal, dass mehr aussagt als irgendwelche Klötze in Berlin.
Dieser Film kann mehr bewegen als 24 Stunden Nazi-Dokus auf ZDF-INFO. Dieser Film berührt und das nicht, weil er die Geschichte eines Juden erzählt wie es diverse Geschichten über Anne Frank tun oder "Der Schrei nach Leben" von Martin Gray. Dieser Film berührt in seiner Schlichtheit, seiner Banaliät, wenn man so will und ich wette darauf, dass er auch mehr vermag als andere Stories diesbezüglich.
In meinen Augen hat Spielberg hier zum ersten Mal gezeigt, warum er als Meister gilt. Seine anderen Werke... insbesondere "ET" konnte ich nie als eine Meisterleistung ansehen. "Schindlerns Liste" hingegen ist ein ewiges Mahnmal. Bedeutender als die Verfilmung der Nürnberger Prozesse.
Ein Film, den ich jeder Schule empfehlen würde, wenn sie dieses Thema durchnimmt.

Denn dies ist und bleibt ein Thema, dass man nicht vergessen darf. Unabhängig von der Tatsache, dass fast alle "Täter" jetzt vermutlich gestorben sind oder es in absehbarer Zeit werden, dieses Thema, dieses Stück der Geschichte darf nicht im Nichts untergehen.
Andererseits... langsam aber sicher geht mir das Thema in den Medien auf die Nerven. Vor allem wenn da Dokus laufen die Titel tragen wie "Hitlers Schäferhund", "Hiltlers Krankenakte", "Hitlers letzte Stunden"... blabla.
Die NS-Zeit darf man sicher nicht runterspielen oder gar ignorieren, aber Herrje, gibt es auf Info-Kanälen denn echt kein anderes Thema? Müssen wir ständig wieder diese Zeit hochleben lassen? Teilweise erscheint es mir als gäbe es für Deutschland nur zwei Themen: Hitler oder DDR. Und beides ist inszwischen ausgelutscht.

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LIONS

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Ebenfalls vollste Zustimmung! ;-)


benni565

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Respekt vor dem tollen Kommentar !!!

Google mal den Lebensweg von Oskar Schindler.
Über "seine" Zeit zwischen 1945 und seinem Tod könnte man auch ein Buch schreiben ?!
Weniger dramatisch, aber sicher genauso traurig !

Ansonsten :

Gut, dass es diesen Film gibt !
....gegen das Vergessen...Hoffnung machend...wertefrei !
Nochmals : toller Kommentar....
...viel erwachsener als soooo viel Müll, den ich schon zu diesem Film lesen musste !


SRZS1967

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film hat mir am Ende die Tränen in die Augen getrieben.
Bis auf die Szene als sich Schindler von " seinen " Juden verabschiedet ein bewegender und absolut ehrlicher Film der genau das tut was er soll, zum nachdenken bewegen.
Die Musik treibt mir jedes mal auf's Neue Gänsehaut über den Rücken!

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laura.karoline.58

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin so froh, dass es diesen Film gibt. Ich finde es wichtig, dass es Filme gibt die z.B Jugendlichen bildlich darstellen können was geschehen ist.
Ich habe das Fach Geschichte nie wirklich gemocht. Über den 2. Weltkrieg bekamen wir einfach nur ein paar Sachtexte und ich dachte ja ja bla bla. Erst als ich mich Jahre später ernsthaft mit dem Thema Judenverfolgung/Holocaust auseinander gesetzt habe, begann ich zu verstehen. Dieser Film hilft vielleicht in Zukunft anderen es zu verstehen. Dieses Ausmaß des Ganzen. Die Antwort auf die Frage : "Warum war Hitler denn eigentlich so böse"? ( Original gestellt von meiner kleinen Schwester)

Ich weiß nicht ob ich sagen kann der Film übertreibt. Es wurde so mit Zivilisten umgegangen. Ohne Reue und ohne Mitleid. Massenerschießungen bei denen die Opfer vorher ihr eigenes Grab schaufelten etc. Natürlich war nicht jeder Nazi so gewalttätig und ohne Reue. Es gab sicherlich welche die zu Mördern wurden um ihr eigenes Leben zu schützen "denn wenn ich es nicht mache macht es ein anderer". Aber dieser Film ist nun mal nicht dafür gemacht diese Seite zu zeigen.

Ich gebe allerdings nur 8 Punkte da ich kurz vorher "der Pianist" gesehen habe und er mir einfach mehr im Kopf hängen geblieben ist... warum kann ich nicht mal sagen aber es war so.

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