Battle in Heaven

Batalla en el cielo (2005), BE/DE/FR/MX Laufzeit 98 Minuten, FSK 18, Drama, Kinostart 20.07.2006

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5.0
Kritiker
9 Bewertungen
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4.9
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116 Bewertungen
11 Kommentare
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von Carlos Reygadas, mit Marcos Hernández und Anapola Mushkadiz

In einem hellen, strahlend blauen Raum steht ein nackter Mann. Dicht vor ihm kniet eine junge Frau, und während die Kamera sich langsam um diese Blowjobszene herumbewegt, sehen wir eine Träne über ihre Wange laufen. Eine Träne, vergossen an einem Ort, der schon nicht mehr zu dieser Welt gehört. Damit beginnt “Battle in Heaven” und steckt zugleich den metaphysischen, himmlischen Rahmen der Geschichte ab. Um schnell an Geld zu kommen, hat Marcos zusammen mit seiner Frau das Baby einer Nachbarin entführt. Als das Kind aber stirbt, weiß Marcos nicht mehr weiter. Er erzählt Anna, der jungen Tochter des Generals, für den er als Chauffeur arbeitet, von der Entführung und zieht sie damit in die Sache hinein. Anna, gelangweilt von ihrem Leben als Tochter aus gutem Hause, arbeitet nachts als Prostituierte in einem sehr exklusiven Bordell. Zwischen Marcos und Anna entwickelt sich eine seltsame Beziehung. Er sucht Hilfe, braucht jemanden, der ihm zuhört, sie hat Mitleid mit ihm und gleichzeitig spielt sie mit ihm, schläft mit ihm und versucht ihn zu kontrollieren. Er beschließt, sich der Polizei zu stellen, seine Frau drängt ihn jedoch, seine Schuld zuvor mit einem Pilgermarsch zur Jungfrau von Guadalupe zu sühnen. Für Marcos ist es der letzte Weg, den er zu gehen hat. “Battle in Heaven” ist ein Kampf um Vergebung und Erlösung, ein Film über Schuld und Sühne, der wegen seiner expliziten Sexszenen einen Skandal bei den letztjährigen Filmfestspiele in Cannes ausgelöst hatte, aber wegen seines naturalistischen und gleichzeitig subjektiven Stils einer der provokativsten und erschütterndsten Filme der letzten Zeit ist.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Battle in Heaven

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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2.0Ärgerlich

Ein dickleibiger, hässlicher nackter Mann und eine hübsche junge Frau, die ihn oral befriedigt: Schon diese erste Szene erregt unwillkürlich Ekel, wirkt sie doch leicht pornografisch, auch wenn Regisseur Carlos Reygadas sie mit liturgischen Klängen und heller Kulisse pseudopoetisch veredelt. Soll man es dieser Ana (Anapola Mushkadiz) tatsächlich glauben, dass sie ihren Job als Nutte genießt, dass sie - gelangweilt von ihrem Leben in gutem Hause – allein aus Zeitvertreib nachts in einem exklusiven Bordell arbeitet, wie es sich bald herausstellen wird? Und das ausgerechnet in Mexiko, einem Land bitterster Armut?
Reygadas zweiter Spielfilm „Battle in Heaven“ ist nicht nur höchst provokativ, sondern in hohem Maße zynisch, wenngleich immerhin formal-ästhetisch beachtlich mit spät aufgelösten subjektiven Perspektiven, komplexen Kamerafahrten, ungewöhnlichen Bildern und Einstellungen.
(Offenbach Post)

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.5Ausgezeichnet

Skandalös ist das alles aufgrund der Deutlichkeit, aber auch der ungeschönten Körper, die der Film zeigt, und wegen des sozialen Gefälles, das hier immer präsent bleibt [...] BATTLE IN HEAVEN ist gesättigt mit schwerblütigen Passagen, und Bizarrem. Einer der sehenswertesten und ungewöhnlichsten Filme des Jahres ist BATTLE IN HEAVEN allemal.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (9) — Film: Battle in Heaven


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Cayopei

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Bewertung5.0Geht so

Brown bunnyeske Ödnis.

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daniel.helmer.7

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ein Film, den man entweder künsterlisch ansprechend findet oder eben nicht. Ich mag ihn nicht. Ob man dem Film zugute halten möchte, dass er mit Laiendarstellern gedreht wurde, eine befremdliche karge Bildsprache nutzt und durch seine expliziten Szenen provozieren will, bleibt jedem selbst überlassen.
Selbst die Geschichte um das Schuldgefühl eines Kindesentführung mit tödlichem Ausgang weiß nicht zu fesseln.

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Wurfmaul

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Bewertung5.0Geht so

Ein sehr merkwürdiger Film. Man müsste vielleicht wissen, dass die Schauspieler keine Schauspieler sondern Laien sind, was den Diletantismus bzw. Desinteresse erklärt. Was mir gut gefiel, waren die teilweise naturrealistischen Aufnahmen, Szenen aus dem echten Leben, echte Menschen in echten Situationen wie der U- Bahn oder bei der Pilgerstätte. Ansonsten fand ich "Battle in heaven" sehr anstrengend und auch ein wenig langweilig, naja....anschaun kann man sich den Streifen auf jeden Fall.

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deevaudee

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Bewertung4.5Uninteressant

Andere Länder andere Sitten? Wohl eher merkwürdige Gebräuche. An sich is der Film jetzt nicht soooooo schlecht. Aber er hat wenig Strahlkraft. Oft wirken die Darsteller gelangweilt, und wenig inspiriert durch ihre Arbeit. Einzigst der Lichtblick ist die wilde Art der Ana. Aber dramaturgisch nicht das Feuerwerk, was eine "Himmlische Schlacht" versprechen könnte.

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Filmkenner77

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Bewertung1.5Ärgerlich

Ein ziemlich zäher und langweiliger Film. Was der Regisseur mir mit dem Film sagen will, ist die Frage des Tages. Jedenfalls wirken die Darsteller genauso uninteressiert und ratlos wie letztlich der Zuschauer.

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8martin

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Bewertung2.0Ärgerlich

Eine Schlacht im Himmel ist es nicht, eher eine auf der Matratze. Oder soll die Matratze der Himmel sein? Das worum es eigentlich geht: eine Kindesentführung sieht man nicht. Lange Kameraeinstellungen, äußerst knappe Dialoge, bewusst ausdruckslos agierende recht korpulente Schauspieler und verwirrende Schnitte könnten zum wegzappen verleiten. Doch dann sieht man völlig unerwartet immer wieder viel nackte Haut und Sex, Frontalansichten der Genitalien beiderlei Geschlechts in Ruhestellung und nach GV. Die karge Handlung lässt viel Spielraum für Interpretationen: ist das Problem der Moloch Großstadt, der Menschen zu solchen Taten treibt? Ist der Sex bzw. die Promiskuität die einzige Erfüllung im Leben? Sind tiefe Religiosität und Kriminalität keine unvereinbaren Gegensätze? Eine Antwort gibt der Film nicht. Er beginnt und endet ohne Kommentar mit einem ausgedehnten Blowjob.

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Jade

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Bewertung0.0Hassfilm

Zwei dickleibige mexikanische Eheleute treiben es in der Hündchenstellung - weder kontrovers noch provokativ, sondern einfach nur gewöhnlich. Gähn.

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mj1978

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die haltung kann man nur unterstützen... 0.0


lyogen

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Bewertung4.0Uninteressant

Das konnte ich mir einfach nicht anschauen, keine Ahnung warum. Aber ist es ein schlechter Film, ein guter? Soll man ihn mal gesehen haben.
Ich finde: einfach uninteressant.

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holgerd

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Bewertung0.0Hassfilm

Das hat einfach nur genervt. :-(

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