Die Frau des Leuchtturmwärters

L'Équipier (2004), FR
Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.06.2005

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7.6 Kritiker
8 Bewertungen
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von Philippe Lioret, mit Sandrine Bonnaire und Philippe Torreton

Camille kehrt nach Ouessant, ihrer Heimatinsel vor der bretonischen Küste, zurück. Es ist eine Reise des Abschieds, denn sie möchte ihr Geburtshaus verkaufen, das seit dem Tod der Mutter unbewohnt ist. In einer letzten Postsendung an ihre Mutter befindet sich ein Buch. Das Umschlagbild zeigt den Leuchtturm “La Jument” – Arbeitsplatz des Vaters und Fixpunkt ihrer Kindheit. Neugierig beginnt Camille zu lesen. In dieser durchwachten Nacht erfährt sie Dinge, von denen sie nichts wusste und die ihre Identität in ein neues Licht stellen.

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Kritiken (2) — Film: Die Frau des Leuchtturmwärters

Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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5.5Geht so

Philippe Lioret ist mit DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS eine versöhnliche Dreiecksgeschichte gelungen, eine Dreiecksgeschichte, die die tragische Dimension ihrer Vorbilder vermissen lässt. Dieser versöhnliche Ton ist allerdings auch eine Schwäche. Der Film wirkt eben etwas matter, ist kleiner und leichter als die Vorbilder, die vor allem in den Sechziger Jahren zu suchen sind.

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8.5Ausgezeichnet

Dieser Film schillert zwischen den Zeiten, als würde er gleich mehreren Kinoepochen angehören. Der deutsche Verleihtitel evoziert eine augenblicklich vertraute Konstellation des Melodrams und stellt ihn, noch weit deutlicher als das Original, in eine Erzähltradition, in der an einem abgeschiedenen Ort die Elemente und Gefühle mit Heftigkeit anbranden und den Widerstreit austragen zwischen Bodenständigkeit und verlockender Ungewissheit. Die Handlung kreist um jenen Konflikt, der dem französischen Vorkriegskino besonders teuer war: zwischen Freundschaft und erotischer Rivalität.

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Kommentare (9) — Film: Die Frau des Leuchtturmwärters

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doctorgonzo

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Bewertung7.0Sehenswert

1963:
Shah Mohammad Reza führt das Frauenwahlrecht im Iran ein, Martin Luther King erzählt "I have a dream", in England wird der große Postraub verübt, Porsche präsentiert den 911 und die deutsche Fußball - Bundesliga geht in ihre erste Saison.
Daneben sterben noch John F. Kennedy und Papst Johannes XXIII.
Außerdem wird "Dinner for One" auf Zelluloid gebannt, ebenso flimmern zum ersten Mal die Mainzelmännchen über deutsche Bildschirme.

Auf der Insel Ouessant vor der bretonischen Küste ist all das wohl kaum der Rede wert. Einer der Leuchtturmwärter ist gestorben und natürlich soll ein Einheimischer die Lücke füllen, denn hier in der Region Finistère, am Ende der Welt, muss man zusammenhalten. Die Geschichte wäre wohl hier schon zuende, wenn die Verwaltung nicht beschlossen hätte, einem Veteran aus dem Algerienkrieg die vakante Position zu geben.

Eine Insel mit nicht mal 1000 Einwohnern ist nicht besser, wahrscheinlich eher schlimmer, als ein kleines Dorf.
Neuankömmlinge treffen selten auf übermäßig euphorische Empfangskomittes.
`Der Neue´ wird mit Argwohn betrachtet.
Was will der hier?
Wo kommt der her?
Wann geht er wieder?

Das kennt wohl jeder, der sich mal in jemanden aus einem fremden Dorf verliebt hat, aus der Stadt zu einem Dorfverein gewechselt ist oder einfach mal als Auswärtiger im Dorfkrug Platz genommen hat.

Der neue Leuchtturmwärter muss also nun mit dem Schwiegersohn des Verblichenen gemeinsam die Leuchtturmschicht schmeißen und ist auch sonst eine mit Argusaugen beobachtete "Attraktion". Als die ersten Startschwierigkeiten aus dem Wege geräumt sind und sich `Der Neue´ in eine verheiratete Frau verguckt (nicht ohne eine gewisse Erwiderung), wird es erst richtig kompliziert auf der malerischen Insel am Ende der Welt.

Eine Geschichte, die gleichermaßen märchenhaft wie glaubwürdig Dinge wie Männerfreundschaft, Neid, Angst und Romantik miteinander zu einer stimmigen Handlung verstrickt und dabei auch stets auf ein sehr gutes und beständig authentisch wirkendes Darstellerensemble zählen kann.
Neben dem Haupttrio mit der sehr präsenten Sandrine Bonnaire, dem herrlich mürrischen Philippe Torreton und dem stillen, aber fesselnden Grégori Derangère beeindruckte mich vor allem die ebenso überzeugende wie äußerst hinreißende Émilie Dequenne.

Neben der ernstzunehmenden Romanze, gepaart mit einer gelungenen Erzählweise überzeugt hier natürlich vor allem die Kraft der Bilder.
Eine traumhafte Landschaft, mit herrlicher Natur, faszinierenden Leuchtürmen und sehr ländlicher Charme was das Interieur angeht.

Dazu kommt ein gelungener Score, der den technischen Fauxpas in der Mitte des Films ein wenig ausgleicht.

Überraschend gut und sehr gelungen erzählt. Wird zwar sicher nie mein Lieblingsfilm, um eine Empfehlung kann ich mich trotzdem nicht drücken.

PS: der Gag mit dem Turmkater im Hummerkorb ist toll.

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moviee

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Bewertung7.0Sehenswert

Wunderschön. Wunnderrschöön! Ein durch und durch großartiges Liebesdrama aus den Land der Liebe, aus Frankreich. "Die Frau des Leuchtturmwärters" erzählt eine zum dahinschmelzende Liebesgeschichte mit Em­pha­se und ohne jeglichen Kitsch. Die superben Bilder lassen mehr als nur einen Hauch von Nostalgie verspüren, die hier gebotenen schauspielleistungen machen selbst jedem Skeptiker Lust auf weitere französische Liebesproduktionen. Vive l'amour!

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Briseis

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Bewertung6.0Ganz gut

Mobbing auf bretonisch. Ist aber nicht so schlimm, weil die Landschaft ist so schön und die Frauen erst.

Ein ruhiger Film mit schönen Landschaftsaufnahmen, schwer einschätzbaren Charakteren und nicht besonders viel aussagender Geschichte.

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Sinister Kid

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hat mir gefallen. Schöne Bilder, beeindruckende Natur, Sandrine Bonnaire – was will man maire? ;-) Gut erzählt, gut inszeniert.

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hollygolightly1

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Bewertung7.0Sehenswert

Hach ja, die Franzosen und die Filme... Was anspruchsvolle und tiefgründige Produktionen betrifft, sind sie anderen Ländern um einiges voraus. "Die Frau des Leuchtturmwärters" ist wieder ein gutes Beispiel dafür. Sandrine Bonnaire gehört sowieso zu meinen absoluten Lieblingsschauspielerinnen aus Frankreich und spielt eigentlich immer in guten Filmen mit, die genau meinem Geschmack entsprechen.
Der Film hat eine schöne Kulisse und eine nette Handlung und dürfte jedem gefallen, der sich auch mal realistische und stille Filme angucken kann.

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U-Turn

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film kommt sehr unspektakulär daher. Ohne aufgelbasene Gefühle, zurückhaltend. Ohne den typischen Kitsch der amerkanischen Filme. Insgesamt ein Film für ruhige Stunden mit der Freundin.

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cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Überzeugendes Erzählkino aus Frankreich, das mit einer Mischung aus Nostalgie und Dramatik punkten kann.

In erster Linie geht es um einen Menschen der sich in eine neue Umgebung begibt und von dieser abgelehnt wird, was den Streifen für mich eigentlich mehr zu einem Drama macht. Die wenigen und subtil inszenierten Liebesszenen, dürften Schnulzen-Fans enttäuschen, passen aber ganz wunderbar in dieses Werk.

Die großartige Darstellerriege um Sandrine Bonnaire sorgt dann endgültig für eine Authentizität, die den Film zu dem macht was man allgemein als "aus dem Leben gegriffen" bezeichnet. Sehr sehenswert!

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empeer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Typisch französischer Film. Eine wunderbare Liebes- und Lebensgeschichte mit leisen Tönen inszeniert, gute Schauspieler, nichts für Action-Fans. Absolut sehenswert.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sandrine Bonnaire ist ohnehin eine meiner Lieblingsschauspielerinnen und die Bretagne faszinierend. Das Melodram vermittelt eine angenehme Grundstimmung und lädt zum Träumen ein. Französisches Liebesfilmkino ohne Kitsch!

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