Die Passion Christi
The Passion of Christ (2004), US Laufzeit 127 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 18.03.2004
58 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6539 Bewertungen
146 Kommentare
Keine
von Mel Gibson, mit Jim Caviezel und Monica Bellucci
Der Film zeigt die letzten zwölf Stunden im Leben des Jesus von Nazareth. Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan, und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er widersteht der Versuchung des Bösen. Verraten von seinem Jünger Judas wird Jesus kurze Zeit später festgenommen. Die Anführer der Pharisäer bezichtigen ihn der Gotteslästerung und verlangen seinen Tod. Jesus wird dem römischen Statthalter in Palästina, Pontius Pilatus, vorgeführt. Dieser hört sich die vorgebrachten Anschuldigungen an und erkennt schnell, daß es sich hier um einen politischen Konflikt handelt. Um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen übergibt er die Angelegenheit an König Herodes. Auch dieser scheut ein Urteil und lässt Jesus zum Statthalter zurückbringen. Pontius Pilatus überlässt es nun der aufgebrachten Menge Jerusalems, offen zwischen dem Angeklagten Jesus von Nazareth und dem Verbrecher Barrabas zu entscheiden, welcher der beiden begnadigt werden soll. Das Volk entscheidet sich für Barrabas. Jesus wird den römischen Soldaten übergeben und von ihnen gefoltert. Schwer verwundet wird er wieder zu Pilatus gebracht, der ihn erneut der Menge vorführt als wolle er sagen: “Ist dies nicht genug?” Und abermals entzieht er sich dieser Verantwortung: Er befiehlt schließlich seinen Männern, dem Verlangen der Massen nachzugeben, die weiterhin den Tod Jesu fordern. Der weitere Leidensweg ist besiegelt: Jesus muß selbst das Kreuz durch die Straßen von Jerusalem bis nach Golgatha tragen. Dort wird er schließlich an das Kreuz geschlagen. Im Angesicht des Todes stellt sich Jesus seiner letzten Versuchung: der Angst, von seinem Vater aufgegeben worden zu sein.
Mehr Bilder (21) und Videos (3) zu Die Passion Christi
Cast & Crew
- Genre
- Bibelfilm, Biopic, Monumentalfilm, Drama
- Zeit
- 1. Jahrhundert
- Ort
- Jerusalem, Wildnis
- Handlung
- Abendessen, Abgeschlagene Hand , Abgeschlagener Arm, Abgeschnittenes Ohr, Alptraum, Altar, Apostel, Auferstehung, Augapfel, Betrug, Bibel, Blockbuster, Blut, Christentum, Das letzte Abendmahl, Enthauptung, Folter, Gelächter, Gerichtsverhandlung, Gewalt, Glaube, Gnadenlosigkeit, Grab, Jesu Kreuzigung, Jesus Christus, Jude, Judentum, Kampf, Kreuz, Latein, Leiche, Leiden, Mutter-Sohn-Beziehung, Nackter Mann, Pontius Pilatus, Römer, Römisches Reich, Schlange, Schrei, Schweiß, Silber, Soldat, Speer, Spott, Stein, Strafe, Suizid, Tempel, Teufel, Tod eines Freundes, Verfolgung, Verführung, Verrat, Verräter, Visionen, Vorhang, Wahnsinn, Wahrheit, Wein, Weinberg, Weinen, Wunder
- Stimmung
- Hart, Verstörend


High School Musical
Daniel - der Zauberer
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Not a Girl - Crossroads




















Kritiken (8) — Film: Die Passion Christi
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'Die Passion Christi' kann ein authentisches und durchaus realistisches Bild überzeugen. Die Gewalt ist heftig und an manchen Stellen auch zu übertrieben. Die Geschichte selbst bietet keinerlei Tiefgang und Facettenreichtum, genau wie die Charaktere selbst. Als Religions-Fanatiker sollte man sich von dem Film wohl fernhalten, alle anderen dürfen das aber auch gerne tun. [...]
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
crab1973 Thu, 29 Mar 2012 13:35:08 -0000
Antwort löschenFalls irgendwann mal die Zeugen Jehovas bei mir der Tür stehen und mich fragen,ob ich in der Bibel lese, werde ich antworten: "Die Geschichte selbst bietet keinerlei Tiefgang und Facettenreichtum, genau wie die Charaktere selbst." :D
crab1973 Thu, 29 Mar 2012 13:35:58 -0000
Antwort löschen...VOR der Tür... :)
SoulReaver Thu, 29 Mar 2012 13:39:27 -0000
Antwort löschenDann bist du mein persönlicher Held :D :D
bobo-lemon Thu, 29 Mar 2012 13:43:06 -0000
Antwort löschenWo er recht hat! :)
regiseurin Thu, 29 Mar 2012 13:46:58 -0000
Antwort löschenDa ich eigensgewählter Atheist bin werde ich mir den Film sowieso nie ansehen aber die Kritik ist ziemlich gut und unterstützt meine Abneigung :)
lieber_tee Thu, 29 Mar 2012 17:27:17 -0000
Antwort löschenOch, bitte dieses Exploiation-Jesus-Torture-Porn nicht fertig machen...;) Wenn man mal auf Moral-hämmernde Christen trifft kann man sie schocken das man einen blutrünstigen Folter-Terror-Film mag (kennt), den die dann auch kennen. Zudem gibt es in der Bibel noch einig mehr zu lesen...
SoulReaver Thu, 29 Mar 2012 23:00:01 -0000
Antwort löschenWie du wahrscheinlich gelesen hast, hatte ich gegen diesen "Folter"-Teil rein gar nichts. Geht mir eher um den Rest. Da hat Mel versagt.
lieber_tee Fri, 30 Mar 2012 06:27:15 -0000
Antwort löschenWar auch ironisch gemeint, die wesentlichen Kritik-Punkte und Vorzüge hast du treffend aufgeführt. Als kruder Exploitation-Film (im Sinne von: Ein Thema reißerisch auszubeuten) funktioniert diese Gewalt-Orgie vorzüglich und sagt etwas (unfreiwillig) über die Funktion der Heilsgeschichte eines Zimmermanns vor über 2000 Jahren aus.
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SoulReaver Fri, 30 Mar 2012 09:17:49 -0000
Antwort löschenDas stimmt wohl. Aber nochmal angucken unter diesem Aspekt werd ich ihn nicht, sonst gefällt er mir doch noch besser als ich will :D
Rukus Sat, 07 Apr 2012 00:54:41 -0000
Antwort löschenDas Problem ist, dass das bischen Message leicht im Blut untergehen kann. Hab das auch in meinem Kommentar grad eben angesprochen.
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenDie Geschichte, die Grundlage dieses Films, und deren Ausgang kennt jeder. Dass Jesus schwer gelitten haben muss, weiß auch jeder. Dass man die Bibel nicht wortwörtlich nehmen sollte, sondern diese einer oder mehrerer Interpretationen bedarf, sollte nachdem die historisch-kritische Exegese als Herangehensweise an die Bibel etabliert wurde, eigentlich auch jeder schon einmal gehört haben. Nur an Mel Gibson scheint Letzteres irgendwie vorbeigegangen zu sein. Als hätte es sowas wie eine kritische Auseinandersetzung mit der Bibel nie gegeben, setzt er die Geschichte des Leidensweges Jesu auf erzkonservative Art um und dichtet hier und da noch ein bisschen esoterischen Müll dabei, so wie es ihm gerade passt. Bezeichnenderweise sagte der Papst zu "Die Passion Christi" lobend: "So ist es gewesen". Mag sein, gut und schön, aber was bringt uns das? Entdeckt der Religiöse neue Fassetten seines Glaubens, wenn er in Nahaufnahme sieht, wie Jesus förmlich das Fleisch von den Knochen…
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New Cameron Fri, 03 Sep 2010 17:46:05 -0000
Antwort löschenDu siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht, was? Wenn du nur Ahnung von der Christologie haben würdest, würdest du anders argumentiern, vielmehr reden aus dir Vorurteile.
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SiameseMax Sun, 05 Sep 2010 14:30:18 -0000
Antwort löschenGeschenkt. Aber generell halte ich es für kontraproduktiv in einer Diskussion persönlich zu werden, statt konstruktiv über etwas zu diskutieren. Daher hilft mir dein Kommentar auch nicht wirklich dabei, den "Wald zu sehen" und ist deshalb überflüssig.
New Cameron Sun, 05 Sep 2010 14:36:24 -0000
Antwort löschenhey sorry, das sind mir die emotionen hochgekommen :) weiter unten habe ich was dazu geschrieben.
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenKein Film, über den man viele Worte verlieren müsste: "The Passion Of The Christ" folgt der Tradition vieler vorangegangener Ausstattungsorgien des Glaubenskinos und ist vor all den anderen Punkten, die man dem Film sicherlich zu Recht vorwerfen kann, in erster Linie eines: Uninteressant und langatmig. Ließe man Gibsons Egotrip dann tatsächlich eine nähere inhaltlichen Auseinandersetzung widerfahren, müsste jedoch selbst Fanatikern (zu denen der Regisseur eindeutig gezählt werden muss) auffallen, dass die bloße Fixierung auf Leiden und Schmerz ohne die anschließende Darstellung von Vergebung und Erlösung in Hinsicht auf die biblische Botschaft als unzureichend erscheinen muss. Fraglich ist freilich, ob "Passion" diese Art der Durchleuchtung überhaupt verdient, denn befreit von der Symbolkraft seines Sujets ist es sowieso nur bräsig-peinlicher Splatter unter dem Deckmantel der Historizität, und mit haufenweise antisemitischen Zwischentönen versehen.
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nilswachter Mon, 27 Feb 2012 16:23:30 -0000
Antwort löschenUnterschreibe ich zu 100%
Rukus Sat, 07 Apr 2012 00:49:02 -0000
Antwort löschenBis auf den Antisemitismus kann ich weitestgehend folgen.
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDieser Film hat mich sehr mitgenommen.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenMit der "Passion Christi" hat Gibson nun seine persönliche Liebeserklärung an den Saft des Lebens gedreht. Dabei war er, Hollywood sei Dank, nicht an physische Grenzen gebunden: Aus seiner Hauptfigur darf auch ganz zum Schluss noch ein herzhafter Schwall spritzen, obwohl die geschundene Kreatur längst ausgeblutet sein müsste.
Daneben passt keine Botschaft wie die, dass vor 2000 Jahren ein Mann auch deswegen ans Kreuz genagelt wurde, weil er vorgeschlagen hatte, man könne doch zur Abwechslung einmal nett zueinander sein. Von einer Vision, wie sie Pier Paolo Pasolini, Denys Arcand ("Jesus Of Montreal") oder Monty Python ("Das Leben des Brian") entwickelt haben, ganz zu schweigen.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Chiko Sat, 03 Apr 2010 09:40:54 -0000
Antwort löschen"Aus seiner Hauptfigur darf auch ganz zum Schluss noch ein herzhafter Schwall spritzen, obwohl die geschundene Kreatur längst ausgeblutet sein müsste"
so stehts ja auch in der bibel also warum sollte ers nich so verfilmen
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LokisSon Wed, 09 Jun 2010 18:22:26 -0000
Antwort löschenBlanker Unsinn! Dieser Splatter ist allein die Perversion eines Fanatikers und hat mit den Evangelien wenig zu tun!
Philipp Ebert Mon, 04 Feb 2013 23:05:53 -0000
Antwort löschenVölliger Blödsinn, er hat die Szenerie NT getreu inszeniert und da wurde ihm ein Speer zwischen die Rippen gestoßen und aus de Wunde spritze Blut und Wasser....Leute ehrlich so ein Minimum an Hintergrundwissen sollte dabei sein...
GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenDieser einfältige Blödsinn grenzt ja schon oft genug an Selbst-Parodie: dieses penetrant pathetische Zeitlupen-Geleide und das hochgradig beknackte "Terminator"-Finale - ich plädiere für eine Doppel-Vorstellung von "Passion of Christ" und "Life of Brain" zu Heiligabend! Dann macht's Sinn...
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New Cameron Sat, 03 Apr 2010 12:11:17 -0000
Antwort löschenDu würdest natürlich nicht zu schlagen, sündenloser Rufmord rufender möchtegern Engel.
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RammManiac Thu, 04 Aug 2011 12:41:51 -0000
Antwort löschen"Terminator"- Finale, jetzt wo du es sagst! :D
Philipp Ebert Mon, 04 Feb 2013 23:04:36 -0000
Antwort löschenDas Fallen in Zeitlupe ist den christlichen Zuschauern geschuldet die jedem Fall eine besondere Bedeutung zuschreiben.
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWenn man sieht, wie beglückt und euphorisiert manche Zuschauer amerikanische Kinos verlassen, beschleicht einen das Gefühl, sie würden auch fast alles tun für ihren Retter, der gerade zwei Stunden lang, von Peitschen und Nägeln gequält, für sie gestorben ist. "Die Passion Christi" ist ein Ruf zur Fahne, ein Flammenzeichen, eine Warnung an Juden und Moslems und Abtreiber und Gen-Manipulateure und überhaupt alle, die sich getroffen fühlen könnten.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Quills Sun, 13 Jun 2010 23:40:57 -0000
Antwort löschen""Die Passion Christi" ist ein Ruf zur Fahne, ein Flammenzeichen, eine Warnung an Juden und Moslems und Abtreiber und Gen-Manipulateure und überhaupt alle, die sich getroffen fühlen könnten."
Woran machst du das bitte fest? Welche Stellen im Film belegen diese dummdreisten Worte? Unfassbar....
Ich bin ganz sicher kein Kind von Traurigkeit und ebenso wenig Mitglied in irgendeiner Kirche. Und ich kann Mel Gibson nicht ausstehen.
Und trotzdem liebe ich diesen Film. Denn wenn er irgendwen "ermahnt", dann jene, die unter falscher Flagge Kriege führen. Jesus sagt in Gibsons Film nämlich nicht:"Führt Kriege gegen eure Feinde." Er sagt:"Liebt eure Feinde, denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welche Belohnung solltet ihr dann erhalten?"
Geht es noch eindeutiger?
Ebenso nervig ist dieser leidige Antisemitismus-Vorwurf.
Mel Gibsons Film steht in einer langen Tradition der mittelalterlichen Passionsspiele. Ebenso zitiert er immer wieder große Werke der Kunst (Ecce homo). Wirft man ihm nun (als politisch korrekter Gutmensch) Antisemitismus vor, müsste man dies konsequenterweise auch den großen Künstlern des Mittelalters vorwerfen (Hans Holbein etc.). Vielleicht sind gewisse Darstellungen nicht gerade schmeichelhaft für die Juden der damaligen Zeit. Aber was bitte hat das mit dem heutigen Judentum zu tun?
Außerdem wird im Film oft genug erwähnt, dass Jesus selbst Jude war. Und dass er für seine Peiniger betet, für ihre Seelenrettung betet! Die Botschaft sollte wohl klar sein: Liebe deinen Feind.
Und wer etwas anderes behauptet, hat den Film wohl nicht gesehen.
SamHook Mon, 04 Apr 2011 11:06:53 -0000
Antwort löschenEin i like für den Kommentar über mir :)
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lockodox Fri, 06 May 2011 01:39:43 -0000
Antwort löschenvon mir auch
nilswachter Mon, 27 Feb 2012 16:26:26 -0000
Antwort löschen"Liebt eure Feinde, denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welche Belohnung solltet ihr dann erhalten?" Ja, und diese Maxime wird ja so oft verfolgt.
MartinSchwarz: zitty MartinSchwarz: zitty
Kommentar löschenReaktionär, sadistisch, gefährlich.
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patcharisma Sun, 02 May 2010 01:05:02 -0000
Antwort löschenBlödsinn!
Ziad Wed, 29 Dec 2010 17:22:03 -0000
Antwort löschenHab den Film nicht gesehen, aber ich finds lustig das du meinst der Film wäre gefährlich. Hahahahaha.
NWO@Movie Fri, 30 Dec 2011 05:20:20 -0000
Antwort löschenWarum gefährlich?
SalocinRocknRolla Tue, 07 Aug 2012 02:56:59 -0000
Antwort löschenweil er Antisemitismus und Religionsfanatismus fördert.
NWO@Movie Fri, 10 Aug 2012 11:06:34 -0000
Antwort löschenPrust. Was? Die Juden lassen einen Juden kreuzigen. Und die Römer sind ihre Handlanger. Und zu Religionsfanatismus: Besser als Wichswettbewerbe und Sprengung im Namen Allahs. Achja richtig - das ist es ja gerade. Sprenungung im Namen Allahs = Religion. Oder die größte Vera***** der Welt.
Philipp Ebert Mon, 04 Feb 2013 23:03:02 -0000
Antwort löschenAn welcher Stelle genau ist dieser Film antisemitischer als das NT?
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NWO@Movie Tue, 05 Feb 2013 10:19:39 -0000
Antwort löschenNa wenn die Juden den Messias kreuzigen ist es ein "berechtigter" Grund sie bis zum Ende ihrer Existenz verfolgen zu lassen. Sie sind eben an allem Schuld. An der Weltwirtschaftskrise und dass mein Teddybär in der Toilettenspüle stecken geblieben ist. Wenn du mal keine Gehaltserhöhung bekommst waren es wieder die Juden. Und warum? Sie haben the King of the Universe geschlachtet den Mann der das Reich errichten wollte damit wir nicht mehr so leiden!
Nur mal so: Antisemitismus ist Blödsinn und dass Jesus hier ein Reich aufbauen wollte ist auch Blödsinn. Jesus musste sterben. Um uns das ewige Leben zu geben. Und das neue Jerusalem wird in 1000 Jahren vom Himmel herabfliegen. Davor werden wir natürlich von Jesus und seinen Engeln entrückt. (Nicht von Matreya und seinen UFOs)
Er sagt ja: mein Reich ist nicht von dieser Welt. Joh 18, 36
Philipp Ebert Mon, 11 Feb 2013 16:58:30 -0000
Antwort löschenAlles was du da schreibst ist Blödsinn. Der Film ist an keiner Stelle antisemitischer als das neue Testament, und wenn jemand kritisiert wird dann die Hohepriester und das Verhalten eines aufgepeitschten Mobs...Lies nochmal ´nach...
Kommentare (138) — Film: Die Passion Christi
dz_mic Sun, 12 May 2013 09:37:17 -0000
Kommentar löschenIch glaube, daß es vielen schwer fällt diesen Film unvoreingenommen zu bewerten. Man merkt bei einigen Kommentaren, daß manche Atheisten schon Schaum vorm hatten als sie ihn geschrieben haben. Andrerseits hat dieser Film meiner Ansicht nach keine 10er Bewertung verdient; außer wenn man halt so von den Film so berührt wurde, daß man nicht anders kann (Ich bin mir ziemlich sicher das die 10er Bewertungen von gläubigen Christen kommen). Ich glaube, daß es schwierig ist das Leben von Jesus auf seine letzten 12 Stunden zu reduzieren, da im Film nur ein Teil seiner Botschaft rüber gekommen ist. Auch zu der rohen Gewalt im Film bin ich zwiespältiger Meinung, da sie einerseits einen Mitfühlen und bis ins Mark erschütern lässt, andrerseits nimmt die Gewalt teilweise überhand , sodas sich mancher Kinogänger sich einfach drauf aufgeilt und alles andere ins hintertreffen gelangen soll. Denn Antisemitismus Vorwurf verstehe ich allerdings nicht; da sie (angeblich) konservativen evangelikalen Christen dient. Was sollen konservative evangelikale Christen mit Antisemitismus anfangen (sie sind doch die größten Unterstützer Israels in den USA) ? Außerdem finde ich, daß Römer auch nicht grad positiv dargestellt wurden(außer Pontius Pilatus derwurde recht harmlos dargestellt) .
Es fällt mir schwer diesen Film zu bewerten, da er mich sehr gerührt hat...
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dz_mic Sun, 12 May 2013 09:40:24 -0000
Antwort löschen*4 Zeile: Schaum vorm "Mund"
Nebelung Sat, 06 Apr 2013 00:24:25 -0000
Kommentar löschenEin Film von einem Christ für Christen. Was draufsteht, ist auch drin. Diese beiden Sätze erklären, weshalb der Streifen so umstritten ist.
Mir egal. Ein Film, so seelentief, als würde man einen Rosenkranz über die Geheimnisse Seines Leidens beten. Ersetzt das natürlich nicht, ergänzt aber den Karfreitag bei mir jährlich durch eine radikale visuelle Veranschaulichung des Weltgerichtes bei Golgatha.
Selbstverständlich prallt der Film mit voller Wucht auf einen säkularen Westen, der längst seine metaphysischen Wurzeln vergessen hat und wenn, dann im Patchwork oder Buddhismus-Light seine Bedürfnisse dahingehend befriedigt. Gibson wusste, dass der Film eine Provokation sein würde. Ihm war es ja auch egal, er wollte den Film machen. Fertig. Und was ist der Film?
Ein Film wie die Welt. Krieg. Krieg. Krieg. Und der Gott? - mensch?...
mittendrin voller Zuversicht und Hoffnung, fest im Glauben gegen den Versucher, dann voller nackter Todesangst und schmerzhaften Gewinsel. Der Mensch, wie er wirklich ist. Als Opfer und als Täter. Spott und Häme. Der Schwächere erfährt die Macht des Stärkeren. Am Ende ein zusammengekrampftes vor Schmerz zuckendes Etwas, heiser vom Kreischen. Gott ist nicht da. Es gibt nur die zerreißende Qual, so schlimm, wie rostige Nägel, die sich durch die Handwurzelknochen wühlen. Nackt zur Schau gestellt. Bespuckt und Geschlagen. Tausendmal geschehen, tausendmal an tausend Orten in tausend Zeiten. Und dann: Tod. Der Scheiß-Verbrecher, der Gotteslästerer, der Hetzer ist endlich weg, hält seine Fresse! Schweigt für immer!
Er ist gestorben, ist nicht vor den Menschen geflohen. Nicht weggegangen. Hat nicht sein Leben gelebt. Nein, er hat geglaubt. Er hat am Ende gebetet. Er hat Sie alle besiegt.
Hoffnung.
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Andy Dufresne Sat, 06 Apr 2013 03:42:30 -0000
Antwort löschenStarker Text! Mag den Film nicht, aber dein Text ist stark!
Nebelung Sat, 06 Apr 2013 11:30:24 -0000
Antwort löschenEmpfand ich als angemessen. Die Passion Christi ist alles, aber kein normaler Film...
ShayaNova Sat, 06 Apr 2013 15:38:15 -0000
Antwort löschennebelung, bist du christ?
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Nebelung Sat, 06 Apr 2013 18:10:55 -0000
Antwort löschenIch denke, es gibt genügend Hinweise in meiner Kritik, die darauf hindeuten, dass ich getauft bin, ja.
ShayaNova Sat, 06 Apr 2013 19:56:14 -0000
Antwort löschendas erklärt einiges, wenn nicht alles :)
Dezibelchen Mon, 01 Apr 2013 15:36:55 -0000
Kommentar löschenIch empfehle: Southpark S08E03 "The passion of the jew"
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hablo92 Sun, 31 Mar 2013 14:53:50 -0000
Kommentar löschenFür mich ist der Film ein Meisterwerk. Er zeigt ungeschönt, wie es damals abgelaufen ist. Nur so kann man verstehen, durch was für ein Leiden Jesus gegangen ist. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Am faszinierendsten finde ich aber, dass der Film in den damaligen Sprachen mit Untertitel gezeigt wird.
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Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 19:27:12 -0000
Antwort löschenWord.
beast667 Sun, 31 Mar 2013 09:31:34 -0000
Kommentar löschenDer Film ist so trist wie das Wetter grade........... Was erlauben Mel? Ich dachte immer die Kopf ab Szene bei Braveheart war nur gestellt, anscheinend war sie real, anders kann ich mir diesen kopflosen völlig Schwachsinn nicht erklären.....
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JackoXL Sat, 30 Mar 2013 22:39:02 -0000
Kommentar löschenJesus hat für uns gelitten, müssen wir deshalb jetzt wegen ihm leiden?
Mel Gibsons "Die Passion Christi" oder "Was soll das überhaupt"?
Das sich der lange Zeit so sympathisch verkaufende Ausi mit diesem fanatisch-übelen Unsinn in ein schlechtes Licht gerückt und wenig später durch antisemitische Pöbelein fast seine Karriere zerstört hat, ist nicht mal das Schlimmste an diesem grässlich-verblendeten Werk. Die formal ansprechende Ästhetik der Bilder rettet rein gar nichts, sondern macht den Schund nur noch ungeniessbarer.
Die allseits bekannte Geschichte vom Verrat an Jesus Christus und dem folgendem Martyrium bis zu seinem Tod am Kreuz erzählen zu wollen klingt vielleicht gar nicht so schlecht, nur dann muss auch wirklich etwas erzählt werden. Tatsächlich schildert Gibson lediglich die groben "Fakten" (was mit Vorsicht so genannt werden sollte. Ohne jemanden zu nahe tretten zu wollen, wie viel Wahrheitsgehalt in einer über 2000 Jahre alten Geschichte steckt, in der vieles wohl nur aus dramatischen Gründen so überliefert wurde, sollte nicht als unantastbare Tatsache angesehen werden), und geiert hauptsächlich durch eine unerträgliche Folterorgie. Selbst wenn es sich genau so zugetragen haben sollte, muss es denn in dieser Ausführlichkeit gezeigt werden? Grauen und Qualen lassen sich auch subtiler vermitteln. Ich habe gar kein Problem mit Filmgewalt und einige deftige Szenen sind dann auch angemessen, aber in dieser voyeuristischen Art ist es ekelhaft. Die Auspeitschszene hat für die Geschichte so gar keinen Wert, unendlich oft wird dort eingedroschen, Gibson zelebriert es in der bereits angesprochenen "Ästhetik", die schlicht zum kotzen ist.
Das wirklich verheerende an diesem Film ist das, was er vermittelt. Überwiegend hässliche, sardistische Juden sorgen für den qualvollen Tod des Sohn Gottes. Hätte Gibson nicht später noch seine (zugegeben, wohl im betrunkenen Zustand getätigt, aber es ist ja bekannt, was von Betrunkenen und Kindern gesagt wird) furchtbaren Äußerungen von sich gegeben, hätte das wohl als unbedachter Fauxpas durchgehen können, so schon mehr als bedenklich. Der Streifen gießt Öl in eine uraltes Feuer und ist Wasser auf die Mühlen sämtlicher fanatischer Extremisten.
Fürchterlicher Film, inhaltlich wie von seinem Subtext.
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Hendrik Sat, 30 Mar 2013 23:51:18 -0000
Antwort löschenNoch nie gesehen und werde es freiwillig auch niemals tun, eben weil ich mir ziemlich sicher bin, dass meine Meinung samt Bewertung deiner sehr nahe kommen würde!
Hfonda15 Sun, 31 Mar 2013 00:09:56 -0000
Antwort löschenNach der Kritik stellt sich mir, wie nach jeder noch so kleinen Info zu diesem Machwerk, erneut die Frage : Soll ich mir das wirklich irgendwann antun?
Ich glaube irgendwann werde ich den einfach mal gucken, wenn es auch nur ist um mitreden zu können und damit ich das erste Mal einen schlechten Film von/mit Mel Gibson sehe! (Auch wenn den alle fertig machen Produktionen mit ihm haben mir bisher immer äußerst gut gefallen!)
patcharisma Sun, 31 Mar 2013 00:25:47 -0000
Antwort löschenIch finde diesen Film einfach ein überdrehter, unfreiwilliger Spass! All dieser Schmäh machen doch Leute, die sich selbst viel zu ernst nehmen...
onyxxx11 Sun, 31 Mar 2013 07:14:35 -0000
Antwort löschenIn diesem Sinne, Frohe Ostern lieber Jacko!
Murphante Sun, 31 Mar 2013 08:33:18 -0000
Antwort löschenHab auch bisher nur gehört das der echt heftig brutal dargestellte Bilder zeigen soll ... und eine richtige Aussage von Dir ... müssen wir uns das dann auch so vorstellen, selbst wenn es so abgelaufen ist ... ich denke unter den Gläubigen möchten die ganz bestimmt nicht diese Härte sehen ... das ist wie mit nem Schnitzelfreund ... der kann meterweise sich das insich reinfressen ... aber selbst mal das Hackebeil schwingen und die Sau zu schlachten ... fehlt der Mum, mir fehlt zwar nicht der Mum ... um den Film hier sich mal anzuschauen ... aber das kann noch dauern ... dieser Streifen hört sich von der Gewalt auch ein bisschen an wie "Apocalypto" ... Frohe Ostern und so ;-)
Hartigan85 Sun, 31 Mar 2013 15:39:33 -0000
Antwort löschenMeisterwerk ;) Frohe Ostern!
JackoXL Sun, 31 Mar 2013 17:04:52 -0000
Antwort löschen@Harti: Müll ;) Frohe Ostern!
JackoXL Sun, 31 Mar 2013 17:14:22 -0000
Antwort löschenAch, und dir liebe onyxxx natürlich auch. :)
Hartigan85 Sun, 31 Mar 2013 17:30:51 -0000
Antwort löschenNee, wollte nur sticheln :) Hab den Film schon ewig nicht mehr gesehen. Damals als er rauskam, zuletzt. Hab ihn aber noch als ziemlich gut in Erinnerung. Und Mel Gibson kann sowieso nix schlechtes machen :-D
JackoXL Sun, 31 Mar 2013 18:09:34 -0000
Antwort löschenÄhm, ja...belassen wir es dabei. :D
SamRamJam Sun, 31 Mar 2013 22:06:50 -0000
Antwort löschenIch wünsche dir auch einfach mal frohe Ostern :D Aber über Religion sollten wir uns wohl nie unterhalten, denn mein Gott Godzilla ist ein sehr jähzorniger Gott!
JackoXL Sun, 31 Mar 2013 22:09:18 -0000
Antwort löschenZumindest ein geradliniger Gott mit klarer Message.
SamRamJam Sun, 31 Mar 2013 22:14:22 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall scheint Gott etwas gegen Tokyo und anderen japanischen Großstädte zu haben :)
JackoXL Sun, 31 Mar 2013 22:17:13 -0000
Antwort löschenMel Gibson scheint was gegen Israel zu haben, jedem das Seine. ;)
SamRamJam Sun, 31 Mar 2013 22:20:37 -0000
Antwort löschenSo wird aus Mad Max der Mad Mel... it's not very well... was bin ich heute lustig *hihi
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JackoXL Sun, 31 Mar 2013 22:24:00 -0000
Antwort löschenHumor ist, wenn man trotzdem lacht. Eigentlich auch meine Einstellung, aber dieser fanatischer Scheiß ist echt nicht lustig. Mad Mel ist aber lustig. :)
SamRamJam Sun, 31 Mar 2013 22:26:14 -0000
Antwort löschenweiß ich nicht, ich habe den Film nie gesehen und habe auch kein Verlangen danach, aber Mad Mel finde ich auch lustig
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 09:59:03 -0000
Kommentar löschenHätte Mel Gibson dem Zuschauer gezeigt, wie ein Jäger seine Beute häutet und ausweidet, wäre dies keine geringere Übermittlung religiöser Werte gewesen als "Die Passion Christi" es letztendlich ist.
Es ist nichts als unnötig, über mehr als zwei Stunden das zu zeigen, was sich frühere Jesus-Filme immer verkniffen hatten.
Natürlich bietet der Film äußerst imposante Bilder und für Fanatiker von Gewaltszenen ist dies bestimmt kein Fehlgriff, jedoch scheint sich Gibson nie wirklich mit der Bibel auseinandergesetzt zu haben. Dem Film ist dies zumindest nicht zu entnehmen, da er eine einzige pseudo-religiöse Actionsequenz ohne jeglichen Tiefgang und Sinn darstellt.
Mittels Rückblenden auf andere Ereignisse im Leben Jesu (Abendmal, Bergpredigt, etc.) versucht Gibson hier eine Komplexität aufzuweisen, was ihm meiner Meinung nach aber nicht gelingt. Rückblenden, die dem Film eine Botschaft geben, eine Lehre, hätten ihm auch einen besseren Zweck gegeben.
Mal davon abgesehen, dass dem Film auch Vorwürfe des Antisemitismus gemacht werden, was mir persönlich nicht in's Auge stach, kann ich mich über "Die Passion Christi" - bis auf bereits erwähnte imposante Bilder - nicht positiv äußern.
Man erfährt nicht wirklich mehr als sonst, man nimmt nichts mit, man (ich) fragt sich bloß: "Wieso?"
Schließlich hat man weder einen sehr guten Film vor sich, noch eine geeignete Tür zu seinem Glauben, zu Gott.
Womöglich war Mel Gibson einfach nicht die richtige Wahl, solch einen Film auf die Leinwand zu bringen. Vielleicht hätte es jemand tun sollen, der an seinem Glauben zweifelt, oder sich evtl. erneut von ihm überzeugen will.
Gibson hat nämlich nichts als hysterische Feststellungen vorzuweisen, was dem Resultat leider großen Abbruch machte.
Ich halte es schlicht und einfach für absolut nicht notwendig, dem Zuschauer im Detail vor Augen zu führen, auf welche Art und Weise der Sohn Gottes gepeinigt wurde, wie viel Blut über seinen Körper strömte, wie groß die Löcher in seinen Händen und Füßen waren.
Ich brauche keinen facettenlosen Film, um mir den Leidensweg Jesu nahezubringen.
Ich weiß, was er vor zweitausend Jahren für uns getan hat und ich wusste es schon immer.
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sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 10:18:33 -0000
Antwort löschenDein Blickwinkel bezüglich der Bibel und Jesus ist zwar interessant, entspricht aber nun mal nicht meiner Meinung. Das ist halt Religion.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 11:31:22 -0000
Antwort löschenAußerdem: "[...] insofern hat Gibson sich stilistisch sehr nah an der Bibel orientiert..." - Genau das habe ich ja auch bemängelt. Wie auch in diversen Biopics wird hier quasi das Wikipedia -bzw. Bibelwissen dargestellt, ohne eigene Intentionen bezüglich Glauben und Religion im Allgemeinen hineinzubringen, was mich ja auch dazu veranlasst hat, zu behaupten, er habe sich nicht genug mit der Bibel auseinandergesetzt.
(Welches das besagte "Bibelwissen" ist - Menschenverachtung und Widersprüchlichkeit, oder eben etwas Anderes - ist hier kontrovers.)
alex023 Sat, 30 Mar 2013 11:47:45 -0000
Antwort löschenJa, Blutonos hat zu 100 % recht. Ich kenne den Film hier zwar nicht, aber deinem Kommentar nach zu urteilen wurde der Inhalt der Bibel wohl sehr effizient wiedergegeben. Was gibt's da zu meckern?
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:00:39 -0000
Antwort löschenSteht im Kommentar.
Ich mag keine Bibelfilme, in denen die Werte der Bibel nicht auch übermittelt werden.
Denn es wäre lächerlich, sein religiöses Empfinden in diesem Film wiederzufinden.
Gibson ist so viel ich weiß gläubig, doch gerade ein solch fanatischer, strikter Glaube ist eine falsche Herangehensweise für einen spirituellen Film. Deshalb fordere ich persönlich keine detailgetreue Umsetzung der Bibel (da solch eine für jeden anders sein kann), bzw. ist eine solche für mich nicht der Kernpunkt, um einen guten Bibelfilm auf die Beine zu stellen. (Außerdem findet man eh immer Fehler. Um ein Beispiel zu nennen: Die Nägel wurden ihm nicht mitten durch die Hände, sondern zwischen Elle und Speiche hindurch geschlagen, so viel ich weiß. Der Fehler wird fast überall begangen.)
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:00:50 -0000
Antwort löschenNaja, ich finde der latente Antisemitismus und anderes reaktionäres Gedankengut ist es, was den Film zu einem Machwerk macht. Dass Gibson die Kreuzigung Jesus' so hart zeigt, finde ich weitaus weniger schlimm, wenn nicht sogar angemessen, war ja schließlich die grausamste Weise um zu sterben.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:05:55 -0000
Antwort löschenAber der Antisemitismus ist auch kontrovers, weshalb ich auch ihn nicht zum Kernpunkt dieses Films machen würde.
Klar, es wurde auf jeden Fall gut dargestellt, zu welch Grausamkeiten die Menschen fähig sind und so weiter... Jedoch finde ich es wie gesagt unnötig, etwas wertvolles "im Blut zu ersäufen" (diese Wortwahl habe ich irgendwo aufgegriffen und fand sie passend).
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:08:26 -0000
Antwort löschenIch finde die Gewaltdarstellung auch nicht "geil" oder sonst was, aber gemischt mit diesem Unterton ala "wer nicht mit Jesus ist, der ist sein Feind" ergibt sich daraus ein Machwerk wie das da. Da gibt es etliche Bibelfilme, die das intelligenter machen als das da.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:16:42 -0000
Antwort löschenDa gibt es in der Tat etliche Bibelfilme, die das intelligenter machen als das da. Bzw. die diese christliche Thematik einfach besser umsetzen.
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:17:39 -0000
Antwort löschen... oder einfach darauf verzichten und Jesus als Sozialisten darstellen.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:21:04 -0000
Antwort löschenDas bezieht sich wiederum auf die vielen verschiedenen "Anschauungsweisen" Jesu, was niemand ändern kann. Jeder praktiziert seinen Glauben nun mal anders. Weshalb sonst sind solche Werke wie dieses so umstritten? ;)
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:22:21 -0000
Antwort löschenDer Film, den ich meine wurde auch von nem homosexuellen Atheisten und Kommunisten gedreht.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:24:44 -0000
Antwort löschenInteressant.
Atheisten werden auch mit Sicherheit nicht nachvollziehen können, was ich hauptsächlich an "Die Passion Christi" zu bemängeln habe.
Um es mal zu testen: Kannst du es? ;)
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:27:12 -0000
Antwort löschenJa, kann ich, da ich lesen kann. Du kritisierst, dass sich Gibson nur an den Gewaltszenen ergözt, anstatt die Botschaft der Passions- und Auferstehungsgeschichte wiederzugeben. Und das ist deshalb für dich wohl schlecht, da es ohne Auferstehungsgeschichte kein Christentum gäbe.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 12:29:31 -0000
Antwort löschenNachvollziehen ist zwar nicht gleich verstehen, aber ok, sehr gut, nerdy. ;)
Ohne Wiederkehr Sat, 30 Mar 2013 12:53:10 -0000
Antwort löschenPasolini war aber doch garkein Atheist, oder ? Erkonnte nur nichts mit der katholischen Kirche anfangen, verständlicherweise.
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:54:00 -0000
Antwort löschenDoch, er war Atheist. Bediente sich aber christlichen Motiven.
Ohne Wiederkehr Sat, 30 Mar 2013 12:57:28 -0000
Antwort löschenIch meine ich habe irgednwo mal gelesen, dass er gläubig war, aber aus der Kirche ausgetreten ist, weil er mit dieser Art des Glaubens nicht einveerstanden war und lieber seine eigene Art des Glaubens ausleben wollte.
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 12:59:24 -0000
Antwort löschenKann ich jetzt nicht beurteilen, kann aber auch sein bzw. ist klar, dass er ausgetreten ist. Fakt ist, dass er mit dem klassischen Glauben nicht viel am Hut hatte, was schon in die Richtung Atheismus geht.
alex023 Sat, 30 Mar 2013 13:47:52 -0000
Antwort löschen@nerd: Sorry, aber das macht doch überhaupt keinen Sinn. Atheismus bedeutet doch, dass man die Existenz eines Gottes leugnet, wenn der Typ nun also bloß nicht mit der Kirche und deren Auslegung des Glaubens einverstanden war, dann hat das doch nichts mit Atheismus zu tun. Jedenfalls demnach, wie ich deine Aussage verstanden habe.
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 14:13:08 -0000
Antwort löschenQuatsch. Atheismus schließt die Existenz Gottes aus, ja. Aber es schließt nicht aus, dass man nach christlichen Werten lebt.
nerdkiller Sat, 30 Mar 2013 14:13:38 -0000
Antwort löschenDas was du meinst wäre eher Satanismus, dass der Mensch Gott ist und alles machen darf.
sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 14:45:27 -0000
Antwort löschenAlso ich kann nicht viel über Pasolini sagen, habe seinen Namen aber hin und wieder im Bezug auf den Atheismus gelesen.
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Schlegel Sat, 30 Mar 2013 23:53:15 -0000
Antwort löschenSchöner Kommi. Die Bibel 1:1 abzufilmen ist schon arm und ignoriert vollkommen die tiefere Bedeutung dieser bildhaften Sprache. Ob man gläubig ist oder nicht, spielt da noch nicht mal eine Rolle. Die besten Bibelverfilmungen sind für mich die von Pasolini und Scorsese.
sebastian.boehler Sun, 31 Mar 2013 00:40:16 -0000
Antwort löschenDanke. Ich glaube sogar, dass ich keine der beiden gesehen habe. Aber da du mir bezüglich dieses Films zustimmst, sollte ich mir die von dir genannten wohl mal ansehen. ;)
aiK Sat, 30 Mar 2013 01:20:36 -0000
Kommentar löschenDas Einzige, was mich noch mehr ärgert als der Film ist, dass er hier als "Historienfilm" eingeordnet wird...
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styx.canomo Sun, 17 Mar 2013 19:17:18 -0000
Kommentar löschenich bin jetzt spirituell hoch erleuchtet und fühle mich umso mehr darin bestätigt, ein atheist zu sein.
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Jek-Hyde Sun, 17 Mar 2013 19:39:54 -0000
Antwort löschenSo beautiful & so real...
DonChris Sun, 17 Mar 2013 20:04:43 -0000
Antwort löschenWie wahr ...
Brentano Fri, 22 Mar 2013 13:32:55 -0000
Antwort löschenjaa sicher, Mel Gibson war nur in wenigen Rollen oder als outcast in Australien richtig überzeugend, "Mad Max", etc.
Brentano Fri, 22 Mar 2013 17:23:32 -0000
Antwort löschenauf jeden Fall, ha ha ha, das ist der "Burner" - *smile"
TheBruceWayne Mon, 25 Mar 2013 13:42:04 -0000
Antwort löschendie wertung stimmt, aber inwiefern fühlst du dich bestätigt atheist zu sein ?Bin selber nicht religiös. Aber es interessiert mich warum du dich bestätigst fühlst...
Brentano Mon, 25 Mar 2013 14:55:33 -0000
Antwort löschen@ Brucie
Ja sicher ein gute Frage, mal sehen was kommt, darauf,..?
TheBruceWayne Mon, 25 Mar 2013 21:19:30 -0000
Antwort löschen@Brentano Danke Brentano.
styx.canomo Wed, 08 May 2013 18:54:57 -0000
Antwort löschenwenn es einen gott gäbe, hätte er das diese cineastische entweihung seines erstgeborenen verhindert
Jek-Hyde Thu, 09 May 2013 13:12:25 -0000
Antwort löschenEs gibt doch einen Gott, den großen Cthulu der unaussprechliche Schrecken und eine Tausendjahre währende FINSTERNIS über uns bringen wird, wenn er seinen sakralen, schuppigen Leib aus den fischigen Tiefen des Ozeans erheben wird aus der zyklopischen Stadt R'lyeh! AAAAAAAAAAAAAAAAH!
...
Oh, Entschuldigung, mein Handy klingelt...oh Cthulhu call me :D
Brentano Thu, 09 May 2013 14:42:57 -0000
Antwort löschen@ Hyde:
na klar doch,.. lese auch immer wieder gerne im Necronomicon, .des Abdul Alhazred
TheBruceWayne Thu, 09 May 2013 15:13:24 -0000
Antwort löschenEs gibt also noch Lovecraft Leser.Dachte ich wäre der Einzige her....
Brentano Thu, 09 May 2013 17:04:00 -0000
Antwort löschenLeser? Abdul ist ein guter Freund, .. Den ich bisweilen in seiner Gruft besuche, ..
TheBruceWayne Thu, 09 May 2013 18:32:32 -0000
Antwort löschenBrentano wohnt also in der Stadt ohne Namen bzw. hat ihr einen Besuch abgestattet.Das erklärt einiges....
Brentano Thu, 09 May 2013 19:05:29 -0000
Antwort löschenso könnte mensch das^sehen ,....
styx.canomo Fri, 10 May 2013 21:52:03 -0000
Antwort löschenund was ist, wenn ich kein mensch bin, sondern eine dreiköpfige nymphomanische lesbe aus dem andromeda-nebel?
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Brentano Fri, 10 May 2013 22:17:36 -0000
Antwort löschendas wäre natürlich ein Volltreffer, ...
Jek-Hyde Sat, 11 May 2013 13:42:05 -0000
Antwort löschen@ styx.canomo: Ich glaube dann haben wir uns vor zwei Wochen auf dem Mond Titan getroffen, man war das ne Party. Warum hast du nicht gesagt, dass du's bist? ^ ^ War ne tolle Show die du da abgezogen hast, ich habe noch die ganze Woche darüber gesprochen. Machst du mich mit der grünen Asiatin bekannt? Ihr schient sehr vertraut zu sein?
Mac_C_Tiro Fri, 22 Feb 2013 22:23:33 -0000
Kommentar löschenSadistisch angehauchtes, langweiliges Werbevideo für konservative Rechte und christliche Religionsfanatiker der USA. Ein angenommener Mythos wird medienwirksam durch einen Fundamentalisten ausgeschlachtet und möglichst blutig serviert.. Drum fresse wers mag, ich trete lieber in Hungerstreik!
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Hyperion00731 Sun, 10 Feb 2013 12:43:36 -0000
Kommentar löschenEin opulenter klasse Film mit Stil, der drastisch und ohne Hemmungen das enthüllt was andere Kreuzigungsfilme über Jesus nur oberflächlich anschneiden.
Cast: 9/10
Story: 10/10
Bild: 9,5/10
Ton: 9/10
Uhwert: 10/10
47,5/50
95/100
=9,5/10
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Philipp Ebert Mon, 04 Feb 2013 23:02:17 -0000
Kommentar löschenIch hab ihn mir gerade eben nochmal durch Zufall ein weiteres mal angeguckt und war am Ende tatsächlich den Tränen nahe...und das als Agnostiker...das war der Inszenierung geschuldet schätze ich.
Was soll man zu diesem Film sagen? Im Grunde genommen kann man nur sagen, dass ihn heuchelnde Christen, Gewaltskeptiker und Leute die hinter jedem Busch Antisemitismus vermuten hassen werden. Menschen aber die ernsthaft an das was Sonntags so gepredigt wird und in ihrem kath. Glaubensbekenntnis steht glauben können diesen Film eigentlich nicht einfach so als Schund oder gar Blasphemie abtun.
Gibson (man mag von diesem Mann und seinen Ansichten halten was man will) gab sich größte Mühe das geschehen aus NT Sicht so authentisch wie möglich zu inszenieren das fängt bei den Sprachen an, er ist damit genausowenig einen faulen Kompromiss eingegangen wie bei der expliziten Gewaltdarstellung die nur das zeigt was im NT steht.
Es abzuschwächen und vor allem während der Geißelung unnötige Subplots zu eröffnen wäre der Geschichte nicht würdig gewesen.
Zudem finde ich den Vorwurf des Antisemitismus völlig hysterisch und ungerechtfertigt (wieder unabhängig von dem was Gibson so verlauten ließ) Pilatus hätte handeln können tat es aber nicht, die Hohepriester stachelten die Menge an welche als tosender Mob unter Beweis stellte, dass hier keine Juden jubelten und Jesus Tod forderten, sondern blinde, dumme Massen.
Dieser Film hat mich zwar nicht zu Glauben an die mir angetaufte Konfession gebracht, er ließ mich aber vor allem am Ende und während den Flashbacks erahnen warum Menschen aus Glaube der christlichen Lehre folgen.
Alles in allem ein unglaublich mutiger und guter Film der in seiner intensiven drastik um einiges brutaler ist als der ganze Splatter und Goretrash an dem er (Tatsache) von Leuten in meiner Umgebung manchmal gemessen wird.
Ein Meisterwerk, trotz alledem.
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nerdkiller Mon, 04 Feb 2013 23:56:06 -0000
Antwort löschenOkay
Philipp Ebert Tue, 05 Feb 2013 00:19:26 -0000
Antwort löschenIrritiert? Wäre ich von mir selbst vor ein paar Jahren auch noch gewesen^^
Ich wurde eben mehr oder weniger katholisch großgezogen und hab aus Interesse große Teile der Bibel gelesen, natürlich hat jeder der Reli Unterricht hatte diese Geschichte schon mehr als einmal gehört.
Der Film wäre eben sinnlos wenn man die Gewalt nicht genau so gezeigt hätte, in Martyrs hatte irgendwie niemand ein Problem damit obwohl die Gewalt dort der aus diesem Film sehr ähnlich ist. Man soll sie nicht genießen und sie ist auch nicht als Torture Porn inszeniert.
Wie ich schon in meiner Kritik zu die 120 Tage von Sodom schrieb ist diese Art der Gewaltdarstellung meiner Meinung nach die einzig legitime und ja sogar moralisch vertretbare. Weil sie dem Zuschauer weh tun soll und er soll dabei nicht halb angeekelt und positiv geschockt "Hohohoho" lachen können.
Warum man diesen Film nun drehen musste? KA warum musste man die 120 Tage von Sodom, Men behind the Sun oder Martyrs drehen?
Aus Sicht von Christen bzw. allgemein Abrahamiten und Interessierten spricht da meiner Meinung nach nichts dagegen.
Jek-Hyde Fri, 08 Mar 2013 22:31:35 -0000
Antwort löschenDa liegt ja der Hund begraben, die drei von dir angesprochenen Filme hätte man eben lieber nicht drehen solle...zumindest wäre die Welt ohne sie nicht gerade ärmer.
Philipp Ebert Sun, 24 Mar 2013 12:15:35 -0000
Antwort löschenOb die Welt nun konkret besser dran wäre sei mal daingestellt egal aus welcher Perspektive.
Meiner Meinung nach sind SOLCHE Filme dringend notwendig, bieten sie doch durch ihre Gewaltdarstellung und der Darstellung von Auswirkungen dieser Gewalt einen schönen Gegenentwurf zu belanglosen Splatterorgien alla Hostel, Saw, Hatchet und was es sonst noch so gibt.
Jek-Hyde Sun, 24 Mar 2013 13:24:43 -0000
Antwort löschenDa gibt es aber noch mehr, die das etwas geschickter Machen, glaube ich zumindest. Und du meinst das die Filmwelt Salo und Man behind the Sun wirklich braucht? Weil gerade Salo ist in gewisser Hinsicht doch eine auf schock getrimmte Perversion von ober Sardist Sade und den Politischen Hintergrund hatte Sade ja nicht mal interessiert, oder? Ich meine, soweit ich weiß hat Sade ja nicht nur Spaß mit Leuten gehabt, die seine Auffassung von Spaß teilen, sondern wie ich gehört habe auch Angestellte dazu gezwungen Teilzunehmen, die schlecht kündigen Konnte, weil sie ja sonst verhungert wären. Ich bin immer dafür zur Not einen Striche zwischen Künstler und Werk zu ziehen, aber wenn das Werk der gleichen Auffassung wie der Künstler ist ( also Teil seiner Seele und seines Willens) dann ist dass doch schwierig da einen Strich zu ziehen.
Philipp Ebert Thu, 28 Mar 2013 03:47:39 -0000
Antwort löschenDonatien Alphonse François de Sade ist 1814 gestorben also wusste er nichts vom Faschismus des 20. Jahrhunderts. Eingebettet in dieses Szenario macht sein Werk auf jeden Fall Sinn, ich finde aber auch, dass es im Originalkontext Sinn macht.
Wie gesagt jemand der modernen Torturesplatter geradeso toleriert oder sogar gut findet sich aber mit den Stilmitteln die zur Gewaltdarstellung dienen nicht auskennt empfindet die oben genannten Filme evtl. nur als Steigerung der Gewalt...Fakt ist aber das sie das nicht sind, die Gewalt ist teilweise rein formell sogar weniger plastisch aber eben echt, kalt und unstilisiert.
Wenn die Kamera still auf einem aufdunsenden Mann in einer Unterdruckkammer verhaart und fast dokumentarisch zeigt was da mit so einem armen Wesen passiert, dann ist das schwere Kost, ganz egal wie oft man vorher in Gore und Splatterfilmen durch die Gegend spritzende Innereien gesehen hat, aber dafür wirkt es bewusst wie ein Schlag in die Magengrube und ich würde sogar so weit gehen es als pädagogisch wertvoll zu bezeichnen.
Der Unterschied im Umgang mit der Gewaltdarstellung ist die Reaktion des Zuschauers, wenn man Torture Porn im Kino sieht hört man in den Splattermomenten häufig "uahhh" "oaahhh" "allder schwede" vereinzelt geschocktes lachen und sogar klatschen weil die Leute genau das sehen wollen. Zeig denselben Leuten mal Men behind the sun oder die 120 Tage von Sodom...
Jek-Hyde Thu, 28 Mar 2013 15:02:28 -0000
Antwort löschenJa, ich verstehe schon was du meinst, aber soweit zu gehen es als Pädagogisch wertvoll zu bezeichnen...hm?
Tut mir Leid, aber ich bezweifle dass ich den Filme etwas abgewinnen kann, auch Gore eigentlich weniger, aber Splatter schon. Ich verstehe auch dein Argumente sehr gut, aber teilen muss ich sie ja nicht. Außerdem, wenn es nur um den Pädagogischen Wert davon geht oder zur Abschreckung, kann man auch gleich zu Snuff greifen und ob ich so was meinen armen Äugelein wirklich antun will...naja, ich glaube nicht.
Wie sind wir eigentlich auf dieses Thema von der Passion Christi gekommen?
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Philipp Ebert Mon, 01 Apr 2013 03:10:41 -0000
Antwort löschenNaja in dem Film gehts nicht zuletzt um drastische Gewalt...also so weit ist der Weg ja gar nicht^^
Jek-Hyde Mon, 01 Apr 2013 13:12:18 -0000
Antwort löschenHm...stimmt...
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 09:33:59 -0000
Kommentar löschenIch liebe sinnlose Gewalt in Filmen (wenn es halt passt).
In diesem Film ist sie aber schlicht nichtanschauenswert.
Hab nach ner starken halben Stunde aufgehört den Film zu schauen.
Einen Film der nur daraus besteht das Jesus gefoltert wird, brauch ich nicht,da traue ich mir so viel Kopf und Imagination zu, mir vorstellen zu können das Jesus es nicht leicht hatte, muß mir nicht derart plakativ visualisiert werden.
Auf jeden Fall nicht auf diese Art und Weise...
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DerDude_ Sat, 15 Dec 2012 09:38:09 -0000
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=6dyVYsjz5M0
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 09:41:29 -0000
Antwort löschenDieses Video trifft es mal echt zu 100% :)
JackoXL Sat, 15 Dec 2012 09:43:37 -0000
Antwort löschenFand den auch total sinnlos. Und ich schraube mir auch etliche Splatterfilme rein, aber das war wirklich unnötig und ätzend. Blöder Film.
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 09:52:31 -0000
Antwort löschenUnnötiig einfach.
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 09:53:08 -0000
Antwort löschenUnd ja: Ich liebe Splatterzeug auch!
JackoXL Sat, 15 Dec 2012 10:12:23 -0000
Antwort löschenWegen dem hier wollte ich "Apocalypto" erst nicht sehen. Wäre ein schwerer Fehler gewesen, da hat mich der olle Gibson umgehauen.
DonChris Sat, 15 Dec 2012 10:19:38 -0000
Antwort löschenZum Glück Jacko, Apocalypto ist genial ;).
@Andy: Das ist wirklich ein unterirdisch schlechten Film. Ich mein das will ja sowas wie ein Historienfilm sein und dann stellt der selbst historisch nachgewiesenes falsch dar - Ganz mies.
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 10:21:35 -0000
Antwort löschenApocalypto hab ich nur zum Teil gesehen, fand das Gesehene aber ebenfalls groß! Passion ist Bullshit, bedeutet aber keinesfalls das der Rest von Gibson´s neuerem Zeug scheiße ist!
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 10:22:53 -0000
Antwort löschen@Don: Ob richtig oder falsch weiß ich nicht, Tortureporn brauch ich auf alle Fälle nicht...
N. Hornblower Sat, 15 Dec 2012 12:49:10 -0000
Antwort löschenDann muss ich wohl doch mal "Apocalypto" abchecken - "Die Passion" hat mich bislang auch abgeschreckt!
Andy Dufresne Sat, 15 Dec 2012 12:54:08 -0000
Antwort löschenMuss Apocalypto auch endlich mal ganz sehen, etwas das ich mit "Passion Christi" wohl eher nicht/niemals tun werde...
TheBruceWayne Tue, 01 Jan 2013 22:14:32 -0000
Antwort löschenApocalypto find ich in Sache der Aussage,Botschaft noch viel schlimmer als Passion.Bin ich den der Einzige der den Film wirklich hasst ?
Andy Dufresne Tue, 01 Jan 2013 22:17:34 -0000
Antwort löschennoch archaischer halt (ist die Aussage).
DonChris Wed, 02 Jan 2013 23:36:46 -0000
Antwort löschenNaja Bruce, sagen wir du bist einer unter wenigen ;)
TheBruceWayne Thu, 03 Jan 2013 11:20:38 -0000
Antwort löschenLeider Don,aber wenn der Film dir gefällt soll es natürlich auch weiterhin so bleiben.Ist ja auch packend,atmosphärisch toll und epochal gefilmt.Keine Rede..
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sebastian.boehler Sat, 30 Mar 2013 10:54:52 -0000
Antwort löschenGlaub mir, Andy, hättest du nicht ausgeschaltet, hätte dich der Rest des Films auch nicht dafür belohnt. ;)
Absolut unnötiger Film und ich habe es jetzt mal gewagt und ihn als Hassfilm eingestuft...
Andy Dufresne Sat, 30 Mar 2013 21:01:21 -0000
Antwort löschenGlaub ich sofort!
Würde ich ihn ganz gesehen haben (was ich wohl nie tun werde), ein saftiger Hassfilmkommentar wäre wohl (auch) durchaus drin...:)
BlubberKing Fri, 14 Dec 2012 00:23:31 -0000
Kommentar löschenDass das Böse nur durch ein Blutopfer getilgt werden kann, war schon Grundwissen der antiken Völker. Jesus erhebt den Anspruch, das endgültige Opfer der gesamten Menschheit zu sein und nahm einen brutalen Opfertod mit Folter und Kreuzigung in Kauf. Endlich mal ein Film, der das schonungslos zeigt. Ob durch diese Opfertat der Weg zu Gott freigeräumt wurde, wie es Jesus behauptet, darüber muss jeder selbst urteilen. Ich hab mich auf meiner ganz eigenen Suche mit dieser Gestalt Jesus und seinen Worten intensiv befasst und muss sagen, dass mich noch nix in diesem bekackten Leben so beeindruckt hat wie dieser Kerl aus Galiläa.
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swissroland Fri, 14 Dec 2012 00:55:42 -0000
Antwort löschenso richtig verstanden hast das iwie ned ;) Und deine eigenen suche nach jesus ....... ;)
Aber verständlich, den der film ist ja von einem primitiven judenhasser
gedreht worden.
rockoholic Fri, 14 Dec 2012 01:42:18 -0000
Antwort löschen"Dass das Böse nur durch ein Blutopfer getilgt werden kann, war schon Grundwissen der antiken Völker" :) Es gibt noch ne Menge Böses auf der Welt , also opfere dich . Zwei Fliegen mit einer Klappe :)
swissroland Fri, 14 Dec 2012 02:01:29 -0000
Antwort löschenlooooooooooooooooooool
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BlubberKing Fri, 14 Dec 2012 17:10:20 -0000
Antwort löschenJo, swissroland, da geb ich Dir vollkommen recht: Mel Gibson hat sich völlig danebenbenommen. Aber seine großartigen schauspielerischen Leistungen, z.B. in Braveheart, Der Patriot oder Payback, kann man ihm kaum absprechen. Außerdem hat er ja net nur Regie in Die Passion Christi geführt, sondern auch in so hervorragenden Sreifen wie Braveheart oder Apocalypto.
Den Film Die Passion Christi hat Gibson nicht aus dem Grund gedreht, weil er die Juden net mag, sondern weil er die letzten Stunden Jesu vor seiner Kreuzigung so realistisch wie möglich darstellen wollte. Und das ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.
BlubberKing Fri, 14 Dec 2012 17:44:23 -0000
Antwort löschenHe rockoholic, wie soll ich mich denn opfern. Ich bin doch viel zu bedeutungslos, als dass mich einer ans Kreuz schlagen würde. Da wären den Folterknechten selbst die Nägel zu schade.
Das Böse wird´s wohl immer auf der Welt geben und ich hab den Eindruck, dass das eher zunimmt. Jesus erhebt ja lediglich den Anspruch, das Böse im Menschen selbst tilgen zu können. Also den ganzen Bockmist, den man verzapft hat und immer noch verzapft. Und dieser Jesus hat auch gemeint, dass er stellvertretend für einen jeden auf diesem Planeten am Kreuz hing. Also hab ich nochmal Schwein gehabt und bin an meiner eigenen Opferung haarscharf vorbeigeschrammt. Klasse, dann kann ich heut Abend doch noch ins Kino.
Marco Smud Sat, 24 Nov 2012 14:18:15 -0000
Kommentar löschenDas Problem dieses Filmes ist die zu einseitige Darstellungen eines Teils des Ganzen. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um die Verfilmung der Leiden Christi. Jedoch versäumt die Umsetzung das Wesentliche dieser wichtigsten, historischen Begebenheit der Menschheitsgeschichte: der Grund seiner Geburt, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung und die damit verbundene frohe Botschaft. Anstatt dem Zuschauer das Wirken Christi und den Willen des himmlischen Vaters nahe zu bringen, konzentriert sich die Handlung zu sehr auf Effekte, die zusammen mit dem Bühnenbild eher an "Der Herr der Ringe" erinnert als an das antike Israel.
Die Figuren wirken übertrieben und leicht karikiert, was der Geschichte einen schlechten Beigeschmack verleiht. Man wird das Gefühl nicht los, daß die Handlung ins Absurde, ins Schmierentheatralische abrutscht. Ein wenig Zurückhaltung hätte dem Film zumindest gutgetan.
Es geht um Gott in menschlicher Gestalt, der auf die Welt gekommen ist, um die verlorenen Schafe Israels einzusammeln. Danach erteilte er seinen Aposteln den Auftrag, alle Menschen zu seinen Jüngern zu machen, damit diese - am Ende aller Tage - auferstehen und das ewige Leben erhalten, welches sie auf einer neuen Erde verbringen werden. Das von Chistus verkündete Evangelium lehrt uns, was wir tun müssen, um das ewige Leben zu erlangen und was geschieht, wenn wir es ablehnen. Solch ein bewegendes Thema hat einen Film verdient, der genau diese Botschaft vermittelt. "Die Passion Christi" hat dieses Ziel weit verfehlt.
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Admiral.Nogura Sat, 17 Nov 2012 17:39:52 -0000
Kommentar löschenDas kommt dabei heraus, wenn man den Rächer der bußfertigen Sünder auf den Regie-Stuhl läßt. Selten so gelacht. Das Problem des Film ist nicht die explizite Gewaltdarstellung, sondern das Fehlen von jeglichen dramaturgischen Kontext. Und die Stilisierung ist schon einen Lacher wert.
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nasenschleuder Sat, 17 Nov 2012 10:16:32 -0000
Kommentar löschenSieht nach einer echten Herausforderung aus, Vorhersage: 3,5. Immerhin schätze ich a) Jim Caviezel und b) Filme in lateinischer Sprache.
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Hartigan85 Sat, 17 Nov 2012 13:14:54 -0000
Antwort löschenMüsste den auch mal wieder sehen, zu lange her und deshalb noch nicht bewertet...
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Schlegel Sun, 18 Nov 2012 13:57:26 -0000
Antwort löschenEine hübsche Trashperle! Gibts sonst noch Filme auf Latein?
nasenschleuder Mon, 19 Nov 2012 09:45:39 -0000
Antwort löschenSo richtig viele nicht, ausser Derek Jarmans "Sebastiane" kenne ich nur dieses mittelwertvolle Musical: http://www.youtube.com/watch?v=AtyimbCd8hI (der Akzent ist durchgehend katastrophal)
:D
zmpfl Sun, 11 Nov 2012 09:53:11 -0000
Kommentar löschenJESUS CHRIST TORTURE PORN !
"Boa,ey,Alter! Endskrasser Brutalomovie, hab mir die Folterszene dreimal hintereinander reingezogen. Ist dir das zu stark bist du schwach, du Opfer!" sagt der eine 10-Jährige zum anderen...
Ein in fast jeder Beziehung ekliger Film.
(das Licht war da und dort ganz gut gesetzt :D)
"Fans dieses Films mögen auch:
High School Musical
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
Daniel - Der Zauberer
Twilight - Biss zum Morgengrauen
Die weiße Massai "
....Mehr sog i net!
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TheBruceWayne Tue, 12 Mar 2013 22:00:24 -0000
Antwort löschenTraurig.Mit 10 hätte ich ein Trauma gehabt.Aber diese Kiddies spielen ja schon Cod etc.....
fabian.engelhardt.142 Mon, 13 May 2013 22:13:20 -0000
Antwort löschenalso das mit "fans dieses films mögen auch"
is echt hart :D
Frankenchrist Wed, 31 Oct 2012 22:32:53 -0000
Kommentar löschenEs ist bemerkenswert, wie viele Kommentatoren von den im Film zu sehenden Grausamkeiten entsetzt sind und ihn daher und aufgrund seiner angeblichen Gewaltverherrlichung verwerfen. Nu, was kann auch anderes von einem Werk erwartet werden, das den Leidensweg Jesu möglichst authentisch dazustellen versucht (soweit verbürgt in Schrift und von Historikern), als eine drastische Vorstellung einer drastischen Begebenheit. Eine Kreuzigung ist kein Honig-, kein Zuckerschlecken und dieses Wissen kann man voraussetzen. Niemand geht in einen Horrorstreifen und darf sich nachher beschweren, dass hie und da Blut floss und Schläge ausgeteilt, niemand in einen Kriegsfilm, um danach zu schimpfen, dass Menschen erschossen wurden. Der Film muss sich nicht an solchen Ignoranten messen, die pikiert sind, weil man ihnen nicht das vorsetzte, was sie erträumt hatten, sondern an seinem Anspruch, das von der
damaligen Hinrichtungsmethode Kreuzigung erzeugte Leid so nachvollziehbar wie möglich zu vermitteln. Während andere Filme diesen Lebensabschnitt Jesu entweder gar nicht oder verkürzt dargestellt haben, widmet sich Gibson hier so intensiv dem Thema, wie kein mir bekannter Film zuvor. Er soll verstörend sein, und brutal, blutig, eben genauso, wie man annehmen kann, dass eine Kreuzigung damals für die Menschen - Verurteilte wie staunendes Volk - war. Die Dimension des aufgenommenen Leids wird hier endlich deutlich. Den Antisemitismus-Vorwurf kann ich nur teilweise nachvollziehen. Jesus nimmt sein Schicksal schließlich an, weiß, dass es notwendig ist, damit sich die Prophezeiung in der Schrift erfüllt, dass es Gottes Wille ist. Man kann sagen, die Juden damals sind essenziell für das heutige Christentum, das ihnen Dankbarkeit zollen müsste (falls es in dem Kontext das passende Wort ist), keine Vorhaltungen und keinen Hass noch Antisemitismus. Die Antisemitismus-Keule ist immer schnell bei der Hand, sobald mal ein, zwei Juden negativ dargestellt werden. Andere Künstler, Dichter können ein Liedchen davon singen. Und noch etwas: Wirft man der Bibel, genauer, den Evangelien des Neuen Testaments vor, antisemitisch zu sein? Der Film versteht sich wohl als Literaturverfilmung, und so steht es geschrieben (zugegeben, es ist vieles ergänzt worden, aber das versteht sich von selbst, da die biblische Schilderung oft nicht ins Detail geht, aber nichts kommt mir übertrieben oder weit hergeholt vor, angenommen, Jesus hat gelebt wie überliefert wurde, dann scheint es für mich geradezu semi-dokumentarisch zu sein, was Gibson hier abgeliefert hat, zu sehen eben an der unkommentierten Passion und durch die unsynchronisierten Dialoge sowie den schonungslos gezeigten Opfergang). Die Historizität der Gestalt Jesus abzuschlagen zeugt für mich auch von Unwissenheit und Anmaßung (vielleicht als Konsequenz atheistischer Propaganda). Es gibt eben nicht nur die 4 Evangelien, die seine Existenz bezeugen, auch außerbiblische (apokryphe) Texte berichten von ihm und zuletzt sogar nicht-christliche Texte, also z.B. mit hellenistischem Hintergrund. Das Wunderwirken und Christi Himmelfahrt stehen auf einem anderen Blatt Papier. Über die anderen sicherlich zuhauf vorkommenden historischen Ungenauigkeiten kann ich auch hinwegsehen. Andere Jesus-Filme sind ebenso in Feinheiten unkorrekt, was offenbar aber auch keinen zu stören scheint. Nur Gibson allein ist natürlich solch ein unverzeihlicher Schlamper, na klar... Und zugegeben, der ein oder andere Sturz Jesu unter der Bürde des Kreuzes scheint zu viel des Guten, wirkt einen Tick zu melodramatisch wie auch manch andere Sequenz. Alles in allem ist Gibson hier aber ein großes Werk gelungen, mit glaubhaften Schauspielern und einem Jesus, der nicht verkitscht oder romantisiert wirkt, sondern unmissverständlich zu verstehen gibt, dass es kein Leichtes ist, die Kraft aufzubringen, die Verantwortung zu übernehmen und die Tortur durchzustehen. Das hat mich tief beeindruckt zurückgelassen, wobei es keine Rolle spielt, ob man die Geschichte glaubt oder nicht, ob sie wahr oder unwahr ist. Danach fragt immerhin auch niemand bei Harry Potter und Konsorten. An alle auch, die gleich zugeben, mit Bibel, Christentum und Jesus nichts anfangen zu können, muss auch die Frage gestellt werden, wieso sie ihn überhaupt angeschaut haben. Natürlich kann und will ich das keinem verbieten, aber mich interessiert, welchen Hintergedanken, was für Erwartungen ihr dabei hattet (ihn von Haus aus zu verreißen, lächerlich zu machen, da ihr zu der Geschichte eh keinen Bezug habt und für Aberglauben haltet?) Geht ihr auch in die Kirche und beklagt euch anschließend beim Pfarrer, dass er über Jesus und Gott gesprochen hat? Nun zu den rechten Evangelikalen: Mir stößt diese Ausnutzung für ihre Propaganda auch übel auf,
nur darf man den Groll nicht auf das missbrauchte Kunstwerk lenken. Mutige, radikale Kunst (für mich die wahre u. interessante) wäre ansonsten kaum mehr möglich. [Manche, die die hier christl. Propaganda kritisieren, finden dafür Filme von Chuck Norris und Sly Stallone (Missing in Action, Rambo etc.) saugeil, und ignorieren die m. E. viel schlimmere Militär- und Kriegspropaganda, die Selbstjustiz-Verklärung, die Antipathie gegen Vietnamesen und Feindklischees usw.] Gibson mag verrückt sein, aber als Filmemacher ist er wahnsinnig gut. Genie und Wahnsinn.
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Frankenchrist Thu, 01 Nov 2012 08:34:29 -0000
Antwort löschenI. O. Alter, falls du jemals die deutsche Orthographie und Grammatik beherrschen solltest, können wir uns gerne unterhalten, alter.... Und nenn mich bitte nicht Katholik, weil ich mich nicht als solcher bezeichne und verstehe, keine Ahnung was du in meinem Kommentar zu interpretieren vermagst, verehrter 11Matze99 sowieso. Und die Lehre, dass Qualität über Quantität steht, musst du mir auch nicht mehr lehren. Ansonsten fahre bitte fort
Frankenchrist Thu, 01 Nov 2012 15:52:37 -0000
Antwort löschenIm Duden gibt es auch "jemandem etw. lehren" im Dativ. "Mir etwas lehren" ist astreines Deutsch. Und wieso darf ich mich nicht korrigieren, wenn ich um 9 Uhr morgens gerade von einer Halloween-Party heimgekommen bin? Ich bemühe mich wenigstens, sogar betrunken, im Gegensatz zu dir. Hast du auch inhaltlich etw. beizutragen?
il padrino Sat, 17 Nov 2012 10:13:26 -0000
Antwort löschen@Frankenchrist
Dass der Film enorm antisemitisch, also judenfeindlich, ist, ignorierst du bewusst, oder?
Frankenchrist Sat, 17 Nov 2012 17:24:49 -0000
Antwort löschenIch verstehe dich nicht: Der Vorwurf des Antisemitismus ist mir bekannt, und falls du meinen Kommentar gelesen hast, solltest du auch bemerkt haben, dass ich darauf kurz eingegangen bin, schreibe sogar, ihn teilweise nachvollziehen zu können (ich gebe zu nicht ganz). Ich frage mich also, was du unter "bewusst ignorieren" verstehst?
Philipp Ebert Tue, 05 Feb 2013 18:32:36 -0000
Antwort löschenAntisemitischer als das NT?
Jek-Hyde Fri, 08 Mar 2013 22:10:56 -0000
Antwort löschenOOOOOH! Frankenchrist! Ist das schön dich hier zu lesen :-)=).
Okay, ich hatte sowieso schon lange viele Frage zu Christus und zum Film an sich, du scheinst dich gut auszukennen, also stelle ich sie mal: Ich gebe zu, die Atmosphäre und das Licht ist großartig, aber was will der Film mir sagen? Ich meine wir schauen Jesus 127 Min beim leiden zu, aber ist die Qual und sein Tod etwas das wichtigste an der Jesus Geschichte? Ich fand immer, dass sein Tod und die Folter vorher eigentlich eher ausklang waren. Ich erinnere mich schwach, dass es vielleicht bei Jesus eher um das ging, was er sagte, so über Liebe dienen Nächsten und so. Also, warum macht er dass? Das habe ich nie verstanden. Er opfert sich auf. Warum? Welche Gründe hat er. Was denkt dieser Mensch (denn wenn es ihn gegeben hat, dann war er nur ein Mensch). Und ich versetze mich gern in die Hauptfiguren von Filmen hinein um sie zu verstehen. Selbst wenn, und dass ist sehr unwahrscheinlich, es wirklich nur einen Gott gibt (vorausgesetzt es gibt Götter überhaupt) und Jesus sein Sohn wäre und ich zufällig in seiner Lage säße, da hätte ich glaube ich den Arschlöschern die mir das antun würden die Pest und schlimmeres auf den Hals gehetzt! Ich meine so richtig Horrorshow. Man ist ja schließlich "Gottes" Sohn, da kann man sich doch nicht Lumpen lassen. Der alte Herr hat das schon richtig gemacht, hat sich überhaupt nicht ans Bein pissen lassen, und sein Sohn? Wow, Gott muss mächtig stolz sein. Dazu habe ich mir die Kreuzigung extra in der Bibel durchgelesen und muss zugeben, ich habe selten etwas schwammiger formuliertes Gelesen. Ich meine, Gibson hätte den Film auch viel ausbalancierter gestalten könne. Muss aber schon zugeben, dass der Teufel, wenn er es den sein soll mit dem Biest 666 im Arm (das habe ich geschlussfolgert) mir doch am besten gefallen haben.
Noch eine kleine Frage: Bist du Christlich? Bitte nicht böse sein, ich will dir auch nicht auf die Füße treten, deshalb nicht so verbissen sehen, was ich so von mir gebe.
Aber ich verstehe halt einfach nicht, wie man so bescheuert sein kann, sich für so was wie die Menschheit aufzuopfern, das geht einfach nicht in meinen Kopf. Ich meine, ist der Sinn etwa: Guck dir an, was das arme Schwein so alles durchgemacht hat, also trage deine Last wie er seine, denn so schlimm wie seine ist er nicht, außerdem sündige nicht, denn er hat extra für dich gelitten? Verdammt, ich habe den doch nie darum gebeten für mich zu leiden, ich meine, wenn es ihn spaß macht, kann er gerne für noch ein paar Sünden von mir leiden, aber wer will das schon. Du verstehst mein Dilemma?
Frankenchrist Sat, 09 Mar 2013 11:21:40 -0000
Antwort löschen@Jek-Hyde: Haha Ja, sehr schön. Ich fürchte, diesmal muss ich in Verteidigungsstellung gehen. Ich habe immer Probleme mit solchen Kategorisierungen wie "christlich" u. "katholisch". Ich bezeichne mich am Liebsten noch als "Suchender" (wenn es nur nicht so pathetisch klingen würde^^), der mal hier, mal dort sucht und zur Zeit eben ein Studium der Theologie macht (bin aber noch im Grundstudium, also bitte nicht zu hohe Erwartungen setzen^^). Es ist auch schon eine Zeit lang her, dass ich den Film gesehen hab, also bitte ich um Nachsicht, falls ich nicht alles korrekt wiedergebe. Na gut, ich versuch's:
Ich will gleich zu Beginn festhalten, dass es zum Verständnis des Films 2 Vorbedingungen gibt:
1. Kenntnis der Biographie Gibsons u.
2. Kenntnis der Evangelien (u. evtl. auch "Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus", basierend auf den Schilderungen von Emmerick, aufgeschrieben v. C. Brentano).
Lass mich bei der Gelegenheit zunächst nochmal auf die Antisemitismus-Debatte zurückkommen:Der Film stützt sich bei den Evangelien vor allem auf Matthäus u. Johannes, worin auch die Antisemitismus-Vorwürfe begründet liegen. Allerdings halte ich das für sehr fragwürdig. Judenfeindliches ist zwar zu finden, aber nicht in einem rassischen bzw. ethnischen Sinn, sondern allein mit religiöser Bedeutung. Statt Antisemitismus würde ich von Antijudaismus sprechen. (Rassischen) Antisemitismus zu unterstellen wäre komisch, da Jesus u. seine Jünger allesamt Semiten waren. Wenn antisemitisch, dann konsequent, ohne Ausnahme, dann richteten sich die Evangelien auch gg. Jesus usw., was Unsinn wäre, vielmehr wird in einer Weise gg. Juden geschrieben, wie heutzutage manche Atheisten die Theisten/Christen/Kirche u. Religion allgemein diffamieren. Nein, für mich werden hier Juden dargestellt als "Nicht Erkennende", die "blind" sind u. noch nicht begriffen haben, dass Jesus gemäß den Prophezeiungen im Alten Testament ihr Messias ist (Wobei ich auch anmerken will, dass die Pauschalisierung "die" Juden als Ganzheit auch nicht korrekt ist und auch, soviel ich noch in Erinnerung habe, nirgends behauptet wird. Vielmehr handelt es sich um die Bevölkerung Jerusalems, die mehrheitlich nunmal jüdisch war. Ähnlich problematisch wäre es, heute zu behaupten, "die" Muslime würden Ehrenmorde begehen.)
Nach dieser begrifflichen Unterscheidung stellt sich natürlich auch die Frage, inwiefern es legitim u. vorbildlich ist, so über seine jüdischen Brüder u. Schwestern zu sprechen, gerade nach 1945, wo diese Textstellen auch für den Holokaust herangezogen wurden, und so waren die Exegeten nach '45 emsig darin, anhand verschiedenster Ansätze den judenfeindlichen Stellen ihre Schärfe zu nehmen, sie zu entkräften. Eine Möglichkeit ist z.B. die textimmanente Relativierung, d.h. man neutralisiert die Stellen mithilfe des Textes selbst, mit vor oder nachstehenden Aussagen. Ein Beispiel ist das letzte Abendmahl: Indem Gibson, gemäß dem Evangelium, Jesus, den Kelch Wein in der Hand, im Film sagen lässt: "Das ist mein Blut des Bundes, für viele vergossen zur Vergebung der Sünden", vergibt damit Jesus alle Sünden bis zu diesem Zeitpunkt und auch alle zukünftigen. D.h. die Geißelung durch die Juden, deren Blutruf u. Selbstverfluchung ("Sein Blut komme über uns", was übrigens von Gibson absichtlich nicht untertitelt wurde, da er wohl selbst die Reaktionen scheute, die das auslösen würde, ja so sensibel kann Mel sein) und die Kreuzigung waren vergeben noch bevor sie überhaupt geschahen. Und da Christen in der Nachfolge Christi stehen, haben auch sie zu vergeben. Von höchster Instanz ist somit die Sünde vergeben und die Judenfeindlichkeit ein Stück weit neutralisiert. Es gibt noch weitere Neutralisierungsansätze, aber das würde jetzt zu weit führen.
Jetzt zu deiner Frage, zum Leid: Indem hier Jesus leidet - eine Situation, die oberflächlich betrachtet so gar nichts Göttliches, Übermenschliches an sich hat, sondern ja das Leid ein zutiefst menschlicher Zustand ist - ist er total Mensch. Das Leid ist hier eine Art tröstlicher Beistand u. Verbrüderung mit notleidenden Menschen, es symbolisiert, das gerade Gott persönlich in ihrem Leid ganz bei u. mit den Menschen ist, nicht etwa abgehoben u. distinguiert wie ein weltlicher König, sondern im Gegenteil: ein Mitleidender aus dem Königsgeschlecht Davids. Gerade weil Jesus als der Gerechte gilt (wie z.B. auch Hiob, an dem sogar schon im AT das Problem der Theodizee angesprochen wurde), also verurteilt wird ohne etwas verbrochen zu haben, ist er Gottesknecht, d.h. jemand, der trotz seiner eigenen Schuldlosigkeit die Strafen, die andere verdient hätten, auf sich nimmt und dadurch erst sein eigenes Heil und das aller Menschen ermöglicht wird. Das Leid ist also als notwendiger Durchgang auf der Bahn hin zu Erhöhung und Verherrlichung zu verstehen. Sowohl künftiges Heil als auch das Kundtun seiner heilbringenden Aufopferung seitens Gottes an die ganze Welt sind Lohn des Gottesknechts. Man spricht hier auch v. "heilsgeschichtlicher Konzeption", worin die Vertröstung auf eine heilsame Zukunft zur Kompensation momentan erfahrener Negativität wird, also ein sicherer und unmittelbarer Weg zu Gott. Wer Jesus also wirklich ist, kann nur im Blick auf sein Leiden am Kreuz begriffen werden (wodurch auch das "Messianische Geheimnis" endet u. er als "Heiland" offenbar wird). Und so ermöglicht das Leid die symbolhafte Nebeneinanderstellung v. Gottessohn u. Menschensohn. Indem Gibson uns hier das Leiden Jesu, seine elende Erniedrigung vorführt, fühlt sich der Zuschauer an sein eigenes (oft verdrängtes) Leiden erinnert. Gott (ich bin versucht zu sagen "höchstpersönlich") leidet nach christlichem Verständnis also genau wie der Mensch (wenn nicht gar mehr als er) und mit ihm. Durch die Lebenshingabe seines Sohnes solidarisiert er sich mit allen, die zu unrecht leiden.
Und jetzt kommt Gibson ins Spiel, mit einer offenbar sehr persönlichen Beziehung zum Leid: Er selbst sieht sich wohl auch als stark Leidender (gescheiterte Ehe, Sexaffären, Drogen-, Alkoholmissbrauch, beruflicher u. künstlerischer Abstieg) und sein Filmprojekt entstand eben durch einen Impuls aus seiner persönlichen Lebenskrise. Es ist sowohl eine "Passion Christi" als auch eine "Passion Gibsons", wenn man so will. Passend dazu ein Zitat von ihm: "Ich entdeckte, dass ich die Wunden Christi und seine Leiden betrachten muss, damit die Wunden in meinem Leben heilen." Die intensive Leidensbetrachtung führt für ihn zu einem Heilungsprozess. Sicher, die moderne Exegese ist viel weiter und hält diese ausschließliche Sichtweise auf das Leid und die Opfergabe für zu eindimensional in der theologischen Gesamtbetrachtung der Bedeutung Jesu. Aber für Gibson persönlich scheint es eine besondere Bedeutung zu haben, und das respektiere ich. Aber das ist gleichzeitig auch, was ich Gibson vorwerfe: Für den Film so viel Werbung zu machen wie für einen Popcorn-Kinofilm u. dabei die Gefahr in Kauf zu nehmen, dass das Publikum falsche Schlüsse zieht. Es ist ein schwieriger Film, mit einer schwierigen Theologie, über die man diskutieren muss. Und Bibelunkundige lässt er offen ins Messer laufen. Ich habe auch keine Lust, alles an dem Film zu verteidigen. Dafür bin ich noch zu sehr Anfänger in der Theologie. Gibson hat zweifellos Fehler gemacht. Der Film ist nicht für jederman geeignet, und das wurde u.a. versäumt vorauszuschicken. Ich hoffe, ich konnte dir dennoch in aller Kürze damit ein bisschen helfen :-).
Jek-Hyde Sat, 09 Mar 2013 15:00:43 -0000
Antwort löschen@Frankenchrist:
Keine Angst, bei mir ist es auch schon eine Weile her ^ ^. und als Sucher ist man immer gut bedient, sei's beim Quiditsch, oder wenn man wirklich was sucht. Das Problem sieht nur so aus, dass man alles findet, außer was man sucht. Und sucht man dann das Gefundene findet man, was man zuvor gesucht hat. Gibsons Biografie kenne ich leider nicht und ich habe auch gar nichts in Richtung Judenfeindlichkeit gesagt, weil ich mit dem Thema und dem zweiten Weltkrieg eigentlich schon lange fertig bin, im Gegensatz zu vielen anderen. Was das Leiden Christi anging, fühlte ich mich im Film eigentlich nicht an mein eigenes Leiden erinnert. Ich habe quasi zweimal gelitten= am Film und an meinen eigenen Leiden. Zugegeben hat der Film mich eher dazu verleidet auf die Uhr zu sehen und darauf, wie lange der Film denn noch dauert und ob der nicht bald mal mit leiden fertig ist. Ich meine, ich habe absolut kein Problem mit Gewalt zur Unterhaltung Siehe Ichi the Killer, sehr großartig; aber das ist ja auch eine andere Form als in Gibsons Passion. (wenn ich ein bisschen leiden will sehe ich mir eigentlich Lars von Triers Filme an ;-))
Also geht es darum einfach zu gucken, ach ja, es ging ja schon mal einen schlimmer? Das heißt, der Film lässt quasi Jesus für uns leiden, damit es uns besser geht? Man könnte jetzt, wenn man eine böse Zunge hat sagen: wir freuen uns über Jesus Leiden. Und wenn man noch fieser ist, könnte man sich mit Alex (Uhrwerk Orange) vergleichen, der in seiner Vorstellung hilft Jesus zu foltern und von außen betrachtet einfach brav seine Bibel liest?
Man könnte sogar Parallelen zu De Sade sehen. zum Beispiel in der Comic Reihe Preacher gibt es einen Charakter der sich Jesus De Sade nennt.
Kennst du die Folge von Southpark die sich mit der Passion Christi auseinandersetzt. Ich dachte auch nach dem Sehen: Das war's? Jetzt echt? Man, der ist ja scheiße. AM besten ist wo sie zu Gibson gehen und der so herrlich durchdreht. Ehrlich gesagt, so kommt mir die ganze Geschichte vor. Wenn du die Folge noch nicht gesehen hast, schau sie dir mal an, die ist großartig. Ich glaube das war Season 8, ( die Passion des Juden), die Folge verspottet alles zwar sehr, aber hat trotzdem einen sehr wahren Kern.
Und zurück zum Teufel. Auf Wikipedia wird die Rolle als Satan betitelt. Mich würde interessieren, was du davon hälst. Und wie du das hässliche Baby (was ich als Biest 666 interpretierte) interpretierst?
@11MATZE99:
Wer denn, ich oder der Frankenchrist?
Frankenchrist Sat, 09 Mar 2013 18:18:46 -0000
Antwort löschen@Jek-Hyde: Nun, dass du den Film durchlitten hast und du ihn nicht als Unterhaltung empfunden hast tut mir erstmal für dich leid, aber genau da liegt meine ich der Hund begraben. Das ist m.E. auch nicht Zweck oder Intention des Films. Wie ich geschrieben habe: es ist kein Popcorn-Kinofilm, auch wenn er nach außen so tut. Die Frage ist, mit welchen Erwartungen im Vorhinein hast du dir dann den Film angeschaut? Vielleicht gründen die vielen Hassbekundungen teilweise auch auf enttäuschten Erwartungen. Du stellst die Frage, worum es bei dem Film geht. Dann möchte ich ganz blöd zurückfragen: Weißt du, worum es geht, wenn in der Karfreitagsliturgie an das Leiden Christi gedacht wird, dann in den Kreuzwegsandachten? Oder wenn Schulklassen vor Ostern den Kreuzweg nachspielen? Oder worum es geht, wenn die Oberammergauer ihre Passionsspiele veranstalten Meinst du auch, das ist nur zwecks der Unterhaltung, einmal ein paar nette Stunden verbringen u. die Action genießen? Oder auch all die Darstellungen in der bildenden Kunst? Jetzt muss ich die Frage zurückgeben: Bist du christlicher Konfession? Spielt das Christentum irgendeine Rolle in deinem Leben? Zum Vergleich: Einen Scientology Film über ihren Meister L. Ron Hubbard könnte ich wohl auch kaum durchstehen.
Ja ich kenne die South Park Episode und ich kann auch sehr darüber lachen. Und dass Gibson (scheinbar) verrückt ist, habe ich nie bestritten^^. Da wäre er nicht der erste Star in Hollywood. Und da Matt Stone jüdische Wurzeln hat kann ich es auch nachvollziehen, wie er die Dinge sieht.
Wie gesagt, ich will und kann nicht alles an dem Film verteidigen, zu solchen Detailfragen wie dem Baby müsste ich ihn erst nochmal anschauen; und welch "tiefere" Bedeutung Satan in dem Film spielt außer das Übliche, als Versucher, der Jesus entmutigen will und notwendiger Gegenpart in einem Kampf Gut gg. Böse - bleibt wohl allein Gibsons Geheimnis.
Jek-Hyde Sat, 09 Mar 2013 21:38:38 -0000
Antwort löschenAuf dich kann ich immer vertrauen, dass ich kräftig zum nachdenken angeregt werde, dass passiert immer viel zu selten. Ich habe nie erwartete, dass der Film mich unterhält. Ich habe kein Actionspektakel, oder Popkornkino erwartet. Aber was ich erwartete habe...eine gute Frage, mal kurz nachdenken...ich glaube, ich erwartete etwas monumentales, was mich die ganze Geschichte besser verstehen lässt und auf der anderen Seite habe ich glaube ich nichts erwartet, sondern war nur neugierig. Wollte halt mitreden könne, da jeder ihn gesehen hat. Was die Unterhaltung anbelangt, ich erwarte auch von, nehmen wir mal wieder unsern guten/schlechten Lars von Trier nicht dass er mich unterhält, aber ich erwarte sehr wohl von ihm, dass er etwas bringt, dass ich so noch nie gesehen habe, etwas experimentelles und vermutlich auch verstörendes, einen gehobenen feel-Bad-Movie eben. Etwas wo ich gebannt auf den Bildschirm/Leinwand starre und denke Fucking Shit das ist Genial! Aber vermutlich gründen die meisten Hassgesänge auf Entäuschungen, da hast du wohl recht.
Zu der Frage, ob ich Christlich bin? Das ist eine gute Frage...ich würde sagen nein. Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube Weder an Himmel, noch an Hölle. Ich glaube nicht an den Teufel. Und an Wiedergeburt möchte ich nicht glauben, aus folgenden Grund: mir missfällt die Voraussicht, irgendwann alles von neuem lernen zu müssen, dass war schwer genug bis hier her. Eine Zeitlang war ich wohl Kapitalistischer Buddhist. Also habe soweit dran gelabt, aber es auch nicht all so wörtlich genommen mit der Besitzlosigkeit. Vor kurzem stieß ich dann darauf, das der Buddhismus genauso scheiße ist wie jede andere Religion. Buddha sagt: Leben ist leiden. Soweit klar, dass kann ich verstehen. Buddha sagt: leiden kommt von Begehren. Okay, nachvollziehbar. Und Buddha sagt: man soll nicht mehr begehren, wenn man nicht mehr Leiden will. Da ist der Punkt, wo mich der Hammer traf. Nicht mehr begehren? Ich Begehren aber gern, besonders auf ^ ^. Ohne das Begehren, wäre die Menschheit nicht weiter gekommen. Es gäbe keine Armprorthese, die sogar fühlen können u.s.w., wenn es keiner Begehrt hätte das zu erreichen und besonders das begehren eines Weibes bringt zwar viel Leid mit sich, aber irgendwie möchte ichs nicht missen, also fragte ich mich doch, was ist das diese Leid lose Erleuchtung, in der man nichts mehr begehrt. Mir fiel nur ein Zustand ein, auf dem dass alles passte. Das Koma. Du begehrst nichts, dir geht alles am Arsch vorbei. Du sympathisiert mit einem Stein, denn mehr bist du nicht, als ein lebender, scheißender Stein und selbst dass ist ja begehren. Selbst erleuchtet sein zu wollen ist Begehren. Da entschied ich, dass ich diese „Erleuchtung“ auf garkeinen Fall haben will. Wie soll ich Bücher schreiben, wenn ich nicht mehr Begehren (damit beschäftige ich mich auch gerade in einem Roman, aber bis der fertig ist, wird es noch dauern ;). zurück zur Religion. Ich glaube an keine Religion, glaube aber weder an Wiedergeburt und auch nicht, dass der Tod das ende ist. Es geht nach meinem Glauben mit Sicherheit weiter, bloß was ich glaube wie...naja, daran arbeite ich noch. Also könnte man sagen ich glaube an viel übersinnlichen Scheiß, aber nicht so wie er geschrieben steht. Ich glaube, ich picke mir vermutlich immer nur aus der Religion, was mir gefällt und bastle was zusammen. Ungefähr so wie Tarantino Filme dreht. Es heißt ja auch, wer nicht an Wunder glaubt ist kein Realist. Das denke ich auch. Auf jedenfall bin ich nicht Christlich und glaube nicht an Jesus. Aber verstehen will ich es trotzdem, das war wohl eine Erwartung. Ich verstehe zwar die Zusammenhänge und die Geschichte, aber nicht warum Jesus das tut. Nur weil er herzensgut ist und über eine unendliche Menschenleibe verfügt? Kann schon sein, aber wie kommt man dazu? Gottes Sohn zu sein wird einem wohl kaum besser machen. Also, warum tut Jesus was er tut. Wie ist er zu dem geworden, was heute über ihn erzählt wurde. Natürlich war mir klar, dass der Film mir keine eindeutige Antwort geben würde, aber ich erhoffte mir wenigstens eine Spur, der ich zur Antwort folgen konnte.
Ich finde übrigens, was das Gut gegen Böse angeht, dass diese Thematik ausgeschöpft wurde. Die Welt ist nun mal nicht schwarz und weiß, sonder eine graue Pampe. Wir sollten uns vielleicht immer eher fragen, warum tut jemand "Böses" böse dinge und jemand „Gutes“ gute dinge und wie kann man dieses und jenes definieren?
(wow, das war die verfickt längste Nachricht von mir bis jetzt! XD)
Frankenchrist Sun, 10 Mar 2013 09:42:21 -0000
Antwort löschenGlückwunsch dazu^^.Ich versteh dich sehr gut. Wie ich angedeutet habe, ist es kaum möglich, dem Film ohne Hintergrundwissen oder ohne persönliche Bindung zu Jesus etwas abzugewinnen. Vielleicht dreht Gibson irgendwann ein Prequel zur Passion, wo er dir die Person Jesus etwas näher bringt (aber vermutlich eher nicht^^). Dann müsste er auch das AT verfilmen, da man das NT nicht ohne das verstehen kann. Statt hier auf einer Filmplattform über Religion zu diskutieren, empfehle ich dir, falls es dir wirklich ernst damit ist, entweder dich in einem entsprechenden Forum anzumelden (falls noch nicht geschehen) oder du dir Fachbücher zu dem Thema besorgst (an meiner Uni gehören z.B. "Einleitung in das Alte Testament" von Erich Zenger u. "Einleitung in das Neue Testament" v. Martin Ebner u. Stefan Schreiber zur Pflichtlektüre, aber auch das ist für den ein od. anderen schon harter Tobak) oder hock dich einfach mal in eine Vorlesung zu dem Thema an einer Uni in deinem Umkreis (an den meisten Unis sollte das kein Problem sein).
Jek-Hyde Sun, 10 Mar 2013 14:12:03 -0000
Antwort löschenDann wird das wohl der Grund sein, warum ich dem Film nicht so viel abgewinnen konnte. Und die ganze Testamente zu lesen und so weiter und sofort ist es irgendwie dann nicht wehrt, wenn man dass alles erst braucht um zu verstehen, warum Jesus wie Jesus handelt.
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich meinen Kommentar zum Film schriebe, habe mir nämlich vorgenommen ganz langsam aber sicher zu jeden Film den ich gesehen habe einen Kommentar zu schreiben ^^
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Frankenchrist Sun, 10 Mar 2013 14:29:24 -0000
Antwort löschenNaja, nicht unbedingt. Ich sag nur, dass es erstmal unabdingbar ist, gesichertes Vorwissen zu haben. Dann geht aber auch durch das Lager der Theologen ein Riss bei der Bewertung des Films. Die einen feiern, die andern verreißen ihn. Dazwischen gibt es so gut wie nichts und niemanden. Vielleicht nehme ich diese Position ein, der sowohl das Positive als auch das Negative an dem Film sieht u. akzeptiert und ihn insgesamt nach wie vor für sehenswert hält, zumindest für die Zielgruppe. Letzten Endes ist es wohl wie bei Amélie eine Frage des Geschmacks^^. Viel Erfolg bei deinem Kommentar.
Nebelung Sat, 06 Apr 2013 00:52:33 -0000
Antwort löschenVielen Dank für diese höchst interessante Auseinandersetzung mit dem Film, die einen ahnen lässt wie viele Facetten der Wirkung er entfalten kann.
swissroland Wed, 31 Oct 2012 20:31:44 -0000
Kommentar löschenEin Judenhasser führt Regie bei einem Film über Jesus. Cool!
Der Blitz so ihn beim scheissen treffen
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