Die Passion Christi

The Passion of Christ (2004), US Laufzeit 127 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 18.03.2004

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
4.4
Kritiker
58 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.2
Community
6539 Bewertungen
146 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Mel Gibson, mit Jim Caviezel und Monica Bellucci

Der Film zeigt die letzten zwölf Stunden im Leben des Jesus von Nazareth. Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan, und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er widersteht der Versuchung des Bösen. Verraten von seinem Jünger Judas wird Jesus kurze Zeit später festgenommen. Die Anführer der Pharisäer bezichtigen ihn der Gotteslästerung und verlangen seinen Tod. Jesus wird dem römischen Statthalter in Palästina, Pontius Pilatus, vorgeführt. Dieser hört sich die vorgebrachten Anschuldigungen an und erkennt schnell, daß es sich hier um einen politischen Konflikt handelt. Um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen übergibt er die Angelegenheit an König Herodes. Auch dieser scheut ein Urteil und lässt Jesus zum Statthalter zurückbringen. Pontius Pilatus überlässt es nun der aufgebrachten Menge Jerusalems, offen zwischen dem Angeklagten Jesus von Nazareth und dem Verbrecher Barrabas zu entscheiden, welcher der beiden begnadigt werden soll. Das Volk entscheidet sich für Barrabas. Jesus wird den römischen Soldaten übergeben und von ihnen gefoltert. Schwer verwundet wird er wieder zu Pilatus gebracht, der ihn erneut der Menge vorführt als wolle er sagen: “Ist dies nicht genug?” Und abermals entzieht er sich dieser Verantwortung: Er befiehlt schließlich seinen Männern, dem Verlangen der Massen nachzugeben, die weiterhin den Tod Jesu fordern. Der weitere Leidensweg ist besiegelt: Jesus muß selbst das Kreuz durch die Straßen von Jerusalem bis nach Golgatha tragen. Dort wird er schließlich an das Kreuz geschlagen. Im Angesicht des Todes stellt sich Jesus seiner letzten Versuchung: der Angst, von seinem Vater aufgegeben worden zu sein.

  • 37795279001_1859528792001_th-506165bac7e7b0e4a72d72d8-1592194027001
  • 37795279001_1860603031001_th-5061bd214facb0e4c1541aee-1592194015001
  • Die Passion Christi - Bild 6336947
  • Die Passion Christi - Bild 6336933
  • Die Passion Christi - Bild 17924

Mehr Bilder (21) und Videos (3) zu Die Passion Christi


Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Die Passion Christi

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

[...] 'Die Passion Christi' kann ein authentisches und durchaus realistisches Bild überzeugen. Die Gewalt ist heftig und an manchen Stellen auch zu übertrieben. Die Geschichte selbst bietet keinerlei Tiefgang und Facettenreichtum, genau wie die Charaktere selbst. Als Religions-Fanatiker sollte man sich von dem Film wohl fernhalten, alle anderen dürfen das aber auch gerne tun. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Das stimmt wohl. Aber nochmal angucken unter diesem Aspekt werd ich ihn nicht, sonst gefällt er mir doch noch besser als ich will :D


Rukus

Antwort löschen

Das Problem ist, dass das bischen Message leicht im Blut untergehen kann. Hab das auch in meinem Kommentar grad eben angesprochen.


SiameseMax: SiameseMovies

Kommentar löschen
0.0Hassfilm

Die Geschichte, die Grundlage dieses Films, und deren Ausgang kennt jeder. Dass Jesus schwer gelitten haben muss, weiß auch jeder. Dass man die Bibel nicht wortwörtlich nehmen sollte, sondern diese einer oder mehrerer Interpretationen bedarf, sollte nachdem die historisch-kritische Exegese als Herangehensweise an die Bibel etabliert wurde, eigentlich auch jeder schon einmal gehört haben. Nur an Mel Gibson scheint Letzteres irgendwie vorbeigegangen zu sein. Als hätte es sowas wie eine kritische Auseinandersetzung mit der Bibel nie gegeben, setzt er die Geschichte des Leidensweges Jesu auf erzkonservative Art um und dichtet hier und da noch ein bisschen esoterischen Müll dabei, so wie es ihm gerade passt. Bezeichnenderweise sagte der Papst zu "Die Passion Christi" lobend: "So ist es gewesen". Mag sein, gut und schön, aber was bringt uns das? Entdeckt der Religiöse neue Fassetten seines Glaubens, wenn er in Nahaufnahme sieht, wie Jesus förmlich das Fleisch von den Knochen…

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

SiameseMax

Antwort löschen

Geschenkt. Aber generell halte ich es für kontraproduktiv in einer Diskussion persönlich zu werden, statt konstruktiv über etwas zu diskutieren. Daher hilft mir dein Kommentar auch nicht wirklich dabei, den "Wald zu sehen" und ist deshalb überflüssig.


New Cameron

Antwort löschen

hey sorry, das sind mir die emotionen hochgekommen :) weiter unten habe ich was dazu geschrieben.


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
1.0Ärgerlich

Kein Film, über den man viele Worte verlieren müsste: "The Passion Of The Christ" folgt der Tradition vieler vorangegangener Ausstattungsorgien des Glaubenskinos und ist vor all den anderen Punkten, die man dem Film sicherlich zu Recht vorwerfen kann, in erster Linie eines: Uninteressant und langatmig. Ließe man Gibsons Egotrip dann tatsächlich eine nähere inhaltlichen Auseinandersetzung widerfahren, müsste jedoch selbst Fanatikern (zu denen der Regisseur eindeutig gezählt werden muss) auffallen, dass die bloße Fixierung auf Leiden und Schmerz ohne die anschließende Darstellung von Vergebung und Erlösung in Hinsicht auf die biblische Botschaft als unzureichend erscheinen muss. Fraglich ist freilich, ob "Passion" diese Art der Durchleuchtung überhaupt verdient, denn befreit von der Symbolkraft seines Sujets ist es sowieso nur bräsig-peinlicher Splatter unter dem Deckmantel der Historizität, und mit haufenweise antisemitischen Zwischentönen versehen.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

nilswachter

Antwort löschen

Unterschreibe ich zu 100%


Rukus

Antwort löschen

Bis auf den Antisemitismus kann ich weitestgehend folgen.


Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
0.0Hassfilm

Dieser Film hat mich sehr mitgenommen.

71 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

Kommentar löschen
0.0Hassfilm

Mit der "Passion Christi" hat Gibson nun seine persönliche Liebeserklärung an den Saft des Lebens gedreht. Dabei war er, Hollywood sei Dank, nicht an physische Grenzen gebunden: Aus seiner Hauptfigur darf auch ganz zum Schluss noch ein herzhafter Schwall spritzen, obwohl die geschundene Kreatur längst ausgeblutet sein müsste.

Daneben passt keine Botschaft wie die, dass vor 2000 Jahren ein Mann auch deswegen ans Kreuz genagelt wurde, weil er vorgeschlagen hatte, man könne doch zur Abwechslung einmal nett zueinander sein. Von einer Vision, wie sie Pier Paolo Pasolini, Denys Arcand ("Jesus Of Montreal") oder Monty Python ("Das Leben des Brian") entwickelt haben, ganz zu schweigen.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

LokisSon

Antwort löschen

Blanker Unsinn! Dieser Splatter ist allein die Perversion eines Fanatikers und hat mit den Evangelien wenig zu tun!


Philipp Ebert

Antwort löschen

Völliger Blödsinn, er hat die Szenerie NT getreu inszeniert und da wurde ihm ein Speer zwischen die Rippen gestoßen und aus de Wunde spritze Blut und Wasser....Leute ehrlich so ein Minimum an Hintergrundwissen sollte dabei sein...


GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
0.0Hassfilm

Dieser einfältige Blödsinn grenzt ja schon oft genug an Selbst-Parodie: dieses penetrant pathetische Zeitlupen-Geleide und das hochgradig beknackte "Terminator"-Finale - ich plädiere für eine Doppel-Vorstellung von "Passion of Christ" und "Life of Brain" zu Heiligabend! Dann macht's Sinn...

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

RammManiac

Antwort löschen

"Terminator"- Finale, jetzt wo du es sagst! :D


Philipp Ebert

Antwort löschen

Das Fallen in Zeitlupe ist den christlichen Zuschauern geschuldet die jedem Fall eine besondere Bedeutung zuschreiben.


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
5.0Geht so

Wenn man sieht, wie beglückt und euphorisiert manche Zuschauer amerikanische Kinos verlassen, beschleicht einen das Gefühl, sie würden auch fast alles tun für ihren Retter, der gerade zwei Stunden lang, von Peitschen und Nägeln gequält, für sie gestorben ist. "Die Passion Christi" ist ein Ruf zur Fahne, ein Flammenzeichen, eine Warnung an Juden und Moslems und Abtreiber und Gen-Manipulateure und überhaupt alle, die sich getroffen fühlen könnten.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

lockodox

Antwort löschen

von mir auch


nilswachter

Antwort löschen

"Liebt eure Feinde, denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welche Belohnung solltet ihr dann erhalten?" Ja, und diese Maxime wird ja so oft verfolgt.


MartinSchwarz: zitty MartinSchwarz: zitty

Kommentar löschen
1.0Ärgerlich

Reaktionär, sadistisch, gefährlich.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

NWO@Movie

Antwort löschen

Na wenn die Juden den Messias kreuzigen ist es ein "berechtigter" Grund sie bis zum Ende ihrer Existenz verfolgen zu lassen. Sie sind eben an allem Schuld. An der Weltwirtschaftskrise und dass mein Teddybär in der Toilettenspüle stecken geblieben ist. Wenn du mal keine Gehaltserhöhung bekommst waren es wieder die Juden. Und warum? Sie haben the King of the Universe geschlachtet den Mann der das Reich errichten wollte damit wir nicht mehr so leiden!

Nur mal so: Antisemitismus ist Blödsinn und dass Jesus hier ein Reich aufbauen wollte ist auch Blödsinn. Jesus musste sterben. Um uns das ewige Leben zu geben. Und das neue Jerusalem wird in 1000 Jahren vom Himmel herabfliegen. Davor werden wir natürlich von Jesus und seinen Engeln entrückt. (Nicht von Matreya und seinen UFOs)

Er sagt ja: mein Reich ist nicht von dieser Welt. Joh 18, 36


Philipp Ebert

Antwort löschen

Alles was du da schreibst ist Blödsinn. Der Film ist an keiner Stelle antisemitischer als das neue Testament, und wenn jemand kritisiert wird dann die Hohepriester und das Verhalten eines aufgepeitschten Mobs...Lies nochmal ´nach...



Kommentare (138) — Film: Die Passion Christi


Sortierung

dz_mic

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich glaube, daß es vielen schwer fällt diesen Film unvoreingenommen zu bewerten. Man merkt bei einigen Kommentaren, daß manche Atheisten schon Schaum vorm hatten als sie ihn geschrieben haben. Andrerseits hat dieser Film meiner Ansicht nach keine 10er Bewertung verdient; außer wenn man halt so von den Film so berührt wurde, daß man nicht anders kann (Ich bin mir ziemlich sicher das die 10er Bewertungen von gläubigen Christen kommen). Ich glaube, daß es schwierig ist das Leben von Jesus auf seine letzten 12 Stunden zu reduzieren, da im Film nur ein Teil seiner Botschaft rüber gekommen ist. Auch zu der rohen Gewalt im Film bin ich zwiespältiger Meinung, da sie einerseits einen Mitfühlen und bis ins Mark erschütern lässt, andrerseits nimmt die Gewalt teilweise überhand , sodas sich mancher Kinogänger sich einfach drauf aufgeilt und alles andere ins hintertreffen gelangen soll. Denn Antisemitismus Vorwurf verstehe ich allerdings nicht; da sie (angeblich) konservativen evangelikalen Christen dient. Was sollen konservative evangelikale Christen mit Antisemitismus anfangen (sie sind doch die größten Unterstützer Israels in den USA) ? Außerdem finde ich, daß Römer auch nicht grad positiv dargestellt wurden(außer Pontius Pilatus derwurde recht harmlos dargestellt) .
Es fällt mir schwer diesen Film zu bewerten, da er mich sehr gerührt hat...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

dz_mic

Antwort löschen

*4 Zeile: Schaum vorm "Mund"


Nebelung

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film von einem Christ für Christen. Was draufsteht, ist auch drin. Diese beiden Sätze erklären, weshalb der Streifen so umstritten ist.

Mir egal. Ein Film, so seelentief, als würde man einen Rosenkranz über die Geheimnisse Seines Leidens beten. Ersetzt das natürlich nicht, ergänzt aber den Karfreitag bei mir jährlich durch eine radikale visuelle Veranschaulichung des Weltgerichtes bei Golgatha.
Selbstverständlich prallt der Film mit voller Wucht auf einen säkularen Westen, der längst seine metaphysischen Wurzeln vergessen hat und wenn, dann im Patchwork oder Buddhismus-Light seine Bedürfnisse dahingehend befriedigt. Gibson wusste, dass der Film eine Provokation sein würde. Ihm war es ja auch egal, er wollte den Film machen. Fertig. Und was ist der Film?

Ein Film wie die Welt. Krieg. Krieg. Krieg. Und der Gott? - mensch?...
mittendrin voller Zuversicht und Hoffnung, fest im Glauben gegen den Versucher, dann voller nackter Todesangst und schmerzhaften Gewinsel. Der Mensch, wie er wirklich ist. Als Opfer und als Täter. Spott und Häme. Der Schwächere erfährt die Macht des Stärkeren. Am Ende ein zusammengekrampftes vor Schmerz zuckendes Etwas, heiser vom Kreischen. Gott ist nicht da. Es gibt nur die zerreißende Qual, so schlimm, wie rostige Nägel, die sich durch die Handwurzelknochen wühlen. Nackt zur Schau gestellt. Bespuckt und Geschlagen. Tausendmal geschehen, tausendmal an tausend Orten in tausend Zeiten. Und dann: Tod. Der Scheiß-Verbrecher, der Gotteslästerer, der Hetzer ist endlich weg, hält seine Fresse! Schweigt für immer!

Er ist gestorben, ist nicht vor den Menschen geflohen. Nicht weggegangen. Hat nicht sein Leben gelebt. Nein, er hat geglaubt. Er hat am Ende gebetet. Er hat Sie alle besiegt.

Hoffnung.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Nebelung

Antwort löschen

Ich denke, es gibt genügend Hinweise in meiner Kritik, die darauf hindeuten, dass ich getauft bin, ja.


ShayaNova

Antwort löschen

das erklärt einiges, wenn nicht alles :)


Dezibelchen

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ich empfehle: Southpark S08E03 "The passion of the jew"

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hablo92

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Für mich ist der Film ein Meisterwerk. Er zeigt ungeschönt, wie es damals abgelaufen ist. Nur so kann man verstehen, durch was für ein Leiden Jesus gegangen ist. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Am faszinierendsten finde ich aber, dass der Film in den damaligen Sprachen mit Untertitel gezeigt wird.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Martin Oberndorf

Antwort löschen

Word.


beast667

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Der Film ist so trist wie das Wetter grade........... Was erlauben Mel? Ich dachte immer die Kopf ab Szene bei Braveheart war nur gestellt, anscheinend war sie real, anders kann ich mir diesen kopflosen völlig Schwachsinn nicht erklären.....

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Jesus hat für uns gelitten, müssen wir deshalb jetzt wegen ihm leiden?
Mel Gibsons "Die Passion Christi" oder "Was soll das überhaupt"?
Das sich der lange Zeit so sympathisch verkaufende Ausi mit diesem fanatisch-übelen Unsinn in ein schlechtes Licht gerückt und wenig später durch antisemitische Pöbelein fast seine Karriere zerstört hat, ist nicht mal das Schlimmste an diesem grässlich-verblendeten Werk. Die formal ansprechende Ästhetik der Bilder rettet rein gar nichts, sondern macht den Schund nur noch ungeniessbarer.
Die allseits bekannte Geschichte vom Verrat an Jesus Christus und dem folgendem Martyrium bis zu seinem Tod am Kreuz erzählen zu wollen klingt vielleicht gar nicht so schlecht, nur dann muss auch wirklich etwas erzählt werden. Tatsächlich schildert Gibson lediglich die groben "Fakten" (was mit Vorsicht so genannt werden sollte. Ohne jemanden zu nahe tretten zu wollen, wie viel Wahrheitsgehalt in einer über 2000 Jahre alten Geschichte steckt, in der vieles wohl nur aus dramatischen Gründen so überliefert wurde, sollte nicht als unantastbare Tatsache angesehen werden), und geiert hauptsächlich durch eine unerträgliche Folterorgie. Selbst wenn es sich genau so zugetragen haben sollte, muss es denn in dieser Ausführlichkeit gezeigt werden? Grauen und Qualen lassen sich auch subtiler vermitteln. Ich habe gar kein Problem mit Filmgewalt und einige deftige Szenen sind dann auch angemessen, aber in dieser voyeuristischen Art ist es ekelhaft. Die Auspeitschszene hat für die Geschichte so gar keinen Wert, unendlich oft wird dort eingedroschen, Gibson zelebriert es in der bereits angesprochenen "Ästhetik", die schlicht zum kotzen ist.
Das wirklich verheerende an diesem Film ist das, was er vermittelt. Überwiegend hässliche, sardistische Juden sorgen für den qualvollen Tod des Sohn Gottes. Hätte Gibson nicht später noch seine (zugegeben, wohl im betrunkenen Zustand getätigt, aber es ist ja bekannt, was von Betrunkenen und Kindern gesagt wird) furchtbaren Äußerungen von sich gegeben, hätte das wohl als unbedachter Fauxpas durchgehen können, so schon mehr als bedenklich. Der Streifen gießt Öl in eine uraltes Feuer und ist Wasser auf die Mühlen sämtlicher fanatischer Extremisten.
Fürchterlicher Film, inhaltlich wie von seinem Subtext.

bedenklich? 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Eigentlich auch meine Einstellung, aber dieser fanatischer Scheiß ist echt nicht lustig. Mad Mel ist aber lustig. :)


SamRamJam

Antwort löschen

weiß ich nicht, ich habe den Film nie gesehen und habe auch kein Verlangen danach, aber Mad Mel finde ich auch lustig


sebastian.boehler

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Hätte Mel Gibson dem Zuschauer gezeigt, wie ein Jäger seine Beute häutet und ausweidet, wäre dies keine geringere Übermittlung religiöser Werte gewesen als "Die Passion Christi" es letztendlich ist.

Es ist nichts als unnötig, über mehr als zwei Stunden das zu zeigen, was sich frühere Jesus-Filme immer verkniffen hatten.
Natürlich bietet der Film äußerst imposante Bilder und für Fanatiker von Gewaltszenen ist dies bestimmt kein Fehlgriff, jedoch scheint sich Gibson nie wirklich mit der Bibel auseinandergesetzt zu haben. Dem Film ist dies zumindest nicht zu entnehmen, da er eine einzige pseudo-religiöse Actionsequenz ohne jeglichen Tiefgang und Sinn darstellt.
Mittels Rückblenden auf andere Ereignisse im Leben Jesu (Abendmal, Bergpredigt, etc.) versucht Gibson hier eine Komplexität aufzuweisen, was ihm meiner Meinung nach aber nicht gelingt. Rückblenden, die dem Film eine Botschaft geben, eine Lehre, hätten ihm auch einen besseren Zweck gegeben.

Mal davon abgesehen, dass dem Film auch Vorwürfe des Antisemitismus gemacht werden, was mir persönlich nicht in's Auge stach, kann ich mich über "Die Passion Christi" - bis auf bereits erwähnte imposante Bilder - nicht positiv äußern.
Man erfährt nicht wirklich mehr als sonst, man nimmt nichts mit, man (ich) fragt sich bloß: "Wieso?"
Schließlich hat man weder einen sehr guten Film vor sich, noch eine geeignete Tür zu seinem Glauben, zu Gott.
Womöglich war Mel Gibson einfach nicht die richtige Wahl, solch einen Film auf die Leinwand zu bringen. Vielleicht hätte es jemand tun sollen, der an seinem Glauben zweifelt, oder sich evtl. erneut von ihm überzeugen will.
Gibson hat nämlich nichts als hysterische Feststellungen vorzuweisen, was dem Resultat leider großen Abbruch machte.

Ich halte es schlicht und einfach für absolut nicht notwendig, dem Zuschauer im Detail vor Augen zu führen, auf welche Art und Weise der Sohn Gottes gepeinigt wurde, wie viel Blut über seinen Körper strömte, wie groß die Löcher in seinen Händen und Füßen waren.
Ich brauche keinen facettenlosen Film, um mir den Leidensweg Jesu nahezubringen.
Ich weiß, was er vor zweitausend Jahren für uns getan hat und ich wusste es schon immer.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 24 Antworten

Schlegel

Antwort löschen

Schöner Kommi. Die Bibel 1:1 abzufilmen ist schon arm und ignoriert vollkommen die tiefere Bedeutung dieser bildhaften Sprache. Ob man gläubig ist oder nicht, spielt da noch nicht mal eine Rolle. Die besten Bibelverfilmungen sind für mich die von Pasolini und Scorsese.


sebastian.boehler

Antwort löschen

Danke. Ich glaube sogar, dass ich keine der beiden gesehen habe. Aber da du mir bezüglich dieses Films zustimmst, sollte ich mir die von dir genannten wohl mal ansehen. ;)


aiK

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Das Einzige, was mich noch mehr ärgert als der Film ist, dass er hier als "Historienfilm" eingeordnet wird...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

styx.canomo

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

ich bin jetzt spirituell hoch erleuchtet und fühle mich umso mehr darin bestätigt, ein atheist zu sein.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

Brentano

Antwort löschen

das wäre natürlich ein Volltreffer, ...


Jek-Hyde

Antwort löschen

@ styx.canomo: Ich glaube dann haben wir uns vor zwei Wochen auf dem Mond Titan getroffen, man war das ne Party. Warum hast du nicht gesagt, dass du's bist? ^ ^ War ne tolle Show die du da abgezogen hast, ich habe noch die ganze Woche darüber gesprochen. Machst du mich mit der grünen Asiatin bekannt? Ihr schient sehr vertraut zu sein?


Mac_C_Tiro

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Sadistisch angehauchtes, langweiliges Werbevideo für konservative Rechte und christliche Religionsfanatiker der USA. Ein angenommener Mythos wird medienwirksam durch einen Fundamentalisten ausgeschlachtet und möglichst blutig serviert.. Drum fresse wers mag, ich trete lieber in Hungerstreik!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hyperion00731

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein opulenter klasse Film mit Stil, der drastisch und ohne Hemmungen das enthüllt was andere Kreuzigungsfilme über Jesus nur oberflächlich anschneiden.
Cast: 9/10
Story: 10/10
Bild: 9,5/10
Ton: 9/10
Uhwert: 10/10
47,5/50
95/100
=9,5/10

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Philipp Ebert

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich hab ihn mir gerade eben nochmal durch Zufall ein weiteres mal angeguckt und war am Ende tatsächlich den Tränen nahe...und das als Agnostiker...das war der Inszenierung geschuldet schätze ich.
Was soll man zu diesem Film sagen? Im Grunde genommen kann man nur sagen, dass ihn heuchelnde Christen, Gewaltskeptiker und Leute die hinter jedem Busch Antisemitismus vermuten hassen werden. Menschen aber die ernsthaft an das was Sonntags so gepredigt wird und in ihrem kath. Glaubensbekenntnis steht glauben können diesen Film eigentlich nicht einfach so als Schund oder gar Blasphemie abtun.
Gibson (man mag von diesem Mann und seinen Ansichten halten was man will) gab sich größte Mühe das geschehen aus NT Sicht so authentisch wie möglich zu inszenieren das fängt bei den Sprachen an, er ist damit genausowenig einen faulen Kompromiss eingegangen wie bei der expliziten Gewaltdarstellung die nur das zeigt was im NT steht.
Es abzuschwächen und vor allem während der Geißelung unnötige Subplots zu eröffnen wäre der Geschichte nicht würdig gewesen.
Zudem finde ich den Vorwurf des Antisemitismus völlig hysterisch und ungerechtfertigt (wieder unabhängig von dem was Gibson so verlauten ließ) Pilatus hätte handeln können tat es aber nicht, die Hohepriester stachelten die Menge an welche als tosender Mob unter Beweis stellte, dass hier keine Juden jubelten und Jesus Tod forderten, sondern blinde, dumme Massen.
Dieser Film hat mich zwar nicht zu Glauben an die mir angetaufte Konfession gebracht, er ließ mich aber vor allem am Ende und während den Flashbacks erahnen warum Menschen aus Glaube der christlichen Lehre folgen.
Alles in allem ein unglaublich mutiger und guter Film der in seiner intensiven drastik um einiges brutaler ist als der ganze Splatter und Goretrash an dem er (Tatsache) von Leuten in meiner Umgebung manchmal gemessen wird.
Ein Meisterwerk, trotz alledem.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Philipp Ebert

Antwort löschen

Naja in dem Film gehts nicht zuletzt um drastische Gewalt...also so weit ist der Weg ja gar nicht^^


Jek-Hyde

Antwort löschen

Hm...stimmt...


Andy Dufresne

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Ich liebe sinnlose Gewalt in Filmen (wenn es halt passt).
In diesem Film ist sie aber schlicht nichtanschauenswert.

Hab nach ner starken halben Stunde aufgehört den Film zu schauen.
Einen Film der nur daraus besteht das Jesus gefoltert wird, brauch ich nicht,da traue ich mir so viel Kopf und Imagination zu, mir vorstellen zu können das Jesus es nicht leicht hatte, muß mir nicht derart plakativ visualisiert werden.

Auf jeden Fall nicht auf diese Art und Weise...

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

sebastian.boehler

Antwort löschen

Glaub mir, Andy, hättest du nicht ausgeschaltet, hätte dich der Rest des Films auch nicht dafür belohnt. ;)
Absolut unnötiger Film und ich habe es jetzt mal gewagt und ihn als Hassfilm eingestuft...


Andy Dufresne

Antwort löschen

Glaub ich sofort!
Würde ich ihn ganz gesehen haben (was ich wohl nie tun werde), ein saftiger Hassfilmkommentar wäre wohl (auch) durchaus drin...:)


BlubberKing

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Dass das Böse nur durch ein Blutopfer getilgt werden kann, war schon Grundwissen der antiken Völker. Jesus erhebt den Anspruch, das endgültige Opfer der gesamten Menschheit zu sein und nahm einen brutalen Opfertod mit Folter und Kreuzigung in Kauf. Endlich mal ein Film, der das schonungslos zeigt. Ob durch diese Opfertat der Weg zu Gott freigeräumt wurde, wie es Jesus behauptet, darüber muss jeder selbst urteilen. Ich hab mich auf meiner ganz eigenen Suche mit dieser Gestalt Jesus und seinen Worten intensiv befasst und muss sagen, dass mich noch nix in diesem bekackten Leben so beeindruckt hat wie dieser Kerl aus Galiläa.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

BlubberKing

Antwort löschen

Jo, swissroland, da geb ich Dir vollkommen recht: Mel Gibson hat sich völlig danebenbenommen. Aber seine großartigen schauspielerischen Leistungen, z.B. in Braveheart, Der Patriot oder Payback, kann man ihm kaum absprechen. Außerdem hat er ja net nur Regie in Die Passion Christi geführt, sondern auch in so hervorragenden Sreifen wie Braveheart oder Apocalypto.
Den Film Die Passion Christi hat Gibson nicht aus dem Grund gedreht, weil er die Juden net mag, sondern weil er die letzten Stunden Jesu vor seiner Kreuzigung so realistisch wie möglich darstellen wollte. Und das ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.


BlubberKing

Antwort löschen

He rockoholic, wie soll ich mich denn opfern. Ich bin doch viel zu bedeutungslos, als dass mich einer ans Kreuz schlagen würde. Da wären den Folterknechten selbst die Nägel zu schade.
Das Böse wird´s wohl immer auf der Welt geben und ich hab den Eindruck, dass das eher zunimmt. Jesus erhebt ja lediglich den Anspruch, das Böse im Menschen selbst tilgen zu können. Also den ganzen Bockmist, den man verzapft hat und immer noch verzapft. Und dieser Jesus hat auch gemeint, dass er stellvertretend für einen jeden auf diesem Planeten am Kreuz hing. Also hab ich nochmal Schwein gehabt und bin an meiner eigenen Opferung haarscharf vorbeigeschrammt. Klasse, dann kann ich heut Abend doch noch ins Kino.


Marco Smud

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Das Problem dieses Filmes ist die zu einseitige Darstellungen eines Teils des Ganzen. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um die Verfilmung der Leiden Christi. Jedoch versäumt die Umsetzung das Wesentliche dieser wichtigsten, historischen Begebenheit der Menschheitsgeschichte: der Grund seiner Geburt, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung und die damit verbundene frohe Botschaft. Anstatt dem Zuschauer das Wirken Christi und den Willen des himmlischen Vaters nahe zu bringen, konzentriert sich die Handlung zu sehr auf Effekte, die zusammen mit dem Bühnenbild eher an "Der Herr der Ringe" erinnert als an das antike Israel.

Die Figuren wirken übertrieben und leicht karikiert, was der Geschichte einen schlechten Beigeschmack verleiht. Man wird das Gefühl nicht los, daß die Handlung ins Absurde, ins Schmierentheatralische abrutscht. Ein wenig Zurückhaltung hätte dem Film zumindest gutgetan.

Es geht um Gott in menschlicher Gestalt, der auf die Welt gekommen ist, um die verlorenen Schafe Israels einzusammeln. Danach erteilte er seinen Aposteln den Auftrag, alle Menschen zu seinen Jüngern zu machen, damit diese - am Ende aller Tage - auferstehen und das ewige Leben erhalten, welches sie auf einer neuen Erde verbringen werden. Das von Chistus verkündete Evangelium lehrt uns, was wir tun müssen, um das ewige Leben zu erlangen und was geschieht, wenn wir es ablehnen. Solch ein bewegendes Thema hat einen Film verdient, der genau diese Botschaft vermittelt. "Die Passion Christi" hat dieses Ziel weit verfehlt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Admiral.Nogura

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Das kommt dabei heraus, wenn man den Rächer der bußfertigen Sünder auf den Regie-Stuhl läßt. Selten so gelacht. Das Problem des Film ist nicht die explizite Gewaltdarstellung, sondern das Fehlen von jeglichen dramaturgischen Kontext. Und die Stilisierung ist schon einen Lacher wert.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

nasenschleuder

Kommentar löschen
vorgemerkt

Sieht nach einer echten Herausforderung aus, Vorhersage: 3,5. Immerhin schätze ich a) Jim Caviezel und b) Filme in lateinischer Sprache.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Schlegel

Antwort löschen

Eine hübsche Trashperle! Gibts sonst noch Filme auf Latein?


nasenschleuder

Antwort löschen

So richtig viele nicht, ausser Derek Jarmans "Sebastiane" kenne ich nur dieses mittelwertvolle Musical: http://www.youtube.com/watch?v=AtyimbCd8hI (der Akzent ist durchgehend katastrophal)
:D


zmpfl

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

JESUS CHRIST TORTURE PORN !

"Boa,ey,Alter! Endskrasser Brutalomovie, hab mir die Folterszene dreimal hintereinander reingezogen. Ist dir das zu stark bist du schwach, du Opfer!" sagt der eine 10-Jährige zum anderen...

Ein in fast jeder Beziehung ekliger Film.
(das Licht war da und dort ganz gut gesetzt :D)

"Fans dieses Films mögen auch:
High School Musical
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
Daniel - Der Zauberer
Twilight - Biss zum Morgengrauen
Die weiße Massai "
....Mehr sog i net!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

TheBruceWayne

Antwort löschen

Traurig.Mit 10 hätte ich ein Trauma gehabt.Aber diese Kiddies spielen ja schon Cod etc.....


fabian.engelhardt.142

Antwort löschen

also das mit "fans dieses films mögen auch"
is echt hart :D


Frankenchrist

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Es ist bemerkenswert, wie viele Kommentatoren von den im Film zu sehenden Grausamkeiten entsetzt sind und ihn daher und aufgrund seiner angeblichen Gewaltverherrlichung verwerfen. Nu, was kann auch anderes von einem Werk erwartet werden, das den Leidensweg Jesu möglichst authentisch dazustellen versucht (soweit verbürgt in Schrift und von Historikern), als eine drastische Vorstellung einer drastischen Begebenheit. Eine Kreuzigung ist kein Honig-, kein Zuckerschlecken und dieses Wissen kann man voraussetzen. Niemand geht in einen Horrorstreifen und darf sich nachher beschweren, dass hie und da Blut floss und Schläge ausgeteilt, niemand in einen Kriegsfilm, um danach zu schimpfen, dass Menschen erschossen wurden. Der Film muss sich nicht an solchen Ignoranten messen, die pikiert sind, weil man ihnen nicht das vorsetzte, was sie erträumt hatten, sondern an seinem Anspruch, das von der
damaligen Hinrichtungsmethode Kreuzigung erzeugte Leid so nachvollziehbar wie möglich zu vermitteln. Während andere Filme diesen Lebensabschnitt Jesu entweder gar nicht oder verkürzt dargestellt haben, widmet sich Gibson hier so intensiv dem Thema, wie kein mir bekannter Film zuvor. Er soll verstörend sein, und brutal, blutig, eben genauso, wie man annehmen kann, dass eine Kreuzigung damals für die Menschen - Verurteilte wie staunendes Volk - war. Die Dimension des aufgenommenen Leids wird hier endlich deutlich. Den Antisemitismus-Vorwurf kann ich nur teilweise nachvollziehen. Jesus nimmt sein Schicksal schließlich an, weiß, dass es notwendig ist, damit sich die Prophezeiung in der Schrift erfüllt, dass es Gottes Wille ist. Man kann sagen, die Juden damals sind essenziell für das heutige Christentum, das ihnen Dankbarkeit zollen müsste (falls es in dem Kontext das passende Wort ist), keine Vorhaltungen und keinen Hass noch Antisemitismus. Die Antisemitismus-Keule ist immer schnell bei der Hand, sobald mal ein, zwei Juden negativ dargestellt werden. Andere Künstler, Dichter können ein Liedchen davon singen. Und noch etwas: Wirft man der Bibel, genauer, den Evangelien des Neuen Testaments vor, antisemitisch zu sein? Der Film versteht sich wohl als Literaturverfilmung, und so steht es geschrieben (zugegeben, es ist vieles ergänzt worden, aber das versteht sich von selbst, da die biblische Schilderung oft nicht ins Detail geht, aber nichts kommt mir übertrieben oder weit hergeholt vor, angenommen, Jesus hat gelebt wie überliefert wurde, dann scheint es für mich geradezu semi-dokumentarisch zu sein, was Gibson hier abgeliefert hat, zu sehen eben an der unkommentierten Passion und durch die unsynchronisierten Dialoge sowie den schonungslos gezeigten Opfergang). Die Historizität der Gestalt Jesus abzuschlagen zeugt für mich auch von Unwissenheit und Anmaßung (vielleicht als Konsequenz atheistischer Propaganda). Es gibt eben nicht nur die 4 Evangelien, die seine Existenz bezeugen, auch außerbiblische (apokryphe) Texte berichten von ihm und zuletzt sogar nicht-christliche Texte, also z.B. mit hellenistischem Hintergrund. Das Wunderwirken und Christi Himmelfahrt stehen auf einem anderen Blatt Papier. Über die anderen sicherlich zuhauf vorkommenden historischen Ungenauigkeiten kann ich auch hinwegsehen. Andere Jesus-Filme sind ebenso in Feinheiten unkorrekt, was offenbar aber auch keinen zu stören scheint. Nur Gibson allein ist natürlich solch ein unverzeihlicher Schlamper, na klar... Und zugegeben, der ein oder andere Sturz Jesu unter der Bürde des Kreuzes scheint zu viel des Guten, wirkt einen Tick zu melodramatisch wie auch manch andere Sequenz. Alles in allem ist Gibson hier aber ein großes Werk gelungen, mit glaubhaften Schauspielern und einem Jesus, der nicht verkitscht oder romantisiert wirkt, sondern unmissverständlich zu verstehen gibt, dass es kein Leichtes ist, die Kraft aufzubringen, die Verantwortung zu übernehmen und die Tortur durchzustehen. Das hat mich tief beeindruckt zurückgelassen, wobei es keine Rolle spielt, ob man die Geschichte glaubt oder nicht, ob sie wahr oder unwahr ist. Danach fragt immerhin auch niemand bei Harry Potter und Konsorten. An alle auch, die gleich zugeben, mit Bibel, Christentum und Jesus nichts anfangen zu können, muss auch die Frage gestellt werden, wieso sie ihn überhaupt angeschaut haben. Natürlich kann und will ich das keinem verbieten, aber mich interessiert, welchen Hintergedanken, was für Erwartungen ihr dabei hattet (ihn von Haus aus zu verreißen, lächerlich zu machen, da ihr zu der Geschichte eh keinen Bezug habt und für Aberglauben haltet?) Geht ihr auch in die Kirche und beklagt euch anschließend beim Pfarrer, dass er über Jesus und Gott gesprochen hat? Nun zu den rechten Evangelikalen: Mir stößt diese Ausnutzung für ihre Propaganda auch übel auf,
nur darf man den Groll nicht auf das missbrauchte Kunstwerk lenken. Mutige, radikale Kunst (für mich die wahre u. interessante) wäre ansonsten kaum mehr möglich. [Manche, die die hier christl. Propaganda kritisieren, finden dafür Filme von Chuck Norris und Sly Stallone (Missing in Action, Rambo etc.) saugeil, und ignorieren die m. E. viel schlimmere Militär- und Kriegspropaganda, die Selbstjustiz-Verklärung, die Antipathie gegen Vietnamesen und Feindklischees usw.] Gibson mag verrückt sein, aber als Filmemacher ist er wahnsinnig gut. Genie und Wahnsinn.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Frankenchrist

Antwort löschen

Naja, nicht unbedingt. Ich sag nur, dass es erstmal unabdingbar ist, gesichertes Vorwissen zu haben. Dann geht aber auch durch das Lager der Theologen ein Riss bei der Bewertung des Films. Die einen feiern, die andern verreißen ihn. Dazwischen gibt es so gut wie nichts und niemanden. Vielleicht nehme ich diese Position ein, der sowohl das Positive als auch das Negative an dem Film sieht u. akzeptiert und ihn insgesamt nach wie vor für sehenswert hält, zumindest für die Zielgruppe. Letzten Endes ist es wohl wie bei Amélie eine Frage des Geschmacks^^. Viel Erfolg bei deinem Kommentar.


Nebelung

Antwort löschen

Vielen Dank für diese höchst interessante Auseinandersetzung mit dem Film, die einen ahnen lässt wie viele Facetten der Wirkung er entfalten kann.


swissroland

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ein Judenhasser führt Regie bei einem Film über Jesus. Cool!
Der Blitz so ihn beim scheissen treffen

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch