Gimme Shelter

Gimme Shelter (1970), US
Laufzeit 91 Minuten, FSK 16, Musikfilm, Dokumentarfilm, Kinostart 11.07.2002

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von Albert Maysles und David Maysles, mit Mick Jagger und Keith Richards

Diese innovative Dokumentation Gimme Shelter der Cinema-verité-Pioniere David und Albert Maysles und Charlotte Zwerin begleitet die Rolling Stones auf ihrer U.S.-Tournee 1969. Zehn Tage von New York bis nach Kalifornien, zehn Tage voller Schweiß und großer Gesten der größten Rockband der Welt, die die Kameras hautnah festhalten. Beim Abschluss der Tournee kommt es zu dem berüchtigten Gratiskonzert am Altamont Speedway, wo die Filmemacher den explosiven Mix aus Gewalt, Chaos und Gegenkultur dokumentieren, der heute als Ende der Love Generation definiert wird.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Gimme Shelter

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Das düstere Pendant zum Woodstock-Film zeigt nicht nur das Ende des Traums von Love & Peace, sondern auch das der junge Mick Jagger wohl bei DSDS weder optisch noch stimmlich eine Chance gehabt hätte. Aus heutiger Sicht überrascht auch wie brav und zahm die Performance der Stones damals war. Umso härter haut das Ende rein, das ausführlich das Drama von Altamont schildert.

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Kommentare (2) — Film: Gimme Shelter

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Gimme Shelter" ist eigentlich der böse Abgesang auf die 60er Jahre. Albert und David Maysles und Charlotte Zwerin hatten das große Glück und die zweifelhafte Ehre zugleich, die Rolling Stones bis zu ihrem Altamont Gig zu begleiten. Davor geht es um das typische Geplänkel einer heiß-gekochten Superstar-Band. Ein Konzert im Madison Square Garden, Platten-Aufnahmen oder Photo-Shootings. Dazu rüstet sich die Band für das geplante Umsonst-Event. Und dann weicht die Unbekümmertheit. Der Film zeigt einen Teil des langen Programms, welches dem Stones-Auftritt voranging, und wirkt wie ein verstörendes Relikt. Damals, Ende der 60er, schien es noch keine so trennbare Linie zwischen Bühne und Publikum. Ausgerechnet die Hell's Angels sorgen für die Security und zusehends erhitzen sich die Gemüter. Die Fans werden laut und stören den Ablauf, die Angels werden grober und dann kriegen auch schon Musiker etwas ab. Mick Jagger und seine Jungs versuchen alles irgendwie rauszureißen und für etwas Entspannung zu sorgen. Aber dann passiert es und der Traum ist aus. Mit dem Mord an Meredith Hunter platz die Seifenblase von gutem Rock und dem allgemeinen Kuschel-Wohlgefühl. Neben gar nicht mal so guten Leistungen der Stones (vor allem der jüngere Jagger wirkt etwas sehr von der Rolle) ist dies der dokumentarische Verdienst von "Gimme Shelter." Genau den Moment einzufangen, indem Rockmusik einen wichtigen Teil ihrer Unschuld verlor. Danach sollten sich Künstler fortan nur noch auf großen Bühnen-Konstruktionen mit Leinwänden und Lautsprecher-Ungetümen von ihrem Publikum abkanzeln. Ein weiterer wichtiger Moment ist der Schluss: Mick Jagger sitzt mit den Machern am Schneidetisch und lässt sich die schrecklichen Minuten zeigen. Sein aufgelöster Blick danach spricht ziemliche Bände. Ein Wunder, dass die Stones danach noch Musik machen konnten.

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guggenheim

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Bewertung7.0Sehenswert

Interessant ist es eigentlich nur dann, wenn es wirklich um das skandalöse Altamont Free Concert geht. Ansonsten sieht man ausführlich einen jungen, aber auch damals schon nicht hübschen Jagger, wie er mit seinen Bandkollegen die Stones-Klassiker zum Besten gibt. Das ist für Fans bestimmt toll, alle anderen finden eher die Klamotten lustig...
Aber nicht falsch verstehen: sehenswert ist das trotzdem, auch wenn die Musik einem nicht zusagt, denn man weiß um die Dramatik und die kriegt einen irgendwie auch.
Fazit: Authentische, aber auch ein wenig flach geratene Doku...

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