Das Leben ist kein Heimspiel

Das Leben ist kein Heimspiel (2010), DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 06.01.2011

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8.2 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Frank Pfeiffer und Rouven Rech, mit Dietmar Hopp und Steffen Jürgens

”...Dabei geht es im Grundsatz um eine Glaubensfrage: Millionen oder Traditionen?” Der Trailer zu Das Leben ist kein Heimspiel bringt es auf den Punkt. Wie schafft man den Spagat zwischen dem Anspruch, einen Verein aus einem 3000-Seelen-Dorf an die Spitze des deutschen Fußballs zu bringen, dabei aber nicht die Fans der ersten Stunde zu verprellen? Die Dokumentation Das Leben ist kein Heimspiel zeigt beide Seiten: Da ist zum einen der SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp, dessen Millioneninvestitionen zu verdanken ist, dass der Verein innerhalb weniger Jahre aus der Regionalliga in die Bundesliga aufgestiegen ist. Ist seine Begeisterung für die Fußballmannschaft der Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e.V. seiner Verbundenheit zum Verein geschuldet oder steckt geschäftliches Kalkül hinter seinen Bemühungen? Dies sind Fragen, die den einfachen Fan neben dem sportlichen Erfolg seiner Mannschaft interessieren.

Das Leben ist kein Heimspiel ist die packende, authentische Dokumentation einer der größten sportlichen und wirtschaftlichen Unternehmungen der deutschen Fußballgeschichte und zugleich ein emotionaler Heimatfilm, das liebevolle Porträt eines Dorfes und seiner Idylle, an der die Stürme der gesellschaftlichen Veränderung nicht spurlos vorbei gehen.

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Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Das Leben ist kein Heimspiel

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.5Sehenswert

Ein Fußballfilm über Hoffenheim klänge nach Western ohne Munition, unkte „11 Freunde“, das Magazin für die Kultur rund ums Leder. Nun wurde aus „Das Leben ist kein Heimspiel“ aber gar kein Fußballfilm, sondern das „Making Of“ eines Kunstprodukts: der Fußballmarke TSG 1899. Die Langzeit-Doku nimmt den Ball in der Regionalliga auf und zeigt, wie in der Kraichgauer 3.000-Seelen-Gemeinde ein bedeutungsloser Provinzclub zum professionellen Fußballunternehmen heranwächst. Zum Schluss steht die zehnmal sämtliche Einwohner fassende Rhein-Neckar-Arena, erbaut auf der grünen Wiese gegenüber der nahegelegenen Kreisstadt Sinsheim. Dass die Turn- und Sportgemeinschaft an jenem Tag auch noch Tabellenführer ist, kommt der Inszenierung natürlich besonders zupass und ist der verdiente Arbeitslohn für zwei Regisseure, die ein weiteres Beispiel für die schlichte Botschaft liefern, dass es Dinge gibt, die man mit Geld nicht kaufen kann. Fußballkultur zum Beispiel.

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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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7.0Sehenswert

Die beiden Filmemacher [erzählen] im Grunde viel mehr als nur den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg eines Fußball-Klubs. Ihr Film ist auch ein Dokument der Zeitgeschichte, ein Lehrstück über die Mechanismen des Kapitalismus, die mittlerweile auch die Protagonisten des Hoffenheimer Märchens eingeholt hat.

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brutstatt: brutstatt.de brutstatt: brutstatt.de

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9.0Herausragend

Dem Film gelingt es, unterhaltsam und spannend, emotional und bisweilen sehr lustig über das Wirtschaftsunternehmen und den Fußball-Club TSG 1899 Hoffenheim zu berichten. [...]
„Das Leben ist kein Heimspiel“ ist eine Pflichtveranstaltung und eine Bereicherung für jeden, der sich auch abseits des Spielfelds und jenseits der 90 Minuten für modernen Profi-Fußball interessiert. Ein aufschlussreicher und begeisternder Blick in das Innere der Machinerie.

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soccerwarriors: soccer-warriors.de soccerwarriors: soccer-warriors.de

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8.5Ausgezeichnet

In Hoffenheim - Das Leben ist kein Heimspiel sind so intime Szenen entstanden, dass man als Zuschauer in fast jedem Moment denkt, man ist mittendrin, ja es wirkt so als würde man höchstpersönlich bei Hoffenheims Geschäftsführer Rotthaus im Büro stehen und ihm über die Schulter schauen. So etwas ist verdammt beeindruckend und kann nur funktionieren, wenn man als Filmemacher das grenzenlose Vertrauen der beteiligten Personen gewonnen hat oder noch besser, wenn die Hauptpersonen des Films des öfteren schlichtweg vergessen, dass nebendran ein Mann mit Kamera steht.

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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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8.5Ausgezeichnet

So authentisch wie in „Das Leben ist kein Heimspiel“ wurde selten die Verbindung von Sport und Ökonomie in einem Film dargestellt.

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Nino Klingler: critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Was Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel so sympathisch macht, ist das Vermögen der Filmemacher, sich der Wirklichkeit und Intensität der in den Menschen entfachten Emotionen nicht zu verschließen, ohne darüber deren Entstehungsbedingungen aus den Augen zu verlieren. Die häufig eingesetzten Montagesequenzen, die den rasanten Aufstieg der Mannschaft zu Tor- und Jubelwundertüten verpacken, speisen ihre Energie primär aus der sportlichen Brillanz des Teams, und sie zu schauen macht natürlich (auch) schlicht Spaß. Es ist schön zu erleben, dass sich eine kritische und eine genießerische Perspektive nicht zwangsläufig ausschließen.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Die Folgen der Ökonomisierung jener „Softskills“, die man früher einmal „Seele“ nannte, sind ein zentrales Motiv dieses liebevollen Heimatfilms, der zugleich aber auch darüber hinaus geht; denn „Das Leben ist kein Heimspiel“ ist auch eine überaus gelungene Fußball-Dokumentation. Durch ihre Situationskomik ist sie auch für jene interessant, die den Sport selbst reizlos finden, weil der Film sich auf das Umfeld konzentriert und im Fußball das ganze Leben und die Gegenwart entdeckt. Zugleich wird der Sport nicht verraten. Die Regisseure stellen ganz im Gegenteil die Frage, wie sich unter den Bedingungen einer deregulierten und globalisierten (Fußball-)Wirtschaft die Geschichte des Fußballs noch pflegen und seine Tradition bewahren lässt und ob die Bewahrung der Tradition überhaupt noch ein Wert an sich ist. Die Gesellschaft, als deren Teilsystem der Fußball in diesem Film erscheint, ist eine PR-Gesellschaft: entpolitisiert und nach Marketing-Gesetzen gesteuert. Fußball gehört darin zu jenen Phänomen, mit denen diese Gesellschaft mehr durch Überredung, Identifikation und Zugehörigkeit gesteuert und manipuliert wird als durch demokratische Entscheidungen einer diskutierenden Öffentlichkeit unter Gleichen. Der Profisport wird zum Agenten einer Entdemokratisierung. Man kann es als Tugend des Films betrachten, dass die Regisseure darauf verzichten, selbst Position zu beziehen; ihre Ansichten sind dennoch für jeden, der Augen und Ohren hat, leicht zwischen den Bildern und in den Worten der Protagonisten zu entdecken.

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Christian Spiller: Die Zeit Christian Spiller: Die Zeit

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8.5Ausgezeichnet

Die erste Szene des preisgekrönten Dokumentarfilms Das Leben ist kein Heimspiel von Frank Pfeiffer und Rouven Rech spielt im Januar 2007. Drei Jahre lang begleiteten die beiden Filmemacher den ehemaligen Dorfverein TSG 1899 Hoffenheim. Und wenn es sich irgendwann irgendwo gelohnt hat, einen Fußballclub eine Zeit lang zu begleiten, dann in den späten nuller Jahren in Hoffenheim. [...]
Dieser Film wäre nicht eine der beeindruckendsten Sportdokumentationen, wenn er bloß die Geschichte des Hoffenheimer Erfolges nacherzählen würde. Es ist vielmehr die Ambivalenz zwischen Tradition und Moderne, zwischen Bratwurst und Feuerwerk, die der Film einfängt. Der deutsche Profifußball brauchte etwa 25 Jahre, um den Makel der Provinzialität abzuschütteln und sich ums Geldverdienen zu kümmern. Die TSG Hoffenheim schaffte das in nur drei Jahren.

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Kommentare (4) — Film: Das Leben ist kein Heimspiel

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Marti DiBergi

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Oha, da regen die sich aber auf, die oberharten Ultras von den sog. "Traditionsklubs" und vergessen in all ihrer spätpubertären Rage, dass dieser Film keine Werbung für den Verein machen will, sondern einen Konflikt darstellen und ausleuchten möchte. Also Schaum vom Mund wischen, Fähnchen einpacken und den Trailer nochmal in Ruhe angucken bevor man hier mit den 0 Punkten um sich wirft wie mit vollgekackten Bierbechern im Stadion.

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fabel

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Wir Wolfsburger kennen das Problem halt auch (leider).;)
Deswegen:
Fuck of Tradition - dafür kann ich mir auch nichts kaufen, auch wenn Großkotz Watzke es anders sieht und uns lieber verbannt sehen möchte.
Wenigstens einer, der mich versteht. Gefällt mir.:)


Marti DiBergi

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Naja Tradition kommt halt mit den Jahren, deswegen finde ich es immer so schlimm das auf uns immer gespuckt wird. Wir machen halt gerade das durch, was andere Vereine vor 40 Jahren durchmachen mussten. Stand ja auch jahrelang in der Nordkurve und bin auch hin und wieder Auswärts mitgefahren, nur um mir anhören zu müssen, ich sei "von VW gekauft".
Viele scheinen zu vergessen das auf Schalke, bei Dortmund, Bayern und Bremen genauso das Geld regiert wie bei uns, nur das bei uns halt der Sponsor direkt gegenüber vom Stadion sitzt.
Unsere Traditionen sind halt 3 Autos vorm Einfamilienhaus und jeden Sonntag Wasserspiele in der Autostadt ;)


Rukus

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Das Banner im Trailer müsste eigentlich lauten: Tradition seit NIE

Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Fußballfans.

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henning911

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Bewertung0.0Hassfilm

Dietmar Hopp und seine Milliarden-Söldner-Truppe...Ein Mann macht aus dem liebenswerten Spiel Fußball ein Event...Er zerstört in wenigen Jahren das, was viele Vereine sich über viele Jahrzehnte aufgebaut haben...mein Lieblingssatz im Trailer "Den richtigen HoPPenheimfan gab es vor 2 Jahren so ja noch gar nicht!" (geprägt von Ralf Rangnick, seines Zeichen Trainer der Eventtruppe). Das Privat-Investoren nicht in den Fußball gehören zeigt sich ja deutlich im Ausland wo die großen Traditionsvereine wie ManU, Barca, Liverpool etc finanziell am Abgrund stehen...in diesem Sinne: 18,99€ HoPPenheim Fußballh*re!!! EIN FILM DER WIEDER MAL DER GELDMASCHINERIE HOPP ZU VERDANKEN IST...braucht kein Mensch!!!

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Finn0r

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Werder Bremen!


wettbuero

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was ist grün und ... Von wegen liebenswert. Bedauernswert, wenn schon -wert


Lammbock

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Alleine der Trailer lässt schon vermuten, wie verblendet manche Leute in Hoffenheim eigentlich sind. Ich musste öfter schmunzeln, als ich Rangnick zugehört habe. Erst sieht man ihn, wie er sagt, dass "der Hoffenheimer Fan" vor 2 Jahren ja noch gar nicht existierte und danach kommen ein paar Leute, die behaupten, Hoffenheim schon auf dem Ascheplatz zugejubelt zu haben. Was ein Schlag ins Gesicht für die wahren Fans!

Dann wird doch tatsächlich behauptet, dass es noch nie so einen tollen Aufsteiger gab. Ich frage mich dabei, ob die Verantwortlichen schon mal was von Kaiserslautern gehört haben...

Der Film wird gnadenlos floppen, so viel kann man so schon sagen. Als Doku im TV würde ich mir das ganze vielleicht noch anschauen, aber das man dafür dann auch noch Geld ausgeben soll? Wenn da der gute Dietmar Hopp nicht bei der Finanzierung geholfen hat...

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