La danse - Das Ballett der Pariser Oper

La danse - Le ballet de l'Opéra de Paris (2009), FR/US
Laufzeit 158 Minuten, FSK 0, Musikfilm, Dokumentarfilm, Kinostart 30.12.2010

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von Frederick Wiseman,

Frederick Wiseman, Großmeister des Dokumentarfilms, hat seine Kamera für neun Wochen im Herzen des Balletts der Opéra National de Paris installiert. Von den Schneiderateliers bis zu den öffentlichen Aufführungen, in denen die Startänzer brillieren, führt uns “La Danse” hinter die Kulissen der berühmten Institution und zeigt uns das Schaffen derer, die täglich um außergewöhnliche Darbietungen ringen.

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Kritiken (8) — Film: La danse - Das Ballett der Pariser Oper

M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

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6.5Ganz gut

Frederick Wiseman, Altmeister des amerikanischen Dokumentarfilms [...] liefert seinen ästhetisch wohl schönsten Film ab - aber leider nicht seinen besten. Ballettfans werden diesen Film lieben, den anderen bietet sich ein langer Blick auf tanzende Menschen und das Palais Garnier (das Haus des "Phantoms der Oper"), der zwar meditativ und visuell berückend ist, aber dafür wenig dramatische Höhepunkte bietet.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

„La danse“ ist das Beste des Tanzes und des Dokumentarfilms in einem! Dieser großartige Genuss fällt wie immer bei dem mittlerweile über 80-jährigen Wiseman mit 160 Minuten etwas länger aus, aber man will keine Minute davon missen. Egal ob man mit diesem Metier vertraut oder gänzlich unbedarft ist!

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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6.0Ganz gut

In seinem neuesten Film "La Danse" hat sich Wiseman nun dem berühmten Ballett an der Pariser Oper im Palais Garnier angenommen und beobachtet die Truppe dabei, wie sie im Jahr 2008 das Programm für die kommende Saison erst einstudiert und dann auf die Bühne bringt. [...] Ohne Frage faszinierend. Und frustrierend, wenn man kein ausgewiesener Kenner ist und den "Nussknacker" nicht an den ersten zwei Tönen erkennt.

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Christina Zimmermann

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5.5Geht so

Gänzlich verzichtet Regisseur Wiseman auf die Kennzeichnung seiner kreativen Protagonisten, sei es Choreograf, Tänzer, künstlerische Leitung. Doch auch die Putzfrau und der Handwerker bleiben identitätslos. Der US-Amerikaner beobachtet und filmt ab, der Zufall scheint sein Co-Autor zu sein. Doch leider steht dadurch Szene unmotiviert neben Szene. [...] "La Danse - Das Ballett der Pariser Oper", wird dominiert von kommentarlos aneinandergereihten Momentaufnahmen, die nur ein Ballettomane genießen kann.

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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag

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7.5Sehenswert

"La Danse" ist einer von [Dokumentarfilmer Frederick] Wisemans bislang schönsten Filmen, nicht zuletzt weil im Metier Tanz sein Gespür für Rhythmus und Timing besonders zur Geltung kommt. [...] Ungeachtet von Binnendramaturgie und Erzählökonomie gleicht sein Film einem Streifzug durch die verschiedenen Abteilungen und Flügel der Oper.

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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

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8.5Ausgezeichnet

"La Danse - Das Ballett der Pariser Oper" heißt Frederick Wisemans fesselnde Dokumentation, die jeden Tanzfreund verzücken wird. Mit einer Spieldauer von gut zweieinhalb Stunden ist auch das Sitzvermögen von Fans klassischer Künste vonnöten. Der 80-jährige Regisseur, der am 1. Januar Geburtstag feiert, bleibt auch in seinem 38. Film seinem Stil treu. Das heißt: eine Kamera, lange, ruhige, aussagekräftige Einstellungen, ein klarer, sauberer Schnitt. Der Filmemacher stellt sein Arbeitsgerät auf und schaut durchs Objektiv zu. Kein Offkommentar, keine sprechenden Köpfe, keine Bauchbinden, kein tricktechnischer Firlefanz. Noble Zurückhaltung, elegantes Understatement.

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Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal

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8.5Ausgezeichnet

Frederick Wisemans „La danse“; wie der Untertitel – „Le ballet de l’Opéra de Paris“ – verrät, auch das Porträt des in der Opéra ansässigen Ballett-Ensembles der Pariser Oper. Zwölf Wochen hatte sich Wiseman, damals 77-jährig, im Herbst 2007 mit dem Kameramann John Davey in der Opéra verschanzt, weit über 100 Stunden Filmmaterial haben die beiden dabei belichtet. 158 traumhafte Minuten lang ist der daraus hervorgegangene Film. Es handelt sich dabei um ein unverkennbar Wisemansches Stück „direct cinema“ bzw. „cinéma vérité“: Einzelne Takes sind (oft ewig) lang, die Kamera, allgegenwärtig-agil, taucht beobachtend tief ins Geschehen ein. Kommentare gibt es keine: Der Zuschauer sieht, was er sieht, versteht, was er versteht; das Wer-Wann-Wo-Was erklärt sich, wenn überhaupt, erst im Abspann. [...] Zu sehen allerdings gibt es weit mehr als Tänzer und Choreografen. Immer wieder nämlich bricht die Kamera auf, schwebt durch verwinkelte Gänge und Korridore, lugt in Büros, Sitzungszimmer und Ateliers; schaut Handwerkern, Technikern, Maskenbildnern, dem Concièrge, Raumpflegern über die Schultern. Immer wieder im Bild ist auch, lebhaft, charismatisch und einfühlsam, Brigitte Lefèvre, „la directrice“, bald am Telefon, bald im Gespräch mit Tänzern, zwischendurch auch mal in einer Sitzung, bei der eine Veranstaltung für Sponsoren besprochen wird. So ist „La danse“ auch ein Film über das Funktionieren einer Institution und die in oft erschöpfender Arbeit wurzelnde Entstehung von Kunst. Anders gesagt: eine Ode an die bodenständige Körperlichkeit, welche großen Tänzern im Moment des Auftritts zu einer überirdischen Leichtigkeit des Seins verhilft.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Mit einer erstklassigen Kompanie, charismatischen Stars und stilistischer Vielfalt ist das Ballett der Pariser Oper weltweit eines der attraktivsten. Wiseman konzentriert sich bei seinem Blick hinter die Kulissen auf Impressionen aus Proben und Aufführungen. Klischees vom tränenreichen Weg einer Primaballerina bestätigen sich dabei nicht, von sturem Drill kann keine Rede sein. Ob klassischer Spitzentanz im Tutu oder zeitgenössisches Tanztheater, Nurejews legendäre Interpretation von Tschaikowskys beliebtem Nussknacker oder eine Arbeit der Kult-Choreografin Sasha Waltz: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

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Kommentar — Film: La danse - Das Ballett der Pariser Oper

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AugusteB

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Bewertung4.0Uninteressant

Schade. Ich dachte Wisemans Art sei es Intstitutionen mit ihren Abläufen festzuhalten. Deshalb auch oft die Länge seiner Filme. Bei La danse aber wird eigentlich nur der Tanz selber abgebildet, nicht aber seine Entstehung oder Entwicklung. Wiederaufnahmeproben werden ausführlich gezeigt, sonst leider nichts. Dazwischen immer wieder kurz die Dächer von Paris, nur um dann gleich zur nächsten langweiligen Choreografie zu schneiden. Schade.

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