Plastic Planet

Plastic Planet (2009), AT
Laufzeit 95 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 25.02.2010

8.0 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
179 Bewertungen
8 Kommentare
Plastic Planet - Bild 3783909
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Werner Boote und Werner Boote, mit David Nathan

Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben? Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?

HandlungWerner Boote, dessen Großvater selbst Hersteller von Plastikprodukten war, reist um die Welt und zeigt, wie Menschen jeglicher Herkunft im Alltag mit Plastik leben. Darüber hinaus führt er Interviews mit Sprechern der Industrie und Wissenschaftlern, die vor den Gefahren von Plastik für die menschliche Gesundheit und die Umwelt warnen.

  • 37795279001_1046267370001_plasticplanet-edit-thumb-square
  • 37795279001_1046453425001_plasticplanet-edit-thumb-square
  • Plastic Planet - Bild 2537969
  • Plastic Planet - Bild 2741349
  • Plastic Planet - Bild 2741362

Mehr Bilder und Videos zu Plastic Planet


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Plastic Planet

Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

„Plastic Planet“ steht in der neueren Tradition österreichischer Aufklärungsdokumentarfilme, die erfolgreich auf Festivals und in den Kinos laufen. (...) begegnet Boote seinem Sujet mit Humor, aktionistischem Eifer und einem hohen Selbsterfahrungspotenzial. Bei dem Konzept, selbst vor der Kamera zu agieren, lassen sich ein gewisses Maß an Egozentrik und Narzissmus kaum vermeiden. Dem sind dann einige Verirrungen und Längen geschuldet, die angesichts des spannenden Themas aber nicht entscheidend ins Gewicht fallen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (7) — Film: Plastic Planet

Kommentar schreiben
Sortierung

naufrago

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Verdammt verstörend, echt harter Tobak, sehr informativ und erschreckend. Aber so dermaßen schlecht gemacht. Hab mich richtig geärgert. Wie kann man einen so wichtigen Stoff so schlecht verpacken. Der Abschuss waren dann die Animationen zwischendrin.
Schade. Eigentlich müsste der Film etwas bewegen, uns komplett umdenken lassen und dazu bringen anders zu handeln.
Trotzdem: unbedingt anschauen!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

philopee

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

„Früher war die Erde einmal ohne Plastik“

Tatsächlich?
Für mich (Jahrgang '93) unvorstellbar!
Während ich hier tippe zähle ich die Objekte in meinem Blickfeld, ohne den Blick vom Monitor zu richten, die aus Plastik gefertigt sind und komme inklusive Bildschirm, Boxen, CDs, CD-Hüllen und Wecker auf genau 16. Ohne wirklich darüber nachzudenken oder zu merken wie es eigentlich passieren konnte hat sich in unsrer Gesellschaft in kürzester Zeit ein Stoff etabliert, der das Leben so viel einfacher machte als es davor war.
In Europa arbeiten ca. 1.000.000 Menschen (laut "Plastic World") in der Plastikindustrie. Klingt auf die riesige Fläche nicht nach viel aber immerhin unterhält diese Minderheit den verschwenderischen Lebensstil der restlichen westlichen Welt.
Ein unerschöpfbarer Markt? Anscheinend. Aber stopp, woraus macht man eigentlich die ganzen Babyfläschchen, Gartenstühle und Frischhaltefolien? Genau, aus Erdöl!
Erdöl? War das nicht der Rohstoff der in den nächsten Jahrzehnten immer knapper werden soll und der bald schon unbezahlbar sein wird? Stimmt, jetzt fällts mir wieder ein.

Die Aussage von "Plastic Planet" ist von anfang an ganz klar vorgegeben: Plastik ist das neue Gift unserer Gesellschaft!

Fragt sich nur noch warum es überhaupt notwendig ist gegen die überaus praktische Substanz ins Feld zu ziehen.

1. Die totale Abhängigkeit von einer Substanz die es möglicherweise in wenigen Jahrzehnten nicht mehr geben kann.
2. Die nachweisbare Schädlichkeit der Stoffe auf das Hormonsystem und die damit verbundene Unfruchtbarkeit.
3. Die unklaren Langzeitfolgen.

"Plastic Planet" hat einige erschreckende Studien und Statistiken im Gepäck, beispielsweise ein Plankton-Plastik-Verhältnis von 1:60 in den Weltmeeren, oder den Fakt, dass von 100.000 überprüfenswerten Substanzen im Plastik bisher genau 11 als unbedenklich eingestuft werden konnten. Dass jeder Mensch mittlerweile einen nicht unbeträchtlichen Anteil an Plastiksubstanzen im Blut spazieren trägt und beispielsweise eine schwangere Frau diese Konzentration nicht nur an ihr Kind im Mutterleib weitergibt sondern gleichzeitig auch an dessen Eizellen, sie ihr Plastik also unbewusst gleich auf drei Generationen verteilt.

Mit Aussagen wie "Auch wenn ab heute kein Plastik mehr auf dem Markt wäre, würde es 500 Jahre dauern bis das Plastik aus unserem Kreislauf verschwunden wäre, und wer weiß ob bis dahin die Menschheit noch existiert", kann der österreichische Regisseur mich zwar nicht überzeugen aber die Grundproblematik anzusprechen ist definitiv nicht falsch, denn:

Ist man Atomkraftgegner, baut man sich halt Solarzellen aufs Dach.
Ist man gegen Massentierhaltung, kauft man sich eben das Bio-Steak und hofft, dass auch das drin ist was draufsteht, oder man macht sich mal wieder einen ordentlichen Kohlrabi-Eintopf.
Und wenn man dem Treibhauseffekt vorbeugen will nimmt man einfach mal das Rad oder kauf sich ein Hybrid-Auto.
Aber was tun, wenn man heute nach der Sichtung entscheiden will: "Ich will das alles nicht, ich lehne Plastik von nun an ab."
-Dann bleibt nur eins übrig: Isolation in ner norwegischen Blockhütte plus Elchjagd.

"Plastic Planet" ist definitiv ein wichtiger Film, wenn auch nicht ganz sauber gehalten, denn er übergeht vieles und seine investigatorischen Ziele erinnern oft zu sehr an Michael Moore. Der fesche Österreicher kann sich nicht beschweren wenn eine Firma ihre "Geheimzutaten" nicht an einen Journalisten verraten will wenn die Konkurrenz zuschaut, genausowenig dass es nicht auf viel Resonanz stößt, wenn ein fescher Österreicher in Peking steht und auf deutsch versucht die Gefahren von Plastik an den Mann zu bringen.

Wie jede Doku dieser Art ist "Plastic World" mal wieder mit viel Distanz zu betrachten, aber das Plastikproblem anzupacken wäre vielleicht auch kein Fehler.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

philopee

Antwort löschen

Hey, nix gegen Jahrgang '93. Ist ein guter Jahrgang :)


fabel

Antwort löschen

In der Tat!:)


RLX-Devlin

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Wenn man Michael Moore als Vorbild für seine "Dokumentation" sieht, dann hat man eh schon verloren. Laaangweilig.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

afitna

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

für meinen Geschmack etwas zu einseitig..auch übertreibt der Regiseur mit seinem Familienbezugzeugs..ein sachlicherer, meines Erachtens um einiges besserer Film zu den Thema ist Addicted to Plastic (Kanada, 2008, Regie: Ian Connacher)

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

afitna

Antwort löschen

http://topdocumentaryfilms.com/addicted-plastic/

DVD auf Amazon http://www.amazon.com/gp/product/B001U0D7A4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=topdocufilm-20&linkCode=as2&camp=217145&creative=399349&creativeASIN=B001U0D7A4


anninas

Antwort löschen

Merci. Sieht nach einer guten Seite aus.


Hecky

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

wusstet ihr das 100% aller Scheidungen eine Ehe vorhergeht ...

Wir leben in einer Welt in der es, in der vielen Bereichen, nur noch darum geht das kleine Übel zu wählen. Plastik oder besser Kunststoff ist das kleinere Übel, auf so vielen Ebenen. Dieser Film zählt aber keine davon auf. daher ist dieser Film nur als propagander Film zu betrachten der nur gegen einen "guten" aber immer weiter verbesserten Werkstoff aufwiegelt.

Und viele Problem die der Fim auf den Kunststoff abläd sind Politische/Gesellschaftliche Problem.

nur um mal ein Beispiel zu nenen ...
Wir würden ohne Kunststoff einen Energieverbrauch(aka CO2 ausstoss) haben der um ein vielfaches!!! großer wäre als er es jetzt mit Kunststoffen ist

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Hecky

Antwort löschen

Nein.
Ich finde einfach den Ansatz mit dem Herr Boote an die Sache ran geht falsch und dumm.

Wenn er die Kunststoff-Industrie und wie die Gesellschaft mit Abfall umgeht als das Problem dargestellt hätte wäre alles gut und ich hätte den Film vielleicht mögen können.

Aber 90% des Films Propagiert er gegen Kunststoffe als Werkstoff und der Werkstoff als solches ist nicht das Problem.


RaekOne

Antwort löschen

Nein Nein du hast recht das Problem ist....? Danke für deine einleuchtende Alternative dazu was das Problem sonst darstellt.


Arakune

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein "erschreckender" Dokumentarfilm, der filmisch zwar nicht herausragend oder besonders innovativ ist, einen aber mit unglaublichen Fakten und Studien konfrontiert. Ich hätte nie gedacht, dass Plastik nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für uns, den Menschen, so schädlich ist: Plastik verursacht Asthma, Krebs, Unfruchtbarkeit und es verpestet die Ozeane, die inzwischen schon ein irreparables Plastik-Plankton-Verhältnis von 6:1 haben, um nur mal ein paar der Risiken und Gefahren zu nennen. Außerdem wird es erst frühestens in 500 Jahren vollständig abgebaut sein; wenn wir dann überhaupt noch leben. Seit der Entdeckung von Kunststoffen hat die Menschheit schon so viel davon hergestellt, dass man unseren gesamten Planeten sechsmal damit einwickeln könnte, Tendenz steigend. Allein die Jahresproduktion von Plastik in Europa (die 25% der weltweiten Herstellung ausmacht) beträgt 60.000.000 Tonnen.
Man sollte sich diese Fakten mal auf der Zunge zergehen lassen und dann entscheiden, ob man so sein bisheriges Leben weiterleben möchte.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

BigDi

Antwort löschen

Ich frage mich, an welchen menschlichen Fehlern die Welt zuerst zugrunde gehen wird, da gibt es soo viele potenzielle Apokalypsen, da verliert man schnell den Überblick. Das Plastik-Plankton-Verhältnis ist echt verstörend. :-/


Arakune

Antwort löschen

@phoenix409: Na klar, wenn ich schon allein auf meinen Schreibtisch gucke, sehe ich fast nur Plastik. Auch jetzt gerade, während ich schreibe, tippe ich auf Plastik meine Buchstaben ein. Auch Krankenhäuser sind ohne Plastik gar nicht mehr wegzudenken. Die einzige Alternative wäre ein umweltfreundlicher, abbaubarer Kunststoff, der auch sogar schon in der Entwicklung ist. Nur muss sich dieser dann auch erstmal gegen die ganzen Plastik-Riesen durchsetzen. Vom übriggebliebenen alten Plastik ganz zu schweigen.

@BigDi: Ich tippe darauf, dass die Menschheit 2012 einfach untergehen wird, genauso, wie Herr Emmerich es in seinem gleichnamigen Film darbietet. Entschuldige diesen flachen Witz. Tatsache ist, die Menschheit schaufelt sich so langsam aber sicher ihr eigenes Grab; und das auf viele verschiedene Weisen; Plastik ist "nur" ein verhältnismäßig kleiner Teil davon...

@mikkean: "Ich glaube, ein Großteil der Menschen ist sich einfach nicht bewusst, dass auch sie etwas ändern müssen und können." - Du triffst den Nagel auf den Kopf. Daran sollte sich schleunigst etwas ändern. "Der Wandel fängt bei uns an."


waschoi

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Langatmig, verkürzt und extrem einseitig … Suggestivfragen und „repräsentative“ Forschungen … naja. Nach diesem Film habe ich eigentlich nur Mitleid mit all den Veganern, die nun neben allen tierischen Produkten auch auf ihr wohlverdientes – in Plastik eingeschweißtes – Tofu-Hühnchen verzichten müssen, das werden traurige Weihnachten.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

J0NES

Antwort löschen

Naja, solche intelligenten Verbraucher wie Du machen es erst möglich, dass der europäische Konsumbürger heutzutage durchschnittlich mit 40 bereits an Krebs erkrankt ist - wie weit bist Du von diesem Alter noch entfernt? Kannst Du schon mitreden - oder weisst Du noch gar nicht, was das eigentlich bedeutet, seiner Gesundheit beraubt zu werden von geldgeilen Bizzinessman, die rücksichtslos immer mehr Dreck in die Welt setzen?
Ist ja klar, dass unbequeme Wahrheiten den oben schwimmenden Fettaugen dieser Konsumgesellschaft Schwierigkeiten bereiten, denn eine kritische Auseinandersetzung mit den uns umgebenden Umständen führt evtl. zur Erkenntnis, dass man selber nicht so cool und selbstbestimmt lebt, wie man sich so vorkommt - die Rolle des völlig hilflosen, uninformierten Opfers, das auch noch jeden Werbebefehl willig absorbiert und ausführt, ist eher uncool, schon verständlich, dass man da erstmal mit Ablehnung reagiert.
Geradezu bizarr ist allerdings, wie gut die Dressur des modernen Konsumenten funktioniert, der sogar soweit geht, völlig substanz- und inhaltslos diejenigen anzugreifen, die über Gefahren aufklären, anstatt einfach mal die Fresse zu halten und das gehirn einzuschalten. Damit kommt eine aggressive Haltung gegen all die Dinge und Menschen zum Ausdruck, die Dich aus Deiner bunten Werbewelt ziehen könnten, eine Welt, die leider einen Haken hat - sie hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Wenn das dressierte Konsum-Äffchen seine minimale und illusorische Komfortzone aggressiv gegen diejenigen verteidigt, welche ihm aus seiner Hilflosigkeit einen Weg bieten - dann muss die Gehirnwäsche wirklich gut funktionieren. Siehe Matrix.
Genau deshalb sind solche Filme wichtig.


waschoi

Antwort löschen

hey jones ... hab dich als freund geadded, hoffe es gibt auf der krebsstation internet


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch