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The Wolf of Wall Street

The Wolf of Wall Street (2013), US Laufzeit 180 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Komödie, Kinostart 16.01.2014


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7.1
Kritiker
53 Bewertungen
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8.2
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7664 Bewertungen
537 Kommentare
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von Martin Scorsese, mit Leonardo DiCaprio und Jonah Hill

Das Börsendrama The Wolf of Wall Street, die fünfte Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio, erzählt vom Börsenmakler Jordan Belfort, den Geldgier und Größenwahn antreiben.

Handlung von The Wolf of Wall Street
The Wolf of Wall Street basiert auf der gleichnamigen Autobiographie des Börsenmaklers Jordan Belfort, der im Film von Leonardo DiCaprio verkörpert wird. Das Wall-Street-Drama widmet sich dem Aufstieg und Fall des New Yorker Brokers. Der Millionär Jordan Belfort war in den 1990ern in krumme Börsengeschäfte und einen Korruptionsskandal verwickelt. Der Broker wurde 1998 unter anderem wegen Geldwäsche und Wertpapierfälschung angeklagt und musste anschließend für 22 Monate ins Gefängnis. Außerdem führte er mit seinen Broker-Kollegen ein ausschweifendes Partyleben und hatte ein ernsthaftes Drogenproblem.

Hintergrund & Infos zu The Wolf of Wall Street
Nach Gangs of New York, Aviator, Departed – Unter Feinden und Shutter Island arbeiten Regisseur Martin Scorsese und Hollywood-Star Leonardo DiCaprio bereits zum fünften Mal gemeinsam an einem Filmprojekt. Wie Scorseses Stamm-Cutterin Thelma Schoonmaker im Juni 2012 verriet, wird The Wolf of Wall Street mit digitaler Kinotechnik gedreht. Das ist deshalb so überraschend, weil der berühmte Regisseur sich zuvor lange gegen die zukunftsweisende Produktionstechnik wehrte.

Für die Rolle des Donnie Azoff sprachen unter anderem auch Chris Evans (Captain America – The First Avenger) und Joseph Gordon-Levitt (50/50 – Freunde fürs ÜberLeben, Premium Rush) vor, doch am Ende konnte sich Jonah Hill (Die Kunst zu gewinnen – Moneyball, 21 Jump Street) durchsetzen. Außerdem konnten Jean Dujardin und Jon Bernthal (The Walking Dead) für The Wolf of Wall Street gewonnen werden. Matthew McConaughey ist – mit herausgekämmten Locken – in der Rolle des Mark Hanna zu sehen.

Das Drehbuch zu The Wolf of Wall Street stammt von Terence Winter. Mit krummen Geschäften kennt sich der Produzent und Autor aus: Er arbeitete bereits an den erfolgreichen TV-Serien Boardwalk Empire und Die Sopranos. (AP)

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  • The Wolf of Wall Street - Poster
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Mehr Bilder (47) und Videos (22) zu The Wolf of Wall Street


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Wolf of Wall Street
Genre
Biopic, Drama, Kriminalfilm, Komödie
Zeit
1990er Jahre
Ort
Long Island, Manhattan, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Aktie, Aufstieg, Aufstieg und Fall, Bank, Bankrott, Bestechung, Betrug, Betrüger, Börsencrash, Börsenmakler, Börsenmarkt, Büro, Dekadenz, Drogen, Drogenmissbrauch, Drogensucht, Drogentrip, Eheprobleme, FBI, FBI Agent, Finanzen, Finanzwesen, Freunde, Fälscher, Fälschung, Gefängnis, Geld, Geldgeschäfte, Geldgier, Geldkoffer, Geldwäsche, Geldübergabe, Geschäft, Geschäftspartner, Gewinn, Haftstrafe, Illegal, Illegalität, Karriere, Karriereleiter, Kollege, Korruption, Kriminalität, Krimineller, Orgie, Partner, Party, Plötzlicher Reichtum, Prostituierte, Reichtum, Schmuggel, Sex, Skandal, Spekulant, Verbrechen, Verbrecher, Verbrecherjagd, Verhaftung, Wall Street, Wertpapiere, Wirtschaftsverbrechen, Yacht
Stimmung
Spannend, Witzig
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Appian Way, EMJAG Productions, Red Granite Pictures, Sikelia Productions

Kritiken (39) — Film: The Wolf of Wall Street

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

Wie soll man ein widerliches Scheusal wie Jordan Belfort als ein solches darstellen, wenn man diesen Menschen in Wahrheit doch eigentlich viel zu faszinierend und aufregend findet? Klar, man merkt sofort, dass „The Wolf of Wall Street“ ein echter Martin Scorsese ist, inhaltlich wie handwerklich, nur weiß der Großmeister in diesem Fall nicht, wie man die gesamte Thematik akkurat in Form gießt. Scorsese verzichtet auf den Zeigefinger, lässt seine Protagonisten im paralysierenden Sex- und Drogenrausch immer wieder im Stakkato explodieren und bleibt dabei genauso ermüdend oberflächlich, wie die fokussierte Welt, in der sich Belfort seinen geldgeilen Aktiendschungel errichtet hat. Irgendwann dreht sich „The Wolf of Wall Street“ nur noch repetitiv um die eigene materialistische Achse und ob der Film nun Satire sein soll oder nicht, ist schlussendlich gänzlich bedeutungslos. Scorsese feiert seinen ständig sabbernden Affenstall doch eh wie viel zu extrem ab, als dass er in der Lage wäre, integrale Zwischentöne in das dumpfe Geschehen einzustreuen.

„The Wolf of Wall Street“ erscheint wie „GoodFellas 2.0“, mit dem Unterschied, dass Scorsese hier über einen Zeitraum von zuweilen endlos erscheinenden drei Stunden keinen bissigen Dampf evoziert und bereits nach guten 50 Minuten den narrativen Motor abgewürgt hat. Dass die Geschichte von Jordon Belfort eigentlich keine über Aufstieg & Fall ist, hat uns die Realität gelehrt, wieso sich Scorsese inszenatorisch aber mit diesem Fakt im Rücken immer wieder so entschärfen muss, anstatt mal so richtig auf den dekadenten Putz zu hauen, erschließt sich vielleicht erst im Director's Cut. Zahm ist „The Wolf of Wall Street“ sicher nicht, er lässt nur leider reichlich Luft nach oben. Besonders schade ist in diesen Augenblicken – aber auch allgemein –, dass der Film von Rodrigo Prieto zwar exzellent anhand einiger wirklich großartiger Perspektivenwechsel fotografiert wurde, die Musikauswahl von Scorsese selbst aber irgendwie durchhängt. Immer wenn man darauf hofft, endlich mit einem zeitgenössischen Titel beglückt zu werden, bleibt es still. Sein Gespür für die musikalische Untermalung lässt jedenfalls - trotz angemessener Passagen - reichlich zu wünschen übrig.

Es ist keine Schande, dass Scorsese die Haltung des Bösen hier nicht idiotensicher ausbuchstabiert, muss er ja auch nicht, der Zuschauer ist ja nicht blind. Schön und profitabel wäre es nur gewesen, wenn er überhaupt irgendetwas zu sagen gehabt hätte, was vielleicht dazu führen würde, einen moralischen Konflikt zu erschaffen und für etwas Emotionalität gesorgt hätte. Am Ende folgt man dem bunten Treiben durchweg teilnahmslos, hat natürlich so manches Mal seinen Spaß, was einzig dem hervorragend aufgelegten Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle anzurechnen ist, aber wirklich Interesse an seiner Person oder dem Verlauf des Ganzen kann man maximal heucheln. Erschreckend ist das alles nur in der Wirklichkeit, auf der Leinwand, einkesselt zwischen einem lauthals grölenden Publikum, nun ja, da merkt man, dass Scorsese eben doch den simplen Weg vorzieht, um den Zuschauer durchgehend anzuheizen und durch jedwede Geschmacklosigkeiten und Albernheiten bei Laune zu halten.

Aber mein Gott, der Belfort, der war doch schon ne geile Sau, oder Marty?

36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 32 Antworten

HansNase

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Ich fand den Film herausragend, unvergleichlich viele Szenen stachen einfach mit Kultpotential hervor. Die Kritik gefällt mir trotzdem gut


torwei

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Für mich war der Film auch nicht mehr als ein 4. Hangover. Klar, toll inszeniert etc. pp., aber zu erzählen gab es irgendwie nichts.


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

[...] Protzende Ganoven, leichte Mädchen, wuchtige Bilder und ausladender Soundtrack – Scorsese in seinem Element. Die entscheidende Zutat bei „The Wolf of Wall Street“ ist allerdings der derbe Witz, den Drehbuchautor Terence Winter („Boardwalk Empire“) aus der Vorlage – die Memoiren des realen Jordan Belfort – übernahm. Scorsese konfrontiert das Publikum kaum mit der genauen Vorgehensweise im illegalen Börsengeschäft, sondern lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf den privaten Lebensstil von Hauptfigur Jordan. – Vielleicht gelingt damit sogar eine umso treffendere Kritik an den Urhebern der Wirtschaftskrisen, auf alle Fälle aber ein immenser Unterhaltungswert. [...]

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Wolf of Wall Street macht eine Menge Spaß. Er geht rasant los, ist toll gespielt - verspielt gefilmt und inszeniert und sichtlich bemüht die Zuschauer bei Laune zu halten. Das klappt auch und für eine Weile hat es seinen perversen Reiz die dekadenten Businessarschgeigen beim Koksen und Ficken zu beobachten. Das Problem ist nur: Der Film geht fast drei Stunden. Und egal wieviele Taschenspielertricks Scorcese aufwendet und mit wieviel Verve sich Leonardo und Jonah in die Rollen schmeißen, irgendwann tritt der Film gewaltig auf der Stelle.

Und irgendwann stellt sich das unangenehme Gefühl ein, dass Scorcese und sein Drehbuchautor der Faszination von Nutten und Koks unkritisch erliegen und sich selbst dran aufgeilen wie craaazy und abgefahren das Ganze doch ist. Denn wirklich viel Story bietet Wolf of Wall Street nicht, wirklich viel auf dem Spiel steht ebenfalls nicht und im Grunde genommen ist es auch ziemlich egal ob Belfort geschnappt wird oder sich weiterhin den Champus mit dem Schniedel schaumig rührt. Was nicht heißt, dass der Film nicht viele grandiose Szenen hat, von der seine Überdosis Quaalude inkl. Amokfahrt, eine der besten ist. Doch jenseits der tollen Schauspieler und vielen gelungenen Vignetten und des Jota Spannung das durch den Ermittler in den Film kommt, dominiert leider viel zu oft jene Redundanz die auch Filme wie Spring Breaker schwer erträglich machte. Dekadenz mag ja im persönlichen Leben viel Spaß machen, ist aber in der filmischen Abbildung dann aber doch eher minder unterhaltsam - oder vielleicht ist auch real ohne Drogen extrem öde. Und spätestens ab der Haltzeit wirkt das ganze nur mehr angestrengt und anstrengend.

Belfort ist extrem ehrlich in dem was er über sich im Film erzählt, aber das alleine macht noch nicht unbedingt einen faszinierenden oder interessanten Charakter. Gerade seine Ehrlichkeit über das was er tut, nimmt ihm Spannung - denn sie macht ihn weder sympathischer noch das was er tut entschuldbarer. Das der echte Belfort am Ende sich quasi selbst ansagen und glorifizieren darf, passt dann irgendwie auch in dieses Wischi-Waschi-Bild, das technisch und schauspielerisch auf hohem Niveau doch von einer gewissen Haltungslosigkeit geprägt ist, die Scorcese zwar immer mal wieder vorgeworfen wurde, aber selten so ausgeprägt war wie hier.

37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

marco.stellwag

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Dem Text kann ich absolut zustimmen ... Aber irgendwie unterhält er trzdm gewaltig !


killsam

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hey das ist der geilste Typ


kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Jordan Belfort? Wer zur Hölle ist das? Fuck, nach „Wolf of Wall Street“ werd ich diesen Namen nicht mehr vergessen. Aber wie will man ihn beschreiben? Das einzige, das vielleicht noch größer ist als Jordan Belforts Drogenkonsum, seine Sucht nach Geld und Sex, das ist sein Ego. Verdammt noch mal, er ist nicht nur der verschissen Wolf of Wall Street, er ist auch noch Löwe, Tiger, Bär, Bulle, ne Königskobra und ein schwarzer Panther, jederzeit bereit zum Absprung, um seinem Gegner das Gesicht wegzureißen. Leo, du scheiß geiler Kerl, du bringst hier die Performance deines Lebens. Auch du bist wie ein wildes Tier. Total durchgeknallt, brutal, besessen, abhängig, grausam. Ein, vielleicht das größte Arschloch vor dem Herren. Ein arrogantes, oberflächliches, verbrecherisches Dreckschwein. Leo, du spielst das aber so geil, dass ich dich hasse und gleichzeitig liebe. Ich liebe dich, weil du so geil spielst. Und ich hasse dich, WEIL du so geil spielst. Du spielst dir deine verfickte Seele aus dem Leib. Die Pussys von der Drecksacademy MÜSSEN dir dafür einfach den Oscar geben. Sie müssen einfach.

Aber Leo is ja nicht der einzige durchgedrehte Typ im Film – sie alle sind es! Kacke, wie geil sind die eigentlich drauf? Alle Darsteller müssen doch total zugedröhnt gewesen sein. Sowas hab ich noch nicht erlebt. Die Wall Street als reinste Irrenanstalt, als Edel-Swinger-Club, als Zirkus zum Mitmachen. Und jeder kommt…auf seine Kosten. Da bläst die Sekretärin dem Hausmeister aber sowas von einen (ihr wisst schon, die mit der genialen Technik), nachdem sie es sich vom Top-Broker und drei bis vier Angestellen gleichzeitig besorgen ließ. Da laufen Huren aller Preisklassen rum, Irre, Verrückte, total Durchgeknallte. Und wer nicht ohnehin schon fertig genug ist, der schmeißt sich eben ein paar Pillen, kokst ne Line oder säuft sich die Birne zu, bis sie zu explodieren droht. Leo, der saulässige Jonah Hill und Co machen am liebsten alles gleichzeitig.

Man, dann ist der Film so verdammt lustig, hat aber auch immer wieder die genau richtige Dosis Ruhe, um uns wieder runterkommen zu lassen. Aber wie es so mit einem kalten Entzug ist – wir wollen wieder drauf sein. Und Marty, du kleiner augenbrauiger Mann mit Hornbrille, du gibst uns, wonach wir uns so sehr sehnen. Ekstase, immer und immer wieder. Es ist so geil gefilmt, mit so ziemlich jeder Art von Musik unterlegt (und geilerweise immer passend), alles ist so supergut in Szene gesetzt. Aber scheiße, es sind die verfickten Kleinigkeiten, die den Film so geil machen. Das detaillierte Beschreiben der Wirkung dieser oder jener Luxus-Droge, ein beherzter Griff an einen Arsch da, ein liebevolles Saugen an Titten dort. Und ne Muschi im Vorbeigehen lässt auch keiner einfach so stehen. Scorsese weiß, wie er uns glücklich machen kann. Fuck, ich weiß ja nicht, was genau in Belforts Buch steht, aber wenn nur die Hälfte des Films annähernd wahr ist, kacke ey…

Ja, und dann ist da noch die Sache mit der Verherrlichung. Stimmt, lange wird dieser Betrüger, dieser Verbrecher, dieser Finanzhai Jordan Belfort verherrlicht bis zum geht nicht mehr. Er wird zu einer gottgleichen Lichtgestalt aufgebaut, der durch Drogen, Sex und Geld scheinbar die Welt beherrscht. Aber so überhoch dieses Monument aufgebaut wird, genauso wird es auch wieder eingerissen. Die übertriebene Dekadenz des Jordan Belfort, dieses Luxusleben, die Drogen, die Fotzen und Titten, der Alkohol und die wilden Vögelorgien und vor allem die Sucht nach mehr, nach mehr Geld, Macht, Drogen, Sex, nach mehr von allem, die wird ihm, dem Riesenarsch Belfort, zum Verhängnis. Er ist geblendet, er meint, ihm gelingt alles. Aber das stimmt eben nicht. Nur durch Verrat, nur durch Deals mit Behörden bleibt dieses Ekelpaket straffrei. Das ist unfair. Aber das ist auch fucking Amerika. Trotzdem zeigt Marty auch Belforts Fall. Er fällt. Er fällt richtig fett auf die Fresse. Und mit ihm so manches amerikanisches System. Das Justizsystem, die Wall Street, der fucking American Dream und auch das System von Moral und Anstand. Und am Ende steht seine Hauptfigur wieder am Anfang. Ohne alles. Und er fängt von vorne an. Arschlöcher bleiben eben Arschlöcher. Und letztlich zeigt Marty nichts anderes als das. Dass Jordan Belfort ein riesengroßes Arschloch ist. Aber manch einer will das in seinem ekstatischen Rausch, von dem er geblendet und nach dem er süchtig wurde, anscheinend nicht sehen.

Fazit: Fucking geile Satire

52 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 70 Antworten

howannes.warrakhjan

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Daumen^^


kobbi88

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Mille grazie :))


JackoXL: Die Drei Muscheln

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6.5Ganz gut

[...] Scorseses neue/alte Allzweckwaffe Leonardo DiCaprio spielt entfesselt drauflos, energiegeladen und im angepassten Over-The-Top-Modus. In dem wohl ergiebigsten Film-Jahr seiner Karriere trägt er das Werk mühelos und zeigt hier ein ungewohnt komisches Talent. Ähnlich Scorsese, der lediglich bei „The King of Comedy“ und „Die Zeit nach Mitternacht“ sich diesem Gebiet annährte. Eine Komödie ist „The Wolf of Wall Street“ letztendlich nicht, aber dicht dran. Er gibt dem (fast) ganz realen Irrsinn eine Bühne und übt offen Kritik an einer perversen Maschinerie, die vor einigen Jahren (mal wieder) in sich zusammenfiel und dennoch wieder aufersteht. Jedoch nicht mit klar erhobenen Zeigefinger, er lässt das Szenario und seine Figuren für sich sprechen, ohne sie zwingend dämonisieren zu müssen. Das kann zu unangebrachten Sympathien führen, doch Scorsese überlässt es dem Zuschauer, das Gesamtbild zu bewerten. Das reicht auch vollkommen, viel zu klar sind die Rollen verteilt. Die Opfer werden nicht thematisiert, die Resultate dürften eh bekannt sein. Quasi konsequent aus „Täter-Perspektive“ präsentiert.

Woran krankt es denn nun? Scorsese versteht sein Handwerk nach wie vor. Er entwickelt sich im hohen Alter logischerweise nicht weiter (von Stagnation zu sprechen wäre nicht angebracht), wohin auch? Von der rein technischen Inszenierung ist das gewohnt gekonnt, erzählerisch vergleichbar mit seinem Mafia-Epen „GoodFellas“ und „Casino“. Speziell zum Erstgenannten bestehen starke Parallelen, was sich leider als deutliche Schwäche herrausstellt. Klar, auch die beiden „Vorbilder“ waren sich sehr ähnlich, entfallteten dabei jedoch ihre individuellen Reize und hatten so viel dramatisch-wuchtige Sprengkraft, dass sie insgesamt jeder für sich ihre Klasse untermauerten. Das fehlt dem Schaf im Wolfspelz.

Der Ablauf von „GoodFellas“ und „The Wolf of Wall Street“ ist fast identisch, natürlich auf eine andere Bühne projeziert. Aufstieg und Fall eines Durchstarters, der Traum von Geld und Drogen endet jäh und auf dem Weg dahin bietet dieser Film keinerlei Neuerungen. Fast fühlt man sich wie in einem Remake, selbst in Details. Scorsese kopiert sich selbst, erschafft dabei leider keine neuen Höhepunkte. Seinem Werk fehlt es bei all dem Spaß an Tiefe, an Individualität, bezogen auf das Skript. Am Ende wirkt es fast etwas banal, kann dies jedoch lange gut kaschieren. Dazu tragen neben dem bereits erwähnten DiCaprio die Darsteller ihren Teil bei, wenn auch nur zwei Namen noch zwingend erwähnt werden sollte. Matthew McConaughey in der Form seines Lebens (leider nur kurz dabei) und Jonah Hill, dem so eine Leistung nicht unbedingt zuzutrauen war. Der Rest bleibt eher im Hintergrund und erfüllt seinen Job, ohne besonders in irgendeine Richtung aufzufallen. [...]

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Moncineo

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Hört, hört. Da bin ich ja am Donnerstag mal gespannt.
Ich denke, der Zyniker in mir wird sich einfach drei Stunden von der Stimmung mitreißen lassen und Spaß haben. Doch ich bin schon sehr gespannt, wo das Werk sich bei mir einpendelt, wenn das emotionale Konfetti sich wieder gelegt hat.


JackoXL

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Du wirst deinen Spaß haben, da bin ich sicher.


José Garcia: Textezumfilm

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4.0Uninteressant

Nachdem sich „The Wolf of Wall Street“ drei Stunden lang in der Sex- und Drogen-Kloake gesuhlt hat, lässt der Film in den letzten Minuten einen offensichtlich geläuterten Jordan Belfort erscheinen. Eine Antwort auf die Frage, was im Laufe der 22 Monate langen Gefängnisstrafe im Innern dieses Menschen passiert ist, bleibt jedoch Martin Scorsese dem Zuschauer schuldig. Das ist sehr schade: Sein Film hätte eine Läuterungsgeschichte erzählen können und ist in der Jauchegrube stecken geblieben.

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 14 Antworten

pischti

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Ja, wir drehen uns, deshalb verabschiede ich mich jetzt auch aus der Diskussion. Man findet jede Menge Artikel in denen die Kritiker bei diesem Film von einer Satire sprechen. Für mich ist es auch Satire, für Dich nicht, von daher, belassen wir es dabei.


killsam

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Hab noch nie so einen geilen Film gesehen woh ich so viel gelacht habe


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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4.0Uninteressant

[...] Es gibt gewiss viele Gründe „The Wolf of Wall Street“ zu lobpreisen. Der Film haut einem seine Stärken immer wieder und mit voller Kraft und Geschwindigkeit um die Ohren. Dabei kümmert er sich einen Dreck um Etikette, was durchaus erfrischend ist, doch dies beinhaltet eben auch, dass er fast schon mephistophelisch grinsend die Wahrheit so verkauft und beinah schon verdreht, dass ein ungutes Gefühl zurück bleibt, zumindest dann, wenn es durch die andauernden Party- und Drogenszenen nicht betäubt wurde. Am Ende, und das ist durchaus auch eine Leistung, gelingt es „The Wolf of Wall Street“ ein Scheusal als gefallenen Helden darzustellen, als Symbol des Kapitals. Mag sein das Martin Scorsese irgendwo dazwischen noch andere, differenziertere und kritischere Zwischentöne versteckt hat. Die sind aber wahrscheinlich längst vom ganzen Koks high und so bleibt hier nur ein Fazit übrig: dieser Wolf heult wild und laut, nur beißen tut er nicht. Von Gordon Gecko könnte dieser Belfort noch was lernen.

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 26 Antworten

pischti

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das was Le Samourai sagt :)


SoulReaver

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...ist zu 60% höchstfragwürdig? Hab ihn aber trotzdem lieb, auch wenn er n Gockel ist.


evants.com: eventsandtrends.com

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9.5Herausragend

Dass Leonardio diCaprio unter der Regie von Martin Scorese zu Höchstform aufläuft, ist nichts Neues. So auch in "The Wolf of Wall Street". Und das auf einem Niveau, das die hohen Erwartungen noch toppt. diCaprio fühlt sich sichtlich wohl in dieser Satire, in der er so richtig "die Sau rauslassen" darf. Die Charaktere sind gekonnt überspitzt, angefangen beim diCaprios Rolle, bis hin zu den Nebenfiguren, die mit bekannten Schauspielern wie Jonah Hill, Matthew McConaughey und Jon Favreau besetzt wurden. Regisseur Martin Scorseses fünfte Zusammenarbeit mit Leonardo diCaprio ist ein Meisterwerk, an dem es nicht mal die Laufzeit von rund drei Stunden zu kritisieren gibt – denn Längen hat "The Wolf of Wall Street" keine.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Scorsese mag zu wenig Distanz zu seinem Protagonisten einnehmen und der Zuschauer mit jener zu einem einnehmenden Star seine Not haben; doch menschlichen Schwächen kommt man auch näher, wenn man sie kurzfristig zu den seinigen macht.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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7.0Sehenswert

Genau genommen ist der Film ein fast dreistündiges Delirium, das die längste Zeit seine ohnehin schon hysterische Farcenfrechheit steigert: als Höllenkreis der Heiterkeit, virtuos, aber wüst orchestriert nach einer wahren Geschichte.

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Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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8.5Ausgezeichnet

[...] Bei Scorsese sind diese Leute zwar auch die größten Sauhunde, aber verdammt clever in der Ausführung [...] und werden dabei permanent-schweinereich. Das ist ohne Zweifel weit gefährlicher. Und dennoch als Komödie unfassbar unterhaltsam. [...] Ein ausgezeichneter, grenzenloser Rausch der Verkommenheit.

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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5.5Geht so

[...] Versucht man, Scorseses Botschaft zu deuten, so teilt er uns mit, dass Belforts einziges Verbrechen die Manipulierbarkeit seiner primitiven Mitmenschen sei, welche ihm zu freien Stücken überteuerte und nutzlose Aktien abkauften, weil sie sich Reichtum davon versprachen. Und der 71-jährige Regisseur, der mit Filmen wie „Taxi Driver“ Geschichte schrieb, tut es ihm in gewisser Hinsicht sogar nach: Auch er schwatzt uns gut in Szene gesetzten, kalten Kaffee als sinnvolle Investition auf und verspricht nicht weniger als künstlerischen Reichtum. Abgesehen davon, dass er über weite Strecken thematisch lediglich an der Oberfläche kratzt, ist das einzige Verbrechen seines Filmes, dass er uns schlicht überhaupt nichts Neues zu erzählen hat. Was nützen einem gute Schaupieler, solides Handwerk und eine flotte Dramaturgie, wenn der Zuschauer am Ende ohne jeglichen Mehrwert aus dem Kino geht? Mr. Scorsese würde uns diese Frage wahrscheinlich mit einem cleveren Verkaufsgespräch beantworten.

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Le Samourai

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:)


Don Cerebro

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:)


Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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8.5Ausgezeichnet

Scorsese will nicht Schulmeistern. Stattdessen darf jeder für sich prüfen, wie verführbar er ist. Großes Kino, virtuos inszeniert, mit einem DiCaprio in Höchstform.

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Thomas Groh: taz Thomas Groh: taz

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8.0Ausgezeichnet

Mit welchem Erfolg dieser Belfort selbst noch größte Gemeinheiten mit einem Lächeln verkauft, macht The Wolf of Wall Street schließlich zu einem, wenn auch großartigen, Horrorfilm unserer Zeit.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.0Sehenswert

Erst nach mehreren Stunden, kickt die Wirkung ein: Man erinnert nicht so sehr einzelne Szenen, sondern immer wieder das Gefühl dieser wahnsinnigen Horde Mittelklässler[...] Auch ein mäßiger Scorsese ist immer noch ein großer Film.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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5.0Geht so

Im beinahe makellosen Gesamtwerk von Martin Scorsese qualifiziert sich The Wolf of Wall Street als der vielleicht schwächste Film, den der Großmeister je gemacht hat.

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kobbi88

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Höööööy, nicht alle Kritiker sind so... ;)


pischti

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aber viele :D


G. Pscheider: ray G. Pscheider: ray

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6.0Ganz gut

Martin Scorseses überdrehte Farce über die Exzesse eines Börsenschwindlers überzeugt durch Witz und Tempo, lässt aber Substanz vermissen.

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Franz Everschor: Filmdienst Franz Everschor: Filmdienst

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7.5Sehenswert

Sagt Scorsese mit dem drei Stunden langen Film etwas Neues? Nein. Bringt er es mit seinem in jeder Beziehung hemmungslosen Sittengemälde fertig, den Zuschauer aus der Lethargie gleichförmiger Hollywood-Filme in eine Art Fieberwahn grenzenloser Gesellschaftskarikatur zu katapultieren? Keine Frage.

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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5.5Geht so

Ganz gleich, wie viele Drogen auch zu sehen sind, es fehlt The Wolf of Wall Street an Substanz.

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RaekOne

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Lieber pischti,
"The Wolf of Wallstreet" baut nie Spannung auf. Ist nur ein visuell aufgeblähter Klamauk. Ja, mit teils guter schauspielerischer Leistung. Aber das hilft nicht weiter. Der durchschnittliche Kinogänger der nur Unterhaltung ohne SUBSTANZ will wird bedient. Mehr aber auch nicht. Eine gute Satire sieht anders aus.


pischti

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@RaekOne

In Deinem Geschriebenen fehlt noch irgendwo "meiner Meinung nach", denn das sehen viele Leute anders. Oder möchtest Du Deinen Kommi als den RICHTIGEN preisen? Spannung ist subjektiv und was ist bitte eine teils gute schauspielerische Leistung? Rein objektiv betrachtet spielt sich Di Caprio (meiner Meinung nach :D) hier den Arsch wund und was er allein mit seiner Mimik und Gestik macht ist Königsklasse. "Durchschnittlicher Kinogänger" ist auch n super Begriff, liest sich fast so als könne man den Begriff "Pöbel" fast als Synonym in Deinem Kommentar gebrauchen :) Du hast DEINE Meinung, ich habe MEINE Meinung, alles andere ist für den Eimer, vor allem wenn man, wenn auch subtil, ein bisschen von oben herab argumentiert lieber RaekOne ^^ Nichtsdestotrotz akzeptiere ich Deine Meinung, das ist der Sinn von Diskussionen, aber ich sehe es komplett anders.


Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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7.0Sehenswert

Martin Scorsese kann auch Komödie, und Leonardo DiCaprio erweist sich als entspannter Solo-Entertainer. Das sind die erfreulichen Erkenntnisse des Films The Wolf of Wall Street. Genug für drei Stunden Kino aber ist das nicht.

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Alle Kritiken (39)


Kommentare (498) — Film: The Wolf of Wall Street


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Frank Underwood

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Bewertung9.0Herausragend

Wo bekomme ich Quaaludes her?

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SethGecko

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

3 Stunden pure Unterhaltung, keine Sekunde langweilig. Darstellerische Leistung auf höchstem Niveau.
Hatte ehrlich gesagt zuvor wieder genauso eine Enttäuschung wie "Blow" erwartet, bin aber positiv überrascht worden.
Leider kann ich über historische Genauigkeit sowie fachliche Börsen-Genauigkeit nicht viel aussagen, aber das ist sowieso eher zweitrangig :-)
Toller DiCaprio, toller Jonah Hill, superschöne Gastauftritte, Richtig überragend gedrehte Szenen. Und das sage ich, obwohl ich eher der Nolan- und Tarantino- als der Scorsese-Fan bin.

PS: Nur um es klar zu stellen: Blow ist kein mieser Film, blieb aber irgendwo hinter meinen Erwartungen zurück

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ArtYunkie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Von DiCaprios darstellerischen Glanzleistung mal ganz zu schweigen ist "The Wolf of Wall Street" ist einfach nur ein sehr gut gelungener und Realitätsnaher Film. Auch wenn viele es so sehen, stehen hier nicht Sex, Drogen, Geld und Macht an erster Stelle. Sondern eher, dass man das Karma nicht von Gier und Dreistigkeit gegen sich arbeiten lässt. Wer sein Hintern hoch kriegt, der kriegt auch das was er will. Und wer das geschafft hat, kann sich ein geringes Maß an Arroganz auch erlauben. Nebenher jagt eine lustige Stelle die nächste und man hat nicht das Gefühl ein Film in Überlange zu schauen.
Ich sag nur Ludes :D :D :D

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maroje.alchehabi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sex, Drogen und Geld ! Das könnte The Wolf of Wall Street in 3 Worten ungefähr beschreiben. Martin Scorsese und Leo DiCaprio sind ein klasse Team, sowie es dieser Film hier noch einmal bestätigt.

Auch wie überzeugend Leonardo DiCaprio seine Rolle hier wieder einmal spielt ist der Wahnsinn ! Also der Oscar ist echt lange überfällig.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"The Wolf of Wall Street", großartige Party mit einem fantastischen Hauptdarsteller.

Scorsese lädt zur Party und das ordentlich. Nachdem DiCaprio den Kampf gegen Brad Pitt um die Rechte des Buches gewonnen hatte, konnte der Film nur noch ein Hit werden. Leo hatte sich diesmal auch selbst an der Produktion beteiligt und ich muss schon sagen, dass "The Wolf of Wallstreet" der Geschichte gerecht zu werden scheint.

Leonardo spielt die Rolle des Jordan Belfort so überzeugend, dass er mir alles hätte andrehen können. Sein Meisterstück ist wohl die Szene im Countryclub, die meines erachtens auch vom Stil die gelungenste ist. Scorsese erzählt hervorragend einen Ablauf in zwei verschiedenen Perspektiven und überrascht den Zuschauer. Zudem wird verdeutlicht, wie ein Drogenrausch einen blenden und hindern kann.
Trotz der Geldgier und seines Missverhaltens, wirkt Jordan niemals unsympathisch, er strotzt geradezu vor Genialität und das macht ihn so gefährlich.
Gekonnt inszeniert Scorsese den Aufstieg und den Fall von Belfort während DiCaprio sein übriges tut und und kurz und knapp schildert, wie es zu beidem gekommen war.

Die Geschichte gibt soviel her, dass "The Wolf of Wall Street" locker ohne überflüssiges Drama zurecht kommt, trotz der enormen Lauflänge nie ermüdet und dem Zuschauer regelmäßig einen Kick gibt.

"The Wolf of Wall Street", gelungenes Biopic indem Regiesseur und Hauptdarsteller in Bestform auftreten.

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*frenzy_punk<3

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sowas ... der war mir im O-Ton nicht so wichtig weil ich die Synchro von DiCaprio liebe. Aber DBC hätte ich gerne im O-Ton gesehen. Der kam aber erst später in unser Arthauskino. Und da hatte ich ihn dann schon gesehen. Ich warte auf die DVD und gucke ihn im O-Ton bis er mir zu den Ohren raus kommt!


Chris12zero

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Hier auch noch mal^^ Schöööööner Kommi!!^^ ;) *heiß drauf bin* Der DVD-Start darf sich gern beeilen^^ *hibbel* :D


brucelee76

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Bewertung7.0Sehenswert

Hallo zusammen,

Herr Scorsese was ist los mit dir?! Seit Casino geht nicht mehr all zu viel bei dir?! Deine Muse Leo Di Caprio ist von Brando, deNiro, Pacino oder Nicholson so weit entfernt wie Timbuktu von Hollywood. Was soll das ganze?! Sollen wir jetzt alle Jordan Belfort als Vorbild huldigen und auch anfangen Leute zu verarschen, um irgendwie an Geld zu kommen. Kein Wunder dass die Message hier eine ganze Generation von unproduktiven und sexgeilen Jugendlichen verdirbt. Bloß nichts selber machen, erschaffen oder erfinden, einfacher gehts als Betrüger und Armleuchter durchs Leben zu gehen. Na dann gute Nacht Europa, Welt und Amerika.

Zu Dicaprio, ich Frage mich schon seit langem wie so ein guter Durchschnittsschauspieler alle große Rollen bekommt?! Und für mich zu Recht keinen Oscar, für so einen spät pubertierenden Wichs-Fick-Dollar-Kokain-Trottel-Brocker, bekommen hat. Zu Scorsese, er agiert wie ein Alt-Meister-Trainer der keine taugliche Mannschaft (Cast) mehr zusammenkriegt.

Trotzdem weiß Scorsese zu unterhalten und macht diesen merkwürdigen Drogen und Sex-Exzess-Orgie sehenswert. Und das bekommt er hin, obwohl er nichts neues hinzufügt, ist sein neuster Film eine Mischung aus Casino und Aviator. Die einzigsten Lichtblicke hier sind Marc Hanna (M. McConaughey). Toll wie er beim Mittagslunch Neuling Belfort die Regeln von Wallstreet beibringt und die blonde Muschi. Wahrlich nehme ich Belforts Behauptung wahr. Und zwar, die Vagina von ihr viel besser schmeckt als Kokain :). Auch sehr amüsant, Belforts Sex-Attacke auf die Swizter-Stewardessen :). Di Caprio wird zunehmend besser um so länger der Film andauert, auch herrlich seine kranken Sex-Phantasien. Zum Beispiel die Anmache im Hydepark in Richtung Tante May :).

Mein Fazit: Dieses eigenartige Neu-Hollywood ist besorgniserregend. Nach American Hustle noch so ein geldgeiler DOLLAR-Betrüger-Streifen. Hoffe es kommen wieder bessere Zeiten und Geschichten. Und noch etwas Mister Scorsese, anstatt Di Caprio hätte ich Nicolas Cage den Belfort spielen lassen.

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MaceWindu1998

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Cage kann ich mir da nicht vorstellen, der sieht zu ernst aus


brucelee76

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Das sehe ich anders. Der Cage der hat es wirklich drauf solche kaputte Rollen zu spielen. Z. Bsp. Lord of War, Wicker Man oder in Der Wettermann und dem Scorsese würde es mal gut tun auch andere Schauspieler für seine Egoshows zu besetzen.


Melanie Neß

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Bewertung9.0Herausragend

Extrem cooler Film, der trotz der beachtlichen Länge keine Sekunde langweilig wird.
Hatte ihn mir mit Freunden im Kino in OV angesehen (wir hatten schon sehnsüchtig darauf gewartet) und ich war wirklich begeistert. Alles an dem Film war überzeugend, die Story ebenso wie die grandiosen Schauspieler.
Vor allem im Vergleich zu zB american hustle, dee ja etwa zeitgleich lief, war ich sehr positiv überrascht wie unterhaltsam und kurzweilig der Film war.

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Troublemaker69

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Bewertung10.0Herausragend

Ein wirklich herausragender Film, Leonardo DiCaprio und Jonah Hill agieren perfekt, die Handlung ist spannend und die Dialoge witzig.
Trotz seiner enormen Überlänge ist The wolf of wall street keine Sekunde langweilig und damit absolut empfehlenswert.

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Relo Ceethree

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zunächst einmal muss ich es einfach loswerden: Es ist fast schon ein Skandal, dass Leonardo DiCaprio nach Leistungen wie dieser noch keinen Oscar besitzt! Was er hier (fast im Alleingang) abliefert ist ganz ganz großes Kino! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Film weiß über 3 (!) Stunden zu unterhalten. Natürlich schaut man bei einer solch langen Zeit auch mal auf die Uhr und nach 1,5 Stunden war ich etwas geschockt, dass es jetzt nochmal so lange dauern sollte... und dennoch verflog die Zeit im Kinosessel nur so. Nachdem besonders die erste Hälfte des Films sehr unterhaltsam ist, wird es gegen Ende immer kurioser und abgedrehter, immer kranker und trotzdem nicht schlechter. Dieser Spagat gelingt hier sehr gut.
Die Mischung aus Sex (viel Sex!), nackter Haut (viel nackte Haut!) und Drogen (viele Drogen!) fasziniert den Zuschauer trotz Sprengung aller moralischen und menschlichen Grenzen. DiCaprio verkörpert in The Wolf Of Wallstreet das größte Arschloch der jüngeren Filmgeschichte und trotzdem kann man ihn nicht so wirklich hassen... Ein Film der Gegensätze, der übertriebenen Maßlosigkeit und der unstillbaren Gier. Einfach super!

Margot Robbie als sündige und verführerische Ehefrau bietet übrigens mehr als den ein oder anderen aufregenden Moment, der die männlichen (und bestimmt auch einige der weiblichen) Zuschauer etwas tiefer in den Kinosessel rutschen lässt und ihnen dabei den Schweiß auf die Stirn treibt. Gegen Ende wird die Rolle dann immer anspruchsvoller und entfernt sich etwas von dem reinen Lustobjekt. Für die junge (Jahrgang 1990) Margot Robbie sicherlich ein riesen Schritt zum großen Karrieresprung!

Fazit: Her mit dem Oscar für Leo! Aber plötzlich!

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Jack Bearfoot

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

(Fast) das Krankeste was ich jeh gesehen habe..
Dieser Film hat alle Erwartungen meinerseits übertroffen..
Allein Jonah ist schon so Genial..
nee - finde keine passenden Worte für so ein Stück Film-Geschichte..

Nach dem Film darf MS abtreten.. Wie will er sonst noch ne Steigerung??

Der beste (Objektiv) Scorsese ever.. ever... ...... ...... EVER!!!

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MartinXX19

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Bewertung5.0Geht so

„ Ein Gespenst geht um in der Welt – das Gespenst des (Finanz)kapitalismus“

Ich bin mir nicht sicher, ob Martin Scorsese bei den Dreharbeiten zu seinem Film „The Wolf of Wall Street“ einem Gespenst begegnet war, falls ja, dann hat es ihn nicht sonderlich erschreckt; denn der Regisseur hatte mit der Verfilmung der Geschichte von Jordan Belfort wohl nur eins in Auge: mit gewaltiger Bilderflut an Exzessen und Ausschweifungen die breite primitive Masse anzusprechen und was eignen sich dazu am besten, um an einem recht komplexen Thema des Finanzwesens sich geschickt vorbeizumogeln, als die Zuschauermenge drei Stunden lang mit einer simplen, eindimensionalen Mystifizierung und Glorifizierung eines einzelnen Subjekts zu unterhalten, damit möglichst viele Menschen (heute per App, früher per Mundpropaganda), berauscht von der Charaktermaske eines rücksichtslosen „Raubtieres“, seinen Film weiterempfehlen, und das, wenigstens das, scheint ihm, wie man den überwiegend positiven Kritiken und Kommentaren hier entnehmen kann, wohl glänzend gelungen zu sein.

Statt einen Beitrag zur Aufklärung zu leisten, zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Materie des Finanzkapitalismus anzuregen und einen tiefen Einblick in die Ordnungsmechanismen der Börsen- und Finanzmärkte zu gewähren, begnügt sich Scorsese damit, das Scheinwerferlicht den ganzen Film lang auf einen Mann zu richten, der von Außen betrachtet ein Symbol für den Werteverfall der heutigen Profit- und Leistungsorientierten Gesellschaft darstellt, aber innerhalb der Scheinwelt dieses neo-liberalen Systems, in jeder Hinsicht den perfekten Musterknaben, die vollendete Vision des Traums eines unersättlichen Goldesel abgibt; der also all die Eigenschaften, Charaktermerkmale und Eigenheiten verkörpert und in sich vereinigt, die das perverse und inhumane System benötigt, um reibungslos und dauerhaft zu funktionieren.

David Cronenberg hatte bei seiner Verfilmung des Romans „Cosmopolis“ von DeLillo wenigstens den Versuch unternommen, in Ansätzen, die Spiritualität des Cyberkapitals - die Welt der Datenströme und Alleinherrschaft des binären Codes - bei der Limousinenodyssee des Spekulanten Eric Parker in einen abgeriegelten, klaustrophobischen Kosmos einzufangen sowie durch hobbyphilosophische Monologe gezielt auszuleuchten.

„The Wolf of Wall Street“ ist bei näherer Betrachtung ein billiges Popcornkino, ohne jegliche nachhaltige Wirkung. Alles verpufft in einer großen Blase der extrem intensiven Bilderdurchflutung. Leonardo Di Caprio macht 3 Stunden lang nichts anderes als den großen Affen und Zampano. Zwar sind seine mit großem Pathos zelebrierten Reden durchaus authentisch und leidenschaftlich, doch verlieren sich schnell, angesichts der ständigen Überfrachtung an sinnfreier visueller Darstellung von körperlichen Enthemmungen und Sexorgien aller Art. Seine charmanten Appelle verlieren sich in beständiger Anstachelung an die Gier und Skrupellosigkeit und an den Stolz reich zu sein. Die Kernaussage ist immer die gleiche: Geld soll gefälligst alle glücklich und zufrieden machen; die ehemaligen Todessünden Hochmut, Geiz, Neid, Ausschweifungen das Herz der Menschen entflammen und alles was nicht unverzüglich zu Geld wird eine tiefe Beleidigung an das Selbstbild des heutigen Menschen sein.

Bei genauerer philosophischer Beleuchtung ergeben die meisten Sätze und Handlungen in diesem Film absolut keinen Sinn, selbst als eine Satire taugt der Film nichts; Menschen der Investmentbank-Branche sind nichts weiter als Typen für den die Dinge der Welt nicht nach wahr oder falsch, gut oder böse, gerecht oder ungerecht sortiert sind, sondern nach den Kriterien von Gewinn und Verlust. Darüber hinaus sie sind leicht manipulierbar und steuerbar genau wie übrigens die Kinozuschauer.

Wir verfolgen Jordan Belford, wie er wiederum seinen Neigungen und Interessen folgt, weil er auf der Beschränktheit seiner Neigungen und Interessen spezialisiert ist, und mehr noch: er sieht ganz konsequent von der restlichen Welt ab und unterstellt bestenfalls, dass alle anderen mit ihm diese Beschränktheit teilen und Leidenschaften in Interessen, Interessen in Vorteile verwandeln. Seine Rationalität ist rational nur, weil sie anspruchslos und lokal bleibt. Dieser ökonomische Mensch ist ein Subjekt eines beschränkten Wissens, überblickt die Abfolge von Ursachen und Wirkungen nicht, produziert selbst Effekte, die er nicht kennt, nicht beabsichtigt und die seinem begrenzten Überblick entgehen.

Ist die kapitalistische Ökonomie für den Menschen nun zu einem Schicksal geworden, der den Selbstverzicht nicht kennt, weder Demut noch Beschränktheit, weder Bescheidenheit, noch einen rechtes Maß gelten lässt?

Wenn Belford nur die dauerhafte Zirkulation des Kapitals im Sinn hat und dabei die Leichtigkeit des Seins in voller Montur ausleben darf, ist die Welt, um in herum nicht zu einer sinnentleerten Scheinwelt verkommen, in der er nur dann funktioniert, wenn ihm stets etwas ganz grundlegendes fehlt und die Einverseelung dieses Mangels, ihn in Wahrheit zu einem Automaten des Begehrens macht, der notwendig wollen muss, was er nicht bekommen kann?

Wird der Film gerade deswegen so gelobt, weil er nichts an Substanz bietet und nur einseitig, die primitive Bedürfnisse und Lüste befriedigt und dabei einen Menschen ausleuchtet, der keine Selbstreflektion, kein Lerneffekt und kein persönliches inneres Wachstum erlebt?

Wo liegt da der Sinn wenn die Macht des Geldes, jeden Kopf manipulieren kann und das Individuum zum Spielball seiner selbstsüchtigen Triebe und Instinkte wird?

Wird der Mensch als Faktor sozialer Ordnung verbucht, der aus Eigeninteresse und Egoismus innerhalb eines unethischen Marktes agiert und bei dem die Macht des Geldes, wie eine Portion Blutdoping in das Innere seines Körpers eingespritzt ist, so sind seine Handlungen nicht weniger verwerflich, als die passive Tolerierung derjenigen, die solche sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Finanzmarktes un hinterfragt hinnehmen und aus Bequemlichkeit jede Mühe scheuen, dagegen aufzubegehren.
Wenn das Geld als eine unbegrenzte Möglichkeit zum Ausleben aller physischen, seelischen und geistigen Bedürfnisse wird und alle menschlichen Handlungen nur noch unter diesen Aspekt bewertet werden, ist das gezeichnete Bild nicht nur ein Spiegelbild der Gesellschaft, sondern ein latenter Hinweis an den baldigen Untergang des Abendlandes.

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brucelee76

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"Leonardo Di Caprio macht 3 Stunden lang nichts anderes als den großen Affen und Zampano". Genau so ist es :).


pischti

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und das ist doch super! :D


pfaderl

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist so ähnlich wie Blow aufgebaut.Dieser ist aber um zwei Klassen schlechter!
Wenn er eine Stunde kürzer wäre ,würde dieser Film vielleicht besser sein.
Leider kommt auch die Dramatik viel zu kurz!
Der schlechteste Film mit Leonardio diCaprio.Dies liegt aber nicht an seiner Schauspielerischen Leistung.

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sven.schroder.332

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und dann eine 6.5 geben?


Kinogandalf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

krank, was für eine scheße, mit so einen dreck kann man geld machen, wo ist mein telefon...

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Maxsson

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Bewertung9.5Herausragend

Nach dem ich sowohl Dallas Buyers Club als auch The Wolf of Wall Street gesehen habe kann ich die Entscheidung der Academy nachvollziehen. Die individuelle Leistung McConaughey war einfach besser, auch wenn beide auf höchstem Niveau agieren!

Zum Film:
Einfach geil. Jordan Belfort lebt ein Leben, wovon viele Menschen wahrscheinlich träumen. DiCaprio zeigt, wie ein geldgeiler, nuttenfickender Partyhengst wohl gelebt hat. Die Nebendarsteller harmonieren, außerdem wieder mal ein toller Soundtrack! Ganz großes Kino eben!

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Apollyon

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Bewertung7.0Sehenswert

Am Ende werfen wir einen Blick ins Publikum, das der Show des Protagonisten mit einer Mischung aus Faszination, Irritation und Skepsis folgt. Wir sehen uns selbst, wie wir drei Stunden berauscht waren von diesem Spektakel aus Geld, Drogen und Sex; immer wieder angetrieben von den wortgewaltigen Ansprachen Jordan Belforts.
Ich verstehe nicht, wie man dem Film eine mangelnde Distanz zu den Exzessen der Hauptfigur vorwerfen kann. Ganz im Gegenteil, er trieft geradezu vor Moral. Schon der Titel verweist auf Hobbes' Leviathan und in diesem Sinne verkörpert DiCaprio ein ungezügeltes Raubtier, das die Möglichkeit hat, Beute zu reißen, wie es ihm beliebt. Der Film klagt somit doppelt an - den Rechtsstaat und das Publikum. Ersterer wird nicht als Institution dargestellt, sondern in Individuen mit höchst fragwürdigem Impetus aufgelöst.
Sogar als die Gerechtigkeit zu siegen scheint, bügelt Scorsese dies innerhalb weniger Minuten ab, geradezu lächerlich wenig im Verhältnis zur Gesamtlaufzeit. Konsequent marginalisiert der Film alles Unangenehme, so wie er die vermeintlich schönen Seiten des Reichtums überhöht.
Welcher halbwegs erwachsene Zuschauer kann angesichts dessen vom fehlenden Zeigefinger sprechen? Es ist doch wie im wahren Leben: Wenn wir gerne einem charismatischen Prediger glauben wollen, der uns mit Glück und Reichtum lockt, dann wird das unser Verderben sein und wir können niemanden anderes außer uns selbst dafür verantwortlich machen(bezogen auf Film und Protagonist).
Insofern ist mir der Streifen eigentlich schon wieder zu moralisch, zu eindeutig, zu christlich - kurz gesagt, zu langweilig. Drei Stunden sind deutlich zu viel dafür, dass nichts Neues oder Provokatives dabei herauskommt und die Inszenierung nichts Außergewöhnliches bietet.

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Morissa

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich fand den Plot wirklich interessant, 180 Minuten sind jedoch sehr lang. Die Einführung und die ersten 80-90 Minuten führen mehr oder weniger ein, tun dies jedoch ungezwungen und unterhaltsam. Die schrulligen Nebencharaktere und ausufernden Partys wissen zu gefallen. Die Rollen sind alle gut verkörpert und häufig auch mit bekannten Gesichtern besetzt. Hill, Suplee und Reiner so dünn zu sehen ist immernoch etwas befremdlich.
Hill hat sich aber auch hier wieder als ernstzunehmender Schauspieler beweisen können und macht das bravourös.
Di Caprio kann mit seinem Babyface noch immer alles zwischen 22 und 40 spielen, Wahnsinn. Auch hier hätte ihm meiner Meinung nach mal wieder ein Oscar verliehen werden können. Aber es kann tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit sein.

Denke ich werde das Buch auch mal lesen, da erfährt man sicherlich noch mehr über die Geschichte.

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marisa.laabs

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gebt dem Mann endlich einen Oscar!!!

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cyberpunky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Handlung an sich ist wirklich nichts besonderes, die schauspielerische Umsetzung und der Ideenreichtum bei einzelnen Szenen dafür wirklich exzellent, dadurch kam bei der langen Laufzeit nur selten Langeweile auf!

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alexander-sommer

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Bewertung7.5Sehenswert

Gute Story, wenn auch nicht sonderlich Spektakulär. DiCaprio spielt wieder mal fantastisch und Hill macht auch eine gute Figur. Ich fand die Drogen Exzesse stellenweise zu langatmig und vorallem sehr überzogen, was vielleicht auch so gewollt war. Am meisten haben mich die unzähligen Anschlussfehler, meistens bei Schuss/Gegenschuss Szenen, gestört. Das hat etwas den Eindruck erweckt als müsse der Film schnell abgedreht werden. Insgesamt jedoch ein solider Film den ich mir definitv ein weiteres mal ansehen werde.

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wen in Hollywood muss Leo diCaprio vögeln, um endlich einen Oscar zu bekommen? Selbst ich, der ihn zu Beginn seiner Karriere noch verabscheut hat, muss zugeben, das er für diese Rolle geboren wurde und das er zu den Giganten des Business gehört. Sein Schauspiel ist ebenso genial wie die Regie des Altmeisters Scorsese. Was die beiden aus dem Hut zaubern, wie sie in diesem Film die schier unersättliche Gier des Menschen nach immer mehr darstellen, ist genial.

Scorsese spielt sein Instrument virtuos, das Maklergeschäft und das Geld verlieren dabei immer mehr an Bedeutung. Geld wird weggeworfen, es wird als Basketball benutzt. Es geht um Sex, Koks, noch mehr Sex, noch mehr Koks, es geht um die Sucht, die Sucht nach mehr Leben, besserem Leben und noch mehr Leben. Es geht um das, was auf der Strecke bleibt, wenn man süchtig wird.

Der Erfolg wird zur Religion, es ist nichts anderes als Monopoly, nur das man selbst in der Schlossallee wohnt und sie nicht vermietet. Scorsese läßt den Wolf im Menschen los, wobei er den Wölfen damit genaugenommen Unrecht tut. Immer mehr zerreißt die dünne Hülle aus Moral, Anstand, Ethik und den ganzen anderen Fasern der Zivilisations-Zwangsjacke. Immer maßloser wird das Spiel gespielt, das nichts mehr, und doch alles, mit den Spielen der Kindheit zu tun hat.

Nichts anderes als Wolfsgeheul, als Siegesgeheul gibt es nach einem erfolgreichen Deal, einer erfolgreichen Jagd und dann beginnt das große, hemmungslose Fressen. Und ganz zum Schluss sitzen wieder die Lämmer wie gebannt auf der Schlachtbank und lauschen dem freigelassenen Wolf, der sie auffordert, ihm einen Kugelschreiber zu verkaufen. GENIAL!

Off through the new day's mist I run
Out from the new day's mist I have come
I hunt, Therefore I am
Harvest the land
Taking of the fallen lamb

(Metallica)

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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