Departed - Unter Feinden

The Departed (2006), US Laufzeit 155 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 07.12.2006


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7.5
Kritiker
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8.0
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315 Kommentare
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von Martin Scorsese, mit Leonardo DiCaprio und Matt Damon

Zwei Männer verfeindeter Seiten sind jeweils als Maulwurf bei der Polizei und der Mafia eingeschleust und laufen Gefahr jederzeit entdeckt zu werden.

Handlung von Departed – Unter Feinden
Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) ist in dem berüchtigten Viertel South Boston aufgewachsen. Jahre später arbeitet er als Undercover-Cop und bekommt aufgrund seines familiären Hintergrunds den Auftrag, sich in das Unternehmen des Gangsterbosses Costello (Jack Nicholson) einzuschleusen. Dieser plant allerdings auch seinerseits die Polizei zu infiltrieren, und schleust seinen Untergebenen, den jungen Kriminellen Colin Sullivan (Matt Damon), bei den Fahndern ein, um dem Ermittler immer einen Schritt voraus zu sein.

Da sich beide schnell das Vertrauen ihrer Ziele erarbeiten, finden sie immer mehr über die Arbeit der Organisationen heraus. So dauert es auch nicht lange, bis beide erfahren, dass auch auf ihrer Seite ein Maulwurf gerade an ihrer Enttarnung arbeitet. Ihre einzige Chance ist es, den feindlichen Spion zu enttarnen, bevor dieser die Idedität des jeweils anderen aufdecken kann.

Hintergrund & Infos zu Departed – Unter Feinden
Jack Nicholsons Rolle des Billy Costigan ist dem berüchtigten Gangster James ‘Whitey’ Bulger nachempfunden. Dieser war eine Größe des organisierten Verbrechens im Boston der 1990er Jahre und nutzte seine Tätigkeit als FBI-Spitzel, um seine eigene Machtposition in der Unterwelt auszubauen. Als er von einem FBI-Agenten gewarnt wurde, dass er selbst auf der Fahndungsliste steht, setzte er sich ab und konnte erst 16 Jahre später in Kalifornien verhaftet werden. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten von Departed lebte der Gangster, dem 19-facher Mord, Drogenhandel, Geldwäsche und Erpressung vorgeworfen wurden, noch völlig unbehelligt mit seiner Freundin in Santa Monica.

Departed – Unter Feinden ist ein Remake des chinesischen Thrillers Infernal Affairs – Die achte Hölle aus dem Jahr 2002, bei dem die Handlung von Hong Kong nach South Boston verlagert wurde. Beide Filme basieren wiederum lose auf dem Buch ‘Brutal’ von Kevin Weeks. Departed war 2007 bis zu diesem Zeitpunkt der erfolgreichste Scorsese-Film mit weltweit gut 289 Millionen US-Dollar. Erst Shutter Island im Jahr 2010 übertraf dies (294 Millionen US-Dollar). (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Departed - Unter Feinden
Genre
Gangsterfilm, Mafiafilm, Polizeifilm, Thriller
Zeit
2000er Jahre, Gegenwart
Ort
Boston
Handlung
Aggressivität, Angst, Angst vor dem Tod, Ausbildung, Beschattung, Bestattung, Beweis, Blockbuster, Brutalität, Cop-Killer, Doppelleben, Doppeltes Spiel, Drogenboss, Drogenhandel, Drogenszene, Einsamkeit, Ermittler, FBI, Falle, Falsche Identität, Folter, Gangster, Gangsterboss, Gefahr, Geheime Identität, Gewalt, Identität, Identitätskrise, Informant, Inspektor, Kampf auf Leben und Tod, Kokain, Kriminalität, Lebensgefahr, Liebe, Mafia, Mord, Männlicher Held, Mörder, Neue Identität, Nihilismus, Organisierte Kriminalität, Oscar-Verleihung, Oscargewinner, Pistole, Polizei, Polizei-Schule, Polizeistation, Polizist, Psychiatrie, Psychopath, Schuss in den Kopf, Schusswaffe, Schönheit, Seele, Spion, Suche, Trick, Täuschung, Töten, Undercover, Unmenschlichkeit, Vater-Sohn-Beziehung, Vaterfigur, Vaterland, Verdeckte Ermittlung, Verdeckter Ermittler, Verhör, Verlieben, Verrat, Verräter, Vertrauen, Wut und Hass, Überleben
Stimmung
Aufregend, Ernst, Spannend
Zielgruppe
Über 18 (Anzügliche Sprache), Über 18 (Gewalt)
Tag
Blockbuster, Oscargewinner, Remake
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Cappa Productions, Plan B Productions Inc., Vertigo Entertainment, Warner Bros.

Kommentare (308) — Film: Departed - Unter Feinden


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Frankie Dunn

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Bewertung7.0Sehenswert

The Departed trifft meinen (Jugend-)Geschmack sehr gut, doch halte ich den Film für bedeutungslos und maßlos überschätzt. Es ist ein netter Unterhaltungsfilm mit humorvollen Szenen und gut aufgelegten Stars, ohne echte Spannung, Dramatik oder anderweitige Gefühle. Dafür sind die Figurenzeichnungen nicht tief genug, das Schauspiel ausschließlich auf Coolness ausgerichtet und die Inszenierung zu sehr auf Kurzweil gebürstet. Das gefällt der Masse - auch mir. Tiefe und Langlebigkeit gehen dabei verloren, sodass man sich nach dem (gut gelungenen und konsequenten) Ende des Films dann doch fragt, wofür das Ganze nun gut war. Sehenswerte Unterhaltung.

Beim Hongkong-Original erwarte ich mehr psychologische Tiefe, Tragik, Gefühle, die die Story grundsätzlich absolut hergeben würde. Ein genereller Mangel in Scorsese's Filmen. Die halbgare Beziehungs-Storyline von Departed verdeutlicht das umso mehr.

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Oehli

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Bewertung9.5Herausragend

Eine irrwitzige Verfolgungsjagd zweier Undercovers, die 155 Minuten Spannung und Spaß verspricht. Eine atemberaubende Besetzung! Nickolson, Damon, Di Caprio, und auch Wahlberg liefern hier eine hervorragende Leistung ab. Der Film hat mich keine Minute gelangweilt und hat ein sehr gelungenes Ende. Ich werde hier nichts über die Story verraten, denn es besteht eine sehr hohe Spoilergefahr!
Absolut empfehlenswert!!

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chrissley

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein durchtrieben genialer Film, voller Ironie und Spannung. Einfach top. Schauspielerische Leistung auch vom allerfeinsten, wirklich ein hochkomplexer, sauguter Film !!!

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Brettvordemkopf

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialität, die das Hirn zum Glühen bringt!

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der-eugster

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein guter, aber etwas überbewerteter Film mit übermäßig verschachtelter Handlung, hektischen Schnitten und einem sehr generischen post-2000er Hollywood-Look. Die Darsteller machen ihre Sache sehr gut, im Gegensatz zu "Goodfellas" bemerkt man hier jedoch sehr wenig Passion und Herzblut seitens Scorsese. Charakterzeichnung und Tiefgang gehen zwischen den hastigen Sequenzen leider verloren.
Zusatzinfo: In Anlehnung an Hitchcock ist jeder Charakter in "Departed", der später das Zeitliche segnen wird, in mindestens einer Szene durch die Umgebung mit einem großen X markiert (z.B. durch Schatten oder überkreuzte Pfeiler).

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keskushermoston.pesakekovettumatauti

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Bewertung7.0Sehenswert

Jahrelang wird Scorsese übergangen, also "schüttet" man ihn bei der Oscarverleihung 2007 konzessionsentscheidungsweise mit gleich zwei Oscars für den besten Film und die beste Regie zu. Genau das hätte man bei GoodFellas oder spätestens Casino tun sollen. Aber so sind sie halt, die Oscars. Viel Brimborium, viel Glanz, wenig Aussagekraft. Departed ist schließlich im Vergleich zu eben GF und Casino ein fast schon laues Lüftchen, und das trotz Starbesetzung. Hat aber scorsesetypisch seine guten Momente.

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Lydia Huxley

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auf der Karte des Hafenviertels von Boston fällst South Boston nicht besonders auf. Es ist nur eine Halbinsel, die in den Hafen ragt. Doch der geografische Anschein trügt, denn dieser Ort ist etwas ganz Besonderes, ehr eine Insel als eine Halbinsel, fast seit der ersten Besiedelung erfüllt von stolzem Separatismus, von einem überwältigendem Selbstgefühl. Vielleicht liegt es daran, dass es so lange wenig angesehen war. Vielleicht auch daran, dass diejenigen, die hierherkamen, sonst nichts hatten, dass diese Menschen hier zum ersten Mal Sicherheit, Besitz und ein Heim fanden.
[...]
In South Boston gehörte die irische Herkunft wesentlich zur Identität und sorgte für ein gewisses Ansehen im Stadtviertel. Sie waren zum Teil auch Grund für die Überzeugung, dass Southie außergewöhnlich war: Die Iren waren etwas Besonderes, und dieser Stadtteil gehörte ihnen. Es gab dort zwar reichlich Italiener, Litauer und Polen, aber die Iren hatten das Sagen. Sie hatten alle Positionen inne, für die man nominiert oder gewählt werden musste. Die meisten Polizisten und Feuerwehrleute waren Iren. Das inoffizielle Maskottchen von Southie war ein irischer Kobold, der die geballten Fäuste kampfbereit nach oben streckte. Irische Lieder und Geschichten waren ein fester Bestandteil des schulischen Lehrplans. Irische Feste wurden meist mit größter Begeisterung gefeiert, wo, wie auch in vielen Kneipen, irische Rebellenlieder wie "The Rising Of The Moon" oder "A Nation Once Again" gespielt wurden. (Kevin Cullen)

Geschichten aus South Boston begeistern mich immer wieder. Als filmische Schauplätze verleihen sie den Sets einen unbeschreiblichen Flair, eine Atmosphäre, die Gangsterfilmen und Thrillern wie auch "The Town", "Mystic River" und "Gone Baby Gone" eine düstere Seele einhaucht. Denn das harte Gesetz der Straße regiert in South Boston. Diebstahl, Raubüberfälle, Drogenhandel, Schutzgelderpressung sind der Alltag, in denen viele von Kindheit an hineinwachsen.
In "The Departed" gehören auch die zwei Jungs Colin (Matt Damon) und Billy (Leonardo DiCaprio) dazu. Ihre beiden Leben sind sich eigentlich recht ähnlich, aber schließlich Welten voneinander entfernt. In Southie trennen sich ihre Wege so oft, wie sie sich kreuzen, bis sie in einem nervenzerreißenden Finale aufeinanderprallen.

Martin Scorsese hat das Remake von "Infernal Affairs" mit dem Leben von James J. Bulger gekreuzt und damit einen erstklassigen Hybriden erschaffen, im blutroten und rabenschwarzen Thriller-Gewand, mit Film Noir-Schleifchen. Sobald „I’m Shipping Up to Boston“ von den Dropkick Murphys ertönt, ist man auch schon mittendrin in der Welt der irischen Mafiosi, der Intrigen, der Korruptionen und des Verrats. Während der Film auf der einen Seite eine sozialkritische Milieustudie mit psychoanalytischen Ambitionen darstellt, ist er auf der anderen Seite einfach nur ein verdammt unterhaltsamer Thriller mit einer namenhaften Darstellerriege, tollen Kamerafahrten und einer sogartigen Story, die von Identitätskrisen bis zur kollektiven Machtlosigkeit einiges zu bieten hat.
Herzrasen in der schönsten Art und Weise!

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Lydia Huxley

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@Ben: Ich habe den letztes Jahr gesehen. Auf Grund des Titels und der guten Bewertungen habe ich schon recht hohe Erwartungen gehabt. Aber, ne, das war teilweise schon so möchtegern-cool, dass es etwas albern rüberkam. Sehenswert ist er trotzdem noch. Vor allem die Entwicklung von Defoes Rolle, dass er immer planloser und irrer wurde, fand ich spitze.


BenAffenleck

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Das ewige Spiel mit den Erwartungen, ich weiß wohl ;-)

Dafoe ist hier echt grandios. So over the top...


AvonBarksdale

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Bewertung9.5Herausragend

Ganz starker Film
Typisch für Scorsese Film, sind immer sehr lang aber werden nie langweilig.
Super Schauspielensemble, ist ja nicht immer so das gute Schauspieler ein guten Film ausmachen, bei Departed ist das aber so.
Kann nicht sagen, ob Departed besser ist als das Original Internal Affairs, da ich den nicht gesehen habe, kann es mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.
Fazit: Umbedingt anschauen!

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rainewardo

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Bewertung9.5Herausragend

US-Remakes von ausländischen Filmen gibt es genügend. Einige sind gut, andere passabel, andere wiederum völlig misslungen bis desaströs. Und dann gibt es da "Departed" von Martin Scorsese. Scorsese, der mit "Departed" seinen ersten, langerhofften Regie-Oscar gewann, passt zur Vita des Regisseurs wie die Faust aufs Auge und man würde meinen, es handele sich gar nicht um ein Remake, sondern um einen Scorsese-Film. Dieser Film ist durch und durch Scorsese - und vielleicht das beste Remake, das je das Licht der Welt erblickt hat!

Die Geschichte von Undercover-Cop und Spitzel, die sich gegenseitig suchen und nicht auffallen dürfen, ist wahrlich nichts Neues, jedoch ist es gerade zu meisterhaft, was Scorsese daraus macht. Immer wieder glaubt man, die Geschehnisse zu kennen, bis plötzlich etwas Neues kommt, die Spannung befindet sich konstant auf sehr hohem Niveau und es wird nie langweilig. Grund daran trägt auch das brilliante, oscarprämierte Drehbuch und die vielen, trocknen und einprägsamen One-Liner, die die Darsteller in den Mund gelegt bekommen haben.

Darstellerisch bewegt sich der Film konstant auf absolut hohem Niveau, jede Darstellung ist für sich genommen brilliant und ausgezeichnet. Sei es DiCaprio, Damon, Nicholson, Baldwin - alle erstklassig. Und Sheen und Wahlberg als Duo hätten es sogar verdient, ihren eigenen Film zu bekommen. Wahlberg erlebte mit "Departed" sein einzigartiges Comeback. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich die Schauspieler stets selbst übertreffen können und absolute Glanzleistungen abliefern können, solange nur ein durchaus fähiger Regisseur auf dem Regiestuhl sitzt und weiß, wie man sein Personal anleitet - top!

Fazit: Dreckig, düster, kompromisslos - ein brilliantes Thriller-Drama mit einer erstklassigen Besetzung und fesselnden Geschichte. Absolut zu Recht den Oscar für den "Besten Film" erhalten! Ein absolutes Must-See!

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J-Ross

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Departed ist wohl eines der prominentesten Hollywood-Remakes, die es gibt. Die Meinungen darüber, ob das Original Infernal Affairs oder das Remake von Regie-Legende Martin Scorsese besser ist, gehen stark auseinander. Wenn man sich Kommentare zu beiden Filmen durchliest , ist das ein großes Hin- und Her zwischen: "Ganz eindeutig Infernal Affairs!" und "Ganz eindeutig Departed!" Interessant dabei ist, dass die Gründe dafür ziemlich verschieden sind. Denn die Story ist im Prinzip zwar die selbe in Departed, sie wird aber ganz anders erzählt. Departed liefert eine intensivere Einführung der Charaktere und der Situation, sowie ein definitiveres Ende.
Ich lasse die Fortsetzungen von Infernal Affairs mal außen vor und vergleiche Departed mal nur mit Teil 1 der Reihe, welcher nämlich auch ohne das Prequel und das Sequel wunderbar funktioniert. (Irgendwie ist es normal, dass ein Remake, den Vergleich mit dem Original standhalten muss, denn es ist ja interessant zu wissen, was das Remake Neues bietet).
Bei Departed begleiten wir unsere Kontrahenten William Costigan Jr. und Colin Sullivan von Anfang an ihrer Karriere, wobei auch ihr familiäres Umfeld präsentiert wird, besonders bei Costigan. Es gibt jede Menge Hintergründe bevor es zur eigentlichen Geschichte kommt.
Auch Setting und Atmosphäre sind bei Infernal Affairs und Departed zwei ganz verschieden dargebrachte Aspekte. Hier heißt es: South Boston oder lieber Hong Kong?
Drehbuchautor William Monahan hat die Infernal Affairs-Story authentisch, in seine Heimat, nach South Boston verlegt, wo die irische Mafiaunter der Leitung von Frank Costello das Sagen hat.
Dementsprechend anders ist auch die musikalische Untermalung. Bei Departed begleiten fetzige Rock- und Folksongs, sowie Howard Shores cleverer Tango die Handlung und die Charaktere. Was die Atmosphäre anbelangt so ist das alles Geschmackssache. In dieser Hinsicht bin ich persönlich 100%ig auf Scorseses Seite. Boston, der Bostoner-Slang in der englischen Version, Howard Shore, die Dropkick Murphys und Co. Ich liebe es.
Scorsese verleiht dem Film ganz klar seinen eigenen Stempel, was man bei der Kameraführung, den Schnitten, dem Schauspiel und dem Erzähltempo wieder erkennt.
Natürlich sind die Filme sich handlungstechnisch sehr ähnlich, aber von der Aufmachung und vom Style her sind da riesige Unterschiede. Und dieser Style ist unter anderem ausschlaggebend dafür, dass ich Departed eine ganze Ecke mehr bevorzuge. Objektiv gesehen kommt es darauf an, welche Inszenierung man bevorzugt, denn keine ist in irgendeiner Weise schlechter, sondern einfach anders.
Departed büßt natürlich an Originalität in der Geschichte ein, aber das machen viele Dinge wieder wett. Nehmen wir allein die göttlichen Dialoge. Die sind in Departed extrem abgefahren, sprühen vor lauter Coolness und prägen die Charaktere auf einzigartig geniale Weise. Der Bostoner-Slang trifft genau meinen Geschmack. Die Dialoge gehören meiner Meinung nach zu einem der stärksten Argumente für Departed. Wenn dann auch noch Schauspielschwergewichte wie Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson und Mark Wahlberg so groß aufspielen wie sie es hier tun, ist das für mich die pure Offenbarung.
Zudem ist Departed so genial geschnitten, dass die 2,5 Stunden wie im Flug vergehen. Allein die erste halbe Stunde springt so clever und sauber zwischen den Zeiten und den beiden Protagonisten hin- und her, da ziehe ich immer wieder meinen - eigentlich nicht vorhandenen - Hut vor.
Neu in Scorseses Version ist außerdem die Dreiecksbeziehung mit Madolyn, der Polizeipsychologin und den beiden Protagonisten, die gesamte erste Stunde, die wie gesagt mehr Hintergründe gibt und die Charaktere somit auch interessanter macht als bei Infernal Affairs, die Beziehungen, die die Hauptrollen zu Frank Costello hegen, die Rolle von Mark Wahlberg und das rattige und abgefuckte Ende. Originalität findet man in Departed somit mehr als genug.
Diese schon bekannte, geniale Story erzählt Scorsese dabei nicht weniger fesselnd als seine asiatischen Vorgänger. Die Story ist nach wie vor ein enorm packendes Katz- und Maus-Spiel voller Überraschungen.
Die Schauspieler wollen wir nicht vergessen. Wirklich jede wichtige Rolle wird vom jeweiligen Darsteller auf aller höchstem Niveau gespielt. Auch in den Nebenrollen ist Departed hochkarätig besetzt. Vor allem Martin Sheen, Alec Baldwin und Ray Winstone sind absolut erinnerungswürdig. Mein Liebling hier ist Jack Nicholson als Frank Costello. Costello haut einen genialen Spruch nach dem anderen raus. Er ist ein wahres Energiebündel, clever, sadistisch, hinterhältig, schwarzhumorig, ein wenig irre und höchst lebensfreudig. Er sieht das Alter auf sich zu kommen und macht seine Geschäft eigentlich nur noch, um aktiv zu bleiben. Er liebt es und würde sich ohne dem Geschäft langweilen. Ein Gangsterboss wie man ihn noch nie gesehen hat. Herrlich! Nicholsons Mimik ist hierbei ungeheuer vielseitig. Es macht unendlich viel Spaß, ihm zuzusehen. Jede Szene mit ihm ist Platin wert.
Besondere Spannung erhält Departed noch durch die Beziehung zwischen Costello und Costigan (DiCaprio), der sich als Undercover-Cop das Vertrauen vom Gangsterboss erarbeitet. Man weiß eine lange Zeit nicht, ob Costello Costigan vertraut. Leonardo DiCaprio geht dabei auf keinen Fall neben Nicholson unter. Er verkörpert seine Rolle genauso überragend. Man erkennt wie sehr ihn das Undercover-Leben zusetzt. Der psychische Druck, die Angst, der Stress. Das meistert er hervorragend. Obendrein ist Costigan ein sehr impulsiver und schlauer Typ, der seiner harten Vergangenheit entkommen will. Auch Matt Damon überzeugt total als ehrgeiziger, fieser Gentleman, der zu glauben scheint, er komme mit allem durch. Und auch Mark Wahlbergs Leistung hat große Klasse. Wenige können so kreativ beleidigen. Dies ist ein weiterer Vorteil von Departed: Der originelle (schwarze)Humor in den Dialogen. Departed ist verflucht spannend, charakterstark, hat sogar einiges an Action zu bieten und ist extrem spaßig. Intelligent und höchst unterhaltsam. Besser geht's nicht.
Die Oscar-Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie, das bestes Drehbuch und den besten Schnitt sind mehr als verdient. Ein Meisterwerk von Martin Scorsese! Für mich bisher DAS Meisterwerk von Scorsese.

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FilmFreeza

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Super Film !


J-Ross

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@FilmFreeza: Aber 100%ig. Einer der besten überhaupt.


Kohax

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein wunderbares Who's Who mit einem Knaller-Cast: Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Alec Baldwin, Martin Sheen, Mark Wahlberg und zu guter letzt Filmgigant Jack Nicholson.
Kern der Geschichte ist, dass in zwei Organisationen jeweils Spitzel infiltriert werden, die zudem beide Verbindungen in die jeweils andere Organisation haben. Dadurch entsteht eine extrem komplexe Geschichte, die zeitens sehr verwirrend scheint. Deswegen muss man doch recht gut aufpassen um alles wichtige aufzuschnappen.
Zudem sind ein paar Menschen zu viel gestorben und die Gossensprache hätte man doch um ein paar Beleidigungen kürzen können.
Ansonsten kann man sich auf einen gerissenen und spannenden Blockbuster gefasst machen, der mit einer brillanten Besetzung und einer einzigartigen Story punktet.

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natedb

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Bewertung9.0Herausragend

"Wer hat diesen IRA-Hühnerfi**er in meine Bar gelassen?"
Seltsamerweise gefiel mir Scorseses Version weitaus besser als das Original.
"Ich will kein Produkt meiner Umwelt sein. Ich will, dass meine Umwelt ein Produkt von mir ist." läutet Nicholson in seiner wohl fiesesten Rolle des Frank Costello den Film ein, begleitet von den Stones´ und einer meisterhaften, weil so beiläufig erscheinenden Montagesequenz, in welcher mal eben die gesamte Backstory erzählt wird und Hauptcharaktere wie nebenbei etabliert und fabelhaft charakterisiert werden. Der Ton, die Grundstimmung, ist von der ersten Sekunde an da: Wir befinden uns in Boston und es ist dreckig, blutig, vulgär, korrupt und brutal.
Alles Darauffolgende, die Einschleusung des guten Cops in den Gangsterkreis, der falsche Cop, die gegenseitige Hetzjagd auf die Maulwürfe beider Seiten, ist rasant und unfassbar spannend inszeniert. Zudem bemerkenswert, wie Scorsese neben dem Thrill nie das Drama zu kurz kommen lässt und seinem neuesten Mafia-Epos durch die geschickt eingesponnene Liebesgeschichte eine sehr sensible Note verpasst.
Leonardo Di Caprio, Matt Damon, Vera Farmiga, Mark Wahlberg, Martin Sheen und insbesondere Jack Nicholson sind eine absolute Wucht in diesem Film! Die gewitzten Wortgefechte überfüllten mein persönliches Beleidigungsrepertoire, hier wird keine Hand vor den Mund gehalten, nichts wird beschönigt. "Departed" ist ein kompromissloses, drastisches und absolut unterhaltsames Meisterwerk und rangiert für mich sogar noch vor (bitte haut mich nicht dafür) "Goodfellas".

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cpt. chaos

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Von mir bekommst du auch einen heftigen Klaps - hast es nicht anders gewollt! ;o)))


natedb

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:D


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst einmal muss man wohl diesen endlos geilen Cast in den Vordergrund rücken und dreimal laut mit der Zunge schnalzen: Jack Nicholson (wenn auch seine Rolle mächtig überzeichnet ist), Leonardo DiCaprio (der von allen Beteiligten die beste schauspielerische Leistung abliefert), Matt Damon (gewohnt überdurchschnittliche Performance), Mark Wahlberg (ungewohnt überdurchschnittliche Performance) und zu guter Letzt Martin Sheen (spielt seinen Part routiniert runter).

Martin Scorseese erhielt, für mich ein wenig unverständlich, ausgerechnet für "Departed" seinen einzigen Oscar. Nicht dass dieser Mafiosi-Streifen schlecht ist, aber der alte Sack hat für meinen Geschmack bessere Filme gemacht. Die von mir vergebenen acht Punkte stehen daher auch eher auf etwas wackligen Beinen; ich hab echt nichts gegen Gossensprache, aber mitunter wirken die zahlreichen Sprüche und vor kraftstrotzenden Ausdrücke leicht überzogen. Zudem finde ich, dass Nicholson ziemlich überdreht, was bei mir zeitweise für leichtes Stirnrunzeln sorgt. Des Weiteren nimmt für meinen Geschmack die Psychotante zu viel Screentime ein. Na gut, ist natürlich Klagen auf hohem Niveau, aber sind nun einmal Dinge, die mich ein wenig stören. Ansonsten gibt es eine in sich stimmige Story, die in der letzten Stunde kontinuierlich an der Spannungsschraube dreht und ein fulminantes Finish präsentiert, bei dem ein Twist den nächsten jagt.

Das Sahnehäubchen dieses Highspeed-Finales bildet schließlich die Ratte, welche in der letzten Einstellung geradezu freundlich von der Balkonbrüstung grüßt!

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vanilla

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finde beide top, aber Scorsese legt noch eine Schippe drauf....und der Cast-Bombast gibt einem den Rest;-)


cpt. chaos

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@Mr. Pink: Die Oscar-Vergabe würde ich auch eher als Anerkennung für sein Lebenswerk werten. Beim Original hab ich es nach einer knappen halben Stunde aufgegeben, was daran liegen mag, dass ich mich grundsätzlich mit asiatischen Filmen sehr schwer tue, aber ich will es irgendwann nochmal versuchen. ;o)


jurassicnerd

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Bewertung9.0Herausragend

Super Film! Ich mag Gangster-Filme! Er bleibt spannend und die Leistung der Schauspieler ist gut. Aber ich glaube, der Grund, warum der Film ab 16 ist, ist nicht, weil er zu brutal ist, sondern weil der Gebrauch bestimmter Wörter für Kinder nicht geeignet ist!

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gebsch

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ich würde sagen beides: wörter und brutalität. man sieht schon ab und zu blut. und paar leuten wird direkt in den kopf geschossen. denke da kann man FSK 16 geben


Jan Terzky

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein schlechter Film, auch viel Spannung. Die Schauspielkunst von DiCaprio, Damon, Nicholson und Co. macht ebenfalls recht oft Freude. Trotzdem störte mich doch einiges: Ein paar Leichen weniger wäre vielleicht mehr gewesen, und das Dauerfeuer der Fäkalsprache wirkt schon manchmal übertrieben. Scorsese kann es eigentlich besser.
Fazit: Ich fühle mich nach dem Anschauen ganz zufrieden, aber Verlangen nach Wiederholung habe ich sicher nicht.

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RoboMaus

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Bewertung6.5Ganz gut

Trotz Superstar-Aufgebot ist das nicht das erhoffte Katz- und Mausspiel erster Sahne (wie z.B. Catch Me If You Can). Sicherlich interessant und streckenweise spannend, aber fesselnd oder packend sieht für mich anders aus. Das liegt nicht an den Schauspielern, sondern am Plot und der Inszenierung, die einfach keine grosse Spannung aufkommen lassen. Fast schon passend dazu kommt eine irritierende Szene, in der (SPOILER) der Polizeispitzel dem Mafiaspitzel auf den Fersen ist und der Mafiaspitzel in die Verkehrsüberwachungskamera blickt. Danach wertete aber nur der Mafiaspitzel die Aufnahmen aus, in der Hoffnung den Spitzel der Polizei darauf zu sehen. Eigentlich liegt es nahe, dass der Spitzel der Polizei seinen Vorgesetzten mitteilt sich die Aufnahmen der Verfolgungsgegend anzuschauen, und damit wäre der Mafiaspitzel entlarvt gewesen (SPOILER ENDE). Es ist nicht alles Gold was glänzt.

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Eponine07

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich weiß nicht ob ich einfach nicht auf Gangsterfilme stehe oder ob der Film einfach zu sehr gehyped wird, ich find den Film okay. Er ist durchaus spannend und man muss doch sehr genau aufpassen um alles zu verstehen. Auch der Cast ist bis auf Mark Wahlberg und diese komische Frau wirklich sehr gut. Ich mein, hallo! Leonardo DiCaprio und Matt Damon in einem Film! Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen!
Allerdings muss ich Thomas Hetzel absolut Recht geben! Was hat das mit dieser dusseligen Dreiecksgeschichte auf sich? Vollkommen unnütz und echt deplatziert, gut okay, ich hätte DiCaprio vermutlich auch nicht von der Bettkante gestoßen, aber diese Frau war in dem Film einfach nur absolut nervig!
Also man kann sich den Film anschauen, aber für das riesige Meisterwerk halte ich ihn jetzt nicht.

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Thomas Hetzel

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun, nachdem viele an mir rumgemeckert haben, dass ich "Departed" so schlecht bewertet habe, dachte ich, gebe ich dem Film nochmal eine Chance, ist ja schließlich schon etwas her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe. Also habe ich mir den Film gestern noch mal angesehen, leider in gekürzter Version (typisch RTLII halt).
Tja, dennoch muss ich sagen, ganz so schlecht wie ich den Film in Erinnerung hatte, war er jetzt nicht, aber das tolle Meisterwerk wie es viele finden ist es jetzt nicht und der Oscar war auch eher ungerechtfertigt.
Aber fangen wir erst Mal mit den guten Seiten des Films an, das wären zum ersten die Schauspieler: Leonardo DiCaprio und Matt Damon, zählen zu meinen absoluten Favoriten und beide gemeinsam in einem Film zu sehen, war schon cool, schade nur, dass beide so selten gemeinsam in einer Szene zu sehen sind, aber beide liefern wie immer eine tolle Leistung ab, Jack Nicholson war auch nicht schlecht, aber ab und zu konnte er sich ein gewisses Overacting nicht verkneifen. Ansonsten waren auch noch andere gute Stars wie Alec Baldwin und Martin Sheen in Nebenrollen zu sehen.
Dann war die Story gar nicht mal so schlecht, sicherlich hätte man mehr daraus machen können, aber der Film hatte schon einige echt spannende Szenen.
Was mir an dem Film nicht so gefiel waren die Dialoge: In jedem dritten Satz wurde geflucht, das war mit der Zeit ganz schön anstrengend und einige Dialoge waren schon fast unfreiwillig komisch. Zudem wirkte die Dreiecksbeziehung zwischen Matt Damon und Leonardo DiCaprio mit der hässlichen und furchtbar unsympathischen Vera Farmiga wie an den Haaren herbeigezogen. Außerdem war der Film einfach zu lang, es gab wirklich einige Momente bei dennen ich mich schon etwas gelangweilt habe und gegen Ende flachte die Story ziemlich ab. Warum Mark Wahlberg als einziger Schauspieler für den Oscar nominiert wurde, verstehe ich zudem immer noch nicht.
Rückblickend fand ich "Departed" jetzt gar nicht mehr so schlimm, aber es gibt bestimmt bessere Filme.

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Thomas Hetzel

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Ich finde nun mal, dass sie eine schlechte Schauspielerin ist: Sie hat keine Mimik und einfach keine Ausstrahlung. Ihre Nominierung für den Oscar bei "Up in the Air" war ein Witz.


RoboMaus

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So ist es - die Oscars und andere Preise haben einen grossen Anteil an Subjektivität. Wie sonst könnte ein Film wie 'Hurt Locker' fünf Oscars bekommen (Begründung steht in meinem Kommi dazu)? Oft hat man den Eindruck, dass Beliebtheit das Hauptkriterium ist, und manche sind vielleicht nur beliebt, weil sie gute Parties geben. Irgendjemand mochte wohl Johnny Depp nicht und hat dafür gesorgt, dass er jüngst die Goldene Himbeere bekam - ist der nun ein schlechter Schauspieler oder ist er nur jemandem auf die Zehen getreten?


replicant-10

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Bewertung4.0Uninteressant

Derparted- Unter Feinden ist zwar brutal und hat
eine recht gelungene paranoide Atmosphäre,
allerdings nerven die ordinären Sprüche gewaltig
und die Liebes-Romanze zwischen Leonardo Dicaprio
und seiner Psychaterin oder Psychologin
wirkt einfach nur aufgesetzt und absolut lächerlich.
Departet- Unter Feinden ist absolut kein Vergleich
zu Martin Scorseses genialen Klassikern wie zum Beispiel
Good Fellas der tausendmal besser ist !!!!
3,5 bis 4,0 Punkte !!!!!

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Adrian_Veidt

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film ist nicht wirklich gut. Infernal Affairs hat einen komplexeren Plotaufbau.
Und dann bekommt man die ganze Zeit nur pubertäre Flüche zu hören.
Der gesamte Film wurde so dermaßen an das amerikanische Publikum angepasst (Mehr Gewalt, Happy End, derbe (pubertäre) Sprüche, Sexismus, Rassismus, keinen Sinn für Dramaturgie, aufdringlicher Patriotismus (Flaggen, Musik, Football, Kapitalismus)) das ich kotzen musste.

Die Musik war im Original auch besser, da es die Dramaturgie unterstützte, hier war es eher umgekehrt. Es zog alles nur noch mehr ins lächerliche und wäre für ne Komödie gut gewählt.

Hätte ich das Original nicht vorher gesehen, oder diesen Film mit 16 und nicht 26 gesehen, dann hätte ich ihm vermutlich etwas mehr abgewinnen können, vielleicht sogar gefeiert.

Ich hab mich durch die zwei Stunden gequält, auch wen Jack Nicholson recht unterhaltsam war, aber auch da, fand ich Eric Tsang besser, da nicht so schwarz-weiß gezeichnet, wie auch das insgesamt das Original weniger schwarz-weiß war.

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Adrian_Veidt

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Eine recht gelungener Vergleich ist dieser hier:
http://lifeenhancingtrivia.blogspot.de/2009/07/departed-vs-infernal-affairs.html


Roach

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Obwohl ich "Departed" auch für einen guten Film halte, spricht dein letzter Satz mir aus der Seele.



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