Von Angesicht zu Angesicht

Faccia a faccia (1967), ES/IT
Laufzeit 112 Minuten, FSK 18, Western, Abenteuerfilm, Kinostart 19.07.1968

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
43 Bewertungen
7 Kommentare
Von Angesicht zu Angesicht - Bild 6482007
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Sergio Sollima, mit Tomas Milian und Gian Maria Volontè

Um 1870 muss Brad Fletcher, ein lungenkranker Geschichtsprofessor aus Boston, der Gesundheit zuliebe nach Texas reisen. Dort wird er von einem Banditenboss, dem Halbblut Beau Bennet, als Geisel bei dessen Flucht genommen. Die beiden so unterschiedlichen Männer lernen sich kennen und allmählich schätzen. Der einst so schöngeistige Fletcher ist immer mehr von der Gewalt fasziniert und wandelt sich zu einem Diktator ohne Skrupel. Als Bennet bei einem Banküberfall gestellt und ins Gefängnis gesperrt wird, übernimmt Fletcher die Führung der Bande.


Cast & Crew


Kommentare (7) — Film: Von Angesicht zu Angesicht

Kommentar schreiben
Sortierung

Skywalker_

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine grandiose Mischung aus Italo und Politwestern mit sehr viel Tiefgang und einer schönen prise Sozialkritik.
Die Figuren sind zwar in ihrer Entwicklung etwas extrem ausgefallen, bewegen sich aber immer noch im Rahmen des glaubhaften.
Die Philosophische Frage nach dem Tier im Menschen und was ihn antreibt ist exellent umgesetzt worden.Dabei geht es noch außerdem über das Gefühl der absoluten Macht und wie sich ein Mensch radikal verändern kann.
Grandiose Darsteller und ein phänomenaler Score von Ennio Morricone machen Faccia A Faccia somit zu einem der besten Western aller Zeiten.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

filmschauer

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich schade, dass Sergio Sollima nur drei Italowestern gedreht hat. Doch galt bei ihm anscheinend nicht das Motto "Masse statt Klasse" und darum verwundert nicht die relativ hohe Qualität seiner Filme. So auch im zweiten Film der sogenannten Cuchillo-Trilogie, "Von Angesicht zu Angesicht" (ohne Cuchillo), der anders wie viele seiner Art weniger auf die facettenreiche Darstellung von Schießereien und ähnlichen Actionsequenzen eingeht, sondern speziell den in der Figurenzeichnung und in der Erzählweise vergleichsweise anspruchsvolleren Weg anschlägt. Besonders die Entwicklung der Schicksalsgemeinschaft Bennet, gespielt von Sollimas Stammschauspieler Tomas Milian, und Fletcher, der von Gian Maria Volontè verkörpert wird, bildet den Kern der gesellschaftskritischen Handlung. Hierbei ist Fletchers eigenwillige Katharsis unbedingt erwähnenswert, anhand dessen die fragwürdige Faszination von Gewalt und Macht beispielhaft porträtiert wird. Für Volontè, den man noch aus den Dollar-Filmen in Erinnerung hat, ist diese Rolle auf den Leib geschrieben, da sein Schauspieltalent mit den etwas theatralischen Auswüchsen passend eingesetzt wird. Eine der interessantesten Figuren, die man im Bereich des Italowesterns gesehen hat. Aber auch Milian zeigt eine sehr gute Leistung, der allerdings gemäß dem ernsten Ton diesmal nicht sein bekanntes kömodiantisches Potenzial zeigt. Komplettiert wird das Geschehen durch eine interessante Morricone-Komposition, die zwar nicht die bekanntesten Klänge seines Schaffens beeinhaltet, aber dennoch ausdrucksstark die Dramaturgie unterstützen kann. "Von Angesicht zu Angesicht" ist spannend, dabei ganz und gar speziell und gerade durch seinen psychologischen Ansatz ein absolutes Highlight im Genre.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

filmschauer

Antwort löschen

Ja, hab's auch gesehen. Ein Unding, wie bei so vielen Italos. Bleibt die Hoffnung, dass (mal wieder) Koch Media ein Erbarmen hat und ihn bald neu auflegt. Zumindest in den UK kommt er im nächsten Monat auf den Markt.


SamRamJam

Antwort löschen

Echt? Dann werde ich ihn mal einkreisen und hoffen das da zumindenst deutsche UT drauf sind.


maslobojew

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Entwicklungen der Hauptfiguren fallen krass aus, haben aber ihre Grundlage. Deshalb bekommt der Streifen einen faszinierenden Tiefgang - ansonsten hat er so ziemlich alles, was das Genre ausmacht. Deshalb ist er trotz viel Gehalt nichts für Zartbesaitete.
Für mich bisher der beste Nicht-Corbucci- und Nicht-Leone-Western. Mit einem soliden Score von Maestro Morricone ausgestattet.
In Wikipedia steht Unterhaltsames zum Thema deutsche Titelgebung:
"Neben der fast wörtlichen Übersetzung von „Faccia a faccia“ existieren (...) auch noch „Halleluja, der Teufel lässt schön/Euch grüßen“ (siehe Trailer), „Zwei links, zwei rechts und Halleluja“ (!) und „Zwei für ein Halleluja“ als deutsche Titel. Der englische Titel lautet „Face to Face“."

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MoviePunk

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Überaus intelligenter Western mit guter Kernbotschaft. Ein definitives Muss für Italowesternfans. Allerdings sollte man nich so viel Action erwarten.
Intelligent und spannend so muss das sein! Eine klare Empfehlung von mir.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

derblonde

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mittelteil der Sergio Sollima Trilogie und bester Teil der Reihe. Dieser Film ist allerdings mehr Polit- denn Italowestern. Milans Frisur ist allerdings eine Katastrophe.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Skywalker_

Antwort löschen

Ich find die Frisur cool


JimiHendrix

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Fabelhafter, mit Stars gespickter, Western, der durch Tiefgang und den beiden sich, gegenseitig verändernde Hauptdarsteller Gian Maria Volontè und Tomas Milian besticht. Gutes Morricone-Score.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

McAlloon

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Italo-Western die ich kenne. Gleichzeitig hochspannender Thriller, sozialer Kommentar (die "Outlaws" sind letztendlich nur verarmte Bauern, derren Lebensgrundlage zerstört wurde) und philosophische Abhandlung über das Tier in uns allen. Unbedingt ansehen!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch