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Leichen pflastern seinen Weg
Il Grande silenzio (1968), FR/IT Laufzeit 105 Minuten, FSK 18, Drama, Western, Kinostart 21.02.1969
8.3
Kritiker
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Moviemaster:Movie
von Sergio Corbucci, mit Jean-Louis Trintignant und Klaus Kinski
Utah, im Winter 1896. In dem verschneiten Dorf Snowhill verbreiten Kopfgeldjäger unter Führung des grausamen Loco Angst und Schrecken. Ohne Gnade verfolgen und töten sie die Männer des Dorfes, die durch pure Not in die Kriminalität getrieben wurden. Erst als der stumme Revolverheld Silence in den Ort kommt, scheint sich das Blatt zu wenden: Die Witwe eines ermordeten Dorfbewohners heuert ihn an, um Loco und dessen Schergen zu töten. Sie ahnt nicht, dass Loco einst auch die Eltern von Silence ermordete. Nach und nach schaltet Silence die Kopfgeldjäger aus – doch Loco hat bereits einen Plan geschmiedet, um den wortlosen Rächer aus dem Weg zu räumen.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Leichen pflastern seinen Weg
- Genre
- Gerechtigkeitsdrama, Italowestern, Sozialdrama, Western
- Zeit
- Winter
- Ort
- Bergdorf, Saloon
- Handlung
- Antiheld, Armut, Aussätziger, Berg, Bergdorf, Brutalität, Duell, Geldgier, Gesetz, Gewalt, Gnadenlosigkeit, Hunger, Kapitalist, Kindheitstrauma, Klassiker, Kopfgeldjäger, Kultfilm, Kälte, Liebe, Massaker, Notwehr, Provokation, Revolverheld, Rocky Mountains, Räuber, Sadist, Schlägerei, Schnee, Sheriff, Sterben und Tod, Stumm, Trauer, Trostlosigkeit, Ungerechtigkeit, Vergeltung
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Kritiken (5) — Film: Leichen pflastern seinen Weg
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschenDreckig, brutal, pessimistisch: Corbuccis „Leichen pflastern seinen Weg“ gehört zu den Großen des Genres, wenn meiner Meinung nach auch nicht zu den Besten. Klaus Kinski in einer Paraderolle, ein stimmiger Score von Morricone, ein erschütterndes Finale: Großes Kino.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschenSchnee. Überall Schnee. Dicke Flocken bedecken die triste Einöde, umzingelt von undurchdringlichem Gebirge und bewohnt von Menschen, die zum Verbrechen gezwungen werden. Blut. Überall Blut. Der rote Lebenssaft fließt literweise und färbt den schweigenden Niederschlag mit seiner unausweichlichen Präsenz des Todes. Mitten in diese gnadenlose Trostlosigkeit setzt Sergio Corbucci die schweigende Rache (hervorragend: Jean-Louis Trintignant) und die herzlose Unmenschlichkeit in Person (atemberaubend: Klaus Kinski). Kein fröhliches Vogelgezwitscher, keine einladende Freude und keine wohlige Wärme. In "Leichen pflastern seinen Weg" gibt es nur schwarzen Pessimismus, dreckigen Realismus, hoffnungslosen Zynismus und die alles verschlingende Düsternis. Der Stumme spricht durch die Einsamkeit in seinen nach Vergeltung schreienden Augen, der angedeutete Gefühlsneubeginn erliegt der erbarmungslosen Emotionslosigkeit und jeder Versuch der Veränderung wird ohne Rücksicht durchlöchert. In dieser Zeit gab es kein Gut und Böse, hier zählten nur die Menschen, die das meiste Geld auf den Tisch gelegt haben. "Leichen pflastern seinen Weg" ist ein eiskaltes, pechschwarzes und ebenso brillantes Stück Filmgeschichte, ohne Mitleid, Freundlichkeit oder Wohlwollen. Komplettiert wird das durchtriebene Geschehen noch vom Meister Ennio Morricone persönlich. Ein brodelndes Meisterwerk der Herz- und Hoffnungslosigkeit.
Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Oceanic6 Sun, 26 Aug 2012 17:41:56 -0000
Antwort löschenEin <3 mit ganz viel Liebe für diesen Kommentar !!
SoulReaver Sun, 26 Aug 2012 17:43:16 -0000
Antwort löschen:-*
JackoXL Sun, 26 Aug 2012 18:04:11 -0000
Antwort löschenAuf den Punkt. Bekommst auch ein <3!
Alle 5 Antworten zeigen
SoulReaver Sun, 26 Aug 2012 18:39:38 -0000
Antwort löschenFür dich auch: :-*
filmschauer Sun, 26 Aug 2012 21:29:41 -0000
Antwort löschenItalowestern FTW!
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen"Großartig Sheriff, wenn sie mich nicht gefesselt hätten, würde ich Beifall klatschen."
Es gibt Regisseure, kennt man einen ihrer Filme, kennt man alle. Und dann gibt es Regisseure, die einen immer wieder aufs neue zu überraschen wissen und immer etwas neues zu erzählen haben. Zur geringeren Anzahl letzterer darf sich auch Sergio Corbucci einreihen. Mit 'Leichen pflastern seinen Weg' untermauert er erneut eindrucksvoll, was es heißt, etwas bis Dato ungesehenes und bis heute einmaliges zu schaffen. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise wie Realismus, Authenzität und Atmosphäre zu einem Meisterwerk vereint werden können. Realismus aufgrund des Zynismus, der Konsequenz in der Inszenierung und der wahren Begebenheit, welche dieser Film beleuchtet. Authenzität aufgrund der vielen schönen Details und dem durchaus nachvollziehbaren Einsatz von Brutalität und Kaltblütigkeit. Und letztendlich die wahnsinns Atmosphäre, die sagenhaften Bilder der Schnee- und Berglandschaften,…
19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Le Samourai Wed, 30 Mar 2011 22:22:20 -0000
Antwort löschenNice. Muss den auch ENDLICH mal schauen!!
Tyler.Fincher Wed, 30 Mar 2011 22:26:29 -0000
Antwort löschenEiner der besten Western! So schön düster und trostlos..hab ich in dem Genre selten gesehen.
facepalm Wed, 30 Mar 2011 22:29:49 -0000
Antwort löschenNoch ein Vertreter für das Genre auf die Liste ganz nach oben. Sehr schön geschrieben.
filmschauer Thu, 31 Mar 2011 11:19:55 -0000
Antwort löschenMit diesem konnte ich seltsamerweise bei der Erstsichtung vor einigen Jahren weniger anfangen, aber vielleicht lässt sich das ja das nächste Mal in eine positivere Richtung ändern. Bei Corbuccis Filmen ist es bei mir meist Liebe auf den zweiten Blick. ;)
der cineast Thu, 31 Mar 2011 17:33:57 -0000
Antwort löschenGrandioso.
Alle 7 Antworten zeigen
shadowhunting Mon, 13 Jun 2011 15:48:06 -0000
Antwort löschenAbsolut passende Worte! ''Il Grande Silenzio'' ist einzigartig unter den Italowestern, ein Unikat unter all den vielen Kinofilmen und einer der wenigen Filmwerke, die ein wirklich schlechtes Ende offenbaren. Corbucci zählt halt mehr auf realistische Gegegenheiten, statt auf ein glückliches Happy-End, welches den meisten Leuten Ende des 19. Jahrhunderts im eisigen Winter durch Armut und Krankheit sicherlich nicht gewiss war. Die Liebesgeschichte ist gar nicht mal so klischeehaft, wie ich finde, sie ist halt etwas vereinfacht dargestellt, aber Beziehungen und Zuneigungen wurden halt damals noch sehr einfach gehandhabt, wobei die Frau natürlich immer die schwächere Rolle eingenommen hat. Auch dieser Abschnitt von ''Il Grande Silenzio'' ist sehr realistisch und beruht auf wahren bzw. echten Tatsachen. Aber das ist meine subjektiver Eindruck, jeder empfindet das anders ;-) Eine sehr gelungene Kritik, demnächst werde ich auch eine Kritik schreiben, schließlich will ich ja auch meine 10 Punkte-Bewertung schriftlich erörtern :-)
Oceanic6 Mon, 13 Jun 2011 15:52:34 -0000
Antwort löschenDanke für das Lob! ;) Bin schon auf deine Kritik gespannt, weil du bestimmt auch noch andere Sichtweisen miteinfließen lässt. Der Film hat einfach so viel zu bieten, dass einem nicht sofort alles ins Auge springt.
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenFernab seines verschneiten Settings präsentiert sich "Il Grande silenzio" als eher klassischer Vertreter des Italo-Western späterer Jahrgänge. Corbuccis sozialkritische Ansätze sind löblich, behindern aber des Öfteren den eigentlichen Spannungsbogen, und wirken innerhalb der sonst eher trivialen Ansprüche des Films wie unpassende Fremdkörper.
Kurzum: "Il Grande silenzio" ist kein überdurchschnittlicher Western, mit großer Wahrscheinlichkeit noch nichteinmal der beste im Œuvre Corbuccis, kann aber einen unerwarteten und passenden Schluss für sich verbuchen, und schafft es somit, gerade noch das Prädikat "Sehenswert" zu bekommen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
der cineast Sun, 05 Feb 2012 19:02:41 -0000
Antwort löschenQuark.
Le Samourai Wed, 12 Sep 2012 17:11:21 -0000
Antwort löschenSigned.
C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)
Kommentar löschen‘Il Grande Silenzio’ steht sprichwörtlich für diesen Italo-Western. Ohne viele Worte, aber dafür bildgewaltig werden Mittellose, die in ihrer Not zu Tätern werden, Opfer der Vogelfreiheit. Ein Kopfgeldjäger sammelt sie ein und lagert sie im Schnee, welcher die ungewöhnliche Westernkulisse bildet und damit gleichzeitig Mittel zum Zweck wird – und dieses Mal der deutsche Filmtitel einigermaßen Sinn ergibt. Menschen sind wie Vieh ihr Geld Wert, ob „tot oder lebendig“ ist dabei völlig egal. Natürlich versucht ein wortkarger Held, sich diesem Missstand entgegenzustellen. Aber was kann man schon gegen die Macht des Geldes ausrichten. Deshalb war die asiatische Fassung, dessen Ende man auf der deutschen DVD sehen kann, auch ziemlich sinnfrei. Gerade die Kompromisslosigkeit und natürlich die winterliche Kulisse eingerahmt von Morricones Soundtrack machen diesen Western zu einem sozialkritschen Klassiker und einmaligem, wenn auch brutalen Filmerlebnis.
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Kommentare (62) — Film: Leichen pflastern seinen Weg
Super8951 Fri, 31 May 2013 20:12:49 -0000
Kommentar löschen"All according to the law!"
Ein würdiger Film für die 1000. Bewertung.
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Jason Born Sat, 01 Jun 2013 13:23:20 -0000
Antwort löschenDie 1000. Bewertung erfordert einen längeren Kommentar
Dasprofil Sun, 19 May 2013 20:15:08 -0000
Kommentar löschenDeutlich konsequenterer Abgesang auf das Western-Genre, als alle Filme von Sergio Leone und Klaus Kinski spielt wie immer einfach nur beeindruckend. Allein seine Leistung wäre mir 7 Punkte wert.
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Spielberg_Fan Mon, 18 Mar 2013 13:23:46 -0000
Kommentar löschenDjango-Regisseur Sergio Corbucci lässt mit „Leichen pflastern seinen Weg“ ein gewaltiges Ding an Italo-Western auf den Zuschauer los, das sicher zu den Highlights dieses Genres zählt!
Schon in den ersten Minuten ist klar, hier bekommt man nicht den typischen Italo-Western geboten. Der Streifen hat seine eigenen Regeln. Atmosphärisch sehr dicht gehalten und auch ziemlich pessimistisch präsentiert sich Corbucci’s Werk. Das alles wird durch eine heftig verschneite Winterlandschaft nur noch bestärkt. Stark sind auch die Darsteller. Klaus Kinski als skrupelloser Kopfgeldjäger überzeugt auf ganzer Linie, was aber noch meiner Meinung nach durch die großartige Darbietung von Jean-Louis Trintignant in der Rolle des Silence überboten wird.
Selten hat man so einen Spaghetti-Western gesehen, der von seiner Geschichte her die Grenze zwischen Gut und Böse verwischen lässt. Sympathien gibt es, doch fehlt einfach die zielgerichtete Zuordnung der verschiedenen Charaktere. Böse, gemein und eiskalt reitet der Film auf ein Ende zu, das wie ein Schlag ins Gesicht ist.
„Leichen pflastern seinen Weg“ ist somit ein Glanzstück des Genres. Super gespielt, brillant gefilmt, klasse erzählt und passend untermalt, durch die Klänge von Altmeister Ennio Morricone. Ein Italo-Western der ganz besonderen Art!!!
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ElMagico Tue, 12 Feb 2013 08:39:35 -0000
Kommentar löschenHerrlich, wenn sich ein Film so einschmeichelt, sich dann eigentlich recht berechenbar gibt, nur um einen dann von hinten voll eins über den Schädel zu hauen. "Il grande silenzio" übertrifft eigentlich in allen Belangen seinen ungleich bekannteren Vorläufer "Django", ja er kann sich bei mir sogar einen Spitzenplatz im Western-Genre sichern.
Sergio Corbucci macht hier eigentlich fast alles richtig. Von der ersten Sekunde an baut er eine unwirtliche, aber absolut fesselnde Atmosphäre auf und beginnt seine Erzählung gleich mit einem Paukenschlag. Und man merkt sofort: Was bei "Django" oft noch cheesy wirkte, hat sich hier jeglichem Humors entledigt und ist nur grimmig und kalt.
Diese Winterlandschaften sind der perfekte Hintergrund für diese durch und durch pessimistische Geschichte in der auch die letzten Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt sind. Natürlich werden auch hier Sympathien verteilt, aber im Grunde tut hier jeder das gleiche: Er tötet oder lässt töten und wartet darauf, dass es ihn irgendwann auch erwischt. Eigentlich jeder der Protagonisten ist ständig davon bedroht getötet zu werden, was dem Film eine Menge Spannung verleiht. Es könnte jeden treffen, zu jeder Zeit. Da tatsächlich jegliche Moralvorstellungen über Bord geworfen wurden, war die Geschichte für mich auch kaum vorhersehbar.
Kinski gibt den Kopfgeldjäger Loco überraschend dezent, ohne jedoch seine gewohnte Aura zu verlieren, steht aber etwas im Schatten des Silence, der seinen Namen alle Ehre macht. Zwei Typen, die sich im Grunde sehr ähnlich sind, aber doch vollkommen verschieden und dadurch den Film einiges an Tiefe verleihen. Eine Tiefe die in diesem Film aus jeder Ecke quillt, obwohl es doch nur ein kleiner, dreckiger und brutaler Western ist. Aber es imponiert wie hier die Mythen des Wilden Westens zersetzt werden. Selbst kleine Szenen, wie z.B. die Pferde die im tiefen Schnee nicht mehr weiterkommen und zusammenbrechen, geben dem Film eine ganz eigene Note.
Zugeben muß man aber, dass "Il grande silenzio" in der Mitte einen kleinen Durchhänger hat. Oder es ist einfach so, dass der Anfang und das Ende so brillant sind, dass die Mitte einfach etwas verblasst. Doch selbst in seinen schwächsten Momenten ist dies ein erstaunlich gut durchkomponiertes Stück Film, welcher durch Morricones fast schon Horrorartigen Score noch einmal an Atmosphäre gewinnt.
Abgesehen davon, dass "Il grande silenzio" eben in der Mitte etwas an Druck verliert, kann ich hier beileibe nichts Falsches finden. Ein dreckiges Gedicht von einem Western, der in einem sehr denkwürdigen Final gipfelt. Richtig gut!
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Dahmer Sun, 10 Feb 2013 11:14:19 -0000
Kommentar löschenDer Film lebt vorallem von seiner genialen Atmosphäre, (Italo-Western der im Schnee spielt)den guten Schauspielern,besonders der "Bösewicht" sticht hervor und bleibt unvergessen,und einem tollen Soundtrack.Natürlich spielt Klaus Kinski alle an die Wand u. beweist damit das er zu den besten Schauspielern aller Zeiten gehört.Er wirkt diablolisch und total verrückt,ein Typ der einem echt Angst machen kann -grins- Absoluter Klassiker,sollte man geshen haben ;)
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Lorion42 Wed, 23 Jan 2013 13:29:03 -0000
Kommentar löschenMit "Spiel mir das Lied vom Tod" der beste Western den ich kenne. Dadurch, dass die Banditen zu den Opfern werden und die Söldner zu den Tätern ist er gewissermaßen eine Gegenthese zu "Die sieben Samurai". Die Charaktereinführung in der ersten halben Stunde muss erstmal überwunden werden, die sehr schleppend erzählt wird. Sehr zynisch erzählt und mal wieder mit einem überragenden Soundtrack ist der Film auch für Cineasten annehmbar, die nichts mit Western anfangen können.
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killsam Thu, 10 Jan 2013 19:09:55 -0000
Kommentar löschengehört zu den besten Western
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uncut123 Fri, 28 Dec 2012 10:14:39 -0000
Kommentar löschenich liebe filme mit happy end!
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Looki Sun, 23 Dec 2012 16:59:52 -0000
Kommentar löschenganz klar ein must-see western von corbucci, die atmosphäre ist so kalt und herzlos wie der schnee der einem nur so blendet und erschauern lässt. klaus kinski mimt den unbarmherzigen bounty hunter "loco" den man einfach nur hassen kann, ich glaub kein anderer schauspieler hätte den so gut spielen können wie er. dazu kommt der klassische "zum schweigen verpflichtete" Fremde der unter dem Synonym "Silence" nur aus selbstverteidigung tötet, auch grandios gespielt. auch wenn ich nach dem ziemlich konsequenten ende nicht wirklich wusste ob ich den film jetzt dadurch schlecht oder gut empfand denke ich doch das 8 Punkte gerechtfertigt sind, alleine deswegen weil dieser western bewusst anders ist als die anderen, corbucci war schon ein meister seines fachs und der morricone score tut sein übriges :)
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Hagen Hagen Thu, 18 Oct 2012 13:38:20 -0000
Kommentar löschenEin tolles Ende, ein verschenkter Trintignant, schöner Morricone-Score, eine nicht unkomplexe Story und eine nervige Wackelkamera. Über allem strahlt aber KK aus Sopot.
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Moe Szyslak Fri, 21 Sep 2012 21:52:08 -0000
Kommentar löschenSehr ungewöhnlicher Western. Aber auch ein sehr guter. Die Schneelandschaft ist sehr gewöhnungsbedürftig und ich muss zugeben, dass ich mich auch den ganzen Film nicht daran gewöhnen konnte, aber gerade das verschafft dem Film ein klasse düsteres (obwohl der Schnee hell ist) und deprimierendes Ambiente. Rotes Blut in der grenzenlos weißen Landschaft wirkt halt dann doch etwas anders. Und wenn Pferde vor Erschöpfung durch das Stampfen meterhoch dicken Schnees tot zusammenbrechen wird die unangenehme Stimmung nur noch intensiviert. Die recht einfache Geschichte fängt etwas konfus an, entwickelt dann aber eine enorme Spannung und kann mit einigen coolen und denkwürdigen Szenen aufwarten. Hauptanteil daran haben die Aufeinandertreffen zwischen dem brutalen Kopfgeldjägers Loco und dem stummen Rächer der Schwachen, der mit seinen Blicken mehr zum Ausdruck bringt als manch ein anderer. Aber es ist vor allem Klaus Kinski als eiskalter Bastard, der so hassenswert fies spielt, dass man ihm am liebsten selbst den Garaus machen möchte. Grausamer und bösartiger Charakter, abartig genial gespielt von Kinski. Einfach faszinierend, ihm zuzusehen, jede Szene mit ihm ist ein Highlight. Sehr sehenswerter weil sehr un- und außergewöhnlicher Western mit viel Blut, viel Atmosphäre und starken Darstellern, der aufgrund seines heftigen und völlig außerhalb der Norm sich bewegenden Endes noch einen Extrapunkt bekommt. Klasse war auch wieder der Score von Ennio Morricone.
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lsk1965 Tue, 28 Aug 2012 10:50:28 -0000
Kommentar löschenEigentlich habe ich ja durchaus eine kleine Schwäche für Italowestern, umso erstaunlicher das ich um den Film immer nen Bogen gemacht habe.
Der größte Pluspunkt ist die Verlegung des Settings in eine unwirtliche Eiswüste, was einerseits fremdartig wirkt, hat aber dennoch Anleihen einer staubigen, trockenen Einöde.
Schauspielerisch gibt es auch wenig zu mäkeln. Obwohl ich kein großer Kinski Fan bin, muss ich sagen die Rolle von Loco ist ihm wirklich auf den Maß geschneidert. Trintignant geht als Silence auch völlig in seiner Rolle auf.
Der ganz große Wurf ist es aber trotzdem nicht geworden. Vor allem am Anfang des Films hakt es storytechnisch noch gewaltig, denn es wirkt zeitweise als hätte man nur einzelne Szenen gedreht und die irgendwie aneinandergereiht. Im Nachhinein macht das Gezeigte zwar Sinn, aber es wirkt einfach nicht flüssig im Film integriert. Ebenfalls ein Problem ist für mich das fehlen eines wirklichen Sympathieträgers, selbst Silence ist das trotz seines noch vorhanden Gerechtigkeitssinns nicht.
Dann komme ich aber zum größten Problem, dem Score. Ich bin zwar auch wie viele andere ein riesiger Morriccone Fanboy, aber das war nix. Der Score dudelt hier wirklich von vorn bis hinten den gesamten Film lang, ohne großartige Höhepunkte. Und das auch noch ziemlich in den Vordergrund gedrängt. Zum Ende des Films hin, war ich einfach nur noch genervt.
Das Ende reisst dann aber doch einiges raus, denn das habe ich so echt nicht kommen sehen.
Fans von Italo-Western, und große Kinski Verehrer können mit dem Film nichts falsch machen.
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nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 08:49:19 -0000
Kommentar löschen"Da hatte ich ja bisher was verpasst!". Genau das ging mir heute Nacht, nachdem der Abspann zu Ende war, durch den Kopf.
Ich würde mich eigentlich schon als großen Westernfan bezeichnen... Ach Quatsch: Zusammen mit dem Gangsterfilm ist der Western das Allerheiligste unter den Filmgenres. Daher war mir klar, dass ich mir die TV Auststrahlung von "The Great Silence" nicht entgehen lassen werde.
Und, es hat sich sowas von gelohnt! Wirklich ein ganz besonderer Western, völlig anders, als alle (Italo-)Western, die ich bisher gesehen habe.
Da wäre zu allererst die Kulisse in Eis und Schnee, die ich genial fand und die sehr gut zur kühlen und düsteren Stimmung des Films gepasst hat.
Aber nicht nur die Kulisse war toll, die Hauptfiguren waren auch wunderbar. Auch wenn sie eigentlich klassische Westernfiguren sind, kamen sie mir ganz anders vor, als die Figuren in vergleichbaren Filmen. Dies liegt vor allem an Klaus Kinski (der böse Kopfgeldjäger) und Jean-Louis Trintignant (Der stumme Held), die einfach phänomenal spielen und ihrer jeweiligen Figur einen Stempel aufdrücken, wie es nur wirklich großartige Schauspieler machen können.
Und zu guter Letzt noch dieses pessimistische und ungewöhnliche Ende für einen Western, das den Film endgültig zwischen den vergleichbaren Western herausragen lässt.
Fazit: Grandioser Western, der deutlich anders ist als die meisten Genrevertreter und den sich ein Westernfreund nicht entgehen lassen sollte!
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SoulReaver Wed, 22 Aug 2012 09:06:38 -0000
Antwort löschenHab ihn auch gesehen heut Nacht. Was für ein pessismistisch-dreckiges Misterwerk. <3
SoulReaver Wed, 22 Aug 2012 11:26:58 -0000
Antwort löschenSteht da wirklicher Misterwerk? :D
SoulReaver Wed, 22 Aug 2012 11:27:19 -0000
Antwort löschenGott, mein Deutsch...(Ich schweige besser jetzt)
nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 11:32:26 -0000
Antwort löschenSchon okay, der gute Wille zählt. ;) Ist ja auch ein richtiges Misterwerk!
Le Samourai Wed, 22 Aug 2012 18:53:46 -0000
Antwort löschen;)
SoulReaver Thu, 23 Aug 2012 16:37:54 -0000
Antwort löschenSamourai ist rollig, zwinkert wieder durch die Gegend und hofft auf eine Reaktion, aber ich bin heute freundlich: :-*
Le Samourai Thu, 23 Aug 2012 16:40:05 -0000
Antwort löschenHihi :*
nerdkiller Thu, 23 Aug 2012 16:41:24 -0000
Antwort löschenIch bin dafür heute nicht freundlich. :S :$ :§ :€
http://www.youtube.com/watch?v=75ADI9p2wHY
Alle 10 Antworten zeigen
SoulReaver Thu, 23 Aug 2012 19:21:07 -0000
Antwort löschenIch bin eindeutig schöner und anziehender. Da wird mir auch der Samourai zustimmen.
Le Samourai Thu, 23 Aug 2012 23:04:01 -0000
Antwort löschenNa klar, wer kann da widerstehen:
http://www.youtube.com/watch?v=VyM68DCq9hE
based_god Tue, 21 Aug 2012 16:06:52 -0000
Kommentar löschenEin Western im Schnee – Ein Western, der ein klein wenig anders ist als viele seiner Genre-Kollegen.
Loco ist ein brutaler, narzisstischer Kopfgeldjäger. Obwohl sein Handeln an Brutalität nicht zu überbieten ist, befindet er sich immer auf der richtigen Seite des Gesetzes und kann zumindest bis zur Wahl des neuen Gouverneurs, weiter morden, wie es ihm beliebt. Silence, Locos Gegenspieler, ist zwar der gute Ritter, hat jedoch deutlich mehr Mühe auf der richtigen Seite des Gesetzes zu bleiben. Als er von der Witwe Pauline angeheuert wird, ihren verstorbenen Mann zu rächen, macht sich Silence auf, in eine ungerechte Welt voller Brutalität, die ihm aufgrund seiner Vergangenheit aber bestens bekannt ist.
"Il Grande Silenzio", meiner Meinung nach der bessere Titel als der deutsche, lebt in erster Linie von seinen zwei grandiosen Hauptdarstellern. Klaus Kinski und Jean-Louis Trintignant liefern sich ein Duell auf höchstem Niveau. Ein sehr schönes Spiel mit den Sympathien, welches Sergio Corbucci, einer der grössten Western-Regisseure, hier ablifert. Was sonst noch auffällt ist die für einen Western sehr spezielle Winterlandschaft, der omnipräsente Zynismus und die doch sehr explizit dargestellte Brutalität. Ein "Ennio Morricone"-Soundtrack erledigt den Rest und sorgt für einen grossartigen Western-Abend. Und ich denke, dass ich nicht zu viel verspreche, wenn ich euch ein Ende ankündige, welches nachhallen wird. Seien es die Bilder oder sei es der Text, der am Ende noch eingeblendet wird.
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ProsperDune Wed, 15 Aug 2012 18:27:53 -0000
Kommentar löschenBrutaler, pessimistischer, skrupelloser und zynischer als Leone jemals war und in seiner Umkehrung des amerikanischen Westerns sogar noch konsequenter (Stichwort: Schnee).
Für meinen Geschmack aber von diesen Eindrücken viel zu viel. Das 'Artifizielle' an "The Good, The Bad and The Ugly" zum Beispiel reizt mich mehr. Aus bestimmten Gründen erwäge ich aber eine Zweitbegehung des mit Unmengen Leichen gepflasterten Weges vor...
Achja... Okay, dass Ennio Morricone der beste Filmkomponist der Welt ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, habe ich jetzt aber getan...
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kronenhummer Tue, 14 Aug 2012 16:53:47 -0000
Kommentar löschenEs ist kalt in der verschneiten Winterlandschaft Utahs. Verdammt kalt, so kalt, dass die Seen zugefroren sind und die Waffen bis zur Nutzlosigkeit einfrieren, wenn man sie nicht entsprechend schützt. Das muss auch der neue Sheriff in Snowhill lernen, einem Dorf, dessen Name Programm ist.
Doch die Kälte und Härte der Landschaft ist nicht das Einzige, das einen in „Leichen pflastern seinen Weg“ erschaudern und erzittern lässt. Ein Film, der so untypisch er in seiner Szenerie ist, doch so kompromisslos und absolut beeindruckend ist er doch in seiner Umsetzung. Dabei bedarf „Leichen pflastern seinen Weg“ keiner großen Worte, sind doch die Taten umso schockierender und fesselnder. Mit Jean-Louis Trintignant, der es schafft ohne ein einziges Wort eine unglaubliche Präsenz zu zeigen, auf Rächer der einen Seite und dem legendären Klaus Kinski als gewissenloser Kopfgeldjäger auf der anderen Seite finden sich hier zwei Gegenspieler, die eindrucksvoller kaum sein könnten.
So kann die Intensität des Schauspieles, untermalt durch die westerntypischen malerischen und hier doch so kühlen Bilder und Morricones Score ein Filmerlebnis schaffen, dass einen schockiert und sprachlos zurücklässt und über die manchmal doch etwas einfach gehaltene Erzählung hinwegsehen lässt. Was hängen bleibt, ist die pure Gewalt, die Kompromisslosigkeit, die Hoffnungslosigkeit und der Realismus. Und nicht zuletzt die Kälte – in jeder Hinsicht.
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Markbln Tue, 14 Aug 2012 10:13:42 -0000
Kommentar löschenDie Kombination Kinski-Trintignant finde ich extrem spannend.
Letzterer sagt ohne zu sprechen mehr als tausend Worte. Und ersterer nicht mehr als nötig.
Klasse Klassiker.
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cpt. chaos Mon, 13 Aug 2012 23:43:33 -0000
Kommentar löschenEin für seine Entstehungszeit extrem blutiger Italo-Western mit Oberfiesling Klaus "Psycho" Kinski, der manch kernigen Spruch raushaut und als Gegenspieler der "redselige" Silence.
Die ansonsten handelsüblich staubtrockene Prärie gegen eine Schneelandschaft einzutauschen, hat wirklich was.
Für meinen Geschmack dennoch unterm Strich lediglich halbwegs ansehnlich geraten, da ich mir doch ein anderes Ende gewünscht hätte, wobei es das alleinig auch nicht rausgerissen hätte, um die allgemeine Verehrung teilen zu können.
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Begbie Mon, 13 Aug 2012 22:58:12 -0000
Kommentar löschenKnallharter, trockener Western (besonders: Schnee statt Sand und Dreck) mit einem tollen Klaus Kinski
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JackoXL Mon, 13 Aug 2012 21:36:22 -0000
Kommentar löschen"Jetzt wirst du deinen Mann mit Schnee bedecken, damit er frisch bleibt, bis ich wieder komme".
Ja, "Leichen pflastern seinen Weg" ist ein Italo-Western, wie er sein muss. Dreckig-blutig-schmuddelig und dazu vor eiskalter Kulisse. Großartig!
Sergio Corbucci ist nach "Django" nochmal ein ganz großer Genrebeitrag gelungen. Richtig reudig, dreckig und mit zwei denkwürdigen Charakteren versehen. Silence, gespielt von Jean-Louis Trintignant und Loco, gespielt von Klaus "Crazy" Kinski. Das ist die eigentliche Überraschung: Kinski ist gar nicht so crazy, er nimmt sich für seine Verhältnisse stark zurück. Vielleicht war ihm klar, dass dies ein großer
Film wird und sein oft gezeigtes Overacting nicht gebraucht wird. Wenn, war das die richtige Einschätzung, Kinski ist brilliant, ohne zu überdrehen. Ein ganz böser Junge, der nicht den Wahnsinn auf der Stirn tragen muss. Trintignant steht ihm in nichts nach, wortlos und so cool, passend zur verschneiten Kulisse.
Corbucci nutzt diese Voraussetzungen gnadenlos gut und inszeniert einen Film, der den schmalen Grat zwischen Pulp und Klassiker gekonnt beschreitet. Brutales Meisterwerk einer vergessenen, oder zumindest nie ernsthaft wiederbelebten Ära (vielleicht gar nicht so schlecht).
"Was ist, wenn der Junge nicht den Mund hält?
"Der wird nie mehr reden!"
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SoulReaver Mon, 13 Aug 2012 21:38:56 -0000
Antwort löschenDen fand ich damals mit 15-16 so großartig, heute leider verpasst, aber kommt ja am 22. nochmal. (Sinnlose Infos *aus*.)
JackoXL Mon, 13 Aug 2012 21:43:00 -0000
Antwort löschenIch wollte den so lange sehen, wurde nicht entäuscht. Kommt auf meine endlose Kaufliste, aber ganz weit nach oben. Toll, das arte den schon um 21:50 ungeschnitten zeigt. :)
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filmschauer Mon, 13 Aug 2012 21:56:41 -0000
Antwort löschen@Souli: Oder vielleicht mal die DVD zulegen. ;)
SoulReaver Tue, 14 Aug 2012 11:51:12 -0000
Antwort löschen@filmschauer Nä, erst muss ich den nochmal sehen. :)