Brüno spaltet die Gemüter
thetruetorstenreitz (Torsten Reitz), Veröffentlicht am 18.08.2012, 08:49
Brüno
© Universal Pictures
Mit Borat wurde der britische Komiker Sacha Baron Cohen schlagartig zu einem weltweiten Phänomen. Die Mockumentary über einen kasachischen Reporter, der in die USA fliegt, um über Land und Leute zu berichten, spielte ein Vielfaches ihrer Produktionskosten ein und wurde kontrovers diskutiert. Für die Hollywood-Studios war es natürlich lukrativ, Sacha Baron Cohen einen zweiten Film nach dem gleichen Schema drehen zu lassen. Mit Brüno griff sich der Komiker nach Ali G Indahouse und Borat eine dritte Figur aus seiner beliebten TV-Show Da Ali G Show und machte sie zum Dreh- und Angelpunkt eines abendfüllenden Streifens.
Brüno ist Österreicher, Teilzeitmodel, Celebrity-Reporter und schwul. Er fliegt aus seiner Alpenheimat in die Vereinigten Staaten, um zu einem Weltstar zu werden. Dabei lässt Brüno kein noch so kleines Fettnäpfchen und keinen noch so scheinbar unbedeutenden Skandal aus, solange er dadurch im Rampenlicht steht. Der Paradiesvogel kommt auf wirklich ausgefallene Ideen, um sich selbst zu pushen. So geht er mit heterosexuellen Hillbillies auf die Jagd, verkleidet sich als Soldat oder präsentiert sich mit einem schwarzen Adoptivbaby in einer US-Talkshow – weil Madonna sowie Brad Pitt und Angelina Jolie ja auch eins haben.
Mit Brüno und seinen globalen Eskapaden hält Sacha Baron Cohen der Gesellschaft erneut einen Spiegel vor. Er deckt die Vorurteile verschiedener Bevölkerungsgruppen gnadenlos auf. Sittenwächter dieser Welt, nehmt euch in acht – Brüno ist im Anmarsch! Er stellt die Moralapostel bloß und lässt die Modefreaks alt aussehen. Dass der österreichische Exot dabei des Öfteren unterhalb der Gürtelline unterwegs ist, versteht sich von selbst. Brüno kennt eben keinerlei Scham bei seinem Versuch, die Welt im Sturm zu erobern, und ist gerade deshalb äußerst witzig.
Der Film ist nach Borat die zweite von bisher drei Zusammenarbeiten zwischen Sacha Baron Cohen und Regisseur Larry Charles. Mit der Satire Der Diktator und ihrer Hauptfigur, die in ihren Charakterzügen leicht an Nahost-Tyrannen wie Saddam Hussein erinnert, waren die beiden gerade erst im Kino. Zwar erreicht Brüno nicht die hohe Gagdichte und den Überraschungseffekt seines grandiosen Vorgängers Borat, aber sehenswert ist der Film allemal – alleine schon wegen der Gastauftritte solcher Stars wie Paula Abdul, Sting, Snoop Dogg, Harrison Ford und Bono.
Was: Brüno (2009)
Wann: 22:15 Uhr
Wo: RTL
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Kommentare
über Brüno spaltet die Gemüter
uncut123 Sat, 18 Aug 2012 21:01:00 -0000
Kommentar löschenschau ich grade...aber auf borat danach warte ich eigentlich ist einfach der beste...diktator hatt es gezeigt.........
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fabel Sat, 18 Aug 2012 12:39:22 -0000
Kommentar löschenDas ist doch nicht euer ernsthafter Tagestipp, oder? -.-
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David_Lynch Sat, 18 Aug 2012 11:43:24 -0000
Kommentar löschenAuf Deutsch nicht der Rede wert. Im Original recht kurzweilige Unterhaltung...
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j1mbojones Sat, 18 Aug 2012 10:55:34 -0000
Kommentar löschen20.15: König der Löwen ORF1
22.30: Foolproof ZDF_neo
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FordFairlane Sat, 18 Aug 2012 10:51:17 -0000
Kommentar löschenIch fand Sasha Baron Cohen als Ali G genial, den rest muss man nicht kennen.
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sauer.krautmann Sat, 18 Aug 2012 09:40:52 -0000
Kommentar löschenauja und danach borat =D
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Le Chuck Sat, 18 Aug 2012 07:51:59 -0000
Kommentar löschenDer Film gibt zwar mehr als einmal Anlass zum Fremdschämen, aber allein schon die Wrestlingszene oder die mit den Produzenten machen ihn sehenswert. Und vor allem zeigt er, dass viele Leute, über dem großen Teich, moralisch und in ihrer Einstellung anscheinend noch nicht im "Heute" angekommen sind.
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Weiterführendes zum Artikel ?
Sacha Baron Cohen
Beteiligt an 16 Filmen (als Akteur, Drehbuch, Produzent, Autor und Lieder) und 3 Serien
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... Brüno... Tagestipp von Moviepilot? ... ich denke ich beziehe informationen von einer anderen seite ab sofort...
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Movieking Sat, 18 Aug 2012 23:20:57 -0000
Antwort löschenkeiner hält dich auf