The Flowers of War Trailer

Christian Bale kämpft im Oscar-Rennen für China

The Flowers of War will in der Kategorie Bester ausländischer Film um den Oscar kämpfen. Regisseur Yimou Zhang hat sich für die Besetzung der männlichen Hauptrolle von niemand Geringerem als Steven Spielberg beraten lassen, der ihm Christian Bale vorschlug. (The Hollywood Reporter) Gesagt getan: Der amerikanische Schauspieler spielt nun einen lasterhaften Leichenbestatter, der eine Gruppe von Waisenkindern und Prostituierten vor japanischen Invasoren bewahrt.

In The Flowers of War geht es um die japanische Besetzung von Nanjing im Zweiten Weltkrieg, während derer im Rahmen eines Massakers mehrere tausend Zivilisten vergewaltigt und getötet wurden. Eine Gruppe Prostituierter kann sich in eine Kirche retten, in der sich ein paar Schülerinnen mit ihrem Betreuer, sowie erwähnter Bestatter befinden, der für die Beerdigung eines katholischen Priesters angereist ist. Da sie wissen, dass ein weißer Mann vor den wilden Invasoren sicher ist, soll der Amerikaner, John Miller, den Frauen und Kindern zur Flucht aus Nanjing verhelfen.

Mit einem Budget von 100 Millionen Dollar ist The Flowers of War der teuerste chinesische Film aller Zeiten. Das meiste Geld ging für die aufwendigen Kriegszenen drauf, von denen ihr im Trailer einen guten Eindruck bekommt. Christian Bale wird ebenfalls nicht billig gewesen sein, dafür werden viele andere Rollen von Newcomern verkörpert, so auch die weibliche Hauptrolle, gespielt von Ni Ni. Die ging mit ihrer Rolle ein großes Risiko ein, denn die Darstellung expliziter Sexzenen hat schon Wei Tang für ihren Part in Gefahr und Begierde von Ang Lee ein zweijähriges Berufsverbot gekostet.

Aber Sexualität ist nicht das einzige Problem an diesem Film. Laurie Burkitt und Tom Orlik vom Wall Street Journal erachten insbesondere die Darstellung der japanischen Feinde als problematisch „Mr. Zhang’s Darstellung der japanischen Brutalität überlässt wenig der Vorstellung. Der nuancierte Umgang mit den chinesischen Charakteren steht in starkem Kontrast zur Darstellung der Japaner als monochrome Monster.“ Auch Justin Chang von Variety stößt sich ein wenig an der Brutalität des Films, kann dem letztendlich aber auch etwas abgewinnen: „Zhang hat kein Interesse daran, dem Zuschauer etwas zu ersparen, und seine Bereitschaft die Grenzen des guten Geschmacks zu übertreten, verleihen seinem Film paradoxer Weise eine besondere Integrität.“

Am 16. Dezember diesen Jahres läuft der Film in China an. Ab dem 23. Dezember wird er in ausgewählten US-Kinos gezeigt. Über einen deutschen Starttermin ist jedoch noch nichts bekannt.

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