Kristen Stewart in Cannes

Clips & erste Kritiken für On the Road

24.05.2012 - 10:23 Uhr
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In Cannes startete jetzt die Verfilmung des 1957 erschienenen Romans Unterwegs von Jack Kerouac. Das erste Presseecho zu On the Road klingt allerdings nicht wirklich optimistisch. Am besten, ihr macht euch mit unseren beiden Clips selbst ein Bild.

Eigentlich sehen die kurzen Ausschnitte aus On the Road – Unterwegs ganz nett aus. Kirsten Dunst spielt ihren vollen Charme aus und legt ein romantisches Tänzchen mit Hauptdarsteller Sam Riley hin. Sogar ihre sanfte Singstimme kommt zum Einsatz. Und Kristen Stewart, die ab nächster Woche in Snow White and the Huntsman zu sehen ist, wirkt hier deutlich fraulicher als in ihren bisherigen Rollen. Ihr Charakter Marylou erzählt uns, dass sie sich eigentlich nur ein nettes Heim und Kinder wünscht – und das obwohl wir bereits in Erfahrung gebracht haben, dass Kristen Stewart in dem Road Movie eine eher unkonventionelle Rolle auszufüllen scheint. Passend zu den Schlagwörtern Sex, Drugs ‘n’ Jazz, die die Romanvorlage Unterwegs von Jack Kerouac und die so genannte Beat Generation charakterisieren, probiert auch Marylou in sexueller wie bewusstseinserweiternder Hinsicht einiges aus. Aber im Inneren sehnt sie sich anscheinend nach mehr Ruhe in ihrem Leben.

Beim Festival Cannes gibt es nun erste Stimmen zu On the Road – Unterwegs von Walter Salles (Die Reise des jungen Che) und die fallen durchweg leider nur mäßig aus. Peter Bradshaw vom Guardian zum Beispiel lobt zwar die wunderschönen Einstellungen und die durchaus berührende Traurigkeit des Films, aber gleichzeitig ist er der Meinung, dass On the Road – Unterwegs den Zuschauer vor allem mit einer gewissen Selbstverliebtheit langweilt. Der Streifen sehe zwar gut aus, aber verfolge letztlich keine eindeutige Richtung und feiere in erster Linie sich selbst beziehungsweise die süßen Freuden der Parties, des Alkohols und der sexuellen Freiheit.

Simon Gallagher von filmschoolrejects.com bemängelt dagegen vor allem die seiner Meinung nach fehlgeschlagene Adaption des kultigen Originalromans. Für ihn ist das extrem lyrische Buch letztlich auch nicht dafür geeignet oder überhaupt dafür gedacht, verfilmt zu werden. On the Road – Unterwegs konnte also in seinen Augen nur eine Enttäuschung werden und dementsprechend fällt sein Urteil dann auch aus. Anders als Peter Bradshaw empfindet er den Film außerdem als extrem freudlos und nur wenig fesselnd. Die Charaktere würden nicht genügend ausgearbeitet und Kristen Stewart, die durchaus einige leidenschaftliche Momente abliefere, falle letztlich in ihre kühle Rolle der Twilight-Bella zurück und bringe nicht die im Buch spürbare Energie. Gallagher lobt stattdessen vor allem die Leistung von Garrett Hedlund als Dean Moriarty. Die Cameos von namhaften Darstellern wie Viggo Mortensen, Amy Adams und Steve Buscemi seien dagegen zwar sehenswert, aber gleichzeitig auch sehr ungeschickt in die Story eingebaut.

Lasst ihr euch von diesen ersten Negativstimmen beeinflussen oder gebt ihr On the Road trotzdem eine Chance?

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