Die Verurteilten oder Endstation Lieblingsfilm
Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 22.08.2012, 08:50
Die Verurteilten
© Columbia Pictures
In zahllosen Umfragen wurde Die Verurteilten zum beliebtesten Film aller Zeiten gewählt. Zeitungs-, Radio- und insbesondere Online-Abstimmungen führen immer wieder zu einem ähnlichen Ergebnis. Mit einem Durchschnittswert von 8.5 Punkten rangiert das Kinodebüt von Frank Darabont auch hier auf einem der vorderen Plätze der bestbewerteten Filme, in der IMDb und OFDb ist es allerhöchstens temporär zu entthronen. Doch woher rührt die gleichermaßen überwältigende wie rätselhafte Beliebtheit dieses seinerzeit erfolglosen Gefängnisfilms nach Stephen King? Ein Versuch, dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Und den Film auf seine wirklichen Qualitäten zu überprüfen.
Um die Seriosität gleich hinten anzustellen: Die Verurteilten ist, im Wesentlichen, ziemlicher Mist. Aber es gelingt ihm, und das überaus geschickt, dem Zuschauer immer wieder das Gegenteil glauben zu machen. Mit einer vordergründigen Erzählhaltung, die ausgerechnet im Rahmen des konventionellen Prison Movies lücken- und reibungslos herzerwärmende Allgemeinplätze besetzt. Dabei gleicht die Geschicklichkeit, mit der Autor und Regisseur Frank Darabont die Kingsche Vorlage zu einem Wohlfühlfilm der besonderen Art umzumünzen weiß, gerade mal nur der üblichen Praxis des klassischen US-amerikanischen Erzählkinos, das sein Publikum konstant mit attraktiven Geschichten umgarnte. Die Verurteilten ist jedoch so einnehmend in seiner hundertprozentig handlungsbestimmten und Blick steuernden Struktur, dass ein Abschweifen der Aufmerksamkeit kaum möglich scheint.
Und das von der allerersten Minute an: Nach einer dynamischen Exposition, die das schicksalhafte Verbrechen (sowie die Verurteilung) der von Tim Robbins gespielten ersten Hauptfigur Andy Dufresne schildert, bewegt sich der Film sogleich zu seinem zentralen Schauplatz, dem Shawshank-Gefängnis. Weil Andy Dufresne zunächst noch ungreifbar wirkt und ferner seine Unschuld nicht geklärt ist (eine Frage, die der Film jedoch zügig und mutlos beantworten wird), geht seine Figur erst einmal den Weg der passiven Charakterisierung. Als Neuankömmling gerät sie unter Beobachtung des alteingesessenen, von Morgan Freeman gespielten Red, dessen Gedanken der Film freundlicherweise stets teilt. Rasch stellt sich ein Vertrauen zu beiden Protagonisten ein, deren vorsichtige Annäherung durch Erzählerstimme, standardisierte Montage und funktionale Musik von Thomas Newman begünstigt wird.
Mit Freeman landete Darabont einen wahren Besetzungscoup. Er ist womöglich das, was hierzulande Volksschauspieler genannt wird. Eine vertraut wirkende Gestalt voller Gutmütig- und Aufrichtigkeit, starker Präsenz und andächtigem Habitus. Sein Blick, auffällig oft in die Nahaufnahme gerückt, ist von Beginn an der des Zuschauers, vorsichtig und doch bestimmt. Es war wohl schon damals nur eine Frage der Zeit, bis dieser Mann einmal Gott spielen würde. In Die Verurteilten ist er nichts außer ein Identifikationsangebot auf zwei Beinen, wobei Angebot das falsche Wort ist – die Möglichkeit es abzulehnen gibt einem der Film natürlich gar nicht. Stattdessen positioniert er ein Gegenüber: Tim Robbins, dessen Figur sich sukzessive von ihrer Passivität löst. Zuvor jedoch muss er, der gebückt laufende, unschuldige Banker, noch durch die Hölle gehen. Ihm gelten die Publikumssympathien nicht von vornherein, er muss sie sich erst erarbeiten. Dies erreicht der Film durch simple, manipulative Taschenspielertricks. Nicht nur ist Andy (als einziger) wirklich unschuldig, er muss auch die Qualen des Knastalltags stärker durchleiden als jeder andere. Mehrfach wird er vergewaltigt (von den, so werden sie im Film genannt, „sisters“ und „bull queers“), geschlagen und in Einzelhaft gesteckt, ehe sein bildungsbürgerlicher Hintergrund ihm eine privilegierte Stellung innerhalb des Gefängnisses sichert.
Das hohe Identifikationspotenzial der beiden Hauptfiguren ergibt sich aus ihren Unterschieden, die der Film wirksam herausarbeitet. Der weiße Andy, der schwarze Red; der kultivierte Geschäftsmann, der einfache Arbeiter mit gutem Herz und reiner Seele. Intellektualität und Gefühligkeit, ein Traumpaar. Immer wieder betont Darabont, wie sehr die beiden Insassen voneinander profitieren. In einer besonders schmalzigen, jeder Wahrscheinlichkeit enthobenen Szene beschallt Andy das gesamte Gefängnis mit Mozart, um anschließend einen Monolog über die Fähigkeit vergeistigter Musik zu halten, die alle, einschließlich Red, in Staunen versetzt. Es ist eine pure, wahre Männerfreundschaft, die so tiefgehend vermittelt wird, so universell ist, dass jeder sie mitfühlen mag. Notfalls auch mit Zuckerschock.
In der Wahl der Mittel ist der Film entsprechend grobschlächtig, um die Süß- und Lieblichkeit seiner Geschichte nicht mit Differenzierungen zu gefährden. Die klar abgesteckte Figurenhierarchie umfasst die bösen Wärter und guten Gefangenen, klassische Hassprotagonisten und solche, die besonders lieb gehabt werden wollen. Nur so lassen sich die Knöpfe der Gefühlsduseligkeit besonders leicht drücken, lassen sich kathartische Effekte herbeiführen. Der (vom Zuschauer als gerecht empfundene) Selbstmord des Direktors (eine Neudichtung des Films), die (hingegen besonders tragische) Selbsttötung des alten Brooks, das märtyrerhafte Ableben des spät und selbstzweckhaft eingeführten jungen Insassen Tommy (als letzte emotionale Kehrtwende der Geschichte) – typische Crowdpleaser-Momente, bei denen die Drehbuchseiten nur so rascheln. Und das alles besiegelt durch einen grundüberflüssigen Voice-Over, der gemäß einem erzählerischen Verdopplungsprinzip alles erzählt, was ohnehin schon im Bild geschrieben steht: Die Gefangenen sitzen auf dem Dach und trinken Bier, was Red noch einmal mit „so saßen wir auf dem Dach und tranken Bier“ kommentiert – damit jeder, auch der letzte Aufmerksamkeitsdefizitszuschauer, begreift, was da vor sich geht.
Es lässt sich wirklich nur darüber spekulieren, warum ausgerechnet ein handelsüblicher Unterhaltungsfilm wie dieser, ein bis ins Mark konventionelles Rührstück und Erbauungsdrama, dessen schwarzweißdramaturgische Erlöserstrategie für jeden klar ersichtlich ist, nun die Beliebtheitslisten der mehr oder weniger filmaffinen Zuschauer anführt. Vermutlich spielen sowohl die Distributionsverhältnisse des Films als auch dessen gewaltige und, das ganz besonders, als übergangen empfundene emotionale Kraft eine Rolle. Im Kino spielte Die Verurteilten gerade so seine Kosten ein, bei der Oscarverleihung ging er trotz siebenfacher Nominierung leer aus. Erst auf VHS entwickelte er sich vom Geheimtipp zum Muss, bis heute wird er als „kleiner großer Film“ empfunden, als verschmähter Rohdiamant, der umso nachhaltiger poliert gehört. Dass die internationale Filmkritik ihm ungleich weniger Aufmerksamkeit einräumt, zeigte nicht zuletzt das kürzlich veröffentlichte Ergebnis des umfassenden Sight and Sound Polls. Über 1000 Filmkritiker nannten dort ihre Lieblinge, weit über 2000 Titel fanden Erwähnung. Nur ein einziges Mal jedoch wurde Die Verurteilten genannt – von der britischen Filmjournalistin Karen Oughton, auf deren Liste sich außerdem A Serbian Film und Der New York Ripper vereinen. Aber was wissen schon die Kritiker.
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Kommentare
über Die Verurteilten oder Endstation Lieblingsfilm
Julian F. Sat, 08 Sep 2012 09:11:43 -0000
Kommentar löschenIch finde den letzten Absatz unverschämt - ich hasse es, wenn so auffällig die Kritiker über die Zuschauer gestellt werden - was hat das für eine Aussagekraft?
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c452h Sat, 25 Aug 2012 00:27:00 -0000
Kommentar löschenVega hat "Titanic" 9/10 gegeben! Macht ihn und diese Kritik also etwas unglaubwürdig :-(
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spacyfreak Fri, 24 Aug 2012 16:54:34 -0000
Kommentar löschenBei "Die Verurteilten" denkt man zuallererst an diesen wunderbar Empathie erzeugenden Blick und die Haltung von Tim Robbins - wohl in der Rolle seines Lebens.
Klar ist die Gefängnisklamotte jetzt nichts weltbewegendes, eine grundsolide spannende Geschichte ist es jedoch allemal.
Was das ganze zu einem wahren Meisterstück werden lässt, ist die ruhige Erzählweise, ein sehr passender Cast und ein gewisses unerklärliches "Etwas", das - wenn abwesend - aus dem Film einen absolut durchschnittlichen Jail-Streifen gemacht hätte. Das gewisse "Etwas" kann man auch schlecht planen, wie man einen Jahrhundert-Hit nicht planen kann.
Wenn auch der letzte Mythos gelüftet ist und rational erklärt - macht es dann noch Spass, Filme zu schauen, oder Musik zu hören?
Wenn ich WEISS warum genau ich meine Frau liebe, kann es dann nicht passieren dass die Liebe just in dem Moment schwindet, da ihr Geheimnis gelüftet ist?
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Emilio Arnau Fri, 24 Aug 2012 13:36:25 -0000
Kommentar löschenDer erste Vega, der gefällt.
Ich empfand damals diesen Film nicht als so schrecklich wie beschrieben, es klingt allerdings nachvollziehbar und ich habe ihn lange nicht gesehen (und auch keine besonders große Lust ihn nochmal zu sehen).
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Schlegel Thu, 23 Aug 2012 09:31:57 -0000
Kommentar löschenMr. Vincent Vega tut eigentlich keinem was, außer dass er Recht hat.
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Oermschel Thu, 23 Aug 2012 01:15:11 -0000
Kommentar löschenFür alle, denen der Humor noch nicht abhanden gekommen ist:
http://www.youtube.com/watch?v=8h0ns4cnslk
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the.eni Wed, 22 Aug 2012 23:15:13 -0000
Kommentar löschen"Filmfan92: Krass. Einige Sätze sind so dermaßen verschachtelt und Fremdwort gespickt, dass ich sie 2 oder 3 mal lesen musste um sie zu verstehen und das trotz Abitur. " Ich hab kein Abitur, habe es ebenfalls mehrmals lesen müssen, und habe es dennoch nicht kapiert.
Für mich (und wohl eine Großteil der dt. Bevölkerung) ist das keine Kritik, sondern ist da lediglich zu lesen:"blablba, fremdwort, fremdwort,blabla...verurteilten. blabla fremdwort, fremdwort und fremdwort..bla."
Wenn ich eine Kritik lesen möchte/muss/will/darf, dann doch bitte so schlicht wie möglich und nur soviel Wörter wie nötig ;) Was bringt es nur eine handvoll Leute damit zu erreichen? Der Schreiber möchte doch das sein Text gelesen wird, der Leser möchte es verstehen. (Um dan darüber urteilen zu können).
Ich habe jedoch wichtigeres und besseres zu tun als parallel das Brockhaus oder Lexikon auswendig zu lernen um den Schreiberling zu verstehen was er denn überhaupt sagt. Ich gestehe, nach der hälfte habe ich aufgegeben mit lesen.
Daher weiss ich nicht pro oder contra "die Verurteilten"? Was nicht weiter schlimm ist, den der Film IST nunmal grandios. Thomas Newman hat mich bisher noch nie enttäuscht, und wird es auch weiterhin nicht.
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ph0b0z Thu, 23 Aug 2012 09:34:35 -0000
Antwort löschenEs gibt nunmal viele Dinge die sich deutlich präziser mit speziellem Vokabular ausdrücken lassen.. das muss nicht unbedingt am Ego des Autors liegen.. ;)
Und was bitte ist wichtiger und besser als seinen Intellekt ein bisschen weiterzubringen, du sollst ja nicht gleich das ganze Wörterbuch auswendig lernen..
Ich find's auch relativ anstrengend den Text zu lesen, da die Sätze meist recht lang und voller, zum Verständnis wichtiger, Fakten sind. Eigentlich finde ich das recht beeindruckend, sitze grad an meiner Diplomarbeit und brech' mir bei jedem Absatz einen ab.. und ich würde wohl (leider) nie Beschreibungen wie "andächtiger Habitus" nutzen - vielleicht ab jetzt.. man lernt ja nie aus. ;)
Jedenfalls finde ich die Einstellung recht schade, man muss mit dem Inhalt nicht übereinstimmen (ich mag den Film auch, werde ihn aber, wenn ich ihn zum zweiten Mal sehe, sicher aus anderer Perspektive gucken, ob das nun positiv oder negativ ist, weiß ich noch nicht), aber so schnell muss man doch nicht aufgeben.
Emilio Arnau Fri, 24 Aug 2012 13:41:56 -0000
Antwort löschenthe.eni, ernsthaft? Ich habe mich nie als besonderes Genie empfunden und konnte trotzdem diesen Text in einem Rutsch einfach durchlesen; es ist doch nur ein Text.
Wenn die Mehrheit Deutschlands weder in der Lage noch gewillt ist, einen solchen Text zu verstehen, dann sollte ich wohl nie wieder etwas sagen oder schreiben.
faulheitsiegtimmer Wed, 22 Aug 2012 22:25:08 -0000
Kommentar löschenAlle, die hier immer wortgewaltig ihren "Hass" auf Mr. Vega in den Kommentaren hinterlassen, und dabei inbrünstig auf ein Absetzen des Plebejerpapstes bestehen, sind hiermit erinnert, dass diese Seite immer noch marktwirtschaftlich denkt. Das heißt, diejenige Serie von Artikeln, der am meisten Traffic erregt, wird beibehalten.
NOCH MAL KURZ:
Wenn ihr den Aneckimperator nicht mehr wollt, dann schreibt keine Kommentare und ruft die Seite nicht auf. Dann verschwindet er in der Versenkung.
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Derbst Wed, 22 Aug 2012 21:43:14 -0000
Kommentar löschenIch würde mal gerne ein Community-voting zu dieser "Kolumne" sehen... einfach wie bei Filmen oben links ein kleiner Schieber.
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joseph_tura Wed, 22 Aug 2012 21:43:09 -0000
Kommentar löschenWenn der Autor sich im zweiten Absatz selbst als unseriös bezeichnet, warum sollte man dann weiterlesen? Obwohl er - ich weiß es nicht - recht haben könnte.
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Ari Gold Wed, 22 Aug 2012 21:27:48 -0000
Kommentar löschenDie Frage ist, warum Mr. Vincent Vega die Argumentation für die Einschätzung der Verurteilten nicht auch für einen seiner Lieblingsfilme nutzt, der E.T. heißt und nach dem selben oben kritisierten Schema gemacht ist.
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Sigrun Wed, 22 Aug 2012 20:05:45 -0000
Kommentar löschenForm follows function.
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das_chris Wed, 22 Aug 2012 17:56:04 -0000
Kommentar löschen»(…) bei der Oscarverleihung ging er trotz siebenfacher Nominierung leer aus.«
Lustig und irgendwie bezeichnend, dass du unterschlägst, welche Filme stattdessen in den jeweiligen Kategorien gewannen. »Forrest Gump« und »Der König der Löwen« gewannen allein in fünf davon. Da kann sich wohl niemand beschweren.
Außerdem ist »jeder Wahrscheinlichkeit enthoben« respektive »DAS IS ABER UNREALISTISCH« eine seltsame und völlig nutzlose Argumentation innerhalb einer Filmkritik zu einem völlig fiktive Film, die einige vielleicht noch vom nervigem Grundschüler-Geplärre nach dem ersten Schulausflug ins Kino kennen.
Ansonsten: Netter Text.
Den Film nicht als Meisterwerk anzusehen ist völlig nachvollziehbar, aber ihn mit lächerlichen drei Punkten abzufertigen und ihn somit auf eine Stufe mit irgendwelchen Chuck Norris’schen Billig-Gurken zu stellen ist natürlich eine Farce.
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>MARVEL< Wed, 22 Aug 2012 19:50:12 -0000
Antwort löschen"»Forrest Gump« und »Der König der Löwen« gewannen allein in fünf davon. Da kann sich wohl niemand beschweren."
Ich "kenne" da jemanden der das ganz sicher könnte. Ich gebe einen Tipp, er schreibt eine wöchentliche Kolumne bei Moviepilot. ;)
MakoZero Wed, 22 Aug 2012 17:16:38 -0000
Kommentar löschenIch kann davon ausgehen das das Publikum welches »Die Verurteilten« so positiv bewertet einfach mehr Ahnung hat was ihnen gefällt und sie unterhaltet. Leider haben Kritiker nicht die Möglichkeit einen Film einfach nur gut zu finden. Deshalb ist immer erfreulich einen erfolgreichen Film zu sehen der bei den Kritikern durchgefallen ist.
»Aber was wissen schon die Kritiker.«
Manchmal zuviel, das steht ihnen dann im Weg.
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Jason Bourne Wed, 22 Aug 2012 16:12:18 -0000
Kommentar löschenWie immer kann und will ich Mr. Vincent Vega nicht zustimmen.
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KilianPai Wed, 22 Aug 2012 15:11:00 -0000
Kommentar löschenDie Verurteilten ist ein guter Film. Er ist nicht der beste Film aller Zeiten, aber der Film ist absolut rund. Einfach und vielleicht sogar naiv. Gut so, mehr will ich nicht. Ende.
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Eigenbrötler Wed, 22 Aug 2012 15:07:28 -0000
Kommentar löschenHerr Hoë...ähm, Herr Vega, sie sind RAUS!
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Uli Kunkel Wed, 22 Aug 2012 14:54:32 -0000
Kommentar löschenDie universellen menschlichen und emotionalen Qualitäten, die Handlung und Charaktere wunderbar vermitteln, sind genau das, was viele Leute bewegt und für den Film einnimmt.
Daß er dabei manipulativ alle dramaturgischen Register zieht, wird von den meisten offensichtlich entweder nicht bemerkt oder als störend empfunden.
Mangelnde Zielgerichtetheit kann aber auch zu Beliebig- und Belanglosigkeit führen. Das wäre dann das andere Extrem. Das ganze Spektrum hat seine Berechtigung. Wie könnte es auch anders sein. Bewußter Umgang des einzelnen Zuschauers mit den vorgegebenen Stilmitteln ist die einzige Lösung. Diesbezüglich dürfen wir alle gerne beständig dazulernen.
Fand Vincents Durchdeklinierung der filmischen Elemente und Plotpunkte ziemlich aufschlußreich, aber seine abwertenden Schlußfolgerungen können nur subjektive Gültigkeit beanspruchen.
In jedem Fall trägt eine solche Auseinandersetzung zur Schärfung des analytischen Auges und kritischen Bewußtseins bei. Ist also begrüßenswert.
Die scharfe Polemik ist allerdings gelegentlich etwas schwer verdaulich. Aber andererseits auch wieder unterhaltsam.
Hach, der Vince, er polarisiert auch mich. =)
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Master-Exploder Wed, 22 Aug 2012 14:12:24 -0000
Kommentar löschenVincent und die Moviepiloten: eine Hassliebe.
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Narrisch Wed, 22 Aug 2012 13:55:14 -0000
Kommentar löschenDas der gute Mann da oben diverse Defizite im menschlichen Miteinander hat ist nichts neues. Ich erinnere an diverse zynische Kommentare zu Amokläufen und jüngst Verstorbenen. Das er aber rein aus Prinzip versucht Filme kaputt zu schreiben die man zwar nicht mögen muss aber durchaus anerkennen kann, ist etwas neues.
Mr. Vincet Vega erinnert mich immer mehr an die vermeintlichen "Weisheiten" eines deutschen Kurzzeit-Exkanzlers. "Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt." Kalter Zynismus gepaart mit der Gier nach Anerkennung. Die Anerkennung kommt ja auch durch wohlwollende Antworten, wie toll das doch alles geschrieben ist, das dabei die Menschlichkeit mehr und mehr auf der Strecke bleibt ist völlig wurscht. Hauptsache angeeckt um jeden Preis. Ich hol schon mal meinen Eimer, den brauch ich hier einmal die Woche.
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Narrisch Wed, 22 Aug 2012 16:40:20 -0000
Antwort löschenMan könnte fast meinen so ein Art Selbshilfegruppe etabliert sich. Die anonymen Soziopathen zum Beispiel. Dann könnte man Erfahrungen austauschen und darüber sprechen ob Mammi vielleicht zu lang gestillt hat.
Geralt von Riva Wed, 22 Aug 2012 16:52:22 -0000
Antwort löschenFein, du bist dann der ausgeglichene Therapeut.
morlock Wed, 22 Aug 2012 16:56:55 -0000
Antwort löschenDas Zitat wird auf Wikipedia Joseph Goebbels zugeschrieben.^^
Ist ja auch egal von wem es stammt.
Könnte man auch problemlos auf die alberne Behauptung, Die Verurteilten wäre einer der besten Filme aller Zeiten anwenden.
Außer Rumgesülze, von wegen Vinnie sei ja so herzlos, kommt mal wieder nix bei rum.
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 17:07:12 -0000
Antwort löschenNicht zu vergessen: Das hochnotpeinliche Rumreiten auf einem Spruch, den Narrisch mir wahrscheinlich noch aufs Grab wird schreiben wollen (auch wenn er ihn bis heute nicht verstanden hat), sowie dem neuesten Eintrag seiner humanistisch verkleideten Vega-Wortverdrehungsdatei (die ihm, mutmaße ich, schlaflose Nächte zu bereiten scheint). Freud nannte sowas Fixierung. Ich nenne es: gtfo.
Narrisch Wed, 22 Aug 2012 17:15:39 -0000
Antwort löschenDas ist sie weg die Gelassenheit, das elegante drüberstehen was dir sonst so genehm ist. Wie bedauerlich.
Geralt von Riva Wed, 22 Aug 2012 17:18:00 -0000
Antwort löschenDu bist einfach immer wieder hinreißend, Narrisch.
SebastianK Wed, 22 Aug 2012 12:42:20 -0000
Kommentar löschen"Die Gefangenen sitzen auf dem Dach und trinken Bier, was Red noch einmal mit „so saßen wir auf dem Dach und tranken Bier“ kommentiert – damit jeder, auch der letzte Aufmerksamkeitsdefizitszuschauer, begreift, was da vor sich geht."
Dieses von dir genannte Verdopplungsprinzip, ist nicht für Aufmerksamkeitsdefizitszuschauer gedacht, sondern für Leute wie dich... Die sich einfach nicht in die Situation hineinfühlen können.
Du bist jahrelang eingesperrt... Deine Menschenwürde wurde dir genommen und dieser Moment, in dem du auf einem Dach sitz und Bier trinkst, als wäre es dein eigenes Haus... Besitzt so viel Gefühl und Menschlichkeit, dass ein Gedankenstrang eines fast gebrochenen Mannes (Red) sehr viel rüberbringen möchte und kann. Es soll uns sagen, dass wir selbst viel mehr die kleinen Sachen im Leben schätzen sollten...
Genau wie du diesen Film... Tut mir leid :D Das ist einfach wirklich einer der besten Filme und wenn ich so Sachen lese, muss ich einfach meinen Senf dazu geben.
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>MARVEL< Wed, 22 Aug 2012 12:41:57 -0000
Kommentar löschenBemüht war mein erster Gedanke, beim heutigen Anecken von Mr. Vincent Vaga.
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Moncineo Wed, 22 Aug 2012 12:29:31 -0000
Kommentar löschenIch denke, der Film spiegelt neben Ur-Gefühlen wie Gerechtigkeitssinn, Freiheitsdrang, Vertrauen und Hoffnung vor allem die Wünsche und Sehnsüchte vieler Menschen wider. Ich habe Shawshank immer als eine Parabel auf das Leben selbst angesehen. Wer fühlt sich nicht mindestens einmal im Leben ungerecht behandelt? Wer kennt nicht das Gefühl, in seinem Leben eingesperrt zu sein, im Sinne von Kontrollverlust, Fremdbestimmung, finanzieller Einschränkungen oder gesellschaftlicher Isolation? Wer hat nicht schon einmal gedacht, dass man zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort auch endlich der Mensch sein könnte, der man auch sein will?
Ja, es ist ein Feelgood-Movie, weil er aussagt, dass mit Demut, Bescheidenheit, Geduld und Beharrlichkeit am Ende alles gut wird und jeder bekommt, was er verdient. Ist das realistisch? Vielleicht nicht, aber hätte der Film kein Happy End, dann hätte er seine Mission "Hoffnung spenden" verfehlt und die Grundaussage wäre gewesen, dass es nichts bringt, im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste aus seinem Leben zu machen, seines Glückes eigener Schmied zu sein und seine Begabungen sinnvoll einzusetzen.
Doch vor allem ist der Film ein wunderbares Plädoyer für die Freundschaft. Ich fand es immer faszinierend, dass Shawshank komplett ohne einen weiblichen Charakter (sprich: obligatorischen Love-Interest) auskommt und sich trotzdem einer so großen Beliebtheit erfreut. Hier geht es mal nicht um den triebhaften Drang nach Paarung, Familie und Nestbau wie in so vielen Liebesschnulzen, sondern um den Seelenverwandten im Leidens- und Geschlechtsgenossen. Geteiltes Leid ist halbes Leid und vor diesem Hintergrund kann es das höchste Glück auf Erden sein, an einem herrlichen Frühlingstag unter freiem Himmel mit seinen Freunden ein kühles Bier zu trinken. Eine wunderbare Szene. Eine von vielen. Und der romantisch-verklärte Off-Komentar gehört zwingend dazu, weil er sich einem anvertraut, emotionalen Zugang gewährt und man so das Gefühl bekommt, dazu zu gehören.
The Shawshank Redemption ist nicht der beste Film aller Zeiten (kein Film ist das). Aber er ist eine große Filmperle, die einen in den Arm nimmt und sagt: Egal wieviele Fehler du im Leben gemacht hast, es ist nie zu spät, nochmal neu anzufangen.
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Andy Dufresne Thu, 23 Aug 2012 00:25:36 -0000
Antwort löschenDein Text könnte als Antwort auf die Frage "Warum ist dieser Film so besonders?" herhalten/gelten!
Ichundso Wed, 22 Aug 2012 12:21:34 -0000
Kommentar löschenStell dir vor, es ist Mr. Vincent Vega und keiner geht hin.
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Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 13:22:20 -0000
Antwort löschenStell dir vor, Ichundso ist doch wieder da.
Ichundso Wed, 22 Aug 2012 18:53:44 -0000
Antwort löschenIch wollte den Spruch loswerden und das erschien mir der richtige Ort dafür. Gelesen habe ich keinen der Artikel mehr seit dem dritten.
Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 19:17:26 -0000
Antwort löschenAchso... das Problem ist (Stand: 21:17 Uhr) nur, dass man in Anbetracht von nunmehr schon wieder 201 Kommentaren zu diesem Artikel schwerlich behaupten kann, niemand würde "hingehen". Und auch du hast dazu beigetragen, diese Kolumne am Leben zu erhalten. ;-)
Ichundso Thu, 23 Aug 2012 18:44:25 -0000
Antwort löschenNein, es gehen alle hin. Deswegen stelle ich mir gerne vor, es wäre anders. Und die, die wirklich dazu beitragen, sind die, die jeden Beitrag argumentierend auseinandernehmen. Man argumentiert nicht gegen einen Hateautomaten. Macht man einfach nicht.
fkfilmkritik Wed, 22 Aug 2012 12:13:40 -0000
Kommentar löschenNicht gesehen und die Grüne Meile hat mir die Lust auch geraubt.
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Oceanic6 Thu, 23 Aug 2012 01:21:52 -0000
Antwort löschenDas gleich in grün, nur noch viel schlimmer.
Florian Albrecht Wed, 22 Aug 2012 12:08:21 -0000
Kommentar löschensry aber für mich ist dieser artikel nichts weiter als pamplet von einem menschen, der nicht verstehen kann warum sein persönlicher Lieblingsfilm nicht in den großen Hitlisten der "Durchschnittsseher" auftauch. Ein TROLL kommentar zu eine wirklich guten Film.
Du analysierts die Teile, die einen Film ausmachen und verquerst sie so, dass es schlecht wirkt. Beziehst es auf den Film "DIE VERURTEILTEN" und nennst es dann deine Meinung.
Sie sei dir gegönnt, dennoch ist es mehr eine wildes Gestrampel eines im Todeskampf befindlichen Tieres. Provokation um der Provokationwillen.
Ich weiß nicht ob du die Originalnovelle gelesen hast, aber ich kann dir sehr dass der FIlm eine sehr gute Verfilmung der Geschichte von Stephen King ist. Natürlich kannst du nicht ein Buch 1:1 auf die Leinwand übertragen, weil die Literatur anderen Mechaniken der Dramatik unterliegt als der Film. und genau diese Tatsache scheint völlig an dir vorbei zu gehen.
"Die Verurteilten" ist mMn einer der besten Filme die ich je gesehen habe und ebenso auch eine der besten Buchverfilmungen, trotzdem rangiert er auf meiner Lieblingsfilmliste nicht auf mal in den obersten 2 Dritteln.
Ich denke, was dir wirklich auf die Eier geht, ist dass die Leute, die in deinen Augen "keine Ahnung von Filmen haben" bzw. "durchschnittsschauer" sind diesen Film als das höchste Gebot anpreisen.
Trotzalledem gefällt mir dein Schreibstil gut und deine Meinungen (bin froh dass du sie so rausposaunst, muss ja nicht jedem Gefallen^^) sind immer interresant zu lesen. Was ich mir mehr wünsche wäre, dasss du mehr Herzblut in deine Zeilen steckst. Sie klingen teilweise chirurgisch kalt und bemessen.
auf dann
grüße
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mikadoapache Wed, 22 Aug 2012 11:57:19 -0000
Kommentar löschenmuss das hier auch nochmal anmerken, schreibst was von "gefühlsduselei", "crowdpleaser-momenten" und "ziemlicher mist", aber Titanic 10 Punkte geben! wie man seine glaubwürdigkeit in die tonne tritt, das weist du jedenfalls.
abgesehen davon halte ich es für schwachsinnig, die macher des films dafür zu kritisieren, dass ihr film bei imdb #1 ist - die verurteilten ist höchstwahrscheinlich genau der film geworden, der er werden sollte, denn es passt so ziemlich alles - das schreibst du ja auch selber - is natürlich schon komisch, wenn es dann auch noch leute gibt, die sich den film gern ansehen : )
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Prechtl Wed, 22 Aug 2012 11:51:50 -0000
Kommentar löschenAuch wenn ich selten einer Meinung mit Vincent Vega bin, aber seine Texte lese ich immer gerne!
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Wumz Wed, 22 Aug 2012 11:47:32 -0000
Kommentar löschenIch bin hier nur wegen den Kommentaren, nicht wegen Mr Vincent Vegas Ergüssen.
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HxC_Moe Wed, 22 Aug 2012 13:57:55 -0000
Antwort löschenIch bin nur wegen dem Bier hier (So saßen wir auf dem Dach und tranken Bier)
Martinmartin Wed, 22 Aug 2012 11:11:55 -0000
Kommentar löschenIm zweiten Absatz hast du gleich was verwechselt: "Mist" heißt eine andere, ziemlich großartige Stephen King Verfilmung von Darabont. ;)
Ansonsten klingt das für mich größtenteils nicht unbedingt wie ein Verriss - was von den aufgezählten Merkmalen nun für Shawshanks filmische Qualitäten spricht und was dagegen, wirkt irgendwie ein bisschen beliebig. Den Titanic-Vergleich (10 von dir) finde ich da ganz treffend!
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Punsha Wed, 22 Aug 2012 10:51:06 -0000
Kommentar löschenSchöner Text. Ich mag den Film, aber irgendwie ist er tatsächlich äußerst konventionell, schmalzig und manipulativ. Gut argumentiert.
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Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 10:49:31 -0000
Kommentar löschenSelbst von denjenigen, die diese Kolumne "eigentlich gut" finden, springen jede Woche ein paar Leute ab und werden auf wundersame Weise anti-Vega - nämlich dann, wenn zum ersten Mal gegen etwas angeeckt wird, das sie selbst mögen. Allerdings werden dann natürlich GANZ andere Gründe als die des Sympathiekonflikts vorgeschoben. :-D
Mal sehen, wann ich dran bin. 8)
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nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 10:51:48 -0000
Antwort löschenAch, ich find Shawshank klasse und die Rubrick. ;) Da muss mehr kommen, bis ich zum "Anti" werde. :D
Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 10:55:07 -0000
Antwort löschenHerzlichen Glückwunsch - dann gehörst du nämlich zu den wenigen hier, die Kritik an einem Film und persönliche Kritik auseinanderhalten können.
Ich muss hier bis jetzt immer zustimmen. Langweilig.
nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 11:24:10 -0000
Antwort löschenEben. Ich kann auch heute zustimmen, ist ja schließlich seine Meinung und die hat er meiner Meinung nach gut begründet, das langt für ein "gefällt mir". Und er hat ja auch Recht: Es ist der nonplusultra Wohlfühlfilm der letzten 20 Jahre und obwohl das nicht meine Welt ist mag ich den Film trotzdem sehr. ;)
Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 11:31:00 -0000
Antwort löschenMeine Güte. Wenn alle so drauf wären wie du, würde diese Kolumne überhaupt nicht funktionieren. :-D
Die meisten nehmen's eben doch sehr persönlich, sobald es gegen einen ihrer Favoriten geht, vor allem auf polemischem Level. Dabei lassen sich bei JEDEM Film potenzielle Schwächen bzw. Punkte, an denen man sich stören kann, ausmachen, auch bei einem "Citizen Kane" oder "Vertigo". Bei manchen Filmen muss man eben nur etwas länger suchen als bei anderen.
nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 11:39:21 -0000
Antwort löschenHab das Problem nicht so (Okay, wenn er jetzt anfangen würde den Dude zu bashen, Blade Runner als Trash abzustempeln oder Taxi Driver Gewaltverherrlichung vorzuwerfen, dann würd ich hier einfach nicht reinschauen. Sein Bier)
Und ja, wirklich absolut perfekte Filme gibts nicht und das ist auch gut so:. Film ist ja noch immer was sehr subjektives und da ist es logisch dass nicht alle ein und die selbe Meinung über einen Film haben. ;)
Joeyjoejoe17 Wed, 22 Aug 2012 11:47:56 -0000
Antwort löschenYay, nerdkiller, wir sind zu zweit! (Wir mögen beides, Film und Rubrik)
nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 11:55:05 -0000
Antwort löschenYo, uns jagt hier nix so schnell mal weg. :D
Kubrick_obscura Wed, 22 Aug 2012 11:56:14 -0000
Antwort löschenDiese Ryan-Gosling-Tirade hat mich damals schwer getroffen, aber ich bin drüber hinweg, langsam. Böse Rubrik!
Jenny von T Wed, 22 Aug 2012 12:47:18 -0000
Antwort löschen"Vertigo" ist in formaler Hinsicht sicher nahe an der Perfektion (ich selbst liebe ihn auch), aber der Zuschauer stellt auch immer einen subjektiven Bezug her. Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die "Vertigo" nicht so umwerfend finden wie der Rest der Welt und auch die haben ein Recht auf ihre Meinung.
Ich habe das Problem bei "Der Pate": Für mich gähnende Langeweile, wenn auch perfekte Langeweile.
nerdkiller Wed, 22 Aug 2012 12:54:36 -0000
Antwort löschenWas?!?!?! Du findest "Der Pate" langweilig?! Was fällt dir ein? Wie kannst du nur?! *verfällt in einen Wutanfall*
Ne, im Ernst, habe das "Problem" auch bei ein paar Filmen, hat doch jeder. ;) Nur weil ein Film landauf, landab ein Klassiker ist... Er muss nicht jedem gefallen.
Anoirja Wed, 22 Aug 2012 16:34:39 -0000
Antwort löschenDas sehe ich auch nicht so - seit Anbeginn dieser Kolumne stehe ich bei bestimmt 1/3 der Themen konträr zu Vegas Meinung, trotzdem habe ich kein Problem damit und lese hier immer wieder gerne. Heute kann ich mal wieder zustimmen, auch wenn sich der "Mist" bei mir noch in durchschnittliche Sphären manövrieren konnte.
@ Vega: Magst du nicht mal mit Artikeln zu Kasper Noé oder Sucker Snyder anecken? :D
lieber_tee Wed, 22 Aug 2012 21:29:48 -0000
Antwort löschenDer würde sicherlich anecken wenn er beide Filme "gut" findet. Das drückt er dann aber anders aus: In der Gewalt des Vergewaltigung-Kinos oder Minderjährigen-Fick-Kinos, welches aber eine Metaebene hat die keiner versteht oder nur zum wichsen benutzt.
lieber_tee Wed, 22 Aug 2012 21:30:54 -0000
Antwort löschenIch hoffe ihr erkennt meine Ironie..."schwitz"
Anoirja Wed, 22 Aug 2012 21:35:08 -0000
Antwort löschenOch nö, gerade Erstgenannter hat hier unglaublich viele Fans. ;)
Anoirja Wed, 22 Aug 2012 23:54:45 -0000
Antwort löschenNö, ist mir aber eigentlich auch egal - würde mich trotzdem freuen, in dieser Kolumne was darüber zu lesen.
nerdkiller Thu, 23 Aug 2012 00:02:58 -0000
Antwort löschenHmm, ich glaube das würde er nicht machen, denn wenn du schaust, über was er bisher geschrieben hat (Batman, Bale, Shawshank, usw...), dann sind das alles Sachen, die der Durchschnittskinogänger, der auf MP auch in einer nicht gerade kleinen Zahl vertreten ist, auch kennt.
Und Noe kennt man eigentlich nur, wenn man sich etwas intensiver mit Filmen beschäftigt. Ich zumindest kenne in meinem Umfeld einen, der die Filme von Noe kennt (und gut findet ;D). Ich glaube das würde sich für MP nicht rentieren, wenn er hier über Noe schreibt. Lesen würde ich es aber trotzdem, da ich nachvollziehen kann, dass man ihn toll findet, aber auch total beschissen. ;)
Punsha Thu, 23 Aug 2012 00:11:34 -0000
Antwort löschenStimmt. Rentiert sich nicht. Wäre auch irgendwie zu einfach, den zu bashen ... geschweige denn Snyder. ^^
Anoirja Thu, 23 Aug 2012 00:14:30 -0000
Antwort löschenHmmm, also ich habe das Gefühl, den kennt fast jeder in meinem Umfeld - und hier auch. Das muss ja auch nicht sofort sein, aber ist da nicht was im Gange, dass Hipster Ryan Gosling momentan für Noé vor der Kamera steht? Das wäre dann doch die perfekte Gelegenheit für einen ordentlichen Noé-Rundumschlag! :D
nerdkiller Thu, 23 Aug 2012 00:23:37 -0000
Antwort löschenErnsthaft? Was soll denn da rauskommen? ne Mischung aus "Drive" und "Menschenfeind"? (Metzger, der nachts Fluchtwagen fährt und sich in einen Hass gegen alles und jeden reinsteigert. :D)
Wenn das stimmen sollte, könnte das Noes Bekanntheitsgrad natürlich steigern... Dann soll der Vega ruhig loslegen.^^ Ich werd nicht von meiner Meinung abrücken und auch nicht zum Antivega.
Aber mMn gibt es zur Zeit etliche Themen (Personen, Sachverhalte, etc...), mit denen Vega besser polarisieren könnte.
Anoirja Thu, 23 Aug 2012 00:46:49 -0000
Antwort löschenhttp://www.moviepilot.de/news/gaspar-noe-inszeniert-ryan-goslings-selbstmord-113688
Aber keine Ahnung, wie es da momentan steht.
MartinNolan Wed, 22 Aug 2012 10:44:17 -0000
Kommentar löschenDas einzig große Manko des Films ist das von Kitsch triefende Ende. Hätte der Regisseur darauf verzichtet, wäre "Die Verurteilten" wahrlich ein Meisterwerk geworden.
Ich stimme Mr.Vincent größtenteils zu, doch komme ich nicht auf das selbe Ergebnis.
Denn solche Methoden negativ zu definieren und Emotionalität seitens des Zuschauers zu verurteilen, halte ich für gegenstandslos und dient lediglich diesem Text, die nötige Polemik zu verpassen. Abgesehen davon, guter Text!
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Prechtl Wed, 22 Aug 2012 11:58:10 -0000
Antwort löschenZum Ende: Das Buch endet genauso, daher also auch das Ende im Film...
J4KOB Wed, 22 Aug 2012 12:33:29 -0000
Antwort löschen@Prechtl: Auch das Buch ist nicht über jeden Zweifel erhaben.
@Martin: Die letzte Einstellung? Ein absoluter Gänsehautmoment :D
Prechtl Wed, 22 Aug 2012 15:35:21 -0000
Antwort löschenIch meinte ja nur, immerhin hielt er sich nur an die Vorlage.
tom777 Wed, 22 Aug 2012 10:19:10 -0000
Kommentar löschenIst ein Film automatisch deswegen schlecht weil er nichts herausragend Neues bietet und Gott behüte sogar ein Happy End hat welches das Publikum mit einem guten Gefühl entlässt?
Wohl kaum.
Immer diese weinerliche Attitüde warum subjektiv und von manchen(nicht wie hier unterstellt von fast allen)Kritikern nicht so geschätzte Werke manchmal beim Publikum sehr gut ankommen.
Es ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen das das breite Publikum mit ganz anderen Erwartungen an Filme herangeht als Filmkritiker.
Das Publikum möchte in seiner überwiegenden Mehrheit unterhalten werden."Ein handelsüblicher Unterhaltungsfilm" ist also ziemlich genau das womit man beim Publikum erfolgreich sein kann,vor allem wenn man es schafft gewisse Emotionen zu wecken und wie in diesem Fall ein wenig vom handelsüblichen abweicht.
Aber stimmt es wirklich das die meisten professionellen Kritiker zur Abwechslung mit dem Autor dieser Kolumne übereinstimmen?
Kurz gesagt ,Nein.
Die Argumentation mit den Sight und Sound Polls mit der hier vor allem die wenig informierten Leser manipuliert und zu der Überzeugung des Autors gebracht werden sollen ist leider wieder einmal ziemlich billig und sagt so gut wie gar nichts aus.
Kaum ein Film der jünger als 20 Jahre ist wurde dort von den Stimmberechtigten mehr als eine Handvoll mal genannt,unter den Top Ten ist kein einziger Film der nicht über 40 Jahre alt ist.
Vermutlich,und da stelle ich eine gewagte These auf,da sich die Kritiker weil die Listen der Film nicht Anonym und leider auch ohne Reihenfolge abgeschickt werden mussten mit ihrer Auswahl nicht blamieren wollten um dann nicht kritisiert zu werden nach dem Motto "die hat "A Serbian Film" auf ihrer Liste die kann man nicht ernst nehmen" sind sie auch deshalb bis auf wenige Ausnahmen auf Nummer Sicher gegangen und haben fast nur unbestrittene Klassiker genannt deren Mythos oft bei weitem ihre tatsächliche Qualität übersteigt und haben mehrheitlich Filme genannt die sie vor allem für extrem wichtig halten wodurch viele Genres klar unter repräsentiert sind,wie zb. Komödien und Actionfilme.
Roger Ebert der als einer der angesehensten Filmkritiker gilt hat Die Verurteilten unter seine Top 100 Filme gewählt und bei Rotten Tomatoes hat der Film 90% mit einen Durchschnitt von 8.1 bei den Kritikern,auch bei den meisten anderen Kritikern wurde der Film sehr hoch bewertet,das heißt der Film ist bei Kritikern sehr wohl sehr gut angekommen,nur wird er vielleicht nicht unbedingt als große Kunst oder besonders wichtig in der Filmgeschichte angesehen.
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Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 11:14:04 -0000
Antwort löschenDas ist jetzt aber witzigerweise ähnlich polemisch wie bei Vega so oft; lauter Behauptungen. Und meiner Meinung nach auch falsche Schlussfolgerungen.
tom777 Wed, 22 Aug 2012 11:23:28 -0000
Antwort löschenNun,jeder hat seine Meinung,wie du zu deiner kommst ist mir mangels Argumenten jedoch nicht bekannt.
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 11:30:48 -0000
Antwort löschen>>Das Publikum möchte in seiner überwiegenden Mehrheit unterhalten werden."Ein handelsüblicher Unterhaltungsfilm" ist also ziemlich genau das womit man beim Publikum erfolgreich sein kann<<
Um Erfolg oder Beliebtheit geht es doch aber nicht, sondern um Qualität. Und filmisch ist Die Verurteilten eben völlig belanglos.
>>Die Argumentation mit den Sight und Sound Polls [...] sagt so gut wie gar nichts aus.<<
Im Gegenteil. Sie sagt aus, dass viele Leute mit Ahnung viele bedeutende Filme gewählt haben. Und Die Verurteilten wird von denen als nicht bedeutsam angesehen.
>>Roger Ebert der als einer der angesehensten Filmkritiker gilt hat Die Verurteilten unter seine Top 100 Filme gewählt<<
Da stellt sich doch aber die Frage, warum Ebert (bei der breiten Masse!) beliebt ist - vielleicht weil er so wunderbar großzügig bewertet und selbst bei konventioneller Stangenware noch Positives entdeckt?
>MARVEL< Wed, 22 Aug 2012 11:49:36 -0000
Antwort löschenIch muss tom777 beipflichten. Nur weil man einen Film nicht in seiner Top10/20/30/was auch immer hat, muss man ihn doch nicht schlecht finden, oder? Ich würde die Verurteilten niemals in meine Tio-Liste packen, trotzdem finde ich den Film sehr gut.
tom777 Wed, 22 Aug 2012 12:15:48 -0000
Antwort löschenDas ist doch genau das was ich in meinem letzten Satz sage.
Die Sight und Sound Polls werten hauptsächlich bedeutsame Filme.
Die Verurteilten ist nicht unbedingt ein bedeutsamer Film,in diesem Punkt sind wir uns einig.
Nicht bedeutsam ist aber nicht gleich schlecht und bei solchen Listen die hier im Artikel kritisiert werden geht es wie jeder weiß EINZIG um die Beliebtheit und nicht um Qualität,und schon gar nicht um ihre Bedeutung für die Geschichte des Kinos,was aber nicht unbedingt heißen muss das beliebte Filme automatisch schlecht sind,wie natürlich auch umgekehrt.
Deswegen sagt diese Liste wenig aus,nicht jeder Film der nicht unter den vorderen Plätzen bei Sight und Sound ist,ist deswegen schlecht oder gar ziemlicher Mist.
Es geht ja auch nicht nur um Ebert,das war nur ein Beispiel das ich genannt habe da ihn viele kennen dürften,hunderte professionelle Kritiker fanden den Film gut bis sehr gut,die eindeutige Mehrheit der Kritiker findet ihn überdurchschnittlich wie ich ja auch geschrieben habe und das sind Fakten,keine Behauptungen auch wenn man selbst anderer Meinung ist,kann man das schwer wegdiskutieren und durch eine selektiv ausgewählte spezielle Liste zu widerlegen versuchen auf der fast alle relativ neuen Filme ziemlich schwach abschneiden und es keine Überraschung ist das ein Film von 1994 dort nur ein mal vertreten ist.
barstel Wed, 22 Aug 2012 10:15:37 -0000
Kommentar löschenMan sollte diese Rubrik umbenennen in "Mr. Vincent Vega trollt"...
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ProjectChaos Wed, 22 Aug 2012 10:13:54 -0000
Kommentar löschenWieso muss ein Film verschlüsselt und schwer verständlich sein, damit er gut ist? Damit der, der zu den wenigen gehört, der ihn entschlüsselt hat, sich in Sachen Film gehoben fühlen kann?
Dass Kritiker weniger auf gefühlvolle Filme stehen, ist nichts neues. Zumindest zählen diese nicht zu den Lieblingen, weil hier die rein gehören, die vor allem handwerklich herausragen.
Neben den Crowedpleasenden Mitteln(die als stilistische Mitteln legitim sind), hat der Film eine interessant und komplexere Story, Charaktere, einen tollen Twist, Message, weckt unheimlich stark Gefühle, um das Gänze noch zu untermauern.
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Nightow Wed, 22 Aug 2012 10:01:11 -0000
Kommentar löschenDer Film gehört sicherlich nicht zu meinen Lieblingsfilmen... Es erscheint allerdings etwas unmotiviert, über die Beliebtheit eines Filmes herzuziehen, da diese ja nicht zwingend etwas mit der Qualität zu tun hat (sieht man ja auch in der Musikbranche...). Somit erscheint mir der Artikel eher als eine Kritik an den Fans des Films, als am Film an sich. Natürlich kann ich die Argumente nachvollziehen, und dein Ziel ist es ja anzuecken. Dies erreicht man wohl am einfachsten, wenn man sich gegen die "Allgemeinheit" wendet. :-)
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butch cool Wed, 22 Aug 2012 09:53:02 -0000
Kommentar löschenEs ist schon eine Weile her, aber sind die hier aufgeführten, kritisierten Punkte des Filmes, nicht auch größtenteils in Titanic vorhanden?
Erzählstimme der alten Frau, der arme Leo & die reiche Kate, der unsympathische Verlobte(?) der sie kontrolliert (wie ein Wärter?), ...
Wie gesagt, schon eine Weile her mit Titanic, aber was meint ihr?
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Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 09:41:13 -0000
Kommentar löschenGute Kritik von Mr. Vega, die tatsächlich die hohen (vor allem handwerklichen) Qualitäten des Filmes hervorhebt, ohne gleich ins extrem überschwängliche abzugleiten, was ja bei vielen Shawshank Kritiken der Fall ist. Ich habe jetzt auf jeden Fall Lust, den Film nochmal zu sehen und zwar endlich an einem Stück. (Habe am TV immer nur die erste oder die zweite Hälfte erwischt)
Unabhängig davon zeigt die Kolumne auch nochmal grundsätzlich sehr schön wie gute, emotionale Filme gemacht werden und mit welchen handwerklichen Finessen man die Zuschauer miteinbezieht. Ich denke, dass die meisten Regisseure sich dessen bewusst sind, aber nur die besten können das wirklich gut umsetzten.
Diese Leistung wird meiner Meinung nach oft unterschätzt !!
Aber das popkulturelle Phänomen dieses Films kann mir Vincents Text auch nicht wirklich erklären. Warum hat jetzt ausgerechnet Shawshank Redemption und nicht irgendein anderer Film auf imdb diese hohe Wertung ?!? Es gibt doch sicherlich noch viele Filme mit ähnlichen Qualitäten...
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Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 09:45:04 -0000
Antwort löschen"...mit welchen handwerklichen Finessen man die Zuschauer miteinbezieht (...) Diese Leistung wird meiner Meinung nach oft unterschätzt !!"
Ganz genau.
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 09:54:05 -0000
Antwort löschenZum letzten Absatz: Weil auch ich das Phänomen letztlich nicht ergründen, sondern nur einen Versuch erbringen kann. Man könnte eventuell die Vermutung herauslesen, dass ich ihn als perfekten rührigen Unterhaltungsschmalzfilm für Jungs begreife, und das wiederum mag zu den Gründen führen - über die man aber, klar, nur weiterhin spekulieren kann.
Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 10:08:37 -0000
Antwort löschen@Vincent
Es kann vielleicht tatsächlich daran liegen, dass der Film so wenig Erfolg hatte und dadurch zu einem Underdog wurde, wie Du auch schreibst... und dass man sich dadurch "traut" dem Film hohe Punkte zu vergeben, bzw. öffentlich zu verkünden, dass man den Film super findet.
Denn ich glaube dass viele Leute (ich auch) in ihrem tiefsten inneren "schmalzige" Filme mögen, aber sich zu cool fühlen (ich auch, aber ich arbeite daran) diese hoch zu bewerten.
Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 18:20:46 -0000
Antwort löschenWenn Darabont es durch seine Regiearbeit wirklich geschafft hätte den einen perfekten Unterhaltungsschmalzfilm zu erstellen,der dann auch überall auf Nr.1 landet, wäre das nicht sensationell ?!
Dafür ist die Kolumne dann doch zu negativ und zu wenig euphorisch.
:)
okami6 Wed, 22 Aug 2012 09:40:26 -0000
Kommentar löschenEin Durchschnittsinteressent nimmt sich möglicherweise nicht die Zeit, in der IMDB seine Stimme abzugeben. Dieser Film ist scheinbar so manchen Möchtegernkritiker ein Dorn im Auge, weil sich seine Popularität weder durch Erfolg, noch durch irgend einem Hype erklären lässt. Der Film ist schlicht und einfach genial, Punkt! Und mal ehrlich, ist der Geschmack von über 800 000 Filmliebhabern nicht ausschlaggebender als die Meinung von ein paar Kritikern?
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Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 09:47:57 -0000
Antwort löschenWas für eine blödsinnige Argumentation - was hat Beliebtheit mit filmischer Qualität zu tun. Zudem hat da jemand die IMDB nicht verstanden - da voten keine Filmliebhaber, sondern hauptsächlich pubertäre Teens und Gelegenheitsgucker.
okami6 Wed, 22 Aug 2012 10:12:48 -0000
Antwort löschenWas ist denn filmische Qualität? Meine Mutter z.B. ist Gelegenheitsgucker, die kennt die ImdB nicht einmal. Und ich lasse mich hier auch nur auf manche blödsinnige Diskussionen ein, weil mich die Filmwelt generell interessiert. Jedenfalls macht die Top 100 der Imdb mehr Sinn als die Liste vieler Kritiker. Davon abgesehen haben die meisten Menschen noch andere wichtige Dinge im Leben, als sich mit den interlektuellen Nuancen nichtbeachteter Film-Meisterwerke auseinander zu setzen. Wie es aussieht, bin ich wohl der Gelegenheitsgucker. Aber: Wenn in der Imdb soviele pupertäre Teens werten, wiso kommt Twilight dann so schlecht weg und der Pate steht soweit oben? Deine Argumentation ist daher nicht minder blödsinnig.
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 10:39:04 -0000
Antwort löschenDeine Argumentation: 100 Milliarden Fliegen ernähren sich gern von Scheiße - ist das nicht ausschlaggebender als die Meinung der wenigen Milliarden Menschen?
Was an meiner Argumentation blödsinnig sein soll ist mir schleierhaft. Der Pate steht soweit oben weil er beliebt ist. Twilight hingegen ist nicht beliebt.
Joeyjoejoe17 Wed, 22 Aug 2012 10:52:13 -0000
Antwort löschenTwilight ist sogar sehr beliebt - bei pubertären Teens und Gelegenheitsguckern. Nicht unbedingt bei Filmfans.
Das wäre ein Gegenargument zu "da voten keine Filmliebhaber, sondern hauptsächlich pubertäre Teens und Gelegenheitsgucker."
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 11:17:09 -0000
Antwort löschenWäre es nicht. Mögen alle Teens Twighlight? Ich denke nicht. Wenn man sich mal so umhört kenne die meisten Jugendlichen die Reihe, aber maximal die Hälfte mögen die Filme.
Joeyjoejoe17 Wed, 22 Aug 2012 11:50:29 -0000
Antwort löschenDa scheinst du in einem anderen Metier unterwegs zu sein. Der Großteil der "Teenies", die ich kenne, mögen Twilight.
Aber hey, ich sag ja gar nicht, dass die imdb-Topliste das nonplusultra ist.
okami6 Wed, 22 Aug 2012 12:19:11 -0000
Antwort löschenIch will ja hier keine Meinungen ändern, aber wenn ein Film qualitativ wirklich gut ist, kommt er in der Imdb auch meistens gut weg. "Shawshank Redemption" muss ich hier nicht verteidigen, denn wenn es ein Film nicht nötig hat, ist es dieser.
J4KOB Wed, 22 Aug 2012 12:41:16 -0000
Antwort löschen"Was hat Beliebtheit mit filmischer Qualität zu tun?"
Nichts. Alles.
tom777 Wed, 22 Aug 2012 15:26:21 -0000
Antwort löschenBei den Imdb Top 1000 Voters,alles keine Teens und schon gar keine Gelegenheitsgucker die alle über 5000 Filme bewertet haben rangiert "Die Verurteilten" mit 8.4 auf Platz 32,Vertigo zb.hat 8.6(PLatz 15) Nummer 1 der Pate mit 9.0.
Auch für die meiner Meinung nach weniger aussagekräftigen und hier betroffenen Top 250 werden NUR Votes von "Regular Voters"herangezogen,also eben KEINE Gelegenheitsgucker oder Fanboys.
"Rashomon" zb.hat dort im Gegensatz zu 5.5 auf MP 8.4,"Die Nächte der Cabiria" 8.2 vs 3.9 auf MP,genau wie viele andere Klassiker die dort sehr wohl weit mehr gewürdigt werden als zb. hier auf Moviepilot oder ähnlichen Seiten was letztendlich doch ein wenig für die Qualität von Imdb spricht auch wenn dessen Wertungen natürlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss sind.
Aber natürlich wird auch dort mehr nach dem Motto so gut hat mir der Film gefallen und weniger so künstlerisch wertvoll oder so wegweisend für das Kino war der Film wie zb.bei den Sight and Sound Polls abgestimmt.
Die Bewertungen dort also ganz einfach als unwichtig da hauptsächlich von pubertäre Teens und Gelegenheitsguckern gemacht einzustufen ist schlichtweg falsch.
"Zudem hat da jemand die IMDB nicht verstanden"
Ja anscheinend der Filmsüchtige.
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 15:30:29 -0000
Antwort löschenDas Problem an der Sache ist aber, dass Regular Voters nicht weiter definiert werden. Dasselbe bei den Top1000-Votern - sie haben 5000 Filme bewertet, was heißt das schon. Das können auch Fake-Bewertungen oder zu 95 % Blockuster sein.
Auch unschön ist es, wenn man Zitat aus seinem Zusammenhang gerissen wird, aber sei es drum.
tom777 Wed, 22 Aug 2012 15:52:31 -0000
Antwort löschenZu 95 % Blockbuster sind es definitiv zumindest bei den meisten der Top 1000 nicht,habe mich damit ziemlich intensiv auseinandergesetzt um eine bessere Liste als die Top 250 zu extrahieren die unter meinen Listen zu finden ist.Fake Bewertungen kann man nie ausschließen,dürften das Gesamtergebnis meiner Meinung nach vermutlich wenn überhaupt nur geringfügig tangieren,doch die Topliste der Top 1000 macht für mich subjektiv einen sehr guten Eindruck mit überwiegend älteren Filmen wo auch fast alle Filme der Sight and Sound Poll vorne vertreten sind.
Regular Voters wird mit gutem Grund nicht näher definiert damit man nicht die Mindestzahl an Bewertungen abgibt nur um in die Wertung zu kommen,man kann aber schon annehmen das man dafür vermutlich regelmäßig und auch relativ oft abstimmen muss,sonst würde das ganze ja wenig Sinn ergeben und man könnte sich die Mühe sparen und gleich einfach jede Stimme werten.
okami6 Wed, 22 Aug 2012 16:24:01 -0000
Antwort löschenZu dieser ausführlichen Erklärung hätte ich keine Lust gehabt, daher vielen Dank an tom777, so sehe ich das auch.
Martin Jurgeluks Wed, 22 Aug 2012 09:33:59 -0000
Kommentar löschenhm ich kann aus dem text nicht rauslesen ob er ihn nun gut oder schlecht findet. hab nur "mist" gelesen
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Benner Wed, 22 Aug 2012 09:27:45 -0000
Kommentar löschenHach, mir kann man den Film einfach niemals madig machen :)
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Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 09:16:34 -0000
Kommentar löschenIm Prinzip disqualifiziert sich der Text bereits spätestens dann, als die Begriffe "Wohlfühlfilm" und "Crowdpleaser" fallen. Die Lieblingswörter der Kritikerhipster? :)
Wieder einmal beschreibt Vega die Mechanismen d(ies)es Films an sich treffend, wieder einmal allerdings ohne plausibel zu erläutern, WAS GENAU daran negativ sein soll. Und wieder einmal offenbart er, dass er bei allem analytischen Talent von entscheidenden Teilen des Filmemachens wenig versteht. Selbst wenn dieser Film "gefühlsduselig" sein sollte, wenn er hier und da auf Differenzierungen verzichtet und Figuren und Moral klar positioniert: so ist in vielen Momenten das Leben. So einfach ist das. Die "Gefühlsduseligkeiten", die Vega scheinbar zuwider sind, lösen beim Publikum (ja, beim "normalen", nicht ganz so eloquenten und filmisch ungebildeten Publikum) universelle Anteilnahme aus. Böser, böser Wohlfühlfilm halt.
Auch der Vorwurf des falsch eingesetzten Voiceover - den ich oftmals begrüße! - ist hier fehl am Platz und ein gutes Beispiel für das gravierende Missverständnis in Vega Sicht der Dinge. Allzu offensichtlich ist es doch, dass bei der Biertrinkszene keine leidige "Sicherheitsinformation" an den Zuschauer gegeben wird, sondern die rein atmosphärische Funktion klar im Vordergrund steht. Wir sprechen ja nicht von einer Szene, in der eine wichtige Information geliefert werden muss, die für den Storyverlauf unabdingbar ist! Und mal ehrlich: warum sollte auch der dümmste Mensch des Planeten nicht raffen, dass man auf dem Dach sitzt und Bier trinkt?
Am Ende ist es immer dasselbe: Vegas speziellere und dem reinen Intellekt verpflichtete, aber auch engstirnigere und wesentliche Aspekte des Kinos abwertende Meinung trifft auf den Geschmack einer größeren, von Vega oftmals unangebracht verachteten "Masse", die in diesem Fall sogar völlig Recht hat.
Wunderbar ist in diesem Zusammenhang der letzte Satz, den man - in völlig anderer Bedeutung - einfach nur wiederholen muss: Was wissen schon die Kritiker.
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Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 09:25:44 -0000
Antwort löschenDem zweiten Absatz zufolge gehört es also zu den "entscheidenden Teilen des Filmemachens", "in vielen Momenten das Leben" abzubilden und "universelle Anteilnahme" auszulösen? Dann haben wir tatsächlich eine recht unterschiedliche Vorstellung vom "Filmemachen".
Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 09:28:52 -0000
Antwort löschenWir haben eher einen unterschiedlich breiten Horizont.
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 09:30:26 -0000
Antwort löschenAlso für einen Filmemacher, der Du ja, wenn ich nicht irre, irgendwie bist, finde ich eine solche Haltung ein wenig dürftig. Sehr dürftig.
Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 09:36:07 -0000
Antwort löschenIch sage nicht, dass ich Filmemacher bin. Dazu gehört weit mehr, als ich bislang abgeliefert habe.
Meine Haltung allerdings beschränkt sich ja nicht auf die "Anteilnahme-Faktoren". Ich sehe einfach unterschiedlich Qualitäten in unterschiedlichen Macharten und werde nie verstehen, wie man diese so radikal abqualifiziert wie du. Mich kann heute die reine Form eines Melville begeistern, ich kann morgen in die Tiefenpsychologie eines Bergmann einsteigen... und ich kann mich übermorgen trotzdem an "Die Verurteilten" erfreuen. Da liegt doch der Unterschied bei uns.
Le Samourai Wed, 22 Aug 2012 09:36:18 -0000
Antwort löschenDarf denn ein "richtiger", von dir akzeptierter Filmemacher ausschließlich Sachen für den Kopf, nicht aber fürs Herz machen?
Zu "Shawshank": Alleine seine mehr als solide Inszenierung und sein Schauspiel machen ihn für mich "sehenswert", aber die IMDB-Platzierung und sonstige Über-Lobeshymnen sind absolut absurd und verwundern mich seit nunmehr 10 Jahren.
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 09:46:06 -0000
Antwort löschenEs geht ihm, wenn ich ihn da richtig verstanden habe, nicht um die "Gefühlsduseligkeiten" per se sondern darum das diese, in ihrer Anwendung, hier eine "universelle Anteilnahme" dem Zuschauer diktiert, anstatt diese Anteilnahme ihn selber entdecken zu lassen. Und das ist durchaus "böse" zu betrachten, da es ein verfälschtes Bild (was auch immer man darunter verstehen mag) liefert.
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 09:46:15 -0000
Antwort löschenDiese Kopf-Herz-Sache ist mir zu albern, um sie ernsthaft zu diskutieren. "Mehr als" solide inszeniert finde ich Shawshank nun eben einfach nicht, eher pupsig und in (von anderen gerührter) Konventionssoße badend. Und das Voice Over finde ich, anders als Roco, entsetzlich. Das zerstört selbst noch die wenigen Momente, in denen der Film ein stilles Stimmungsbild hätte entwerfen können. Doch statt andächtiger Meditation setzt Darabont eben auf breitflächiges Überstreichen aller Bilder und Töne. Bis hin zum absurden Schlussakt.
Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 09:54:38 -0000
Antwort löschen@ Vega: das klingt plausibel. Kann ich durchaus nachvollziehen (auch wenn es mich in diesem Film nicht so stört)
@ Tyler: "was auch immer man darunter verstehen mag" :)
Eben. Darunter kann man eigentlich nichts verstehen. Jeder Film diktiert, tatsächliches eigenes Entdecken gibt es nicht. Und wenn ein Film noch so viel Spielraum lässt und auf alles verzichtet, dann diktiert er dir wiederum, dass du alles selbst entdecken sollst. Da wirds dann auch ekelhaft. Von daher...
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 10:09:11 -0000
Antwort löschenHast mich falsch verstanden. Natürlich gibt es vollkommene Freiheit im Kino für den Zuschauer nur begrenzt (Ein Frame ist z.B. eben immer noch ein Frame, egal wie viel man mit dem off-screen-space arbeitet), aber das war ja der Punkt. Der Grad mit welchem hier gearbeitet wurde war Ausschlag gebend.
"noch so viel Spielraum lässt und auf alles verzichtet, dann diktiert er dir wiederum, dass du alles selbst entdecken sollst."
Schon mal Filme gesehen die dies machen oder ist das nur ein leeres Argument um konträr zu meinem zu gehen? Nicht böse gemeint, interessiert mich jetzt wirklich.
Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 10:21:09 -0000
Antwort löschenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Schule_(Film)
:)
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 10:42:30 -0000
Antwort löschenDanke. Die hab ich jetzt zwar nicht gemeint aber gut, macht deinen Standpunkt etwas verständlicher.
Roco De Long Wed, 22 Aug 2012 10:45:11 -0000
Antwort löschenHmm, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht was du genau meinst. Hast du denn Beispiele für Filme, von denen du denkst dass meine Beschreibung zutrifft? Klingt jetzt etwas seltsam :D
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 11:23:02 -0000
Antwort löschenEs gibt auch Filme die versuchen die manipulativen Mechanismen, welche wie du schon richtig gesagt hast nie ganz verschwinden können, zu minimieren. Nicht etwas um auch hier (aus irgend einer bösen Absicht heraus) dem Zuschauer zu diktieren oder zu Befehlen das er jetzt diese oder jene Freiheit hat oder eben nicht. Filme die nicht versuchen dem Zuschauer zu aller erst gerecht zu werden, sondern dem gezeigten. Und das ist alles andere als "ekelhaft" wie ich finde. Hou Hsiao-hsiens Filme alleine wären da ein Beispiel unter vielen. Oder was die Chinesen im letzten Jahrzehnt so gemacht haben. Wie gesagt, das soll nicht bedeuten das diese Filme nicht auch zu einem gewissen Grad dramatisieren oder ähnliches, doch versuchen sie zu vermeiden die Emotionen des Zuschauers in bestimmte Richtungen zu ziehen (wie hier aus meiner Ansicht bei Die Verurteilten z.B. der Fall) anstatt es dem Zuschauer zu überlassen was er von Aktion X oder Situation Y im Film halten soll. Verstanden?
Uli Kunkel Wed, 22 Aug 2012 14:47:11 -0000
Antwort löschenWas Roco sagt.
Die universellen menschlichen und emotionalen Qualitäten, die Handlung und Charaktere wunderbar vermitteln, sind genau das, was viele Leute bewegt und für den Film einnimmt.
Daß er dabei manipulativ alle dramaturgischen Register zieht, wird von den meisten offensichtlich entweder nicht bemerkt oder als störend empfunden.
Fand Vincents Durchdeklinierung der filmischen Elemente und Plotpunkte ziemlich aufschlußreich, aber seine abwertenden Schlußfolgerungen können nur subjektive Gültigkeit beanspruchen.
In jedem Fall trägt eine solche Auseinandersetzung zur Schärfung des analytischen Auges und kritischen Bewußtseins bei. Ist also begrüßenswert.
Die scharfe Polemik ist allerdings gelegentlich etwas schwer verdaulich. Aber andererseits auch wieder unterhaltsam.
Hach, der Vince, er polarisiert auch mich. =)
@Tyler: Mangelnde Zielgerichtetheit kann aber auch zu Beliebig- und Belanglosigkeit führen. Das wäre dann das andere Extrem. Das ganze Spektrum hat seine Berechtigung. Wie könnte es auch anders sein. Bewußter Umgang des einzelnen Zuschauers mit den vorgegebenen Stilmitteln ist die einzige Lösung. Diesbezüglich dürfen wir alle gerne beständig dazulernen.
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 16:18:32 -0000
Antwort löschenDavon hab ich zwar überhaupt nicht geredet, aber ok. :)
Uli Kunkel Wed, 22 Aug 2012 17:16:54 -0000
Antwort löschen Bezog sich auf Filme, die versuchen, die manipulativen Mechanismen zu minimieren.
Grundsätzlich finde ich persönlich Werke ebenfalls sympathischer, die nicht allzu plakativ und aufdringlich daherkommen.
Fu-Jay Wed, 22 Aug 2012 09:03:51 -0000
Kommentar löschenWenn du das, was du da immer von dir gibst und ernst meinst und derartig brillante filmische Geniestreiche als "Mist" bezeichnest, dann würde ich gerne mal einen Film von dir sehen. Der muss ja der verdammt nochmal beste Film sein, den die Welt je gesehen hat.
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Ben Kenobi Wed, 22 Aug 2012 09:09:15 -0000
Antwort löschen"Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt." (Gotthold Ephraim Lessing)
Tomalak Wed, 22 Aug 2012 09:13:44 -0000
Antwort löschenFu Jay hat doch recht. Vega motzt nur dies ganze Zeit, der mag bestimmt so nur so filme die eine nicht herausfordern. Die Verurteilten ist ein Meisterwerk! Das versteht der Vega halt nicht.
Fu-Jay Wed, 22 Aug 2012 09:20:00 -0000
Antwort löschenGotthold Ephraim Lessing hat das gesagt? Okay, ich werde nie wieder Kritiker kritisieren.
ph0b0z Wed, 22 Aug 2012 09:24:15 -0000
Antwort löschenAlso auf "seinem" (möglicherweise eine andere Perspektive die er dort einnimmt) Review-Blog hat er "The 'Burbs" 9/10 gegeben (dem stimme ich absolut zu!). Demnach würde das ja stimmen.. aber genau das nicht herausfordern hat er an "Die Verurteilten" ja mehr oder weniger kritisiert.
Sepf Wed, 22 Aug 2012 08:58:08 -0000
Kommentar löschenStimme teilweise zu, stimme teilweise nicht zu, mag den Film, erkenne eine Steigerung.
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The Director Wed, 22 Aug 2012 08:46:32 -0000
Kommentar löschenich verstehe nicht, warum da am anfang steht, dass der film "mist" sei, wobei jeder weitere satz beschreibt, was der film richtig macht. also, kommts nur mir so vor, oder richtet sich dieser beitrag gegen film allgemein?
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wernerbremen Wed, 22 Aug 2012 08:40:39 -0000
Kommentar löscheneinfach mal wieder zerreißerisch, subjektiv und einfach nur nervig...
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FlintPaper Wed, 22 Aug 2012 10:08:09 -0000
Antwort löschenSo ziemlich alles, was ein Mensch von sich geben kann, ist subjektiv. Die Existenz von tatsächlicher Objektivität muss erstmal bewiesen werden :D.
Joeyjoejoe17 Wed, 22 Aug 2012 10:54:54 -0000
Antwort löschenSo sieht es aus. 100%-ige Objektivität gibt es nicht, nur eine gewisse Annäherung an diese (schätzungsweise 70-80%)
Falkenfluegel Wed, 22 Aug 2012 08:24:56 -0000
Kommentar löschenLangsam wirkt es doch sehr bemüht. Naja diese Kategorie ist wohl nichts für mich.
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N. Hornblower Wed, 22 Aug 2012 08:06:41 -0000
Kommentar löschenEin Crowd-Pleaser-Movie also, der (das?) die crowd pleased - abgefahren!
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Kubrick_obscura Wed, 22 Aug 2012 08:04:57 -0000
Kommentar löschenIt's Wednesday, Wednesday
Gotta get down on Wednesday
Everybody's lookin' forward to Mr. Vincent Vega
Wednesday, Wednesday
Gettin' down on Wednesday
Everybody's lookin' forward Mr. Vincent Vega...
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Kängufant Wed, 22 Aug 2012 08:20:41 -0000
Antwort löschenOh ... mein ... Gott ... Dieses Bild werd ich jetzt den ganzen Tag nicht mehr los... schönen Dank auch!
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 07:53:15 -0000
Kommentar löschenMr. Vega, nimm doch einfach deinen absoluten Lieblingsfilm (was auch immer das sein mag) oder deinen absoluten Hassfilm (was auch immer das sein mag), analysiere sie (so wie hier Shawshank), nimm die Anteile auseinander und herauskommen wird (oh welch Überraschung!):
Filme basieren auf Geschichten (Hui !), auf Dramatisierung (oh Wunder!), auf Narration (wow!)...
Wahlweise kannst du das dann hier veröffentlichen,wenn er/sie denn so bekannt ist/sind das er/sie die Aufmerksamkeit erzeugt/en, die du hier entfachen sollst.
Was mich sehr interessieren würde: Wirst du nach Traffic-Punkten bezahlt ?
Ach ja, das schreibe ich übrigens nicht weil mein (mp-) Name Andy Dufresne ist, das schreibe ich weil ich diese Rubrik (mittlerweile) trotz wohlgewählter Worte deinerseits, für durchschaubarer als Fensterglas und vorhersehbarer als das es Nachts dunkel wird halte.
Und das finde ich sehr schade, wie schon öfter erwähnt, gefällt mir die Idee dieser Rubrik und du bist der richtige Autor dafür.
Leider konnte ich bisher (und Heute besonders!) nicht entdecken das etwas von deinem Output Herzblut enthielt, nichts von alledem scheint dir wirklich wichtig gewesen zu sein.
Sehr schade einfach...
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ph0b0z Wed, 22 Aug 2012 08:07:28 -0000
Antwort löschenDem Teil zur Analyse möchte ich mich anschließen, denke ich. Okay, hier ist jetzt rausgearbeitet warum den Film so viele Leute supergut finden (weil er so.. gemacht wurde?).
Ich hab ihn erst ein mal gesehen, erinnere mich aber noch danach ziemlich begeistert gewesen zu sein, ich wurde allerdings auch in seinen Bann gezogen und neige sowieso nie dazu einen Film beim ansehen noch "von außen" zu betrachten..
Und warum der Film "ziemlicher Mist" ist, kam für mich jetzt nicht rüber, oder habe ich mal wieder nicht aufmerksam genug gelesen? :)
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 08:08:59 -0000
Antwort löschen"(...) das schreibe ich übrigens nicht weil mein (mp-) Name Andy Dufresne ist (...)" :-)
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 08:15:31 -0000
Antwort löschen@Vega: Das hätte ich auch geschrieben wenn ich (hier) Fritzchen Müller heißen würde :)
Stehe drüber wenn jemand etwas nicht gut finde das ich selbst liebe, glaub mir.
Was mir an deinem Text nicht gefällt steht ja oben...
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 08:17:54 -0000
Antwort löschen@ph: Weil das Aufmerksamkeit bringt :)
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 08:27:58 -0000
Antwort löschen>>Filme basieren auf Geschichten (Hui !), auf Dramatisierung (oh Wunder!), auf Narration (wow!)...<<
Das ist nicht die Essenz des Textes. Es geht darum wie die Geschichte verläuft, wie die Dramatisierung aufgebaut ist und wie die Narration funktioniert.
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 08:35:26 -0000
Antwort löschenFinde der Text hat keine Essenz, das ist ja sein Problem :)
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 08:57:26 -0000
Antwort löschenDas ist doch simpel. Für dich zusammengefasst:
1. Die Erzählperspektive ist weichgespült.
2. Die Geschichte ist weichgespült.
3. Die Dramatisierung ist plakativ und bemüht. Und weichgespült.
Fazit: Der Film gefällt der Masse, weil er so schön konventionell und weichgespült ist.
ph0b0z Wed, 22 Aug 2012 09:03:13 -0000
Antwort löschenDas hab' ich schon verstanden, aber was ist daran per se "Mist"? ;)
Aber ok, der Beitrag ist polemisch und - "Um die Seriosität gleich hinten anzustellen" sollte in dem Zusammenhang wohl auch nicht missachtet werden. ;)
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 09:39:49 -0000
Antwort löschenDer Film ist Zuckerwatte. Viele Menschen mögen Zuckerwatte - deshalb ist der Film in BELIEBTHEITSvotings und -Listen (IMDB) ganz weit oben dabei.
Aber: Wenn auch gegen Zuckerwatte nichts einzuwenden ist, kann man zumindest feststellen, dass sie nicht mit einem luxuriösen Fünf-Gänge-Menü mithalten kann. Und darauf will Vega scheinbar hinaus: Beliebtheit ist letztlich kein wichtiger Faktor, doch die filmische Qualität von Die Verurteilten hält sich in Grenzen.
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 09:41:59 -0000
Antwort löschen@Filmsüchtiger: Is (mir schon) klar ...
Worum es mir geht, steht ja oben, ich finde einfach nichts in dem Text das einer Essenz gleichkommt...
@ph: Der Sinn dieser Rubrik ist es polemisch zu sein :)
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 09:44:25 -0000
Antwort löschenDie Essenz ist: Der Film mag beliebt sein, filmische Qualität hat er aber weniger.
ph0b0z Wed, 22 Aug 2012 09:47:34 -0000
Antwort löschenIch habe beide Filme ewig nicht gesehen, aber ich frage mich dann schon wo da, was diese Aspekte betrifft, die riesen Unterschiede z.B. zu E.T. liegen (den Vince hoch bewertet hat).
Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 09:59:20 -0000
Antwort löschen@Filmsüchtiger wegen Zuckerwatte
Der Film ist keine Zuckerwatte... Die kann nämlich jeder machen... Dann wäre der Film nicht so hoch in der IMDB-Liste. Der Film ist schon eher ein 5-Gänge Menü von einem extrem guten Koch, der genau weiss, was dem Gast schmeckt !!
Aber, um beim essen zu bleiben... der Fim ist halt auch keine experimentelle Molekularküche. :D
@ph0b0z
Das frage ich mich auch. Bei E.T. gibt es ähnliche Qualitäten... den finde ich auch noch besser.
Und warum jetzt gerade Shawshank an Nummer 1 der Liste ist (und z.B. nicht E.T.), kann mir die Kolumne auch nicht beantworten.
Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 10:53:00 -0000
Antwort löschenJetzt hab ichs !!
Ich glaube ja das Shawshank gerade WEGEN dem, was Vega schreibt ein sehr guter Film ist. Darabont ist ein guter Regisseur, eben weil er weiss, wie er die Zuschauer beeinflussen kann.
Und ALLE Menschen reagieren normalerweise positiv auf diese Tricks der Regisseure. Ausser man ist halt Cineast und ist "cool" (Vega + ein grosser Teil der Moviepiloten) . Dann stempelt man solche Filme als "schmalzig" ab, ohne deren Kunstfertigkeit und Klasse Beachtung zu schenken. Vor allem dann, wenn sie grosse Publikumserfolge sind.
Shawshank war aber kein grosser Erfolg. Das ist das besondere. Deshalb haben sich die Leute hier "getraut" eine hohe Bewertung zu geben.
P.S.
Ich bin ja seit längerer Zeit dabei, wieder vermehrt "schmalzige" Filme anzuschauen. Die sind nämlich ein essentieller Teil der Filmkultur. Aber wisst ihr, wie schwierig es ist, in meinem Bekanntenkreis Leute zu finden die sich gerne zu "War Horse - Gefährten" mit ins Kino kommen?! :D :D
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 10:53:29 -0000
Antwort löschen@ ph0b0z: Ich verstehe Vegas Bewertungen auch nicht.
@ Bob: Die IMDB-Liste hat nur was mit Beliebtheit, nicht mit Qualität zu tun. Also: Was ist denn an Die Verurteilten nicht konventionell bis ins Mark? Was macht ihn weit überdurchschnittlich?
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 10:59:29 -0000
Antwort löschenBeliebtheit schleißt doch Qualität nicht aus?!
Irgendwas muss schon dran sein an einem Film der so geliebt wird und das beziehe ich nicht (nur) auf die imbd- Wertung, ich muss nur ganz normale Leute um mich rum fragen:
Kennst du "Die Verurteilten", wie fandest du ihn?
Und schon sprudeln (fast) alle los:
"Ich liebe diesen Film!"
Ich glaube einige können den Film schlicht nicht ab weil eben so viele ihn mögen...
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 11:00:20 -0000
Antwort löschenUnd weil so viele ihn lieben ist er DAS Opfer für eine Polemikecke...
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 11:18:51 -0000
Antwort löschenIch stimme zu, Beliebtheit schließt Qualität nicht aus. Aber sie schließt Qualität eben auch nicht ein. :-)
Also nochmal: Was ist an Die Verurteilten nicht konventionell? Und was macht ihn weit überdurchschnittlich?
Mr Vincent Vega Wed, 22 Aug 2012 11:46:32 -0000
Antwort löschenIch habe die Frage, warum dieser Film nun so beliebt und außerordentlich sei, kürzlich schon einmal an anderer Stelle gestellt. Dort fiel den Befürwortern und Fans des Films aber bezeichnenderweise auch nicht viel mehr ein, als "starke Story" und "tolle Darstellerleistungen" etc., also keine sonderlich exklusiven Kriterien.
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 11:58:01 -0000
Antwort löschenMeine allererster (sehr persönlich) Kommentar überhaupt, der Grund mich hier anzumelden und der Grund warum ich Andy Dufresne als Namen wählte (soll keine Universalerklärung sein, soll euch nur zeigen warum ich persönlich den Film liebe,ihr hattet gefragt...):
----------------------------------------------------------------------------------
Es gibt sicher Hundert Filme über die ich Stundenlang reden könnte,die jeder für sich (z.B. Heat,der Pate,Apocalypse Now,natürlich Citizen Kane u.v.m.)ein Meisterwerk sind.Wenn mich aber jemand zwingen würde mich zu entscheiden welcher der mir persönlich wichtigste Film aller Zeiten ist wäre die Antwort immer:The Shawshank Redemption-Die Verurteilten! Ich hab diesen Film das erste Mal mit 14-15 Jahren gesehen (also gute 15 Jahre her) und er hat mich einfach komplett umgehauen.Einfach alles passt bei diesem Film,Morgan Freeman und Tim Robbins sind einfach nur perfekt in ihren Rollen,jede Nuance stimmt,sie sind zu 100 % Red und Andy,jede Nebenrolle funktioniert ebenso kongenial.Alles was in dem Film ist muß zwingend in dem Film sein,hier ist keine Sekunde überflüssig.Ich kenne nur sehr wenige Filme (und ich kenne sehr sehr viele Filme,sicher gute 85 % aller Must See Filme) an denen einfach jedes Detail stimmt und wenn dies so ist (wie bei Heat oder Apocalypse Now)
halten sie dem Vergleich mit den Verurteilten trotzdem nicht stand,denn kein anderer "perfekter Film" bringt die selbe Wucht an Emotionen rüber wie eben die Verurteilten.Dieser Film begleitet mich in meinem Leben und auch wenn es pathetisch klingt:er hat es beeinflusst.Die Szene auf dem Dach,die Szene mit der Musikbeschallung,die Einzelhaft mit einem Lächeln,die Freundschaft der Beiden,der Kampf um Würde und persönliche Freiheit (Andy kroch durch ein 30 Meter langes Scheißerohr in die Freiheit),das sind Dinge die mich beinflusst haben.Ich hab den Film sicher 15 mal gesehen und er wird immer besser(geht mir sonst nur mit Pulp Fiction so ),ich hab ihn natürlich auf DVD und schau in trotzdem immer wenn er im Fernsehen kommt,auch wenn auf einem anderen Sender was kommt was ich noch nie gesehen hab (geht mir sonst nur mit Terminator 2 so).Als ich den Film das dritte oder vierte mal gesehen hab (im Fernsehen)
musst ich ultradringend aufs Klo und hatte schon richtig Schmerzen deswegen,hab aber noch 10 min ausgeharrt bis zur Webung,bevor ich ging.Und das bei einem Film in dem (vordergründig) kaum was passiert und den ich eben schon mindestens 2 mal gesehn hatte.Ich glaube das allein sagt schon alles!
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 12:14:33 -0000
Antwort löschenDanke, aber das ist genau das, was Vincent genau vor deinem Post anmerkte. Und beantwortet nicht meine Fragen. ^^
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 12:17:58 -0000
Antwort löschenNein,das ist was für mich den Film groß sein lässt, mehr kann ich dir nicht sagen...
Bob Loblaw Wed, 22 Aug 2012 13:23:59 -0000
Antwort löschenAber ich habe doch vorhin erklärt, warum der Film so beliebt ist:
Das besondere an den Verurteilten ist, dass er zum einen "schmalzig" ist, also wirklich zum Teil auch so funktioniert, wie Vincent das erklärt hat... nur dass das halt für mich ein positives Merkmal und eine grosse Leistung des Regisseures ist. Das heisst, der Film ist für einen "fühlenden" Zuschauer sehr sehr ansprechend. Das sieht man doch auch an Andys Kritik !!
Trotzdem gibt es ja noch viele Filme (zumindest meiner Meinung nach), die in dieser Hinsicht noch stärker sind, z.B. "die Farbe Lila".
Das Zielpublikum der meisten dieser Filme entspricht aber nicht den Leuten die auf IMDB (oder hier) die Wertungen abgeben.
Shawshank entspricht als einer der wenigen "emotionalen" Filme am ehestem diesem Zielpublikum. Dazu kommt noch der Underdog-Stellung durch den geringen Erfolg, als der Film herauskam. (Ähnlich wie Blade Runner)
Also "emotional ansprechend" + "Zielpublikum = IMDB"
Diese (seltene) Formel führt zu den hohen Wertungen...
Filmkritiker z.B. denken beim Filmeschauen viel zu viel. Sie erkennen zwar die Tricks mit denen der Regisseur den Zuschauer beeinflusst, würden diese aber nie an sich heran lassen. Deshalb taucht Shawshank auch nicht in deren Listen auf... Naja, ielleicht in 30 Jahren :D :D
@morlock
Ich denke halt, Fast Food würden viele Leute essen. Aber die Leute würden nicht jahrelang so hohe Wertungen abgeben... Das macht man doch eher bei einem Menü :D:D
@Vincent
Ich fänd es toll, wenn Du zur Abwechslung mal ein paar unbeliebte Filme nehmen würdest, um diese deinen Lesern schmackhaft zu machen, anstatt immer nur den umgekehrten Weg... Schau mal bei Armond White... der macht auch beides :)
Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 13:43:42 -0000
Antwort löschen>>Filmkritiker z.B. denken beim Filmeschauen viel zu viel.<<
Also das ist, mit Verlaub, völliger Humbug.
Velly Wed, 22 Aug 2012 15:20:34 -0000
Antwort löschen@ morlock: Ich denke nicht, dass Andy beleidigt ist, weil es gerade um shawshank geht.
Ich denke, es geht eher darum, dass hier dauernd das gleiche abläuft. Ein Film, der beliebt ist, wird schlecht gemacht. Ob zu recht oder nicht, lasse ich mal dahingestellt, da solche Diskussionen für mich persönlich hier inzwischen unnütz geworden sind, da man meist eh nur angegangen wird.
Es ist so leicht, einen Film schlecht zu machen. Soooo leicht.
Kann Vegas "Anecken" nicht auch mal bedeuten, dass er einen Film nimmt, den z.B. kaum jemand gut findet (egal aus welchen Gründen) und da die (versteckten) positiven Aspekte finden?
Das fände ich mal spannend.
Immer nur schlechtreden riecht mir zu sehr nach provoziertem Krawall.
morlock Wed, 22 Aug 2012 16:39:36 -0000
Antwort löschenWenn das soooo leicht ist, sollte es nicht schwer für Dich sein, ähnlich gehaltvolle und qualitative Beiträge zu verfassen.
Da bin ich mal gespannt.
Andy Dufresne Wed, 22 Aug 2012 21:39:28 -0000
Antwort löschen@Morlock: Ich bin zu 100% NICHT angepisst weil Vega diesen Film runtermacht, in keinster Weise. Ich bin unter anderem hier um andere Meinungen zu lesen, andere Standpunkte zu erleben.
Was ich schade finde steht oben, das hat nichts mit Den Verurteilten an sich zu tun, absolut nicht!
Ich habe vor ein paar Monaten keinen Shitstorm losgetreten, es entwickelte sich aus einer (ungeplanten) Diskussion heraus die Idee einen Brief zu schreiben, das ganze schlug dann recht hohe Wellen.
Nur so zur Erklärung, das Ganze sollte nicht unbedingt (schon) wieder Wellen machen,vieles lief damals ziemlich aus dem Ruder (auch von meiner Seite aus)...
fabel Wed, 22 Aug 2012 07:50:52 -0000
Kommentar löschenBesonders schön: "Um die Seriosität gleich hinten anzustellen" :D
Nach deiner plausiblen Erklärung weiß ich auch nicht, warum ich den damals so toll fand - wahrscheinlich lag's am knisternden Kamin nebenan.
So, und jetzt freu ich mich auf hunderttausend "Fuck you"-Kommentare. Yippie Yeah!
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Joeyjoejoe17 Wed, 22 Aug 2012 07:49:56 -0000
Kommentar löschenEin Film, den man vor allem mit seinem Herzen schauen sollte, nicht mit dem Kopf.
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hagenb Wed, 22 Aug 2012 08:34:23 -0000
Antwort löschenman sollte filme immer mit dem kopf schauen, und besoders diesen!
Tyler__Durden Wed, 22 Aug 2012 08:44:01 -0000
Antwort löschenMein Herz hat leider keinen Draht zu meinen Sinnesorganen die mir wichtig sind um Filme zu erleben. :P
Sheeeeep Wed, 22 Aug 2012 07:42:06 -0000
Kommentar löschenKann deine Argumentation durchaus nachvollziehen, aber finde den Film nichtsdestotrotz toll. Eine Kritkerlaufbahn ist nun ausgeschlossen :( Und Mama hat noch gesagt, wenn ich will kann ich alles werden.
Guter Artikel.
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mellowtree Wed, 22 Aug 2012 07:38:50 -0000
Kommentar löschen"Um die Seriosität gleich hinten anzustellen: Die Verurteilten ist, im Wesentlichen, ziemlicher Mist."
:D auch wenn ich anderer meinung bin: wegen solcher sätze lese ich diese rubrik.
mir ist erst durch das unwahrscheinliche und überkitschige ende aufgefallen, dass das wesen des films doch ein anderes ist als ich zuerst glaubte. dennoch hat der film für mich eine innere stimmigkeit oder qualität die recht selten ist. vielleicht weil filme dieser einfachheit heute viel unbescheidener daherkommen.
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HulktopF Wed, 22 Aug 2012 07:37:49 -0000
Kommentar löschenheute hast du mal was gutes abgeliefert, was auch perfekt grundiert ist.
SOWAS wollen wir sehen, nicht so ein getrolle wie bei den letzten beiträgen.
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Filmsuechtiger Wed, 22 Aug 2012 07:28:19 -0000
Kommentar löschenBegründungen und Argumente - super, so macht das Spaß.
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Le Samourai Wed, 22 Aug 2012 07:25:59 -0000
Kommentar löschenHehe, das gibt Ärger.
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Frank Darabont
Beteiligt an 21 Filmen (als Konzeptor, Drehbuch, Akteur, Regisseur, Produzent und Autor) und 6 Serien
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Tim Robbins
Beteiligt an 50 Filmen (als Akteur, Regisseur, Drehbuch, Produzent und Lieder) und 7 Serien
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Als Mr. Vincent Vega polemisiert sich Rajko Burchardt seit Jahren durch die virtuelle Filmlandschaft, immer auf der Suche nach dem kleinstmöglichen Konsens. Denn “interessant ist lediglich Übertreibung und das Pathos – alles andere ist langweilig, leider.” (Christian Kracht). Wenn er nicht gerade auf Moviepilot aneckt, bloggt Rajko für die 5 Filmfreunde und sammelt Filmkritiken auf From Beyond.




Ich mag es, wie Mr Vincent Vega „Die Verurteilten“, der von vielen ohne Begründung als Meisterwerk gefeiert wird, von seinem Thron stößt, weil ich ihn für einen sehr überschätzten halte, obwohl ich ihn immer noch für guten Film halte, da er sein Handwerk versteht.
Aber ich muss gestehen, ich lasse mich gerne im Kino emotional manipulieren. Um ehrlich zu sein, ist es der Hauptgrund, warum ich ins Kino gehe. Unangenehm wird es erst dann, wenn die Mechanismen der Manipulation zu einfach zu erkennen sind.
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