Erste Reaktionen

The Counselor von Ridley Scott ist brutal & verdorben

24.10.2013 - 10:29 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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The Counselor
© 20th Century Fox
The Counselor
Morgen startet Ridley Scotts neuer Thriller The Counselor in den amerikanischen Kinos und wir blicken auf die ersten Reaktionen zum Film mit Michael Fassbender, Cameron Diaz, Javier Bardem und Brad Pitt.

The Counselor, der neue Film von Ridley Scott, lockt nicht nur mit seinem vor Stars überlaufenden Ensemble. Erstmals wird hier nämlich ein Originaldrehbuch des gefeierten Schriftstellers Cormac McCarthy (No Country for Old Men, The Road) verfilmt. Dementsprechend groß sind die Erwartungen an den Noir-Thriller, in dem Michael Fassbender sich wider besseren Wissens auf einen gefährlichen Drogendeal einlässt, der Mord, Totschlag und skurrile Frisuren zur Folge hat. Neben Fassbender sind in The Counselor Cameron Diaz, Javier Bardem, Brad Pitt und Penélope Cruz zu sehen, die in den USA schon dieses Wochenende die Kinos unsicher machen. Wir blicken deshalb auf die ersten Kritiken zum Film.

Während einige Kritiker die blass bleibende Hauptfigur von Michael Fassbender ankreiden, fokussiert sich die Diskussion über die Darsteller vierleorts auf Cameron Diaz Femme fatale. So schreibt Bill Weber bei Slant, dass “The Counselor wahrscheinlich mit der Reaktion auf Cameron Diaz’ verführerischer, schlüpfriger Malkina steht und fällt: Ist es zu viel oder gerade genug, angesichts der feierlichen existentialistischen Erklärungen der Drogenbosse und Barkeeper?”

Mehr: Eine richtig böse Cameron Diaz im Counselor-Clip

Bei The Dissolve schreibt Scott Tobias: “So stilsicher und brutal die Actionszenen von Ridley Scott sind, die wirkliche Überraschung in The Counselor ist, wie nüchtern sie sich zutragen, als wäre all das Chaos Teil einer größeren, kosmischen Unvermeidbarkeit. Seit Killing Them Softly hat kein Mainstream-Thriller mehr so verbissen den kommerziellen Pointen widerstanden. […] Das ist die Art von Film, in der eine Frage von Leben und Tod mit einem zehnminütigen philosophischen Monolog beantwortet wird. […] [McCarthy] will die Zuschauer nicht mit Rätseln und Wendungen verwirren, sondern sie die Nervenkitzel und Morde durchdenken lassen, die sie sonst als selbstverständlich betrachten.”

“Trotz seines kochend heißen Casts und der formidablen Kombination von Autor und Regisseur ist The Counselor schlicht kein besonders liebenswerter oder befriedigender Film”, schreibt dagegen Todd McCarthy im Hollywood Reporter, der den The Counselor als Reinfall bezeichnet. “Die Hauptfiguren mögen verdorben sein, aber sie sind nicht besonders interessant und vor allem kann man schon sehr früh ahnen und fürchten, was auf sie zukommt.”

Deutlich begeisterter schreibt Richard Roeper in der Chicago Sun-Times über The Counselor, der dem Film vier von vier Sternen gibt: “In einer Ära, in der zu viele ‘Thriller’ aus unlogischen Verfolgungsjagden und Antihelden bestehen, die Explosionen und Schießereien überleben, welche eine Marvel-Figur niederzwingen könnten, haben Regisseur Ridley Scott und Autor Cormac McCarthy eine sexy, manchmal schockierend brutale, gebildete und üppig strukturierte Erzählung über die shakespearschen Konsequenzen der gierigen Tat eines einzelnen Mannes gestaltet.”

The Counselor startet in Deutschland am 28. November 2013.

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