Ki-duk Kim

Beteiligt an 12 Filmen

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Kim Ki-Duk ist ein international renommierter Vertreter des südkoreanischen Autorenkinos (z.B. mit Frühling, Sommer, Herbst, Winter und … Frühling). Seine Filme sind geprägt von stiller Kameraführung und faszinierten ein breites Kinopublikum weltweit.


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2 Kommentare

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Der südkoreanische Regisseur Kim Ki-Duk, geboren am 20. Dezember 1960 in Bongwha, ist einer der produktivsten Filmemacher, dessen Filme auf internationalen Festivals laufen und für kontroverse Diskussionen sorgen.

Kim Ki-Duk zufolge war erst sein siebter Film, ''Bad Guy'', in der Heimat populär: ''In Korea haben Kritiker geschrieben, dass meine Filme schlecht oder gefährlich sind, weshalb sie nur wenige Menschen gesehen haben. Auf Festivals hingegen konzentriert man sich auf das, was meine Filme über die Gesellschaft aussagen.''

Formal sind seine Filme großformatige, mit malerischen Bildeffekten arbeitende Erzählungen, die immer einen metaphorischen Kern beinhalten, sei es in der Bildsprache, die z.B. mit Verweisen auf Egon Schiele arbeitet, sei es in der Farbe, so in ''Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling'', der dem Zyklus von Geburt, Wachstum, Verfall und Tod folgt.

So ist ''Bad Guy'' eine Reise durch's Rotlichtmilieu, wo ein Zuhälter eine Studentin zur Prostitution treibt. ''Man sollte Prostituierte und Ganoven mit Respekt behandeln'', sagt Kim über diese Welt, die als Stationendrama den Niedergang des Mädchens verfolgt und sie Rache, Hass, Totschlag und Neid erleben lässt. Die Themen Schuld und Sühne sind wie in allen Filmen Kim Ki-Duk's auf gedanklich kühne Weise verarbeitet, so in ''Seom - Die Insel'', wo eine an einem See lebende junge Frau, die tagsüber fischt und sich nachts prostituiert, auf einem Hausboot einen lebensmüden Mann kennen lernt, der auf der Flucht vor der Polizei ist, weil er seine Frau und ihren Liebhaber erschoss. Die Frau, die sich um Angler und Ausflügler kümmert, rettet dem Mann mehrfach das Leben.

Kim Ki-Duk wuchs auf dem Land auf, verließ vorzeitig die Schule, arbeitete in einer Fabrik, war Marine-Infanterist und arbeitete in einer Kirche für Sehbehinderte. 1990 hatte der leidenschaftliche Maler das Geld für einen Flug nach Paris zusammengespart, wo er die Bilder auf der Straße verkaufte und das Kino entdeckte. So endet ''Bad Guy'' mit einer Hommage an Fellini's ''La Strada''.

Er kehrte nach Korea zurück und verfasste ein Drehbuch, mit dem er aus dem Stand heraus einen Wettbewerb der koreanischen Filmkommission gewann. Kim's provozierenden und schockierenden Geschichten, die visuell aufregend mit einer im asiatischen Raum ungewöhnlich freien Art von Nacktheit arbeiten und lyrische Momente abrupt in brutale Szenen münden lassen, sind international vielfach ausgezeichnet worden. Mit Preisen für seine Drehbücher folgten seit seinem Debüt mit ''Crocodile'' Auszeichnungen für ''Birdcage Inn'' (Noosa Festival 1998: World Cinema Award), ''Seom - Die Insel'' (Venedig 2000: Netpac Award, Brüssel 2000: Bester Film, Sundance 2001: World Cinema Award). Auf der Berlinale 2004 gewann ''Samaria'' den Silbernen Bären für die beste Regie. Noch im selben Jahr erhielt er In Venedig den Silbenen Löwen für ''Bin-Jip''. Im Jahr 2005 und 2007 ist er mit ''Hwal - Der Bogen'' und ''Breath'' in Cannes wieder mit dabei.

In Korea haftet ihm vor allem seit ''Bad Guy'' ein frauenfeindliches Image an. Er hält dies für ein Missverständnis: ''Die Gewalt in meinen Filmen hat nichts Provozierendes“, sagt Kim Ki-Duk. „Es geht mir dabei um eine Art von Magie. Um die Beziehung zwischen zwei Menschen, um die Magie der Liebe oder der Zuneigung, die allein in der Gewalt ihr adäquates Ausdrucksmittel findet.''

Kim Ki-Duk über seine Filme, die er als Teile eines Gesamtwerks versteht: ''Ich will Zuschauer entführen und in meine Welt werfen.''

Die Bildsprache in Kim Ki-Duk's Filmen muss man wahrlich einmal erlebt haben. Er transportiert diese mit einer derartigen Ruhe und Gelassenheit, sodass nur noch Gefühle und Gesten wichtig sind. Kunst wird bei ihm groß geschrieben. Es wird viel über die Psyche der Protagonisten deutlich, sei es in ''Bad Guy'' oder auch in ''Seom - Die Insel''. Man mag zu diesem Regisseur stehen wie man will, aber den Vorwurf der frauenfeindlichkeit kann ich nicht nachvollziehen. Er versteht es gekonnt das Leiden der Hauptfiguren wiederzugeben, ob als Gewaltausbruch oder als Liebe. Als Einstieg in Kim Ki-Duk's sentimentale Werke kann ich ''Seom - Die Insel'' wärmstens empfehlen, mit diesem Film gelang ihm übrigens auch der Durchbruch im Westen.

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annaberlin

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Wundervoller koreanischer Regisseur und wohl der in Europa bekannteste Koreaner. Mit Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling leitete er einen zweiten Frühling in seiner Karriere ein und konzentrierte sich in der Folge auf Melodramen anstatt auf brutale Gangster und Agentenfilme. Seine Filme sind meist sehr still, in wundervolle Bilder gesetzt und poetisch.

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