Originaltitel:
Sátántangó
Satanstango ist ein Drama aus dem Jahr 1994 von Béla Tarr mit Putyi Horváth, László feLugossy und Éva Almássy Albert.

In Satanstango (OT: Sátántangó) schildert Béla Tarr in 450 Minuten die verheerende Geschichte einer überschaubaren Dorfgemeinschaft im Ungarn der 1980er Jahre.

Kompletter Inhalt & Hintergrundinfos zu Satanstango

Satanstango spielt in den 1980er Jahre in einem beschaulichen Dorf in der Tiefebene Ungarns. Hier, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, lebt nur noch eine kleine Gemeinde ihren ereignislosen Alltag der persönlichen Tristesse. Läuten die Glocken, so ist dies ein außerordentliches Ereignis – nicht zuletzt da in akustischer Reichweite kein entsprechender Glockenturm mitsamt einem dazugehörigen wie selbsttönenden Instrument wäre. Ein Augenblick, der die Einwohner aus ihrem perspektivenlosen Sein herausreißt. Ein Augenblick, der die ewige Stille der verregneten Einöde durchbricht. Dann breitet sie sich aus, die Kunde, dass der totgeglaubte Irimiás (Mihály Vig) mit seinem Gefährten Petrina (Putyi Horváth) in die Häuseransammlung zurückkehrt. Euphorisch versetzt diese Neuigkeit sämtliche Anwesenden gleichermaßen in erwartungsvollen Aufruhr wie bedrängende Angstzustände. Doch bringen die zwei schwarzen Gestalten tatsächlich die erhoffte Erlösung? Oder spielen sie nur mit der Einfältigkeit der begrenzten Gemeinschaft, die so unbeholfen und misstrauisch wie eine Horde naiver Tiere sind.

Hintergrund & Infos zu Satanstango
Mit einer Lauflänge von insgesamt 450 Minuten gehört Satanstango nicht nur zum umfangreichsten Werk im Œuvre von Béla Tarr, sondern zählt gleichfalls zu den längsten filmischen Erzeugnissen überhaupt. In Schwarzweiß inszeniert der ungarische Regisseur die Adaption des gleichnamigen Romans von László Krasznahorkai in zwölf Kapiteln, die das Geschehen jeweils aus einer anderen Perspektive sowie unterschiedlichen Blickwinkeln der beteiligten Figuren schildern. Zudem zeichnen Satanstango besonders lange Einstellungen wie Plansequenzen aus, die die gezeigten Ereignisse teilweise bis zu 15 Minuten ohne Schnitt verfolgen. Insgesamt beherbergt der Film nur 150 verschiedene Einstellungen. Die musikalische Untermalung stammt aus der Feder von Mihály Vig und geht Hand in Hand mit der Geschichte. Immerhin erarbeitet Béla Tarr gerade aufgrund des präzisen wie raren Einsatzes von Musik eine unheimlich deprimierende wie nachdenkliche Grundstimmung. Diese wird darüber hinaus durch die beiläufige Schilderung der Einsamkeit und Armut sekundiert. (MH)

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