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Clint Eastwoods American Sniper stellt erneut Rekord auf

Hat gut Lachen: Bradley Cooper in American Sniper
© Warner Bros.
Hat gut Lachen: Bradley Cooper in American Sniper

Clint Eastwoods neuer, bahnbrechender Erfolg an den US-amerikanischen Kinokassen, das Kriegsdrama American Sniper, hat es tatsächlich fertig gebracht, einen weiteren Rekord zu brechen. Und der könnte typisch amerikanischer nicht sein. Denn es handelt sich um das größte Super Bowl-Wochenendeinspielergebnis aller Zeiten. Für gewöhnlich ist natürlich das Kinowochenende, an dem in den USA zur besten Primetime der Super Bowl läuft, eher publikumsschwach. Doch American Sniper konnte trotz dieses großen Events satte 31,85 Millionen Dollar an den US-Kinokassen einnehmen, was den bisherigen Rekordhalter, Hanna Montana/Miley Cyrus: The Best of Both Worlds Concert Tour (2008 nahm dieser 31,1 Millionen Dollar ein), vom Thron stieß.

Erst letztes Wochenende wurde Eastwoods Film, in dem Bradley Cooper einen US-Scharfschützen im Irak spielt, mit Einnahmen von insgesamt 216,5 Millionen Dollar zum Kriegsfilm mit dem höchsten US-Einspielergebnis aller Zeiten. Nun, in seiner dritten Woche seit Filmstart, hat der nicht mal 60 Millionen teure American Sniper schon insgesamt erstaunliche 249,9 Millionen Dollar eingespielt. Da ist die 300 nicht mehr fern und absolut realistisch.

Die drei neuen US-Starts Project: Almanac, Black or White und The Loft konnten erwartungsgemäß nicht mal annähernd mit den Zahlen von Eastwoods Kriegsfilm mithalten. Allerdings muss auch gesagt sein, dass eben aufgrund der eigentlich schwachen Kinobesucherzahlen am Super Bowl-Wochenende sowieso keine übermäßig prominenten Titel in die US-Kinos gelangen. Der von Michael Bay produzierte Found-Footage-Thriller Project: Almanac schnitt von den besagten drei Neustarts mit 8,5 Millionen Dollar Einspielergebnis noch am besten ab. Das exakt gleiche Einspielergebnis fuhr allerdings auch der Familienanimationsfilm Paddington ein, der ebenso wie American Sniper in der dritten Woche seit Kinostart läuft.

Mike Binders Sozialdrama Black or White, für das Hauptdarsteller Kevin Costner satte 9 Millionen Dollar selbst investierte, belegt Platz Nummer 4 mit einem Einspielergebnis von 6,5 Millionen Dollar. Wir sind gespannt, ob sich Costners großherzige Beteiligung an diesem Projekt, dessen Finanzierung kein Studio übernehmen wollte, für ihn auszahlen wird. Erik van Looys englischsprachiges Regiedebüt The Loft, ein Remake seines Films von 2008, hatte am Wochenende die wenigsten Besucherzahlen in der Top 10. Mit lediglich 2,9 Millionen Dollar Einspielergebnis belegt der 14 Millionen Dollar teure Thriller mit James Marsden und Karl Urban den letzten Platz der oberen 10.

In den deutschen Kinos:

In unseren Kinos führt nach wie vor Til Schweigers Tragikomödie Honig im Kopf mit gut 350.000 Zuschauern die Kinocharts an und steuert mit diesen ordentlichen Besucherzahlen geradewegs auf die auf die 5-Millionen-Besucher-Marke zu. Wieder auf Platz 2 landet das Disney-Abenteuer Baymax - Riesiges Robowabohu, der mit knapp 290.000 Zuschauern ebanfalls soliden Umsatz machte. Ebenfalls noch sechsstellige Besucherzahlen konnte Sönke Wortmanns Komödie Frau Müller muss weg verbuchen. Der blieb mit rund 110.000 Besuchern auf dem Niveau der Vorwoche und landete auf Platz 5. Mit rund 65.000 Besuchern gelang dem neunfach oscarnominierten Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit an seinem Startwochenende in den deutschen Kinos gerade noch so der Sprung in die Top Ten der deutschen Kinocharts.

Die Top 10 der US-Kino-Charts:


Quellen: THR, Blickpunkt:Film, Box Office Mojo

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