Science-Fiction-Epos Dune: Macher erklärt, warum zwei Filme notwendig sind

17.04.2020 - 08:05 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Nicht nur einen Film, sondern gleich zwei: Denis Villeneuve hat mit seiner Dune-Adaption Großes vor. Nun erklärt er, warum er die Handlung der ikonischen Romanvorlage fürs Kino in zwei Hälften spaltet.

Lange Zeit war es ruhig, doch jetzt nimmt die kommende Dune-Adaption von Denis Villeneuve mehr und mehr Form an. Im Dezember soll der Science-Fiction-Film in die Kinos kommen. Die Vanity Fair  präsentiert einen ersten Einblick in das sandige Treiben rund um den von Timothée Chalamet verkörperten Paul Atreides, der zum unfreiwilligen Helden auf dem Wüstenplaneten Arrakis wird.

Diese Geschichte sehen wir nicht zum ersten Mal auf der großen Leinwand. Schon David Lynch versuchte sich 1984 an einer Verfilmung. Dune - Der Wüstenplanet wurde aber sehr gespalten aufgenommen. Vor allem von den Fans der Buchvorlage gibt es einen Kritikpunkt, der immer wieder auftaucht: Die filmische Umsetzung wird der Komplexität des literarischen Werks einfach nicht gerecht.

Dune ist zu komplex für nur einen einzigen Kinofilm

Auch die späteren Miniserien, Dune (2000) und Children of Dune (2003), kämpften mit ähnlicher Kritik und sind mittlerweile in Vergessenheit geraten. Das will Denis Villeneuve bei seiner ambitionierte Dune-Verfilmung auf keinen Fall zulassen und will mit gleich zwei Filmen ein neues Science-Fiction-Epos schaffen. Gegenüber Vanity Fair erklärt er seine Entscheidung, Frank Herberts Vorlage in zwei Kinofilme zu spalten:

Ich hätte nicht zugestimmt, dieses Buch mit nur einem einzigen Film zu adaptieren. Die Welt ist zu komplex. Es ist eine Welt, deren Anziehungskraft aus den Details resultiert.
Dune

Zuletzt feierte Warner Bros. mit der zweiteiligen Romanadaption Es und Es Kapitel 2 große Erfolge. Unklar ist aber, wo bei Dune genau der Schnitt angesetzt wird. Aufgrund der verschiedenen Zeitebenen lässt sich Stephen Kings Roman deutlich leichter in zwei Hälften teilen. Dune folgt dagegen einer anderen Dramaturgie.

Dune ist Denis Villeneuves schwierigstes Filmprojekt

Der Vertrauensvorschuss seitens Warner Bros. ist auf alle Fälle bemerkenswert: Ein Blick in die Geschichte der bisherigen Dune-Filme und -Serien geht nur bedingt mit finanziellen Erfolg einher. David Lynchs Version spielte bei einem Budget von 40 Millionen US-Dollar in den USA etwa nur 30 Millionen US-Dollar ein und entpuppte sich somit als Flop.

Auch Denis Villeneuve musste die schmerzliche Erfahrung bereits machen, dass selbst ein exzellenter Science-Fiction-Film wie Blade Runner 2049 an den Kinokassen enttäuschen kann. Über Dune sagt er jetzt, dass es "mit Abstand das schwierigste [Projekt]" ist, dass er im Rahmen seiner Karriere gestemmt hat - und jetzt muss er alles für Teil 2 wiederholen.

Drehbuchautor Jon Spaihts wurde von der Spin-off-Serie Dune: The Sisterhood abgezogen, um das Drehbuch für die Fortsetzung zu schreiben. Hier schlummert definitiv das Potential für ein Franchise, mit dem Warner Bros. der Konkurrenz den Kampf ansagen kann. Noch mehr lässt die Aufteilung in zwei Filme aber hoffen, dass Dune anno 2020 Frank Herberst Vorlage angemessen erfasst.

Neues Bild von Spider-Man-Star Zendaya in Dune

Abseits davon bescherte uns Zendaya gestern noch ein neues Dune-Bild, das im Vanity Fair-Feature nicht enthalten war und die von ihr gespielte Chani zeigt.

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Sollte der Kinostart von Dune aufgrund des Coronavirus nicht kurzfristig noch verschoben werden, dann erwartet uns der Film am 17. Dezember 2020 in den deutschen Kinos.

Glaubt ihr, Denis Villeneuves Dune kann Frank Herberts Roman gerecht werden?

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