Gambit: Channing Tatums X-Men-Film scheitert immer wieder, will aber nicht sterben

Channing Tatum und die X-Men
© Sony Pictures/20th Century Fox
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Im August 2013 berichteten wir erstmals über Gambit, das X-Men-Spin-off über den kartenwerfenden Mutanten Remy LeBeau. Sechs Jahre, vier Kinostart-Daten, drei Regisseure und einen kompletten Neubeginn später ist der Solofilm mit Channing Tatum noch immer nicht in trockenen Tüchern. Während Tatum jüngsten Meldungen zufolge drüber nachdenkt, nun selbst Regie zu führen, zeichnen wir die Entwicklung des Films nach.

Gambit fängt hoffnungsvoll an

Im Herbst 2013 verriet Channing Tatum, dass Gambit sein "Favorit" sei und er den "Punkrocker" unter den Superhelden nur zu gerne verkörpern würde. Anfang 2014 gestand dann auch X-Men-Produzentin Lauren Shuler Donner: "Ich würde dafür sterben, einen Gambit-Film mit Channing [Tatum] drehen zu können". Im November 2014 wurde mit Joshua Zetumer (RoboCop-Remake) auch ein Drehbuchautor gefunden, der sich auf ein Treatment von Gambit-Mitschöpfer Chris Claremont stützen sollte. 2015 war noch keine Woche alt, da gab Tatum den 07.10.2016 als Startdatum für den Gambit-Film bekannt, zusammen mit der Absicht, "etwas Frisches" zu schaffen und sich langsam ranzutasten.

Gambit sucht nach einem Regisseur

Nachdem Gerüchten zufolge zunächst zahlreiche Regiekandidaten abgesagt hatten, konnte Gambit im Juni 2015 Rupert Wyatt (Planet der Affen: Prevolution) verpflichten. Im September verließ Wyatt das Projekt allerdings schon wieder, Termin- und Geldprobleme sollen die Gründe gewesen sein. Im November konnte das Projekt dann Doug Liman ( Die Bourne Identität, Edge of Tomorrow) als neuen Mann auf dem Regiestuhl vermelden, der auch Wunsch-Ersatzkandidat von Channing Tatum gewesen sein soll. Im Februar 2016 sagte Fox dann allerdings den geplanten Kinostart im Oktober desselben Jahres ab, ein neuer Termin Ende 2017/Anfang 2018 schien möglich. Im August nahm auch Liman seinen Hut, um Justice Legaue Dark zu drehen (bei dem er aber auch nicht lange blieb) und Gambit stand sowohl ohne Start als auch ohne Regisseur da.

Gambit beginnt noch einmal ganz von vorn - R-rating?

Schwer beeindruckt von Deadpool und Logan und ihrem R-rated-Ansatz, konnte Channing Tatum den ständigen Rückschlägen für Gambit im August 2017 auch etwas Positives abgewinnen: "Jetzt können wir endlich die Dinge mit dem Skript umsetzen, die wir immer machen wollten. Wir haben quasi von vorn angefangen." Im Oktober verhandelte das Studio mit Fluch der Karibik-Regisseur Gore Verbinski, um diesen neuen Ansatz umzusetzen. Kurz darauf teilte 20th Century Fox mit, neuer Gambit-Starttermin wäre der 14.02.2019, Valentinstag. Knapp nach Jahresbeginn 2018 wurde der Termin allerdings schon wieder verschoben, auf den 07.06.2019, denn Regisseur Verbinski hatte sich seinen Vorgängern angeschlossen und Gambit verlassen.

Gambit ist tot, es lebe Gambit?

Mitte Januar 2019 machte dann das Gerücht die Runde, im Zuge der bald finalisierten Übernahme von 20th Century Fox durch Disney sei Gambit "offiziell" eingestellt worden. Aber angesichts all der Produktions-Kapriolen, die das X-Men-Spin-off schon vollführt hat, wäre ein derart nüchtern-buchhalterisches letztes Kapitel wahrhaft unangemessen. Einige Tage später meldete Deadline dann auch, dass Channing Tatum nun darüber nachdenke, den Film einfach selbst zu inszenieren. Ob er dann auch Lizzy Caplan befehligen wird, die im November 2017 für die weibliche Hauptrolle im Gespräch war, nachdem diese Léa Seydoux 2015 angeboten wurde, oder gar eine Jungdarstellerin à la Dafne Keen bei Drehbeginn alt genug ist, lässt sich momentan nicht aus den Karten lesen.

Hofft ihr, dass es Channig Tatums Gambit doch noch eines Tages ins Kino schaffen wird?

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