Ghibli bei Netflix: Schöpfer kennt den Streaming-Dienst gar nicht

11.03.2020 - 11:45 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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© Studio Ghibli, LEONINE, Netflix
Chihiro
Seit einiger Zeit können mehrere Anime-Klassiker aus dem Hause Ghibli bei Netflix angeguckt werden. Nun verriet das legendäre Studio, wieso es zu diesem Deal kam.

Gegen Ende des letzten Jahren sorgte Video on Demand-Anbieter Netflix für einen gewaltigen Knall, denn das Unternehmen konnte sich die Rechte an (fast) allen Anime-Filmen der japanischen Kultschmiede Studio Ghibli sichern. Nach und nach werden immer mehr Filme zu Netflix' Portfolio hinzugefügt. Dabei scheint übrigens nicht allen bei Ghibli klar zu sein, was ein Streaming-Service überhaupt ist.

Legendärer Anime-Regisseur hat keine Ahnung, was ein Streaming-Service ist

Zumindest, wenn wir den Aussagen von Toshio Suzuki vertrauen dürfen, der vor Kurzem auf einem Event über die jüngsten Entwicklungen sprach (via HuffPost JP ). Darin erklärte der Vorsitzende von Studio Ghibli, wieso Netflix die Titel der Anime-Schmiede lizenzieren durfte. Einer der Gründe sei Hayao Miyazaki, der, obwohl er eigentlich längst (mehrfach) im Ruhestand sein wollte, derzeit an neuen Projekten arbeitet.

Miyazaki habe sich lange dagegen gesträubt, die Werke des Studios digital vertreiben zu lassen, doch vor einiger Zeit änderte sich seine Meinung. Suzuki hätte ihm erklärt, dass sie durch die Distribution über Netflix "Geld für die Filmproduktion" verdienen könnten. Interessantes Detail diesbezüglich: "Miyazaki weiß nicht, was Streaming-Services sind. Er benutzt weder Computer noch Smartphones."

San in Prinzessin Mononoke

Obwohl Hayao Miyazaki also, anders als Toshio Suzuki, nicht weiß, was Netflix und ähnliche Streaming-Dienste sind, scheinen ihn die aus einer Zusammenarbeit resultierenden finanziellen Vorteile überzeugt zu haben. Miyazaki zählt zwar seit Jahren nicht mehr zur Führungsriege von Studio Ghibli, dennoch arbeitet der Altmeister derzeit an einem neuen Film, welcher "nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld" benötige.

Miyazaki & Suzuki: Ein Oscar-prämiertes Gespann

Toshio Suzuki als Produzent und Hayao Miyazaki als Regisseur verbindet eine langjährige Geschichte bei Studio Ghibli. Ihre international erfolgreichste Kollaboration stellt dabei sicherlich der mit dem Oscar als "Bester Animationsfilm" ausgezeichnete Chihiros Reise ins Zauberland dar. Andere Projekte, an denen sie gemeinsam arbeiteten, etwa Das wandelnde Schloss oder Wie der Wind sich hebt, waren je für einen Oscar nominiert.

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Derzeit könnt ihr über ein Dutzend Ghibli-Filme bei Netflix ansehen. Ab dem 1. April 2020 werden weitere Anime-Highlights des Unternehmens zur Verfügung gestellt.

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Von Chihiros Reise ins Zauberland bis Mein Nachbar Totoro bringt Netflix 21 Anime-Klassiker von Studio Ghibli endlich auch zum Streamen nach Deutschland. Im Podcast erfahrt ihr alles Wichtige darüber.

Was haltet ihr davon, dass Hayao Miyazaki keine Streaming-Services kennt?

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