Heute im TV: Der beste deutsche Film der letzten Jahre

25.11.2021 - 10:55 Uhr
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Transit - Trailer (Deutsch) HD
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Heute im TV: Transit von Christian Petzold
Heute könnt ihr im TV einen der besten deutschen Filme der letzten Jahre sehen. Lest hier, was euch in dem Film erwartet, der auch international Wellen schlug.

Hinweis: Diesen Artikel haben wir erstmals im März 2019 anlässlich der Netflix-Veröffentlichung des Films veröffentlicht. Dies ist eine leicht veränderte Fassung.

Der beste deutschen Film der letzten Jahre läuft heute im TV. Transit ging zwar nicht ins Rennen um den Auslandsoscar, doch sowohl bei der Redaktion als auch der Moviepilot-Community kam der Film 2018 richtig gut an. Im Folgenden könnt ihr nachlesen, was euch in dem ungewöhnlichen Drama erwartet und warum ihr es euch unbedingt anschauen solltet.

Warum ist Transit der beste deutsche Film der letzten Jahre - in Kürze

  • Der Film von Christian Petzold landet im Redaktionsranking der 100 besten Filme der 2010er Jahre auf Platz 2 (!) – kein deutscher Film war besser platziert.
  • Die Moviepilot-Community vergibt dem Film 7 Punkte – das ist für einen deutschen Film ziemlich gut. Bei der Kritik kommt Transit sogar auf einen hervorragenden Durchschnittswert von 7,9.
  • Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit Transit könnt ihr in meinem Text zur Berlinale-Premiere nachlesen.

Transit läuft heute 21:45 Uhr bei 3Sat.

Worum geht es in Transit?

Transit

In dieser Regiearbeit adaptiert Christian Petzold (Undine) einen autobiografisch gefärbten Roman, den Anna Seghers in den 1940er Jahren im Exil verfasst hatte. Transit spielt ... ja, wann genau spielt Transit eigentlich? So einfach ist das nicht zu erklären, aber ich versuche es mal.

Zu Beginn von Transit wurde Paris bereits von den Deutschen besetzt, so wie während des Zweiten Weltkriegs und im Roman von Anna Seghers. Georg (Franz Rogowski) flüchtet nach Marseille, wo sich die Verfolgten Europas um Visa und ein Schiffsticket in die Sicherheit bemühen – nach Mexiko zum Beispiel, wohin es auch Seghers auf Flucht vor den Nationalsozialisten trieb. Georg jedoch bleibt in Marseille stecken. Er nimmt die Identität eines toten Schriftstellers an und ist wie gefesselt von dessen Ehefrau Marie (Paula Beer), die von ihrem Witwendasein nichts weiß.

Das Spannende am Ansatz von Petzold allerdings ist, dass Transit keinesfalls wie einer dieser stickigen deutschen Historienstreifen daherkommt, die ihre innere Leere durch aufwendige Sets und Kostüme kaschieren. Marseille sieht in Transit so aus wie in der Gegenwart, meist erinnern nur Kostüme und Requisiten an die 40er Jahre. Transit spielt, wie der Titel andeutet, im Übergang, also gleichzeitig in Vergangenheit und Gegenwart.

Wie ist der Film, der heute im TV läuft?

So wie das zeitliche Konzept des Films, der bei der Berlinale Premiere feierte, arbeitet auch die "Handlung" mit ständigen Übergängen. Hier erscheinen und verschwinden Figuren, wenn man nur eine Sekunde wegsieht. Das verleiht Transit eine sehnsüchtige Grundstimmung, der etwas Tragisches innewohnt.

Erwartet also keinesfalls eine didaktische Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik. Dass der Film diesem Drang etwas "Wichtiges" zum Zeitgeschehen aussagen zu wollen, entgeht, zählt zu seinen großen Stärken. Lasst euch Transit also nicht entgehen.

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