Justice League: Darum ist das Finale des DC-Films so katastrophal misslungen

24.05.2020 - 17:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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© Warner Bros.
Justice League
Das Finale von Justice League ist ein chaotischer Fehlschlag. Anfangs sollte der DC-Film anders enden, was durch zahlreiche Änderungen an Zack Snyders Vision verhindert wurde.

Um dem erfolgreichen Marvel Cinematic Universe mit seinem Avengers-Höhepunkt etwas entgegenzusetzen, veröffentlichte auch DC 2017 einen großen Ensemble-Film mehrerer Superhelden. Für Justice League war Zack Snyder verantwortlich, der das sogenannte DC Extended Universe schon vorher mit Einzelfilmen wie Man of Steel und Batman v Superman: Dawn of Justice auf die große Zusammenkunft der DC-Helden vorbereitete.

Bei der Sichtung von Justice League, den ProSieben heute um 20:15 Uhr als Free-TV-Premiere ausstrahlt, fällt aber auf, dass der Film nicht so richtig rund läuft.

Grund dafür ist ein Chaos hinter den Kulissen, das Zack Snyders ursprüngliche Version für das große DC-Ereignis stark verzerrt hat. Gerade das Finale des Blockbusters musste darunter stark leiden.

Hier könnt ihr euch den deutschen Trailer zu Justice League anschauen

Justice League - Trailer 3 (Deutsch) HD
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Justice League wurde durch Nachdrehs stark verändert

Bei einem geschätzten Budget von 300 Millionen Dollar hat Justice League weltweit nur gut 657 Millionen Dollar wieder eingespielt hat. Der Film gilt damit als der bislang größte Misserfolg des DCEU. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Produktionsgeschichte des Blockbusters.

Noch während der Produktion soll das Drehbuch wiederholt umgeschrieben worden sein, bevor Zack Snyder das Projekt aus familiären Gründen verlassen hat. Der als Ersatz für die Postproduktion angeheuerte Joss Whedon übernahm jedoch mehr als die Fertigstellung von Snyders Vision. Stattdessen wurde Whedon vom Studio beauftragt, mehrere Szenen neu zu drehen.

Nachdem Zack Snyder Justice League anfangs als Zweiteiler plante, der im ersten Teil eine düstere, hoffnungslose Stimmung verbreiten sollte, wurde Joss Whedon vor allem mit nachträglichen Szenen beauftragt, die dem DC-Film einen leichteren, humorvollen Ton verleihen.

In einem Interview mit dem Hollywood Reporter  hat Snyder verraten, dass nur rund ein Viertel des finalen Justice League-Films von ihm stammt. Der kommende Snyder-Cut des DC-Films soll seine originale Vision wiederherstellen.

Das Finale von Justice League sollte erst ganz anders aussehen

Im Finale des DC-Blockbusters treten die Superhelden im großen Kampf gegen den Bösewicht Steppenwolf und dessen gigantische Schar an Paradämonen an. Was folgt, ist eine chaotische, effektüberladene Materialschlacht, die Justice League mit viel Krach beschließt. Das eigentliche Ende, in dem sich alles in vorschneller Harmonie auflöst, wirkt wiederum seltsam angetackert.

Im Video ranken wir alle DC-Filme

DCEU Ranking
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Nach der Veröffentlichung der jetzigen Kinofassung von Justice League gelangten wiederholt Informationen an die Öffentlichkeit, die Zack Snyders ursprünglich geplantes Finale für den DC-Film näher beschreiben.

Wie damals unter anderem Screen Rant  berichtete, verfolgt Steppenwolf in Snyders Vision den Plan, mit den drei Mutterboxen die Kraft seiner tatsächlichen Mutter Heggra heraufzubeschwören und mit dieser die Erde zu erobern. In Snyders Justice League-Fassung wäre Superman außerdem erst viel später von den Toten zurückgekehrt, um Steppenwolf mit den restlichen Superhelden zu besiegen.

Enttäuscht durch das Scheitern seines Generals sollte dann zuletzt der gefürchtete Oberbösewicht Darkseid auf den Plan treten. Dieser tötet den bezwungenen Steppenwolf und begibt sich selbst auf die Erde. Mit Darkseids Ankunft sollte der erste Teil des geplanten Justice League-Zweiteilers mit einem Cliffhanger enden.

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