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Michael Douglas & Benicio del Toro im Drogensumpf

Benicio del Toro geht knallhart gegen Drogenkriminalität vor
© Croco Film
Benicio del Toro geht knallhart gegen Drogenkriminalität vor

Obwohl Steven Soderbergh (Magic Mike) seinem Ruf als Regie-Chamäleon mit seiner Projektwahl sehr gerecht wird und somit selten bei einem Genre bleibt, arbeitet er trotzdem gerne mit den gleichen Schauspielern mehrmals zusammen. Zu diesen gehört beispielsweise George Clooney (Out of Sight, Solaris, The Good German, Ocean’s Eleven, Ocean’s Twelve und Ocean’s Thirteen). Aber auch Benicio del Toro (Che – Revolucion und Che – Guerrilla), Michael Douglas (Haywire) und Catherine Zeta-Jones (Ocean’s Twelve) standen in Traffic – Macht des Kartells erneut für Steven Soderbergh vor der Kamera. Doch auch abseits des dekorierten Casts, zu dem noch Albert Finney (Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht), Don Cheadle (L.A. Crash) und Dennis Quaid (The Day After Tomorrow) gehören, punktet der Film besonders mit seiner unkonventionellen Herangehensweise: Verwackelte Einstellungen gehen hier Hand in Hand mit prächtigen Aufnahmen und bebildern zudem eine starke Geschichte.

Traffic – Die Macht des Kartells erzählt viele einzelne Schicksale. Darunter das von Richter Robert Wakefield (Michael Douglas), dessen Tochter (Erika Christensen) drogenabhängig geworden ist und immer tiefer im Sumpf der Kriminalität versinkt. Schließlich verlässt sie sogar das eigene Elternhaus. Doch nicht nur Robert bringt die Drogenkriminalität sowohl beruflich wie auch privat zur Verzweiflung. Auch für die wohlhabende Helena Ayala (Catherine Zeta-Jones) bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann Carlos (Steven Bauer) verhaftet und wegen Drogenhandel angeklagt wird. Zudem sind die zwei Agenten Montel Gorden (Don Cheadle) und Ray Castro (Luis Guzmán) ununterbrochen an der mexikanischen Grenzen unterwegs und versuchen dort, für Recht und Ordnung zu sorgen.

Steven Soderbergh erzählt in Traffic – Die Macht des Kartells eine Geschichte, die sich über drei Erzählebenen erstreckt. Dabei fordert nicht nur die komplexe Figurenkonstellation den Zuschauer heraus, sondern auch die visuelle Ebene darf als unkonventionell bezeichnet werden. Steven Soderbergh lässt die Regeln des klassischen Blockbuster-Kinos außen vor und findet eigensinnige Bilder, um vor dem Hintergrund einer wichtigen Thematik ein fesselndes Drama zu erzählen. Darüber hinaus wirkt Traffic – Die Macht des Kartells auch überzeugend, da der Film einen authentischen Eindruck vermittelt und diesen über seine gesamte Laufzeit aufrecht halten kann.

Was: Traffic – Macht des Kartells (2001)
Wann: 21:00 Uhr
Wo: arte

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Beeblebrox Matthias Hopf
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.
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