Mindhunter bei Netflix: Alle gruseligen Serienmörder aus Staffel 2

Mindhunter, Staffel 2
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Mindhunter, Staffel 2
Moviepilot Team
Jenny von T Jennifer Ullrich
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Junior Redakteurin bei Moviepilot. Mag Arthouse-Filme, HBO-Shows, Stanley Kubrick und Cersei Lannister.

Seit vergangener Woche sorgt Mindhunter bei Netflix wieder für Angst und Schrecken. 2017 jagte uns schon Staffel 1 so manchen Schauer über den Rücken, wann immer Serienmörder von den Ermittlern Holden Ford und Bill Tench befragt wurden - die Täter gab es nämlich wirklich und in der Serie werden sie bedrückend authentisch von Schauspielern verkörpert.

In der 2. Staffel von Mindhunter tummeln sich insgesamt 10 berüchtigte Verbrecher der Kriminalgeschichte, fast allen von ihnen sitzen die FBI-Agenten direkt gegenüber. Durch Befragungen versuchen die Ermittler, den Schuldigen hinter den vielen Morden an Kindern aus Atlanta aufzuklären. Wir liefern euch nachfolgend eine Übersicht.

Dennis Rader ist der rote Faden in der 2. Staffel von Mindhunter

Dennis Rader (Sonny Valicenti) taucht in kurzen, teils sehr verstörenden Sequenzen zu Beginn der Episoden immer wieder auf, als einziger der gezeigten Kriminellen kommt er jedoch nicht unmittelbar in Kontakt mit Holden um dem Rest der Einheit.

Der echte Rader nannte sich selbst BTK (für "Bind, Torture, Kill - auf Deutsch: Fesseln, Foltern, Töten) und hat nachweislich zehn Menschen auf dem Gewissen. Gefasst wurde er erst im Jahr 2005, was erklärt, warum das FBI ihn in Mindhunter noch nicht zu fassen kriegt. Staffel 2 spielt in den Jahren 1980 und 1981.

Die Serienmörder aus Mindhunter: David Berkowitz

David Berkowitz taucht in Folge 2 der 2. Staffel von Mindhunter auf und auch seine Geschichte ist absolut nichts für schwache Gemüter: Im Juli 1977 tötete er sechs Personen und verletzte sieben weitere. Einer seiner Spitznamen - 44 Caliber Killer - ist an jene Waffe angelehnt, die er dabei benutzte.

Die Anweisungen zu seinen Taten erhielt Berkowitz (auch Son of Sam genannt) nach eigenen Angaben von einem Hund, der wiederum von Dämonen besessen war. Dies wird auch in der Serie aufgegriffen. Der reale Berkowitz widerrief die Geschichte später allerdings. Oliver Cooper schlüpft in die Rolle des Mörders.

Die Serienmörder aus Mindhunter: William "Junior" Pierce

William "Junior" Pierce (Michael Filipowich), der in Episode 3 von Ford und Jim Barney im Gefängnis besucht wird, ist nicht ganz so bekannt wie andere Straftäter, die Mindhunter aufgreift. Während des Gesprächs behauptet er, sieben Sprachen zu sprechen, tatsächlich aber bereitet ihm schon gewöhnliches Englisch Probleme.

Vor seinen begangenen Tötungen war Pierce bereits durch Delikte wie Diebstahl, Einbruch und Brandstiftung aufgefallen. Nach sieben Jahren hinter Gittern wurde ihm eine Bewährung von einem Jahr zugesprochen, gleichwohl Psychologen ihn als gefährlich einstuften - und ausgerechnet in dieser Zeit tötete er neun Mal.

Die Serienmörder aus Mindhunter: William Henry Hance

Ebenfalls in Folge 3 sehen wir William Henry Hance, verkörpert von Corey Allen. Der einstige Soldat wurde für den Mord an drei Frauen verurteilt und war einer weiteren Tötung verdächtig. An ihm wurde 1994 die Todesstrafe durch den elektrischen Stuhl vollzogen.

Um seinen Schuldspruch bestehen mehrere Kontroversen. Dabei geht es etwa darum, ob Hance als geistig behindert anzusehen und die verantwortliche Jury wegen rassistischer Vorurteile befangen war. Zum Zeitpunkt seines Todes war er 42 Jahre alt.

Die Serienmörder aus Mindhunter: Elmer Wayne Henley Jr.

Elmer Wayne Henley (Robert Aramayo) wird in Episode 4 der 2. Mindhunter-Staffel von Wendy (Anna Torv) und Gregg Smith (Joe Tuttle) ausgefragt. Zwischen 1970 und 1973 agierte er als Komplize Dean Corlls, der mindestens 28 männliche Teenager entführte, folterte, vergewaltigte und schließlich tötete.

Nachdem Smith sich in der Serie zunächst die Zähne an Henley ausbeißt, ist es Wendy, die ihn mit einer Anekdote aus ihrem eigenen Leben aus der Reserve locken kann. Durch Henleys Reaktion wird angedeutet, dass er ein homoerotisches Interesse an seinem "Mentor" Corll gehabt haben könnte.

Die Serienmörder aus Mindhunter: Ed Kemper

Der über zwei Meter große Hüne Edmund Kemper ist ein alter Bekannter in Mindhunter, denn schon in Staffel 1 hinterließ er einen bleibenden Eindruck - nicht nur bei Holden Ford, sondern natürlich auch dem Publikum. In Staffel 2 gibt es ein Wiedersehen mit ihm, unmittelbar bevor unsere Ermittler in Kalifornien auf Charles Manson treffen.

Zur Erinnerung: Kemper (alias der Co-ed Killer) ist der nekrophile Serienmörder, der sogar Mitglieder seiner eigenen Familie tötete. Gegenüber den Beamten ist er ungewöhnlich redselig und nicht zuletzt verfügt er über einen sehr hohen IQ.

Der Charles Manson-Darsteller aus Mindhunter kommt uns bekannt vor

Von allen Verbrechern, denen die Agenten in Staffel 2 gegenüber sitzen, gehört Charles Manson zweifellos das bekannteste Gesicht - obwohl er niemanden eigenhändig umbrachte und somit per Definition gar kein Mörder ist. In Folge 5 der 2. Staffel bekommen die Mindhunter-Protagonisten die manipulative Kraft des Gurus ungefiltert zu spüren, was Tench ziemlich auf die Palme bringt.

Besonders spannend: Manson-Darsteller Damon Herriman spielt dieselbe Rolle auch in Quentin Tarantinos neuem Film Once Upon a Time ... in Hollywood, den ihr aktuell im Kino sehen könnt. Sein Auftritt in Mindhunter nimmt jedoch etwas mehr Platz ein.

Tex Watson in Mindhunter: Ein Mitglied des Manson-Clans

In Episode 5 fühlen wir den Manson-Morden noch tiefer auf den Zahn. Hierzu bedarf es eines Treffens mit Tex Watson, der zu Charles Mansons "Familie" gehörte und die Morde an Sharon Tate sowie den LaBiancas mit ausführte.

In der Serie schildert Watson, dass er während den Taten massiv unter Drogen stand und Manson zumindest der geistige Verursacher der Morde war. Entsprechende Pläne hatte Manson angeblich bereits, bevor er eine Gruppe junger Menschen um sich scharte.

Interessant ist Watsons Profil, da er als Student mit aufgezeichneten Leistungen und erfolgreicher Athlet eigentlich fest in die Gesellschaft integriert war.

Die gefährlichen Verbrecher aus Mindhunter: Paul Bateson

Der verurteilte Mörder Paul Bateson ist ein ehemaliger Röntgenassistent, der sogar in genau dieser Funktion für William Friedkins legendären Horrorfilm Der Exorzist vor der Kamera stand. Morgan Kelly spielt ihn in Mindhunter.

Dem echten Bateson konnte einzig die Tötung des Filmjournalisten Addison Verrill nachgewiesen werden, doch die Polizei verdächtigte ihn auch der Morde an mehreren schwulen Männern in Manhattan. 2003 wurde Bateson auf Bewährung entlassen, die sodann nach 5 Jahren endete.

Die Serienmörder aus Mindhunter: Wayne Williams

Wayne Williams (Christopher Livingston) ist in der 2. Staffel von Mindhunter derjenige, auf den alles hinausläuft. Entsprechend viel Bildschirmzeit nimmt der Serienmörder in Folge 8 und 9 ein, nachdem Ford und Tench zunächst eine falsche Person verdächtigen und festhalten.

Am Ende sind es Hundehaare und Teppichfasern, die Williams mit dem Mord an zumindest zwei erwachsenen Opfern verknüpfen. Daraufhin werden die Akten der getöteten Kinder von Atlanta geschlossen und Williams indirekt auch diesen zugeordnet. 27 Kindsmorde und Entführungen wurden so im Einzelnen nie aufgeklärt, wovon die finale Episode der Staffel im Abspann erzählt.

Die 2. Staffel von Mindhunter ist seit dem 16.08.2019 bei Netflix als Stream verfügbar.

Welcher Verbrecher hat euch in Mindhunter Staffel 2 am meisten Angst eingejagt?

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