Nach Avengers: Endgame - Dieser große MCU-Kritikpunkt soll bald Geschichte sein

Avengers: Endgame
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Avengers: Endgame

Gut eine Dekade und 22 Filme umfasst das Marvel Cinematic Universe jetzt schon, erst seit etwas mehr als einem Jahr findet darin so etwas wie Vielfalt ihren Platz. Anfang 2018 betrat mit Black Panther der erste dunkelhäutige Superheld in der Hautprolle die Bühne, ehe im März 2019 das MCU dank Captain Marvel um die erste Frauenfigur im Titel bereichert wurde. Nun soll sich das Franchise in punkto Diversität noch weiter öffnen, denn auch beim Thema Sexualität will Marvel offensichtlich etwas ändern.

Der erste offen schwule Superheld könnte schon bald die Leinwand erobern. Nächstes Jahr soll das mit dem Ensemblefilm The Eternals der Fall sein, der 2020 in die Kinos kommt.

In Avengers 4 sehen wir schon den ersten schwulen MCU-Charakter

Auch wenn mittlerweile Multikulti das Erscheinungsbild der Avengers prägt, weist das MCU eine nahezu komplett heterosexuelle Orientierung auf. Nun spielten Sex, Romanzen und Liebeskummer in den Marvel-Filmen zwar ohnehin schon immer eine eher untergeordnete Rolle – LGBTQ war bis dato dennoch ein Fremdbegriff im Superhelden-Kosmos.

In diesem stoßen wir zwar auf sprechende Waschbären, grüne Professoren und ameisengroße Weltenretter, schlichtweg schwule oder lesbische Charakter waren jedoch bis dato nicht vorzufinden. In Avengers: Endgame ändert sich das, auch wenn dieser historische Moment im Dreistunden-Epos fast schon untergeht. Der Regisseur Joe Russo persönlich spielt die erste homosexuelle Figur der Filmreihe.

Der Regiepartner und Bruder von Anthony Russo zeigt sich im Film in einem kleinen Gastaufritt vor der Kamera: Relativ am Anfang spricht er in einem Stuhlkreis einer Selbsthilfegruppe vor Captain America (Chris Evans). Unter anderem erwähnt der in den Credits schlicht als "Trauriger Mann" genannte Charakter ein Date mit einem Mann. Wie Russo in einem Radio-Interview von Entertainment Weekly bestätigt, ist seine Rolle tatsächlich "offen schwul".

Ob denn nun auch andere Charaktere im Franchise diese Vorliebe teilen, da halten sich die Regisseure noch bedeckt. Anthony Russo verspricht allerdings eine baldige Enthüllung. "Es gibt einen schwulen Charakter in einem der nächsten Filme, ich glaube, dass Kevin es sehr bald verkünden wird", so der Filmemacher.

The Eternals soll die Wende schaffen

Es bleibt also eine Stellungnahme oder Bekanntgabe von Marvel Studios-Chef Kevin Feige abzuwarten. Dieser versprach schon im Juni 2018 gegenüber The Playlist, dass wir künftig zwei LGBTQ-Rollen sehen werden, eine davon sollten wir sogar schon kennen.

Feige könnte damit Valkyrie ansprechen, denn bei Tessa Thompsons in Thor 3 debütierter Heldin soll es sich um eine bisexuelle Figur handeln. In Tag der Entscheidung oder Avengers 4, wo Valkyrie ebenfalls zu sehen ist, wird das aber nie direkt erwähnt. Eventuell meinte Feige mit dem zweiten Charakter den Cameo von Joe Russo, auch Brie Larsons Captain Marvel ist denkbar, die damals auf der Leinwand noch nicht zu sehen war. Ihre Sexualität ist weiterhin ein Geheimnis.

Womöglich ist aber auch von einem ganz neuen Superhelden die Rede. Wie The Wrap schreibt, könnte sich dies auf einen Charakter namens James beziehen, der in The Eternals auftreten soll. Der für die Phase 4 angedachte Film ist als großes Epos angelegt, soll ein ganzes Dekamillennium umfassen und komplett neue Heldenfiguren einführen. Bislang sind unter anderem Game of Thrones-Star Richard Madden und Angelina Jolie für die Hauptrollen im Gespräch.

Regisseurin Chloé Zhao (The Rider) würde damit einen Wendepunkt im Kino einleiten, die Betonung liegt auf Kino. Im Fernsehen hat Homosexualität bei Marvel wie DC schon längst ihren Einzug erfahren. In Marvel's Runaways gibt es etwa eine lesbische Romanze, in Arrowverse-Serien wie The Flash und Arrow trifft man sogar auf Dutzende homosexuelle Nebencharaktere.

Was glaubt ihr? Welcher Avenger könnte sich noch outen?

Moviepilot Team
AlexX2 Alexander Friedrich
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Volontär beim Moviepilot. Betrachtet das Leben in 2.35:1 und hat in Programmkinos aufgrund der freien Platzwahl Angst vor einem Kontrollverlust.
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