The Mandalorian liefert wichtige Hinweise für das Baby Yoda-Geheimnis

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Star Wars: The Mandalorian
20.11.2020 - 20:00 UhrVor 10 Tagen aktualisiert
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Warum ist der Bösewicht in The Mandalorian eigentlich auf der Suche nach Baby Yoda? Die 4. Folge der 2. Staffel gibt uns endlich ein paar (beunruhigende) Antworten.

Nach der aufregenden Bo-Katan-Einführung entpuppt sich die neuste Folge von The Mandalorian als enttäuschendes Kapitel. Um sein heruntergekommenes Schiff zu reparieren, legt Din Djarin (Pedro Pascal) einen Zwischenstopp auf Nevarro ein. Dabei erfahren wir zwar, warum Bösewicht Moff Gideon (Giancarlo Esposito) hinter Baby Yoda her ist. Ansonsten bleibt die Episode aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

The Mandalorian und die düsteren Star Wars-Abgründe

Die Vertreibung, so der Titel der 4. Folge der 2. Staffel, erzählt zwei Geschichten. Auf der einen Seite ist da die Rückkehr an einen Ort, der im Kontext der Serie als Heimathafen bezeichnet werden kann. Insbesondere in Anbetracht der Wandlung, die Nevarro unter der Aufsicht von Greef Karga (Carl Weathers) und Cara Dune (Gina Carano) durchgemacht hat. Inzwischen blüht hier das Leben, sogar eine Schule wurde eingerichtet.

Auf der anderen Seite versteckt sich tief unter der Oberfläche etwas Verdorbenes, nicht nur im übertragenen Sinn, sondern wortwörtlich: Eine imperiale Basis sitzt wie Saurons Festung im steinigen Gebirge und reicht so weit ins Innere des Planeten, dass sie direkt mit den Lavafeldern verbunden ist. Angeblich ist sie verlassen, ein gespenstisches Überbleibsel der alten Ordnung, die Nevarro und die Galaxis einst terrorisierte.

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Wie sich herausstellt, brodelt im Verborgenen aber weiterhin das Böse. Verunstaltete Körper lagern in geheimen Tanks. Ein Hologramm von Dr. Pershing (Omid Abtahi) berichtet von gescheiterten Experimenten. Und dann kommt der zwielichtige Wissenschaftlicher auf Baby Yoda zu sprechen: Der M-Wert des Kindes sei unvergleichlich. Einen besseren Spender wird Moff Gideon nicht so schnell finden.

Moff Gideon hat es auf Baby Yodas Midi-Chlorianer abgesehen

Eigentlich wollten Din, Greef und Cara nur schnell die letzten Überbleibsel des Imperiums in die Luft jagen. Plötzlich stecken sie in einem unheimlichen Labor fest, in dem sich zuvor Moff Gideon als Dr. Frankenstein austobte, um eine Art Supersoldat/innen zu züchten. Der M-Wert kann im Star Wars-Universum im Bezug auf machtsensitive Wesen eigentlich nur eines bedeuten: Midi-Chlorianer-Wert.

  • Was waren nochmal Midi-Chlorianer? In Star Wars: Episode 1 erfahren wir, dass es sich bei Midi-Chlorianern und mikroskopisch kleine Lebensformen mit hoher Intelligenz handelt. Diese verstecken sich in den Zellen eines jeden Lebewesens und ermöglichen ihrem Wirt den Umgang mit der Macht.

Jetzt befindet sich Moff Gideon auf der Suche, um Baby Yoda weitere Blutproben zu entnehmen, die er benötigt, um seine fragwürdigen Experimente voranzutreiben. Einen Teilerfolg konnte er zumindest schon verzeichnen, wie der Cliffhanger am Ende der Folge verrät. Passend dazu schiebt sich einmal mehr ein gigantisches Raumschiff vor den Sternenhimmel und taucht die Galaxis in Finsternis.

The Mandalorian

Die Referenz ist unverkennbar und in bester Gesellschaft: The Mandalorian verbeugt sich diese Woche im Sekundentakt vor Krieg der Sterne. An die Stelle des Todessterns tritt die imperiale Basis, die infiltriert wird, ehe sie sich in einem großen Feuerball auflöst. Dazu kommt eine Verfolgungsjagd mit TIE Fightern durch einen Krater und die Razor Crest darf als Platzhalter für den Millennium Falcon herhalten.

The Mandalorian hastet Krieg der Sterne hinterher

Ein Bild wie der Sternenzerstörer, der langsam die gesamte Aufmerksamkeit der Kamera auf sich zieht - das wird nie an Kraft verlieren. Im Angesicht der erdrückenden Masse an Verweisen auf den allersten Star Wars-Film verlieren diese in The Mandalorian jedoch ihre Bedeutung. Eine eigentlich aufwühlende Episode (düstere Baby Yoda-Experimente über glühender Lava!) verliert hier komplett an Kontur und Eigenständigkeit.

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Mit Baby Yoda und Co.

Ab einem gewissen Punkt geht es Serienschöpfer Jon Favreau nur noch darum, bestimmte Stationen abzuhaken, anstelle diesen einen einen Dreh zu verleihen. Trotz reichlich Action und bedrohlichen Augenblick nimmt das komplett die Spannung aus der Episode. Pausenlos imitiert Favreau den Sternenkrieg und vernachlässigt damit die Welt, die er selbst kreiert hat. Alles existiert nur im Schatten des Originals.

The Mandalorian

Gerade nach der Aufbruchsstimmung der letzten Woche ist es schade, dass sich The Mandalorian in Die Vertreibung dermaßen fest an die vertrauteste aller Star Wars-Schablonen klammert. Sowohl Das Erwachen der Macht als auch Rogue One, die in einzelnen Passagen ebenfalls an Krieg der Sterne erinnern, haben in all den verwinkelten Todessterngängen am Ende doch etwas Eigenes entdeckt.

The Mandalorian hadert mit emotionalen Schlüsselszenen

Entscheidend dafür sind zum Beispiel Schlüsselszenen mit den Figuren, etwa Kylo Rens letzte Begegnung mit seinem Vater. J.J. Abrams illustriert die Szene eindrucksvoll mit wohl überlegten Lichteinsatz, um die emotionale Bedeutung des Moments zum Vorschein zu bringen. Das einzige, was The Mandalorian in der imperialen Festung findet, ist ein weiterer Teaser für die nächste Folge. Dann folgt die Flucht.

Favreau drückt sich davor, eine Szene zu schreiben, die Figuren nicht nur zusammenbringt, sondern auch zusammenschweißt. So ist die große Verfolgungsjagd am Ende nur halb so mitreißend, wie sie sein könnte. Immerhin wirft Baby Yoda die Hände in die Luft und genießt die Achterbahnfahrt, bevor er sich übergibt. Darüber hinwegtäuschen, dass hier mehr als ein Meme-Moment entstehen könnte, vermag er aber nicht.

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