Tolkien ist ein Fest für Herr der Ringe-Fans

Der Herr der Ringe
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Der Herr der Ringe gilt als das große Fantasy-Standardwerk. Das Biopic Tolkien widmet sich dem frühen Leben des Herr der Ringe-Autors J.R.R. Tolkien und seinen Inspirationsquellen zum weltberühmten Epos. Zum Kinostart des Films und in Erwartung der baldigen Herr der Ringe-Serie, haben wir euch alle Anspielungen auf Der Herr der Ringe, Das Silmarillion und Der Hobbit in Tolkien zusammengestellt.

Vier Herr der Ringe-Themen sind besonders wichtig für Tolkien

Das frühe Leben von Tolkien (Nicholas Hoult) ist, wie im Film dargestellt, von 4 bestimmenden Themen geprägt, die alle Einfluss auf sein späteres Meisterwerk Der Herr der Ringe hatten:

  • Seine lebenslange Liebe zu seiner späteren Ehefrau Edith (Lily Collins), die als Inspiration für die Elbinnen Arwen und Luthien gilt.
  • Der Kontrast zwischen der freien Natur, in der Tolkien als Kind lebte und die insbesondere durch Bäume symbolisiert wird, und der industrialisierten Stadt.
  • Sein Aufwachsen als Waise (wie Frodo) und seine intensive Freundschaft zum Lesezirkel T.C.B.S, einer Gruppe von vier künstlerisch interessierten Außenseitern.
  • Seine dunklen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, in welchem er zwei seiner besten Freunde verlor. und damit verbunden das kameradschaftliche Soldatenleben.

1. Die Liebe zu Edith als Inspiration für Aragorn und Arwen

Das jahrelange Werben Tolkiens um seine Frau Edith ist ein zentraler Aspekt des Films. Tolkien musste seinem Vormund gegenüber versprechen, bessere Noten zu bekommen und die Universität abzuschließen, bevor er um ihre Hand anhalten konnte. Dies erinnert an die komplizierte Beziehung zwischen Aragorn, Arwen und Elrond.

Ediths Inspiration für Tolkins Elbinnen war so groß, dass auf Ediths Grab sogar der Name Luthien steht. Das Biopic zeigt eine schöne Szene, in der Edith für Tolkien tanzt, was an Beren und Luthien erinnert. Sie ist von einem realen, wenn auch späteren Ereignis inspiriert.

Außerdem denken sich Tolkien und Edith in einem Restaurant eine Fantasiegeschichte aus, die stark an Lothlorien erinnert. Der Film zeigt ebenso Ediths Liebe für Wagners Ringopern wie auch den Einfluss deutscher und nordischer Mythologie sowie von Rittergeschichten, erzählt von seiner Mutter, auf den jungen Tolkien.

2. Die ländliche Natur als englisches Auenland

Bäume machen einen prominenten Teil des Tolkien-Films aus und stehen in ihm für Frieden, Freiheit und Ruhe. Der Autor sah das ähnlich und hat die positiven Erinnerungen an seine Kindheit auf dem Land in seine Darstellung des Auenlandes und der Ents einfließen lassen. Im Gegensatz dazu steht die Industriestadt Birmingham, die im Film an Isengard und Mordor erinnert - beides Orte, die das friedliche Auenland bedrohen.

Außerdem verweisen zwei Schiffstürme bei Tolkiens Einzug in den Ersten Weltkrieg auf die berühmten Türme Orthanc und Barad-Dur. Dass Tolkien jedoch nicht vollkommen von der Natur eingenommen war, zeigen zumindest seine dunklen Zeichnungen von Riesenspinnen im Biopic und deren große Rolle im Herrn der Ringe und im Hobbit. Angeblich war Tolkien als Kind in Afrika von einer Tarantel gebissen worden.

3. Tolkien und die Gemeinschaft des T.C.B.S

Eine weitere Stütze des Films ist die Beziehung der vier musisch interessierten Außenseiter innerhalb des Lesezirkels T.C.B.S., die sich im Film sogar als Gefährten bezeichnen und an Frodo, Sam, Merry und Pippin erinnern.

Der tragische Tod zweier seiner Freunde im Ersten Weltkrieg könnte Tolkien derweil zum heroischen Tod von Figuren wie Boromir oder Theoden inspiriert haben. Ein weiterer Freund kehrt mit tiefen seelischen Wunden - so wie Frodo - aus dem Krieg zurück.

Außerdem wird Tolkiens Beziehung zu seinem Lehrer Prof. Joseph Wright (Derek Jacobi) gezeigt, der im Film wunderlich wie Gandalf dargestellt wird. Mit seiner Inspiration entwickelt Tolkien aus dem Finnischen und Gotischen heraus seine elbischen Sprachen. An der Universität findet zudem auch zum ersten Mal der Abendstern Erwähnung.

4. Der Erste Weltkrieg und das Böse in Tolkiens Werk

Prägenden Einfluss auf Tolkiens Darstellung des Bösen in Mittelerde hatte seine Erfahrung im Ersten Weltkrieg. Inspiriert wurde seine Vorstellung von Mordor und den Todessümpfen vom Stellungskrieg und den Schützengräben an der Somme.

Während des schrecklichen Beschusses und des Kampfes mit Flammenwerfern fantasiert Tolkien im Film über Drachen wie Smaug, das Auge Saurons, den Dunklen Herrscher selbst und die Nazgul. Übrigens wurden die Schreie der Ringgeister tatsächlich von Artillerie-Feuer inspiriert.

Industrielle Todeswaffen durchziehen auch Tolkiens Werk, bei Saruman oder der Belagerung von Gondolin, ebenso wie der Kampf Gut gegen Böse, der im Film durch zwei Ritter dargestellt wird.

Gleichzeitig deutet die Beziehung zwischen den Soldaten Tolkien und Sam Hodges in den Schützengräben auf die treue Freundschaft zwischen Frodo und Sam hin. Sams Taten in Buch und Film verdeutlichen Tolkiens Konzept vom alltäglichen Heldentum des kleinen Mannes.

Tolkien ist reich an Anspielungen: Weitere Referenzen auf Herr der Ringe

Tolkien verblüfft noch mit vielen weiteren kleinen Anspielungen - etwa in Szenen, die an Sams Heiratsantrag an Rosie oder Frodos Erwachen in Bruchtal erinnern sowie durch kluge Witze, wie dass einfach keine Frauen in Tolkiens Büchern vorkommen würden. Ihr solltet unbedingt auf viele dieser Kleinigkeiten achten.

Mit Tolkien & Lewis soll 2022 ein weiteres Biopic über einen anderen Teilaspekt von Tolkiens Leben in den Kinos erscheinen, nämlich seiner Freundschaft mit Narnia-Erfinder C.S. Lewis. Schon ab 2021 führt uns hingegen eine neue Amazon-Serie über Der Herr der Ringe nach Mittelerde zurück.

Verwendete Quelle: Screen Rant

Werdet ihr euch Tolkien ansehen?

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Ab 22. August im Kino!Good Boys
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