Grantig, nörgelnd und doch sympathisch

Top 7 der liebenswürdigsten Film-Opas

Auch er ist ein liebenswürdiger Film-Opa
© Universal
Auch er ist ein liebenswürdiger Film-Opa

Großeltern sind toll. Das zugesteckte Taschengeld ist großzügig, Mitbringsel von ihren Reisen gehen immer an die Enkel und wenn es mal Ärger mit den Eltern gibt, stehen Oma und Opa doch irgendwie immer auf der eigenen Seite. Auch in der Filmlandschaft spielen Großeltern oft eine tragende Rolle. Dabei treten sie entweder als Gespann auf oder besonders ein Großelternteil sticht hervor. Wir wenden uns heute einmal dem männlichen Part zu und zeigen euch unsere Top 7 der liebenswürdigsten Film-Großväter. Ausschlaggebend war dabei vor allem die Herzenswärme, die der Opa im Film ausstrahlt. Ob dies nun von Beginn an so ist oder erst durch beeinflussende Faktoren, wie Enkel, Erlebnisse oder Aufarbeitungen, entsteht, spielt keine Rolle. Entscheiden tut das wohlige Gefühl, welches der Charakter auf sein Umfeld und uns als Zuschauer überträgt.

Wohlgemerkt, dies ist natürlich wie immer subjektiv und unter gewissen Vorlieben zu sehen. Fühlt euch eingeladen, in Erinnerungen zu schwelgen.

Platz 7: Old Man Marley aus Kevin – Allein zu Haus
Direkt im Stammbaum der McCallisters steht Old Man Marley nicht. Er ist zwar nur der Nachbar, um den Gruselgeschichten kursieren, doch er ist ein tragende Persönlichkeit in Kevin – Allein zu Haus. Anfangs kommt Marley noch recht suspekt daher. Die Figurenzeichnung des merkwürdigen, geheimnisvollen Nachbarn funktioniert hervorragend. Doch als Kevin (Macaulay Culkin) in die Kirche geht und Old Man Marley nicht mehr ausweichen kann, erfahren er, wie auch wir, was für ein herzensguter Mensch dieser Mann doch ist. Seine Geschichte um seine zerrüttete Beziehung zu seinem Sohn bewegt doch sehr. Mehr noch, als zum Schluss Marley schließlich mit diesem wieder vereint ist und seine Enkelin nach langer Zeit wiedersieht. Die passende Musik, der Schneefall und die Tränen in den Augen von Roberts Blossom machen diesen Moment perfekt.

Platz 6: Mr. Kesuke Miyagi aus Karate Kid
Er ist der heimliche Star der Karate Kid -Reihe: Pat Morita als Mr. Miyagi. Auch in diesem Fall ist unser liebster Rentner nicht mit der Hauptfigur verwandt, doch Mr. Miyagi verhält sich genau so. Not in blood but in bond, könnte es da heißen. Als Mr. Miyagi Daniel LaRusso (Ralph Macchio) zum ersten Mal vor den jugendlichen Mitstreitern rettet, empfanden wir sofort ausgleichende Gerechtigkeit und Sympathien für den Mann. Fortan wurde Mr. Miyagi für Ralph zum Ersatzvater, für uns zum Ersatzopa. Seine stolze, ehrenhafte und vor allem wohltätige Art löst den Wunsch aus, auch einen privaten Karatelehrer zu besitzen, der in jeder Lebenslage einen Ratschlag parat hat. Einmal mit Mr. Miyagi gut gestellt, kann einem so schnell nichts mehr passieren. Für uns Grund genug, hier zu erscheinen.

Platz 5: Royal Tenenbaum aus Die Royal Tenenbaums
Gene Hackman in einer wunderbaren Rolle fernab von Aggressivität und Zynismus. Zumindest fast. Royal Tenenbaum hat sich in seiner Vergangenheit nicht immer vorbildhaft verhalten. So ist es kein Wunder, dass seine Ex-Frau und seine Kinder nicht gut auf ihn zu sprechen sind. Doch aus der Not heraus täuscht er eine Krebserkrankung vor und zieht wieder in das Familienhaus ein. Auch wenn Royal Tenenbaum ein etwas eigenwilliger Charakter ist, strahlt er dennoch Sympathien aus. Vor allem im Umgang mit seinen beiden Enkeln zeigt er wunderbare Qualitäten. Die Tage bei seiner Familie beendet er geläutert und versöhnt sich wieder mit allen. Royal Tenenbaum ist diesbezüglich nie böswillig. Er ist einfacher nur ein alter, aber liebenswürdiger Kauz.

Platz 4: Großvater Edwin Hoover aus Little Miss Sunshine
Er nimmt Heroin, pöbelt rum und ist ebenso exzentrisch wie zynisch. Und dennoch übt er mit seiner Enkelin, wie man brüllt wie ein Löwe. Es sind diese Szenen, die den Großvater aus Little Miss Sunshine so gutmütig machen. Zudem kommt eine Eigenschaft, die der Darstellung Tiefe verleiht: Alan Arkin, zu Recht für diese Rolle mit dem Oscar ausgezeichnet, spielt menschlich und somit absolut nachvollziehbar. Der Großvater mag mit seinem Leben unzufrieden sein, doch seiner Enkelin Olive (Abigail Breslin) ist er zu jeder Sekunde ein wundervoller Opa. In der Szene, in der der Großvater Olive vor dem Wettbewerb Mut zuspricht, sollte einigen Eltern einmal gezeigt werden: „A real loser is somebody who is so afraid of not winning they don’t even try. And you’re trying, right?“

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