Vikings Staffel 6: Neue Figur könnte direkt zu Floki führen

Floki aus Vikings
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Wie wir alle wissen, ist Vikings eine Serie, die stets einen historischen Bezug herstellt, indem sie reale Figuren und Settings verwendet, um ihre Geschichte zu erzählen. So gab es zum Beispiel Ragnar Lodbrok und seine Frau, die Schildmaid Lagertha, wirklich. Nun ist in der 6. Staffel die Rede von dem Seefahrer Ohthere, der westlich von Island eine unbewohnte Insel entdeckte. Nachfolgend wollen wir euch die reale Person vorstellen, auf der diese mysteriöse Figur basiert. Achtung, Spoiler zu Vikings!

Vikings: Welche Rolle spielt Ohthere bei der Suche nach Floki?

In den beiden neuesten Vikings-Folgen wird von einem Mann gesprochen, der in Richtung Westen gesegelt ist. Dabei sichtete er laut Ubbe (Jordan Patrick Smith) eine unbewohnte Insel, wurde aber durch einen Sturm von ihr weggetrieben. Nach Angaben von Kjetill lebt eben dieser Segler namens Ohthere jetzt auf Island. Ubbe und Torvi wollen dorthin aufbrechen, um ihn zu treffen.

Auf Island befand sich zuletzt natürlich auch der verschollene Floki, nach dem Ubbe ebenfalls suchen möchte. Gibt es womöglich eine Verbindung zwischen Floki und Ohthere, die sich uns im weiteren Verlauf der Staffel noch offenbaren wird? Die Vermutung liegt nahe, denn Vikings-Showrunner Michael Hirst verriet bereits, dass die Suche nach dem Schiffsbauer nicht auf Island enden wird.

Vikings Staffel 6: Das ist Ohthere aus Hålogaland

Der historische Ohthere, im Deutschen Ottar, hat einen grundlegenden Teil zur Geschichte Norwegens beigetragen. Das Land verdankt ihm seine erste historische Aufzeichnung. Er hat als erster Mensch die nötigen Daten über Norwegen niedergeschrieben. Dazu kam, dass er 890 bei einer seiner Reisen auf König Alfred traf, dessen Geschichte auch schon eine Rolle in Vikings spielte. Dieser war gerade dabei, die Schrift des Historikers Paulus Orosius ins Englische zu übersetzen.

In besagtem Buch wurde jedoch nicht das Europa nördlich der Alpen berücksichtigt. So kam es, dass Ohthere König Alfred unterstützte und ihm mit seinem Wissen über Norwegen und andere Länder aushalf, da er in seinem Leben aufgrund seiner Tätigkeit als Handelskaufmann viel gereist ist.

Ohthere gab an, ein wohlhabender Mann zu sein, der massenhaft Tiere besaß (unter anderem 600 gezähmte Rentiere) und als Oberhaupt seiner Region, Hålogaland, angesehen wurde. Außerdem behauptete er, dass er Wale und Walrösser in seiner Heimat jagte. Dort könne man das besonders gut, da es der nördlichste Punkt Norwegens sei. Einmal soll er sogar innerhalb von zwei Tagen 60 Walrösser gefangen und getötet haben. Außerdem war er nicht nur Händler, sondern auch Seefahrer und hat dadurch viel von der Welt gesehen. Hierzu zählen das Weiße Meer, Schweden, Finnland und Dänemark.

Ohthere in Vikings weicht von der historischen Figur ab

Seine Aussagen wurden aber von Anthropologen in Zweifel gezogen. Fest steht lediglich, dass er ein Kaufmann war. Ohthere soll sich auf seine Reisen in den Norden begeben haben, um die Wale zu töten und in den Süden - nach Dänemark - reiste er des Handels wegen. Von Island ist hier also nie die Rede. An dieser Stelle gehen die reale und die fiktive Person Ohthere auseinander, da in Vikings Ubbe und Torvi nach Island reisen, wo sich Ohthere aufhalten soll.

Seit dem 4. Dezember 2019 läuft die finale Staffel Vikings auf dem History Channel. Dort ist die Staffel mit einer Doppelfolge gestartet, wöchentlich wird eine neue Episode gezeigt. Hierzulande erscheinen die neuen Episoden am Tag nach ihrer US-Premiere bei Amazon Prime.

Glaubt ihr, Ubbe und Torvi aus Vikings werden Ohthere finden?

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