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Arbeit mit einem Genie

Zac Efron macht Orson Welles Konkurrenz

25.08.2010 - 10:10 Uhr
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Christian McKay (l) und Zac Efron (r) in Ich und Orson Welles
© farbfilm verleih
Christian McKay (l) und Zac Efron (r) in Ich und Orson Welles
Orson Welles ist Filmfreunden schon allein deshalb ein Begriff, weil er 1941 mit Citizen Kane Filmgeschichte schrieb. Doch was für ein Mensch verbarg sich hinter diesem Genie, das mit seinen Werken nahezu ein ganzes Jahrhundert prägte? Der Film Ich und Orson Welles versucht eine Antwort darauf zu finden, indem er uns Zuschauer in die Theaterwelt der 30er Jahre eintauchen lässt.

Richard Linklater hatte uns in der Vergangenheit schon mit Filmen wie Before Sunrise, School of Rock oder Confusion – Sommer der Ausgeflippten erfreut und wollte nun einem Jungschauspieler offenbar die Gelegenheit geben, sich in seinem darstellerischen Niveau zu steigern. Zac Efron kennen die meisten von uns aus Teeniefilmen wie 17 Again – Back To Highschool oder dem High School Musical -Franchise. In Ich & Orson Welles hatte er nun erstmals die Gelegenheit, sich als ernstzunehmender Schauspieler zu versuchen.

Welche Rolle Zac Efron in Ich & Orson Welles einnimmt, verrät euch nun die Plot-Zusammenfassung: Manhattan in den 30er Jahren, das Theaterviertel boomt und Orson Welles ist bereits jetzt als Bühnenregisseur legendär. Der junge Richard (Zac Efron) träumt von einem Dasein als ruhmreicher Schauspieler und dieser Traum scheint in Erfüllung zu gehen, als der Visionär und Stern am Theaterhimmel Orson Welles (Christian McKay) ihm eine Rolle in dem Stück Julius Caesar anbietet. Hier muss Richard feststellen, dass im Theater-Business nicht alles Glanz und Gloria ist, ein rauher Umgangston herrscht und Orson Welles zugleich Genie und Choleriker ist, der seine Vorstellungen von einem guten Theaterstück um jeden Preis durchsetzen will. Zudem verliebt sich Richard in die schöne Regieassistentin Sonja Jones (Claire Danes) und tritt damit völlig ahnungslos in Konkurrenz zu dem herrischen Regisseur Orson Welles. Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, kämpfen um das Herz einer Frau.

Während Zac Efron zumindest schon durch seine Kinoproduktionen zu High School Musical einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, ist der Orson Welles -Darsteller Christian McKay den Wenigsten ein Begriff. Bisher hatte er hauptsächlich in TV-Produktionen wie Doctors und Riot at the Rite mitgewirkt. Claire Danes wiederum kam bereits 1996 in den Genuss, an der Seite von Leonardo DiCaprio die Julia in William Shakespeares Romeo + Julia von Baz Luhrmann zu mimen.

Bei Ich & Orson Welles dreht sich die Geschichte neben der Lovestory um einen der bekanntesten Hollywood-Regisseure des 20. Jahrhunderts. Bevor Orson Welles eigene Filme drehte, machte er sich zunächst durch das überaus bekannte und sagenumwobene Hörspiel War of the Worlds einen Namen in der Öffentlichkeit. War of the Worlds wurde an Halloween 1938 im Radio gesendet und löste angeblich eine Massenpanik aus. In dem Hörspiel ging es um eine Alieninvasion in Amerika. Viele Zuhörer, die erst während der Sendung einschalteten, hielten es für eine authentische Nachrichtenmeldung.

Seinen Durchbruch als Regisseur erlebte Orson Welles allerdings erst drei Jahre später mit Citizen Kane, denn der Film bedeutete für ihn den Grundstein für eine lange Karriere und ein Werk, mit welchem er Filmgeschichte schrieb. Seine folgenden Filme wie Der dritte Mann oder Im Zeichen des Bösen gelten heute noch als absolute Klassiker.
Das Stück Julius Caesar, welches auch in Ich & Orson Welles thematisiert wird, stammte ursprünglich aus dem Repertoire von William Shakespeare. Orson Welles wird bis heute allerdings für seine brillante Modernisierung des Stückes gelobt, da es aufgrund seiner Bezüge zur Gegenwart als eine der besten Shakespeare-Inszenierungen überhaupt gilt.

Ich & Orson Welles könnt ihr ab dem 26.08. im Kino anschauen. Alles weitere erfahrt ihr in unserem Kinoprogramm.

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