Abbott und Costello treffen Frankenstein

Bud Abbott and Lou Costello meet Frankenstein (1948), US
Laufzeit 83 Minuten, Komödie, Horrorfilm

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mit Bud Abbott und Lou Costello

Wilbur Grey ( Lou Costello ) und Chick Young ( Bud Abbott ) arbeiten auf einem Bahnhof und sind, mehr schlecht als recht, damit beschäftigt den Leuten das Gepäck hinterher zu tragen. Da es bei den beiden sowieso schon hoch hergeht, ist das Chaos perfekt, als sie 2 Kisten für Mr. McDougals “Haus des Schreckens” entladen sollen


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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die beiden Transportarbeiter Chick (Bud Abbott) und Wilbur (Lou Costello) führen eigentlich ein unaufälliges Leben - bis sie eines Tages einen ganz besonderen Auftrag erhalten. Sie sollen zwei Kisten in das Gruselkabinett von Mr. MacDougal liefern. Deren Inhalt: Dracula und Frankenstein's Monster. Fatalerweise erwachen die beiden Horrorgestalten bald zum Leben und bringen die Zwei in ziemliche Bedrängnis. Denn Dracula will Frankenstein's Ungeheuer ein neues Gehirn einpflanzen, und zwar das von Wilbur.
Abbott und Costello kamen eigentlich vom Theater und hatten sich Anfang der 30er-Jahre quasi gesucht und gefunden. Sie waren ab Mitte der Vierziger sagenhaft erfolgreich mit ihren Filmkomödien. Dabei spielte der dickliche Costello in der Regel den kindlichen Einfaltspinsel, während Abbott den etwas drögen Rationalen verkörpert und damit häufig als Stichwortgeber für Costello fungierte. Letztlich in Nachfolge von Laurel und Hardy, waren die beiden das wohl erfolgreichste US-amerikanische Komiker-Duo der 40er Jahre.

Aus heutiger Sicht ist der Streifen zwar ein wenig langsam und altbacken geraten, und auch das Gekreische Costellos nervt an der einen oder anderen Stelle. Doch ansonsten fahren die Komiker routiniert ihre Juxereien und Albernheiten ab – so kriegt beispielsweise Abbott die Kreaturen, die seinen Kumpel terrorisieren nie zu Gesicht - unterstützt durch die mit Augenzwinkern verkörperten Monster. Technisch ist der Streifen klasse gemacht: Die Kulissen des Schlossinneren oder des Labors sind sehr schön. Untermalt wird all das mit einem klassischen Horror-Orchester-Score. Auch die Verwandlungen sind gut umgesetzt: So materialisiert sich Dracula aus einer gezeichneten Fledermaus oder umgekehrt, während Lon Chaney jr. durch Überblenden zum Wolfsmensch wird. Der Film war 1948 die zweitbilligste, aber auch zweiterfolgreichste Universal-Produktion, und so stellte er den Auftakt dar zu weiteren Filmen, in denen Abbott und Costello Universal-Kreaturen trafen.

Der Film ist allein schon wegen seinem Cast für jeden Horror-Fan ein Must-See. Neben Glenn Strange, der die Rolle des Ungeheuers in den Frankenstein-Filmen der Universal nach Boris Karloff übernahm, ist hier Lon Chaney jr.(!) als Wolfsmensch und Bela Lugosi(!!!) als Dracula zu sehen. Die Idee, die beiden Komiker auf die legendären Universal-Monster treffen zu lassen, hatte ihren Ursprung in einer von Abbott und Costello geplanten Bühnenshow, die allerdings nie zu Stande kam. Mit Ausnahme von Boris Karloff, der für sich das Frankenstein-Monster zu den Akten gelegt hatte, schlüpften dabei die "alten" Darsteller in ihre angestammten Monsterrollen.

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