Alex und der Löwe
Alex und der Löwe (2010), DE Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Erotikfilm, Komödie, Kriminalfilm, Thriller, Drama
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von Ives-Yuri Garate, mit Marcel Schlutt und Andre Schneider
Leo und Alex begegnen sich in einem Berliner Café und verlieben sich auf den ersten Blick ineinander. Allerdings müssen sich beide noch aus bestehenden Bindungen lösen – Leo lebt mit der fordernden Carla, Alex mit dem nichtsnutzigen Daniel zusammen -, und Leo muss zusätzlich noch eine schwere Hürde nehmen: Alex’ eigentümliche Clique, bestehend aus dem egozentrischen Bühnenkünstler Tobi, der trinkfesten Kerstin und der abgebrühten Psychologin Steffi. Erst, als Leo den “Löwen in sich” entdeckt hat, finden die beiden im hochsommerlichen Berlin zueinander – und auch für Steffi und Tobi finden sich potentielle Partner fürs Leben.
HandlungNur kurz treffen sich Leo (Marcel Schlutt) und Alex (André Schneider) in einem Berliner Café. Sie flirten, wechseln ein paar Worte und verlieren sich wieder aus den Augen.
Leo arbeitet in der Werbebranche und lebt mit der fordernden Carla (Barbara Kowa) zusammen. Glücklich ist er mit ihr (aus verständlichen Gründen) nicht. Während eines Abendessens, das das Pärchen für Leos Arbeitskollegen ausrichtet, kommt Leo aus dem Schrank und beendet die Beziehung.
Am selben Abend trennt Alex sich von seinem notorisch untreuen Freund Daniel (Hans Hendrik Trost).
Wochen später begegnen sich Alex und Leo zufällig wieder. Doch haben sie den Mut, diesmal einen Schritt weiter zu gehen? Alex’ skurille Clique (Udo Lutz, Sascia Haj und Beate Kurecki) beäugt ihr unentschlossenes Werben jedenfalls skeptisch…
KritikDie Entstehung dieser gut gemeinten No-Budget-Komödie konnte man Schritt für Schritt im Internet verfolgen. Rührend, mit was für einer Verve Produzent und Drehbuchautor André Schneider das Projekt vorantrieb. Das Drehbuch und einige Schauspielerleistungen sind recht gut, doch leider wurde hier vieles durch eine jämmerliche Inszenierung und schlampige Technik (Ton, Kamera, Schnitt) verschenkt. Streckenweise ist Alex und der Löwe anstrengend anzuschauen, was vor allem an den unbewegten, statischen Kameraeinstellungen liegt. Die Tonqualität ist indiskutabel, eine musikalische Untermalung kaum vorhanden. Das Drehbuch sorgt für einige Lacher, aber in Sachen Romantik will Alex und der Löwe nicht so recht zünden, Marcel Schlutt und André Schneider passen einfach nicht zusammen, und der Zuschauer merkt das schon früh. Yuri Gárates Regie bleibt unentschlossen und lässt viele gute Momente einfach verpuffen. Fazit: Eine nur schwer zu ertragende kleine Indie-Produktion (leider der einzige schwule deutsche Film der Jahre 2009/10), die beweist, dass gute Ansätze und Engagement für einen guten Film nicht immer ausreichen.
Cast & Crew
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Ives-Yuri Garate
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Marcel Schlutt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Leo Krieg
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Andre Schneider
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alex Vennemann
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Sascia Haj
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Steffi Graf
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Udo Lutz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tobi Rückert
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Beate Kurecki
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Hans Hendrik Trost
Regie
Schauspieler
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Barbara Kowa
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Hermann Eppert
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Anna Gerloff
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Martin Langenbeck
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Oliver Kube
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Lars Kalkbrenner
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Heiko Akrap
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Steffis Verehrer
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Dominik Djialeu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kellner Kurt
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Ives-Yuri Garate
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Shirin Azari
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Simons Freundin
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Ronald Schaller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ronald Schaller
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Timm Sebastian Peltner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bikini-Mann
- Genre
- Sexploitation-Film, Screwball-Komödie, Kriminalfilm, Erotikthriller, Drama
- Mitmachen
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Filmdetails Alex und der Löwe
Trailer zum Film Alex und der Löwe
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Kommentare
Kommentar schreibenJanus Winter 2011/04/23 15:28:01
Kommentar löschenNach den vielen schlechten Kritiken hab ich ALEX UND DER LÖWE eine Weile vor mich hergeschoben. Und als ich ihn mir dann zu Gemüte geführt habe, war meine Erwartungshaltung "Abhaken und Hintermichbringen". Die ersten Minuten habe ich tatsächlich gedacht, ich wäre im Offenen Kanal bei einer schlechten Seifenoper gelandet. Die Settings, die Schauspieler, die Kamera und der Ton sind teilweise auf erschreckend niedrigem Niveau. Schnell entsteht der Eindruck, als hätte sich André Schneider seine Traumrolle auf den Leib geschneidert, und sich zwischen zwei um ihn kämpfende Beaus platziert. Während der Ex Hans Hendrik Trost das Ganze auch noch ganz gut verkaufen kann, liefert der Zukünftige (Pornodarsteller Marcel Schlutt) eine denkbar schlechte Performance ab. Dummerweise ist Letzterer in einer Hauptrolle (fehl)besetzt, während Trost nur in einer kleinen Nebenrolle beweist, dass er hauptberuflich Schauspieler ist. Überhaupt sind es eher die Nebenrollen, die schauspielerisch überzeugen können, allem voran Sascia Haj als Psychotherapeutin Steffi Graf und Udo Lutz als schrille Ätz-Tunte.
Nachdem sich der erste Schreck gelegt und man sich damit abgefunden hat, das ALEX UND DER LÖWE ein C-Movie ist, dem sein geringes Budget deutlich anzusehen ist, gewinnt das hervorragende Drehbuch schließlich die Oberhand und es macht zunehmend Spaß, dem sympathischen Cast zuzuschauen. Wer hätte gedacht, dass eine deutsche SitRomCom funktionieren kann? Ich nicht! Tut sie aber, und wie! So gut und so oft habe ich lange nicht mehr über einen Film gelacht. Ich kann selbst der suboptimalen technischen Umsetzung (byetheway sind Schnitt, Bild-Post-Produktion und der Soundtrack sogar ganz anständig) etwas abgewinnen. Es menschelt, das ist Indie und keine kantenfreie Hochglanzproduktion (der oft herangezogene Vergleich mit der 3-Mio-Euro-Produktion SOMMERSTURM ist mehr als unfair). Abgesehen davon, dass ich es prima finde, dass auch mal eine deutsche Produktion ihren Weg in den ansonsten amerikanisch dominierten queeren C-Movie-Markt geschafft hat. Well done!
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kazzirah 2011/01/20 13:22:42
Kommentar löschenSo richtig viele schwule Filme kommen nicht aus Deutschland, was vielleicht daran liegt, dass man diesem Genre nicht sonderlich viel zutraut. „Sommersturm“ bewies eindrucksvoll, dass es auch anders geht und solche Filme, wenn sie denn richtig gedreht werden, durchaus Potential haben, ein Publikum zu finden.
André Schneider, der hier Alex spielt, schrieb auch das Drehbuch und fungierte als Produzent. Vor allem das Skript zeigt, wie kreativ und urkomisch man heute arbeiten kann. Hier kann man bei herrlich vielen Szenen wunderbar lachen und sich über die gezeigten Einfälle amüsieren. Großartig! Die Lobeshymne findet hier jedoch ein jähes Ende. Der gewählte Inszenierungsstil ist nicht nur furchtbar anstrengend, sondern auch durch die Bank dilettantisch. Gleichzeitig wurde die Kamera offenbar von jemandem bedient, der sonst eher fotografiert, anders sind diese seltsamen Hackbilder nicht zu erklären. Es scheint, als hätte jemand seine private Videokamera eingeschaltet – auch wenn er eigentlich gar nicht weiß, was er damit anfangen soll.
Auch die Schauspieler liefern teilweise schreckliche Laienleistungen ab, die erschrecken und dem Drehbuch nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Marcel Schlutt zum Beispiel sieht zwar gut aus, sollte jedoch eher weniger reden und auch André Schneider selbst schafft es nicht, seine eigenen Sätze so zu formulieren, dass man sie ihm glaubt. Die Frauen sind da schon stärker. Sascia Haj und Barbara Kowa beispielsweise überzeugen beide in ihren unterschiedlichen Rollen.
„Alex und der Löwe“ ist leider, leider, leider eine billig produzierte Komödie, die handwerklich absolut furchtbar und schlampig geworden ist.
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le_on 2011/02/18 23:11:45
Antwort löschenDas unterschreibe ich.
Janus Winter 2011/04/23 14:36:59
Antwort löschenAber warum Hassfilm, wenn du wunderbar lachen konntest?