Blur - No Distance Left To Run
No Distance Left to Run: A Film About Blur (2010), GB Laufzeit 102 Minuten, Musikfilm, Dokumentarfilm, Drama
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von Dylan Southern,
Dokumentation über die Britpop-Band “Blur” von ihren Anfängen Ende der 80er Jahre bis hin zu ihrer Wiedervereinigung im Jahr 2009. Neben Archivmaterial und Interviews zeigt der Film die Band bei ihrer Tour 2009 auf der Bühne und hinter den Kulissen.
Cast & Crew
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Dylan Southern
Regie
Schauspieler
- Genre
- Musikfilm, Dokumentarfilm, Biopic
Filmdetails Blur - No Distance Left To Run
Trailer zum Film Blur - No Distance Left To Run
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Kritiken (1) — Film: Blur - No Distance Left To Run
HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschenNo Distance Left to Run schafft tatsächlich das, was ungefähr jede Band-Doku von sich behauptet, aber fast nie funktioniert: Die “Menschen hinter der Musik” zu zeigen. Die Beziehung zwischen Albarn und Coxon ist so klischeehaft, dass man sie in einem fiktionalen Werk wohl als zu unglaubwürdig abstempeln würde: Der bis zur Arroganz von sich selbst überzeugte Damon Albarn und der schüchterne Geek Graham Coxon, die eigentlich so gar nicht zueinander passen, aber sich gegenseitig perfekt ergänzen – das hat schon Buddy Movie-Qualitäten. Dabei geben alle Akteure angenehm uneitel und ehrlich Auskunft über ihre Differenzen und die Gründe, die zu sowohl Trennung als auch Reunion führten. Sowohl eine großartige Musikdoku als auch ein schöner Film über Freundschaft.
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purzelrakete 2010/03/31 16:10:17
Antwort löschenklingt sehr spannend. auf die merkliste!
Kommentare (2) — Film: Blur - No Distance Left To Run
Kommentar schreibenmikkean 2012/01/13 17:06:44
Kommentar löschenNa endlich, manche Geschichten kommen doch zu ihrem Happy End. Für Blur, neben Oasis das Synonym für den Britpop-Hype schlechthin, sah es 2009 wieder rosig aus. Eine große Reunion-Tour und das nicht des Geldes wegen, sondern weil alle bei Blur sich wieder vertragen hatten. Für alle, welche die Band nicht so genau kennen, ein paar Infos: Blur besteht aus Damon Albarn, Graham Coxon, Alex James und Dave Rowntree. Wobei Albarn und Coxon dank ihrer musikalischen Führungstalente immer zwangsläufig etwas mehr Beachtung geschenkt wurde. So machte Damon Albarn aus seinen Jungs Mitte der Neunziger die britische Band für alle Sinn-Suchenden, Grunge-Zweifler, Kultur-Banausen und Spaß-Liebhaber. Die hintersinnige Antwort auf den Rockstar-Status, den Mittel-Finger aufs verkrustete politische und musikalische Establishment in UK. Zum Ende des Jahrzehnts zog es vor allem Coxon Weg vom Image der vermeintlichen Comic-Truppe, hin zu Riffs und Abenteuern im Electronica-Land, die auch bei Albarn auf große Sympathie stießen.
Blur wurden zwangsläufig erwachsen und ernster, was ihre Inhalte anging. Ein Prozess, der bei den Mitgliedern aber auch Risse sorgte. Ein Werdegang, der "No Distance Left To Run", benannt nach einem ihrer schönsten Songs überhaupt, nachzeichnet. Hintergrund war natürlich die freudige Reunion und deren Höhepunkt Blurs Auftritt im Hyde Park. So sitzen die Mitglieder gelassen vor der Kamera und werfen einen Blick zurück auf ihre frühen Anfänge. Die Begegnung in der Vorstadt-Schule, der erste Versuch einer Combo-Gründung, der Startschuss für Blur und der Weg zum Ruhm. Von schlimmen Tourneen in Amerika, wo niemand einen Scheißen auf diese jungen Brit-Pupser gab, den ersten Anzeichen für alkoholische Schwächen, all diese Stolpersteine halt, die einen prägen. Aber andererseits auch im entsprechenden Alter leichtfüßiger betrachtet werden können. Woran Blur augenscheinlich zu zerbrechen drohten, war die Qual des Anspruchs an sich selbst. Schreiben wir eigentlich noch Songs zusammen? Oder entsteht aus vereinzeltem Rumgewerkel am Ende eher zufällig ein Album? Und dann die Sache mit Albarn und Coxon, die sich unaufhörlich voneinander entfernten. Da wurde aus Albarn der Kopf der Gorillaz, aus Coxon ein Indie-Rock-Wunder-Kind. Und als Blur ihr neues und bislang letztes Album aufnehmen wollten, kam Coxon nicht mehr vorbei. Es tut gut, eine Band dabei zu beobachten, wie sie einerseits die eigene Geschichte erzählt und gleichzeitig sich selbst wieder auf dem Weg zum Gipfel macht. Wie Blur hier über ihr gestörtes Verhältnis zueinander, zur Hype-Maschinerie oder einfach nur über bestimmte Songs, die ihre Karriere definierten, sprechen, ist unverkrampft. Offenherzig und gerade deswegen so berührend. Es sind richtige Emotionen im Spiel, die mal von einer Aussage und dem dazugehörigen ehrlichen Gesicht unterstützt werden. Oder auch von einem Bild, wie dem des Damon Albarn, der nach dem Song "Tender" auf der Bühne von Glastonbury einfach nur in Tränen ausbricht. Das sagt mehr als tausend Worte es je könnten. "No Distance Left To Run" ist wahrlich mehr als nur die Doku zu großen Cash-In Tour der alten Blur. Es ist alles andere als aufgezeichnete Graben-Kämpfe, wie sie Metallica ungeschönt festhalten ließen. Und doch ist Blur und Metallica bei ihren filmischen Ausflügen eines gemeinsam: Sie zeigen am Ende beide den geglückten Heilungs-Prozess einer Gruppe. Blur hatten es vielleicht nie so nötig, ihre Schwierigkeiten öffentlich auszutragen, das zeigt auch der Film. Aber sie sind offenherzig, wenn sie klar machen, die schweren Zeiten konnten sie hinter sich bringen. Es geht bei "No Distance Left To Run" weniger um die Performance, die im einzelnen von den Brit-Helden 2009 gebracht wurde. Da versteht sich diese Doku als Begleitfilm zum Konzert, mit der sie zusammen verkauft wird. Viel eher ist sie ein filmisches Denkmal einer gegenseitigen Freundschaft, die auch langes Schweigen und viele Hürden überwinden konnte. Unterhaltsam, nostalgisch und informativ, mit vielen Archiv-Aufnahmen einer Band, die sich mir eher heimlich ins Herz schlich. Aber das macht es glatt noch schöner, Blur wollten nie die nächsten Beatles ihrer Generation sein. Sie wollten immer nur aussdrucksstarke Songs machen. Und das ist ihnen öfters gelungen, als so manch anderem. Ein Glück, dass es noch echte Freundschaft gibt.
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Joshdeniro 2010/05/23 13:49:07
Kommentar löschenes fühlte sich nie ehrlicher an, ein Blur Fanboy zu sein, als nach diesem Film. Ein emotionales Stück Musikgeschichte, gebannt auf einen Silberling, den ich mir aus UK geordert habe. Dazu das 2h-ige Konzert im HydePark auf einem zweiten Silberling. Kauft es euch, ichr könnt es gar nicht bereuen.
Blur, you're so great!
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