Das Biest

The Crush (1993), US
Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 23.06.1994

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- Kritiker
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von Alan Shapiro, mit Kurtwood Smith und Deborah Hancock

Als der junge Journalist Nick Eliot in das Haus eines Ehepaars einzieht, in dem das Paar zusammen mit der 14jährigen Tochter lebt, dauert es nicht lange, bis die Kleine sich in ihn verliebt. Als er ihr aber klarmacht, daß er nicht an ihr interessiert ist, zeigt das kleine “Biest”, mit welchen Waffen einer Frau auch sie in ihren jungen Jahren schon kämpfen kann.


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Kommentare (2) — Film: Das Biest

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Sonse

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Bewertung4.5Uninteressant

Cary Elwes mietet eine Wohnung auf dem Grundstück einer reichen Familie, und wird für deren 14-Jährige Tochter Alicia Silverstone (ihr Filmdebut) zum obsessiven "Crush" in einer hochgradigen campy Mischung aus "Lolita", "Fatal Attraction" und "Poison Ivy". Hach ja, die frühen Neunziger! Taugt "The Crush" (wie immer in Deutschland charmant übersetzt: "Das Biest") etwas? Natürlich nicht, aber man kann ihn sich durchaus zum Guilty Pleasure machen.

Insbesondere indem man die merkwürdigen Intentionen des Films beim Schauen auf den Kopf stellt und ihn aus der Perspektive des "Bösewichts" betrachtet, was über weite Teile mit etwas Schmunzeln sehr wohl möglich ist. Denn "The Crush" erwartet vom Zuschauer mit Elwes, der als Autor für, ja für was eigentlich tätig ist? Man sieht zwar viele seltsame Typen in Anzügen und er arbeitet viel, aber sein tatsächlicher Job bleibt dennoch im Ungewissen. Also, man soll mit ihm mitfühlen, seine vermeintlich unschuldigen (nichtsdestotrotz illegalen) Handlungen zu Beginn als reinen Fehler abtun und ihn als Opfer ansehen, dem übel mitgespielt wird. Moooment. Wer trägt hier eher die Schuld, wenn ein angeblich gut gebildeter, erwachsener Mann, der mit einem Teenie rummacht, sich dabei die Finger verbrennt? Ich sage es mal mit Bill Nighy, wenn er in "Notes on a Scandal" Cate Blanchett so schön anfährt: "Of course he's bloody innocent! He's fucking fifteen! Are you insane?" Und das Silverstones intensiv pubertierendes, verwirrtes Mädchen nicht alle Tassen im Schrank hat, bleibt da ein schwaches Argument. Erst recht, weil praktisch alles was Elwes' Schreiberling in ihrer Gegenwart unternimmt mit "gemischten Signalen" noch äußerst wohlwollend umschrieben wäre. Kein Wunder also, dass es bei ihr nicht beim Herzchen ins Tagebuch malen bleibt.

Regisseur Alan Shapiro hat die Geschichte angeblich basierend auf seinen eigenen Erfahrungen niedergeschrieben (was Elwes Charakterisierung als unschuldiges Opfer wenig subtil erklärt und einen vermuten lässt, was da tatsächlich geschehen oder nicht geschehen sein mag, n'est-ce pas?) und wurde nach Veröffentlichung auch direkt von "ihr" verklagt.

Schaut euch "The Crush" also eher als albernen Rachefilm an, denn als Psychothriller. Das macht sehr viel mehr Spaß.

Dabei hilft auch die unbedarfte Regie und der lausige Schnitt, und das ausgerechnet in Szenen, bei welchen man meinen möchte, dass gerade auf solche Details geachtet werden würde: Als Elwes sie unschuldig und heldenhaft aus ihrem Zimmer im Bad begafft und sie plötzlich auf ihn zu kommt, er sich in ihrem Kleiderschrank versteckt, hagelt es nur so amüsante Anschlussfehler in wenigen Sekunden bei Alicias Unterwäsche. Erst ist ihr Höschen weiß, dann ist es das blaue Bikini-Teil und schließlich hat sie plötzlich gar keine Unterwäsche an. Houdini hätte gestaunt! Dabei glotzen Elwes und die Kamera da doch ohnehin die volle Zeit drauf. Und nein, es war keine Traumsequenz. ;) Doch was sie kann, das kann er schon lange! Elwes lässt sich ebenfalls nicht lumpen und schlüpft in einer Szene, weit schneller als ihr diesen Satz hier gelesen habt, Superman-like von Handtuch zu Vollbekleidung, inkl. Knopfhemd und Gürtel! Respekt.

Wie ihr seht, hatte ich durchaus eine gewisse Freude an diesem Quatsch.

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crab1973

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Bewertung3.5Schwach

Ach ja... das Jahr 1993.
Die Dinos stampften durch die Kinos, man hörte Grunge oder Techno, sammelte seltsame Erfahrungen mit kleinen bunten Tabletten und auf MTV lief noch Musik.
Ebendort feierten Aerosmith ihr gefühltes zwanzigstes Comeback mit einer Ballade names Cryin´.
Ich war nie ein Fan dieser Band und der Song wäre mir warscheinlich auch nicht weiter aufgefallen, wäre da nicht der Clip gewesen in dem eine junges Mädchen, mit einem unverschämt sexy aussehenden Schmollmund, von einer Brücke sprang.
Das war sie dann, meine erste Begegnung mit Alicia Silverstone und ich war nicht der einzige Schwärmer. Viele andere sahen das ähnlich und so war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass sich sofort findige Produzenten daran machten ihr eine passende, hübsch gemeine Lolita Rolle auf den Leib zu schreiben.
Leider kam bei dem Streifen nicht allzuviel raus und verdientermaßen verstaubte der Film dann auch in den Videotheken als Beiprogramm.
Die Handlung ist eine Teenie Variante der "Verhängnisvollen Affäre", lässt kein Klischee aus und so etwas wie Spannung kommt selten bis nie auf.
Die Regie ist bestenfalls als uninspiriert zu bezeichnen und der gute Alan Shapiro ist bei TV-Filmen sicherlich besser aufgehoben.
Die Darsteller passenn sich diesem Niveau problemlos an, Cary Elwes (wird schon mal für "SAW" probegequält) bleibt blass, wobei man ihm zugutehalten muss das die Rolle auch viel zu eindimensional geschrieben ist.
Sweet Alicia macht das was sie am besten kann, nämlich einen hübschen Schmollmund. Viel mehr hat sie ihrem Charakter nicht hinzuzufügen und es fällt sofort auf, dass Drew Barrymore im ähnlich gelagerten "Poison Ivy" um Längen besser war.
Den besten Eindruck hinterlässt noch Kurtwood Smith (seit "RoboCop" immer gern gesehen), der selbst auf Autopilot immer noch besser spielt als alle anderen zusammen.
Das war es auch schon fast, viel zu vorhersehbar, lahm inszeniert kann der Film wirklich niemanden fesseln der in seinem Leben schon mehr als zwei Thriller gesehen hat.
Schade, schade Alicia... Das war dann mit dem ersten Film nix aber später durftest Du in "Clueless" ja dann Deinen ganzen Charme auspielen.

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