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Oh Boy

Oh Boy (2012), DE Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 01.11.2012


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7.7
Kritiker
26 Bewertungen
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7.8
Community
3207 Bewertungen
178 Kommentare
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von Jan Ole Gerster, mit Tom Schilling und Inga Birkenfeld

Oh Boy zeigt uns 24 Stunden im Leben eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt: Berlin. Der Film handelt von der Sehnsucht, am Leben teilzunehmen.

Eigentlich will Niko (Tom Schilling) nur einen Kaffe trinken, aber nicht daheim. Es zieht ihn hinaus in die große Stadt Berlin und er begibt sich auf eine Odyssee, die ihn vor allem mit sich selbst konfrontiert. Er geht stramm auf die 30 zu und hat bereits vor einiger Zeit sein Jura-Studium abgebrochen. Er lässt sich durch die Straßen der Hauptstadt treiben, lebt in den Tag hinein und beschäftigt sich unfreiwillig mehr mit den alltäglichen Problemen anderer Menschen als mit seinen eigenen. Niko wird dabei selbst fast unbemerkt zum Außenseiter, doch dann wird er mit der Realität und seiner eigenen Passivität konfrontiert: Mit seiner Freundin ist Schluss, sein Vater (Ulrich Noethen) verweigert die weitere finanzielle Unterstützung und ein Verkehrs-Psychologe stellt Niko die Diagnose ‘emotional unausgeglichen’, nachdem Niko durch Trunkenheit am Steuer seinen Führerschein abgeben musste. Die Reise führt ihn zu seinem depressiven Nachbarn (Justus von Dohnányi), ans Theater zu seiner alten Klassenkameradin Julika (Friederike Kempter), an ein Filmset und schließlich in eine Kneipe, wo er auf den schwer betrunkenen Friedrich (Michael Gwisdek) trifft. Doch was er eigentlich sucht, bekommt er nicht. Wenn es doch nur irgendwo in der Stadt noch einen normalen Kaffee geben würde!

Hintergrund & Infos zu Oh Boy
Der komplett in Schwarzweiß gedrehte Film Oh Boy feierte 2012 beim Filmfestival von Karlovy Vary Weltpremiere. Jan Ole Gerster, der Regisseur und Drehbuchautor von Oh Boy!, gewann 2012 im Rahmen des Filmfests München den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch. Jan Ole Gerster assistierte bei Good Bye, Lenin! dem Regisseur Wolfgang Becker und liefert mit Oh Boy sein Regiedebüt, das unter anderem von Schiwago Film und der Chromosom Filmproduktion produziert wurde.

Oh Boy zählte 2013 zu den großen Abräumern beim Deutschen Filmpreis und gewann unter anderem die Goldene Lola. Insgesamt wurde Jan Ole Gersters Debütfilm mit sechs Lolas ausgezeichnet. In den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Tom Schilling), Bester Nebendarsteller (Michael Gwisdek), Bestes Drehbuch (Jan Ole Gerster) und Beste Filmmusik (The Major Minors, Cherilyn MacNeil) konnte sich der deutsche Schwarzweiß-Film durchsetzen. (AP)

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Mehr Bilder (16) und Videos (10) zu Oh Boy


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Oh Boy
Genre
Drama, Komödie, Tragikomödie
Zeit
Gegenwart
Ort
Berlin, Berlin Mitte, Berlin-Ost, Kreuzberg, Prenzlauer Berg
Handlung
Berliner, Faulpelz, Jurist, Kaffee, Kneipe, Pech, Pechvogel, Pleite, Schauspieler, Scheitern, Sehnsucht, Student, Studentenleben, Theater, U-Bahn
Stimmung
Berührend, Eigenwillig, Witzig
Verleiher
Warner Bros./X-Verleih
Produktionsfirma
Arte, Chromosom Filmproduktion, Hessischer Rundfunk, Schiwago Film GmbH

Kritiken (18) — Film: Oh Boy

Xander8112: Xanders Blog

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8.5Ausgezeichnet

[...]
„Oh Boy“ ist ein wundervoller, nachdenklicher Film mit stimmungsvoller Musik und poetischen Bildern aus der Hauptstadt. Jan Ole Gerster gelingt es dabei vollkommen ohne die typischen Berlin-Klischees auszukommen, Tom Schilling zeigt seinen Charakter orientierungslos, teilweise distanziert anderen Menschen gegenüber, aber auch mitfühlend. Selten habe ich einer Filmfigur so sehr ihren Kaffee gegönnt.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.5Ausgezeichnet

Ein Film voller kleiner großer Momente. Für mich schon jetzt eine der schönsten Szene des Kino/DVD-Jahres 2013: Slacker Niko leistet einer alten Damen Gesellschaft, während ihr Enkel ein paar Zimmer weiter Turnschuhe und Drogen verkauft. Wenn Niko und die Rentnern kurz schweigend in die scheinbare Leere des Wohnzimmers sehen, stellt sich ein wohliges Gefühl ein. Ein Gefühl, dass man sich der Einsamkeit zumindest kurzzeitig widersetzt hat. Dieses seltsam befreiende wie vertraute Gefühl kehrt immer wieder zurück in "Oh Boy" und doch, bei der alten Damen wirkt es reinsten. Wahrscheinlich weil Niko hier nicht zu einer Gemeinsamkeit gezwungen wird, sondern diese Situation von sich aus wählt. Keine Ahnung. Ist ja auch vollkommen egal, scheißegal. Wichtig ist nur eines: "Oh Boy" ist kein guter Film. Es ist ein verdammt guter Film.

30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

JackoXL

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Verdammt richtig!


stuforcedyou

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ich weiß ;)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

Bestimmt ganz lieb gedacht und noch besser gemeint, der entsprechende Film zum Label. Prenzlberger-Lebensphilosophie gewiss ist natürlich auch dann nicht tiefsinniger, wenn Mittzwanziger-Trott und weinerliches Latte-macchiato-Befinden im filmhochschulgerechten Schwarzweiß dargereicht werden. Wie ernst man eine Produktion nehmen kann, die ihren romantisierten Verlierer gleich zu Beginn schon mit gesenktem Haupt in eine bedeutungsvolle Duschpose zwingt, als sei dies nicht eines der zwei, drei überstrapaziertesten Bilder des Kinos überhaupt, hängt wohl vom jeweiligen Verständnis eines guten Films ab. Ob ein derart kunstgewerblicher Tagesausflug in die selbstmitleidige U30-Bohème seine forcierte Tristesse mit all den schablonenhaften Typen, hochgejazzten Berliner Standards und aufgeschrieben wirkenden Dialogen in überartikuliertem Schultheatergestus aber in irgendeiner Weise anregend sein soll – das wissen dann bestenfalls jene zugezogenen Langzeitstudenten, deren modische Befindlichkeiten "Oh Boy" immerhin auf der Bildebene in schnieke hochgezogene Kontraste pfropft. Der Rest ist so ausgesucht banal wie filmisch absolut irrelevant.

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 27 Antworten

Le Samourai

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?


johnboy1979

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Unterschrieben!!!


JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

Der Abräumer des diesjährigen Deutschen Filmpreises hat jede seiner Auszeichnungen redlich verdient. "Oh Boy" von Jan Ole Gerster lässt den Glauben an das heimische Kino und vor allem dessen Humor wieder auferstehen.

In den letzten Jahren, und oft auch zuvor, war die Regel in deutschen Kinofilmen: Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht. Die ewig gleichen Beziehungsklamotten, das bieder-spießige Männlein-Weiblein-Peinlich-Gebalze auf Sat1 Fernsehfilmniveau, gruselige Ausflüge von im besten Fall mittelprächtigen (selbst das eher nicht) Comedy-Pfeifen und Allround-Nullapostel-Entertainern, die durch berechnende Produzenten, das eigene Überschall-Ego und dem Hang zum schnellen Euro auf die Leinwand losgelassen werden, Nuschel-Til und sein Gefolge, das ist doch die bräsige Realität. In dieser erfrischenden Perle steckt mehr Witz, nuancierter, überlegter und auf den Punkt treffender Humor, als in allen Geschichten aus der Kuschel-Kicher Gruft, die sonst Usus sind. Dabei ist "Oh Boy" eigentlich keine reine Komödie, die sein Publikum einfach nur zum Lachen bringen möchte, schafft dies aber so unbeschwert, clever und spielend, das es eine helle Freude ist.

"Oh Boy" zitiert und skizziert den absurden Alltag und seine skurrilen Ereignisse, überkonstruiert nichts und lässt einfach nur das Leben sprechen. Wir begleiten Nico einen Tag durch seine Umwelt, haben Teil an dem Unsinn der MPU, dem modernen Coffe-To-Go-Wahnsinn ("Welche Kaffeesorte kommt dem normalen Kaffee am nächsten?"), dem Ärger mit Fahrtkartenkontrolleuren, aufdringlichen Nachbarn, dealenden Halbgeweihten, einer selbstverliebten, ach so unkonventionellen Off-Theater Truppe (ein absolutes Highlight!), pöbelnden Agro-Teenies und redseligen Thekenbekanntschaften. Alles wirkt wie die Verarbeitung eigener Erfahrungen, genau-spitzfindisch beobachtet und pointiert vorgetragen. Das lebt, hat Herz, Geist und Seele. Eine bitter-süße Verliererballade über einen jugen Mann, der alle Chancen hatte und sie jedesmal fährlässig hergegeben hat. "Oh Boy" besitzt Melancholie wie Humor und wirkt teils gar poetisch vorgetragen. Die klug gewählten Schwarz-Weiß-Bilder, der wunderbare Soundtrack und nicht zuletzt die ausführlich genutzte Kulisse Berlins ergeben ein harmonisches Gesamtbild, mit einem herausragenden Tom Schilling, der wohl niemals besser war.

Hier steht keine Geschichte im Vordergrund, hier geht es um Menschen, Situationen, die kleinen Dinge des Alltags, die jedem von uns schon passiert sind oder könnten. Und die gehen so nah, dass wohl jeder Nico gerne ein Feuerzeug schenken oder endlich seinen Kaffee reichen würde.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 17 Antworten

dustin.schluter.7

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@Jacko: hab mir den gestern bestellt und gerade geschaut... kannste knicken dass du mir den abkaufen kannst ;)


JackoXL

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Jetzt hab ich den schon selber, ich wusste, das wird nix. ;)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

Allerweltsprobleme erglühen hier in einem so einmaligen Licht, und doch erkennt man sich und die verschiedensten Situationen aus dem eigenen Leben in unzähligen Nuancen und Augenblicken wieder. Die Melancholie geschwängerten Schwarz-Weiß-Aufnahmen der facettenreichen Großstadt begleiten „Oh Boy“ so herrlich angenehm und stimmig von einem Fleck zum anderen und dem wunderbaren Tom Schilling als Niko Fischer dabei zuzusehen, wie er eigentlich nur eine Tasse Kaffee trinken möchte, dadurch aber in eine lakonisch-sympathische Odyssee der ganz besonderen Sorte stolpert, ist einfach ein zwischen bedachten Späßchen und leichtherziger Introversion angesiedelter Hochgenuss. Manchmal fühlt sich „Oh Boy“ wie eine unaufgeregte Reise durch die Zeit an, in der liebenswerte Stationen der Vergangenheit noch einmal aufatmen dürfen, gleichzeitig jedoch muss es doch immer weiter in Richtung Zukunft gehen. Menschen kommen und gehen, schwadronieren und verstummen; Berlin Tag und Nacht – Nur in niveauvoll.

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SoulReaver

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Muss sehen ebenfalls auch! Moment...


Ben Kenobi

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Endlich nachgeholt! Und endlich mal ein Film, der hält was die Kritiker versprechen. Nice.


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Eigentlich hat „Oh Boy“ nicht viel zu sagen, aber drückt in unterhaltsamen, zugänglichen Sinnbildern ein kompliziertes Gefühl aus, das wohl alle kennen, die ihren Platz in dieser Welt nicht gerade auf Anhieb finden. In einer guten Mischung aus Komik und Melancholie, passend garniert mit leichtfüßiger Jazzmusik, gelingt Regisseur und Autor Jan Ole Gerster eine überzeichnete, aber auch einfühlsame Momentaufnahme eines jungen Suchenden in bester Jim-Jarmusch-Manier („Night on Earth“, „Coffee and Cigarettes“, „Broken Flowers“).

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O.Baumgarten: Schnitt O.Baumgarten: Schnitt

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9.0Herausragend

Die Art und Weise, wie Gerster seine Zuschauer aus Oh Boy entläßt, wie er uns seine Botschaft mitgibt, ist sensibel, klug und wunderschön.

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C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit

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9.5Herausragend

Jan Ole Gerster, der als Assistent von Wolfgang Becker und Absolvent der dffb sein Handwerk erlernte, beweist mit seinem ersten Kinospielfilm einen nie überzogenen, aber durchweg sichtbaren Stilwillen.

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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

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9.5Herausragend

Rundherum gelungenes Kinodebüt, das lässig, cool und gleichzeitig auch geistreich und intelligent ist.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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8.5Ausgezeichnet

Der Tonfall von Oh Boy ist so fein und präzise, dass er nichts von einem polternden Erstling oder gewichtigen Generationenpanorama hat.

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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Jan Ole Gerster ist ein kleines Wunder gelungen. [...] Der Film ist ein Schmetterling, dem man beim Entpuppen zu schauen kann. Und man möge Jan Ole Gerster wünschen, dass er mit diesem Entpuppen nicht aufhört, egal, was die Normierer sagen.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

In distanzierenden schwarz-weißen Bildern portraitiert Drehbuchautor und Regisseur Jan Ole Gerster in seinem Spielfilmdebüt nicht nur einen jungen Mann, sondern das ganze Lebensgefühl einer Generation, der vor allem eins fehlt: Orientierung, einfach ein Ziel in ihrem Leben (siehe Interview mit Regisseur Jan Ole Gerster auf meiner Homepage)

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Michael Ranze: film-dienst, Spiegel Michael Ranze: film-dienst, Spiegel

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7.5Sehenswert

[…] souverän handhabt Gerster den Wechsel der Stimmungen und hat doch ein Werk aus einem Guss inszeniert. Mit dem steten Wechsel der Orte entsteht nicht nur ein schöner, von Bild-Klischees entschlackter Berlin-Film, sondern auch das Porträt einer vielfältigen Metropole, in der unterschiedliche Lebensentwürfe möglich sind.

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Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

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8.0Ausgezeichnet

In vielerlei Hinsicht erinnert Oh Boy [...] an frühere Filme von Woody Allen. Dem Zuseher erschließt sich die Entscheidung nicht. Eine große Rolle spielt das aber nicht.

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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7.5Sehenswert

[...] So wird aus 'Oh Boy' eben keine larmoyante Etüde über eine verweichlichte, träumerische Generation. Obwohl zu befürchten steht, dass einige Zeitgenossen dem Film genau diesen Vorwurf machen werden.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Eine in vielem schlüssige Lebenszeitschilderung eines jungen Mannes im heutigen Berlin. Unterhaltend obendrein.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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8.0Ausgezeichnet

(..) Die Figur Nico Fischer, hat durchaus etwas Tragisches. Dennoch ist der Film stellenweise urkomisch. Er jongliert perfekt mit den Ingredienzien der Tragikomödie, einzelne Szenen haben gar die Qualität perfekt ausbalancierter Sketche, inklusive pointierter Dialoge und offenem Ende. Einen großen Anteil am Gelingen daran hat die schauspielerische Raffinesse von Tom Schilling. Der „ewige Jugendliche“ („Napola“), mittlerweile auch über 30, gibt den jungen Drifter Nico so überzeugend teilnahmslos und abwesend, dass sich sonstige Scene-Stealer vom Format eines Justus von Dohnany, Ulrich Noethen oder (in einer der schönsten Szenen des Films) Michael Gwisdek die Zähne an Nico Fischer ausbeißen.

Den perfekten Rahmen für diese tragikomische Tour bilden aber nicht nur die hervorragend besetzten Weggefährten, sondern vor allem die hervorragende Kamera von Philipp Kirsamer, dem es in kräftigen Schwarz/Weiß-Tönen immer wieder gelingt, ein ganz neues Berlin jenseits oft gezeigter Hipster-Romantik zu zeigen, oder der perfekte Schnitt von Anja Siemens, der dafür sorgt, dass das Episodenhafte nie unrythmisch wirkt. Unterlegt wird diese neue, mutige filmische Reise durch die hervorragenden, zurückhaltenden Klangteppiche der jungen Jazz-Formation „Major-Minor“, die aus „Oh Boy“ eine perfekte (filmische) Jazz-Improvisation machen, nie zu aufdringlich, mit zahlreichen Glanzlichtern, klug, verspielt, abseits jeglicher Larmoyanz und extrem leicht im Abgang. Klasse! Nicht verpassen!

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.0Herausragend

Jan Ole Gerster porträtiert in seinem Erstling einen lebensuntüchtigen Tagträumer, - mit dem nötigen Ernst, aber auch mit lakonischem Humor, erfrischender Situationskomik und pointierten Dialogen. Viele schräge Gestalten begegnen diesem Niko, der ihnen geduldig zuhört, wenn sie ihn auf seinen Streifzügen durch das urbane Berlin – mal mehr, mal weniger aufdringlich – mit ihren Problemen behelligen. Viele eigenständige Episoden sammeln sich da an, zwischen denen Gerster sich allzu leicht hätte verzetteln können. Doch verbindet er sie virtuos zu einem Reigen mit motivischen Parallelen und subtilen Spiegelungen.

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Kommentare (161) — Film: Oh Boy


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ArtYunkie

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Bewertung9.0Herausragend

Von Anfang bis Ende ein realitätsnahes Filmgut was sehr gut Einblick in eine auf sich gestellte Welt zeigt. Von den herrlichen Dialogen bis hin zum Farblosen Gefühl, was beschrieben wird, ist dies ein aufschlussreiches Werk, was keinem anderen Gerecht werden muss, dar es eher für sich alleinstehend im Kontext zu sich selbst steht. Das dies ein deutscher Film ist, wurde mir persönlich nur klar, durch die Präsenz von deutschen Schauspielern. Sonst hängt dieses Werk anderen in nichts nach. Ganz im Gegenteil.

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hablo92

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Bewertung9.5Herausragend

Selten war ich bisher so begeistert von einer schauspielerischen Leistung. Ich konnte richtig mit dem Hauptdarsteller mitfühlen. Auf mich wirkte der Film sehr echt. Er könnte genauso in Wirklichkeit abgelaufen sein. Einige Male musste ich auch ziemlich lachen. Vor allem bei den Kaffee-Szenen :D

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fennek

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist ein guter Film geworden. Und wenn _ich_ das über einen _deutschen_ Film sage, bedeutet es: es ist einer der besten deutschen Filme der letzten Zeit.

Es hätte ein RICHTIG guter Film werden können. Aber dann schlichen sich doch die typischen Probleme des deutschen Films wieder ein:

(Spoilerwarnung!)

Zum Einen die Drehbuch-Dialoge, die manchmal mit natürlicher Sprache bemitleidenswert wenig zu tun haben, und die von den Schauspielern nicht aufgeweicht werden. Am Unangenehmsten fällt hier Friederike Kempter's Julika auf. Ob Kempter nicht besser sein wollte, konnte oder durfte, weiß ich nicht. Ist aber für das Ergebnis auch unwichtig.

Und dann die eigentlich glaubwürdigen Dialoge/Monologe, die von ihren Schauspielern kaputt gespielt werden. Ulrich Noethen und Steffen Jürgens sind in ihren Rollen als (mit guten Gründen) Wütende kein Eintrittsgeld wert.

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Crumby7

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So lange hätte ich es nicht ohne Kaffe ausgehalten; von daher eine tolle schauspielerische Leistung.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lakonisch-lustig und unglaublich originell mit abgedroschenen Berlin-Bildern und einem jazzigen Sountrack, wie man es von Woody Allen kennt: Oh Boy ist eine Bereicherung fürs deutsche Kino!

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Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von den Begegnungen die Niko Fischer an einem Tag in Berlin erlebt, sind es vier, die den Film für mich auszeichnen. Da ist der Film im Film, ein Kommentar zu rührseligen (deutschen) Filmen über die Nazizeit, der wie der gesamte Film Komik und Tragik zusammenbringt. Dann trifft Niko auf seinen Vater und in dieser Auseinandersetzung spiegeln sich einige Probleme die in seinem Leben aufgelaufen sind. Das Zusammentreffen mit der liebevollen Oma eines, in ihrem Angesicht nicht weniger liebevollen, drogendealenden Enkels ist dann ein Ruhepol des Films und für einen kurzen Moment schafft es Niko ganz bei sich und im Reinen zu sein. Zum Schluss geht es dann in eine Kneipe und auf Niko wartet ein unverstandener alter Mann mit einer alten Geschichte. Ein kleiner Junge steht in der dunklen Nacht, umgeben von Feuer und zerbrochenem Glas, und weint. Gerade zwanzig Jahre sind vergangen seit die Republik ausgerufen, 51 Jahre bevor die Grenzen einer anderen Republik sich wundersam öffnen. Alles hier, in Berlin. Spiegelbild deutscher Geschichte und der Suche nach sich selbst.

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MonsieurTomate

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Kommentar wurde als möglicherweise bedenklich gemeldet und ist daher momentan ausgeblendet. Wir schauen ihn uns an und entscheiden, ob er wieder freigegeben werden kann oder nicht. Im Falle einer Löschung werden alle Antworten auf den Kommentar ebenfalls gelöscht.

Sternenfänger*

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Kennst du das, wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum irgendwie merkwürdig sind? Aber wenn du ein bisschen länger drüber nachdenkst, dann wird dir irgendwie klar, dass nicht die anderen, sondern dass man selbst das Problem ist?"

Ein schöner, feiner, kleiner Film, der mich auf seine Art sehr berührt hat.

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kaching3007

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Bewertung6.5Ganz gut

Mich hat fast jeder Charakter in dem Film aggressiv gemacht.

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Flunsi

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Bewertung7.0Sehenswert

Das ist mit Abstand der beste deutsche Film seit 15 Jahren und dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht. Der Trailer sah so vielversprechend aus.
Der Film hat zwar viele gute Szenen, aber auch ein paar Längen und mindestens zwei Szenen die ich für unglaubwürdig halte, insbesondere die letzte mit dem alten Mann. Als ob sich jemand nachts in der Bar für einen alten, betrunkenen Mann interessieren würde. ^^

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Underdog123

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ich halte die szene mit dem alten mann in der bar, auch für "eher unglaubwürdig", ferner hat mir das ende nicht gefallen, daher gab es von mir auch abzüge in der bewertung.
witzig ist natürlich die szene im coffeeshop (ich meine wer hat sich das nicht auch schon mal gedacht, als man sich bei starbucks oder balzac ein coffee-to-go geholt hat?) auch finde ich die szene bzw. die dialoge mit dem vater nach dem golfspielen für sehr gelungen; da hat sich sicher der eine oder andere berliner student, der von papa alles in arsch gesteckt bekommt, auch mit identifizieren können.


lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

Nachts in der Berliner S-Bahn.
Mein antriebloses, müdes Gesicht wird gespiegelt vom zerkratzten Fenster des Zuges, im Hintergrund rauscht der lebendige Puls urbaner Angetriebenheit vorbei. Ich hänge meinen Gedanken nach, Kopf gesenkt, Blicke meidend, unansprechbar, sprachlos.
Morgen muss entschieden werden.
Kaufe ich mittags einen Flavored Latte mit Caramel-Aroma bei Starbucks oder einen Caffè Latte mit Sojamilch beim Eltern-Kind-Café „Milchbart“? Oder besorge ich mir die Kaffeekapselmaschine “EXPRESSI” vom Aldi? Da spare ich auf die Dauer zwar Geld aber ob Papa mir die bezahlen würde...
Ach ich brauche Zeit zum Nachdenken, zum Entscheiden.
Bis dahin rauscht das Leben an mir vorbei...

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Murphante

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ooOOOOoooooaahrrrr ... und dann nur ne sieben :P *pfui* :D :P


lieber_tee

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Sehenswert ist der alltägliche Einblick in einen Stadt-neurotischen Losers.


mar (-ion-)

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

schöner kleiner film, wie aus dem leben!

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icebo3rg

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Bewertung9.5Herausragend

Ich halts ja nicht für möglich...es gibt sie doch noch: gute deutsche ernstzunehmende Filme. Dieser ist nicht nur ein hervorragender Film, sondern auch ein kleines Kunstwerk. Bewegend, lustig, ernst, makellos gespielt und nahezu philosophisch.

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KleeneFilmMaus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bester Tom Schilling Film, bester deutsche Film zur Zeit ,meiner Meinung nach

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FrDrSeltsam

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Bewertung6.0Ganz gut

Man muss wohl Berliner sein, um diesen Film wirklich schätzen zu können. Als Nicht-Hauptstadt-Verehrer fällt es mir schwer den Berlinbildern in schwarz-weiß die tiefere Bestimmung und der ziellos vor sich hin starrenden und durchs Leben treiben Figur des Niko Fischer etwas abzugewinnen. Irgendwie nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Lässt mich unentschlossen zurück.

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joschka.baumert

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Bewertung6.5Ganz gut

Als Hommage an Berlin funktioniert der Film, ganz verstehen tu ich den Hype dann doch nicht.
Viele Szenen hat mach schon haufenweise über Berlin gesehen hat, siehe Coffeeshop relativ weit am Anfang oder die beiden Ubahnkontrolletties.
Tom Schilling muss ich sagen überzeugt mich nur teilweise, ich mag seinen passiven Schauspielstil nicht. Oft wirkt er mir zu unsicher.
Warum er jetzt nix auf die Reihe kriegt und immer nachdenkend am Fenster sitzen muss, hab ich nicht so richtig verstanden. Er wirkte da für mich wie ein verzogenes Mittelstandsgör, dem ich zurufen möchte: "Na los Junge, fass dir ein Herz und zieh raus in die Welt", dieses typische Prenlauerberg - Clientel, was zu viel nachdenkt und sich die ganze Zeit selbstbemitleidet, dabei geht es anderen Menschen auf der Welt viel schlechter, um mal den Bogen ein wenig zu überspannen.
Für mich eine nette kleine Geschichte, die mehr sein will als sie tatsächlich ist.

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Tobe Berg

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Bewertung9.0Herausragend

Toller Film! Ich will nicht zuviel verraten, aber "Oh Boy" macht wirklich Spaß und vermittelt eine durchweg angenehme Atmosphäre beim schauen. Der Humor ist treffend und wird wohl dosiert eingestreut! Hinzu kommen einfach wunderschöne Bilder der geilsten Stadt Deutschlands. Hier passt wirklich viel. Einzig das abrupte Ende, das einen ziemlich ratlos stehen lässt und viel zu früh kommt, verhindern eine absolute Topwertung. Anschauen Leute!

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Donny Brandt

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dies ist mein Kommentar zu Wichtelaktion wer noch mitmachen möchte sollte sich bei Andy Dufrense melden.
Dieser Kommentar ist für meine Wichtelpartnerin Schlopsi, und ich hoffe das dich dieser Kommentar überreden kann den Film sich zu mindestens einmal anzuschauen, dir und allen anderen einen schönen 3.Advent und auf weiter tolle Kommentare bei dieser Wichtelaktion.

Oh Boy
„Bist ein einsamer Wolf, wa ?“
Michael Gwisdek, Oh Boy

Ja, Niko Fischer ist wirklich ein einsamer Wolf. Denn Niko Fischer ist ein junger Mann der lieber alleine ist als unter Leuten und dem die meisten Begegnungen mit anderen Menschen eher peinlich sind als ihm Freude zu bereiten , z.B die mit seinem Freund Matze. Außerdem ist Niko gerade auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens, weswegen er sein Studium abgebrochen hat, mit seiner Freundin nur noch gelegentlich Schläft und unbedingt einen Kaffee braucht.
Dieser Person dürfen wir jetzt einen Tag lang folgen, seine Begegnungen mit den Gestallten der Großstadt miterleben und für ihn hoffen, dass er endlich seinen Kaffe bekommt. Niko Fischer ist nicht gerade der typische Protagonist für einen Film. Er ist eher das Gegenteil und trotzdem habe ich egal was Niko getan hat Niko bei seinen Entscheidungen zugestimmt und ihn immer als nett und freundlich empfunden. Es war fast das gleiche Erlebnis wie bei Llewyn Davis, wahrscheinlich weil ich mich mit Niko identifizieren kann und ich glaube, dass in ein paar Jahren mein Leben genauso aussehen könnte. Doch zurück zum Film: Niko begegnet also auf der Suche nach dem Kaffe mehreren Personen die wahrscheinlich alle als Protagonisten interessanter wären als Niko. Doch diese Begegnungen und Nikos Verhalten lassen jede Szene zu einem kleinen Meisterwerk werden. Doch das ist egal denn Niko ist die ausgewählte Person die ausgesucht wurde um uns zu Entertainern. Doch Niko ist kein Entertainer und so sind mansche Szenen irre Lustig doch andere Szenen genau so ernüchternd. Genau so wie die Kunst. Niko ist Kunst für jeden und zu jeder Zeit einsehbar. Niko ist fast schon der Inbegriff von Kunst den Niko ist mal Verschwommen mal Klar. Doch eins ist er nicht er ist nicht geradlinig er nimmt immer den Umweg und nie die Überholspur obwohl er wahrscheinlich dazu fähig wäre. Das ist Nikos Leben nicht mehr und nicht Weniger. Ich werde jetzt nicht weiter erläutern was genau in den Szenen passiert, denn Oh Boy ist wie ein Episodenfilm bei dem Niko in jeder Episode mitspielt und was Niko in diesen Episoden erlebt sollte jeder für sich selbst erfahren.

Das zum „Inhalt“ jetzt noch ein klein bisschen zum Filmischen und dann habt ihr es geschafft.

Oh Boy ist im Endeffekt genial. Es ist schwer über einen Film eine Kritik zu schreiben den man einfach nur liebt. Ich habe am gesamten Film gar nichts aber auch wirklich gar nichts zu kritisieren. Es gibt Fantastische Musik es gibt Fantastische Bilder. Die Schauspieler wachsen alle über sich hinaus - weswegen die Europäische Filmpreisnominierung für Tom Schilling absolut verdient war - doch eine Person übertrifft meiner Meinung nach den ganzen Cast als Person im Film und als Schauspielerin: Frederike Kempter die Julika(Schwulika) Hoffmann spielt. Die frühere Klassenkameradin von Niko. Die damals so fett war das sie von jedem gehänselt wurde und jetzt extrem abgenommen hat. Frederike Kempter macht ihre Sache so gut das man es nicht in Worte fassen kann sie spielt in ihren 5 Minuten meiner Meinung nach alles an die Wand was es an die Wand zu spielen geht. Danach ist wieder Tom Schilling dran. Eine weitere geniale Sache am Film ist das Drehbuch. Als kleines Beispiel: Die Szene im Lokal wo Niko Julika wiedertrifft. Kurz bevor Niko Julika sieht, wird er von einer Frau bedient, die obwohl sie Deutsch versteht und wahrscheinlich auch spricht nur Englisch redet - wegen dem Coolness Faktor. Das ist absolut absurd und genial.
Um es noch mal zu betonen, Oh Boy ist genial, und jeder sollte Oh Boy zu mindestens einmal gesehen haben. Ein großes Lob an Jan Ole Gerster, der vielleicht nicht den Deutschen Film revolutioniert hat aber immerhin ein Meisterwerk abgeliefert hat.
Und wegen allen aufgeführten Punkten gibt es 10/10 Punkten.

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Lydia Huxley

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Klingt ja super! Schöner Text, Johann :) Wird vorgemerkt!


Donny Brandt

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@Lydia Huxley freut mich das er dir gefällt :)


Leen.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh Boy... bitte gebt diesem Jungen doch einen Kaffee!

Mich persönlich erinnert der Film und das Setting ein wenig an "Alice im Wunderland". Alle Menschen, die dem Hauptprotagonisten begegnen, scheinen "Einen an der Waffel" zu haben.

Wirklich schöne s/w Bilder werden hier mit Jazz-Musik untermalt.

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brainchild

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erich Kästners 'Fabian' ins 21. Jahrhundert verfrachtet. Die Nazis sind mittlerweile nur noch im Filmstudio und in längst vergangenen Erinnerungen präsent. Sonst scheint sich seit Weimar nicht viel verändert zu haben. Orientierungslose Twens, die den Königsweg zwar kennen, ihn aber trotzdem nicht zu Ende schreiten. Die durch Begegnungen so zufällig wie alltäglich stolpern und irgendwie nirgendwo so richtig reinpassen. Immer kurz davor, von Berlin aufgefressen zu werden. Man muss sich auf die Stadt und ihre Bewohner einlassen, sie zugleich ernst und mit Humor nehmen. Und dann sind es gerade diese Begegnungen, die dein Leben unglaublich bereichern.
'Oh Boy' ist genau so.

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brainchild

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Ist ne Spur zynischer als Oh Boy, aber die Parallelen sind für über 80 Jahre Abstand schon erstaunlich!


dannydiaz

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hat noch keiner gesehen diese Ähnlichkeit. respekt.
bisherige Vergleiche waren Celines "Reise bis ans Ende der Nacht" und La Rochelles "Das Irrlicht" .



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