Die Brücke am Kwai

The Bridge on the River Kwai (1957), GB/US Laufzeit 161 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 07.03.1958


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.8
Kritiker
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9
Community
3299 Bewertungen
22 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von David Lean, mit William Holden und Alec Guinness

Britische Kriegsgefangene der Japaner und ihr Kommandant, Colonel Nicholson, werden gezwungen, eine Eisenbahnbrücke über den River Kwai zu bauen. Gegen die unmenschliche Behandlung durch den brutalen Colonel Saito setzt Nicholson außergewöhnlichen Mut und Einfallsreichtum. Die Brücke wird für ihn und seine Soldaten zum Symbol des Widerstandes und Überlebenswillens. Zwischenzeitlich hat das britische Oberkommando einen Kommandotrupp beauftragt, diese Lebensader des Feindes zu zerstören.

  • 37795279001_1860646236001_th-5061c2314facb0e4f58b1aee-1592194023001
  • Die Brücke am Kwai - Bild 6387648
  • Die Brücke am Kwai - Bild 15366
  • Die Brücke am Kwai - Bild 15365

Mehr Bilder (4) und Videos (2) zu Die Brücke am Kwai


Cast & Crew


Kommentare (22) — Film: Die Brücke am Kwai


Sortierung

Durnomagus

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein genialer Kriegsfilm mit einer recht subtilen, aber durchaus vorhanden, "Anti-Botschaft". Der Film persifliert auf ernste Weise kriegerisches Heldentum, überkommene Vorstellungen von Disziplin, Mut und Offiziersehre und stellt deutlich die menschliche Zurechnungsfähigkeit von militärischem Führungspersonal in Frage.

(Kleiner Spoiler!)

Die einzig "normalen" Personen in diesem Werk sind nämlich ein Arzt und ein Matrose, der sich - ironischerweise - als Offizier ausgibt. Sämtliche übrigen ranghöheren Offiziere sind, wie der Doktor am Ende zutreffend festhält, wahnsinnig. Ein japanischer Lagerkommandant, der sich der mittelalterlichen Samurai-Tradition verpflichtet fühlt und beständig mit dem Gedanken spielt, sich wegen der drohenden übergroße Schande seins eigenen Versagens den Bauch aufzuschlitzen. Ein britischer Colonel, der seine Prinzipientreue und Vorstellung eines echten "britischen" Soldaten über sein eigenes Leben und das Wohl anderer stellt, sich ein unsterbliches Denkmal mit einer Brücke setzen möchte, während er überdies auch noch vergisst, auf welcher Seite er eigentlich steht. Nicht zu vergessen Spezialkommando-Offiziere, die den Krieg für eine Art "kolossales" Tennismatch halten - fast so unterhaltsam, nur eben etwas "kolossal" tödlicher. Und am Ende? Nun, am Ende fliegt ihnen dieser Wahnsinn buchstäblich um die Ohren.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Cellmorbasg

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Colonel Nicholson und Commander Shears sind die militärischen Antipoden schlechthin. Hier Pflichterfüllung und buchstabengetreue Auslegung der Gesetze sowie die Hingabe des eigenen Lebens für das Militär, da ein möglichst leichtes und schnelles Ende der Mission um endlich wieder dem eigenen Leben nachgehen zu können. Zunächst der aussichtslose Kampf des Colonels gegen seinen japanischen Gegenspieler, dann die aussichtsreiche Mission zur Sabotage durch die Wälder Südostasiens und zwischendrin: der Bau der Brücke am Kwai. Die Ausarbeitung der Gegensätze, die verwickelt konstruierte Geschichte und die hervorragenden Schauspielerleistungen machen die militärischen Widersprüche offenbar. Pflichterfüllung und gesunder Menschenverstand oder auch das Herz am rechten Fleck zu haben, dass passt nicht immer zusammen. Wie so häufig, kommt die Einstellung für oder gegen den kriegerischen Eid nicht aus dem Film, sondern aus dem Innern. Alec Guinness verkörpert in wirklich genialer Weise das, was ich abscheulich finde. Nur einmal behält er die Oberhand über den amerikanischen Commander. Als der sich einen leichten Fuß macht, rettet der Colonel ein ganzes Bataillon. Doch das geschieht, wie könnte es anders sein, unabsichtlich. So umweht den Film immer auch eine Brise Humor, die das eigentlich schwer beladene Thema erträglich macht.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

wollt den schon abgeben ..einglück hab ich ihn verlängert.richtig lustig dieses spiel zwischen colonel nicholsen und colonel saito.wahnsinns film! wahnsinn.....g

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Abettertomorrow

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Klassischer, zeitloser Kriegsfilm mit einem sensationellen Alec Guiness.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

MyNameIsNobody

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein richtiger Kriegsfilm!
einer der auch mal richtig gemacht wurde und zwar auch ohne Happy End denn Kriegsfilme können kein Happy End haben! Ein kritischer Kriegsfilm denn jeder gesehen haben muss!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

ezemeze

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großartiger bildgewaltiger extrem gut erzählter Film. Die Szene im Dschungel mit den Fledermäusen ist so dermaßen genial. Anschauen!!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Canis Majoris

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wozu baut man etwas? Klar!: Letztlich wohl, damit es irgendwann wieder zerstört wird. So ist das Leben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guggenheim

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Immer noch sehr frisch, fraglos von hoher Qualität, mit beeindruckenden Szenen - und dennoch: "Die Brücke am Kwai" hat das Problem, dass die Story für die 160 Minuten Laufzeit einfach zu wenig hergibt. Dadurch entsteht Geplänkel, das die Geschichte nicht vorantreibt, sondern nur als Lückenfüller dient. Dennoch ist es natürlich ein Hochgenuss, den grandiosen Schauspielern, allen voran Alec Guinness, und David Leans toller Inszenierung zuzugucken.

Schließen möchte ich mit einem alten Kalauer:

Mutter, Vater, Kind, Opa und Oma sitzen abends zusammen und gucken fern. Da geht das Gerät plötzlich kaputt. Daraufhin beschließt die Familie, Filmscharade zu spielen. Opa ist als erster dran, schnappt sich den Hund und wirft ihn gegen die Wand.
Mutti traut sich: "Ist das 'Hunde, wollt ihr ewig leben?'"
"Richtig!", erwidert der Opa. Die Mutter ist dran, schnappt sich den Papagei und drapiert ihn auf dem Kaktus.
"Die Dornenvögel!" entfährt es der Oma.
Da das korrekt ist, darf Omi nun. Sie nimmt ihr Gebiss aus dem Mund und hängt es an den Zwölfender im Wohnzimmer. Keiner kann sich einen Reim darauf machen, weshalb Oma auflöst: "Das ist 'Die Brücke am Gweih'!"

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

cine

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Kolossal, wirklich kolossal!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ash-williams

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Die Brücke am Kwai ist toll ausgestattetes Kino, spektakulär in Szene gesetzt von David Lean. Alec Guiness und William Holden spielen gewohnt gut. Das Drehbuch ist solide, aber mehr nicht. Insgesamt ist der Film leider etwas zu lang geraten. Daher kommt es im Mittelteil zeitweise zu einige Längen. Die Brücke am Kwai ist daher ein sehenswerter Film, der mit einem tollen Finale aufwarten kann. Warum der Film gegen 12 Angry Men und Witness for the Prosecution den Oscar für den besten Film gewonnen hat kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Zuallererst: Ich würde "Die Brücke am Kwai" nicht wirklich einen Anti-Kriegs-Film nennen, dafür kommt alles viel zu heroisch und männlich daher. Ich empfand ihn eher als Abenteuer-Film mit Krieghintergrund. Denn nur weil aufgezeigt wird, was für Sinnlose Sachen im Krieg passieren, dem Film eine sonderlich kritische Haltung zuzuschreiben, finde ich etwas Übertrieben. Selbst "John Rambo" vermittelt mir, dass im Krieg blödsinnige Scheisse passiert...und wird trotzdem nicht als pazifistisches Kleinod wahrgenommen.
Der zweite Punkt der mir den humanistischen Aspekt ziemlich vermiest: die Japaner hier sind, bis auf minimale Ausnahmen, böse, sadistisch und auch oft auch ziemlich beschränkt. Dadurch entsteht teilweise fast schon wieder so etwas wie ein Rechtfertigung für den Krieg. Selbst Ende der 50er hätte man da schon etwas differenzierter rangehen können.
Filmisch ist das ganze natürlich hervorragend umgesetzt, auch wenn David Lean hier nicht die epische und auch optische Grösse von "Lawrence von Arabien" und "Doktor Schwiwago" erreicht. Dies mag aber auch einfach an der Art der Geschichte liegen, die einfach nicht soviel hergibt. Gerade den Handlungsstrang des geflüchteten Shears empfand ich teilweise als recht langatmig, einfach weil der Part im Gefangenen-Lager Inhaltlich, wie auch Optisch viel Aufregender ist. Hinzu kommt, das die Figuren des Nicholson und Saito mit ihrem Psychokrieg den Film fast im Alleingang tragen, vorallem Alec Guiness brilliert hier tatsächlich.
Ein guter, etwas zu langer Abenteuer-Film, der aber weder Inhaltlich, noch Optisch so überzeugen konnte, wie ich mir es erhoffte. David Leans "Männliche" Sicht der Dinge gibt dem ganzen hier einen etwas negativen Touch...dieser Aspekt ist zwar durchaus auch in "Lawrence von Arabien" vorhanden, fiel dort aber nicht so sehr auf, da der Film soviel Grossartiges daneben zu bieten hat. "Die Brück am Kwai" hat diese Qualtität aber leider nicht.
Schade aber toll.

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

gunnar.wilhelmi

Antwort löschen

"Der zweite Punkt der mir den humanistischen Aspekt ziemlich vermiest: die Japaner hier sind, bis auf minimale Ausnahmen, böse, sadistisch und auch oft auch ziemlich beschränkt. Dadurch entsteht teilweise fast schon wieder so etwas wie ein Rechtfertigung für den Krieg. Selbst Ende der 50er hätte man da schon etwas differenzierter rangehen können."
Der Film ist nicht nur in diesem Punkt eurozentrisch. Das beim Bau der Death-Railway gut 200.000 asiatische Zwangsarbeiter, von denen nur die Hälfte überlebte, mitwirkten, findet praktisch keine Erwähnung.

Na wenigstens erhielten die privaten engl. Besitzer in Burma eine Enstschädigung für das requirierte Material, dass Thailand für den Teil der Strecke bezahlen durfte, die auf seinem Territorium lag.


moviereporter

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Wenn Meisterregisseur David Lean eines versteht, dann ist es Stimmungen zu kreieren, die von Atmosphäre und Intensität kaum zu überbieten sind. Ob eine staubtrockene Wüste in Arabien, ein bitterkaltes, verschneites Sibirien oder ein dampfigheißer Dschungel in Thailand - die Bilder treffen in Mark und Bein und man spürt das Klima nahezu am eigenen Leib.

Leider kommt 'Die Brücke am Kwai' nur schwer in die Gänge und wirkt im Mittelteil geradezu behäbig. Erst nach einer anderthalben Stunde kommt dann Zug in den Haufen und der Film wird richtig gut. Schauspielerisch und handwerklich große Klasse. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios - wenn man die damalige Ausrüstung bedenkt, die durch den Urwald geschleppt werden musste -Hut ab.

Zum großen Wurf hats Meiner Meinung nach nicht gereicht - dafür lässt die Story ein wenig Temperament vermissen. Ob es dann auch gleich sieben Oscars hätten sein müssen- darüber lässt sich auch streiten. Die für Kamera, Hauptdarsteller und Regie sind aber auf jedenfall berechtigt.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Sehenswerter siebenfach-oscarprämierter Klassiker, mit einem gut aufgelegten Sonnyboy William Holden, der Alec Guiness, in der Rolle der personifizierten Willenskraft, in nichts nachsteht. Legendär natürlich auch der "Underberg-Song"! ;o)

Ob nun allerdings "Die Brücke am Kwai" unbedingt als Antikriegsfilm durchgehen muss, lass ich mal dahingestellt, denn dafür ist der stellenweise recht lockere Humor meines Erachtens fehl am Platz, zumindest aber recht gewöhnungsbedürftig. Daher betrachte ich Leans Werk auch eher als eine Art tollen Abenteuerfilm vor einer prächtigen Kulisse, der ein grandioses Ende bereithält!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tyler.Fincher

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film ist anfangs etwas schleppend. Aber nach 15-20 Minuten geht’s aufwärts. Sehr realistisch inszeniert und dabei ungeheuer unterhaltsam. Interessant zu sehen wie sich die 2 Sturköpfe ihr Duell liefern und keiner von beiden so richtig nachgeben will. Auch die Parallelhandlung mit Shears kann überzeugen. Die Spannung die sich in den letzten 30 Minuten aufbaut ist fast unerträglich und man selbst ist zwiegespalten mit wem man jetzt mitfiebern soll. Gerade der Aspekt ob Alec Guiness Charakter zu weit gegangen ist oder nicht ist hier überaus interessant.

Mit tollen Bildern (bei diesem Film spürt man die Hitze förmlich), gut aufgelegten Darstellern und einer interessanten Ausgansposition am Ende bei dem der Zuschauer mit zweigeteilter Meinung vor dem Fernseher sitzen dürfte kann "Die Brücke am Kwai" unterhalten und zum Nachdenken anregen. Toller Antikriegsfilm.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Antikriegsfilme aller Zeiten. Glänzend besetzt und packend erzählt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

notsch

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alec Guiness großartig! Zeitloses Meisterwerk.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Lichtspielamigo

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gut gemachter Film, der letztlich eine britische - und angeblich auch deutsche - Eigenschaft thematisiert: das Engagement für eine Sache an sich - in diesem Fall die betreffende Brücke - unter Aufgabe aller anderen persönlichen und sonstigen Gesichtspunkte. Und die Handlung macht aus dem Umstand, daß aus dieser Tugend auch eine Untugend werden kann, die den Zuschauer bewegende Tragödie.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tyler__Durden

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"This is just a game, this war! You and Colonel Nicholson, you're two of a kind, crazy with courage. For what? How to die like a gentleman... how to die by the rules - when the only important thing is how to live like a human being."

Mit "The Bridge over the River Kwai" schafft es David Lean zwar nicht an die Größe seines Meisterwerkes "Lawrence of Arabia heranzukommen was aber auch nicht weiter schlimm ist. Mit diesem Film gelang es Lean einen Kriegsfilm zu drehen der die absolute Sinnlosigkeit genau dessen darstellt was ihn dann wohl zum Anti-Kriegsfilm macht. Begleitet wird der Film mit herausragenden Leistungen allen voran von Alec Guinness.
Mit dem Wort "Madness!" und den Bildern der Zerstörung und des Tod verlässt uns der Film aus seinem Bann. Und lässt in dem Zuschauer Fragen aufkommen die kaum ein Kriegsfilm zuvor so klar und deutlich, ohne Erhobenen Zeigefinger oder Holzhammer Moralpredigt nach langem nachdenken beantwortete.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

DoM

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"doctorgonzo" . . . keine weiteren Worte! Korrekt ;)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

StevenSeagel

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film übertrifft einiges was ich davor gesehen habe. Umwerfende Schauspieler und eine tolle Atmosphäre machen diesen Film zu einem Klassiker. Die sieben Oscars hat er sich wirklich verdient.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch