Die dunkle Seite

Die dunkle Seite (2008), DE
Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Thriller

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- Kritiker
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von Peter Keglevic, mit Hilmi Sözer und Misel Maticevic

Nachdem der Gemüsehändler Mehmet Üsker ermordet wurde, wird der Polizist Kommissar Menemenci auf den Fall angesetzt. Gleichzeitig ist die Detektivin Vera Gemini auf der Suche nach einem ehemaligen Fremdenlegionär, der aber schon seit Jahren als tot gilt. Es stellt sich bald heraus, daß es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen geben muß.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Die dunkle Seite

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Iwan Goratschin

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Expolizistin und Detektivin muss schon ziemlich naiv sein, wenn sie derart auf ihren Auftraggeber hereinfällt.
Warum zum Teufel war der Auftraggeber nicht allein in der Lage, die Schwester zu finden und zum Reden zu bringen. Dazu brauchte er doch die Detektivin nicht.
Alles in allem also ziemlich unglaubwürdig.
Ich muss mal das Buch lesen, vielleicht ist es dort logischer.

Trotz allem aber ein actionreicher und spannender Film - aber eben nichts weltbewegendes.

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viewer

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Bewertung4.0Uninteressant

Abgesehen von den bei RTL obligatorischen und in diesem Fall völlig unnötigen visuellen Spielereien (schnelle Schnitte, verwackelte Kamera und Sepia-Look bei Rückblenden und wenn man wieder eine schlimm zugerichtete Leiche zu sehen ist) hätte der Film fast schon als Tatort oder schlimmer noch als "Ein Fall für Zwei" durchgehen können.
Ermittlung wie bei den Öffentlich-Rechtlichen: Auf der Schnitzeljagd nach Hinweisen werden Zeugen und Beteiligte aufgesucht (selbstverständlich auch in einem Strip-Club) und verhört.
Hauptdarstellerin Faroutan lässt ab und zu durchblicken, dass sie durchaus auch mehr als nur die bösen Blicke und hölzernen Dialoge hätte spielen können. Leider ließ man sie nicht. Entweder sie ist die verhärtete Heroin (der Film wird auch nicht müde, in immer wiederkehrenden Rückblicken zu erklären, warum) oder die ganz, ganz Verletzliche. Dann darf sie nackt und gebrochen unter der laufenden Dusche sitzen.
Ansonsten ist der Film erschreckend arm an Spannung. Die Detektivin ist nur Ermittlerin und selbst so gut wie nie in Gefahr (außer natürlich am obligatorischen Ende, wenn sich die Heldin - so wie IMMER bei dieser Art von Krimis - ALLEIN zum Bösewicht aufmacht, und sich so unnötig in Gefahr begibt).
Irgendwie wirkt der Beruf der Detektivin, die diesen Fall von Beginn an verbissen untersucht (obwohl sie ja keine persönliche Verbindung dazu hat), so amerikanisch und weltfremd. Lachen musste ich, als sie von Matičević am Anfang den Auftrag bekommt. Da sitzt sie cool in ihrem Sessel und aus dem Nichts steht plötzlich dieser mysteriöse Mann an ihrem Tisch (hat sie keine Eingangstür?) und hat diesen mysteriösen Auftrag für sie... Erinnerte mich stark an die Fielmann-Werbung! ;-)

Ach, der Film hatte noch einen entscheidenden Unterschied zu einem "Tatort": Damit der einfache RTL-Zuschauer die lineare Handlung auch wirklich versteht, wiederholt die Detektivin ihre neuesten Ermittlungsergebnisse und spricht sie immer wieder auf ihr Diktiergerät. Zur Sicherheit spricht sie dabei auch ihre Gefühle auf Band, damit wirklich auch jeder mitbekommt, dass sie ihren mysteriösen Auftraggeber attraktiv findet.
Nachtrag: Richtig schlechte 11,4% in der Zielgruppe, sogar nur 8,3% Gesamt, das schlechteste Ergebnis für ein RTL-Movie seit mind. 2 Jahren! So katastrophal hätte ich die Quote nicht erwartet. Lag wahrscheinlich auch an dem nichtssagenden Trailer.

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Darbon

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Bewertung2.5Ärgerlich

Aus einem passablen Schätzing-Krimi ist ein RTL-Krimi entstanden, dessen Heldin sich in ihrer Konfliktlösung jenen Unterschichtlern anbiedern muss, die lieber prügeln statt zu denken: Du wirst geprügelt? Klar, lerne selbst loszudreschen und hau einfach drauf. Nach einigen Schlägen auf die Birne wirst du deines Verstandes etwas verlustig und lässt dich trotz einer Visitenkarte als Detektivin ordentlich verschaukeln. Schade für die großartige Melika Foroutan, deren Vera Gemini im Roman zwar trainiert ist, aber nicht zu "8 Miles" boxt, sondern sich als Prügelopfer aus Enttäuschung und Entsetzen vor Männern zurückzieht. Somit verschenkt die Verfilmung jedes nachvollziehbare Motiv, aus der die Anziehung zwischen Foroutan und Mišel Matičević sich erklären lässt.

Während die Darsteller exzellent sind, ist die Musikauswahl grauenhaft und biedert sich Schäferkordts "Zielpublikum" an. Da Peter Keglevic ein ansonsten versierter Regisseur ist, vermute ich die Schuld nur beim Sender, denn dass Drehbuchautor Osburg den Roman so schändlich adaptieren wollte, traue ich ihm nicht zu: Spannung und Atmosphäre aus der Vorlage werden nicht genutzt, stattdessen technischer Firlefanz von rasanten und einfrierenden Bildern, der von der Geschichte ablenkt.

Das unnötig brutale Finale ist an Unerträglichkeit kaum zu überbieten, da wird ein Zusammenhang zu Veras Ex-Mann konstruiert und drei Figuren, die im Roman überleben, werden hier niedergemetzelt, damit Fighter Vera Gemini nochmals in den Ring steigen darf. Alles in allem noch recht spannend - Verdienst der Vorlage Schätzings und der Hauptdarsteller Matičević und Faroutan, die ich gern wiedersehen möchte - aber nicht unbedingt auf RTL.

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