Léon - Der Profi

Léon (1994), US/FR
Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 19.01.1995

8.1 Kritiker
88 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.2 Community
27814 Bewertungen
257 Kommentare
Léon - Der Profi - Bild 2735880
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von Luc Besson, mit Jean Reno und Gary Oldman

Wenn es um Auftragsmorde geht, ist der wortkarge Léon der Profi schlechthin. Im Job beseitigt Léon (Jean Reno) im Auftrag der italienischen Mafia zuverlässig und sauber konkurriende Drogenhändler, privat lebt er zurückgezogenen in einem New Yorker Mietshaus. Als die Familie seiner 12-jährigen Nachbarin Mathilda (Natalie Portman) von korrupten Polizisten des Drogendezernats erschossen wird, nimmt Léon das Kind widerwillig bei sich auf. Mathilda schwört Rache an den Mördern ihres kleinen Bruders und schlägt Léon einen Deal vor: sie bringt dem Analphabeten das Lesen und Schreiben bei und hilft ihm im Haushalt, im Gegenzug dazu bildet Léon das Mädchen zur Killerin aus. Léon hat zunächst Gewissensbisse, doch sind die Polizisten (u.a. Gary Oldman) hinter Mathilda her, um sie als einzige Augenzeugin zu beseitigen.

Die Idee zu Léon – Der Profi hatte Drehbuchautor und Regisseur Luc Besson bereits beim Dreh des Films Nikita, in dem Jean Reno ebenfalls einen Auftragskiller spielte. Besson hatte das Gefühl, das die Psyche des Killers nicht genügend ergründet wurde und holte dies mit Léon – Der Profi nach. Reno war demnach von Anfang an als Killer Léon vorgesehen, auch als Keanu Reeves und Mel Gibson jeweils großes Interesse an der Rolle zeigten. Im ursprünglichen Drehbuch von Luc Besson waren deutlichere sexuelle Spannungen zwischen den Hauptfiguren vorgesehen, doch wurden die entsprechenden Szenen für die amerikanische Kinofassung von Léon – Der Profi herausgeschnitten. Mittlerweile sind sie auf der internationalen Kauf-DVD zu sehen.

Die junge Natalie Portman war vom Drehbuch zu Léon – Der Profi hochbegeistert und setzte alles daran, die Rolle der Mathilda zu bekommen. Portman schaffte es zwar, sich gegen etwa 2000 andere Bewerberinnen durchzusetzen, doch konnte sie die Casting-Agenten erst im zweiten Anlauf von sich überzeugen. Diese waren zunächst der Meinung, dass Portman mit elf Jahren zu jung und unerfahren für die Rolle sei. Mit der Szene, in der Mathilda um den Verlust ihres Bruders trauert, konnte Portman mit der Tiefe ihrer Emotionalität beeindrucken. Mit Léon – Der Profi gab Portman ihr Spielfilm-Debüt und konnte sich bereits in jungen Jahren sofort in Hollywood etablieren. (JW)

  • DVD
Erscheinungstag: 03.02.11
  • Léon - Der Profi - Bild 31196
  • Léon - Der Profi - Bild 31198

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Kritiken (5) — Film: Léon - Der Profi

Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F... Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F...

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9.0Herausragend

Wo Nikita noch düsterer war und mehr auf Realismus setzte, besticht Léon – Der Profi mit vielen romantischen und komischen Elementen, die kaum unwahrscheinlicher sein könnten. Der krasse Gegensatz zu den Gewaltszenen, die Besson mit aller Brutalität inszeniert, wird so noch erschreckender. Jeder, der bei dem Film ein realitätsnahes Porträt eines Killers erwartet, wird enttäuscht, jedoch macht gerade die Mischung aus den kaltblütigen Morden und der liebevoll erzählten Romanze den Kultstatus von Léon – Der Profi aus.

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TheCorey: MovieMaze

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9.0Herausragend

Es sind fraglos die Leistungen der drei Hauptdarsteller, die dafür sorgen, dass "Léon" trotz seines übertriebenen Charakters so wunderbar funktioniert. Angefangen mit Jean Renos wunderbar naivem Spiel des vermeintlich eiskalten Killers mit Prinzipien. Für Reno war es die letzte Zusammenarbeit unter der Regie von Besson und zugleich die vermutlich beste und einprägsamste Figur seiner Karriere. Sein Léon ist eine liebevolle und zugleich bedrohliche Figur zugleich, perfekt nuanciert von dem gebürtigen Marokkaner. "Léon" ist ein emotionaler Thriller über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch füreinander geschaffen waren, sowie einer Geschichte von zwei Welten, die nicht miteinander verschmelzen sollten und es doch taten.

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sushi25: movie-fan.de

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7.5Sehenswert

Jean Reno als etwas einfältiger Killer ist klasse. Eine tolle Reise auf die Luc Besson einen hier mitnimmt.

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Xander8112: at the movies

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10.0Lieblingsfilm

“Ist das Leben immer so hart oder nur, wenn man ein Kind ist?” - “Es wird immer so sein.”

Léon nimmt sie bei sich auf, und so stoßen zwei Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Léon, Analphabet, mit geringer Bildung, als junger Mann von Tony aufgenommen und zum Killer ausgebildet worden, und Mathilda, das Kind, das Léon im Grunde noch ist, das aber erwachsen sein will.
Mathilda möchte auch ein Cleaner sein und bittet Léon, sie auszubilden. Léon, von der Situation und dem “Liebesgeständnis” des Mädchens völlig überfordert, willigt ein.

“Du liebst deine Pflanze, hab ich Recht?” - “Sie ist mein bester Freund: Immer fröhlich, keine Fragen… Und sie ist genau wie ich, siehst du: Keine Wurzeln.”

“Léon der Profi” ist ein Film, wie es ihn öfter geben sollte. Doch würde es ihn öfter geben, wäre er nicht mehr herausragend, nicht mehr besonders. Die sich vertiefende Beziehung zwischen Léon und Mathilda bleibt immer nachvollziehbar, und eins stellt sich sehr schnell heraus: Diese Geschichte kann kein Happy End nehmen. Jean Reno und Natalie Portman sind die Idealbesetzung, wer sonst könnte diesen Killer, seine Wandlung und seine Motive besser zum Ausdruck bringen? Nach diesem Film kann man diese Frage nicht mehr beantworten.

“Léon” bietet Action, Gefühl, Spannung und Dramatik, und doch werden all diese Beschreibungen diesem Film nicht gerecht.
Es gibt viele Filme (die ich nicht mal gesehen hab), die man als Filmfan kennen muss. “Léon der Profi” gehört definitiv dazu.

http://xander81.wordpress.com/2008/03/23/kritik-leon-der-profi-directors-cut/

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Ribelle

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Die Zitate die du hier aufgeführt hast, sind auch meine Lieblings Zitate....Leon der Profi ist mit Abstand mein Lieblingsfilm


alanger

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mein lieblingsmetermesser ist mit abstand der zollstock aus dem bauhaus.


KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

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10.0Lieblingsfilm

Dieser Film sollte zum Pflichtprogramm für jeden Film-Fan gehören. Luc Besson hat hier ein Meisterwerk geschaffen, dass den Zuschauer mit seinem actiongeladenen Beginn an die Couch fesselt, anschließend durch eine umfassende Charakterstudie beeindruckt, um sich dann wieder der Action hinzugeben.

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Kommentare (253) — Film: Léon - Der Profi

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SalocinRocknRolla

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Bewertung10.0Herausragend

Leon sagt "Das hier ....ist von Mathilda." und ich muss weinen.

Super Film, super Regiearbeit, super Story und vor Allem die Besten Schauspieler überhaupt. Allen voran die Kleine Natalie Portman als Mathilda, die super mit Jean Reno harmoniert und ihn und Gary Oldman des Öfteren fast die Show klaut. Es sollte auch einen Oscar für Jungdarsteller unter 18 Jahren geben. Natalie Portman hätte ihn hier verdient gehabt.

Die Gewaltdarstellungen sind recht detailgetreu und eventuell auch grausam, aber tut der Wirkung des Films gut.

Einer meiner Lieblingsfilme! Top! Und zudem weit, weit weg von "sinnlosen Rumgeballer".

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HulktopF

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Bewertung9.5Herausragend

ein hoch auf den ringtrick ♥

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FilmFreeza

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Bewertung7.5Sehenswert

Léon – Der Profi
Leben und leben lassen, bzw. leben und nicht leben lassen, dass sind die Beiden Einstellungen von Leon – Dem Profi in diesem Film.
Die erste Einstellung, ist auf sein Privatleben bezogen. Zurückgezogen und einsam, lebt der „Cleaner“ oder auch einfach Profikiller, Leon in einer heruntergekommenen Bleibe, eines Motels.
Kontakt zu Nachbarn, oder zur Aussenwelt sind eher Fehlanzeige, und so hat er im Endeffekt, nur sich und seine Arbeit, was mich direkt zur zweiten Einstellung, Leons führt.
Er ist ein Profi in seinem Geschäft, wahrscheinlich sogar der Beste und deshalb, darf er seine Ziele, die paradoxerweise, „Kunden“ genannt werden, nicht überleben lassen.
Klingt nach viel Action und Spannung, aber vor allem was Ersteres betrifft, so hat man mich nach den ersten 10 Minuten, eine geschlagene Stunde darauf warten lassen, dass Jean Reno mal wieder ein bisschen durchdreht, schade.
Ah apropos Jean Reno.
Ist das nicht einer der bekanntesten und Hochgelobtesten Schauspieler aus unserem Nachbarland ?!
Tut mit leid, davon habe ich nicht viel gesehen, neben dem brillianten Gary Oldman, sieht er anstatt wie ein Profi, eher aus wie ein Anfänger. Auf Oldman, geh ich später übrigens noch ein.
Jean Reno, klar is das ne cooler Socke und mit Sicherheit passt die Rolle auch sehr gut zu ihm. Aber in meinem ersten Film, in dem er eine Hauptrolle spielt, zeigt er einfach zu wenig präsenz, auch wenn ich die Figur Leon an sich auch ziemlich langweilig finde, denn man versucht hier durch verschiedene Einfälle, wie zum Beispiel das mit dem Blumentopf, den Eindruck zu erwecken, dass hier alles sehr tiegründig ist, was ich nicht mal bestreiten will, aber letztenende ist das Resultat dennoch, dass ich die Figur
Léon - Der Profi recht bald wieder vergessen werde.
Achja, Gary Oldman <3. Zum ersten Mal, sehe ich ihn auf der dunklen Seite der Macht und auch die steht ihm ausgezeichnet zu Gesicht.
Gary Oldman, der Beethovenfettischist, und korrupte Bulle aus Leidenschaft ist ein sehr mysteriöser Mensch, wenn man das mal so sagen darf, und so richtig schlau wird man auch nicht aus ihm, ausser dass er eindeutig ne Vollmeise hat.
Norman Stansfield gespielt von Oldman, ist so eine ausergewöhnliche Person und schwierig zu spielende Person, dass ich nahezu in Ehrfurcht erstarre, wenn ich an diese Leistung zurückdenke. Wahnsinn, ist auf jeden Fall ein Grund für die dann doch starke Bewertung.
Die kleine süße Ms. Portman, ist natürlich auch erwähnenswert, auch wenn sie in der ersten Hälfte des Filmes, mit ihrem "Okay, okay, okay, okay, okay" und "Leon ich liebe dich, ich bin zwar 30 Jahre jünger, aber entjungfer mich bitte" ziemlich auf die Nerven. In der zweiten Hälfte dagegen, ganz stark und für das Alter schon erstaunlich abgeklärt zu Werke gegangen.
Ja letztenendes bleibt zu sagen, dass ich mir deutlich mehr erhofft habe und dass Leon- der Profi (mein Gott, wie oft hab ich das Wort jetzt schon benutzt) bei weitem nicht an "Ziemlich beste Freunde" rankommt, dennoch gut unterhält und vor allem mit einer tollen Geschichte punkten kann, die einem am Ende dann, auch wenn dieses ziemlich vorhersehbar war, doch ziemlich ans Herz geht.

P.S. JERRY <3

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Weltenkind

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Einen Vollidioten.


FilmFreeza

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Einem gelöschten Troll :D


Das_Schema

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Bewertung3.0Schwach

Also zuerst mal find ich die Idee von dem Film ned schlecht.
Aber was die Umsetztung angeht ist er eine Katastrophe. Wobei ich finde das die Rolle von Mathilda keineswegs unrealistisch ist. Wer unter solche Umständen aufwächst (beispielsweise familiäre Gewalt) wird wahrscheinlich zu solchen Mitteln wie dem Morden greifen.
Auch die Rolle des Léon ist von Reno gut besetzt.
Weshalb ich dem Film aber nur drei Punkte gebe ist die extreme Gewaltverherrlichung. Der Film suggeriert meines erachtens, dass der Beruf des Profikillers nicht schlimm ist. Außerdem es wird die Moralvorstellung probagiert, dass Frauen und Kinder geschütz werden müssen (um jeden Preis) aber des scheißegal ist wenn man sonst jemand abknallt.

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blockbusterandmore

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Stansfield: "I like these calm little moments before the storm. It reminds me of Beethoven. Can you hear it? It's like when you put your head to the grass and you can hear the growin' and you can hear the insects. Do you like Beethoven?”
Malky: "I couldn't really say.” -

Die folgenden Abschnitte enthalten Spoiler:
Gesellschaften am Rande des Wahnsinns, das ewige gegen und miteinander, das Skizzieren des kriminellen Milleus, was ist uns in den letzten 20-30 Jahren nicht schon alles vorgesetzt worden, insbesondere von Martin Scorcese mit seinen zentralen Werken "Good Fellas” und "Casino”.
In Form von Luc Bessons "Léon - der Profi” gesellte sich anno 1995 ein weiteres Highlight zum Genre hinzu, eine hinreißende Ballade vom Leben und Sterben in New York, nein nicht L.A ;-), eine ausgefeilte psychologische Studie über verschiedene, einsame Individuen, die ein Teil der Gesellschaft sind, deren Lebenswege sich kreuzen, aber aus verschiedenen Seiten der Gesellschaft stammen, (erstaunlicherweise sogar lange Zeit zusammen existieren können) und drohen auf Grund des geprägten Sündenpfuhls von Mord, Korruption und Gewalt am Ende unterzugehen. Dazu gesellt sich auch noch der viel zitierte "Coming of Age” Prozess als psychologischer Unterbau bzw. zur Stärkung der Dramaturgie. Und am Ende bleibt die Erkenntnis, das beide Seiten der Gesellschaft ihre Daseinsberechtigung haben, am Ende aber nur eine Seite auf Dauer weiterexistieren kann und darf, auch wenn man versucht dem Milieu wieder zu entfliehen. "Heat” läßt grüßen...
Es entsteht unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ein wahrhaft emotionaler, mitreißender Film. Darüber hinaus ist Léon - der Profi ein stilitistisch herausragender Action-Thriller, mit einzigartigen Bildern und teils ungewöhnlichen Schnitten bzw. Kamerawinkeln, welcher sich heute bei vielen Rezipienten großer Beliebheit erfreut, und das vollkommen zurecht. Léon - der Profi ist und bleibt ein absoluter Kultfilm.

Die Handlung ist nur allzubekannt: Mit "Léon" stellt uns Luc Besson einen mit allen Wassern gewaschenen Profikiller vor, der seit einem tragischem Ereignis in seiner Heimatstadt, mit 19 Jahren aus dieser geflohen ist. Seitdem zog er einsam daher, ohne Perspektive vom Leben, versuchte mit seinem inneren Konflikt und den Gefühlen abzuschließen. Seit einer gewissen Zeit verdingt er sich als "Cleaner", er kümmert sich als Profikiller um die "kriminellen” Individuen in New York, die hin und wieder "aus der Reihe tanzen". Eines Tages steht die kleine Mathilda vor seiner Tür, ein kleines 12jähriges Mädchen, das durch den Psycho-Cop Stansfield und dessen Anhängerschaft und auf Grund der Drogengeschäfte, die ihr Vater tätigt hat bzw. in welche Stansfield verwickelt war, ihre gesamte Familie verliert. In ihrer Verzweiflung wendet sich Mathilda an Léon, dieser nimmt diese bei sich auf, der Rest ist Geschichte... Schon zu Beginn führt uns Luc Besson mit geschärftem Blick eine in sich zerrissene Gesellschaft vor, die mit Ängsten, Sorgen und Nöten zu kämpfen hat, die ihr innerstes selbst verloren zu haben scheint, sich in Automatismen (dem eigenen programmierten Tagesablauf) und in einer Scheinwelt zu verlieren droht, welche den Menschen Konsumterror und Schnellebigkeit vorexerziert. Das tragische was sich dann hinzugesellt, ist, das die Menschen trotzdem eine Existenzberechtigung haben. Mathildas Vater (Michael Badalucco) ist schmierig, schmuddelig, verkommen, der personifizierte "kleine” Judas also , welcher wie oben angesprochen mit Drogen handelt und versucht die Familie unter allen Umständen durchzubringen. Liebe ist für ihn gegenüber seiner Tochter scheinbar vollkommen fremd.. Die eigene Stiefmutter (Ellen Greene) verhält sich Mathilda gegenüber auch nicht besser, genauer gesagt abweisend, lebt in ihrer eigenen kleinen Traumwelt, in der Mode und äußere Werte das wichtigste zu seien scheinen. Die Stiefschwester (Elizabeth Regen) verliert sich ebenso in diesen Gefilden. Einzig und allein Mathildas kleiner Bruder (Carl J. Matusovich) ist so etwas wie ein Bezugspunkt für sie. Mathilda lebt in einem wahrem "Sumpf”, welcher kaum eine Perspektive für sie bietet.

Von Mathilda unbemerkt bezieht Léon (Jean Reno), neben der Familie eine Wohnung, trägt immer seine obligatorische 3/4 Capri Hose und dazu einen langen Mantel, unter dem er seine Waffen für seine Aufträge versteckt. Léon geht stets cool, bedacht, scheinbar ohne Nerven und ohne den geringsten Fehler zu machen gegen die Ziele der Gesellschaft vor, die er ausknipsen soll. Nebenbei ist er passionierter Milchtrinker. Jean Renos an den Tag gelegte Coolness in einfache Worte zu fassen, ist wirklich verdammt schwierig, er verzieht keine Miene bzw. spielt derart cool, das er gleich von Beginn an sich die Sympathien des Rezipienten sichern kann. Léon ist scheinbar ein intelligenzmäßig zurückgebildeter Kerl, dessen bekanntermaßen einziger wichtiger Bezugspunkt eine Topfpflanze ist, welche er hegt und pflegt. Dem Betrachter wird sofort klar, das mit ihm etwas persönlich nicht stimmen kann, denn wie oben angesprochen wollte Léon seiner persönlichen Katharsis entfliehen und wurde aus diesem Grunde Profikiller.

Und Mathilda legt Léons inneren Konflikt gnadenlos offen, sie verkörpert noch das reine, unschuldige, das menschliche, das unberührte, sie ist es, die mal direkt, mal indirekt, sein Herz wieder berührt und ihm am Ende wieder die längst vergessene Menschlichkeit vor Augen führt.

Mathilda: "I don't wanna lose you, Leon”.
Léon: "You're not going to lose me. You've given me a taste for life. I wanna be happy. Sleep in a bed, have roots. And you'll never be alone again, Mathilda. Please, go now, baby, go. Calm down, go now, go”. -

Es entsteht "Liebe” zwischen den beiden, eine Vater-Tochter Beziehung, die beim Betrachter emotionales Herzklopfen verursacht. Bessons macht aber nicht den Fehler, in kitschige und irritierende Bereiche bei Schilderung dieser sich entwickelnden Beziehung abzudriften, trotz und auch gerade wegen einiger auftretender sexueller Untertöne. Er inszeniert so, das es "menschelt.” Mal bringt Léon Mathilda am Tag nach dem Massaker an ihrer Familie in kindgerechter Manier zum Lachen. Mathilda revanchiert sich daraufhin und verkleidet sich bzw. schlüpft in verschiedene Rollen von legendären Filmstars. Und Léon muß diese erraten. Beide erlernen sogar das Lachen wieder. Mathilda gelingt es nach und nach, im Körper eines noch nicht erwachsenen, dafür aber im Geiste fast erwachsenen Mädchens Léons entstandenes Bild der Gesellschaft und die eigene Weltansschauung zu korrumpieren und ihn auf den Pfad der Tugend zurückzuführen.

Und ohne herausragende schauspielerische Leistungen von Jean Reno und Natalie Portman hätte dieser wichtige Teil der Geschichte niemals funktioniert. Man mag vom heutigen "Black Swan Werk” halten was man möchte, allerdings zeichnete sich schon damals ab, das insbesondere Natalie Portman wahrhaftig viel Talent bzw. großes Potenzial für mehr besitzt.
Zwischen dem vermeintlich bösen und dem "reinen” in Form von Portmans Mathilda gesellt sich Gary Oldman in der Rolle des "Stansfield” in Léon - der Profi hinzu. Stansfield ist der letzte Teil einer gesamten Kette, welches Bessons Werk in schauspielerischer Beziehung perfekt macht. Gary Oldman ist das wandelbare Chamäleon, er spielt "Stansfield” als wahnsinnig gewordenen Grenzgänger, als großen und echten "Judas” personifizierter Pervesität bzw. als Abfallprodukt der Gesellschaft, als Wandler zwischen definiertem "Recht” und "Unrecht” der Gesellschaft, als Zerstörer als aller am Ende bleibender Hoffnung, ohne overacting also, als Drogen konsumierenden Egomanen, welcher nur ein "Auftragskiller” im Gewande des Staatsschutzes ist und sich an seinen Taten regelrecht ergötzt, mit anderen Worten: er empfindet krankhafte Lust, bei jedem persönlichen Gelingen eines ausgeführten Mordes wird sein Ego noch größer. Schauspielerisch wurde also alles richtig gemacht.
Und so unscheinbar uns die Geschichte aus Léon der Profi auch vorkommen mag, sie wird durch Luc Bessons Inszenierung greifbar und glaubwürdig, in Spielberg´scher Inszenierungsmanier werden idelogische Zweifel stets ausgeräumt.

Und am Ende bleibt die tragische und traurige Hoffnung in Form von Mathilda übrig, das solch ein Einzelschicksal, das sie erlitten hat, anderen Individuen in Zukunft vielleicht erspart bleibt. Die Hoffnung beruht auf den wahren menschlichen Werten, auf der Selbstaufopferung, auf der Erkenntnis das man niemals den Kampf gegen Unmoral, Korruption und Gewalt in der Gesellschaft aufgeben darf, damit die Gesellschaft eine Zukunft hat bzw. auch weiterhin eine Chance erhält. Personifizierte Träger dieser Hoffnung sind Mathilda und Léon.

Fazit: Luc Besson zeichnet eine teils grausam anmutende Parabel auf die Mißstände der Gesellschaft und ein doch ein feinfühliges Psychogramm zweier sensibler Menschen, welche nichts weiter als Liebe, Geborgenheit, Akzeptanz, Verständnis und Respekt für sich in einer grausamen und inhuman gewordenen Welt möchten oder wollten, aber ausgestoßen wurden und keinen Platz mehr fanden. Und diese wird stimmig von einem bekannten Künstler samt passendem Soundtrack stimmungsvoll untermalt! ;-) Die Hoffnung stirbt immer zuletzt... Mathilda erhält noch eine Chance, weil Léon sich für sie aufgeopfert hat.... Ihre Zukunft bleibt offen... Jeder ist seines eigenes Schicksals Schmied, ob im positiven oder im negativen Sinne, man kann zu einem "geachtetem" Teil der Gesellschaft werden, oder gehört irgendwann zum Abschaum...
Und man schweigt, macht sich seine Gedanken darüber innerlich und genießt diesen Film bei Betrachtung, auch heute noch... Léon - der Profi ist eine stimmige Mischung aus menschlichem Drama, Elementen des Crime Thrillers, dem richtigem Maß an Sozial/Gesellschaftskritik und Tragödie, welche im Gewand eines knallharten Action Thrillers auch bis heute nichts von ihrer Wirkkraft eingebüßt hat.

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hablo92

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Bewertung5.0Geht so

Wer auf sinnloses Rumgeballer steht, mag diesen Film anscheinend.
Ich mag aber lieber realitätsgetreue Filme.

Wieso sollte sich denn ein 12-jähriges Mädchen einem Mann anschließen, der bei der Ermordung ihrer Familie tatenlos durchs Schlüsselloch zugeschaut hat?
Und wo bleiben die Behörden oder andere Personen, die nach dem Waisenkind schauen?
Pure Sinnlosigkeit, wenn ihr mich fragt.

Was mich einzig daran abhielt, den Film abzuschalten, war die interessante Tatsache, dass sich hier ein Mädchen und ein Mann verlieben.

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Mr.Moffet

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Denke mal, er will nur provozieren...


hablo92

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Nö, is mein Ernst...


Katdamon4

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mag eigentlich keine Actionfilme und alte auch nicht, aber dieser Film war echt gut, gute Schauspieler, super Story ... süße Natalie Portman!

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filmfreak23

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als der Film zu ende war dachte ich erstmal: "Ok ähm, das kann doch jetzt nicht ersthaft die aller erste Rolle der damals erst 12 Jährigen Natalie Portman sein!?"
Das ist ja unglaublich was die schon in jungen Jahren für eine Schauspielerische Reife hatte und wie sie meiner Meinung nach streckenweise sogar mit Jean Reno mithalten konnte.
Dieser spielt seine Figur ebenfalls mit unglaublich viel Herz.
Von einer Sekunde auf die andere wird er vom eiskalten Killer zu einem sensieblen Menschen der keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte.
Durch Mathilda lernte der sonst alleinlebende und in sich gekehrte Profikiller die andere Seite des Lebens kennen.
Auch Gary Oldman als Bösewicht überzeugt auf ganzer Linie.
Die Story bietet einfach alles: Man hat was zum Lachen, man wird zornig, man fiebert mit und am Ende werden auch die Augen feucht.
Vor allem hat sie einfach ganz ganz viel Seele.

Eine solch ungewöhnliche Beziehung wie hier bekommt man nicht alle Tage in Filmen zu sehen, deshalb verstehe ich wenn dieser Film etwas polarisiert.
Aber ich habe die Story und die Charaktere spätestens nach dem zweiten Mal ansehen in mein Herz geschlossen und deshalb ist Leon einer meiner Lieblingsfilme.

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gnipmac14

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Mund auf! Drauf beißen! ...“

---zur Geschichte und Dramaturgie---

‚Leon der Profi’ ist auf seine ganz bestimmte Art nichts für untrainierte Geister. Gespickt mit Massen an Gimmicks und Banalitäten erschafft es der Film seinen Szenen etwas zu schaffen, dass vor allem für eine so einsame Zweisamkeit, wie die beiden Protagonisten sie haben von Nöten ist: eine angemessene Atmosphäre. Jedes Mal, wenn Mathilda Leon ihre Zuneigung zeigt kommt dem Zuschauer eine Art kalter Schauer über den Rücken. Man hofft so sehr, dass dieser Leon kein Irrer ist und diese Art der Zuneigung zulässt, dass man sich zeitweise wünscht, die Geschichte wäre ohne die Figur Mathilda verlaufen.
Doch jederzeit erklärt das Szenenbild, in welcher Situation sie sich befindet und sich einfach nur an das einzige klammert, was sie noch hat: einen analphabetischen Auftragsmörder und dessen gut gepflegte Topfpflanze. Und das Konzept geht schon direkt im ersten Kontakt voll und ganz auf. Die Harmonie zwischen den Charakteren stimmt sofort und steigt mit Fortschreiten des Timecodes.

---zur Technik---

Eine Besonderheit des Films ist es, dass er zu keiner Zeit düster oder gefährlich wirkt. Das Bild ist immer ausreichend gesättigt und enthält auch mal knallbunte Elemente. Selten laufen Fotografie, Schnitt und Farbkorrektur so schön konform, wie hier. Besonders zeigt sich das in den letzten 10 Minuten.

Doch der großen Gewichte legt der Film ganz klar in die Hände dreier Personen, die da wären: Natalie Portman, Gary Oldman und an der Spitze Jean Reno. Es ist ein wahrer Augenschmaus, diesem Schauspielergespann dabei zusehen zu dürfen, wie sie eine einfache Szene in ein Kunstwerk zu verwandeln. Ganz besonders Jean Reno scheint für diese Rolle geboren zu sein. Es wurde darauf verzichtet den Charakter Leon zu als eiskalten, gefühllosen Egomanen auftreten zu lassen. Stattdessen engagierte man Reno und lies ihn dafür sorgen, dass der einsame Leon eine warmherzige Vaterfigur wird, dem andere nicht egal sind. Auf der anderen Seite steht Gary Oldman, der die bösartige Ratte verkörpert, mit der man lieber keine Geschäfte macht. Die Szenen in denen er diese kleinen Pillen schluckt sind unfassbar inspirierend und glaubwürdig dargestellt, seien sie auch noch so unrealistisch. Und dann wäre da noch Mathilda. Von korrupten Polizisten unfreiwillig zur Waise gemacht, flüchtet sie zu der einzigen Person, die ihr sympathisch ist, und ausgerechnet diese Person entpuppt sich als „Cleaner“. Gespielt von einer 12 jährigen Natalie Portman, die schon damals das Talent hatte, ein ganzes Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Punktabzüge gibt es allerdings beim Drehbuch. Ganz besonders Portmans Dialoge klingen oft als hätte man ihr ein Gangsterslang-Wörterbuch in die linke Hemisphäre implantiert. Gottseidank wurde das Drehbuch für den Charakter des eher stillen Leon auf das perfekte Maß reduziert.

---persönliche Meinung---

Ich war beeindruckt von der darstellerischen leistungen aller Hauptdarsteller. Für mich persönlich war der Charakter der Mathilda eine Art zweiter Antagonist. Ich empfand sie als Störfaktor in Leons Leben. Leon machte auf mich nicht den Eindruck, als wäre er vorher sehr unglücklich gewesen und Mathilda bringt dann so von jetzt auf gleich seine „heile“ Killerwelt durcheinander. Doch wird dem Zuschauer schnell klar, dass Leon keine andere Wahl hat, als die kleine Göre auszubilden. Ich finde, der Film profitiert sehr stark von der geschaffenen Atmosphäre. Leon und Mathilda leben quasi als Aussätzige anonym in mehreren Unterkünften. Ich empfand auch das Ende als sehr rührend und denke, dass es das einzig wirklich mögliche Ende ist. SPOILER: Letztendlich hat Leon doch die Möglichkeit Wurzeln zu schlagen :SPOILER ENDE.
Auch Auftragskiller ist nur ein Beruf, wichtig ist, gewisse Prinzipien zu wahren.

„ ... Wenn sie den Mund verlässt, werde ich abdrücken. Kapischi?“

Dafür gibt’s von mir die 8.5

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hakudererste

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film den man einfach im DR CUT sehen muss

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Joxcus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"I think we'll be OK here, Léon!"

Nach der erstmaligen Sichtung des Directors Cut ist nun klar: ich bin verliebt in eine französisch-amerikanische Produktion aus dem Jahre 1994! Denn "Léon - der Profi" hat mich unheimlich überrascht, emotional verdammt mitgerissen, regelrecht durchgerüttelt und meine Erwartungshaltung damit exorbitant übertroffen. Ist mir bis heute nicht ganz verständlich, warum ich erst jetzt auf diese Filmperle aufmerksam wurde! Da die Geschichte hinreichend bekannt ist, werde ich deshalb auch nur meine persönlichen Eindrücke sowie meine Faszination über "Léon - der Profi" schildern.

Die Story, die uns Regisseur Luc Besson hier präsentiert, ist wahnsinnig aufregend, mit mutigen Szenen angereichert und gnadenlos gut umgesetzt. Doch was ich in dieser Form noch nie so gesehen habe, ist das perfekte und absolut authentische Zusammenspiel der zwei Hauptprotagonisten. Denn Jean Reno und Natalie Portman spielen ihre Rollen mit solch einer enormen Leidenschaft und intensiven Hingabe, dass einem wirklich die Worte fehlen. Sie lassen den Zuschauer im Glauben, dass Léon und Mathilda wirklich existieren und nicht einfach nur Filmrollen sind. Die Chemie zwischen den beiden ist absolut stimmig. Jeder einzelne Wimpernschlag, jeder einzelne Atemzug und jeder einzelne Ausdruck in ihren Gesichtern sitzt perfekt. Hier wurde zweifelsfrei erstklassig gecastet. Besser geht es nicht! Doch neben der superben Schauspielkunst der beiden, sind es ihre Figuren die durch und durch interessant sind. Denn hier trifft anfangs geballte Gegensätzlichkeit aufeinander. Ein eiskalter, routinierter, beschränkter und wortkarger Profikiller trifft auf ein hilfloses, unbeherrschtes, intelligentes und neugieriges Mädchen. Nur weniges doch ebenso bedeutendes haben sie gemeinsam: Es ist die Liebe und starke Zuneigung zueinander sowie ihre ungebrochene Willensstärke. Sie lernen voneinander und ergänzen sich gegenseitig. Und das macht sie zu einem nahezu unschlagbaren Dreamteam.

Besson ruht sich nicht auf dieser vielversprechenden Ausgangssituation aus, sondern weiß sie zu nutzen und spinnt seine Story mir viel Raffinesse weiter - mit hochdramtischen, einfühlsamen und überraschenden Momenten! Dabei ist es ein großartiges Erlebnis, Léon und Mathilda auf ihrer ungewöhnlichen Reise zu begleiten und ihre immer stärker werdende Verbundenheit mitzuerleben. Dadurch, das der Regisseur das Alltagsleben von Léon und Mathilda so detailgenau beleuchtet, lernen wir die beiden genaustens kennen. Sie durchleben gefährliche Augenblicke, versuchen Probleme zu bewältigen und treiben ihre Späße - die nebenbei herrlich anzusehen sind. Doch sobald einer vom anderen zu weit entfernt ist, stellt sich Unzufriedenheit beim Zuschauer ein. Und spätestens, wenn sich einer von ihnen in extremen Gefahrensituationen befindet, möchte man am liebsten selbst eingreifen, um die beiden wieder zu vereinen! Es sind zwei Figuren, die man unweigerlich ins Herz schließt. Sowohl Léon als auch Mathilda sind hier große Symphatieträger. Besonders Léon fühlt man sich sehr nahe, weil er der liebenswürdige und gutmütige aber gleichzeitig so bekümmerte, trübsinnige und bemitleidenswerte Kerl ist. Die wenigen Momente, in denen Léon zufrieden lächelt, lösen ein unbeschreibliches Gefühl im Zuschauer aus. Sein einziger richtiger Freund - neben Mathilda - ist eine gewöhnliche Topfpflanze! Das Besson es doch tatsächlich schafft, das man selbst sie liebgewinnt, ist pure Genialität und sicher auch Renos genialer Schauspielkunst zu verdanken! Diese kleine Pflanze ist auch ein Grund, warum das Ende so schrecklich beklemmend, ergreifend aber dennoch so passend und einzigartig geraten ist.

Neben Reno und Portman brilliert ebenfalls Gary Oldman als drogenabhängiger und wahnsinniger wie heimtückischer Boss der DEA und ist zudem ein gelungener Gegenspieler. Letztlich ist die Charakterzeichnung aller drei wirklich hervorragend geraten.

Trotz seiner 133 Minuten sind alle Szenen Erlebnis und Genuss par excellence. Mathildas flehendes Klingeln und Leons verzögertes Handeln, die Sektszene im Restaurant, die Kaugummi-an-die-Tür-kleb-Momente, der Kinosaal-Augenblick, das Ratespiel, das schwer zu verdauende und tragische Ende... In "Léon - der Profi" jagt ein Highlight das nächste! Dabei beeindrucken ebenso die exzellente Kameraführung, als auch die toll getimten Schnitte und der überaus passende Score, der tadellos zu den jeweiligen Bildern unterlegt wird. Beim Einsetzen von Stings "Shape of my Heart!" ist man sich dann auch sicher, etwas absolut gigantisches und einmaliges gesehen zu haben!

In "Léon - der Profi" durfte ich eine packende, spektakuläre, faszinierende und herzzerreissende Beziehungsgeschichte zwischen zwei charismatischen und charakterstarken Figuren beobachten, wie ich sie in keinem anderen Film zuvor mit solch einer Intensität gesehen habe. Ein Film, der mich lächeln ließ, mich sprachlos machte, aber auch tief berührte und dabei alles um mich herum vergessen ließ. Ein Film, der ebenso gnadenlos die Härte und Ungerechtigkeit des Lebens offenbart und zeigt, wie wichtig es ist, mit Entscheidungen umzugehen. "Léon -der Profi" ist ein zeitloses Meisterwerk, ein Glanzstück allererster Güte und einfach nur Kino in Perfektion! Mein neuer Lieblingsfilm!

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Mr.Film

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Bewertung5.0Geht so

Joar. Nett, ne. Ich habe schon öfters gesehen das gute Schauspieler nicht gleich einen guten Film machen. Weiss man aber auch so. Eigentlich. Jean Reno war ja auch super, wer Herr Reno nicht sympathisch findet ist mir eh etwas suspekt. Zu Natalie Portman muss ich sagen, ok, sie war vielleicht gut in dem was sie getan hat, aber das ändert nichts daran sie irgendwann irgendwie verdammt genervt hat. So mit der Zeit. Ja, es gab natürlich auch Phasen wo ich sie bewundert habe, aber manchmal hat es einen einfach gereizt. Das liegt aber eher daran wie der Charakter "Mathilda" aussehen soll. Zu dem komischen Mädchen weiter unten mehr.
Zum Anfang, die Geschichte kommt mit einer mächtigen Ansprache ins rollen, wie dem Zuschauer Mathilda (Natalie Portman) und Léon vorgestellt werden ist ja wirklich erstaunlich, auch die Inszenierung der Ermordung von Mathilda's Familie war super eingefädelt. Doch dann flaute es ab. Sobald das 12 jährige Mädel damit kommt, das sie ebenfalls Killerin, sowie Léon, werden will, beginnt das Augenrollen. Meine Miene verfinsterte sich dann als sie dann auch noch anfängt ihn verführen zu wollen(Ey, die ist 12. Ist doch ekelhaft.). So Schade drum, denn Mathilda fande ich zum Auftakt sehr interessant und grandios gespielt. Die Gefühle, die ich am Anfang des Filmes für die beiden Protagonisten aufgebaut habe, sind also schnell wieder verflogen, das einzige was weiterhin in meinen Augen gut war, waren die Schauspielerischen Leistungen. Mit kleiner Außnahme von Laberbacke Mathilda. Aber auch sie hat ihre guten Momente.
Doch das kann eben nicht alles glatt bügeln, die Story wurde unnötig in die Länge gezogen, wenn der Film grade mal 2 Stunden geht und ich denke das Wochen vergehen, läuft nicht alles so wie es sein sollte. Das alles endet dann in einem recht unspektakulärem Finale, was mich, eben weil mein Herz nicht mehr an den Hauptdarstellern hing, recht emotionslos zurücklies. Etwas aufgeheitert haben mich die gut gemachten Actionszenen. Jaja, hört sich alles recht negativ an, aber mit der ersten Hälfte hat mich "Léon - Der Profi" auch umgehauen, war leider nicht den ganzen Film über der Fall.
Ach, witzig fand ich es immer wie der Herr Reno seine Milch getrunken hat. Auf Ex!

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Dox

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So ziemlich alles was mir an ihm gefallen hat, wertest du ab. Wie kannst du nur? Wo ist das künstlerische Auge? :D

BUUUUUUUUUUUUUUH!


namow

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"Sobald das 12 jährige Mädel damit kommt, das sie ebenfalls Killerin, sowie Léon, werden will, beginnt das Augenrollen. Meine Miene verfinsterte sich dann als sie dann auch noch anfängt ihn verführen zu wollen(Ey, die ist 12. Ist doch ekelhaft.)."

Das war nun gerade das, wo ich mir dachte, das hätte ich selber sein können und es gibt bestimmt noch mehr 12 jährige Mädchen denen es so geht bzw. Frauen denen es früher so ging, zumindest die Sache mit dem verlieben in einen wesentlich älteren Mann. Das sie nun auch Killer werden wollte kann ich irgendwie nachvollziehen, sie befand sich in einer absoluten Ausnahmesituation und Léon war ihr Vorbild.

Und zum Abschluß das obligatorische BUUUUUUUUUUUUUUUUH


Tachitalili

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Mischung aus Drama und Action, die weniger Logik beinhaltet als man denkt, aber dafür so rührend ist... Wunderbar gezeichnete, ungewöhnliche Charaktäre.
Die Machart ist super- ich habe vorher noch nie derart erlebt, dass die Geschehnisse im Film und die Musik (großartige Musik!!) so gut aufeinander abgestimmt sind, dass der Film stellenweise fast wie eine Tanzchoreographie wirkt.

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Grochni

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Bewertung7.5Sehenswert

Meiner Meinung nach ein recht guter Film. Er belustigt und berührt einen. Was mir aber etwas paradox vorkommt, ist der Handlungsstrang.

Es fragt sich doch, was ein anscheinend professioneller Killer mit einem vielleicht 12-jährigen Mädchen anfängt. Wenn wir uns ehrlich sind, erkennen wir wohl alle, dass der Film, wenn es sich um einen wirklichen Profi handeln würde, maximal eine halbe Stunde dauern würde, weil die Kleine dann wieder auf der Straße sitzen würde. Selbst ich - und ich bin nun wirklich kein Krimineller - würde das so handhaben.

Das war so das einzige, was mich gestört hat. Ansonsten aber ein wirklich bewegender Film.

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alexandrasmovie

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Bewertung9.0Herausragend

Was eine schauspielerische Leistungen von Jean Reno und vor allem der jungen Natalie Portman! Man kann in manchen Szenen kaum glauben,dass sie erst 12 Jahre alt ist. Schon alleine deswegen lohnt es sich den Film zu gucken.
Luc Besson hat mit Léon wirklich ein kleines Meisterwerk geschaffen, dass sich von einem 08/15 Actionfilm in ein bewegendes intelligentes Drama verwandelt. Der Film ist durchweg spannend und extrem fesselnd. Die Kombination aus der kalten harten Auftragskillerwelt und der gefühlvollen Beziehung der beiden macht diesen Film wirklich einzigartig. Zudem beeindruckt der Film mit tiefgründigen Dialogen und tollem Soundtrack.
Und auch wenn der Film in manchen Szenen moralisch fragwürdig ist, und einen manchmal schon schockiert ist er meiner Ansicht nach ein absolutes Must-See.

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russel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

genialer gary oldman, fantastischer jean reno, süsse natalie portman.

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manitu17

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word.


Smokémon

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Bewertung9.5Herausragend

Natalie Portman, damals als kleiner Junge war monatelang in dieses Mädchen verliebt^^ Ein Meisterwerk!

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doctorgonzo

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Bau mal noch ein Wort mit rein. Sonst ist Natalie Portman ein kleiner Junge.


Smokémon

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Oooops^^ ICH schwärmte natürlich damals von Natalie ;)


ewigkeit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich muss zugeben, obwohl Léon ein wirklich phantastischer Film ist, habe ich ihn bisher nur drei mal gesehen, da er mir in seiner schonunglosen Konsequenz am Ende einfach die Kehle ein wenig zuschnürt. Doch sollte ich vielleicht nicht vorweggreifen.
Diesen Film zeichnet im ersten Teil eine tiefe Melancholie aus. Die Charaktere bzw. deren Interpreten bewegen sich durchgehend alle auf einem so hohen, schauspielerischen Niveau, dass man so schnell Mitten hineingezogen wird, in eine Welt aus korrupten Bullen und Auftragsmördern mit Prinzipien, dass man nicht im Ansatz auf die Idee kommt, irgendetwas von dem Gezeigten in Frage zu stellen. Das schließt die grenzenlose Naivität und die scheue, wachsende Beziehung zwischen Léon und Matilda ein.
Untermalt wird das Gezeigte von einem der ungewöhnlichsten Scores, die mir bisher untergekommen sind, was die Einzigartigkeit des Stückchens Filmgeschichte nur noch untermauert. Und obwohl sich das Gezeigte über zwei Stunden streckt, gelingt es dem Ensemble, dass man keine Minute - keinen einzigen Schnitt als „Länge” wahrnimmt - sondern vielmehr jede einzelne Szene genießt und sich am Ende wünscht, dass es noch nicht vorbei wäre.
Aber irgendwann rollen die Credits irgendwie doch viel zu zeitig über den Bildschirm und man weiß, dass das, was man die letzten zwei Stunden über gesehen hat, mehr war, als ein Film. Denn „Léon” hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer. Einen Eindruck, der einen mal keinen lockeren Spruch nach dem Ende aus dem Ärmel schütteln lässt - weil man eben erstmal wieder den Kloß aus dem Hals zu bekommen versucht…

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w6794356

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Bewertung7.5Sehenswert

nach all den jahren.immer noch voll geil.

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Kreaexo

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Dieser Film hat eine höhere Bewertung 7.5 Punkte verdient.


TheTurk

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@Kreaexo

In deinen Augen vielleicht, doch jeder hat nunmal seinen eigenen Geschmack bzw. seine eigene Meinung zu etwas ! :)


La Bardot

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schauspielerisch brillant, selbst die junge Portman. Léon ist eine wundervolle Figur, wie ich sie immer wieder in mein Herz schließe. Es gefällt mir sehr, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Dieser Film ist cool bis ins Herz.
****SPOILER****
Das Ende gefällt mir nicht. Nun, im Leben gibt's nicht immer Happy Ends, aber das hat mich wirklich fertig gemacht. Hab den Film vor zehn Minuten zu Ende gesehen und weine immer noch. Aber immerhin hat's die Pflanze geschafft.

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PaulthePirat

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Da muss ich hinzufügen: Es gibt verschiedene Versionen des Films, ich hab bis jetzt 2 gesehen, die sich aber in Länge und Sinngehalt vor allem zum Ende hin, wesentlich unterschieden! Also im Zweifelsfall auf jeden fall die längere Version gucken!


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