Die Frau des Anarchisten

The Anarchist's Wife (2008), FR/ES/DE
Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 30.04.2009

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Die Frau des Anarchisten - Bild 1534251
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von Marie Noelle und Peter Sehr, mit María Valverde und Juan Diego Botto

Madrid 1937. Manuela, eine junge Frau voller Leidenschaft, wartet auf Justos Rückkehr: Ihre Liebe zu ihm bedeutet ihr mehr als die Revolution und alle großen Ideale. Mit dem Krieg wird sie fast alles verlieren. Nur ihre Gefühle halten sie am Leben, und sie wird Himmel und Erde in Bewegung setzen, um Justo wieder zu finden. Paloma, ihre Tochter, wartet auf ihren Vater: Sie kennt von ihm nicht mehr als ein Photo. Die einschlagenden Bomben sind die Musik ihrer Kindheit. Sie wächst unter widrigen Umständen auf. Aber die Not macht sie stark. Erst mit 16 trifft sie einen Mann, der ihr gegenüber streng und unnachgiebig ist. Sie kann kaum ihren Vater in ihm erkennen. Justo ist seinen Idealen treu geblieben. Sein Weg hat ihn vom Bürgerkrieg in Spanien über die “Résistance” in Frankreich bis ins Konzentrationslager Mauthausen und wieder nach Frankreich geführt. Solange er am Leben ist, ist der Krieg gegen Franco für ihn nicht zu Ende, und er kämpft weiter für Freiheit und Gerechtigkeit. Alles, was für Sicherheit sorgt, Beruf, Familie, Heimat, hat er hinter sich gelassen. Kann er noch ein anderes Glück mit Manuela erwarten? Die Zeit: Zwischen 1937 und 1952. Wie man weiß, eine sehr bewegte Epoche, die vieles in Frage stellt und die Strukturen unserer Gesellschaft erschüttert. An ihrem Ende wird Europa geboren, wie wir es heute kennen.

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Kritiken (2) — Film: Die Frau des Anarchisten

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8.5Ausgezeichnet

Insgesamt ist Die Frau Des Anarchisten also ein ungewöhnlicher und unbedingt sehenswerter Film. Dies nicht etwa, weil er das Kino neu erfinden würde. Das behauptet er auch gar nicht. Der Stil ist konventionell, aber solide, also auch weitgehend ohne jene Peinlich- und Geschmacklosigkeiten, die einem derlei brave Historienfilme sonst oft vergällen. Er ist aber sehenswert, weil hier ein deutscher Film – aber ist das ein deutscher? – einmal nicht von Tätern und Mitläufern erzählt, und den wenigen bekannten Helden aus Offiziers- und Studentenkreisen, sondern von jenen Facetten des Kampfs gegen den Faschismus, die in Deutschland unbekannt sind: Vom unbekannten bewaffneten Widerstand der Emigranten, die schon zehn Jahre vor dem 20.Juli 1944 Hitler mit Gewalt entgegentraten.

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7.0Sehenswert

Einige Ereignisse in dieser sehr atemlosen, langen Geschichte schildert Noëlle etwas rudimentär, denn das Drehbuch basiert auf den teils sehr bruchstückhaften Kindheitserlebnissen ihrer eigenen Mutter. Das verkraftet der Film aber, denn die Zeitsprünge gelingen überwiegend fast unmerklich und dienen der Konzentration auf ein Frauenschicksal.
So gesehen ist auch die erste Hälfte, in der sich Manuela alleine durchschlagen muss, die ungleich stärkere. Nicht nur den Mord ihrer Schwester Pilar (Irene Montalá) muss sie verkraften, sondern einige Jahre später auch den ihres kleinen Sohnes Raphael.

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Kommentar — Film: Die Frau des Anarchisten

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doc_flunder

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Bewertung4.5Uninteressant

der fokus auf die weiblichen figuren ist löblich, insgesamt ist mir die geschichte aber viel zu bruchstückhaft und ungenau erzählt, was den film letztlich sehr unbefriedigend macht. wer sich für den spanischen bürgerkrieg interessiert, dem sei eher "land and freedom" von ken loach empfohlen...

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