Der Pate 2
The Godfather: Part II, US 1974
- Genre
- Verschwörungsthriller, Mafiafilm, Gerechtigkeit, Familiensaga, Ehedrama
- Zielgruppen
- Männerfilm, Über 18
- Inhalt
Der Zweite Teil der Saga um die brühmte Corleone-Familie widmet sich in Rückblenden zu einem beachtlichen Teil der Jugend des jungen Vito (Robert De Niro), wie er in Sizilien aufwächst und später im Jahr 1910 nach New York auswandert. Gleichzeitig wird die Geschichte im Jahr 1950 weitererzählt, wo Vitos Sohn Michael Corleone (Al Pacino) die Familie von New York nach Las Vegas übersiedeln will.
- Cast
- Al Pacino, Peter Donat, Bruno Kirby, Tom Rosqui, Gastone Moschin, Richard Bright, G.D. Spradlin — Mehr
- Regisseure
- Francis Ford Coppola
- Autor
- Francis Ford Coppola
- Laufzeit
- 200 Minuten
- Zeit
- 1910er Jahre, 1920er Jahre, 1950er Jahre
- Ort
- Italien, Kuba, Lake Tahoe, New York (State!), Sizilien
- Handlung
- Abtreibung, Angeln, Armut, Attentat, Badewanne, Bestattung, Bestechung, Blut, Bordell, Bruder-Bruder-Beziehung, Brudermord, Dampfschiff, Diebstahl, Ehre, Eifersucht, Einwanderer, Enttäuschung, FBI, Fidel Castro, Flughafen, Gewalt, Italienisch, Italienische Küche, Italo-Amerikaner, Kasino, Kehle aufschneiden, Korruption, Krankenhaus, Lob, Macht, Mafia, Mafiaboss, Mafiosi, Mord, Mörder, Rache, Sadismus, Scheidung, See, Senator, Spionage, Suizid, Theater, Unternehmer, Verhör
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Hart, Spannend
Über diesen Film
Die Handlung besteht aus zwei parallelen Handlungssträngen, zwischen denen hin und her gewechselt wird. Einer erzählt die Geschichte von Michael Corleone (Al Pacino) in den Jahren 1958 und 1959. Dieser Erzählstrang knüpft chronologisch an den … — Mehr
Die Handlung besteht aus zwei parallelen Handlungssträngen, zwischen denen hin und her gewechselt wird. Einer erzählt die Geschichte von Michael Corleone (Al Pacino) in den Jahren 1958 und 1959. Dieser Erzählstrang knüpft chronologisch an den ersten Teil an, und wurde extra für die Fortsetzung des Filmes von Francis Ford Coppola und Mario Puzo geschrieben.
Der zweite Handlungsstrang erzählt rückblickend das frühe Leben von Michaels Vater, Vito Corleone. Diesmal nicht von Marlon Brando gespielt, dafür aber von dem hochgelobten Robert De Niro. Nachdem Brando bereits einen Oskar für die Darstellung des Vito Corleone gewonnen hatte, gelang dies auch De Niro. Damit wurden zum ersten und bisher einzigen Mal zwei Schauspieler für die gleiche Rolle mit einem Oskar ausgezeichnet. Der Rückblick auf Vitos frühe Kindheit und der Aufstieg in New York, ist weitgehend dem Roman von Mario Puzo entnommen, der auch zwei Jahre zuvor als Vorlage für den ersten Teil von Der Pate gedient hatte.
Handlung
Das frühe Leben des Vito Corleones
Der Film beginnt auf Sizilien. Während der Beerdigung von Vitos Vater, wird sein älterer Bruder erschossen. Er hatte Rache für die Ermordung des gemeinsamen Vaters durch den lokalen Mafiaboss geschworen. Vitos Mutter (Francesca De Sapio) möchte das Blutvergießen stoppen. Sie besucht den Mafiaboss Don Francesco Ciccio (Giuseppe Sillato) und erbittet Gnade für den unschuldigen, neunjährigen Vito (Oreste Baldini). Der Don verweigert ihr den Wunsch mit dem Hinweis, dass der Junge, wenn er groß ist, Rache fordern wird. Damit Vito flüchten kann, bedroht sie den sizilianischen Mafiaboss mit einem Messer. Dies hat zur Folge, dass Vitos Mutter vor seinen Augen erschossen wird. Die Flucht gelingt aber trotzdem und er wandert als kleiner Junge nach Amerika aus.
Vito wächst im New Yorker Stadtteil Little Italy auf, in dem er eine ähnlich Kultur vorfindet wie auf Sizilien. Die Gegend wird von der schwarzen Hand Don Fanucci (Gastone Moschin) kontrolliert. Um für seine Familie sorgen zu können, beginnt auch der herangewachsene Vito Corleone (Robert De Niro) sein Geld im kleinkriminellen Milieu zu verdienen. Als er von Fanucci dazu aufgefordert wird, Schutzgeld zu zahlen, bringt er den Mafiaboss kurzerhand um. Von nun an arbeitet er daran der neue Godfather zu werden. Als Vito in New York sein Ansehen gefestigt sieht, kehrt er nach Sizilien zurück. Dort ersticht er den Mörder seiner Eltern und seines Bruders
Das moderne Leben des Michael Corleone
Don Michael Corleone ist nach dem Tod seines Vaters (siehe Der Pate) der neue Pate und das Oberhaupt seiner Familie. Er zieht mit seiner Familie nach Nevada an den Lake Tahoe, wo er fortan seine Geschäfte legalisieren möchte. Gemeinsam mit einem alten Freund seines Vaters, Hyman Roth (Lee Strasberg), plant er in das Hotel- und Casinogeschäft auf Kuba einzusteigen.
Dieser Erzählstrang beginnt ähnlich wie der erste Teil Der Pate mit einer Feier auf dem Anwesen der Familie. Während dieser Wohltätigkeits-Veranstaltung trifft Michael im Hinterzimmer Geschäftspartner. Bei Verhandlungen wird der Senator Pat Geary (G.D. Spradlin) gegenüber den Corleones ausfällig und fordert für die Familie erforderlichen Glücksspiellizenzen mehr als das Zehnfache des eigentlichen Wertes. Der Pate bricht die Verhandlungen ab. Im späteren Verlauf des Filmes wird der Senator in eine Intrige der Corleones verstrickt und das Verhandlungsziel doch noch erreicht.
Der Mordanschlag auf den Paten
Als er am Abend nach der Feier zu Bett gehen möchte, wird ein Anschlag auf ihn verübt. Geistesgegenwärtig kann er sich und seine Frau vor dem Kugelhagel retten. Schon bald durchschaut Michael, dass Hyman Roth der Auftraggeber des Mordanschlages war. Da Michael vermutetet, dass ein weiterer Verräter auch unter seinen engsten Vertrauten sitzt, überlässt er seinem Berater, Tom Hagen (Robert Duvall), die Geschäfte. Er selbst taucht unter, um herauszufinden, wer der Verräter ist. Bei einem Besuch in Florida macht er Hyman Roth glauben, dass er einen anderen unter Verdacht hat. Seine Rache an Roth soll erst nach Geschäftsabschluss auf Kuba erfolgen. Anstatt einem Koffer mit Geld, schickt er Roth einen Killer. Doch das Attentat misslingt. Zudem muss Michael erkennen, dass sein älterer Bruder Fredo (John Cazale), der ebenfalls nach Kuba gereist ist, der Verräter aus den eigenen Reihen ist. Seitdem Michael nach dem Tod von Don Vito den Familienvorsitz übernommen hat, ist Fredo tief gekränkt. Als ältester Sohn sieht er sich um das rechtmäßige Erbe gebracht.
Der hohe Preis des Machterhalts
Aus Kuba zurückgekehrt muss sich Don Michael Corleone vor einem Senatorsausschuss behaupten, der ihn wegen seiner mafiösen Geschäftspraktiken überführen möchte. Doch durch einen Trick gelingt es dem Paten den Kronzeugen einzuschüchtern und frei gesprochen zu werden. Seine Frau Kay (Diane Keaton) gratuliert ihm zu dem Freispruch, jedoch hat sie es satt mit einem Gangsterboss verheiratet zu sein. Sie möchte nicht mehr weiter mit Versprechung hingehalten werden, dass die Familie in naher Zukunft ein legales Leben führen kann. Während des heftigen Streites gibt sie zu, dass ihre letzte Schwangerschaft nicht durch eine Fehlgeburt, sondern durch eine Abtreibung beendet wurde. Michael ist geschockt und die Ehe endgültig zerstört. Er lässt sie gehen, besteht aber darauf, dass die gemeinsamen Kinder bei ihm bleiben.
Die Mutter von Michael und Fredo stirbt. Solange sie gelebt hat, musste er Rücksicht auf die alte Frau nehmen und konnte keine Rache an seinem Bruder nehmen. Durch ihren Tod hat er jedoch freie Bahn. Sein Leibwächter, Al Neri (Richard Bright), erschießt Fredo beim Angeln auf dem See. Hyman Roth läßt er ebenfalls beseitigen.
Weiterführende Informationen
- Kritik an den zwei parallel erzählten Handlungssträngen
- Wissenswertes über den Film
- Der Pate: Informationen zur Trilogie
Weitere Informationen im Internet
- Stammbaum der Familie Corleone in der Wikipedia (engl.)
- Chronologische Abfolge der wichtigsten Ereignisse in der Familiengeschichte auf der Webseite der University of Michigan
- Alles über die Mafia in der Wikipedia (dt.)
- Fanseite zur Godfather Triology: Hier findet man unter anderem alle Drehbücher
Quellen
- The Godfather Part II in der Wikipedia (engl.)
- Der Pate Teil II in der Wikipedia (dt.)
- Filmzusammenfassung auf der Webseite von Dieter Wunderlich
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.5
Der Film Der Pate 2 wurde von 41 Kritikern bewertet.
Dieser Film steht über jedem Kritiker. Deswegen die Top 10 der besten Mafia Filme aller Zeiten. Auch da kann man eigentlich nicht diskutieren: 1. Der Pate, 2. Der Pate II, 3. Donnie Brasco 4. Good Fellas 5. Es war einmal in Amerika 6. Scarface, 7. Internal Affairs 8. Casino 9 Carlitos Way 10. City of God. Anmerkung des Autors: The Untouchables zählt nicht, weil der Film aus der Perspektive der Cops erzählt ist. Deswegen ist es ein Cop-Movie.
Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Kommentare — Ausgezeichnet 8.5
Der Film Der Pate 2 wurde von 3011 Mitgliedern bewertet.
cpt. chaos 2010/01/27 22:53:33
Ich habe nichts gegen lange Filme, und dieser verfügt gewiss über eine tolle Handlung, zudem ist er auch gut geschauspielt, aber dennoch hat der Film reichlich Überlänge - wirkt daher mitunter reichlich zäh.
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alanger 2010/01/17 17:51:20
teil zwei kann den grandiosen erstling sogar noch toppen. damals war coppola gott ...oder zumindest, fast: "nearly god".
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
vaan_F.F. 2010/01/07 22:05:28
Wie auch in Teil 1 schon eine göttliche Filmathmosphäre. Aber nicht mein Ding, diese Mafiafilme. Ich gebe natürlich zu, dass er für Fans locker Mal mit 10 bewertet werden kann.
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Ansehen: Der Pate 2
Photos: Der Pate 2
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Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Der Film Der Pate 2 gehört zum Genre Verschwörungsthriller, Mafiafilm. Regie führte Francis Ford Coppola.

Nicht nur in der Schlussszene erweist sich Coppolas Meisterwerk als eine Tragödie, die weit über die Geschichte einer Mafia-Familie hinausführt. Coppola nennt die Bedingungen, die das Leben eines Kindes in seiner familiären und sozialen Umgebung prägen, die Schlüsse, die es daraus für sein Leben zieht, die Umstände und Konflikte, in denen sich erweist, ob diese Schlüsse sein eigenes Leben bestimmen sollen, die Möglichkeiten und Alternativen, die sich anbieten, aber oft so schwer zu ergreifen sind, die Umstände, in denen man Schuld auf sich lädt. Die Vielfalt der Beziehungen und die für einen Film unglaubliche Anzahl von Personen, die in einem komplexen und komplizierten Netzwerk miteinander und gegeneinander agieren, fügen sich zu einem Gesamtbild, das trotzdem für den Betrachter völlig durchschaubar bleibt. Noch lange wird man sich an einzelne Personen erinnern können, ihre Namen kennen, ihre Gesichter vor Augen haben – eine Leistung, die Coppola in – nimmt man… — Mehr
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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