Taxi Driver

Taxi Driver (1976), US
Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Historienfilm, Actionfilm, Kinostart 13.07.2006

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8.7 Kritiker
66 Bewertungen
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164 Kommentare
Taxi Driver - Bild 2488953
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von Martin Scorsese, mit Robert De Niro und Jodie Foster

Taxi Driver ist das beklemmende Psychogramm eines Vietnam-Veteranen, der sich gegen die Unmoral des Großstadtlebens New Yorks aufbäumt. Martin Scorseses Regiearbeit gilt als eines der großartigsten und am meisten diskutierten Werke der amerikanischen Filmgeschichte und als ein zentraler Film im New Hollywood.

Travis Bickle (Robert De Niro) ist ein isolierter 26-jähriger Mann aus dem Mittleren Westen. Während eines Bewerbungsgesprächs bei einer Taxi Driver Agency in New York City, gibt er an bei den US-Marines gedient zu haben, weshalb anzunehmen ist, dass er im Vietnam-Krieg gekämpft hat. Den Job bekommt er. Aufgrund einer chronischen Schlafstörung übernimmt er die bei seinen Kollegen unbeliebten Nachtschichten. In seiner Freizeit besucht Travis schäbige Porno-Kinos und fährt ziellos durch die Straßen von Manhattan.

Während seiner Arbeit als „Taxi Driver“ beobachtet er angewidert, was sich hinter den Kulissen der Großstadt New York abspielt. Allein die attraktive Betsy (Cybill Shepherd), die als Wahlkampfhelferin für Senator Charles Palantine (Leonard Harris) wirbt, erscheint Travis wie ein Engel abseits vom restlichen Abschaum. Es gelingt ihm Betsy anzusprechen und sich mit ihr zu einem Kinobesuch zu verabreden. Als Betsy erkennt, dass Travis sie in ein Pornokino ausführt, ist sie irritiert, erteilt ihm den Laufpass und möchte von ihm nichts mehr wissen.

Auf einer seiner nächtlichen Taxifahrten lernt er die zwölfjährige Prostituierte Iris (Jodie Foster) kennen. Iris ist auf der Flucht vor ihrem Zuhälter ‘Sport’ Matthew (Harvey Keitel), als sie in dem Taxi von Travis Zuflucht findet. Das junge Mädchen weckt bei ihm väterliche Gefühle und er möchte sie dazu bewegen, zu ihren Eltern zurückzukehren.

Enttäuscht und frustriert sucht er bei dem erfahrenen Taxifahrer Wizard (Peter Boyle) ein offenes Ohr. Er habe “some bad ideas in [his] head” und wolle “something big” durchführen. Wizard ist mit der Situation überfordert und kann ihm nur zu mehr Sex, mehr Alkohol und weniger Nachdenken raten. Doch Taxi Driver Travis hat eine Mission. Er möchte sich gegen den Abschaum der Stadt auflehnen. Bei einem Waffendealer, genannt Easy Andy (Robinson Frank Adu), kauft er sich vier Pistolen. Er trainiert seinen Körper und probt vor dem Spiegel den Tag seiner Abrechnung. (AW)

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Kritiken (5) — Film: Taxi Driver

Oceanic6: CinemaForever

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10.0Lieblingsfilm

Meine All-Time-Lieblinge: Platz 4: 'Taxi Driver'

"I think someone should just take this city and just... just flush it down the fuckin' toilet."

Martin Scorseses zeitloses Meisterwerk erzählt die Leidensgeschichte des Taxifahrers Travis Bickle. Schlaflosigkeit, Isoliertheit, Einsamkeit prägen sein Leben im gewalttätigen und schmutzigen New York der 70er Jahre. Sein Leben geht immer mehr bergab, bis schließlich alles in einer Eskalation voller Gewalt und Dramatik endet.

'Taxi Driver' ist schockierend und schön zugleich, der Film ist traurig, kontrovers, ein dermaßen atmosphärischer Overkill, wie ich ihn kein zweites Mal in meinem Leben gesehen habe. Er stellt die meiner Meinung nach gelungenste Milieustudie der Kinogeschichte dar, welche, im Kontext zur zeitgenössischen Politik wie der Watergate Affäre oder dem Vietnamkrieg, einschlägt wie eine Meteorit. Der Film ist herausragend inszeniert, aber wären da nicht die Stars wie Robert De Niro, Jodie…

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

der cineast

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Deswegen ja danke :)


Oceanic6

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@xXxWantedxXx: Ja bitte, der Film ist einfach so der Waaaaaahnsinn. :D


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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9.0Herausragend

"Days go on and on. They don't end." -

Viel zu oft auf seine finale Gewaltexplosion reduziert, und durch mannigfaltige problematische Epigonen verunglimpft, bleibt Scorseses TAXI DRIVER auch nach über dreissig Jahren nicht nur Begründer eines neuen Subgenres, sondern gleichzeitig auch der bis dato beste Film aus eben diesem.

Es ist nicht so sehr die Radikalität des Erzählten, die TAXI DRIVER zu einer langen Nachwirkung verhilft, sondern die unerschütterliche Stringenz, mit der Scorsese und sein Hauptdarsteller ihr Psychogramm vortragen: Zu keiner Zeit verschreibt sich ihr Film den Konventionen oder Wünschen nach einer gewohnten Dramaturgie; sieht man vom Klimax gegen Ende ab, funktioniert TAXI DRIVER eher als statische Momentaufnahme seines desillusionierten Antihelden, denn als klassisches Erzählkino.

Dem zweifellos größten Seltenheitswert kommt dabei die Tatsache zu, dass Scorseses Figuren - allen voran der absolut beeindruckende deNiro - ambivalent erscheinen, jedoch zu keiner Zeit eine Verklärung oder Mythologisierung ihrer Handlungen stattfindet: Rache stellt sich in TAXI DRIVER niemals als eine wirkliche Alternative dar; sein Protagonist ist anders als in neueren Genrewerken kein edler Robin Hood der Moral, sondern ein von antisozialen und selbstzerstörerischen Trieben geleiteter Mann, dessen scheinbare Legitimation seiner Taten durch eine problembehaftete Gesellschaft nur in seinem Mikrokosmos funktioniert, sich dem Zuschauer aber als pure Selbstgerechtigkeit offenbart.
Entlarvender kann solches Kino nicht sein.

Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Hitmanski

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Ist ja auch 'nen guter Film ;)


willy50

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Are you talking to us ?


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.5Herausragend

[...]„Taxi Driver“ und seiner Bedeutung für das Medium Film, seiner Schwere und seiner Dimension, der Radikalität seines Charakterportraits kommt man mit hohlen Phrasen à la großartige Kameraarbeit, toller Soundtrack und überragendes Schauspiel nicht wirklich nah, auch wenn all dies natürlich vorhanden ist und zur Qualität des Films beiträgt. Weit darüberhinaus reichen aber beispielsweise die vielen Szenen, in denen „Taxi Driver“ die Auseinandersetzung mit Standpunkten provoziert: Travis Bickle erhebt Anklage gegen die offensichtlichen Missstände, gegen Gewalt und Prostitution, aber er ist auch ein Rassist, ein Ausländer-, ein Homosexuellen-, ein Minderheitenhasser, seine krakelige Handschrift und politische Ahnungslosigkeit untermauern seinen Mangel an Bildung, aus einem persönlichen Empfinden heraus leitet er das Recht ab, sich über das und jene zu stellen, die er hasst und ist selbst doch nur ein an den Rand gedrängtes Teilchen vom selben. Doch dieser Mann wird am Ende als Held gefeiert und auch wenn sich der Epilog des Films auf vielfache Weise deuten lässt, so bleiben doch die Fragen stehen: aus welcher Sicht ergibt es sich, dass jemand zum Helden oder Verbrecher, zum Helden oder Mörder, zum Helden oder Verrückten erklärt wird? Und was für eine Welt ist es, in der der Unterschied nur anhand derer ausgemacht wird, in deren Körpern die Kugeln am Ende stecken? Ist das eine Welt, in der jemand wie Travis Bickle nun ein Extrem ist? Oder ist er die Mitte, deren Taten von Außen dem einen oder anderen Extrem zugeordnet werden? »Hey, I'm not square, you're the one that's square.« Damit könnte er wohl Recht haben…[...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Evie: www.inderzange.de

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9.5Herausragend

Einer der Filme, durch die Martin Scorsese zu einem Meister seines Faches geworden ist. “Taxi Driver” gewann mehrere Preise und gilt heute als einer der wichtigsten amerikanischen Filme. Die Thematik, damals wie heute hoch brisant und aktuell. Der Film wurde 4 mal für den Oscar nominiert, “Bester Hauptdarsteller”, “Beste Nebendarstellerin”, “Bester Orignal Soundtrack” und “Bester” Film. Leider hat er keinen einzigen gewonnen. Doch bleibt der Film für viele ein zeitloser Klassiker, ein Kultfilm und einer ihrer Lieblingsfilme.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Evie

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Tja man kann es sich eben nicht aussuchen...


ToniTapeless

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1976 eben. gegenkultur gescheitert. vietnamkrieg vorbei. watergate-affäre aufgedeckt. amerika wollte wieder gewinnertypen...


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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9.5Herausragend

Der Film ist ein Dokument der Post-Vietnam- und Post-Hippie-Ära, mit seinem Irokesen rasiert sich De Niro sogar zum Punk, aber als Ausdruck von gesellschaftlicher Entfremdung und selbst gebasteltem Fanatismus wächst seine Aktualität mit jedem Tag. Wer "Taxi Driver" jetzt zum ersten Mal sieht, tut es nicht zum letzten Mal.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (159) — Film: Taxi Driver

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teaxtime

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zeitlos . DAS ist Kunst.

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M_A_X

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Auszug aus der Walt Disney Version ;-)

http://vimeo.com/37154658

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crab1973

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Made my Day. :D


dustyOn3

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Herrlich! :-)


stuforcedyou

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Klassiker ist ein rauhes vor Spannung vibrierndes Denkmal einer Zeitdekade und eines Darstellers, der hier wohl die beste Leistung seiner gesamten Karriere ablieferte. "Taxi Driver" ist ein cineastische Explosion aus Spannung, Gewalt, grotesker Satire und einer verlorener Existenz im Moloch einer Großstadt. Großartiges, unvergessliches Kino. Lieblingsfilm, durch und durch.

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thedirector

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word! ein wahres meisterwerk!


dustyOn3

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Jaaa! So ist es, stu. Du hast den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen! :-)


T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein mmeisterwerk...ein vereinsamter mann zerbricht an seiner hoffnungslosigkeit

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DonTino90

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Bewertung9.0Herausragend

Klasse Film!

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mbaale

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Bewertung9.5Herausragend

Wie der Film diese diese hoffnungslosen Nächte, diese Großstadt, diese rohe Energie einfängt ist meisterhaft - Schauspieler wie Regie (und auch Soundtrack) gleichermassen! ...ohne dieses seltsame 'happy-end'(?) hätte ich die ZEHN vergeben...

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ketschja

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Habe dem Film zuerst auch eine 10.0 gegeben. Aber dieses "Happy-End" hat ihn dann doch noch 0.5 Punkte gekostet.


Blutonos

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu dem Film wurde hier schon so ziemlich alles geschrieben, also werd ich keine ausufernde Kritik schreiben, sondern es mit einem aktuellen Produkt der Unterhaltungsindustrie vergleichen:

"Taxi Driver" ist der absolute Beweis dafür, das man trotz schlechtem Ende einen Klassiker produzieren kann. Hierzu nehm ich als Beispiel "Mass Effect 3", ebenfalls, laut vielen (ich finde dies aber nicht), ein schlechtes Ende, was aber an der restlichen Qualität nichts ändert. Ansonsten, Robert De Niro Klasse, Musik Klasse, Drehbuch Klasse, Dialoge Klasse... blablabla... 08/15 Arthouse Gequatsche... super Film.

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vicvega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Taxi Driver ist wohl einer der zeitlosesten Werke des Films, denn er behandelt Themen
die immer in der Gesellschaft auftreten werden: Einsamkeit, Verletzlichkeit, Hass.
Dies geschieht in der Form von Travis Bickle, einem Vietnam Veteranen. Er hat Schlafstörungen, daher arbeitet er als Taxifahrer vor allem Nachts.
Schon in den ersten Minuten hat mich dieser Film in den Bann gezogen. Man merkt schnell wie unbeholfen sich Travis in der Öffentlichkeit verhält (z.B. als er sich um den Job als Taxifahrer bewirbt oder als er der Kassiererin im Pornokino nach ihrem Namen fragt).
Er weiß einfach nicht wie er sich zu verhalten hat, er hat kein Gespür dafür wann er jemandem vielleicht zu nahe tritt.
Im weiteren Verlauf des Filmes wird einem Bewusst in was für einer isolierten Welt dieser Mann lebt, sein einziger Vertrauter scheint sein Tagebuch zu sein.

"Ein Tag ist wie der andere, endlos lang. Ich hatte das Gefühl völlig isoliert zu leben, ohne Ziel, ohne echte Aufgaben nur auf mich konzentriert. Ich wusste was mir fehlt war ein Mensch."

Doch dann sah er die schöne Wahlkampfhelferin Betsy und war sofort von ihr fasziniert. Sie gab seinem Leben einen neuen Impuls, wie er sagt. Jedoch als sie nichts mehr von ihm wissen will, nachdem er sie in ein Pornokino geführt hat, scheint Travis wieder in seinem alten Trott gefangen zu sein. Völlig von der Gesellschaft angekotzt fängt er nun an sich endgültig abzukapseln. Diesen Effekt verstärken seine nächtlichen Taxifahrten. Durch den Abschaum auf den Staßen und in seinen Taxis (großartiger und zugleich schockierender Cameo-Auftritt von Scorsese) beginnt er sich einzureden etwas dagegen tun zu müssen. Der zu Anfang des Filmes eher unsichere und lethargische Protagonist wird jetzt immer unruhiger und v.a. wütender. Von den ganzen Enttäuschungen in seinem Leben sowie in seinem Umfeld beeinflusst, fängt er an sich Waffen zu kaufen, zu trainieren und sich darauf vorzubereiten auf den Straßen "aufzuräumen".

"Hört zu, Ihr Wichser, ihr Scheißköpfe. Hier is ein Mann, der sich nicht mehr alles gefallen läßt. Ein Mann, der sich gegen den Abschaum, die Nutten, die miesen Schweine, den Dreck und die Scheiße wehrt... hier ist jemand, der sich wehrt!!!"

Aus diesem Zitat und natürlich dem Über-Zitat schlecht hin ("You talkin' to me?") wird deutlich wie kaputt und verzweifelt dieser man ist, wie er verzweifelt nach einer Aufgabe, nach einer Daseinsberechtigung sucht. Die Einsamkeit und Verletzlichkeit zu Anfang, werden zu Hass. Zu einem blutigen Hass wie sich am Ende herausstellen soll.
Das erschreckendste ist v.a. wie dieser Mann sich selber hasst und daher auch von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird. Somit proeziert er seinen Hass auf sie.

Nicht nur das dieser Film eine überaus wichtige Thematik und die für mich beeindruckendste Atmosphäre in einem Film hat, er hat auch den bestmöglichen Darsteller für die Hauptfigur, nämlich Robert De Niro, dessen schauspielerische Leistung mich schon fast erschaudern ließ. Hinzukommen Harvey Keitel als widerwärtiger Zuhälter und Jodie Foster als minderjährige Prostituierte, deren Rollen mich auch fassunglos zurückgelassen haben.
Selten habe ich über den Inhalt und v.a. auch über die Aussage eines Filmes so viel nachgedacht wie bei Taxi Driver.

Dieser Film ist schlichtweg unbeschreiblich gut!

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tantemilli

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

nich schlecht, nich schlecht..zwar wird dieser film vermutlich wie so oft aus den falschen gründen gehyped aber einen hype ist er wert.
(beste de niro leistung die ich bis jetzt gesehn hab btw.)

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rehkirsch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Gottes einsamster Mann"
was für ein gnadenlos guter film.

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Jeff Lebowski

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

!Spoileralarm!
Taxi Driver ist und bleibt eine negative Parabell, die den Dreck unserer Gesellschaft, das Böse in uns, das was jeder Mensch zum "Schlecht- und Verkommensein der Menschheit" am besten von allen Filmen, die ich je geshen habe beschreibt.

"Ich bin Gottes Einsamster Mann"

sagt Travis, ein Taxifahrer, der Nacht für Nacht das schlechte am Menschen miterlebt, wenn er durch New York fährt.
Er ist ein Psychopat, wenn man genauer darauf achtet wird dies relativ schnell an seinem Verhalten klar. Aber Travis ist keiner von jenen Psychopaten, wie sie aus Filmen wie 'Einer flog über das Kuckucksnest' bekannt sind. Das psychopatische Verhalten von Travis ist endlich mal etwas positives in dieser heruntergekommenen Gesellschaft in d die Handlung stattfindet nd in der wir teilweise immernoch leben.
Blickt Travis in der Nacht aus seinem Fenster heraus, sieht er Nutten, Drogensüchtige, Gangs und anderen Abschaum.
Es bereitet ihm Kopfschmerzen.
Er möchte diese Stadt reinigen oder sie eine gigantische Toilette herunterspülen.
Er ist jemand der aufsieht, und es wagt, den wahren Charakter der Stadt zu erkennen und diesen zu bekämpfen.

"Hört zu, Ihr Wichser, ihr Scheißköpfe. Hier is ein Mann, der sich nicht mehr alles gefallen lässt. Ein Mann, der sich gegen den Abschaum, die Nutten, die miesen Schweine, den Dreck und die Scheiße wehrt... hier ist jemand, der sich wehrt!"

Taxi Driver ist ein Film, der sehr ruhig daherkommt. Martin Scorcese schafft es ein derart durchdachten Psychopaten in einen fast analytischen Film über einen Charakter zu stecken.
Der 'Taxi Driver' selbst ist in der Gelschaft von anderen ein stiller Mann. Genau einer vin denen die nur reden, wenn's notwendig ist. Aber in seiner Ruhe macht er sich Gedanken, er hält die Augen offen, und was sieht er? Dieses abartige New York.
Was er nicht sieht: Auch er trägt in einer gewissen art und Weise dazu bei, dass die Stadt immer mehrin Sex und Prostitution versinkt (z.B. durch den regelmäßigen Besuch in Pornokinos), er ist selbst ein Teil der kaputten Gesellschaft, die er so hasst.
Gegen Ende hin driftet er irgendwie weiter und weiter ab von der Gesellschaft und ihm werden Dinge gleichgültig (siehtman schön als er seinen Fernseher aus Langeweile umwirft)

Jeder sollte sich nun die Frage stellen: Was trage ich zu unserer heutigen Gesellschaft bei?
Ist unsere heutige Gesellschaft wie damals? Wie funktioniert sie überhaupt?
Und in diesem Punkt liegt meinermeinung nach die genialität von 'Taxi Driver'.
Es ist ein Film über den man wirklich viel nachdenken kann.
Mich hat er auf jeden Fall zum nachdenken gebracht und ich habe einige Zeit über diese Fragen nachgedacht, besonders nachdem ich Taxi Driver zum ersten mal gesehen habe.

"Jemand sollte schnell diese Stadt hier ausmisten, weil das hier 'n Haufen... 'n Haufen Scheiße ist! Diese Stadt ist voller Dreck und Abschaum. Sie ist ein Albtraum geworden. Egal, wer hier Präsident wird, er müsste... hier gründlich aufräumen. Stellen Sie sich vor, ich kriege Kopfschmerzen, wenn ich spazieren gehe und diesen Dreck riechen muss, unglaublich!"

Es ist irgendwie genau das, was ch mir manchmal denke. Und bei dieser kaputten Gesellschaft muss es ja nicht mal nur um Prostitution etc. gehen, ich bekomm ja schon Gänsehaut wenn ich manchmal die Dummheit meiner Mitschüler auf Facebook sehe.

Ein weiterer toller Punkt an Taxi Driver ist natürlich ein einziger Name. Ihr habt ihn bestimmt schon erratn bevor ich den Satz zu Ende hab aber egal: Robert DeNiro.
Der Mann hat eh viele tolle Filme gemacht, aber hier glänzt er einfach. Nie habe ich jemanden so gut in der Ein-Mann-Rolle gesehen, abgesehen von Christian Bale in 'Der Maschinist'. DeNiro schafft es wirklich glaubhaft die schwere Rolle von Travis herüberzubringen. Er hat für die Rolle sogar eine Taxifahrer-Lizens in New York gemacht :)

Was ebenfalls hervorzuheben ist, ist die Regie. Scorcese hat einen der wichtigsten Punkte sehr gut umgesetzt: Eine Szene zu kreieren, die beim Zuschauer wirklich hängen bleibt, ein Bild zu erschaffen, dass man dierekt vor Augen hat, wenn man den Namen 'Taxi Driver' hört.
Bei mir ist es die Szene, wo man Travis zum ersten mal mit kurzen Haaren sieht, als 'Punker'.
Bei anderen mag es nicht genau diese Szene sein, da der Film wirklich viele erinnerungswürdige Szenen hat, wie zum Beispiel diejenige wo Travis zuhause vor dem Spiegel steht und 'übt' ("Du machst mich an?! Meinst du mich?!")
!Spoileralarm! ENDE

All diese benannten Punkte lassen Taxi Driver zu einem unvergesslichem Gefühl verschmelzen, dass ich nur mit 'Lieblingsfilm' bewerten kann.

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Jeff Lebowski

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http://www.amazon.de/Taxi-Driver-Blu-ray-Robert-Niro/dp/B004HYH292/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1334092909&sr=8-2


styx.canomo

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styx, styx, also diese redensart^^ du hast dich in sachen mailfachspamming inzwischen redlich revangiert^^


Jack_Torrance

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es gibt Filme, die findet man gut; bei denen man denkt, der Regisseur hat seinen Job sehr vorzüglich gemacht. Allerdings wird er von allen Seiten so dermaßen hochgehypet, dass man fast schon dazu neigt, zu behaupten, der Film sei überschätzt. Taxi Driver ist eben so ein Film, wobei ich allerdings niemals behaupten würde, er sei überschätzt, aber ein All-Time-Favourite ist er meines Erachtens definitiv nicht.
Es ist vor allem das Psychogramm eines Menschen, der von seinem Umfeld angewidert ist und wenn ich mal ganz ehrlich bin: Ich kann mich mit ihm, Travis Bickle, identifizieren.
Wenn ich im Erdgeschoss auf den Aufzug warte und von weitem sehe, wie einer meiner Nachbarn auf mich zukommt, werde ich nahezu panisch. Gedanklich rufe ich dem Aufzug zu: "Komm schon, beeil dich, na komm schon !", und wenn ich letzendlich alleine im Aufzug bin, schreie ich gedanklich: "Hallelujah !"; wenn ich allerdings mit einem eklig freundlich grinsendem Nachbar im Aufzug stehen muss, will ich ihm am liebsten auf die Füße kotzen. Bin ich das, was man einen Menschenfeind nennt ? Kann sein ! Allerdings stell ich mir bei den meisten Leuten ihr Foto vor, wo sie freundlich lächeln und sie werden mir auf Anhieb sympathisch. Allerdings stelle ich mir eben das sehr selten vor. Ich versuche niemanden anzusehen, wenn ich draußen auf der Straße bin. Es widert mich zu sehr an.
Ähnlich geht es Travis: Er hasst diese ganzen Nutten, Stricher, Zuhälter, Asoziale, aber auch die ganzen "bürgerlichen" Menschen, die sich in der Gesellschaft anpassen, um zu überleben und um dann vor Kälte förmlich zu erstarren.
Auf dieser Ebene gehen Schrader und Scorsese an ein ähnliches Thema heran wie Godard vorher in À Bout de Souffle: Sie stellen Menschen in den Vordergrund, die sich eine eigene Realität erschaffen, weil ihnen die eigentliche Realität zuwider ist. Während Godards Michel Poiccard aber ziellos vor sich hin vegitiert, fängt Travis an, sich zu wehren.
Ab dem Zeitpunkt, an dem er sich ein Waffenarsenal besorgt, bekommt der Film einen surrealistischen Touch. Während dem Zuschauer vorher die eklige Realität ins Gesicht geknallt wurde, nimmt ihm der Film ab Travis' Wandlung förmlich den Boden unter den Füßen weg. Man fühlt sich in Travis' Wohnung wie in einem Paralleluniversum. Vielleicht wurde auch das Zitat "Are you talkin' to me ?" dadurch zum Kultrenner, wer weiß...
Am Ende offenbart der Film eine dritte Dimension: eine satirische Dimension. Alles erscheint so paradox und unecht - aber der finale Blick von Travis Bickle sagt mehr als 1000 Worte und jagt mir zudem noch einen Schauder über den Rücken !
Willkommen in der Hölle.

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Andy Dufresne

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All-Time-Favourite für mich, ganz klar.
Aber Top Kommentar!


Jack_Torrance

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Danke schön :)


Azazil

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Bewertung7.0Sehenswert

Vielleicht lag es an mir, vielleicht am Film, aber die vielfach angepriese Sogwirkung von Taxi Driver konnte ich nicht so recht spüren. Was bleibt sind tolle Schauspieler, tolle Dialoge und ein etwas ermüdendes Dahintreiben. Stellenweise war mir der Protagonist Travis auch einfach unsympathisch. Mir fiel es oft schwer mich in ihn so richtig hinein zu versetzen. Das Setting, die Prostituierten, die grellen Lichter, alles verkommt mit der Zeit zu einem eintönigen Brei, der eher apathisch als aggressiv macht. Unterlegt wird das ganze noch von einem Soundtrack, mit dem ich mich ebenfalls nicht so hundertprozentig anfreunden konnte. Für mich steht fest, dass Travis kein Anti-Held darstellt. Das Ende wirkt auf mich als ein Loblied auf die Selbstjustiz mit der Travis sich wieder zurück ins Leben katapultiert. Sollte dies Teil einer Gesellschaftskritik oder Kritik an den Medien sein, fällt mir diese allerdings zu schwach und im Zusammenhang mit dem Rest des Films zu konstruiert aus. Das liest sich jetzt sehr kritisch, dessen bin ich mir bewusst. Taxi Driver ist ein guter Film, mit Sicherheit wenigstens sehenswert, aber ein paar Dinge haben mich einfach gestört und angesichts der vielen Lobeshymnen sollten weitere Perspektiven geboten werden. Womöglich hatte ich einfach zu hohe Erwartungen.

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kraproom

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Bewertung9.5Herausragend

Komisch, ich hatte noch gar kein Kommentar zu dem Film geschrieben, bekomme aber ständig mails von Antworten zu meinem nicht existenten Kommentar?!??
Also schreibe ich auch was dazu: Dieser Film ist so SCHEISSE-------------------------------------------GUT!!
Was Scorsese mit De Niro in Hexenkessel noch nicht gelungen war (der ist meiner Meinung nach auch etwas zu altbacken inszeniert) traf hier voll ins Schwarze.
Um den Film gänzlich zu verstehen muss man sich in die Realität New Yorks der späten 60er und frühen 70er Jahre versetzen. Diese Stadt war wirklich bis auf den Kernbereich Manhattans völlig heruntergekommen und verottet. Und in diesem Pfuhl treibt sich nun ein Vietnamveteran, ein Taxifahrer, herum, angewidert von all dem Verfall, obwohl er doch selbst Teil davon zu sein scheint.
Aus welchen Gründen auch immer, weil ihn sein Umfeld anwidert oder er sich zu höherem berufen fühlt, beginnte er sich gegen seine Situatuion aufzulehnen. Zunächst versucht er es wie jeder anderer auch, er wettert verbal gegen seine Umstände und nervt damit seine Fahrgäste aber dann verliebt er sich in eine Wahlkampfhelferin und macht ihr den Hof. Durch seine vielleicht milieubedingte Unbeholfenheit, er führt sie z.B. in ein Pornokino aus!!, versaut er all seine Chancen. Vielleicht wegen dieser Ablehnung, vielleicht weil es schon länger in ihm schläft, radikalisiert er sich. Er kauft Waffen und führt Scheingefechte mit imaginären Gegnern vor dem Spiegel. Irgendwann ist ihm das nicht genug, er sucht reale Gegner. Gegner die für Ihn den Verfall seiner Lebenswelt bedeuten. Für kurze Zeit erscheint es als ob er ein Attentat auf den Politiker, für den seine entflammte Liebe Wahlkampf führt, sein Ziel wäre ( Ich unterstelle Scorsese hier eine absichtliche Andeutung auf die allgemeine Verlogenheit der Politik). Aber dann findet er sein Ziel: Ein Zuhälter der minderjährige Huren Laufen lässt. Darauf arbeitet er nun hin. Am entscheidenden Tag provoziert er den Luden und nach einem kurzen Wortgefecht, schießt er ihm unvermittelt in den Bauch. Es folgt eine wilde Schießerei und Rauferei die ich nicht beschreiben will, das muss man sehen!
Irre ist eigentlich das Ende: In modernen Filmen wird einem solchen "durchgeknallten" Protagonisten keine Chance mehr gegeben, er hat zu sterben. Warum weiß ich nicht, vielleicht weil er es gewagt hat gegen die herschenden Zustände mit Gewalt zu reagieren? In den 70ern war das noch eher ein diskutables Mittel. Und deswegen überlebt Travis Bickle sein Massacker, und mehr noch: Er wird sogar als Held gefeiert und sogar mit seiner Flamme, der Wahlkampfhelferin könnte noch was laufen...
Ein Happyend nach einem solchen Film? Echt strange, aber das macht auch den Taxi Driver aus!

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hoffman587

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Bewertung9.5Herausragend

Taxi Driver

Dieser Film beraubte mich schon vor vielen Jahren meinen Worten. Er ließ mich hilflos und voller Begeisterung zurück. Ich war begeistert, so wohl von Regisseur Martin Scorsese als auch von Robert De Niro. Für mich damals in jungen Jahren einer der beeindruckensten und wichtigsten Filmen der 70er Jahre bzw. der gesamten Filmgeschichte. Ein Filmtitel, der die meisten heute selbst noch vor der Erstsichtung in Unsicherheit wiegt, denn es steht fest, dass "Taxi Driver" von Martin Scorsese aus dem Jahre 1975 als großer Klassiker und Kultfilm gilt. Ich selbst kenne dieses Gefühl der Unsicherheit, mir selbst ging es erst neulich bei meiner erst Zweitsichtung (welche ich Jahre lang vor mich hergeschoben hatte) des Werkes. Und vor solch einer Sichtung stellen sich meist Fragen wie: Ist jener Film noch so umwerfend wie bei der ersten Sichtung? Kann er genauso mitreißen? Kann er mich erneut in seinen Bann ziehen? Auch wenn das eigentlich abstrus ist, aber ich zögerte zeitweise und überlegte, ob ich tatsächlich beginnen sollte. Doch in all meiner Logik drückte ich schließlich nur die Starttaste und schon war es wieder um mich geschehen, zurück in die Welt des New Yorks der 70er Jahre und in die Welt des Travis Brickle.

Scorsese erzählt uns die Geschichte des Einzelgängers Travis Brickle, dabei analysiert Scoresese hierbei präzise wie auch mit einer nahezu zeitlosen Faszination die damalige Gesellschaft Amerikas. Travis als einstiger Vietnamveteran, den der Krieg verändert hat, er leidet an Schlafstörungen und scheint keine Ruhe mehr in seinem Leben zu finden, er ist traumatisiert von seinen Erlebnissen. Dokumentiert werden jene Folgen der wirtschaftlichen Lage und des erwähnten Krieges. Travis, so also ein Taxifahrer, der nachts zwielichtige Gestalten chauffiert und sich zunehmend von dem Abschaum der Straße angewidert sieht, von all der Gewalt und Prostitution. Er trifft Iris und versucht ihr zu helfen. steigert sich dazu in seine Obsession, die Straßen zu säubern und so mutiert er mehr und mehr zu einer eiskalten und von Hass getriebenen Killermaschine...bedrückend, verstörend, abgründig und fast alptraumhaft und doch stets faszinierend. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Helden und Verbrechen verschwimmen und sind letztlich wohl kaum noch erkennbar...

Dazu noch ein Robert De Niro, der im Grunde kaum hätte besser sein können, für mich stets das leibhaftige Beispiel seines fast einzigartig-grandiosen Method-Actings, wobei De Niro für seine Rolle auch selbst als Taxifahrer arbeitete um ein besseres Verständnis zu entwickeln, in jedem Fall ist ihm das wohl gelungen, denn auch wenn das klischeehaft klingt, es ist so, er verinnerlicht die Rolle des Travis Brickle, einem eigentlichen Idealisten auf Abwegen, man könnte sagen er lebt die Rolle (»You´re talkin´to me?«). Ich kann wirklich nicht aufhören De Niro für diese Darstellung förmlich anzupreisen bzw. anzuhimmeln, insofern stets von ihm glaubwürdig verkörpert und fast schon elektrisierend beim Spiel und mit einer wirklich beeindruckenden Intensität dabei. Aber Scorsese wählte insofern auch den Rest des Casts mit viel Bedacht aus, ob nun die wirklich junge Jodie Foster, für welche der Film zum Karrieresprungbrett wurde, als minderjährige Prostituierte Iris, welche Travis aus ihrer Situation befreien will, auch wenn sie meint man behandle sie gut, doch Travis Beschützerinstinkt ist geweckt. Oder ein ungewöhnlicher Harvey Keitel als Zuhälter, ob nun Cybill Shepherd, ob Peter Boyle oder Albert Brooks, für mich in der Hinsicht perfekt besetzt. Und auch Scorsese selbst lässt es sich nicht nehmen in einer Nebenrolle aufzutreten, auch wenn seine wahre Stärke hier selbstredend in der Regie liegt.

Es ist schon interessant, von welcher Ambivalenz Scorsese´s Film geprägt ist und anderweitig gesehen wie Scorsese das Psychogramm seines Vietnam-Heimkehrers Travis zeichnet, er traumatisiert und scheint den Krieg, den er einst bekämpfte, mit in seine Heimat genommen zu haben. Das was er dort sah und so auch den Hass. Er ist verzweifelt, vereinsamt, isoliert, die Welt scheint ihm lieblos und gerade durch Iris mag er neuen Lebensmut bekommen, er sieht es als eine "Mission" um seinem Leben wieder einen Sinn zu geben, mit dieser Ausgangslage lässt Scorsesse seinen Anti-Helden sich immer mehr und mehr in seinen Wahn steigern und bleibt letztendlich absolut radikal und kompromisslos, sodass die große Explosion jener Konflikte und Situationen hätte nicht verstörender oder gar beklemmender sein können, so meine Meinung und gerade der Schluss lässt doch einen durchaus faszinierenden Raum für Interpretationen. Travis Angst oder gar Verzweiflung schlagen um in puren Hass und Wut auf jene Produkte wie die Prostitution und Gewalt, obwohl er letztlich zur "Beseitigung" dieser »Probleme« auch nicht anders vorgeht. Unkonventionell von Meister Scorsese gehalten, mit anfänglich besonders starken doch recht traditionellen, aber nicht weniger virtuosen, Neo-Noir-Zügen, von da an herrschte meinerseits eine nahezu unbeschreibliche Faszination, erneut. Denn wie gesagt Scorsese zeichnet neben dem Psychogramm seines Antihelden, ein kritisches Bild der Gesellschaft jener Zeit und trotz dieser Tatsache für mich/und ich hoffe auch für andere/ absolut zeitlos gestaltet, jenseits irgendwelcher Konventionen, von ihm einerseits unheimlich packend, zudem radikal, zynisch, schockierend, brutal und düster, wenn nicht sogar in der Hinsicht brutal-ehrlich, somit beklemmend. Ich würde sagen Scorsese ist in seiner Konsequenz kaum zu halten, denn besonders die Explosion der angestauten Wut - wirkte auf mich im Grunde genommen wie ein Schlag in die Magengrube - insofern brillant. - die konsequente Eskalation der Situation. Brutal. Stets wie ein schmaler Grat zwischen verschiedenen Auseinandersetzungen und Problemen. Scorsese präsentiert sein Werk eindringlich.

Dazu noch eine wahrhaft brillante Atmosphäre, erschaffen durch die exzellente Kameraführung und im Stil des Noir. Eindrucksvoll wie Chapman die Stimmung und das Zeitgefühl des New Yorks der 70er Jahre perfekt in seine Bilder verpackt und so eine unglaubliche Authentizität erzeugt. Stilvoll, auch hier eindringlich gefilmt und stets atmosphärisch bzw. düster. Große Klasse. Auf keinen Fall möchte ich natürlich den großen Bernard Herrmann (Pseudonym: Gott) vergessen zu erwähnen, immerhin war es sein letzter Score, sein so gesehen letzter Film, in gewisser Weise ein Abschied von einem der größten Filmkomponisten, die es je gab, wenn nicht sogar dem Größten und "Taxi Driver" ist insofern wohl der würdigste Abschluss, den ich mir ehrlich gesagt hätte vorstellen können und Herrmans musikalische Untermalung ist wie so oft perfekt und somit in Hinsicht des Films einfach nur genial. Stilvoll gehalten und gleichzeitig berauschend komponiert mit jazzigen Elementen, atmosphärisch und insofern sehr wirkungsvoll, man spürt die Stimmung der Großstadt, ein echter Genuss .

Schwierig nun letztlich zusammengefasst die richtigen Worte für Scorsese "Taxi Driver" zu finden, schwierig wie immer auch dieses Werk in seiner vollwertigen Größe hiermit zu würdigen oder ihm gerecht zu werden. Das klingt so inflationär und grauenhaft infantil, aber vielleicht ist das gerade ein Grund um seine Verehrung für ein solches Werk darzustellen. Für mich ein herausragendes Stück Filmgeschichte, Punkt, Komma, Strich. Und ich hoffe das klingt plausibel.

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geheimer333

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Verdient :*


hoffman587

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Nochmals danke, Kleiner. ;-)


nerdkiller

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wahrhaftiges Meisterwerk!

Ein einsamer Veteran erlebt seinen Großstadtalptraum.
Ein Film, den man gesehen haben muss!!!!

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Toblerone

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Bewertung9.0Herausragend

Jedem Teenie sollte dieser Film gezeigt werden. Dann sieht man was ein richtiger Selbst-Justiz-Film ist. So gesellschaftskritisch, so dreckig. Perfekt eingefangen. Scorsese hätte für diesen Film mit dem Goldmännchen belohnt werden müssen. Atemberaubender Charakter-Film. Ganz groß gespielt. DeNiro ist der Wahnsinn! Eine der besten Leistungen überhaupt.

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aberaber

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Bewertung9.0Herausragend

Ein frühes Meisterwerk von Scorsese mit einem fantastischen de Niro.

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geheimer333

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jetzt kann ich den Kommentar ja hier auch noch veröffentlichen :)

Taxi Driver

Es war Anfang Februar 2011. Zu dieser Zeit übte ich gerade ein Praktikum im Abaton Kino aus, wodurch meine Filmliebe langsam zum Vorschein kam. Als ich dann am Nachmittag in der Videothek nach Filmen Ausschau hielt, folgte ich glücklicherweise dem Rat eines Familienmitglieds sowie von einigen Kollegen im Praktikum.

Als ich die DVD in den Player legte, war mir noch nicht bewusst, dass sich mir in absehbarer Zeit eine neue Dimension des Filmes eröffnen würde. Ich, als damaliger Filmamateur, konnte nicht glauben, dass irgendein Schauspieler eine Rolle besser verkörpern könne als Kiefer Sutherland die des Jack Bauer in 24 – Twenty Four. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nicht im Geringsten im Klaren darüber, zu was das Medium Film fähig ist. Es klang damals absurd, dass ein Film die eigene Lebensphilosophie verändern könne.

So nahm nun diese grandiose Schauspiel seinen Lauf und endete natürlich viel zu schnell. Erst nach einiger Zeit war ich überhaupt fähig zu realisieren, was sich auf meinem abgespielt hatte. Erst jetzt bemerkte ich ein leichtes Zittern meiner Hände. Erst lange nachdem der Abspann zuende war, schaltete ich den Fernseher ab, um das zu verarbeiten was ich gesehen hatte. Dies erwies sich als schwere Aufgabe, denn ein solches Werk ist einfach nicht zu verarbeiten!

Taxi Driver ist wohl der beste Beweis dafür, dass Martin Scorsese ein Genie und Robert De Niro ein Gott ist. Die Bilder vom schmutzigen, dunklen, dreckigen, gar hoffnungslosen New York brennen sich ins Gedächtnis ein. Die düstere Atmosphäre hilft dem Zuschauer, das Handeln des Travis Bickle zu verstehen. Travis Bickle. Wer ist dieser Travis Bickle? Travis Bickle ist ein Ex-Marine, nun Taxifahrer. Er beschwert sich über Fixer, Junkies, Nutten und Zuhälter. Er selbst will sich jedoch nicht eingestehen, dass er selbst immer mehr zu diesem Abschaum gehört.

Er braucht einen Menschen. Er kann nicht schlafen. Er arbeitet fast ununterbrochen bis zur völligen Erschöpfung. Er hat keine Ahnung von den Regeln einer Beziehung und ist somit verdammt, alleine zu leben. Er will irgendetwas tun, etwas tun damit man sieht, dass er sich wehrt, damit man sieht, dass es ihn gibt! Er ist nicht so wie die anderen! Er ist ein Einzelgänger, er hat nichts zu verlieren.

Um diesen Charakter zu perfektionieren, fehlte also nur noch die passende Besetzung. Hier wählte Martin Scorsese mit Robert De Niro die bestmögliche und machte sich (für mich) unsterblich.

Was wohl noch hervorzuheben ist, ist die unfassbare Leistung vom jungen Robert De Niro. Was dieser Mann hier abliefert, lässt mich an dessen Menschlichkeit ernsthaft zweifeln.

Taxi Driver ist für mich mehr als ein guter Film. Selbst das Wort Meisterwerk oder Gottesfilm würde nicht ausreichen. Lieblingsfilm ist wohl die einzige Möglichkeit, meine Gefühle in Worte zu fassen, denn es ist Liebe.

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geheimer333

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In Angel Heart hat er auch einen schreklichen anderen... :S


Jeff Lebowski

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De niro hat wirklich einen sehr guten Synchronsprecher, er hat vor ein paar tagen sogar eine auszeichnung für sein lebenswerk bekommen.
In meinem kommentar habe ich mich eigentlich nicht auf die synchro bezogen, sondern über die übersetzung. Wie die bei Taxi driver ist, kann ich (noch nicht) beurteilen :)


skinflowers

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich persönlich wahrhaftig ein Meisterwerk!

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