Taxi Driver
Taxi Driver (1976), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 13.07.2006
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Keine
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von Martin Scorsese, mit Robert De Niro und Jodie Foster
Robert DeNiro spielt in Martin Scorseses Taxi Driver einen instabilen Taxifahrer, der durch seinen Beruf auf die Schattenseiten New Yorks aufmerksam wird und eine minderjährige Prostituierte zurück zu ihren Eltern bringen will.
Taxi Driver ist das beklemmende Psychogramm des Vietnam-Veteranen Travis Bickle (Robert De Niro), der sich gegen die Unmoral des Großstadtlebens New Yorks aufbäumt. Als traumatisierter Ex-Marine kann er nachts nicht mehr schlafen und heuert daher als Taxifahrer an, dem die Abgründe und Schattenseiten der Metropole jeden Abend auf der Straße begegnet. Martin Scorseses Regiearbeit gilt als eines der großartigsten und am meisten diskutierten Werke der amerikanischen Filmgeschichte und als ein zentraler Film im New Hollywood.
Hintergrund & Infos zu Taxi Driver
Taxi Driver hatte seinerzeit große Probleme Produzenten und Geldgeber zu finden, trotz der Beteiligung von Robert De Niro, der kurz zuvor erst einen Oscar als Bester Nebendarsteller in Der Pate 2 gewonnen hatte. Auch Drehbuchautor Paul Schrader hatte zunächst etwas gegen die Besetzung auf dem Regiestuhl, und die Zensur bereitete dem Streifen um den durchgeknallten Travis Bickle wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung von Anfang an Probleme. Kontrovers diskutiert und durch gleich mehrere Skandale überschattet, ist der Film bis heute ein Paradebeispiel für das experimentelle amerikanische Kino dieser Epoche.
Der fünfte Spielfilm von Martin Scorsese ist ein sehr persönliches Werk, bei dem sich Regisseur, Hauptdarsteller und Drehbuchautor mit der damaligen amerikanischen Gesellschaft auseinandersetzen. Die Figur des Travis ist nicht nur ikonisch und Teil der modernen Popkultur, auf die…
/p>Robert DeNiro spielt in Martin Scorseses Taxi Driver einen instabilen Taxifahrer, der durch seinen Beruf auf die Schattenseiten New Yorks aufmerksam wird und eine minderjährige Prostituierte zurück zu ihren Eltern bringen will.
Taxi Driver ist das beklemmende Psychogramm des Vietnam-Veteranen Travis Bickle (Robert De Niro), der sich gegen die Unmoral des Großstadtlebens New Yorks aufbäumt. Als traumatisierter Ex-Marine kann er nachts nicht mehr schlafen und heuert daher als Taxifahrer an, dem die Abgründe und Schattenseiten der Metropole jeden Abend auf der Straße begegnet. Martin Scorseses Regiearbeit gilt als eines der großartigsten und am meisten diskutierten Werke der amerikanischen Filmgeschichte und als ein zentraler Film im New Hollywood.
Hintergrund & Infos zu Taxi Driver
Taxi Driver hatte seinerzeit große Probleme Produzenten und Geldgeber zu finden, trotz der Beteiligung von Robert De Niro, der kurz zuvor erst einen Oscar als Bester Nebendarsteller in Der Pate 2 gewonnen hatte. Auch Drehbuchautor Paul Schrader hatte zunächst etwas gegen die Besetzung auf dem Regiestuhl, und die Zensur bereitete dem Streifen um den durchgeknallten Travis Bickle wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung von Anfang an Probleme. Kontrovers diskutiert und durch gleich mehrere Skandale überschattet, ist der Film bis heute ein Paradebeispiel für das experimentelle amerikanische Kino dieser Epoche.
Der fünfte Spielfilm von Martin Scorsese ist ein sehr persönliches Werk, bei dem sich Regisseur, Hauptdarsteller und Drehbuchautor mit der damaligen amerikanischen Gesellschaft auseinandersetzen. Die Figur des Travis ist nicht nur ikonisch und Teil der modernen Popkultur, auf die sich Robert De Niro akribisch als realer Taxifahrer vorbereitete, sondern seine Problematik ist heute weiterhin aktuell. Für sein Drehbuch bezog sich Paul Schrader auf Arthur Bremers Anschlag auf Gouverneur George Wallace 1972. Wenige Jahre später berief sich dann John Hinckley bei seinem misslungenen Attentat auf Präsident Ronald Reagan auf Taxi Driver. Angeblich erfüllte er damit einen Wunsch von Jodie Foster, als deren Stellvertreter er sich betrachtete. Der Film und die Realität stehen daher in einem Wechselverhältnis, in dem der eine den anderen imitiert. Natürlich ist in der (post)modernen Medienlandschaft die Frage nach Sensationen und plötzlichem Heldentum durch Selbstjustiz ebenso angebracht. Die Zeitungen glorifizieren Travis, weil er Iris von der Prostitution befreite und zu ihren Eltern zurückschickte. Dadurch wird er zum Sinnbild eines realen, aber pervertierten amerikanischen Traum(a)s. Bis heute werden die Vereinigten Staaten davon heimgesucht.
Der Film von Martin Scorsese ist ein Musterbesipiel des referenziellen Kinos. Er ist gespickt mit Verweisen auf andere Werke. Der Taxi Driver ist gleichermaßen ein Nietzscher Übermensch wie eine Kinoversion von Dostoevskys Raskolnikov. Die Art, wie er seine Gedanken festhält, erinnert an das transzendentalistische Tagebuch eines Landpfarrers von Robert Bresson, während sich die Tablettenszene mit dem Glas auf Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß von Jean-Luc Godard bezieht. Wie der perverse Killer aus Augen der Angst – Peeping Tom von Michael Powell ist Travis ein Voyeur, dessen einziges Vergnügen daraus besteht, leicht bekleidete Damen zu beobachten und seine Sexualität letztlich durch Gewaltausbrüche auszuleben. Das Ausmaß von Bickles Gestörtheit äußert sich zudem auf der Tonebene, wo die Musik von Bernard Herrmann das eigene, berühmte Drei-Noten-Motiv des Komponisten aus Psycho von Alfred Hitchcock aufgreift. Noch heute zitieren viele andere Filme Taxi Driver. Ganz offensichtlich wird dies in Hass von Mathieu Kassovitz, in dem Vincent Cassel die berühmte ‘Are you talkin’ to me?’-Spiegelszene nachahmt.
Vollständiger Inhalt zu Taxidriver
Travis Bickle (Robert De Niro) ist ein isolierter 26-jähriger Mann aus dem Mittleren Westen. Während eines Bewerbungsgesprächs bei einer Taxi Driver Agency in New York City, gibt er an bei den US-Marines gedient zu haben, weshalb anzunehmen ist, dass er im Vietnam-Krieg gekämpft hat. Den Job bekommt er. Aufgrund einer chronischen Schlafstörung übernimmt er die bei seinen Kollegen unbeliebten Nachtschichten. In seiner Freizeit besucht Travis schäbige Porno-Kinos und fährt ziellos durch die Straßen von Manhattan.
Während seiner Arbeit als „Taxi Driver“ beobachtet er angewidert, was sich hinter den Kulissen der Großstadt New York abspielt. Allein die attraktive Betsy (Cybill Shepherd), die als Wahlkampfhelferin für Senator Charles Palantine (Leonard Harris) wirbt, erscheint Travis wie ein Engel abseits vom restlichen Abschaum. Es gelingt ihm Betsy anzusprechen und sich mit ihr zu einem Kinobesuch zu verabreden. Als Betsy erkennt, dass Travis sie in ein Pornokino ausführt, ist sie irritiert, erteilt ihm den Laufpass und möchte von ihm nichts mehr wissen.
Auf einer seiner nächtlichen Taxifahrten lernt er die zwölfjährige Prostituierte Iris (Jodie Foster) kennen. Iris ist auf der Flucht vor ihrem Zuhälter ‘Sport’ Matthew (Harvey Keitel), als sie in dem Taxi von Travis Zuflucht findet. Das junge Mädchen weckt bei ihm väterliche Gefühle und er möchte sie dazu bewegen, zu ihren Eltern zurückzukehren.
Enttäuscht und frustriert sucht er bei dem erfahrenen Taxifahrer Wizard (Peter Boyle) ein offenes Ohr. Er habe “some bad ideas in [his] head” und wolle “something big” durchführen. Wizard ist mit der Situation überfordert und kann ihm nur zu mehr Sex, mehr Alkohol und weniger Nachdenken raten. Doch Taxi Driver Travis hat eine Mission. Er möchte sich gegen den Abschaum der Stadt auflehnen. Bei einem Waffendealer, genannt Easy Andy (Robinson Frank Adu), kauft er sich vier Pistolen. Er trainiert seinen Körper und probt vor dem Spiegel den Tag seiner Abrechnung. (AW)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- New York City
- Handlung
- Amokläufer, Antiheld, Attentat, Außenseiter, Außer Kontrolle, Blut, Depression, Eigenbrötler, Einsamkeit, Ekel, Entfremdung, Erschiessen, Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Identitätskrise, Kultfilm, Liebe, Massaker, Minderjährige Prostituierte, Mord, Pistole, Pornographie, Prostituierte, Prostitution, Rassismus, Rendez-Vous, Schießerei, Schlafstörung, Schreiben, Sehnsucht, Selbstjustiz, Showdown, Taxi, Trauma, Töten, Unerwiderte Liebe, Verrückter, Veterane des Vietnamkrieges, Wahnsinn, Wut und Hass, Zuhälter, Zuneigung
- Stimmung
- Berührend, Hart, Traurig, Verstörend
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Kritiken (8) — Film: Taxi Driver
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschenIn elegischer Schönheit gleitet Travis in seinem metallischen Sarg durch die urbane Kanalisation voller Abschaum und schmutzigem Gesindel. Es sind Bilder, in denen die Grenze zwischen Traum und Realität immer weiter zu schwinden scheint – dunstige Abgase, grelle Neonlichter, Prostituierte und Zuhälter. Poetisch greifen der Drehbuchautor Paul Schrader und Regie-Veteran Martin Scorsese das Prinzip der Einsamkeit auf: Das, was er will, bekommt er nicht und das, was er bekommt, will er nicht. Einsamkeit war schon immer eine vom Menschen selbst auferlegte Bürde. Der Vietnamveteran ist ein Aussetziger, der im Begriff ist, seine Identität zu verlieren – schlussendlich gipfelt der Film in einem brutalen Vatermord, ganz erfüllt vom berauschenden Klang der Gesellschaft. Neben seiner ausgefeilten, subtil eingesetzten Symbolik vermittelt Scorsese einfühlsam das Gefühl der Verlorenheit. Verloren in der Gesellschaft, in der Großstadt, in der Liebe; der titelgebende Protagonist eine der tragischsten Filmfiguren der Kino-Geschichte.
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen"Mein ganzes Leben war ich einsam. Überall. In Kneipen, im Auto, auf der Straße, in Geschäften, überall. Es gibt kein Entrinnen vor der Einsamkeit."
Martin Scorsese entführt uns in die besudelten Straßen von New York. Belebt vom Abschaum, der noch nicht im elendigen Sumpf der Großstadt untergangen ist. Der schwarze, verqualmte Strudel saugt uns ein. An jeder Ecke sehen wir Sex, Drogen und Gewalt. Prostitution, Dealer, Schläger. Und gewartet wird hier auf einen kräftigen Regen. So stark, das er das Gesindel und das Pack in seiner ganzen Erbärmlichkeit von den Straßen spült, um sie endlich wieder zu reinigen. Der widerliche Gestank, der in der Luft steht, muss von einem unaufhaltsamen und gnadenlosen Orkan weggeblasen werden, damit wir uns in einer besseren Welt wiederfinden dürfen.
Travis könnte dieser Sturm sein. Er lebt in seiner ganz eigenen Welt. Ausgebaut aus einem schweren Kriegstrauma und der endlosen Einsamkeit. Er wird zum Taxifahrer der Nächte. Die dunkelsten…
31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
Butch7 Thu, 14 Jun 2012 12:38:38 -0000
Antwort löschenToller Kommentar! Hat man gleich wieder Lust die Blu-Ray reinzuwerfen. :D
JackoXL Thu, 14 Jun 2012 12:39:55 -0000
Antwort löschenSehr geil, dem Film würdig.
Le Samourai Thu, 14 Jun 2012 12:58:52 -0000
Antwort löschen<3
Wie gesagt, TAXI DRIVER ist der beste Film, der jemals gedreht wurde. :)
Joeyjoejoe17 Thu, 14 Jun 2012 13:03:02 -0000
Antwort löschenToll geschrieben!
Überzeugt mich aber nicht, den Film jetzt besser finden zu müssen.
sweetForgiveness Thu, 14 Jun 2012 13:07:25 -0000
Antwort löschenJoey, du hast ja doch Geschmack :)! Schöner Text :)
Le Samourai Thu, 14 Jun 2012 13:11:37 -0000
Antwort löschenBitte noch mal schauen, Joey :(
Vic Mackey Thu, 14 Jun 2012 13:12:46 -0000
Antwort löschenSuper Kommentar zu einem der besten Filme überhaupt!
Joeyjoejoe17 Thu, 14 Jun 2012 13:15:52 -0000
Antwort löschen@sweet: Worauf bezieht sich deine an mich gerichtete Aussage? Auf das "toll geschrieben" oder darauf, dass ich dem Film nicht ganz so viel abgewinnen kann?
@LeSamourai: Ja, irgendwann. Aber nicht in absehbarer Zeit, dazu hab ich einfach zu viel anderes zu schauen, von dem ich weiß, es gefällt mir sicher ;)
sweetForgiveness Thu, 14 Jun 2012 13:22:05 -0000
Antwort löschen@Joey: Auf beides :D
SoulReaver Thu, 14 Jun 2012 13:25:34 -0000
Antwort löschen@Butch7 Danke. Ich könnt ihn auch gleich nochmal sehen :D
@Jacko Großes Kompliment, vielen Dank. Ich weiß nicht, ob Worte diesem Film gerecht werden könnten.
@Samourai Der BESTE für mich nicht. Aber inzwischen auch in meiner Top 5. <3
@Engel Danke! Ich wollte damit auch nicht bezwecken, dass du ihn jetzt besser findest, sondern einfach nur mal schnell was zu dem Film schreiben. Den sollteste jetzt aber eigentlich schon besser finden. :D
@Sweety Joey hat Geschmack weil er meinen Text mag, weil Taxi Driver kannst du nicht nur "ok" oder "mittelmäßig" finden. Und Danke! :)
@Vic Danke auch dir! Oh ja, unbedingt. :)
MovieMonster Thu, 14 Jun 2012 14:08:51 -0000
Antwort löschenAlso den Kommentar sollte man einrahmen. Stark! :)
SoulReaver Thu, 14 Jun 2012 14:13:18 -0000
Antwort löschenBedanke mich :)
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lieber_tee Thu, 14 Jun 2012 14:20:06 -0000
Antwort löschenKrasser Film. http://24.media.tumblr.com/tumblr_ldgxuz3GvT1qe0eclo1_r2_500.gif
FumerTue Thu, 14 Jun 2012 21:06:52 -0000
Antwort löschenDer Kommentar lässt mich nun wirklich grübeln, ob ich meinen 10 Punkten noch ein Herz versehen soll ;)
Sollte ich vielleicht mal wieder sichten, den Streifen.
Mal sehen, wann "Ich hoffe, eines Tages wird ein großer Regen diesen ganzen Abschaum von der Straße spülen" es in den Filmzitate-TÜV schafft, ist auf jeden Fall saustark, sogar die Toten Hosen haben ein Lied zu diesem Satz geschrieben... http://www.youtube.com/watch?v=rXfh9hYPBk4
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenMeine All-Time-Lieblinge: Platz 4: 'Taxi Driver'
"I think someone should just take this city and just... just flush it down the fuckin' toilet."
Martin Scorseses zeitloses Meisterwerk erzählt die Leidensgeschichte des Taxifahrers Travis Bickle. Schlaflosigkeit, Isoliertheit, Einsamkeit prägen sein Leben im gewalttätigen und schmutzigen New York der 70er Jahre. Sein Leben geht immer mehr bergab, bis schließlich alles in einer Eskalation voller Gewalt und Dramatik endet.
'Taxi Driver' ist schockierend und schön zugleich, der Film ist traurig, kontrovers, ein dermaßen atmosphärischer Overkill, wie ich ihn kein zweites Mal in meinem Leben gesehen habe. Er stellt die meiner Meinung nach gelungenste Milieustudie der Kinogeschichte dar, welche, im Kontext zur zeitgenössischen Politik wie der Watergate Affäre oder dem Vietnamkrieg, einschlägt wie eine Meteorit. Der Film ist herausragend inszeniert, aber wären da nicht die Stars wie Robert…
26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Le Samourai Sat, 21 May 2011 10:08:41 -0000
Antwort löschenLieblingsfilm! Sehr guter Text, mal wieder...
Zum Glück kam ich auf der letzten Berlinale in den Genuss der restaurierten Fassung auf großer Leinwand, ein Traum!
der cineast Sat, 21 May 2011 10:20:27 -0000
Antwort löschenUnd gut auch das du nochmal erklärst was “You talkin' to me?” bedeutet :)
Oceanic6 Sat, 21 May 2011 10:49:25 -0000
Antwort löschenTja, Herr Cineast, es hat halt noch nicht jeder den Film gesehen, und Sinn und Zweck einer Kritik ist es nun mal, dass auch diejenigen, die ihn bisher nicht gesehen haben, den Text verstehen. Und generell übersetzt man den Satz mit "sprichst du mit mir?" Hier hat der Satz eine komplett andere Bedeutung, also bitte nicht so schlau daher reden, hat alles seinen Sinn. ;)
Oceanic6 Sat, 21 May 2011 11:06:28 -0000
Antwort löschen@Le Samourai: Vielen Dank! Ja, hätte ihn auch gerne auf der Berlinale gesehen, habs aber voll verplant. :(
filmschauer Sat, 21 May 2011 11:25:18 -0000
Antwort löschenDer Zehner ist mehr als verdient. Mein Lieblings-Scorsese.
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der cineast Sat, 21 May 2011 12:06:32 -0000
Antwort löschenDeswegen ja danke :)
Oceanic6 Mon, 23 May 2011 19:40:54 -0000
Antwort löschen@xXxWantedxXx: Ja bitte, der Film ist einfach so der Waaaaaahnsinn. :D
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"Days go on and on. They don't end." -
Viel zu oft auf seine finale Gewaltexplosion reduziert, und durch mannigfaltige problematische Epigonen verunglimpft, bleibt Scorseses TAXI DRIVER auch nach über dreissig Jahren nicht nur Begründer eines neuen Subgenres, sondern gleichzeitig auch der bis dato beste Film aus eben diesem.
Es ist nicht so sehr die Radikalität des Erzählten, die TAXI DRIVER zu einer langen Nachwirkung verhilft, sondern die unerschütterliche Stringenz, mit der Scorsese und sein Hauptdarsteller ihr Psychogramm vortragen: Zu keiner Zeit verschreibt sich ihr Film den Konventionen oder Wünschen nach einer gewohnten Dramaturgie; sieht man vom Klimax gegen Ende ab, funktioniert TAXI DRIVER eher als statische Momentaufnahme seines desillusionierten Antihelden, denn als klassisches Erzählkino.
Dem zweifellos größten Seltenheitswert kommt dabei die Tatsache zu, dass Scorseses Figuren - allen voran der absolut beeindruckende deNiro - ambivalent erscheinen, jedoch zu keiner Zeit eine Verklärung oder Mythologisierung ihrer Handlungen stattfindet: Rache stellt sich in TAXI DRIVER niemals als eine wirkliche Alternative dar; sein Protagonist ist anders als in neueren Genrewerken kein edler Robin Hood der Moral, sondern ein von antisozialen und selbstzerstörerischen Trieben geleiteter Mann, dessen scheinbare Legitimation seiner Taten durch eine problembehaftete Gesellschaft nur in seinem Mikrokosmos funktioniert, sich dem Zuschauer aber als pure Selbstgerechtigkeit offenbart.
Entlarvender kann solches Kino nicht sein.
Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 22:42:28 -0000
Antwort löschenWie meinen? :)
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 22:50:55 -0000
Antwort löschenAch ja, mein Gehirn ist immernoch in den Feiertagen, da darf man schonmal auf dem Schlauch stehen :D
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 22:58:34 -0000
Antwort löschenDann führe ich wieder meinen angeblichen Kampf gegen die angeblichen Meisterwerke dieser Welt, der mir ja immer mal wieder unterstellt wird - im Moment bin ich ja noch total weihnachtlich auf Liebe und Frieden aus :)
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 23:11:32 -0000
Antwort löschenKriegstreiber :D
guggenheim Mon, 03 Jan 2011 23:13:47 -0000
Antwort löschenDuffy arbeitet bestimmt im diplomatischen Dienst :D
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 23:18:59 -0000
Antwort löschenOh, das wäre eine weitere harte Belastungsprobe für die EU ;)
Hitmanski Mon, 03 Jan 2011 23:19:30 -0000
Antwort löschenMist, jetzt war einer schneller^^
guggenheim Mon, 03 Jan 2011 23:20:22 -0000
Antwort löschenUnd da sagen manche, Emmerich produziert die größten Katastrophen ;D
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Le Samourai Tue, 18 Jan 2011 00:18:30 -0000
Antwort löschenNa geht doch! :) Guter Text.
Hitmanski Tue, 18 Jan 2011 00:36:31 -0000
Antwort löschenIst ja auch 'nen guter Film ;)
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]„Taxi Driver“ und seiner Bedeutung für das Medium Film, seiner Schwere und seiner Dimension, der Radikalität seines Charakterportraits kommt man mit hohlen Phrasen à la großartige Kameraarbeit, toller Soundtrack und überragendes Schauspiel nicht wirklich nah, auch wenn all dies natürlich vorhanden ist und zur Qualität des Films beiträgt. Weit darüberhinaus reichen aber beispielsweise die vielen Szenen, in denen „Taxi Driver“ die Auseinandersetzung mit Standpunkten provoziert: Travis Bickle erhebt Anklage gegen die offensichtlichen Missstände, gegen Gewalt und Prostitution, aber er ist auch ein Rassist, ein Ausländer-, ein Homosexuellen-, ein Minderheitenhasser, seine krakelige Handschrift und politische Ahnungslosigkeit untermauern seinen Mangel an Bildung, aus einem persönlichen Empfinden heraus leitet er das Recht ab, sich über das und jene zu stellen, die er hasst und ist selbst doch nur ein an den Rand gedrängtes Teilchen vom selben. Doch dieser Mann wird am Ende als Held gefeiert und auch wenn sich der Epilog des Films auf vielfache Weise deuten lässt, so bleiben doch die Fragen stehen: aus welcher Sicht ergibt es sich, dass jemand zum Helden oder Verbrecher, zum Helden oder Mörder, zum Helden oder Verrückten erklärt wird? Und was für eine Welt ist es, in der der Unterschied nur anhand derer ausgemacht wird, in deren Körpern die Kugeln am Ende stecken? Ist das eine Welt, in der jemand wie Travis Bickle nun ein Extrem ist? Oder ist er die Mitte, deren Taten von Außen dem einen oder anderen Extrem zugeordnet werden? »Hey, I'm not square, you're the one that's square.« Damit könnte er wohl Recht haben…[...]
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenEiner der Filme, durch die Martin Scorsese zu einem Meister seines Faches geworden ist. “Taxi Driver” gewann mehrere Preise und gilt heute als einer der wichtigsten amerikanischen Filme. Die Thematik, damals wie heute hoch brisant und aktuell. Der Film wurde 4 mal für den Oscar nominiert, “Bester Hauptdarsteller”, “Beste Nebendarstellerin”, “Bester Orignal Soundtrack” und “Bester” Film. Leider hat er keinen einzigen gewonnen. Doch bleibt der Film für viele ein zeitloser Klassiker, ein Kultfilm und einer ihrer Lieblingsfilme.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
filmschauer Mon, 15 Feb 2010 20:20:50 -0000
Antwort löschenHier hätte meines Erachtens Martin Scorsese den Oscar bekommen müssen und nicht erst dreißig Jahre später, besonders weil in jenem Jahr ausgerechnet "Rocky" so kräftig abgesahnt hat...
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Evie Mon, 15 Feb 2010 20:41:05 -0000
Antwort löschenTja man kann es sich eben nicht aussuchen...
ToniTapeless Thu, 05 Aug 2010 12:51:07 -0000
Antwort löschen1976 eben. gegenkultur gescheitert. vietnamkrieg vorbei. watergate-affäre aufgedeckt. amerika wollte wieder gewinnertypen...
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenHier wird keine richtige Geschichte erzählt. Taxi Driver handelt von einem einzigen Mann, der für viele andere Menschen steht. Es ist ein Gesellschaftsporträt als One-Man-Show. Es ist eine Heldengeschichte voller Schurken. Es geht um Widersprüche, nicht um Nachvollziehbarkeit. Scorseses wichtigster Film.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenDer Film ist ein Dokument der Post-Vietnam- und Post-Hippie-Ära, mit seinem Irokesen rasiert sich De Niro sogar zum Punk, aber als Ausdruck von gesellschaftlicher Entfremdung und selbst gebasteltem Fanatismus wächst seine Aktualität mit jedem Tag. Wer "Taxi Driver" jetzt zum ersten Mal sieht, tut es nicht zum letzten Mal.
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Kommentare (179) — Film: Taxi Driver
heiko.buschhaus Tue, 11 Jun 2013 20:46:56 -0000
Kommentar löschen>>Wenn du sie einmal hattest, willst du sie immer wieder! Sie ist zwölfeinhalb und du kannst machen mit ihr, was du willst. Du kannst sie von vorne ficken, du kannst sie in den Mund ficken, du kannst sie in den Arsch ficken, du kannst ihr ins Gesicht spritzen, ganz egal!<<
Nachdem ich, als gestandener Gangster-Thriller-Fan es bisher immer verpasst hatte, endlich einmal den legendären 'Taxi Driver' zu gucken, habe ich dies nun endlich nachgeholt. Und ich bin begeistert; Mr. Scorsese, ich ziehe meinen Hut vor Ihnen und ihrem bisher mit Abstand bestem Film! Robert DeNiro spielt so, wie man es von der Hollywood-Legende gewohnt ist in reißt den Zuschauer so im Alleingang in den Film. Mehr oder minder an seiner Seite überzeugt die blutjunge Jodie Foster, die sich hier als verkauftes Mädchen zum Besten gibt und der heutigen Teeniestar-Welt, die zwar gut aussehen aber nichts können vormacht wie´s geht! Mit von der Partie ist zudem Harvey Keitel, der zwar eine kurze, dennoch ekelhafte und gedenkwürdige Rolle hat (und wenn es nur wegen der Frisur ist!). Zusammen mit einer tollen Story bleibt diesem Film wirklich nur noch einen Meckerhacken, und zwar genau der gleiche Meckerhacken, den ich auch bei meinem absoluten Lieblings-Mafiafilm habe: der nervtötende und mehr oder weniger unpassende Soundtrack, der sich hier mit Softporno-ähnlichem Jazz ausdrückt! Ansonsten und auch so ein Film für die Ewigkeit!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Luke_92 Sun, 02 Jun 2013 23:19:21 -0000
Kommentar löschenEin wunderbarer Klassiker, ein Drama, dass Betroffenheit einfordert und den schmalen Grad zwischen weltverbesserndem Geist und idealistischen Wahnsinn abbildet. Taxi Driver thematisiert den moralischen Verfall einer Stadt, in der eine Mehrheit in Anonymität und Apathie versunken, wegsieht. Das Werk zeigt gleichzeitig das krankmachende Gift der Einsamkeit, und die ekelhaften Abgründe im menschlichen Wesen, an denen der Protagonist irre wird. Stilistisch ist der Film ganz anders, als das Cover und ein berühmtes Zitat ("Redest Du mit mir? Du laberst mich an? Du laberst MICH an?") erahnen lässt. Es beginnt mit einer klassischen Liebesgeschichte, in Motiven und in Musik. Diese wird dann durch das erste Date im Pornokino grotesk unterbrochen. Mit dem "Abschaum", der Travis in seinem Taxi begegnet, beginnt die Depression und der wahnsinnige Tatendrang. Die Aufrüstungszenen und das Training vor dem Spiegel sind cool dargestellt. Die zweite Begegnung mit der viel zu jungen Prostituierten Iris markiert und bestimmt den letzten Teil des Films. Dabei liefert Jodie Foster und Robert De Niro Topleistungen.
Fazit: Ein Film, der das Denken anregt und damit positiv überrascht. 30 Minuten mehr hätten Taxi Driver allerdings gut getan.
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jeffcostello Mon, 27 May 2013 15:20:46 -0000
Kommentar löschenEine Taxifahrt in die Hölle, auf dem schnellsten Weg! Scorsese nimmt den Zuschauer mit auf diese Irrfahrt in die Hölle, in die untersten Gefilde der Gesellschaft voller Drogen, Gewalt, Hass und Prostitution.
Die Hauptfigur, der geisteskranke Travis Bickle, der Antiheld, Vietnamkriegs Veteran mit Schlafstörungen, ist ein Vulkan, dessen endgültiger Ausbruch, die vollkommene Entfesslung des Wahnsinns, durch den Taxi Fahrer Job ausgelöst wird, wenn er sich Nacht für Nacht in den Moloch der Gesellschaft begibt. Nacht für Nacht wächst sein Hass, seine Wut und seine Unberechenbarkeit, er ist eine Verlorene Seele, die mit der Welt nicht mehr zurecht kommt und in seinem wahnsinnigen Rachefeldzug gegen die Gesellschaft die ultimative Erfüllung seines Daseins sieht. Die Krankheit versucht die Krankheit zu vernichten.
Der vielzitierte Ausspruch "You talking to me?", wenn er mit seiner Magnum auf sein Spiegelbild zielt, und dann darauf schießt, zeigt, das der Kampf gegen die Gesellschaft in letzter Konsequenz für Travis auch einen Kampf gegen sich selbst bedeuten muss.
Die größte und aggressivste Spitze platziert Scorsese allerdings nach dem blutdurchdrängten Shootout, nach dem endgültigen explodieren der Zeitbombe "Travis Bickle", wenn er zeigt, das Travis von der Presse zum Helden stilisiert wurde.
Eine eiskalte Abrechnung mit der Gesellschaft, ein Film der unendlich oft zitiert und hommagiert wurde, durch Scorseses brillante Regie, DeNiros Spiel und Hermanns Score formvollendet.
Eindeutig Scorseses Opus Magnum.
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JackoXL Mon, 27 May 2013 16:07:06 -0000
Antwort löschenIch denke schon so lange an einen "Taxi Driver" Kommentar, aber dann kommt wieder einer, und ich denke, warum sollte ich? Stimme jedem Punkt zu.
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jeffcostello Mon, 27 May 2013 16:44:35 -0000
Antwort löschenDanke :) Würde gern nen Komemntar von dir lesen, kommen bestimmt noch ein paar interessante Ansichten bei rum! :)
JackoXL Mon, 27 May 2013 18:03:45 -0000
Antwort löschenKommt irgendwann, der lauert schon so lange, kommt nur immer irgendwas dazwischen. ;)
BamBoo Thu, 16 May 2013 20:34:23 -0000
Kommentar löschenDa ich diesen Film bis jetzt auf fast jeder Bestenliste gesehen habe, kam ich heute endlich mal zu dem Entschluss ihn mir auch endlich anzugucken.
Ich kann wirklich allen positiven Kommentaren hier zustimmen. Die schauspielerische Leistung Robert DeNiros ist phänomenal und die Message hinter dem ganzen Top verpackt. Jediglich die Musik und kurze Durststrecken im Film haben mich gestört und somit entschied ich mich für eine 8.5
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AddictedToIan Thu, 02 May 2013 13:06:26 -0000
Kommentar löschenGarantiert werde ich mit diesem Kommentar anecken und hundertprozentig den Zorn der Cineasten auf mich ziehen. Das ist mir aber wurst. ;-) "Taxi Driver" stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Merkliste. Erstmal, weil ich sowieso einige Filme von Scorsese sehen wollte, um mir eine Meinung bilden zu können und auch, weil er fast schon dogmatisch als Meisterwerk angepriesen wird. Dementsprechend hatte ich hohe Erwartungen, bin trotzdem relativ unwissend an die Sache herangegangen, ich wusste überhaupt nicht, welches Genre mich erwartet.
Nunja, eins kann ich mit Sicherheit sagen: Mir sagt das nicht zu. Den Score finde ich schrecklich, wenn ich mir dieses Saxophonsolo noch einmal anhören müsste, würde ich mich wahrscheinlich von der nächsten Brücke werfen. Ein bisschen Variation wäre da nett gewesen. Dann die Story. Protagonist Travis ist ein unsympathisches Kerlchen und hat eigentümliche Ansichten, das ist natürlich kein Kritikpunkt. Mag ja sein, dass diese Thematik, diese "Menschen sind schlecht", gesellschaftskritische Sichtweise damals was Neues war, aber mich haut das nicht vom Hocker. Um ehrlich zu sein, finde ich das sogar flach. Es ist einfach, zu sagen, Menschen sind schlecht, es ist einfach,den Abschaum zu nehmen, drauf zu zeigen und zu sagen "Siehst du, hab ich dir doch gesagt!". So ist man nicht gesellschaftskritisch, das ist manipulativ.
Travis ist ein Misanthrop, schön und gut. Travis hat bestimmte Ansichten. Ein guter, gesellschaftskritischer Film hätte dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben, es von allen Seiten zu beleuchten. Eine Seite der Medaille zu zeigen, ist einfach. Natürlich ging meine Meinung mit der von Travis konform. Der Film lässt es ja gar nicht anders zu. Erschreckend, wenn man im späteren Verlauf des Films die Konsequenzen dessen am eigenen Leib erfährt. Zuerst bringt "Taxi Driver" einen dazu, die Gesellschaft zu hassen, eins mit Travis zu werden und dann lässt der Film den Guten einfach mal flott eine Runde Amok laufen. Mag ich nicht, diese unbewusste Manipulation. Und das dann auch noch als Hauptthema zu verwenden und die Plotentwicklung komplett zu ignorieren, sodass sich eine belanglose Aneinandrreihung von Bildern ergibt - ich kann damit nichts anfangen, hat mich wirklich gelangweilt, diese Langatmigkeit. Ich weiß nicht recht, wovon die Faszination ausgeht, mir sagt der Stil nicht zu, weder Schnitt, Kameraführung, noch Score. Absolut nicht. Vielleicht hat das ja etwas Nostalgisches für manche Menschen, aber mir, als technikverwöhntes Kind der Neuzeit, geht diese Machart eher auf die Nerven. Jedem das Seine. ;-)
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Markbln Wed, 08 May 2013 16:59:48 -0000
Antwort löschenggggrrr...wufffz...kläff. macht dir deNiro keine Angst? Sein Travis ist verdinetermaßen Kult, finde ich. Und Jodie, ach...
AddictedToIan Wed, 08 May 2013 17:25:17 -0000
Antwort löschenZu gewollt provokant, ich mag die subtilen Psychopathen lieber. ;-)
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pQue Sun, 12 May 2013 16:25:35 -0000
Antwort löschenIch will dir jetzt nicht zu Nahe treten, und das ist auch nur mein Versuch konstruktive Kritik an deiner Meinung zu üben:
"Zuerst bringt "Taxi Driver" einen dazu, die Gesellschaft zu hassen, eins mit Travis zu werden und dann lässt der Film den Guten einfach mal flott eine Runde Amok laufen. Mag ich nicht, diese unbewusste Manipulation."
Genau diese Aussage zeigt doch, dass du genau da unangebrachterweise vereinfachst, wo es absolut kontraproduktiv für das Verständnis des Gesamtwerks ist.
Zu keinem Zeitpunkt im Film habe ich mich entweder komplett auf Travis' Seite oder komplett auf der Seite der gesellschaftlich akzeptierten Norm gefühlt. Gerade was du als "Amoklauf" bezeichnest, ist doch um einiges komplexer. Es wird Leute geben (offenbar beispielsweise dich), die diese Tat verabscheuen, andere werden denken "Jawoll... der Abschaum hat es verdient" (beispielsweise gerade die scheinheilige Gesellschaft, welche Travis schlussendlich als Held feiert), und wieder andere ziehen es vor, moralische Prinzipien gegeneinander abzuwägen (was meiner Meinung nach die Hauptintention des Films sein dürfte). GENAU SO ist es auch mit vielen weiteren Geschehnissen im Film. Du kannst doch nicht einfach hingehen und Scorsese unterstellen, er würde dich zu einer bestimmten Lesart des Films hin manipulieren, nur weil sie gerade dir so offensichtlich scheint.
Deshalb mein Tipp: Versuche auch mit anderen Leuten über diesen Film zu diskutieren, und du wirst sehen, dass er so manipulativ nicht sein kann, bei der Vielzahl an herrschenden Meinungen und Interpretationen.
P.S.
Weder ist Taxi Driver mein Lieblingsfilm, noch Martin Scorsese mein Lieblingsregisseur, auch wenn meiner Meinung nach beide durchaus ans obere Ende der Bewertungsskala gehören. Ich gebe dir auch Recht damit, dass der Film in den 70er-Jahren durch seine (für die damalige Zeit) ausserordentlich provokative Art besser auf seine moralische Ambivalenz hinweisen konnte als heute.
AddictedToIan Sun, 12 May 2013 16:56:28 -0000
Antwort löschenNatürlich fühle ich mich nicht angegriffen, ich bin doch keine zwölf. Vielleicht sehe ich mir den Film noch irgendwann ein zweites Mal an und ändere meine Meinung, vielleicht auch nicht - aber jetzt, in diesem Moment hat er mir nicht gefallen und mich enttäuscht. Verständlich, dass ich da nicht unbedingt große Lust dazu verspüre, totzuanalysieren und zu diskutieren (was bei mir sowieso ein Garant dafür ist, einen Film subjektiv für mich zu verderben). Jeder hat seine Sichtweise und dir steht es natürlich frei, zu denken, 'die hat den Sinn nicht verstanden' - aber mir steht es wiederum auch frei, zu denken was ich will. ;-)
emotionfreak Sat, 27 Apr 2013 15:37:38 -0000
Kommentar löschenDie Grundidee und die Thematik gefallen mir sehr gut, aber die Umsetzung und Inszenierung sagt mir persönlich absolut nicht zu. Ich sage nicht, dass sie schlecht und mißlungen ist, aber dieser Stil ist einfach nicht mein Ding. Es fehlen Emotionen und die Dramaturgie gefällt mir nicht, schon allein weil es keinen Plotpoint gibt, das Ganze plätschert so vor sich hin. Auf einmal entschließt der Protagonist sich, die junge Prostituirte zu befreien, und den Zuhälter zu erschießen. Und die Umsetzung dieser Szene gefiel mir gar nicht, einschließlich der Musik dazu. Aber ich denke, es ist gerade diese Art der Inszenierung, die viele mögen, ich aber halt nicht. Neben der Grundidee gefiel mir aber das Schauspiel von Robert de Niro noch sehr gut.
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A-Wax Tue, 16 Apr 2013 13:02:17 -0000
Kommentar löschenSchonungsloses Psychogramm und Gesellschaftskritik mit einem tollen Robert De Niro und einem der vielleicht besten Scores aller Zeiten.
"Taxi Driver" war und ist ein Kultfilm. Dies begründet sich meines Erachtens darauf, dass die enthaltende Gesellschaftskritik um die zunehmende Vereinsamung und Anonymisierung der Menschen in urbanen Zentren heute aktueller scheint als damals. Der Film spielt handelt natürlich nach dem Vietnamkrieg in den USA der 70er-Jahre. Trotzdem scheinen die Probleme von Travis Bickle heute noch genauso aktuell wie damals. Daran merkt man die Stärke des Drehbuchs. Die Zeichnung einer Gesellschaft auf dem absteigenden Ast und den daraus resultierenden Personen und Persönlichkeiten verursacht ein sehr bedrückendes Gefühl.
Ein weiterer großer Pluspunkt des Films ist die Inszenierung von Martin Scorese. Die faszinierenden Bilder die er von New York aus den 1970er-Jahren auf den Schirm zaubert wirken fast schon hypnotisch und lassen die Stadt zu einem Teil des Films werden. Die Kameraarbeit und das Zusammenspiel mit der Filmmusik von Bernard Herrmann sind einfach nur grandios machen den Film zu einem audio-visuellen Erlebnis. Vollkommen zurecht wurde der Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann für einen Oscar nominiert.
Die schauspielerischen Leistungen können und dürfen natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Das Robert De Niro zum besten gehört was jemals über die Bildschrime gewackelt ist, das wissen wir mittlerweile alle. Seine Leistung in "Taxi Driver" reicht problemlos an seine überragenden Auftritte in "Der Pate II" und "Goodfellas" heran. Die junge Jodie Foster betritt hier zum ersten Mal die große Leinwand und macht ihre Sache sehr gut. Wer mir persönlich bei den Lobpreisungen ein wenig kurz kommt ist Cybill Sheperd. Die Darstellung ihrer Figur Betsy spielt in der gleichen Liga wie Jodie Foster.
"Taxi Driver" ist einer der Filme bei dem man einen wohligen Schauer bekommt, denn man ahnt das etwas bzw. jemand passieren wird. Die daraus resultierende Spannung und Faszination machen den Film zu einem absoluten Juwel.
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florian.fiele Mon, 08 Apr 2013 02:42:43 -0000
Kommentar löschenTaxi Driver ist grandios gespielt, gut gefilmt und mit einem über weite Strecken passenden Score unterlegt. Gut unterhalten habe ich mich definitiv gefühlt, inhaltlich halte ich den Film aber für misslungen, vorausgesetzt mir ist nicht irgendetwas Wichtiges entgangen. Wenn jemand bereit ist mir hier inhaltlich auf die Sprünge zu helfen, würde ich dem Film je nach Zufriedenheit ne 7.5-8.5 spendieren.
Spoiler ab hier:
Hier wird einem Psychopathen ein Heldenende beschert, dessen Sinn sich mir nicht erschließen will. Die Ursache für die persönlichen Probleme der Hauptfigur wird nicht thematisiert (es bleibt bei einem simplen "Vietnam"), sondern lediglich gezeigt, wie verschiedene Auslöser diese tickende Zeitbombe schließlich zum explodieren bringen. Diese Auslöser sind definitiv gut gewählt. Die Szenen zwischen Travis und Betsy sind gut dargestellt. Die nächtliche Einsamkeit ebenfalls. Aber: Das Ende schließlich zeigt, dass auch Psychopathen mit viel Glück und Zufall ab und zu mal die (aus der subjektiven Sicht der meisten Menschen) richtigen Opfer finden und danach zu Anerkennung als Helden in der Öffentlichkeit kommen können. Was hat man von der Erkenntnis?
Es gibt Filme, die entlarvend wirken. Ich will ihre Namen jetzt nicht nennen, um Spoiler zu vermeiden, aber die meisten kennen wohl einige dieser Filme. Filme, die den Zuschauer Sympathie mit einer Figur aufbauen lassen, gleichzeitig die Abgründe der Persönlichkeit dieser Figur mehr und mehr offen legen, um dem Zuschauer letztendlich mitten in die Fresse schlagen zu können. Das geschieht hier nicht - zumindest misslingt es. In Taxi Driver wird die Figur für ihren Wahnsinn und der Zuschauer für sein Mitfiebern (wenn er dies denn tat) belohnt. Was bitte soll das denn? Laufe Amok und mit ein wenig Glück hast du ein paar böse Menschen erwischt, für deren Ermordung dich die Medien dann zum Helden stilisieren? Ernsthaft? Ich erkenne die Ironie des Endes, aber ich sehe nicht, was man als Zuschauer von der Erkenntnis hat, dass ein Amokläufer auch als Held die Schlagzeilen dominieren kann, wenn er Glück hat und die Richtigen erwischt. Die äußerliche Richtigkeit der Taten (wenn man Selbstjustiz in diesem Fall mal als richtig annimmt) ändert doch nichts an seinem Wahnsinn, an seinen Absichten. Nicht die Waffe macht einen Mörder aus, nicht die Tat selbst, sondern die Absicht, Intention, das Motiv. Die Gedankenwelt eines Mörders kann die Boulevardpresse natürlich nicht lesen, will sie gar nicht, denn eine nette Schlagzeile reicht, aber warum soll das wichtig sein? Die Medien stilisieren nicht das gesamte Leben von Travis zum Heldenepos, auch nicht seine Gedanken oder seine Gewaltphantasien. Allein die 3 Morde an Zuhältern und Freiern von Kindern werden ihm als Heldentat zugesprochen. Man mag mir verzeihen, aber ich habe Verständnis dafür. Das ändert aber nichts daran, dass die Hauptfigur Travis als Ganzes auch für die Eltern des Kindes sicher keine Heldenfigur ist; sie kennen sie bloß nicht, sondern urteilen lediglich aufgrund einer Tat, die ihnen ihre Tochter zurückbringt. Als Film für Selbstjustiz geht der Film nicht durch, als Film gegen Selbstjustiz geht er nicht durch, als Film, der es dem Zuschauer überlässt, wie er im speziellen Fall urteilen will, geht er nicht durch. Der Film hat viele verschiedenen Zutaten, die nicht zusammen passen. Nein, ich verstehe beim besten Willen nicht, was mir der Film sagen will. Für mich eine Art Falling Down - nur ohne dessen Entwicklung; D-Fens auf Repeat sozusagen ohne "they lie to the fish" (wobei Falling Down auch oft genug missverstanden wird). Und mit Zwangsprostitution einer 12-jährigen statt Burgerwerbungsverarsche. Naja, funktioniert aus meiner Sicht hinten und vorne nicht.
Dass ich mit meiner Bewertung sehr kritisch unterwegs bin, versteht sich von selbst. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und sehr gutes Schauspiel erlebt. Taxi Driver ist an für sich ein guter Film und bietet auch inhaltlich in jedem Fall mehr als das, was ich sonst noch mit 5.5 bewertet habe (Vin Diesels xXx sollte als Beispiel genügen^^). Sonst würde mein Kommentar sicher kürzer ausfallen. Allerdings baut der Film eine Erwartungshaltung auf, er will viel bieten, enttäuscht zumindest mich aber mit seiner Sinnlosigkeit auf ganzer Linie. Da ich angesichts der ansonsten herausragenden Bewertungen die Hoffnung habe, dass es an mir liegt und ich etwas übersehe, bitte ich um Hilfe. Die anderen Kritiken und Kommentare habe ich allesamt gelesen, zur Kenntnis genommen, dabei aber keine bedeutsamen neuen Erkenntnisse gewonnen. Außer eben, wie gut der Film anderen gefällt. Vermutlich habe ich hier vieles einfach nur überinterpretiert, aber dann bleibt der Film für mich im besten Fall belanglos. Oder "bemüht". Oder aber moralisch bedenklich.
5.5 - gut gefilmt, sehr gut gespielt, inhaltlich belanglos/misslungen/bedenklich
Edit: Die Ironie des Films, dass hier ein Politiker der einzige "Sympathieträger" ist, gefällt mir allerdings. Besser kann man das Bild einer hoffnungslosen Stadt nicht zeichnen. In wie weit das Bild des echten New Yorks der 70er auch so grauenhaft schlecht war, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn aber tatsächlich reale Verhältnisse thematisiert und kritisiert werden, dann bietet der Film zumindest nicht einen Hauch eines Lösungsansatzes. Muss er nicht, muss er nicht, aber wenn wirklich nur Situationsbeschreibung die Absicht eines Regisseurs ist, dann bitte so wie z.B. in Shame. Nüchtern und der Situation angemessen. Das Ende von Taxi Driver hingegen interpretiere ich (wenn es dafür keine vernünftige Erklärung gibt) als reine Effekthascherei und Poster-Poserei ala Tony Montana für die frustrierten amerikanischen Kinderzimmer.
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WaaayneTrain Mon, 08 Apr 2013 09:46:45 -0000
Antwort löschenEine interessante und gut nachvollziehbare Kritik deinerseits, hat mich auch nochmals nachdenklich gestimmt.
Ich verstehe das Ende mit all der Ironie als eine weitere Kritik an die Gesellschaft. Eine faule Gesellschaft mit viel zu vielen Vorurteilen. Menschen werden viel zu schnell beurteilt, sei es nach dem Aussehen oder eben nach einer Tat. Zudem sind die Leute froh wenn die Anderen die Probleme lösen, die Leute schauen weg. Das hat zur Folge, das die Probleme halt doch nicht verschwinden - wie zum Beispiel in Form von Travis Bickle.
florian.fiele Mon, 08 Apr 2013 19:31:12 -0000
Antwort löschen"Zudem sind die Leute froh wenn die Anderen die Probleme lösen, die Leute schauen weg." - habe ich aus dem Film mitgenommen, aber das ging für mich als Randaspekt unter.
"Eine faule Gesellschaft mit viel zu vielen Vorurteilen. Menschen werden viel zu schnell beurteilt, sei es nach dem Aussehen oder eben nach einer Tat." - sehe ich anders. Ich finde alle Urteile im Film nachvollziehbar und richtig. Betsy zwar nicht sympathisch, aber normal und nachvollziehbar. Die Reaktion von Medien/Eltern zum Schluss teile ich wie gesagt ebenfalls.
Zum Charakter Travis:
- egozentrisch, frei von jeglicher Empathie
- glaubt Wertvorstellungen zu haben und akzeptiert nicht, dass andere diese nicht besitzen
- desillusioniert, möglicherweise weil die Welt vor dem Kriegseinsatz anders aussah und er glaubte in Vietnam mit seinen Kameraden für eine bessere Welt zu kämpfen (die er nach seiner Rückkehr vergeblich sucht)
- kontaktunfähig/gesellschaftsunfähig, möglicherweise ausgelöst durch den Krieg, vielleicht auch vor dem Einsatz schon
(- traumlos, trostlos, einsam, depressiv,......)
Hätte der Film dies stärker in den Vordergrund gestellt und die Gesellschaftsaspekte+die "Poster-Posen" außen vor gelassen, wäre mein Urteil sicher besser.
doktormovie Fri, 22 Mar 2013 17:42:19 -0000
Kommentar löschenSehr geiler Film!
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Enfant_terrible Sat, 09 Mar 2013 16:17:51 -0000
Kommentar löschenACHTUNG, SPOILER!
"Taxi Driver" ist in seiner Ästhetik, und der ruhigen, intensiven Erzählweise sicherlich einzigartig und handwerklich vielleicht sogar nahe an der Perfektion (als Laie kann ich das schwer beurteilen). Wir identifizieren wir uns mit einem Psychopathen, erleben das Milleu welches an seiner Psyche zehrt und haben fast ein bisschen Verständnis für seinen abgrundtiefen Hass der sich gegen diesen "Abschaum" richtet. Als auch Travis' Zuneigung, die er für Betsy empfindet, mit den Füßen getreten wird, setzt er zu einem gewaltsamen Befreiungschlag an.
Und genau hier stößt mich Taxi Driver vor den Kopf: Am Ende scheint es fast so, als ob der Gewaltakt an dieser gesellschaftlichen Unterschicht, verherrlicht und als die große Lösung dargestellt wird. Denn für Travis bringt dieser Gewaltakt soziale Anerkennung, den Dank von Iris Eltern, sowie die wiedererweckte Interesse Betsys. Ob das Ende jetzt die Relalität darstellt, oder nur Travis' Vorstellungskraft entspringt, sei einmal dahingestellt.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich den Film falsch verstanden habe, denn von der Allgemeinheit wird diese Gewaltverherrlichung kaum negativ aufgefasst. Jetzt frage ich mich: Gibt es eine Szene welche die Richtigkeit des Gewaltaktes in Frage stellt oder habe ich das Ende falsch verstanden?
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WZRDOnTheMoon Sun, 03 Mar 2013 21:30:25 -0000
Kommentar löschenDas Hauptthema von "Taxi Driver" ist die Isolation und Einsamkeit eines Menschen, der mit der Gleichgültigkeit und dem sogenannten 'Schmutz' seiner Umwelt nicht umgehen kann und dessen innere Leere sich mehr und mehr mit Wut füllt, wie man letztendlich unschwer am blutigen Ende sehen darf.
Martin Scorsese hat mit "Taxi Driver" wahrlich einen zeitlosen Klassiker geschaffen, keine Frage - dennoch ist es für mich persönlich kein Meisterwerk, aber trotzdem großartiges Kino, mit einem überragenden Robert De Niro - so gut hab ich ihn wahrscheinlich nur noch in Good Fellas gesehen/gefunden. Er spielt den psychotischen Travis Bickle unfassbar intensiv und es ist ein Genuss sich den zunehmenden Wandel seiner Rolle anzusehen. Travis' Charakter wird zusätzlich von einer bereits in jungen Jahren überzeugend spielenden Jodie Foster sehr gut als 'widersprüchlich' beschrieben.
Man muss sich einfach von dieser sowohl teils hypnotisch wirkenden, ruhigen, bedrohlichen und sehr impulsiven Atmosphäre förmlich 'betäuben' lassen, denn "Taxi Driver" nimmt den Zuschauer auf eine 'Taxifahrt' durch die dunklen Straßen New Yorks mit, in denen es teilweise so scheint, als würde in nahezu jeder Ecke der Zerfall lauern und Gewalt das einzige Mittel dagegen zu sein.
Für heutige Verhältnisse hätte der Film vielleicht schneller sein können, doch dann würde der Streifen an wichtigen Eigenschaften und Elementen verlieren, die dieses Werk eben ausmachen, aber wer sich nach einem Film sehnt, der eine klare Message rüber bringt, der MUSS sich "Taxi Driver" definitiv anschauen.
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Jek-Hyde Mon, 18 Feb 2013 18:16:02 -0000
Kommentar löschenTaxi Driver ist vor allem eins, ein Film über die tiefe, bedrückende Einsamkeit. Ein Mensch, der so vereinsamt ist, dass er Tag und Nacht nichts besseres zu tun hat, als Taxi zu fahren, SPOILER IN KLAMMERN (der absolut keine Ahnung mehr hat, dass man mit einer Frau nun mal in kein Pornokino geht). Einsamkeit und triste. Demzufolge wirkt der Film auch sehr ruhig und trotzdem quälend. Ich konnte Travis sehr gut verstehen, da ich auch des öfteren einsam bin, sicher nicht so stark wie Travis, aber stark genug um ihn zu verstehen (übrigens großartig von De Niro dargestellt).
Aber was ist Einsamkeit schon eine Welt voller Verbrecher Ungerechtigkeit und minderjähriger Prostituierten.
Natürlich, der Film könnte immer so weiter gehen und irgendwann kafkaesk versunfen, zumindest wäre dass bei vielen Regisseuren passiert, aber nicht bei Scorsese. Denn irgendwann beschließest Travis etwas zu unternehmen, sich gegen diese ganze Welt zur Wehr zu setzen, die sich gegen ihn verbündet hat. Und genau dieses großartige Ende macht den Film auch zu einem solchen Meisterwerk. Ich bin hin und weg. Aber ein Tipp, seht euch den Film einsam an.
P.S.: die Ärmelpistole ist so was von cool.
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Gretchen_Ross Sun, 17 Feb 2013 15:46:48 -0000
Kommentar löschenEin Abbild einer dreckigen Gesellschaft und gleichzeitig eine Charakterzeichnung, eines einsamen Mannes, der ohne Ziel durchs leben schreitet. Die Langeweile, die Sinnlosigkeit wird in der ersten (sich sehr ziehenden) Hälfte des Filmes deutlich. Aber ich finde das nicht negativ, denn genau wie der Protagonist sollte man erstmal in diese Monotonie reinkommen um den Wandel auch verstehen können.
Durch Iris findet Travis endlich ein Ziel fürs Leben, außerdem tut er wenigstens ein bisschen etwas dazu bei, diese Gesellschaft zu ändern.
Was aus Frust und Einsamkeit entsteht, entwickelt sich zu einem zielgerichteten, entschiedenen Denken.
Eine sehr realistische Persönlichkeitsveränderung wie ich finde.
Deshalb macht Taxi Driver auch alles richtig, es ist nah an der Realität und sehr tiefgründig mit einem ausgezeichneten Schauspieler...
Leider hatte ich aber was anderes erwartet, eher was actionreicheres, deshalb muss ich zwei Punkte abziehen... wenn ich mit ner anderen Laune an den Film irgendwann ein zweites Mal rangehe, wirds vielleicht besser.
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sharingwithoutschere Wed, 13 Feb 2013 09:19:57 -0000
Kommentar löschenJa, das ist das Problem bei vielen sogenannten "Klassikern" - nebenbei, ich mag diese Bezeichnung nicht - , nämlich, dass die Erwartungen teils unermesslich hoch sind, so hoch, dass sie kein Film der Welt erfüllen kann.
Das Glück, das ich hatte, war, dass ich den Film heimlich aus dem Videoschrank meines Vaters genommen habe und dann heimlich angeschaut habe, ohne zu wissen, was mich erwartet. Damals wusste ich nur, es ist einer von denen die ich noch nicht schauen durfte, da ich erst 14 Jahre alt war. Das war für mich dann Grund genug. Hach ja...
Ihr wisst vielleicht, worauf ich hinaus will...?
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FilmFuzzi Sun, 03 Feb 2013 15:13:34 -0000
Kommentar löschen-Kritik : Taxi Driver-
So...
Das war also Taxi Driver aus dem stolzen Jahre 1976.
Ein melancholischer Film, aber reicht das gleich für ein melanchonisches Meisterwerk?
Meiner Meinung nach nicht.
Ich finde einfach, dass dieses gewisse etwas gefehlt hat, um ihn brillieren zu lassen.
Er gibt sich vor allem Mühe das zu sein was er nicht ist, und das ist ein Drama.
Dafür fehlen einfach die Stellen an denen man mit dem Hauptprotagonisten Travis mitfühlt und seine Lage begreift, denn diese gewissen desolaten Stellen des Streifens, werden ja ohne Frage mehr als genial rübergebracht, doch was mir einfach fehlt ist eine gewisse Spannung.
Nicht diese 08/15 sondern diese unbehagliche Spannung, bei dem einen der Atem stockt.
Dazu noch dieser Soundtrack und der Film wäre bestimmt nicht unter einer 9 gelandet.
Eine weitere Sache die mich gestört hat, war die Person Travis an sich.
Man hat viel zu wenig über ihn erfahren, so dass er nicht, wie geplant, geheimnissvoll sondern eher mit wenig Liebe zum Detail gestaltet wurde obwohl DeNiro diese Art von Rollen beherscht.
-Spoileranfang-
Allerdings gibt es da einen Punkt, unter dem die Bewertung am meisten leiden musste.
Das war das Ende.
Der Driver wird erheblich verletzt und dann ist wieder alles gut?
Erlich gesagt hatte ich erwartet, nein, sogar gehofft, dass Travis stirbt, da es in das Grundkonzept des Streifens gepasst hätte und man, wie so oft, nach einer solcher Art von Filmen, mit einem dumpfen Gefüh im Magen, schlafen gegangen wäre.
Diese Art von Filme braucht man einfach mal, aber genau das wurde mir leider nicht gegeben.
-Spoilerende-
Für mich bleibt es ein Melodrama mit den ein oder anderen Schwächen und auch wenn er für immer unter diesen zeitlosen Klassiken vertreten ist, wird er für mich nicht mehr als ein Film bleiben, schade eigentlich.
Trotzdem finde ich das es das beste Beispiel dafür ist, dass Geschmäcker verschieden sind.
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Facehugger1995 Sun, 03 Feb 2013 09:48:06 -0000
Kommentar löschenMeiner Meinung nach eines der wenigen wirklich perfekten Werke der Filmgeschichte mit tollen Leistungen seitens der Darsteller (De Niro, Foster ...) und einem unglaublich guten Händchen und wahnsinnig viel Kreativität von Regisseur Martin Scorsese (dessen Namen ich wohl nie richtig aussprechen können werde).
Für Filmfans ein Muss; ich bin gerade mal wieder im siebten Filmhimmel ;)
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Mr Beautyghost Sun, 11 Nov 2012 04:00:28 -0000
Kommentar löschen*Spoiler* folgen:
Dieser Film ist für mich die grösstmöglichste Fehleinschätzung von Moviepilot bisher gewesen, 9.5 wurde mir angepriesen.
Es tut mir fast schon leid, nicht mehr Punkte geben zu können, aber dieser Film funktioniert für mich einfach nicht. Zudem fühle ich mich verpflichtet, bei einem derart hochgelobten Klassiker etwas strenger zu bewerten.
Dieser Film war für ein Publikum einer anderen Ära gedacht, damals waren Themen wie
Vietnamheimkehr, soziales Ungleichgewicht, explizite Gewaltdarstellung noch aufseheneregender Zündstoff, dieser Bezug fehlte mir einfach.
De Niros Darstellung, so brilliant sie auch sein mag, kann mich nicht für knapp 2 Stunden fesseln, zu viele Längen, nebulöse Charakterentwicklung, keine nennenswerten Nebendarsteller.
Die Charakterstudie über den Verfall eines New Yorker Taxifahrers hätte für mich gut werden können, wenn man der Linie vom Veteranen, der an seiner Umwelt
scheitert, konsequenter und geraffter gefolgt wäre. So ist es für mich nur wenig sinnvoll, wenn Travis die Verkommenheit der Menschen der Stadt verurteilt, aber trotzdem freiwillig in den Slums Taxigäste befördert, in Pornokinos geht. Auch wollte er, bevor er sich im eigenwilligen Finale dem kinderschändenden Drogendealer annimmt, den Präsidentschaftskandidaten erschiessen. Somit bleiben Travis Absichten für mich undurchsichtig, ich kann weder seinen Hass noch seine selbstgewählte Einsamkeit mitfühlen. Hinzu kommt dann noch ein aufgesetztes, im Verhältnis sehr knapp geratenes Happyend - (trotz Mord kein Gefängnis?)
Handwerklich gibt es nichts zu bemängeln, das düstere Flair wird durch lange Nachtfahrten, ästhetische Halbtotale (Travis sitzt vor dem Fernseher, kippelt, Klasse!), Totale des New Yorks der 70ziger Jahre eindrucksvoll in Szene gesetzt. Der Soundtrack von Bernard Hermann ist unauffällig, sanfte Saxophonklänge mit wiederkehrendem Thema.
Vielleicht ist dieser Film zu tiefgründig für mich, vielleicht würde ich beim zweiten Anschauen mehr entdecken, aber dafür interresiert er mich zu wenig. Vielleicht war die fehlende Transparenz des Protagonisten auch der Grund für das Quasi-Prequel "The deer hunter" von 1978. Die Brisanz von Themen wie Gewalt als Teil der Gesellschaft, Apathie der Großstadt, Scheitern des Idealismus, müssen bei einem Klassiker, der zeitlos sein will auch heute noch zur Diskussion anregen, aber das schafft Scorsese bei mir nicht.
Taxi Driver gehört dennoch in jedermanns Mustsee-Liste, für mich allerdings nicht in die Liste der unsterblichen Klassiker.
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Kelev_Ra Sat, 16 Mar 2013 23:01:56 -0000
Antwort löschenVielen Dank, dachte schon dass es nur mir so geht. Leider bin ich ganz deiner Meinung. Hab mir eigentlich viel von dem Film erhofft. Und es gibt auch viele schöne Bilder. Teilweise ist die Kameraführung klasse und es werden gute Atmosphären geschaffen. Das ist aber auch schon das Beste am Film. Nur schöne Bilder erzeugen nicht automatisch Spannung. Der Geschichte konnte ich zwar gut folgen aber sie hat halt Schwächen. Evtl. ist es aber wirklich eine andere Zeit und ich bin zu jung dafür.
Donaldidus Sat, 10 Nov 2012 18:21:10 -0000
Kommentar löschenLeider wartet man die erste Stunde vergebens darauf, dass der Film langsam Fahrt aufnimmt, während die Story so vor sich hin tröpfelt. Allein schon die Tatsache, dass der Protagonist Betsy beim ersten Date in ein Pornokino ausführt ist völlig bescheuert. Selbst ein Kerl der noch nie mit einer Frau geredet hat weiß, dass ein Date nicht an diesen Ort gehört. Diese und weitere Kleinigkeiten zerstören die so akribisch aufgebaute Atmosphäre, sodass man am Ende leider etwas enttäuscht ist(möglicherweise auch aufgrund der hohen Erwartungen).
Fazit: Ganz guter Film, mit 8,8 (Kritikerwertung) aber völlig überbewertet.
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primatemike Mon, 17 Sep 2012 16:05:47 -0000
Kommentar löschenLaaaaaaangweilig!
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Baumkopf Holzfaust Mon, 17 Sep 2012 17:35:04 -0000
Antwort löschenDu Ketzer!
primatemike Mon, 17 Sep 2012 23:43:14 -0000
Antwort löschenSehr gerne!
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demien.bartok Tue, 23 Oct 2012 23:51:06 -0000
Antwort löschenEin-Wort-Kommentare nimmt niemand ernst, zumindest nicht wenn es so ein inflationär gebrauchtes ist. Es ist regelrecht ärgerlich und langweilig, immer sowas nichtssagendes lesen zu müssen. Und ich weiß nicht genau, wie ich mit dieser absurden Ironie umgehen soll, dass gerade ein Kommentar, der einen Film mit einem Wort als "langweilig" bezeichnet, so überaus langweilig und nichtig ist. Ich rufe mal die Selbstmord-Hotline und frage nach.
primatemike Sun, 18 Nov 2012 11:50:21 -0000
Antwort löschenWenigstens einer nimmt meinen Kommentar ernst.
marcoa95 Sun, 09 Sep 2012 18:09:23 -0000
Kommentar löschenBevor ich mir den Film angesehen habe, habe ich viel positives darüber gehört. Muss jedoch sagen das meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Ein grossartiger Robert De Niro, aber nicht so gut wie in vielen seiner anderen Filme.
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