Die Zwölf Geschworenen
12 Angry Men, US 1957
- Genre
- Gerichtsdrama
- Inhalt
Eigentlich scheint der Angeklagte seinen Vater wirklich umgebracht zu haben, nur einer der 12 Geschworenen ist sich der Sache nicht so ganz sicher. Da das Urteil einstimmig gefällt werden muß, kann er sich nicht dazu entschließen, den Angeklagten schuldig zu sprechen, denn sein "ja" würde ihn auf den elektrischen Stuhl bringen. Mit der Zeit jedoch werden die Zweifel immer größer, ob der junge Mann wirklich der Täter ist.
- Cast
- John Fiedler, Joseph Sweeney, Jack Warden, Martin Balsam, Jack Klugman, George Voskovec, Robert Webber — Mehr
- Regisseure
- Sidney Lumet
- Autor
- Reginald Rose
- Laufzeit
- 96 Minuten
- Ort
- New York City
- Handlung
- Anklage, Anonymität, Architekt, Armut, Bankangestellter, Beweis, Brille, Börsenmakler, Diskussion, Einwanderer, Freispruch, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsverhandlung, Geschworene, Gruppe, Hitze, Klaustrophobie, Maler, Mord, Mordanklage, Puertoricaner, Rassismus, Rauchen, Regen, Richter, Schicht, Schlosser, Schuld, Schweigen, Schwüle, Streit, Todesstrafe, Toilette, Trainer, Unschuld, Vater-Sohn-Beziehung, Vatermord, Verkäufer, Werbefachmann, Wärme, Zeuge, Zimmer
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Spannend
Über diesen Film
Handlung
In einem Prozess um den Mord an seinem Vater durch einen 18jährigen Puertoricaner sollen 12 Geschworene entscheiden, ob sie den Jungen für schuldig und damit zum Tode verurteilen. Zu den Beratungen ziehen sie sich in einen R… — Mehr
Handlung
In einem Prozess um den Mord an seinem Vater durch einen 18jährigen Puertoricaner sollen 12 Geschworene entscheiden, ob sie den Jungen für schuldig und damit zum Tode verurteilen. Zu den Beratungen ziehen sie sich in einen Raum zurück, in dem nicht nur aufgrund des schwülen Wetters eine aufgeheizte Stimmung herrschen wird.
Denn während elf Geschworenen auf schuldig plädieren, kann sich Geschworener Nr. 8 (Henry Fonda) nicht dazu durchringen. Ruhig und gewissenhaft erklärt er der Gruppe, wieso er den Puertoricaner nicht verurteilen kann: Zuviele Ungereimtheiten seien noch ungeklärt, außerdem habe der Pflichtverteidiger des Angeklagten nicht alle Wege ausgelotet, um für seinen Mandanten einen Freispruch zu erwirken. Gemäß dem Grundsatz “In dubio pro res” müsse er daher freigesprochen werden.
Entsetzen und Ärgernis machen sich unter den Geschworenen breit. Hätten sie sofort ein einstimmiges Urteil erreicht, wäre ihr Arbeitstag nun am Ende angekommen. Doch nun müssen sie diskutieren, bis sie den Abtrünnigen überzeugt haben oder bis der Richter akzeptieren kann, dass trotz langer und eindringlicher Diskussion kein einstimmiges Urteil erreicht werden konnte.
Geschworener Nr. 8 demontiert alsbald die für die Schuld des Angeklagten sprechenden Tatbestände und gewinnt so mehr und mehr der Geschworenen für sich. Was der Pflichtverteidiger versäumt hat, muss nun der Geschworene Nr. 8 neu aufrollen. Doch je mehr der Gruppe ihre Meinung über Schuld oder Unschuld ändern, desto aggressiver wird Geschworener Nr. 10. Letzten Endes bricht aber auch seine Wut in sich zusammen und offenbart sich als Konsequenz aus persönlichem Unglück.
Weiterführende Informationen
- Informationen über das Genre des Gerichtsdramas
- Informationen über Die 12 Geschworenen
- Die Rezeption des Films
- Weitere Verfilmungen des Filmstoffes
Weitere Informationen im Internet und Literatur
- Kuzina: Der amerikanische Gerichtsfilm. Justiz, Ideologie, Dramatik, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000.
- Chase: Movies on Trial. The Legal System on the Silver Screen, The New York Press, New York 2002.
- Rezension auf der Filmzentrale
- Rezension auf filmsite.org (engl.)
- Rezension in der New York Times vom 15.04.1957
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.7
Der Film Die Zwölf Geschworenen wurde von 28 Kritikern bewertet.
Kommentare — Ausgezeichnet 8.1
Der Film Die Zwölf Geschworenen wurde von 1966 Mitgliedern bewertet.
Nemsis 2010/03/11 00:43:23
Was soll man sagen. Ein Raum, ein Film und denoch geil.
Super getrennte Charakter voneinander. Habe sowas noch nicht erlebt in einem Film.
Sehr gute Dialoge und Schauspieler.
Zeigt sehr gut, wie die Demokratie scheitern kann.
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Tobias 2010/03/06 22:19:38
Ich hatte diesen Film lange auf meiner Merkliste (mit einer sehr hohen moviepilot-Vorhersage), habe mich aber lange nicht rangetraut an diesen Klassier. Warum nur? Hat alles gar nicht weh getan, sondern war großartig: absolut atemberaubend. Funktioniert auf verschiedensten Ebenen. Klug, raffiniert, überraschend, sensationell gespielt. Und seit langem mal wieder ein Film, der mich ein Stück weit verändert hat. Absolut sehenswert. Wartet nicht so lange wie ich.
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Tyler__Durden 2010/02/02 22:27:05
Ein Raum, und trotzdem haben diese 12 Unterschiedlichen Personen reichlich Platz bekommen sich vollends zu entfalten.
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Kommentieren | Alle Kommentare (30)
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Der Film Die Zwölf Geschworenen gehört zum Genre Gerichtsdrama. Regie führte Sidney Lumet.
Ein einziger Raum, ein einziger großer, tiefgehender Dialog; und das packend und faszinierend - genial.
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