Die zwölf Geschworenen
12 Angry Men (1957), US Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.08.1957
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von Sidney Lumet, mit George Voskovec und Robert Webber
Am heißesten Tag des Jahres sitzen zwölf Geschworene nach der Gerichtsverhandlung zusammen und beraten. Es scheint eine recht kurze Beratung zu werden. Schließlich, und da gibt es kaum Zweifel, muss herzlich wenig geklärt werden. Der Angeklagte hat seinen Vater kaltblütig umgebracht. Punkt. Nur Geschworener Nr. 8 (Henry Fonda) ist sich der Sache nicht so ganz sicher. Da das Urteil einstimmig gefällt werden muß, kann er sich nicht dazu entschließen, den Angeklagten schuldig zu sprechen, denn sein “ja” würde den Angeklagten auf den elektrischen Stuhl bringen. Er beginnt den Fall Stück für Stück auseinanderzunehmen. Mit der Zeit werden auch die Zweifel der anderen Geschworenen immer größer und das einhellige “Schuldig” beginnt zu bröckeln.
Die Zwölf Geschworenen (OT: 12 Angry Men) festigte Henry Fondas Ruf als liberales Leinwandgewissen Amerikas, nachdem der Schauspieler schon in Der junge Mr. Lincoln und Ritt zum Ox-Bow sehr moralische Rollen gespielt hatte.
Cast & Crew
-
Sidney Lumet
-
John Fiedler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 2
-
Lee J. Cobb
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 3
-
George Voskovec
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 11
-
Joseph Sweeney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. McCardle, Geschworener Nummer 9
-
Jack Warden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 7
-
Jack Klugman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 5
Regie
Schauspieler
-
Martin Balsam
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 1
-
E.G. Marshall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 4
-
Ed Binns
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 6
-
Robert Webber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 12
-
Ed Begley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Geschworener Nummer 10
-
Henry Fonda
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Davis, Geschworener Nummer 8
-
Rudy Bond
-
Reginald Rose
- Genre
- Gerichtsdrama
- Ort
- New York City
- Handlung
- Anklage, Anonymität, Architekt, Armut, Bankangestellter, Beweis, Brille, Börsenmakler, Diskussion, Einwanderer, Freispruch, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsverhandlung, Geschworene, Gruppe, Hitze, Jury, Klassiker, Klaustrophobie, Kultfilm, Maler, Mord, Mordanklage, Puertoricaner, Rassismus, Rauchen, Regen, Richter, Schicht, Schlosser, Schuld, Schweigen, Schwüle, Streit, Todesstrafe, Toilette, Trainer, Unschuld, Vater-Sohn-Beziehung, Vatermord, Verkäufer, Werbefachmann, Wärme, Zeuge, Zimmer
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die zwölf Geschworenen
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Trailer zum Film Die zwölf Geschworenen
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Kritiken (2) — Film: Die zwölf Geschworenen
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„Die zwölf Geschworenen“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie leichtfertig über ein Menschenleben entschieden werden kann und wie leicht sich ein Mensch bei dieser Entscheidung von persönlichen Vorurteilen – bewusst oder unterbewusst – leiten lassen kann, sei es Rassismus oder tiefer liegende private Probleme. Das macht dieses Kammerspiel derart spannend: werden sich die anderen Geschworenen von Fonda überzeugen lassen? Wie werden sie sich überzeugen lassen? Was sind die Hintergründe für ihre Standpunkte? Was geht in ihnen wirklich vor? Wie beurteilen sie die anderen Geschworenen? Was bewirken verletzende oder beleidigende Worte der anderen? Die detaillierte Regieführung Lumets, die bravourösen schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, und die Lektion, niemals leichtfertig mit einem Menschenleben umzugehen machen diesen Film zu einem wahrhaft großen, zeitlosen Werk, welches zudem noch erstaunlich kurzweilig und in jeder Sekunde fesselnd ist.
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenEin einziger Raum, ein einziger großer, tiefgehender Dialog; und das packend und faszinierend - genial.
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Kommentare (116) — Film: Die zwölf Geschworenen
Kommentar schreibenCellmorbasg 2012/02/08 18:09:01
Kommentar löschenEin Film der fast komplett in einem Raum spielt und den Zuschauer als 13. Mann am Geschehen teilhaben lässt. Die Personen kommen einem bekannt vor, jeder hatte wohl schon mit ihnen zu tun, dem Zurückhaltenden, dem Schüchternen, dem Choleriker, dem kühlen Denker, dem Empfindsamen, dem Prinzipientreuen, dem Gehetzten, dem Lebenserfahrenen, dem durch und durch Unsympathischen , dem Belehrenden, dem Klassenclown und - Henry Fonda - der Inkarnation der Dreifaltigkeit aus Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Bei ihm sind sie keine Worthülsen, sondern Anleitung zum Handeln. Ein Bürger der nicht nur seine Rechte kennt, sondern auch seine Pflicht. Die Pflicht diese Dinge nicht hinzunehmen und sich über ihren Bestand zu erfreuen, sondern auch für den Erhalt zu sorgen. Er will nur reden, also wird geredet, 90 Minuten lang. Es sind 90 aufregende Minuten in denen man den Schauplatz mit den 12 Geschworenen nicht verlässt und doch baut sich Stück für Stück der Ort der eigentlichen Tat vor einem auf und der Kopf spielt die unterschiedlichen beschriebenen Szenarien darin durch. Eine nervenaufreibende Tortur in der alle Beweise und Aussagen auseinandergenommen werden und keine Sekunde des Films verschwendet ist. Ein Kammerspiel das seinesgleichen sucht und auch beim wiederholten Sehen nichts von seiner Wirkung verliert.
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MrLassoli 2012/02/01 16:23:21
Kommentar löschenSehr schön durchdachter Film, der auch ohne Schauplatzwechsel punkten kann, was ich zu anfang nicht gedacht hätte.
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J!GS4W 2012/01/30 00:27:36
Kommentar löschen"12 Angry Men", das Kammerspiel der Extraklasse aus dem Jahre 1957, weiß auf sämtlichen Ebenen zu glänzen. Es führt uns tief in die menschlichen Gedankenabläufe hinein, zeigt uns wie voreingenommen wir sind und wie emotional wir handeln. Dabei nimmt sich der Film immer wieder Zeit seine Figuren durch kleine Dinge zu charakterisieren, die gleichzeitig die Handlung vorantreiben. Ebenso brilliant gespielt wie geschrieben, lassen wir uns von diesem Ausflug in das amerikanische Justizsystem mitschleifen und überlegen selbst, was denn nun für oder dagegen spräche, den Angeklagten zu verurteilen. Der winzige Raum wird maximal ausgenutzt und beim Schauen bemerken wir immer wieder wie brilliant kleine Dinge wie ein Lichtschalter, Ventilator oder Fenster zum Einsatz kommen und was sie über die Personen, die sie bedienen, aussagen. Nicht nur Henry Fonda, sondern alle Beteiligten des Casts tauchen in ihre Rollen ein, wir nehmen sie ihnen ab und wundern uns selbst wie wir die Seiten ab und an wechseln. Volle Punktzahl von mir.
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Murray 2012/01/23 14:39:05
Kommentar löschenEin Lehrstück in Sachen Filmkunst. Auch wenn fast der gesamte Film nur in einem Raum stattfindet, erzeugt er mehr Spannung als die meisten anderen Filme zusammen. Das liegt zum einem an die hervorragenden Darsteller und das grandiose Spiel von Licht und Schatten.
Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber. Einen Punkt Abzug gibts fürs Ende. Hier hätte ich mir eine bessere Auflösung gewünscht.
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Prechtl 2012/01/22 09:39:38
Kommentar löschenObwohl ich mit Filmen, die vor 1960 gedreht wurden, generell weniger anfangen kann, hat mich die hohe Vorhersage von 9 Punkten neugierig gemacht. Vor ungefähr zwei Monaten habe ich ihn mir gekauft, bis ich ihn mir gestern endlich zu Gemüte führen konnte. Es ist ein sehr auf Minimalismus getrimmter Film, der aber doch das Maximale aus seinem Setting und den Schauspielern herauskitzeln kann. Die neunzig Minuten lange Laufzeit verbringt man zu einem Großteil in dem Geschworenenraum, in dem die im Titel genannten zwölf Geschworenen über einen Mordfall abstimmen sollen. Die Herrschaften beschließen, über die Schuldsprechung abzustimmen und bis Nummer 8 sieht es ziemlich eindeutig aus: Schuldig. Doch Nr. 8 sieht die Sache anders; er ist sich nicht sicher und möchte nicht voreilig einen jungen Mann, der seinen Vater ermordet haben soll, auf den elektrischen Stuhl bringen. Zuerst steht Nr. 8 mit seiner Meinung noch alleine da, doch mit der Zeit kann er mit geschickten Worten die Zweifel in den anderen Geschworenen wecken und diese ebenfalls umstimmen.
Ich habe noch nie einen Film gesehen, der so sehr von seinen Dialogen lebte. Und ich dachte, ein Quentin Tarantino lebe von seinen Dialogen, aber das war vor "12 angry men". Durch die Tatsache, dass eben diese zwölf Männer in diesem Raum eingesperrt sind und nicht hinaus können - bis sie ein einstimmiges Urteil gefällt haben und praktisch 98% der Handlung in diesem Raum spielen - müssen die Darsteller selber für genug Abwechslung sorgen. Und das gelingt voll und ganz, jeder Geschworene hat seine eigenen Argumente (oder nicht), Vorurteile, Vorlieben, Abneigungen und diese kommen an diesem Nachmittag zum Vorschein. Ich fand es interessant und spannend zugleich, diesen Männern beim Diskutieren, Streiten und Verzweifeln zuzusehen.
Schlichtweg ein Meisterwerk.
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BlackEaster 2012/01/29 21:32:02
Antwort löschenAuch wenn der Film eigentlich zur filmischen Allgemeinbildung gehört: SPOILERALARM, EY!
Prechtl 2012/01/30 07:17:56
Antwort löschenAuch nicht mehr oder weniger Spoiler als in den anderen Kommentaren zu diesem Film... ;)
Keky 2012/01/11 15:49:52
Kommentar löschenDie 12 Geschworenen zeigt fabelhaft, wie Menschen sich anhand von Vorurteilen eine Meinung bilden, ohne an widersprüchlichen Fakten zu zweifeln. Doch wenn die Fakten hinterfragt werden offenbart sich, dass der Mensch sich oft von seinen Emotionen leiten lässt und nicht die nötige neutrale emotionsfreie Haltung zeigt, die im die richtigen Entscheidung treffen lassen. Ohne Aktion, Pure Spannung ein Drehbuch das Geschichte schreibt, wer schafft das heute noch nur noch Computer animierter Schwachsinn. Mega-Klassiker!!!
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doenef 2012/01/01 05:24:56
Kommentar löschenEbenso brillanter Justizthriller wie "Zeugin der Anklage", wobei dieser als Kammerspiel eine intensive Genialität besitzt, bei der sich alteingesessene Stars der Filmgeschichte "die Klinke in die Hand geben"
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Mr.Film 2011/12/31 16:32:14
Kommentar löschen"Die Wahrheit zu finden ist die wichtigste Aufgabe des Menschen. Und die Gefährlichste, welche nur die Mutigsten wagen." -George Langelaan
Die Filmbranche stößt heutzutage Unmengen an Effektbomben und CGI-Geburten aus, Filme mit leicht ersetzbaren Darstellern, Filme mit noch überflüssigeren Story's, Filme mit Dialogen die aus den 'besten' Soaps kommen könnten.
Sidney Lumet dachte sich schon damals, vor knapp 50 Jahren, das man keine großen Special-Effects braucht, oder gar außergewöhnliche Kulissen. Nein. Er hat den Kernpunkt erfasst, man benötigt nur talentierte Darsteller und eine Story die auf den ersten Blick nicht so enorm erscheint, wie sie es dann doch ist. Die Inszenierungen wurden auf das Level "so unspektakulär wie möglich" runtergeschraubt, er hat alles daran gesetzt damit man sich nur um die Protagonisten und deren Dialoge kümmert, damit man aus diesen Dialogen den Spannungsaufbau entnimmt, der milde gesagt nervenzerreißend ist. Henry Fonda und Co. machen ihre Sache unglaublich stark, diese "12 Geschworenen" hatten eine schwere Aufgabe die sie mit bravour gemeistert haben, die Kamera ist nicht einmal von ihnen gewichen und konnte somit jede Sekunde ihrer Glanzleistungen einfangen.
Und obwohl man mit so 'einfachen' Mitteln ein Meisterwerk(ein Wort das ich nur selten benutze) schaffen kann, wird dieses Prinzip (fast) nie genutzt, und das obwohl man bei "Die 12 Geschworenen" ziemlich viel abgucken könnte.
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Mr.Film 2011/12/31 16:35:52
Antwort löschenAch und dann wünsch ich euch allen mal einen tollen Rutsch ins nächste(und hoffentlich schönere) Jahr 2012 :)
Carmine 2012/01/02 14:23:32
Antwort löschenKlasse!
AMOvies 2011/12/19 21:02:48
Kommentar löschenEin Film, der trotz schwarz/weiß überhaupt nicht grau ist. Ich habe diesen Film vor enigen Jahren in der Schule gesehen. Noch heute begeistert mich der Film und ich empfehle ihn immer mal wieder weiter.
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MrTrombone 2011/12/18 22:54:49
Kommentar löschenZeitloser Klassiker was die Inszenierung betrifft. Man muss jedoch anmerken, dass der bei "12 Angry Men" anzutreffende ausgewogene Misch von Personen fern der Realität liegt. Trotzdem kann man sich gut vorstellen, dass bei einem heutigen Jury-Entscheid ebenso "intensiv" diskutiert wird.
Irritiert hat mich lediglich der Einstieg (und hier spoiler ich ein klein wenig): Zweifel sind ja schön und gut, liebe Nummer 8, aber "den großen Unbekannten" gibt es nicht. Die Begründung "maybe he did it, maybe not" reicht zweifelsohne nicht aus, um zu überzeugen. Wie schön, dass sich die Spannungskurve nach diesem kurzen Dämpfer steil nach oben bewegt.
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Kreaexo 2011/12/15 00:37:52
Kommentar löschenEin Kammerspiel der besonderen Art und wohl der Vorvorläufer der dänischen 'Dogma 95'.
Ich bin verdammt froh, dass ich den Film nicht bereits vor ein paar Jahren, sondern erst jetzt mit 19 gesehen habe. Ich bin mir nämlich sicher, dass ich diesen Film verschmäht hätte und das hätte ich mir nie verziehen.
Dafür gibt es verschiedene Gründe:
Das Flair: Das klassische Schwarz/Weiß und außerhalb der Kammer der prasselnde Regen verleihen dem Film eine dem Geschehen durchaus angemessene und prägende Atmosphäre. Nebenbei wird die klaustrophobische Stimmung innerhalb des Zimmers sehr gut eingefangen und auf den Zuschauer übertragen.
Die zwölf Geschworenen: Die Schauspieler haben es hier gewiss nicht leicht. Denn sie können hier nur durch ihre Mimik und Gestiken Akzente setzen. Dies gelingt. Jeder Darsteller gibt sein Bestes und agiert großartig. Bei so einer schauspielerischen Klasse ist die Story schon fast irrelevant. Diese gibt es in diesem packenden Kammerspiel nämlich eigentlich nicht wirklich.
Die Dialoge: Drehbuchautor/Schriftsteller Reginald Rose hat hervorragende Arbeit geleistet. Dieser Film lebt von seinen Dialogen und der bis ins letzte Detail durchdachten Argumentation. Die Äußerungen der Geschworenen sind vieles; manchmal witzig ["Das ist doch ein ungebildeter Prolet. Der spricht nicht mal grammatisch richtig." - "Verzeihung, das heißt grammatikalisch, hm?"], sehr oft ernst, ab und an kritisch, aber doch immer sachlich. Es gibt nur eine Sache, was sie nicht sind: Überflüssig.
Die authentischen Dialoge haben es geschafft, aus diesem Film etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges werden zu lassen. Obwohl die Laufzeit des Films annähernd 100 Minuten beträgt und man nur dem Gesagten lauscht und den Schauspielern zusieht, wie sie auf engstem Raum agieren, langweilt dieser Film kein Stück. Nicht ein bisschen. Im Gegenteil, er erzeugt so eine unfassbar packende Spannung, die ich so nicht vorausgeahnt hätte.
Die Kameraarbeit: Sehr ruhig und adäquat. Liefert immer ein lupenreines Bild des Geschehens.
Die wenigen Höhepunkte: Rar gesät sind sie schon, aber trotzdem, vielleicht sogar deswegen sehr bemerkenswert. Da ich nicht übermäßig spoilern will, werde ich auf keinen Höhepunkt eingehen. Nur so viel, diese wenigen Höhepunkte haben Gänsehaut bei mir verursacht, denn sie sind teilweise gleichzeitig Wendepunkte und bestimmen so den weiteren Werdegang des Films. Ab und an auf eine Weise, die man nicht vorhergesehen hat.
Fazit: "12 Angry Men" ist in allen Belangen ein hochkarätiges Meisterwerk, ein wichtiger Film, eine besondere Form des Kinos und ein zeitloser Klassiker. Dieser Streifen hat es verdient, jetzt von jedem und noch von Folgegenerationen gesehen zu werden.
Chapeau Sidney Lumet, zu diesem Debüt!
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TheDrPepperPower 2011/12/15 17:40:03
Antwort löschenWunderschöner Kommentar. "Twelve Angry Man" hat mich auch sofort ziemlich aus den Socken gehauen. Dieser Film ist einer der wenigen die ich mir ein paar Tage später gleich nochmal angeschaut habe. Das einzige was mich ein wenig stört ist, dass manche der Charaktere eine Spur zu übertrieben sind. Wirklich schlimm finde ich das zwar nicht, aber es sorgt dann doch dafür, dass der Film nicht zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt.
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SoulReaver 2011/12/15 19:25:54
Antwort löschenSchönes Ding, mir fehlt er auch noch :(
Jack_Torrance 2011/12/16 19:58:58
Antwort löschenUnbedingt nachholen, SoulReaver. Schöner Kommentar :)
VisitorQ 2011/11/25 21:24:12
Kommentar löschenWer diesen Film nicht liebt sollte nie wieder einen Film sehen dürfen. Jaja. Eigene Meinung und so, ich weiß. Doch bei diesen Werk heut die Freundschaft wirklich auf. ;-)
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AberHallo88 2011/10/23 15:42:33
Kommentar löschenAls ein Opfer der heutigen Zeit bin ich grundsätzlich kein Fan von alten schwarz-weiß Filmen. Diesen hier macht das aber erst so richtig authentisch. Ein Klassiker, den man echt mal gesehen haben sollte. Allerdings nur geeignet für Leute die sowas, wo es um das Gericht und Geschworene geht, auch wirklich mögen. Denn im Film passiert sonst nichts anderes, es konzentriert sich vollkommen darauf. Gute Schauspieler die alle eine Rolle verkörpern und diese auch rüber bringen. Sehr guter Film.
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TheNumber 2011/10/06 16:12:42
Kommentar löschenDer Film hat mich echt überrascht. Ich habe noch nie einen Film gesehen, der es schafft, den Zuschauer allein durch Dialoge 90 Minuten lang in einen Raum zu bannen, ohne dass ihm wirklich langweilig wird. Die Geschichte und die Charaktere sind faszinierend. Keine 10 Punkte, weil er einen winzigen Tick zu langatmig ist. Ein Klassiker, den man gesehen haben muss!!!
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Joeyjoejoe17 2011/09/19 09:26:32
Kommentar löschenBis auf die Anfangs- und Schlussszene spielen sich die Geschehnisse in "12 angry men" nur in einem Raum ab und getragen durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen aller entsteht in diesem exzellenten Kammerspiel eine ungeheure Spannung.
Die Wendungen und die Dialoge sind sehr intelligent und authentisch.
Die Bildsprache ist zwar simpel, erzielt aber eine gewaltige Wirkung und erinnert an ein gutes Theaterstück. Z. B. nach der Anfangssequenz als die Credits über den Bildschirm laufen, sieht man den Jury Raum aus der Vogelperspektive und einer nach dem anderen der 12 Geschworenen betritt den Raum. Schon hier sind die vielen unterschiedlichen Charaktere zu erkennen, jeder verhält sich anders beim Eintreten und die Kamera bleibt fix. Da hatte ich das Gefühl in einem Theater zu sitzen und der Film hat mich schon nach den ersten Einstellungen in seinen Bann gesogen.
SPOILER
Dasselbe Feeling hatte ich auch, als 9 zu 3 für unschuldig abgestimmt wurde, Geschworener Nr. 10 seinen Standpunkt verteidigen will und einer nach dem anderen sich vom Tisch erhebt und symbolisch von ihm abwendet. DAS war großes Theater, großer Film, großes Schauspiel - einfach ein grandioses Bild.
/SPOILER
Anhand der Beispiele wird die sensationelle Inszenierung deutlich. Der Regisseur versteht es, mit den einfachsten Mitteln das Größtmögliche zu erreichen. Deshalb mag ich alte Klassiker sehr, einfach weil sich hier noch auf das Filmen von Handlungen und Dialogen, ohne große Effekthascherei oder unnötige Action, konzentriert wird. Damals wurde sich noch mehr am klassischen Theater orientiert und die Schauspielkunst war noch wirkliche Kunst.
In diesem Film sieht man einfach 12 Menschen wie sie über einen Fall diskutieren, ein Geschworener einer anderen Meinung ist als die anderen, seinen Standpunkt festigt und seine Kollegen zu überzeugen versucht. Und das alles wird durch hervorragende Mimik und Gestik der Darsteller deutlicher als man es heutzutage mit aufwändigen Einstellungen, Effekten und übertrieben dramatischer Musik erreichen könnte. Das hat mich sehr fasziniert.
Die Musik ist sparsam, aber sehr gezielt eingesetzt und unterstützt die Atmosphäre und den Spannungsaufbau. Einfach mehr als passend zu diesem Kammerspiel.
Die Kameraeinstellungen sind hervorragend gewählt und mit den wenigen Schnitten ensteht eine Atmosphäre, wie man sie nicht besser hinbekommen könnte. Dadurch wirkt alles unglaublich authentisch, echt und baut enorme Spannung auf.
Allen, denen es langweilig vorkommt, 12 Menschen über die 90 Minuten Laufzeit beim Diskutieren zuzuhören, sei dieser Film ans Herz gelget, ist er doch ein Paradebeispiel für großes Kino, für grandioses Theater, für spannende, intelligente und kurzweilige Unterhaltung. Ich dachte auch nicht, dass diese Szenerie mich fesseln könnte, aber ich wurde zum Glück eines besseren belehrt und war von Anfang bis Ende gebannt vor dem Bildschirm gesessen.
Ich möchte jeden, der diesen Film noch nicht gesehen hat, raten ihn zu schauen. Er wird nicht umsonst überall als einer der besten aller Zeiten gehandelt.
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La Bardot 2011/08/29 15:56:54
Kommentar löschenDer Film "Die 12 Geschworenen" ist ein absolutes Phänomen. Er findet - bis auf einen kleinen Besuch auf der Toilette - ausschließlich in einem Raum statt und wird von der großartigen Leistung jedes einzelnen Schauspielers getragen, welche die schwierige Aufgabe haben, nur durch Dialoge und wenig eigentliche Handlung zu unterhalten.
Der Mensch ist nicht unbedingt gemacht dafür, fast 100 Minuten einem Gespräch zu lauschen, auch wenn er die eigentliche Thematik - hier Mord - für durchaus spannend erachtet. Da droht schnell die Gefahr, sich von einer Fliege ablenken zu lassen, die zumindest ein wenig Action verspricht.
Aber das passiert hier nicht.
Der Film ist voller kleiner Höhepunkte, nämlich immer dann, wenn sich ein weiterer Arm hebt, um für "Not guilty" zu plädieren. Zuvor erlebt man jedes Mal einen fesselnden, spannenden, packenden, sich jedes Mal selbst übertrumpfenden Schlagabtausch, der gelegentlich auch eine kleine Brise Witz ("...He don't even speak good English" - [leicht belustigter Blick des Nebenmannes] "He DOESN'T speak...") enthält.
"Die 12 Geschworenen" ist - und das behaupte ich in meiner mir angeborenen Dreistigkeit - ein absolutes Meisterwerk.
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doctorgonzo 2011/08/29 16:04:36
Antwort löschenSehr schön, junge Dame.
La Bardot 2011/08/30 00:08:42
Antwort löschenDankeschön :)
moviereporter 2011/08/16 20:26:20
Kommentar löschenFesselnd von Anfang bis Ende ohne Action. Ein absolut hervorragendes Stück Kino. Ein großer Pluspunkt bildet die alte deutsche Synchro, die den Film für mich noch viel sympathischer werden lässt. Grandios. 1 setzen! :)
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eXoduS 2011/08/14 17:03:57
Kommentar löschen12 Typen, Ein Raum, geschätzte 1000 Dollar Budget = Filmgeschichte !!!
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Bigburgy 2011/08/14 19:44:32
Antwort löschen1000 Dollar? das waren weitaus mehr und soviel ich weis, hat der Film nichtmal seine Produktionskosten wieder eingespielt, und das trotz der guten Kritiken.
eXoduS 2011/08/15 20:40:56
Antwort löschenDas war auch rein Symbolisch gemeint...soll nur heissen
das man hier mit wenig Mitteln (großartige Schauspieler keine Frage)
das Maximum rausgeholt hat.
max-schrebb 2011/08/11 01:02:58
Kommentar löschenGroßartiger Film.
Die Charaktere sind durchdacht und fantastisch dargestellt. Der Darstellung sozialpsychologischer Phänoneme gepaart mit dem Moralgedanken funktioniert auf herausragende Art und Weise. Ein zeiloser, spannender und teilweise sogar humorvoller Film, der von der ersten Minute an fesselt und zum Nachdenken anregt.
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Max_Wayne 2011/07/31 11:30:29
Kommentar löschenmein absoluter lieblingsfilm. absolut zeitloser klassiker, über vorurteile, und mit sehr hoher dramatik, über menschen aus verschiedenen gesellschaftsschichten, die über einen jungen urteilen sollen. Sehr empefehlenswert, in jeder hinsicht finde ich
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