Die zwölf Geschworenen

12 Angry Men (1957), US Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.08.1957

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8.6
Kritiker
55 Bewertungen
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8.1
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167 Kommentare
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von Sidney Lumet, mit E.G. Marshall und Martin Balsam

Am heißesten Tag des Jahres sitzen zwölf Geschworene nach der Gerichtsverhandlung zusammen und beraten. Es scheint eine recht kurze Beratung zu werden. Schließlich, und da gibt es kaum Zweifel, muss herzlich wenig geklärt werden. Der Angeklagte hat seinen Vater kaltblütig umgebracht. Punkt. Nur Geschworener Nr. 8 (Henry Fonda) ist sich der Sache nicht so ganz sicher. Da das Urteil einstimmig gefällt werden muß, kann er sich nicht dazu entschließen, den Angeklagten schuldig zu sprechen, denn sein “ja” würde den Angeklagten auf den elektrischen Stuhl bringen. Er beginnt den Fall Stück für Stück auseinanderzunehmen. Mit der Zeit werden auch die Zweifel der anderen Geschworenen immer größer und das einhellige “Schuldig” beginnt zu bröckeln.

Die zwölf Geschworenen (OT: 12 Angry Men) festigte Henry Fondas Ruf als liberales Leinwandgewissen Amerikas, nachdem der Schauspieler schon in Der junge Mr. Lincoln und Ritt zum Ox-Bow sehr moralische Rollen gespielt hatte.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: Die zwölf Geschworenen

_Garfield: Blogbusters

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8.5Ausgezeichnet

Fiebriges Kammerspiel, welches sowohl die Schattenseiten, als auch die Chancen eines juristischen Systems, vor allem aber der darin agierenden Figuren und deren auferlegte Verantwortung thematisiert. Trotz der fortwährenden, räumlichen Statik, bleibt der Weg zur Wahrheitsfindung immer ein interessanter, nicht zuletzt aufgrund des glaubwürdigen Schauspieler-Ensembles und deren Figuren, die sich alle – ausgenommen einer Ausnahme – auf einer Ebene bewegen. Lumet's Film liest sich dabei vor allem als Mahnung zu mehr Verantwortung, sensibilisiert aber gleichzeitig auch die Wahrnehmung der eigenen Rolle innerhalb einer exekutiven Institution. Die Leichtigkeit mit der eine Gruppe gewöhnlicher Bürger, die allesamt den Gesetzen der Gruppendynamik und der damit einhergehenden Psychologie unterliegen, eine Hinrichtung verabschieden können, kann aber auch als kritisches Statement gelesen werden. Die große Stärke von „Die zwölf Geschworenen“ liegt jedoch in erster Linie darin, dass Lumet auf eine einschlägige Wertung des Geschehens verzichtet. Damit endet der Film nicht etwa mit der Sichtung, sondern erst mit der Beantwortung der Fragen, die sich für jeden Einzelnen nach der Urteilsverkündung ergeben. Denn mehr als ein Tatsachenbericht will und darf der Film nicht sein, er dient vielmehr der Eröffnung eines Dialogs, einer Diskussion über ein System, das bis heute Bestand hat und damit auch einer gewissen Brisanz und Aktualität nicht entbehrt. Dem eskapistischen Charakter des Kinos seiner Generation verweigert sich der Film dabei völlig und lässt die Leinwand zur wertfreien Diskussionsplattform mutieren. Ein außergewöhnliches, wichtiges und gänzlich zeitloses Stück Filmgeschichte.

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

J!GS4W

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1.5 Punkte zu wenig :)


_Garfield

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Nicht bei der Erst-Sichtung. ;)


Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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10.0Lieblingsfilm

„Die zwölf Geschworenen“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie leichtfertig über ein Menschenleben entschieden werden kann und wie leicht sich ein Mensch bei dieser Entscheidung von persönlichen Vorurteilen – bewusst oder unterbewusst – leiten lassen kann, sei es Rassismus oder tiefer liegende private Probleme. Das macht dieses Kammerspiel derart spannend: werden sich die anderen Geschworenen von Fonda überzeugen lassen? Wie werden sie sich überzeugen lassen? Was sind die Hintergründe für ihre Standpunkte? Was geht in ihnen wirklich vor? Wie beurteilen sie die anderen Geschworenen? Was bewirken verletzende oder beleidigende Worte der anderen? Die detaillierte Regieführung Lumets, die bravourösen schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, und die Lektion, niemals leichtfertig mit einem Menschenleben umzugehen machen diesen Film zu einem wahrhaft großen, zeitlosen Werk, welches zudem noch erstaunlich kurzweilig und in jeder Sekunde fesselnd ist.

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

Ein einziger Raum, ein einziger großer, tiefgehender Dialog; und das packend und faszinierend - genial.

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Kommentare (164) — Film: Die zwölf Geschworenen


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Beavis15574

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Bewertung10.0Herausragend

Als ich den Film vor knapp 20 Jahren das erste Mal gesehen habe...war ich grad erwachsen geworden, hatte eine grosse Videosammlung und habe mehr oder weniger andere "Highlights" gehabt....auch wenn ich für ältere Filme immer offen war...es war an einem Freitag oder Samstag abend....kurz nach Mitternacht und ich war mal nicht unterwegs, sondern zuhause in meinem Zimmer.....Ich hatte glaub ich tagsüber gearbeitet...war aber noch nicht müde und mir war langweilig....somit zappte ich um....dann kam (damals noch üblich) auf ARD eine Ansage über diesen Film......Wie der Zufall es brachte, blieb ich da hängen und hörte der ansage zu und dachte....ok...schaun wir uns den mal an....läuft ja eh nix.....und wenn es zum einschlafen gut ist.....was folgte, ist ja hier schon beschrieben worden : EIN MEISTERWERK......der mich bis in die Nacht wach hielt und mich faszinierte. Auch heute noch schaue ich mir den Film alle 2- Jahre an und es ist immer noch wahnsinn, wie er mich fesselt....die Dialoge, die schauspielerische Leistung..die idee.....Die Story und so manch Augenzwinkern "Stellen Sie sich vor, der Junge kommt frei und am Ende stellt es sich heraus...er war es doch !!!". Aber die Aussage des Films ist klar und nebenbei werden auch noch andere Themen (Vorurteile, Soziale Brennpunkte, Familienkonflikte etc) angeschnitten bzw. beleuchtet, wodurch ja die Charaktere sich unterscheiden.....
Auch wenn es Ende der 90er ein Remake in Farbe gab (mit Armin Mueller-Stahl), bevorzuge ich ds Original...

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Suki93

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Bewertung9.0Herausragend

Wo ich mit dem Italowestern „Zwei glorreiche Halunken“ aufgehört habe, ging es dieses Mal weiter mit Sidney Lumet’s einzigartigen Debütfilm von 1957, bzw. meinem Film Nr.:
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☆#997 – „Die zwölf Geschworenen“ ☆
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"Prejudice always obscures the truth." - Mr. Davis, Geschworener #8

„Die zwölf Geschworenen“ ist ein ziemlich realistischer Film, wie man es nur selten sieht. Kein technischer Huppifluppi. Ganz ohne Effekte. Zwölf verschiedene Männer, die Geschworenen, werden nach einer Gerichtsverhandlung in ein kleines Geschworenenzimmer zur Verhandlung gebeten. Ist der achtzehnjährige Junge, der angeblich seinen Vater erstochen hat schuldig oder nicht? Um diese eine Frage werden die ganzen 90 Minuten lang diskutiert. Schuldig oder nicht schuldig? Ein junges Menschenleben hängt von den Stimmen Zwölfer Männer ab. Wenn alle für schuldig plädieren wird der Junge auf einem Elektrostuhl sein Ende finden. Aber sehen alle diesen Jungen als schuldig an? Oder ist es ihnen möglicherweise sogar egal? Was für Beweise gibt es? Könnten diese Beweise stimmen oder nicht? Sollte man Mitgefühl zeigen? Was würde ich in so einer Situation tun? Hat man überhaupt eine Meinung? Soll ich mich von der Meinung der Anderen beeinflussen lassen? Sollte ich den anderen einfach zustimmen, weil ich keine Meinung habe? Wie überzeuge ich die anderen? Oder bin ich einfach felsenfest überzeugt, dass er (nicht) schuldig ist? Diese unerträgliche Sommerhitze. Warum hört keiner zu? Nach Hause. Raus aus dieser enge. Raus aus dieser nichts nützenden Diskussion. Ist sie wirklich so nichts nützend? Egal, ich habe keine Lust mehr darüber zu reden. Warum ist es so vielen egal, ob dieser Junge stirbt? Warum geht der verdammte Ventilator nicht? Schweiß. Kreuzworträtsel. Regen. Enge. Hitze. Beeinflussung. Meinungsverschiedenheiten. Wut. Verzweiflung. Gruppenzwang. Fragen. Zu viele Fragen. Zu wenig Fragen? Beweismittel. Schuldig oder nicht schuldig? Abstimmungen.

Das ist „die zwölf Geschworenen“. Schwarz-Weiß. Anstrengend. Schweißtreiben. Strittig. Überzeugend und realistisch.
Klingt nicht sehr spaßtreibend und nach einem Film dem man sich jetzt unbedingt angucken möchte… es ist aber ein Film, den man sich unbedingt mal angeguckt haben muss!

Als die Diskussion der zwölf Geschworenen anfing und die Stimmen vielen, habe ich mir schon irgendwie gedacht, wie es endet. Deswegen habe ich mich ab und zu auch mal gelangweilt, weswegen ich zu Anfang zwischen 8 und 9 Punkten schwebte. Der Film ist aber so überzeugend und authentisch, dass man ihn einfach nur gut findet. Es ist zudem auch das Verhalten der einzelnen, so unterschiedlichen Charaktere, die das ganze interessant machen. Zum Schluss hätte ich mich am liebsten in den Film gebeamt um den Geschworenen Nr. 8 (Henry Fonda) lobend auf die Schulter zu klopfen. Ich könnte jetzt noch so viel Dünnpfiff schreiben, aber ich habe keine Lust mehr... Alles was ich noch sagen kann: Ein Film, den man vor seinem Tod unbedingt gesehen haben sollte!

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CyberExistenz

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Wenn der Film dir diese stressige Situation so eindrücklich vermittelt hat, hat er doch ganze Arbeit geleistet.
Ich habe den Film beim ersten Anschauen ähnlich wahrgenommen.


Suki93

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Das stimmt. Ich mein wäre ich in einer derartigen Sitzung würde ich sowas von auf den Tisch hauen. Das stressigste war für mich eher dieses nervige, keinem hört einem zu, alle reden durcheinander, beschäftigen sich mit was anderem und man kommt einfach nicht weiter... das kenne ich nur zu gut aus der Schulzeit ;)


kobbi88

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gestern hab ich vor einem Seminar in der Uni bei einem Gespräch zugehört über den Film „Beasts of the Southern Wild“. Über den hatte eine Kommilitonin behauptet, er wäre das beste Regiedebüt aller Zeiten. Ich hab den Film nicht gesehen und kann deshalb nichts darüber sagen, aber eines weiß ich: Wenn ich nach dem besten Debütfilm aller Zeiten gefragt werden würde, dann hätte ich ein Problem: gleich zwei Debütfilme sind in meiner Lieblingsfilmliste. Beide vergöttere ich uneingeschränkt und ich wüsste einfach nicht, welchen ich als den subjektiv besseren nennen sollte. Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ oder Sidney Lumets „12 Angry Men“, zu deutsch „Die zwölf Geschworenen“.

Erst mal ein für mich SKANDAL vorneweg: Sidney Lumet wurde bei Moviepilot als Geheimtipp behandelt (http://www.moviepilot.de/news/geheimtipps-25-regisseure-zum-entdecken-118854 ), was ich überhaupt nicht verstehen kann. Immer noch nicht. Da muss ich immer wieder dran denken, wenn ich einen seiner Filme sehe. Und es regt mich immer wieder auf. Lumet, ein Geheimtipp. Sowas... Denn neben seinem besten Film, um den es hier gehen soll, hat er auch „Serpico“, „Hundstage“, Mord im Orient-Express“, Before The Devil Knows You’re Dead“, The Verdict“ und „Network“ gedreht. Kaum ein Regisseur auf der ganzen Welt kann eine derart grandiose Filmographie vorweisen. Geheimtipp…

So, genug aufgeregt, jetzt endlich zum Film „Die zwölf Geschworenen“.

Auch wenn der Film jedem ein Begriff sein dürfte oder wenigstens sollte (Leute, wer ihn nicht kennt ist jetzt verpflichtet, ihn anzusehen!!!), noch mal kurz: um was geht’s? Nach einem Mordprozess, bei dem ein Junge/junger Mann wegen Mordes an seinem Vater angeklagt ist, müssen 12 Geschworene entscheiden, ob sie diesen Jungen für schuldig halten oder nicht. Stimmen sie für schuldig, wird er verurteilt und hingerichtet. Die Geschworenen ziehen sich in einen Raum zurück und beim ersten Durchlauf stimmen sogleich 11 Leute für schuldig, nur einer (der Geschworene Nr. 8) nicht. Nicht schuldig. Nicht, weil er glaubt, dass der Junge auf jeden Fall unschuldig sei, nein, er hat lediglich „berechtigte Zweifel“ und würde gerne nochmals über den Fall sprechen. Da das Urteil einstimmig gefällt werden muss, entbrennt eine Diskussion, bei der nicht nur der (vermeintliche?) Tathergang aufgerollt und die Beweisführung noch einmal besprochen wird, sondern auch die Beweggründe der einzelnen Geschworenen, ihre Charaktereigenschaften und ihre Verhaltensweisen dargestellt werden.

Der Film ist sehr…ähem… männerlastig. Vielleicht waren zu dieser Zeit Frauen noch nicht als Geschworene zugelassen, zumindest besteht die Runde aus 12 Männern. Übrigens weiße Männer! Aber gut, der Film ist immerhin aus dem Jahr 1957. Trotzdem ist es eine sehr heterogene Gruppe, die praktisch die komplette Bandbreite an verschiedenen Charaktertypen wiederspiegelt. Es gibt den Organisator, einen Witzbold, einen kulturell Gebildeten, einen disziplinierten Immigranten, den Unsicheren, einen Mann aus dem sozialen Brennpunkt, den Opportunisten, den Aufbrausenden, einen sehr Konservativen mit vielen Vorurteilen, den erfahrenen Alten, den Vernünftigen und natürlich die moralische Instanz, den Guten. Jede Figur hat Stärken, aber auch Probleme und Schwächen, die manchmal mehr, manchmal weniger Einfluss auf die Diskussion nehmen. Und natürlich gibt es so auch viele unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen auf den Fall.

Der große Star in diesem Film ist natürlich Henry Fonda, der den Geschworenen Nummer 8 verkörpert. Er steht natürlich im Mittelpunkt, verkörpert die Moral und spielt einfach grandios, schon allein, weil er es immer wieder schafft, sich zurückzunehmen und das Licht auf andere zu lenken. Außerdem wäre ohne ihn als Produzent dieses Projekt nie verwirklicht worden und schon deshalb gebührt ihm mein uneingeschränkter Dank.
Neben dem Star Fonda waren die übrigen Schauspieler absolute No-Names. Aber für einige bedeutete dieser Film auch das Sprungbrett zu einer etwas größeren Karriere. Zu nennen wären hier Jack Warden, Lee J. Cobb, Jack Klugman und Martin Balsam (der ein ausgesprochen gutes Händchen für seine Rollen in seiner Karriere hatte).

Inhaltlich geht es natürlich zum einen um den Mordfall. Eine spannende Kriminal-/Justizgeschichte mit der Frage, ob am Ende auf schuldig oder nicht schuldig entschieden wird. Ob der Junge, den man nur ganz kurz im Film sieht, hingerichtet wird.
Aber der Film hat noch einige weitere Komponenten, die mindestens genauso großen Platz beanspruchen. Der Film ist eine psychologische Studie von Gruppenzwang, von Rollenverhalten und Macht. Es geht um Beeinflussung. Um Rassismus und Vorurteile. Ein wenig auch um die Chancen und Grenzen des amerikanischen Justizsystems. Der Film ist eine Charakterstudie über eigene Standpunkte. Nicht nur für die Figuren im Film, sondern auch für den Zuschauer, der an diesem Film auch sein eigenes Verhalten hinterfragen kann. Und letztlich geht es darum um Moral, und zwar in allen Facetten.

Inszenatorisch ist „Die 12 Geschworenen“ ein Kammerspiel, basiert auch auf einem Theaterstück. (Nebenbei, wer die Chance hat, dies hier als richtiges Theaterstück zu sehen, der sollte sie nutzen!!!) Fast der komplette Film spielt sich in nur einem Raum ab. Eine beengte, beklemmende Wirkung entsteht. Man hat keine Chance auszuweichen und muss sich der Diskussion, den Gefühlen und den eigenen Ansichten und Verhaltensweisen stellen. Dazu hat Lumet, wie auch später zum Beispiel in „Hundstage“, Elemente wie Hitze, Schweiß und Ermüdung mit hineinspielen lassen. Dies macht die Situation noch bedrückender. Das Potenzial einer Eskalation wird so noch weiter gesteigert und die Lage noch angespannter. Ein ganz kleines bisschen ist es wie in meinem Examenskurs in einem total überhitzten Raum, in dem ich gestern, gelangweilt, müde und schwitzend, mal wieder über den Film nachgrübelte.

Angespannt. Das ist wohl das Wort, was hier am besten passt. Denn zwischen den verschiedenen Standpunkten innerhalb der Gruppe gibt es Machtkämpfe. Einige wollen mit ihren jeweils eigenen Mitteln das Alphatier werden, Recht behalten, anderen seine Meinung (bewusst oder unbewusst) aufzwängen. Und andere sind nur die Mitläufer, das Rudel. Mal mutiger und mit kleinen eigenen Vorstößen, mal wieder sehr zurückhaltend und sich ins zweite Glied einordnend. So wird die Stimmung, natürlich vor allem zwischen den Wortführern, aggressiver, das Verhalten ruppiger und die Beziehung zwischen einigen Männern eben immer angespannter. Und das erhöht die Spannung ungemein, obwohl dazu nur geringe Mittel verwendet wurden. Grandios!
Außerdem wirkt der Film enorm authentisch, anschaulich und realistisch. Wenn zum Beispiel verschiedene Situationen aus der Beweisführung rekonstruiert werden oder Zeugenaussagen auf Glaubwürdigkeit hin überprüft werden, dann kann dies jeder Zuschauer nachvollziehen. Es ergibt alles einen Sinn. Und für mich legt kein Regisseur mehr Wert auf Realismus als Sidney Lumet. Der Meister der Authentizität.

Oh, ich könnte noch Stunden lang über diesen Film weitersprechen, aber dann wird’s noch länger, als es sowieso schon ist, darum zum Abschluss:
Lumet verbindet in reinster Perfektion: Relevanz, Unterhaltung, Spannung, Authentizität, Atmosphäre, Kritik und Moral.

Eine Bewertung unter 9 ist für dieses Meisterwerk nicht akzeptabel. Denn er ist einer der besten Filme und, jetzt hab ich mich entschieden, DER beste Debütfilm, den es je gegeben hat und wahrscheinlich auch für lange Zeit geben wird!

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kobbi88

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Danke Harti :)
Die Liste wird natürlich gleich mal inspiziert^^


Freidenker

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Ein wirklich großartiger Kommentar zu einem der besten Filme überhaupt.


Freidenker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als Fan von Kammerspielen,kann dieses gigantische Meisterwerk natürlich nur auf der Liste meiner absoluten Lieblingsfilmen stehen.
"Die zwölf Geschworenen" ist nicht nur das beste Kammerspiel sondern auch zugleich das packendste Justizdrama das es gibt.
Dazu ist dieser Film ein Musterbeispiel über Gruppendynamik,Vorurteile und Rollenverhalten.

Vorsicht Spoiler:

Im Mittelpunkt des Filmes stehen wie der Name schon zeigt 12 Geschworene die urteilen müssen ob ein junger Puertoricaner schuldig ist,seinen Vater getötet zu haben,im Falle eines Schuldspruch würde die Junge hingerichtet.
Eigentlich sprechen alle Fakten gegen den Jungen es gibt sogar 2 Zeugenaussagen gegen in.
Nur einer,nämlich Geschworener Nr. 8,kann keine eindeutige Schuld erkennen,steht er anfangs noch alleine da,so bekommen im Laufe der Zeit und einer ausgiebigen Diskussion immer mehr Geschworene Zweifel an der Schuld des angeklagten.
Der Film zeigt dabei eindrucksvoll wie anscheinend stichhaltige Zeugenaussagen und Beweise doch täuschen können und vor allem wie leichtfertig Menschen,wegen Vorurteilen oder Zeitdruck über ein Menschenleben urteilen.
Sicher gibt es Leute die dies alles für etwas übertrieben halten,doch wen man sich etwas diesem Thema widmet,findet man eine Menge Fälle in denen Menschen unschuldig inhaftiert oder gar hingerichtet werden sollten,eben z.b wegen Vorurteilen oder schlampigen Ermittlungen.

Diese Handlung wurde einfach meisterhaft von Sidney Lumet inszeniert.
Das außergewöhnliche ist hierbei nämlich dass dies ganze sich,bis auf ganz wenige Ausnahmen,in gerade mal einen Raum abspielt.
Auf den ersten Blick ein unglaubliches Manko,doch dies ganze schafft zusätzlich eine beinahe klaustrophobische Atmosphäre wie selten gesehen.
Dazu lebt ein Kammerspiel natürlich,noch mehr als andere Filme,von einer guten darstellerischen Leistung und diese ist hier einfach herausragend.
Insbesondere Henry Fonda als Geschworener Nr. 8 ist schlichtweg atemberaubend,aber auch die anderen Geschworenen sind hervorragend besetzt,so spielt unter anderem Jack Klugman,Lee J. Cobb oder E. G. Marshall mit.
Ein kleines Manko gibt es jedoch zumindestens bei der deutschen Synchron-Fassung,dort wird Geschworener Nr. 11 als Schweizer dargestellt,wodurch der Figur etwas an Logik genommen wird.

Endfazit:Wer anspruchsvolle Filme mag,wird von "Die zwölf Geschworenen" nur begeistert sein können,denn dieser Film ist einfach ein absolutes Meistwerk,es stimmt einfach alles,sei es die Story,Darsteller,Atmosphäre oder Spannung,besser geht es einfach nicht.

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Hoey-Lestrate

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiges Kammerspiel, das zeigt wie wichtig ein gutes Drehbuch und gute Schauspieler in Filmen sind. Unterschwellige Spannung und ein intensives Spiel machen diesen Film zu einem echten Meisterwerk.

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Martin Jurgeluks

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Bewertung9.0Herausragend

Die 12 Geschworenen ist ein Paradebeispiel an Drama und Spannung.

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VisitorQ

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Immer wenn ich den Film sehe kommen mir die Tränen so genial ist er.


Martin Jurgeluks

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War echt gut, nach den ganzen Kritiken hatte ich auch nix anderes erwartet.


Cameron

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Bewertung9.5Herausragend

Ich denke, "12 Angry Men" ist "der perfekte Film", bei dem es absolut nichts zu kritisieren gibt. Faszinierend, wie gut man 12 Menschen in 90 Minten kennen lernen kann.
Ich habe den Film in zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Mal gesehen; was eine wirklich tolle Erfahrung ist. Denn die ersten 30-45 Minuten beim ersten Mal war ich damit beschäftigt, mir all die Leute zu merken, was sie für einen Beruf führen, was für ein Charakter sie sind etc; erst in der zweiten Filmhälfte "kannte" ich dann die 12 Männer. Bei der zweiten Sichtung jedoch war ich bereits von Beginn weg mit allen vertraut; dadurch ist es möglich, viele Details aufzuschnappen, die einem beim ersten Mal entgehen. Schauspielerisch ist die Leistung von allen 12 (!) wirklich beeindruckend, und jeder liefert seinen Beitrag zur Geschichte.
(unten Spoiler möglich)
Nach einer Idee auf dem IMDB-Forum ordne ich die 12 Geschworenen nun einmal von symphatisch zu unsymphatisch, beginnend mit dem Symphatischsten: 11 (der Europäer) - 9 (der weise Alte) - 1 (der Vorsitzende) - 8 (Fonda; obwohl er der "Held" ist umgibt ihn irgendwie etwas Mysteriöses, Gehemnisvolles, wenn er nachdenklich aus dem Fenster blickt, als führe er mehr im Schilde, als nur die anderen von der Unschuld des Täters zu überzeugen) - 2 (scheu, unsicher, aber symphatisch) - 4 (ändert zwar als drittletzter seine Meinung, aber sowas wie die "Stimme der Vernunft" auf Seite der Fonda-Gegner) - 5/6 - 12 /7 (der Desinteressierte) - 3 (er widersteht am Längsten; nach der ersten Sichtung noch der "Unsymphatischste" empfand ich beim zweiten Mal durchaus Mitleid mit ihm) - 10.

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Dox

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Bewertung9.0Herausragend

Der wohl zeitloseste Film überhaupt.

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phoenix409

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Gehört sicherlich mit zu den Zeitlosen, ebenso wie NETWORK. Müsste eigentlich mal ne "Liste der Zeitlosen" geben.


philipp.endres.18

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist Kino. Das ist der Grund, warum man Filme schaut.
Einfach überragend, was man für eine Wirkung mit kleinsten Mitteln erzielen kann. Die Handlung ist mit einem Satz erzählt, aber dennoch packt sie einen. Die Schauspieler sind perfekt ausgewählt und ich glaube jeder der dieses Werk schaut, kann sich mit einem der 12 Geschworenen identifizieren.

Vor diesem Film ziehe ich meinen Hut, da ich niemals gedacht hätte, dass er mich so überzeugen könnte.

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kobbi88

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Das größte Regiedebüt aller Zeiten!! Besser als Reservoir Dogs oder Citizen Kane


philipp.endres.18

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Das unterschreibe ich!


Matthias.hhn

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Bewertung9.0Herausragend

Irgendwo habe ich mal mitgekriegt, dass der Film als Paradebeispiel zur Gruppendynamischen Verhaltensweisen gilt.
Und es ist wirklich beeindruckend, wie hier die einzelnen Charaktere dargestellt werden und man verfolgen kann, wie sie ihre Meinung ändern, wie sie beeinflusst werden, oder worauf sie Wert legen.

Ein Kammerspiel der besonderen Art, auch wenn das Thema des Films recht schlicht ist, fesselt er und ist spannend zu schauen.

Absolut zu empfehlen! "Sidney, it's magnificent!"

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sami.davis.77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Beschreibung dieses Films klingt so langweilig. Man schiebt ihn nur wegen der hohen Bewertung hier immer weiter vor sich her bis man irgendwann ohne hohe Erwartungen dran geht weil man sich denkt:"Komm du hast grad nichts besseres zu tun".

Dann passiert das was sich nicht erklären lässt sondern einfach nur ansehen, man wird in die Geschichte gezogen und ehe man sich versieht sind die 90 min um und man grinst sich einen ab. Klasse!

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Comicverkäufer

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Bewertung9.0Herausragend

Keine Special Effects, keine Action, kein Klamauk, keine Farbe. Ein absoluter Klassiker! Hervorragend geschrieben und gespielt. Soetwas kann Hollywood heute garnicht mehr......schade eigentlich.

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ThomasWzS

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Bewertung9.5Herausragend

Weiss auch nicht genau, warums nicht die vollen 10 gibt, vielleicht wegen dem schrecklichen Gequalme die ganze Zeit oder weil die Musik natürlich inzwischen verstaubt ist ... in jedem Fall "DER KLASSIKER" was dialogfilme in einem Raum betrifft ... einfach grandios ... nicht für jeden Tag, doch wenn man drin ist, ist man drin und die Zeit vergeht im Flug. Must see!

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ThomasWzS

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@RoosterCogburn: Natürlich nicht ... doch der ist in Sachen Zivilcourage einfach unerreicht.
@Simon Moon: Also einer meiner Lieblingsgerichtsfilme ist noch "Das Urteil von Nürnberg" auch kein Film für jeden Tag, doch wenn Du einmal drin bist, nimmt er Dich mit ... grandios.
Auch Spitze und wirklich unterhaltsam und herausragend "Eine Frage der Ehre" der könnte Dir echt gefallen.


Simon Moon

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"Das Urteil von Nürnberg" ist besser im O-Ton, die deutsche Synchro erinnert einen eher an das, was da verurteilt wurde. Ansonsten kenne ich natürlich auch gute Gerichtsfilme. "Zeugin der Anklage" (mit Marlene Dietrich, richtig gut), und auch einer mit Spencer Tracy (bin zu faul jetzt den Namen herauszufinden), der ist wie eine Vorahnung auf die heutige "Creationisten"-Welle. "Eine Frage der Ehre" kann man sich einmal angucken. Was ich an diesem Genre nicht mag ist einerseits, das es meistens nur darum geht (wie bei (*gääähn*) Krimis): "Wer ist der Mörder?" und zweites, die scheinbare unausrottbare verlogene bzw. naive Ode an den Justizapperat. Inakzeptabel. Kann spannend sein, ist aber meist das letzte.


Croton

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Bewertung9.5Herausragend

Liberaler linker Hetzfilm. Alle Macher sind oder waren ganz sicher einmal Mitglieder der kommunistischen Partei der USA!

(Verdammt ist der gut! Den halben Punkt Abzug gibt es weil ich zwei Rauchpausen in dem kurzen Film machen musste, diese Qualmerei im Film ist auch für mich ungesund...)

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Simon Moon

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"Liberaler linker Hetzfilm." You make my day! Schöner hätte man es nicht ausdrücken können.


Hanno Jones

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Bewertung10.0Herausragend

siehe Roolfers kommentar eins weiter unten.
genial in szene gesetzt, grandios gespielt und absolut spannend.

theater > film

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Hanno Jones

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50% wahr
50% speichelleckerei :D

nein ... warum nochmal schreiben, wenn schon alles gesagt wurde ;)


Roolfer

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:D da ist was dran


Roolfer

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Bewertung10.0Herausragend

`12 Männer in einem einzigen Raum und das 96 Minuten lang? Ja okay, der Film ist ein Klassiker und irgendwann werd ich mir den auf jeden Fall angucken, aber jetzt hab ich da einfach kein bock drauf. Außerdem kann man sich das Ende doch sowieso denken. Irgendwann vielleicht aber nicht jetzt.`

Ich würd mein Vergangenheits-Ich am liebsten ohrfeigen. Deswegen richte ich mich jetzt einfach mal an alle, die sich den Film, aus ähnlichen Gründen wie ich sie hatte, immer noch nicht angesehen haben:

Anschauen! Einfach anfangen! Diese lächerlich kurzen anderthalb Stunden kommen einem vor wie 20 Minuten. Fangt einfach an, es lohnt sich. Ich werde hier jetzt keine Lobeshymne starten, denn eigentlich wurde schon alles gesagt und dennoch habe ich den Film die ganze Zeit vor mir hergeschoben. Ja der Film ist nicht der Neuste, ja der Film ist schwarz-weiß, ja der ganze Film spielt in einem einzigen Raum und ja die meiste Zeit wird `nur` geredet. Aber trotzdem ist der Film absolut spannend! Man fiebert jede Sekunde mit. Man möchte wissen, wie verdammt noch mal auch der hartnäckigste Zeuge überzeugt wird.
Ich weiß, nicht warum ich mir den Film nicht schon längst angeguckt habe, denn jedes Lob ist berechtigt. Ich hatte mich sogar schon auf eine negative Bewertung eingestellt. Jetzt aber, nachdem ich mich endlich überwunden habe die DVD einzuschieben, vergebe ich mit Stolz und Recht 10 absolut verdiente Punkte. Wenn ihr den Film noch vor euch habt: Gebt euch einen Ruck, ihr werdet es nicht bereuen.

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sami.davis.77

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haha super kommentar :D


Rulzn

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hab den film inzwischen auch gesehen... war ehrlich sehr positiv überrascht.. mag den charme dieser filme.. grandios


Der Hamburger

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Bewertung10.0Herausragend

90 Minuten, 12 Männer, 1,5 Räume, 1 Thema und um mehr geht es eigentlich auch gar nicht. Wo Blockbuster Action brauchen, benötigt ein Kammerspiel durchdachte Dialoge. Und die gibt es hier zuhauf. Alleine die subversive Argumentation vom Geschworenen Nr. 8 ist einfach sehenswert!
Zudem sorgen die Dialoge dafür, dass der Film immer an Tempo behält, obwohl das Ende ziemlich vorhersehbar ist; der Weg dahin ist einfach interessant genug. Ich fand zwar selber, dass die Charaktere teilweise sehr übertrieben dargestellt wurden, andererseits funktioniert der Film gerade deshalb, da sich so die Meinungen besser herauskristallisieren.
Mir war es dann im Nachhinein auch nicht mehr so wichtig, ob der Film zusätzlich eine Kritik am Justizsystem der USA sein soll - immerhin kann man sich danach vorstellen, wie schnell mal so eine Todesstrafe beschloßen ist!! -, ich fand es einfach nur klasse einen Film gesehen zu haben, in dem schlüssig argumentiert und logisch gedacht wurde, um der möglichen Wahrheit näher zu kommen, und diese Ansicht dann auch noch die Oberhand behält (auch wenn man nie erfährt, ob das auch der Wahrheit entspricht). So etwas sieht man in der Realität ja leider viel zu selten, da es wenig Menschen gibt, die fähig sind, etwas wirklich objektiv zu beurteilen.

Alles in allem ein zeitloser Film, den man sich auch in weiteren 50 Jahren noch angucken kann.

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Fedkek2

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich hab den Film gestern zum ersten mal gesehen und war ein wenig enttäuscht , klar hatte ich hohe erwartungen wenn er ganz weit oben bei den Top 250 plaziert ist, dabei hab ich auch berücksichtigt das es ein ziemlich alter Film ist. Die Dialoge fand ich manchmal zum lachen, z.B die Stelle ob die Zeugin eine Brille trug, als der alte Mann schon von den Druckstellen auf der Nase angefangen hatte, wird jedem sofort klar auf was es hinaus läuft aber die ziehen die Diskussion fast fünf Minuten in die Länge und erst zum Schluss kommen sie darauf das sie den Mord nicht gut erkennen hätte können. Als Henry Ford angefangen hat den einen Typen zu fragen was er Gestern, Vorgestern und Vorvorgestern gemacht hat und in welchem Film er war, mit welchen Schauspielern u.s.w musste ich auch lachen. Ein wenig Spannung hat sich durchaus aufgebaut aber das wars dann auch schon, fands auch schade das sie den Angeklagten nicht gezeigt haben, konnte gar kein Bezug aufbauen aber das ist nicht der Punkt, es ging um ein Menschenleben! Was den Film die Authentizität entzog war auch das alle sehr förmlich redeten, sogar der Typ aus dem Slum oder der Jähzornige, gut gemeinte 6,0!

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Frederic Barchfields

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henry fonda heißt der gute mann. henry ford war bekanntlich jemand ganz anderes.


Phryx

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Das interessante an diesem Film sind auch nicht Dialoge unbedingt sondern der Grundgedanke der Manipulation durch Worte und da gibt es es meines Wissens keinen Film der nur annährend mit diesem hier mithalten kann.


T00BI

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Um ehrlich zu sein habe ich mir den Film nur angeguckt, weil ich gerade nichts zu tun hatte und die „12 Angry Man“ hier so hoch bewertet wurden. Das hat mich neugierig gemacht und ich beschloss die Zeit in den Film zu investieren … und es hat sich verdammt nochmal gelohnt!

Die Handlung an sich ist ganz simpel: 12 Geschworene beraten sich nach einer Gerichtsverhandlung über das Urteil, welches getroffen werden muss. Sie müssen sich einstimmig darauf einigen, ob der Angeklagte für schuldig bzw. unschuldig erklärt wird. Da dies aber zu Beginn nicht der Fall ist, nimmt die Handlung so seinen Lauf…

Der Film spielt hauptsächlich im ein und demselben Raum, was dem Film allerdings überhaupt nicht schadet, denn er hat seine Stärken in ganz anderen Bereichen. Da wäre zum einen die solide schauspielerische Leistung aller Akteure, wobei mir Henry Fonda als Geschworener Nr. 8 besonders gut gefallen hat. Zum anderen sind die Dialoge zwischen den Geschworenen großartig und es macht einfach Spaß diesen zu folgen.

SPOILER
Der Film zeigt außerdem wie leichtsinnig mit Menschenleben umgegangen werden kann, denn der Anwalt des Angeklagten hat den Fall als Pflichtauftrag erhalten und möchte diesen schnellstmöglich hinter sich bringen, weshalb er keine Möglichkeiten sucht, die einen Zweifel an seiner Schuld hervorbringen. Ganz anders Geschworener Nr. 8, der den Angeklagten als einziger der 12 Geschworenen für nicht schuldig hält. Die Art und Weise wie dieser den Fall dann Stück für Stück mit den anderen Geschworenen überdenkt und diese von der Unschuld des Angeklagten überzeugt ist einfach grandios gemacht, wobei die Geschworenen alle ihren eigenen Charakter haben, der teils sehr unterschiedlich ist.

SPOILER ENDE

Was hierbei deutlich wird ist vor allem, wie voreilig man handeln kann, auch wenn es um ein solch wichtiges Thema geht. All diese Dinge machen „Die 12 Geschworenen“ zu einem herausragenden und zeitlosen Film, den man sich ruhig auch mehrmals anschauen kann.

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Amadeus Arkham

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Bewertung9.0Herausragend

Ein geniales Kammerspiel. Von der ersten bis zur letzten Minute richtig klasse.

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