Die große Passion
Die große Passion (2011), Laufzeit 150 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 17.11.2011
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7 Bewertungen
7 Kommentare
Keine
von Jörg Adolph,
Die große Passion ist eine Langzeitdokumentation über die Entstehung der Oberammergauer Passionsspiele 2010: Von der Arbeit an der Textfassung, ab Spätsommer 2008, über die Auswahl der Mitwirkenden, die Proben bis hin zu den 100 Vorstellungen ab Mai 2010, den Besuchern und den Vorgängen um die Passion, die das Dorf alle zehn Jahre in einen Ausnahmezustand versetzt.
Ein Film über eine erstaunliche Dorfgemeinschaft quer durch die Generationen, über bayerische Lebensart und die unbändige Lust am Theaterspielen. Die Innenbetrachtung eines Jahrhunderte alten Rituals und zugleich einer frischen Interpretation des Bibelspektakels, das im Zeitalter beliebiger Sinnsuche und virtuellen Überdrusses erstaunliche Lebendigkeit beweist.
Mehr Bilder (14) und Videos (1) zu Die große Passion
Cast & Crew
-
Jörg Adolph
Regie
Schauspieler
-
Stephan Szasz
-
Jörg Adolph
- Genre
- Ereignisdokumentation
- Zeit
- 2008, 2010
- Ort
- Bayern
- Handlung
- Backstage, Bühne, Bühnenauftritt, Bühnenshow, Dokumentarfilm, Inszenierung, Jesu Kreuzigung, Katholische Kirche, Kreuzigung, Kulisse, Maske, Passion Christi, Schauspielern, Straßentheater, Theaterregisseur, Verkleidung
- Stimmung
- Geistreich
- Mitmachen
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Kritiken (6) — Film: Die große Passion
Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter
Kommentar löschenAdolphs Film ist keinesfalls nur für Bibelfreaks oder Traditionalisten geeignet. Denn er zeigt auf sehr leichte und lebendige Weise, mit viel Sympathie vor allem für den Hauptprotagonisten, wie eine Theatergroßproduktion, zu deren Premiere Kanzlerin Merkel kommt, unter allerlei politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zwängen entsteht und anschließend mit großer Spielfreude von allen Beteiligten aufgeführt wird.
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Jörg Schöning
Kommentar löschenDem Dokumentarfilmer Jörg Adolph sind persönlicher Mitteilungsdrang und jeder Hang zur Monumentalität gänzlich fremd. Bei seiner Arbeit folgt er strikt den Geboten des "Direct Cinema". Das heißt, er verzichtet auf Kommentare und beschränkt sich auf die stille, passive Beobachtung.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenIm Mittelpunkt von „Die große Passion“ steht Spielleiter Christian Stückl. Ob am Computer beim Redigieren der Texte oder auf der Bühne bei den Proben: Christian Stückl ist in Jörg Adolphs Film allgegenwärtig. Mit jeder seiner markanten Gesten vermittelt der Oberammergauer, der seit 1987 Spielleiter der Passionsspiele seiner Heimatgemeinde und seit Oktober 2002 Intendant am Münchner Volkstheater ist, eine ansteckende Theater-Leidenschaft. Stückl reist etwa auch mit einer größeren Gruppe seiner Darsteller nach Israel, diskutiert leidenschaftlich in etlichen Krisensitzungen mit Vertretern des Gemeinderats, wobei er richtig heftig wird, als eine politische Gruppierung bei den Proben ein generelles Rauchverbot durchsetzen möchte – Kettenraucher Christian Stückl wehrt sich vehement dagegen. Heftig widerspricht er allerdings auch einem Kommentar in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Seit Stückl an der Macht ist, müssen sie jüdische Organisationen fragen,…
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenChristian Stückl ist der Regisseur, der Macher, der Alleinherrscher, der Intellektuelle, der Textumschreiber, einer, der große künstlerische (und rhetorische) Fähigkeiten besitzt – und hier sehr (ein wenig zu sehr) in den Vordergrund gerückt wird. Aber es ist schon ein gewaltiges Schauspiel, das hier abgeht: leider leider genauso materiell, finanziell und touristisch total vermarktet wie ursprünglich religiös und fromm intendiert. Auf jeden Fall eine informative, interessante und für den Aufgeschlossenen möglicherweise auch bewegende Angelegenheit.
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Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenIn bester "Direct Cinema"-Manier begleitet der chronologisch strukturierte Film das Geschehen und ordnet sein ausuferndes Material so geschickt, dass weder die epische Dimension des Unterfangens noch die vielen inhaltlichen Ebenen erschlagen werden. Ein sinnlich-aufmerksamer, kluger, nuancenreicher Film, der von der charismatischen Figur Stückls getragen wird, aber auch filmisch souverän zu punkten weiß.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenGanz im Stil des Direct Cinema wirft Regisseur Jörg Adolph mit seinem epischen Dokumentarfilm „Die große Passion“ einen Blick hinter die Kulissen der legendären Oberammergauer Passionsspiele. Im Mittelpunkt des bayerischen Bibelspektakels steht Christian Stückl, ein glühender Theatermacher mit unbändiger Spielfreude. Nicht zuletzt durch seine charismatische Ausstrahlung gelingt es das Faszinosum dieses sinnlichen Vitaltheaters zwischen Kommerz, Kitsch und Kunst, Provinz und weiter Welt in seiner ganzen Wucht auf die Leinwand zu bannen.
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Kommentare
Kommentar schreibenMarkbln 2012/04/06 11:13:20
Kommentar löschenInside Oberammergau. Faszinierende Doku ohne wertende Kommentare über die Passionsspiele. Die etwas zu starke Fixierung auf den Egomanen Stückl ist manchmal too much, etwas mehr vom Ensemble und dem Ort wäre interessant gewesen. Am Karfreitag um 22.50 Uhr auf BR zu sehen.
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