Endstation der Sehnsüchte

Endstation der Sehnsüchte (2009), DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 29.10.2009

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von Sung Hyung Cho,

Dokumentation von Sung Hyung Cho (“Full Metal Village”) über ein deutsches Dorf in Korea. Drei Frauen auf der Suche nach Heimat kehren nach über dreißig Jahren zurück in ein Südkorea, das nicht mehr ihres ist. Sie haben in den Sechziger Jahren alles zurückgelassen, auch ihre Kinder, um als Gastarbeiterinnen nach Deutschland zu gehen. Sie haben sich perfekt assimiliert in dem neuen Land und sich doch immer nach dem alten gesehnt. Jetzt haben sie ihren Traum wahr gemacht und ihre deutschen Ehemänner mitgenommen nach Dogil Maeul, das “Deutsche Dorf”, das eigens für Leute wie sie errichtet wurde: Yong-Sook, Woo-Ja und Chun-Ja sind als reiche Rentnerinnen zurückgekehrt und zur Touristenattraktion geworden. Denn das Dorf in der malerischen Bucht mit den roten Ziegeldächern und den sauberen Vorgärten ist tatsächlich deutscher als deutsch, es gibt sogar Vollkornbrot und Bockwürste. Eine skurrile Kulisse, in der Touristen durch ihre Vorgärten trampeln und die Ehemänner als “Langnasen-Opas” belachen, bis die Polizei eingreift. Es ist ihre neue, alte Heimat, in die ihnen Willi, Ludwig und Armin mit über siebzig Jahren aus Liebe gefolgt sind. Und doch fehlt den Frauen etwas. Denn “Am Abend, wenn die Sonne untergeht, kommt das Heimweh. Egal, ob du 40, 50 oder 60 bist.” Das war in Deutschland so, wo sie die Hälfte ihres Lebens verbracht haben und doch immer fremd blieben. Und das ist jetzt in Südkorea so, wo sie nicht mehr nahtlos an ihre alten Wurzeln anknüpfen können. Sie tragen traditionelle, koreanische Trachten in Wohnzimmern mit Schrankwänden aus deutscher Eiche. Wenn ihre Ehemänner über mangelnde Ordnung und Disziplin der Koreaner schimpfen, können sie das gut nachvollziehen. Und doch macht es sie glücklich, wenn der Gatte mit Hingabe koreanische Volkstänze erlernt.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Endstation der Sehnsüchte

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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7.5Sehenswert

Mit der Neugier und der Vertrautheit einer Regisseurin, die beide Länder und beide Kulturen kennt, erkundet Sung-Hyung Cho das deutsche Dorf und fördert allerlei Momente zu Tage, die Auskunft geben über das Gefühlsleben und die Befindlichkeiten seiner Bewohner. Und die sind durchaus dazu angetan, dass sich neben einem Gefühl des amüsierten Zuschauens auch Nachdenklichkeit mischt. Über das Älterwerden, das Gefühl der Heimatlosigkeit und die Frage, was mit all jenen Menschen eigentlich passiert, die ihr Heil in der Hoffnung auf ein besseres Leben und aus lauter Deutschlandmüdigkeit irgendwo im Ausland suchen und dabei vergessen, dass man die (geliebte oder ungeliebte) Heimat überallhin mitnimmt.

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Birte Luedeking: critic.de

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Nach Full Metal Village (2006) ist Sung-Hyung Cho erneut ein besonderer Heimatfilm gelungen. [...] Die persönlichen Erzählungen der Frauen, von denen zwei ihre Kinder in Südkorea zurücklassen mussten, als sie nach Deutschland auswanderten, bilden den emotionalen Kern von Endstation der Sehnsüchte und sorgen dafür, dass er eine Balance zwischen Witz und Ernst hält.

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Kommentare (3) — Film: Endstation der Sehnsüchte

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine super Doku über eine mir überhaupt nicht bekannte Welt. Heimatkunde der etwas anderen Art und besonders lustig, wenn teutonische Metzger auf demütige Koreaner prallen.

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stillertony

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Bewertung7.5Sehenswert

Gelungene Doku über das Altern, die Ehe, Heimatverlust und einem kleinen "clash of cultures".

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danmoviepilot

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr schöner Dokumentarfilm. Man erfährt viel über Südkorea, über Deutschland, über Ein- und Auswanderung, über Beziehungen und noch vieles mehr. Ein Film über ein "Deutsches Dorf" in Südkorea, das eigentlich für koreanische Rückkehrer aus Deutschland geschaffen wurde. Das Thema klingt nach einem klassischen und vorhersehbaren Thema für eine Doku ... aber dank der Regisseurin und der Protagonisten steckt der Film dennoch voller kleiner Überraschungen.

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