I Shot My Love

I Shot My Love (2009), DE/IL
Laufzeit 56 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 17.03.2011

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von Tomer Heymann,

I Shot My Love ist eine Dokumentation von und über den Dokufilmer Tomer Heymann, der, siebzig Jahre nachdem sein Vater aus Nazi-Deutschland nach Palästina geflohen ist, in das Land seiner Vorfahren zurückkehrt und auf Spurensuche nach seiner Familiengeschichte geht. Eine der Stationen auf seiner Suche ist die Berlinale, bei der er nicht nur seinen Film Paper Dolls vorstellt, sondern auch einen Mann trifft, der sein Leben verändert. Der Tänzer Andreas Merk wird von einer flüchtigen Bekannschaft zur großen Liebe von Heymann, und “I Shot My Love” zeigt Höhen und Tiefen dieser Liebe.

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Kritiken (4) — Film: I Shot My Love

Peter Rehberg: der Freitag Peter Rehberg: der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Das filmische Ergebnis von I Shot My Love ist faszinierend. Heymanns große Leistung liegt darin, dass er der allzu leichten Versuchung widersteht, schwule Liebe als Versöhnung der Verbrechen von Deutschen an Juden zu inszenieren.

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Thomas Abeltshauser: Die Welt Thomas Abeltshauser: Die Welt

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7.5Sehenswert

Die Intimität und Offenheit in dieser Langzeitbeobachtung I Shot My Love auszuhalten, ist nicht immer einfach, für die Beteiligten und für den Zuschauer. Doch es lohnt sich.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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5.0Geht so

Es ist nachvollziehbar, dass Heymann in I Shot My Love dem Bedürfnis folgt, dem Gesicht, dem Körper, den Bewegungen seines Geliebten mit der Kamera so nahe wie möglich zu kommen; für den Außenstehenden bleiben diese Bilder und intimen Ansichten, von emotionsgeladener Musik untermalt, oft redundant, erscheinen mitunter sogar voyeuristisch, was von der „Verbraucherqualität“ der Bilder unterstützt wird.

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alviesinger: bummelkino

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4.0Uninteressant

Der jüdische Filmemacher Tomer Heymann filmt sein junges Leben: Im Mittelpunkt stehen dabei seine patente Mutter und sein deutscher Lebenspartner Andreas. Die Dokumentation besteht aus Alltagsbeobachtungen und einer Episodenhaften Erzählweise: Die Hüftoperation der Mama, einer der Brüder kommt aus den USA zu Besuch, Heiligabend in Deutschland. Heymanns Großeltern sind 1936 aus Deutschland geflohen – Grund genug für den jungen Filmemacher seine ihm nahe stehenden Personen mit Vergangenheitsbewältigungsfragen zu traktieren und die heutzutage wenig interessante Thematik zu erörtern, ob eine Liebe zwischen einem Deutschen und einem Israeli aufgrund der kulturellen Unterschiede sowie der geteilten Historie möglich ist. Heymann gelingen dabei ehrliche Szenen, die aber auch von extremer Langeweile und Beliebigkeit geprägt sind. Unterhaltend ist das alles nicht und interessant ist es aufgrund der qualitativ sehr schwankenden Episoden nur in Grenzen. Einen künstlerischen Anspruch könnte man in „I shot my love“ bestimmt hereininterpretieren – das wäre aber aufgrund der sehr persönlichen Herangehensweise von Heymann zu gewollt. Am Ende ist man eigentlich nur von der Nervenstärke der Beteiligten, die ständig die banal-neugierigen Fragen des Filmemachers meist in aller Ruhe beantworten, beeindruckt.

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