Salvador - Kampf um die Freiheit

Salvador (2006), ES
Laufzeit 134 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 13.09.2007

6.4 Kritiker
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6.6 Community
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4 Kommentare
Salvador - Kampf um die Freiheit - Bild 7766
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von Manuel Huerga, mit Daniel Brühl und Tristán Ulloa

Madrid – Spanien zur Zeit der Franco-Diktatur. Sechs Polizisten nehmen im September 1973 in Barcelona auf offener Straße zwei Mitglieder einer anarchistischen Organisation fest, die wegen Bankraubs gesucht werden. Als sie die Verdächtigen abführen, kommt es in einem Hauseingang plötzlich zu einer Rangelei, es fallen mehrere Schüsse. Ein Beamter wird getroffen und stirbt. Der Festgenommene 25-jährige Salvador Puig Antich (Daniel Brühl) wird in einem Schnellverfahren von einem Militärtribunal wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilt. Anwalt, Familie und Freunde entfachen eine fieberhafte, aber hilflose Suche nach Kontakten, die die Vollstreckung des Todesurteils vielleicht doch noch abwenden könnten.

Der anarchistische Student Salvador Puig Antich war neben dem Deutschen Georg Michael Welzel das letzte Todesopfer des Franco-Regimes. Er wurde am 2. März 1974 mit 24 Jahren durch die Garotte hingerichtet.

HandlungMovimiento Ibérico de LiberaciónSalvador (Daniel Brühl), ein katalanischer Student, lernt während seines Studiums in den 1970er Jahren in Barcelona die radikal Linkspolitischen und Autonomen kennen. Mit ihnen beginnt er bald, praktische Aktionen unter dem Namen MIL (Movimiento Ibérico de Liberación) durchzuführen: Sie verteilen Flugblätter, rauben eine Bank aus, um das Geld den Arbeitern zu geben und nehmen Kontakt zu einer französischen Gruppe von Anarchisten in Toulouse auf. Salvador und seine Freunde kämpfen gegen Franco, der das katalanische Volk Tag für Tag terrorisiert und für die Arbeiter, die nach ihrer Meinung von den Kapitalisten unterdrückt werden. Das Alltagsleben in Katalonien wird zudem dadurch erschwert, dass die katalanische Sprache verboten ist und die Katalanen ständige Schikanen seitens der Staatsgewalt erdulden müssen.

Außerhalb der Gruppe versucht Salvador ein halbwegs normales Leben als junger Mann zu führen, was nicht ganz einfach ist. Seine Schwestern und seinen Vater (Celso Bugallo)…

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Salvador - Kampf um die Freiheit

S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.0Sehenswert

Man muss es ganz klar sagen: Hätte nicht Daniel Brühl die Hauptrolle, würde diese Verfilmung spanischer Zeitgeschichte bei uns keinen Menschen interessieren.

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Kommentare (3) — Film: Salvador - Kampf um die Freiheit

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Pimbolina

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich fand es recht interessant zu sehen , dass herr brühl katalanisch kann. hat mir sehr gut gefallen ( hab ihn auf spanisch gesehen)

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alanger

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daniel césar martín brühl gonzález ist ja in barca geboren und seine mutter ist katalana.


Nayuma

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hab mich beim Schauen die ganze Zeit gefragt "Wie zum Teufel kam Daniel Brühl zu so einer Rolle?!" Das hat mir irgendwie den Bezug etwas schwerer gemacht. Nichts desto trotz ist der Film gut gemacht. Im Prinzip alles dabei was man zu so einem Thema erwartet: Protest, Gewalt, Wahnwitz, Verzweiflung, Überzeugung, Freundschaft, Liebe, Angst und und und... Wirkt alles sehr überzeugend und schon heftig was es für Todesstrafen vor ca. 30 Jahren noch gab, echt heftig!

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bloodmandarin

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Er ist spanischer Herkunft! :)
Ganz nebenbei; warum erschwert die Herkunft eines Schauspielers für dich den Genuß eines Filmes?


Nayuma

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Ah ok, dass erklärt einiges! ;) Naja... er wirkte halt nicht ganz so ganz südländisch im Temperament usw. und da wünsche ich mir dann doch des öfteren einen Schauspieler, der auch aus dem Land kommt, das er "verkörpert". Ich bin der Meinung, dass man dann als Schauspieler/in noch intensiver agiert... Ansichtssache. ;)


annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Salvador Puig war der letzte Todeskandidat, der von Franco ermordet wurde. Noch dazu durch die Garotte, ein äußerst brutales Tötungsinstrument. Obgleich der Film kaum politische Zusammenhänge erklärt, funktioniert er dennoch, denn er stellt ein privates Schicksal in den Vordergrund und zeigt einen jungen Menschen, der seinen persönlichen Idealen nachgeht und dafür sterben muss. Vielleicht ist das auch ein bewusster Pluspunkt des Films...Denn dieser junge Mann lebte in den 1970ern, einer rebellischen Zeit, in der die Jugend noch aufbegehrte durch lange Haare, Intellektualität und Widersprüche. Dass Puig zu anarchistischen Aktionen griff, kann man tolerieren oder nicht. Aber dass einem jungen Menschen das Leben genommen wird, konnte nur durch das faschistische Franco-Regime geschehen. Viele Spanier kennen heute noch nicht die Geschichte dieses jungen Menschen, der in Katalonien sehr wohl bekannt ist, vielleicht auch, weil er Widerstand gegen ein totalitäres Regime geleistet hat, das die Katalanen stets unterdrückte. Daniel Brühl spielt in seinem ersten spanischsprachigen Film gewohnt souverän, selbst katalanisch spricht er trotz mangelnder Kenntnisse akzentfrei.

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